Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zerbruch'

Es gibt keine Seele, die nicht einen Zerbruch durchlaufen hätte

Frage: Ist es notwendig, zuerst zum AHAP zu gehen, um Galgalta we Ejnaim (GE) zu korrigieren?

Antwort: Wenn man über die Korrektur der Kelim spricht, besteht jedes Kli, dessen Korrektur wir in Angriff nehmen, selbst das hellste, aus vier Teilen: GE, AHaP, GE im AHaP und dem AHaP im GE.

Obwohl das Licht auf allen Kelim einwirkt, werden die hellsten zuerst erweckt, da sie nach der Regel der Übereinstimmung der Eigenschaften sich näher an der Korrektur befinden. Wie äußert sich die Tatsache, dass die Gefäße des Gebens in ihnen gewichtiger sind als die Gefäße des Empfangens? Das ist schwer zu erklären.

Einerseits ist derjenige, der einen Schirm besaß und sich höher befand, sehr tief gefallen, andererseits ist derjenige, der in der Eigenschaft des Gebens verharrte und von Natur aus nahe an Bina war, kaum gefallen. Die Kelim ohne Schirm sind zwar verdorben, aber nicht in demselben Maße wie die empfangenden Kelim, die einen Schirm besitzen, sich dadurch sehr hoch befinden, aber ohne Schirm schrecklich sind und sehr tief absteigen.

Wir dürfen diese Berechnungen in der Praxis nicht anstellen, wenn wir mit der Korrektur beginnen. Das Licht erweckt, klärt, sortiert die Kelim und korrigiert sie. Deshalb schließt sich derjenige, der spürt, dass er der Korrektur nahe ist, selbst an und fühlt sich daran beteiligt.

Deshalb können wir zu diesem Zeitpunkt keine genaue Berechnung vornehmen. In den Körpern gab es keinen derartigen Zerbruch. Es gibt Menschen, die vom „körperlichen“ Standpunkt aus als Juden bezeichnet werden und es gibt solche, die als Völker der Welt bezeichnet werden.

Unter beiden gibt es solche, die sich nicht miteinander, d.h. im Lauf der Zeit untereinander vermischt haben, es gab keine Mischehen.

Das Zerbrechen fand immerhin in den Seelen statt! Eine Erklärung wird dafür nicht geliefert. Die Kabbalisten wollen dieses Thema nicht ansprechen.

Man kann auf dieser Grundlage keine Haltung gegenüber der Welt einnehmen, schon deshalb nicht, weil man nicht weiss, wo die verlorenen Generationen sind, wie sie den Zerbruch durchgemacht haben. Man. kann keine Haltung aufbauen, die auf der Grundlage der Äußerlichkeiten einer Sache basiert. Man muss es einfach als Tatsache akzeptieren: Wenn man über die Seelen spricht, gibt es keine Seele, die nicht in ihrer Gesamtheit, mit all ihren Teilen, den Zerbruch durchgemacht hat.

Es ist eine Tatsache, dass das Licht korrigiert und zur Quelle zurückführt. Daher werden die Menschen, die nicht verbunden sind, zur Korrektur erweckt. Es ist eine Frage der Zeit, ob das früher oder später geschieht.

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Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“

 

Spiritueller Shabbat

Das innere Verständnis eines Kabbalisten von Shabbat unterscheidet sich vom religiösen Verständnis des Judentums. Dieses beruht auf der materialistischen Erfüllung der Gebote. Die Verpflichtungen, die religiöse Juden Tag für Tag einhalten, sind laut Kabbala materieller Abdruck spiritueller Handlungen. Die Kabbala empfiehlt, diese spirituell zu befolgen.

Die Kabbala lehrt uns gerade nicht, physische Handlungen in dieser materiellen Welt auszuführen, und sie empfiehlt auch nicht, an Samstagen zu sitzen und nichts zu tun. Vielmehr lehrt uns die Kabbala, unser Ego während der sechs Wochentage zu korrigieren, d. h. uns mit anderen zu verbinden. Wenn wir eine klare Verbindung mit anderen herstellen, werden wir erkennen, dass wir aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, uns am siebten Tag mit ihnen zu verbinden.

Dies ist nur möglich, wenn wir nach einem System handeln, das uns die Möglichkeit gibt, alle zerbrochenen Teile der gemeinsamen Seele in rechter Weise zu sammeln während der ersten sechs Tage. Die Folge ist, dass wir dann am siebten Tag die Teile der gemeinsamen Seele unter dem Einfluss der höheren Kraft wieder zusammenfügen und dem Licht, das die Seele einst zerbrochen hat, erlauben, sie wieder zu verbinden.

Was erreichen wir, wenn wir so handeln? Wenn wir sechs Tage lang arbeiten, fangen wir an zu verstehen, wie genau diese Teile zusammengefügt werden können. Wir achten darauf, ob die Menschen zusammenpassen, wie sie sich gegenseitig beeinflussen, einander helfen, sich annullieren, sich dann über ihren Egoismus hinweg verbinden.

Doch es bleibt nur ein Versuch! Wir Menschen sind aus uns heraus nicht in der Lage, irgendetwas aus eigener Kraft zu tun. 

Alle Versuche sind zum Scheitern verurteilt, weil uns Menschen die Kraft fehlt, die Dinge zu verändern. Unser Wille ist nur darauf ausgerichtet zu empfangen. Wenn wir jedoch in rechter Weise an uns arbeiten, werden wir allmählich das höhere Licht auf uns ziehen. Am Ende unserer Arbeit wird das Licht einwirken und das System vervollständigen.

Wenn wir allerdings so weitermachen wie bisher und all dies vernachlässigen, werden wir nicht die richtige Verbindung mit dem Licht erlangen. Denn genau das war der Sinn des Zerbruchs der Seele, damit wir nun das zerbrochene “Gefäß” zu einem neuen Ganzen zusammenfügen können. Das Zerbrechen diente dazu, die Eigenschaften des Lichts zu verstehen, uns mit ihm zu verbinden, um auf seine Ebene aufzusteigen. Das ist der Zweck der Schöpfung, der Grund für alles, was mit uns und im gesamten Universum geschieht.

Deshalb ist der siebte Tag der Woche der Grundstein und wird „Shabbat” genannt- “Shabbat“ , vom hebräischen Wort „shvitah“, was „Befreiung von der Arbeit“ bedeutet.  Wir lassen das Licht für uns arbeiten und sind darin eingeschlossen. Bei den sechs Tagen handelt es sich nicht um tatsächliche Tage, sondern es geht um Handlungen, die  beispielsweise fünfzehn Minuten oder zwei Monate dauern können. 

Jede siebte Stufe sollte darin bestehen, dass wir zusätzlich zu unseren Bemühungen auf die Wirkung des Lichts schauen, um seine Eigenschaften zu verstehen. Das bedeutet, dass die Eigenschaften des Lichts auf das System der gegenseitigen Verbindung einwirken, das wir geschaffen haben. Wir steigen die nächste Stufe hinauf und erlangen die Eigenschaften des Lichts in dem Maße, wie wir uns während der sechs Wochentage bemüht haben.

Auf diese Weise arbeiten wir Woche für Woche, bis wir die vollständige Vereinigung aller zerbrochenen Teile zu einer einzigen vereinten Seele erreichen und das Licht erlangen, das innerhalb des Systems wirkt – dies System wird auch  Schöpfer genannt, die ursprüngliche Kraft, die das gesamte Universum erschaffen hat. Dies ist unsere Arbeit, unser Ziel, unser Fortschritt.

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Aus der Fernsehsendung „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 

Das Zerbrechen des einheitlichen Systems „Adam HaRishon“

Vor dem Zerbrechen existierte im Universum ein einziges System – Adam HaRishon.

Dieser Organismus befand sich in vollständiger Harmonie mit dem Schöpfer, mit einem positiven Verlangen zu geben, zu nähren und zu lieben.

Doch um etwas Gegensätzliches zu erschaffen und aus Gegensätzen unsere Welt hervorzubringen, durchlief das System ein Zerbrechen, das als die Sünde Adams bezeichnet wird.

Genauer gesagt wurden nicht die Verlangen selbst zerbrochen, sondern gerade die Verbindungen, das heißt die Absichten. So erwies sich die gesamte Natur als vollständig in kleinste Teile zerbrochen. Diese begannen sich anschließend wieder zusammenzufügen – jedoch nicht mehr gemäß dem Gesetz des gegenseitigen Gebens, der Anziehung und der Liebe, sondern im Gegenteil, auf der Grundlage gegenseitigen Nutzens. So entstand die egoistische Natur unserer Welt.

Mit anderen Worten: Das Zerbrechen der altruistischen Verbindungen zwischen allen Kräften führte zum Entstehen egoistischer Verbindungen. All dies geschah, wie die Kabbala beschreibt, noch vor dem Urknall in der Welt der Kräfte. Und danach, durch die allmähliche Vergröberung dieser Kräfte, entstanden unsere irdische Natur und wir selbst.

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Aus der Fernsehsendung „Einführung in die Weisheit der Kabbala“, 10.10.2023

Bereit um die Shechina aus dem Staub zu erheben

Kommentar: Der Zerbruch ist tatsächlich eine Chance zur Korrektur. Als die Kabbalisten vor zweitausend Jahren die Zerstörung des Tempels in Jerusalem sahen weinten alle, aber der größte von ihnen, der Weise Rabbi Akiva, lachte. Er war davon überzeugt, dass sich die Gelegenheit bot, mit dem Bau des Tempels zu beginnen, d. h. ein Ort, an dem der Schöpfer unter uns offenbart wird.

Der äußere Zusammenbruch zeigt, dass es in uns einen Zusammenbruch gibt. Wenn wir unseren äußeren Zerbruch offenbaren, erkennen wir, wie gebrochen wir innerlich sind und haben die Möglichkeit, die Shechina aus dem Staub zu erheben.

Der Zustand, in dem wir uns befinden offenbart uns, dass wir keine Kraft haben, kein Verständnis, keinen Anhaltspunkt, um mit dem Aufbau unserer Verbindung zu beginnen. Dieser Ort wird „der Tempel“ genannt,  an dem sich der Schöpfer offenbaren kann. So können wir uns freuen, dass wir erkannt haben, was uns fehlt.

In letzter Zeit haben Viele darüber geklagt, dass wir keine Chance, keine Kraft, keine Möglichkeit haben, die Verbindung zu erreichen. Es ist gut, dass wir erkannt haben, wie sehr wir im Gegensatz zu den Eigenschaften des Tempels stehen, dem Ort, der geeignet ist, den Schöpfer zu offenbaren. Es ist unsere Aufgabe, ein Gefäß (Kli) zu bauen, in dem sich der Schöpfer offenbaren kann.

Es ist gut zu erkennen, dass dies außerhalb unserer Macht und Fähigkeit liegt, denn wir sind genau das Gegenteil davon. Alles, was wir tun müssen, ist fordern, beten und bitten.

Wir müssen versuchen, uns so gut wie möglich gegen unseren Egoismus zu verbinden und dann zum Schöpfer zu rufen, dass wir nicht in der Lage sind, diesen Akt zu vollenden. Er muss ihn für uns vollenden, indem Er uns zu einem spirituellen Kli verbindet, in dem Er sich offenbaren kann. Es heißt: „Der Schöpfer wird dieses Werk für uns vollenden“.

Die Erste Aufgabe besteht darin, die Shechina zu offenbaren, den Ort, an dem sich der Schöpfer enthüllen wird. Dieser Ort ist in der Verbindung zwischen uns aufgebaut. Wenn wir als Zehner nicht in der Lage sind, uns zu einem Menschen mit einem Herzen zu verbinden, dann befinden wir uns in einem Zustand des Zerbruchs. Wenn wir uns dieses Zustandes bewusst sind und wir uns nicht damit abfinden, sondern die Natur unserer Verbindung verbessern wollen, dann sind wir bereit, die Shechina aus dem Staub zu erheben.

Aus der Lektion über „Zerbruch als Chance zur Korrektur“

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Das verborgene Potenzial des Menschen

Jeder von uns trägt tief im Innern all die Wünsche in sich, die auf dem Weg der persönlichen Entwicklung ab jetzt bis zum Ende der Korrektur nach und nach zum Vorschein kommen. Die Frage ist, wie bringt man sie ans Licht und setzt es in die Praxis um, um unsere Entwicklung zu beschleunigen.

Jeder Mensch ist wie ein Kind in dem große Wachstumskräfte verborgen sind. Unsere Aufgabe ist es, diese Kräfte und die inneren Reserven durch das Studium der Kabbala, der Verbindung in der Gruppe und das Gebet zu entfalten. Wir müssen uns anstrengen um diese Kräfte in die Tat umzusetzen, vom Verborgenen in die Entfaltung.

Der effektivste Weg ist die Arbeit in der Gruppe, denn aus ihr sind diese verborgenen Kräfte entstanden. Am Anfang existierten wir alle als ein Adam-HaRishon-System. Es ist zerbrochen. Jeder verlor das riesige Arsenal an Kräften, Eigenschaften, Wissen, Empfindungen, die zum vollständigem System der gemeinsamen Seele gehören.

Jeder blieb als eine kleine, getrennte Zelle des Körpers, in der er sein eigenes, von anderen getrenntes, vorübergehendes Leben fühlt, übrig. Diese Art der Existenz wird „der Mensch dieser Welt“ genannt.

Ein solches Leben bringt kein Glück. Wir sind verpflichtet zum gemeinsamen System von Adam HaRishon zurückkehren und uns darin mit aller Kraft zu verwirklichen, d.h. uns mit allen zu verbinden. Wir haben jetzt die Möglichkeit, uns mit unseren Freunden im Zehner zu verbinden und zur Gruppenarbeit zurückzukehren. Das ist der erste Schritt um uns wieder mit dem gemeinsamen System von Adam zu verbinden.

In jedem von uns sind Informationsgene (Reschimot) verborgen, die unsere gesamte Reise von heute bis zum Ende der Korrektur bis zur Enthüllung des vollständigen Systems von Adam HaRishon bestimmen. Es liegt in unserer Verantwortung sie zu verwirklichen. Das höhere Licht wirkt weiter und legt, wenn wir das System nicht rechtzeitig offenbaren, immer mehr Zusammenbrüche offen. Es wird deutlich, dass wir in dieser Welt zunehmend schwierigere Zustände der Zerrissenheit erleben.

Wenn wir nach der Verbindung streben, werden wir feststellen, dass sich unser Zustand verbessert. Das Ziel der Evolution ist es, uns in einen Zustand der Korrektur zurückzubringen.

Aus der Lektion zum Artikel „Freiheit“ von Baal HaSulam, 22.06.2022

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Wie kann die Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer führen?

Wir müssen uns immer daran erinnern, dass wir von einer Seele abstammen, von Adam HaRishon. Der Schöpfer schuf Adam, erfüllte ihn und organisierte alles in ihm.

Alle Vorgänge und Zustände sind in dieses Kli (Gefäß) eingebettet. Wir haben allerdings noch Informationen aus dem Zerbruch, die der Vollkommenheit und der Verbindung entgegengesetzt sind. Wir müssen vom unvollkommenen Zustand zum einem vollkommenen gelangen um den beabsichtigten Zweck zu erreichen.

Alle Daten aus den früheren Phasen sind in Adam HaRishon vorhanden; wir entdecken nichts Neues. Wie es heißt: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“. Unsere Aufgabe besteht nur darin, alles in Ordnung zu bringen, uns vorzubereiten, alle Stufen der Verbindung mit der spirituellen Welt, die sich uns offenbart, anzunehmen.

Nach dem Zerbruch wurden wir von der Nächstenliebe abgetrennt. Dies geschah absichtlich, um uns mit Licht- Dunkelheit, Hass- Liebe, Verbindung- Trennung zu konfrontieren, denn nur aus den Gegensätzen heraus sind wir in der Lage zu empfinden, was Geschöpf und Schöpfer bedeutet. Es kann keinen Schöpfer ohne Geschöpf geben.

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Die Eigenschaft der Liebe zurückgewinnen

Frage: Ist die Ablehnung notwendig, die jetzt in den Familien zutage tritt, um uns klar zu machen, dass Ehe und Beziehungen nur auf spiritueller Basis möglich sind?

Antwort: Ja, genauso ist es! Sie ist in dem Zustand, wie vor dem Zerbruch, vor der Aufteilung in männlich und weiblich.

Am Anfang der Schöpfung gab es einen Aufbau der gemeinsamen Seele, bestehend aus einem männlichen und einem weiblichen Teil. Sie befanden sich in absoluter Einheit miteinander, im gegenseitigen Entgegenkommen, der gegenseitigen Verschmelzung, der gegenseitigen Liebe, der gegenseitigen Hingabe.

Dann verschwand diese Eigenschaft der Gegenseitigkeit und es entstanden völlig gleichwertige Konstrukte, die sich in ihrem Verlangen, ihrer gegenseitigen tierischen Anziehung und anderen Gegensätzen gegenüberstanden. Jetzt sind wir aufeinander abgestimmt, nur um uns selbst auf Kosten der anderen zu befriedigen.

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Was ist ein wahres Gebet?


Frage: Wie betet man in der Kabbala? Ich bete jeden Abend, doch ich frage mich, ob dies die richtige Art zu beten ist. Es erscheint mir egoistisch, nur für meine eigenen Wünsche und Bitten zu beten. Hat die Kabbala „Anleitungen“ zum Beten oder ein einheitliches Gebet, das ein Mensch sprechen kann? Vielleicht sollte jeder individuell beten, nach seinem Gefühl oder ist es besser, es überhaupt sein zu lassen?

Meine Antwort: Ein Gebet ist ein Verlangen, das aus dem Innersten des Herzens kommt – das Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, zu geben und selbstlos zu lieben. Dies ist das einzige Verlangen, das der Schöpfer als ein Gebet empfängt – das Verlangen, Ihm ähnlich zu sein oder Anheftung an Ihn zu erlangen. Daher verspürt Er all die egoistischen Gebete der Menschen nicht. Die gesamte Geschichte der Menschheit zeigt dies.

Auf diese Weise ist das System von Atzilut (das System der Verbindung des Schöpfers mit seinem Geschöpf oder Seele) geschaffen: AwI (Aba we Ima) spürt ein MAN, das von Malchut (der Seele) kommt und reagiert darauf, indem es Malchut das Licht der Korrektur oder das Licht der Erfüllung gibt, abhängig davon, worum Malchut bittet.

Man kann solch eine Bitte oder das wahre Gebet nicht alleine erreichen. Dies kann nur durch eine Gruppe geschehen, indem man versucht, sich mit ihr zu einem Ganzen zu verbinden, so wie es AVI fordert und wie es vor dem Zerbruch der Seele war. Zudem kann es nur durch das Studium authentischer Kabbala Bücher erlangt werden, den Original Büchern Baal HaSulams, denn dann wirkt eine besondere Höhere Kraft auf den Menschen ein, die man das Umgebende Licht (Or Makif) nennt. (Siehe Punkt 155 in der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot).

Genau dieses Licht erschafft ein wahres Gebet in einem Menschen, der sofort eine Antwort vom Schöpfer erhält, indem Er sich Selbst diesem Menschen enthüllt. Diese Enthüllung heißt „Beweis (Edut) der Tatsache, dass ein Mensch nie mehr sündigen wird“, das heißt, dass er unter dem Einfluss dieser Enthüllung nie wieder egoistisch handeln wird – aus diesem Grund wird ihm die Höhere Welt enthüllt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Zu beten bedeutet sich selbst zu richten
Blog-post: Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!
 
„Verbindung“  >  Kabbala Akademie 

Die spirituellen Welten sind Stufen der Verbindung zwischen unseren Seelen


Baal HaSulam schreibt, dass jeder die Weisheit der Kabbala studieren muss, weil dazu ein Mensch geboren wurde: sich selbst zu korrigieren.

Unsere Welt bildete sich wegen des Zerbruchs der Seelen, als eine einzige vereinte Seele sich in Milliarden Teile zerteilte – individuelle Seelen. Heute befinden wir uns in einem Zustand der Trennung, den wir als „diese Welt“ wahrnehmen. In Wirklichkeit jedoch gibt es keine unteren oder höheren Welten. Sie sind nur Produkte der menschlichen Wahrnehmung der Stufen der Verbindung zwischen den Seelen.

„Die Welt“ ist eine Stufe der Verbindung zwischen den Seelen. Die gegenwärtige Stufe ist „diese Welt“. Wenn die Seelen damit beginnen sich einander anzunähern, dann wird die vermehrte Verbindung unter ihnen „die Welt Yetsira“ genannt. Eine noch größere Verbindung ist „die Welt von Briah“ und so weiter.

Während wir die Verbindung zwischen den Seelen stärken, werden wir fortlaufend alle diese Welten spüren. Wir werden bis zum Ende die Stufen der Welten aufsteigen, bis zur Welt der Unendlichkeit, wo alles eins ist.

Kabbala ist die Methode, die allen Seelen hilft, sich in einen korrigierten Zustand zu verbinden. Darum ist dies für uns so unerlässlich.
(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

 

Kabbala Akademie

 

Alle mit sich ziehen.

Frage: Warum unternehmen Sie in einer fiktiven Realität so viele Handlungen, wenn Sie das gleich auf die wahre, spirituelle Realität übertragen könnten?

Antwort: Damit auch Sie als Teil Ihres Wesens miteingezogen werden.

Frage: Heißt das, dass Sie den Menschen gegenüber verantwortlich sind?

Antwort: Sie sind alle meine Teile! Ich bin an sie gebunden- jeder von uns.  Es gibt eine gegenseitige Verbindung von allem. Deshalb zieht jeder von uns die anderen mit und zusammen gelangen wir in die Welt der Unendlichkeit.

Indem du anderen hilfst, hilfst du dir, da alle anderen dein spiritueller Teil sind. Alle sind ein Adam.

Frage: Gebe ich einem anderen Mensch nichts, sondern nur mir selbst?

Antwort: Ja, aber es scheint dir, als ob du anderen gibst. Der Zustand der in viele Teile zersplittert wurde, wird Adam genannt. Jeder Teil wird im Verhältnis zu den anderen von seinem Egoismus zum Altruismus übergehen und so die Qualität des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erlangen.

Wie hätte die Qualität des Schöpfers erreicht werden können, wenn dieses System nicht zerbrochen wäre? Was ist das Verhältnis dazu?

Da wir zerbrochen sind und zwischen uns Egoismus und gegenseitige Ablehnung herrschen, können wir dies überwinden und uns mit allen anderen verbinden. Die Kraft der Überwindung wird dann zu der Kraft unseres Zusammenhalts und zur Ähnlichkeit mit dem Schöpfer. Wir müssen diesen Zustand erreichen.

Aus dem russischen Unterricht 10.06.2018

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