Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zukunft'

Botschafter der Höheren Welt

Heute haben wir alle Möglichkeiten spirituelle Fortschritte zu machen und das Wissen der Kabbala in der ganzen Welt zu verbreiten.

Indem wir in unserer weltweit vertretenen Gruppe unsere spirituellen Funken „die Punkte im Herzen“ verbinden, handeln wir als Vertreter eines höheren, spirituellen Systems in unserer Welt; und verbreiten ausserdem gemeinsam die Weisheit der Kabbala. Wir benötigen nichts anderes.

Wir sind an der Spitze der Pyramide der menschlichen Entwicklung. In dem Maße wie wir uns verbinden, wird dies die gesamte Welt beeinflussen. Und wir müssen auch die gesamte Welt uns näher bringen.

Dennoch sollten wir nicht denken, dass die gesamte Welt Kabbala studieren muss, oder dass alle Menschen verstehen müssen, was das ist. Überhaupt nicht! Das ist wie in einem Menschlichen Körper: 99% ist aus Materie beschaffen, die vom Gehirn gelenkt wird. Derzeit besteht das Gehirn aus den Menschen, die nach Spiritualität streben.

Der Rest wird diese Struktur der Welt akzeptieren. Dieses Bewusstsein wird sie erreichen und sie werden sich uns annähern. In ähnlicher Weise jedoch, wie heute die Mehrheit der Menschen ein normales Leben führt und kein Bedürfnis nach großen Errungenschaften verspürt, wird auch in der Zukunft der Rest der Menschen sich am spirituellen Prozess in passiver Weise beteiligen.

Aus dem Unterricht 1, WE! Kongress 01.04.2011

Treffen bei der UNESCO und der UNO

In letzter Zeit haben wir rege Beziehungen mit der UNO, insbesondere mit der UNESCO, während unserer Treffen in Paris, Moskau und New York hergestellt.

Im vergangenen Monat habe ich mich in Frankreich mit der Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokowa, getroffen.

Als Präsident und Gründer des Ashlag-Forschungsinstituts (ARI – Ashlag Research Institute) habe ich zusammen mit den anderen Delegationsmitgliedern einen Plan der neuen Methode der globalen Erziehung, die allgemeine Gesetze der integralen Welt nutzt, zur Durchsicht vorgelegt.

Ich wurde von den Mitgliedern des Direktorenrats des ARI-Instituts begleitet: Norma Livne, Rachel Laitman, Leonid Makaron, Seth Bogner.

Frau Bokowa hat unsere Prinzipien bezüglich des neuen Bildungssystems, welches die heutigen Kinder auf ein vollwertiges Leben in der höchstdynamischen globalen Welt vorbereitet, mit großem Verständnis aufgenommen.

Nach diesem Treffen haben wir eine Einladung zur Präsentation des Weltberichts „Bildung für alle“ auf dem alljährlichen Treffen der UNESCO erhalten. Diese Präsentation hat im März 2011 in der Columbia University stattgefunden.

Unsere Freunde Seth Bogner, Rachel Laitman und Norma Livne haben die Gelegenheit bekommen, unseren Standpunkt bezüglich der Methoden der Bildungsverbesserung dem israelischen UN-Botschafter, Herrn Meron Reuven, sowie der Generaldirektorin der UNESCO, Frau Irina Bokowa, vorzustellen.

Dieses Ereignis wurde von der UN-Untergeneralsekretärin und Exekutivdirektorin Michelle Bachelet durchgeführt.

In Moskau haben die Vertreter des ARI-Instituts Eli Vinokur, Leonid Makaron, Anatoli Uljanov und Leonid Ilizarov aktiv an der UNESCO-Konferenz „Die Beteiligung der Jugendlichen an den sozialen Transformationen: Initiative und Mitwirkung“ teilgenommen.

Außerdem wurde unsere Teilnahme an den bevorstehenden Ereignissen besprochen. Die von uns auf dieser Konferenz vorgestellten Materialien werden in Kürze in einem Sammelband der UNESCO erscheinen.

Am 11. März haben unsere Vertreter Leonid Makaron und Seth Bogner an der Konferenz „Friedensherstellung: Rekonsolidierung mit Hilfe von Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation“ teilgenommen, die im UN-Hauptquartier in New York stattgefunden hat. Unsere Materialien werden im Bericht veröffentlicht; weitere Schritte wurden besprochen.

Dieses Forum wurde vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und der Generaldirektorin der UNESCO eröffnet. Die höchste Ebene dieses Dialogs wurde vertreten durch den Prinzen Turki al-Faisal aus Saudi-Arabien, den Nobelpreisträger für Physiologie Günter Blobel u. a.

Eine erfolgreiche Teilnahme an allen diesen Veranstaltungen trägt zu einem nachhaltigen Prozess der Zusammenarbeit im Bildungssystem zum Aufbau einer besseren Zukunft für die gesamte Menschheit bei.

Sei der Anführer der Vereinigung

Frage: Ich habe den Eindruck, dass mit der zunehmenden Globalisierung der unverwechselbare Charakter jedes Menschen allmählich verschwindet. Was wird in der Zukunft von meiner Einzigartigkeit bleiben?

Meine Antwort: Das ist eine falsche Annahme. Wenn ich mit anderen Menschen verbunden bin, erhält mein unverwechselbarer Charakter die Möglichkeit, sich maximal auszudrücken, und zwar unendlich, weil ich aus mir selbst herauskomme, hinein in andere und alle mit meinen Anstrengungen vereine.

Der ganzen Welt fehlt meine Beteiligung und mit meiner Beteiligung erfülle ich die ganze Welt. Auf diese Weise ist die Welt von mir abhängig.

Nichts reicht an diese Selbstdarstellung heran. Und außerdem gibt es für dich keinen Weg, dich selbst wahrhaftig auszudrücken. Willst du wirklich an der Spitze von allem sein? Dann los – dir wurde die ganze Welt gegeben. Sei der Anführer und vereine alle miteinander. Da hängt alles von dir ab. Gebrauche deinen Stolz, deine Machtlust und deine Einzigartigkeit – vorwärts. Vor dir liegt die ganze Welt.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 15.03.2011

Wie man die Schläge der Natur verhindern kann

Frage: Lieber Dr. Laitman! Wir, Ihre Studenten in Japan, möchten gerne Ihre Meinung dazu hören, was das Unglück, das Erdbeben und der Tsunami, das uns widerfahren ist, verursacht hat. Nach den Vorhersagen sind in naher Zukunft noch mehr Schläge zu erwarten. Können wir alle solche Ereignisse in Japan und generell, in der Welt, verhindern?

Meine Antwort: Die Natur führt uns auf dem Weg der evolutionären Entwicklung, bis wir uns der Natur angeglichen haben. Die Schläge und Leiden, die wir spüren, sind die Reaktion der Natur uns gegenüber, da wir mit ihr nicht in Übereinstimmung sind. Die einzige Lösung für alle Krisen ist, mit der Natur ins Gleichgewicht zu kommen.

Normalerweise wird das durch die Korrektur unseres Egoismus erreicht. Unser Egoismus wird an unserer Einstellung zur Verbindung mit der gesamten Menschheit als ein einziges Ganzes gemessen. Denn die Natur bezieht sich zu uns genau wie zu einem einzigen Ganzen. Wir werden leiden, bis wir Eins werden.

Im Buch Sohar heißt es („Einführung zum Buch Sohar“, Punkte 66-81), dass Unglücke zuerst die Besten trifft: in diesem Fall Japan. Doch wenn die Schläge sich verstärken, werden sie auch die Schlechten treffen… Es gibt nur eine einzige Lösung: sich in Liebe zum Nächsten zu vereinen und zu einem globalen, integralen System, so wie die Gesamtheit der Natur zu werden. Dann werden wir beginnen, in uns die Erfüllung durch den Schöpfer zu spüren.

Eine Quelle mit lebendigem Wasser

Frage: Warum ist es bei den großen Kongressen viel leichter über die gegenseitige Ablehnung hinwegzukommen?

Meine Antwort. 1. Bei einem Kongress ist ein Mensch nicht in seiner Gruppe. Er verschwindet in einem Ozean von Leuten, mit denen er keinen näheren Kontakt hatte, und daher konnte er seine Bosheit gegen sie nicht enthüllen.

2. Bei den Kongressen arbeiten wir nicht daran, das Böse in uns zu enthüllen, sondern wir erwecken eher die Tugenden. Allerdings kommen diese Tugenden trotz dem Bösen, das bereits enthüllt wurde und um Kräfte für die Zukunft zu erlangen.

Folglich spüren Menschen, die in der Gruppe nicht an sich selbst arbeiten, keinen Drang danach, zu einem Kongress zu kommen. Sie sehen das nicht als eine Chance zum Aufstieg. „Was werde ich dort tun? Springen? Singen? Ich kann genauso am Fernseher oder im Internet zuschauen, zu einer Zeit, die mir angenehm ist!“

In Wirklichkeit besteht ein grosser Unterschied zwischen einer virtuellen und einer physischen Teilnahme an einem Kongress, weil bei der letzteren ein Mensch Energie, Geld und große Anstrengungen aufbringt, um daran teilzunehmen. Darüber hinaus können wir die Wichtigkeit des physischen Kontakts nicht vor der Erlangung der Empfindung der höheren Welt für nichtig erklären. Daher ist der Kongress für Menschen gedacht, die dorthin zu kommen wünschen, um das Böse zu erkennen, das sie früher angesammelt haben und ebenso für jene, die sich danach sehnen, dort die Kräfte zu erhalten, um die Verwirklichung des Bösen in Zukunft überwinden zu können.

Die Tora spricht oft davon, wie sich Menschen früher an einer Quelle trafen, um sich mitzuteilen und Verbindungen herzustellen. So sollten wir uns bei einem Kongress wie Menschen fühlen, die sich an einer Leben spendenden Quelle in der Wüste versammelt haben, und aus dieser Quelle können wir die lebensnotwendigen Kräfte von Bina empfangen (Wasser ist die Eigenschaft des Gebens, die Qualität von Bina).

Aus dem 2.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 07/03/2011, Der Sohar

Die zuverlässigste Bürgschaft

Der Mensch sehnt sich nach Stabilität und Sicherheit: Er will eine stabile Wirtschaft, sichere Lebensbedingungen und körperliche Gesundheit.

Das ist das normale instinktive Verlangen eines jeden Lebewesens. Auch Tiere haben es und sammeln Nahrung für den Winter.

Doch weil unser egoistisches Verlangen eine Stufe über jenem der Tiere liegt, wollen wir Schutz, der uns als Lebensversicherung dienen soll; wir glauben, dass wir ewig leben und wollen auch unseren Kindern die beste Sicherheit garantieren.

Obwohl wir erkennen, dass die Praxis anders aussieht, können wir nicht von der Idee lassen. Wir leben in einer sehr instabilen und unsicheren Welt, und es ist uns daher klar, dass es nicht möglich ist, durch harte Arbeit und viel Geld Sicherheit für morgen zu garantieren.

Es ist ein bekanntes psychologisches Problem. Ich würde sagen, es ist ein spirituelles Problem, denn wenn wir eingestehen, dass es eine Höhere Kraft gibt, die unser ganzes Leben beeinflusst und lenkt – egal was wir tun – dann erkennen wir, dass wir gar nicht in der Lage sind, selbst für Sicherheit zu sorgen.

Durch unsere Lebenserfahrung denken wir, dass je reicher, gesünder und stärker ein Mensch ist, er umso vertrauensvoller und zufriedener in seine Zukunft blicken würde – im Vergleich mit anderen. Aber wir sehen, dass selbst das keine Garantie ist und sich alles blitzschnell ändern kann.

Daher bietet die Weisheit der Kabbala dem Menschen eine andere Lösung. Wenn man sich mit der Höheren Kraft verbindet, die in jedem Moment und überall die gesamte Schöpfung lenkt, wird das die verlässlichste Garantie für Sicherheit sein.

Uns wird die Empfindung der Unsicherheit, Hilflosigkeit, Zweifel und Furcht absichtlich gegeben, damit wir darin die korrekten Antworten finden. Wir fühlen uns also unsicher, damit wir erkennen, was uns wirklich eine verlässliche Sicherheit für alle Situationen im Leben geben kann.

Vielleicht denken Sie, dass der Schöpfer zu weit entfernt ist, in einer anderen Welt existiert und Sie keine Verbundenheit zu Ihm fühlen (obwohl Sie Ihn kennenlernen könnten). Wenn Sie sich in unserer Welt eine Umgebung erschaffen, die Sie unterstützt und Verantwortung für all ihre Mitglieder übernimmt – wo sich jeder um die Belange des anderen kümmert wie um seine eigenen – ist dies in unserer Welt wohl die beste Garantie für Sicherheit, die man sich vorstellen kann.

Wenn der Mensch Voraussetzungen für eine solche gegenseitige Unterstützung und Hilfe schafft, wird ihm das Sicherheit in allen Belangen garantieren.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 2.02.2011, Unterricht über Geld

Vertrauen zeigt sich in der Einheit

Frage: Wie können wir auf materieller Ebene Vertrauen erlangen, einschliesslich den wirtschaftlichen, medizinischen und sozialen Bereichen?

Antwort: Diese Probleme können nur durch Geben, mit Hilfe des Lichts, gelöst werden. Wenn du gesund sein willst und Immunität von bevorstehenden Problemen erwerben möchtest, dann musst du in einer Gesellschaft leben, die die Kraft der wechselseitigen Bürgschaft besitzt.

Soll man glauben: Was ist so besonders an diesen Freunden? Was besitzen sie? Bankkonten in der Schweiz? Eigene Firmen? Ein erfolgreiches Unternehmen? Oder vielleicht sind sie alle Doktoren, Rechtsanwälte, Banker und erfahrene Experten im Allgemeinen? Tatsache ist, dass sie nichts derartiges sind. Jedoch, wenn sie die richtige, gute Verbindung miteinander haben, dann kannst du sie nicht übertreffen. Sie haben vollkommenes Vertrauen. Sie empfangen eine solche „Ladung“ von oben, dass niemand sie eigennützig benutzen kann oder erfolgreicher sein kann als sie. Dies ist, weil sie im Unterschied zu jedem anderen, Erfüllung besitzen. Vertrauen kann nur in der Einheit ausgedrückt werden.

Dies sehen wir selbst in unserer Welt. Was kann ein Mensch vollbringen? Selbst wenn du Schwarzenegger herbeibringst und selbst wenn du zwei Menschen oder drei, oder ein tausend hast und sogar, wenn du sie in metallene Rüstungen steckst; wirst du dann Vertrauen haben? Heute haben wir Vertrauen in nichts, einschließlich der Macht. Wie viele Waffen können wir weiterhin produzieren? Welche Mittel haben wir, um uns selbst zu schützen? Letzten Endes, gibt uns dies kein Vertrauen, egal wie sehr wir uns bewaffnen. Die Bevölkerung fühlt sich lediglich beruhigt..

In Israel werden zum Beispiel regelmäßig Gasmasken an die Menschen verteilt, wenngleich ich hörte, dass die Menschen dieses mal diese gar nicht so sehr entgegennehmen wollen. Alle haben das satt. Die Menschen benötigen eine andere Art Vertrauen.

Wozu ist es gut, Millionen in einer Bank zu haben? Dies hat heutzutage noch etwas zu bedeuten, jedoch wird sich die Gesellschaft der Zukunft mit anderen Voraussetzungen um sich selbst sorgen müssen, durch das Gesetz des Gebens. Vollständiges Geben zwischen all seinen Mitgliedern wird die materielle Sorge über den morgigen Tag in den Ruf nach spirituellen Gesetzen umwandeln, da die Menschen im Innern dafür keinen wirklichen Bedarf haben werden. Sich um die lebensnotwendigen Bedürfnisse zu sorgen wird eine von oben gegebene obligatorische Pflicht für einen Menschen werden, wie das „Beachten eines Gebots.“

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 3/3/2011 über Zuversicht

Was Menschen fordern, wenn sie in die Strassen strömen

Frage: In den vergangenen Wochen konnten wir erleben, wie in verschiedenen Ländern die Menschen hinausströmten, um gegen ihre Regierungen zu demonstrieren, als ob sie gegen ihre Unfähigkeit protestieren würden, an der Regierung ihres Landes teilzunehmen. Wie können wir Ideen der Kabbala über ganzheitliche Einheit an sie übermitteln, so dass sie spüren können, dass dies eine Lösung bieten kann?

Meine Antwort: Dies ist eine sehr wichtige Frage, die heutzutage stufenweise mehr und mehr lebenswichtig wird. Es ist die Frage der Einheit, welche die Menschen im Wesentlichen fordern. Mit anderen Worten, ein Mensch fragt: „Wie kann ich, als ein normaler Mensch, der von zwei Dollar am Tag lebt (wie beispielsweise die Massen in Ägypten), irgendetwas in diesem Leben entscheiden?“

Sie können die Strasse nicht verlassen und nach Hause gehen, weil sie ansonsten zu diesem Leben der extremen Armut zurückkehren werden, welches mit zwei Dollar am Tag belohnt wird.“ Vorerst jedoch, solange sie protestieren, haben sie das Gefühl, als könnten sie etwas kontrollieren, etwas tun. Sie fühlen diese Macht in ihren Händen und nicht in den Händen der Regierung.

Diese Forderung kann nicht erfüllt werden, indem ein extra Dollar pro Tag für ihre Bedürfnisse hinzugefügt wird. Es ist notwendig darüber nachzudenken, was diesen Millionen von Menschen gegeben werden kann, so dass sie spüren können, dass sie die Macht zu regieren erhalten haben und Veränderungen machen. Und heutzutage ist es wirklich ein universales, globales Problem, das immer mehr Massen in der Welt umfasst.

Die Regierungen beginnen nachzusinnen: Was sollen wir tun? Politische Führer sind bereit, von ihren Posten zurückzutreten und verschiedene Veränderungen einzubringen, jedoch werden sie niemals ihre Leute zufriedenstellen. Wir werden noch viele Demonstrationen und Revolten zu sehen bekommen, bis die Bestimmung letztendlich an die Oberfläche kommen wird. Wir müssen sicherstellen, dass auch der allerletzte, einfachste Mensch zu spüren bekommt, dass er Verantwortung trägt, und dass er Ehre, Macht und Selbstrespekt besitzt.

Die Menschen wurden erwachsen! Sie treten in die Strassen und spüren, dass sie die Situation beherrschen. Wenn sie auf diese Art fühlen, ist es unmöglich, sie mit Geld zu bestechen, denn ein solcher Status genügt ihnen nicht. Und sie werden weiterhin aufwachen, was eine sehr bedrohliche Zwickmühle erzeugt. Ich weiss nicht, ob die Regierungen imstande wären, sie zu kontrollieren.

Selbst wenn eine Regierung durch eine andere ersetzt wird und die Repräsentanten des Volkes akzeptiert, genau dann, wenn diese an die Macht gelangen, werden sie sich selbst von der Macht entfremden. Sobald sie handeln und beginnen werden es als angenehm zu empfinden, oben zu sein, wird ein Mensch, der in seinem urbanen Slum oder abgelegenen Dorf lebt, sie nicht mehr als seine oder seinen Repräsentanten empfinden.

Wir werden diese Tendenz in nächster Zukunft in der politischen Entwicklung finden. Letzten Endes wird keine andere Alternative verfügbar sein. Die Menschheit wird in eine Lage geraten, in der sie einer Frage gegenübersteht: Was können wir tun, damit wir alle gleich sind? In Wirklichkeit, kann, nur wenn jedermann sich gleich fühlt, ein Mensch spüren, dass er oder sie, das Haupt des Staates ist, Entscheidungen trifft und wichtig ist.

Das bedeutet nicht, dass man direkte Macht über andere besitzen muss, jedoch benötigt man, es so im Innern zu fühlen. Und das ist nur durch die Vereinigung der Menschen zu erreichen, auf welche wir uns hinbewegen.

Soziologen sind mit diesem Phänomen noch nicht vertraut, und sie entwickeln sehr vorsichtige, oberflächliche Prognosen. Jedoch denke ich, dass in den Ländern, in denen dieser Prozess bereits gestartet hat, er nicht mehr gestoppt werden kann. Eine Regierung sollte die Menschen fürchten, die bereits ihre Fähigkeit gekostet haben, etwas zu verändern und zu übernehmen. Sie werden keinen Frieden finden, bis sich nicht jedermann mit jedem anderen als gleich verspürt. Und darauf steuert die Welt zu.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 17/02/2011, „Einführung in das Buch Panim Meirot uMasbirot“

Öffne das Tor zur Zukunft

Die Welt erreicht den Zustand, dass sie vereint sein will! Sie muss als Ergebnis der Enthüllung unseres inneren Verlangens, aufgrund der Forderung der Natur, vereint werden. Deshalb beginnt unser Verstand sich zu entwickeln und wir erfinden Dinge, die uns helfen, einander aus der Entfernung zu hören. Darum erfanden wir das Radio vor 150 Jahren. Es ist nur 150 Jahre her! Dann erschien vor weniger als 100 Jahren das Fernsehen und die Menschen erfanden das Kino, um die Illusion der Bewegung zu erzeugen. Dann, vor ungefähr 25 Jahren kamen wir zur Entwicklung der Internetverbindung.
All das ist das Ergebnis unseres Verlangens, das sich entwickelt und nach mehr Integration und Einheit unter uns verlangt. Dieses Verlangen entwickelt sich und wir können es nicht aufhalten. Es fordert 24 Stunden am Tag auf der ganzen Welt konstante, unaufhörliche und universelle Verbindung untereinander.

Vor 200 Jahren reiste ein Mensch irgendwo hin und kam zurück. Während seiner einmonatigen Abwesenheit wusste er nicht, was zu Hause passierte. Doch das ist heute unmöglich! Außerdem sind Bücher verschwunden. Es dauert zu lange, zu schreiben, zu drucken und zu verschicken und dann von jemand gelesen zu werden… Zeitungen, die Nachrichten und alles wird in Lichtgeschwindigkeit geschehen, mit der Geschwindigkeit elektrischer Verbindung. All das wird durch die Notwendigkeit unserer Korrektur veranlasst!

Unsere Natur wird als ein einziges integrales System enthüllt, das uns zwingt, miteinander verbunden zu sein. Was an einem Ort geschieht wird sofort an einem anderen Ort fortgesetzt und alles drum herum fängt an zu brennen. Wer wirft das Streichholz, das die ganze Welt entzündet? Niemand! Es geschieht, weil wir in unseren inneren Verlangen miteinander verbunden sind.

Wenn man den Anfang des Jahres mit seinem Ende vergleicht, wirst du die gesamte Welt als vollständig miteinander verbunden erkennen. Letztendlich müssen wir zur allgemeinen Korrektur voranschreiten, um zu einem Menschen mit einem Herzen zu werden, um den Zustand zu erlangen, in dem wir uns in der Welt der Unendlichkeit befinden, um die einzige Kraft der Verbindung unter uns zu enthüllen.

Darum müssen wir unser kabbalistisches Fernsehen und Internet auf diese Weise entwickeln, sodass sie so interaktiv und live wie möglich sein werden. Livesendungen müssen rund um die Uhr stattfinden und Menschen aus aller Welt in allen Sprachen müssen sich untereinander anrufen, sodass niemand Trennung oder Unterschiede untereinander fühlt. Das muss live stattfinden, anstatt Aufnahmen aus dem Archiv zu nutzen. Auf diese Weise wird die Information nicht als „tot“ wahrgenommen, sondern jeder spürt, dass dies live stattfindet! Unser Verlangen lebt in der Gegenwart und nimmt nicht mehr wahr, was man gestern gemacht hat. Es hat sich verändert, aber man versucht, ihm etwas zu verkaufen, das schon tot ist.

Die Menschen werden das so sehr spüren, dass sie keine Filme anschauen können! Man wird spüren, dass ein Film einen nicht beeindrucken kann, der einen angeregt hat oder einen zum weinen brachte. Man wird erkennen, dass dies einen nicht berührt, weil es vor mehreren Monaten aufgenommen wurde – es ist also nicht länger live! Alles muss in genau diesem Moment stattfinden. Ich gebe euch meine Eindrücke wieder, während die äußere Form, die uns bei der virtuellen Verbindung hilft, nur ein Mittel ist, um die innere Verbindung von Herz zu Herz zu erlangen! Wenn wir die Dinge auf diese Weise tun können, wir in der Verbreitung der Kabbala Erfolg haben!

Danach sehnt sich die gesamte Welt. Sie erkennt dies jetzt noch nicht, doch es ist genau das, wonach sie verlangt. Ein Mensch, der das versteht und weiß, wie er die richtigen Dinge aus seinem Herzen der Welt mitteilen kann, wie er der Welt mitteilen kann, wonach sie strebt und das auf eine Weise tut, die nicht nur heute, sondern gewissermaßen auch morgen aktuell ist, dieser Mensch öffnet das Tor zur Zukunft!

Aus dem Unterrcht über den Wochenabschnitt der Tora am 10.02-2011

Die Zukunft liegt in der virtuellen Gruppe

Frage: Können wir über die virtuelle Gruppe und über den Computerbildschirm das Böse in den Beziehungen zwischen uns erkennen?

Meine Antwort: Natürlich. Wir befinden uns in einem gemeinsamen Verlangen. Was macht es für einen Unterschied, ob wir nebeneinander sitzen? Ich kann neben dir sitzen und nicht wissen, wie du heißt, und mir nicht dein Gesicht anschauen. Es spielt keine Rolle, ob wir uns in einem Raum oder an verschiedenen Orten befinden.

Die Verbindung ist eine Sache der Empfindung, dazu bedarf es keines physischen Kontaktes. Unsere Welt wird zu einer Welt, die ganz durch virtuelle Verbindungen vereint ist. Und genau so wird unser Verlangen auch sein.

Ich muss nicht mit allen in einem Raum sein. Das Gefühl der Einheit hat nichts mit der physischen Entfernung zu tun, und der Nächste ist nicht derjenige, der mir physisch nahe steht – gemeint ist die spirituelle, gefühlsmäßige Nähe.

Verlangen und Empfindungen werden nicht von der physischen Entfernung beeinflusst. Das gilt sogar für unsere Welt, für die Beziehungen zwischen den Menschen – und besonders, wenn es um spirituelle Verbindung geht. Sie hat überhaupt nichts mit der physischen Entfernung zu tun. Versucht mal, in einer virtuellen Gruppe zu arbeiten, und ihr werdet sehen, dass es keinen Unterschied gibt, ob man zusammen an einem Tisch oder vor seinem eigenen Bildschirm sitzt.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 15.02.2011