Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Zehner'

Man sollte mit der Liebe zu den Menschen beginnen

Wir bewegen uns von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer. Die Liebe zum Schöpfer ist die vollkommene Liebe im ganzen System, wo sich das Licht und das Gefäß gemeinsam entfalten und sich gegenseitig unterstützen.

Aber wir müssen mit der Liebe zu den Geschöpfen anfangen, das heißt, wir müssen uns im Zehner einander annähern, bis wir keinen Unterschied mehr zwischen uns spüren, damit unsere Wünsche und Gefühle zu einem gemeinsamen Gefühl verschmelzen. Jeder muss dabei die anderen ergänzen. Es geht nicht um eine physische Verbindung, die auf der tierischen Ebene stattfindet, sondern um eine menschliche, also nicht auf der körperlichen, sondern auf der emotionalen Ebene.

Diese Verbindung beginnt mit grundlosem Hass, also ohne jede Erklärung, außer dass es vom Schöpfer so erschaffen wurde. Und von dort müssen wir zu brüderlicher Liebe kommen, wie ein Mensch mit einem Herzen.

Wir dürfen uns nicht die Welt als Vorbild nehmen, wo es Streit gibt und alle sich wie streitsüchtige Kinder messen. Wir müssen den Ratschlägen der Kabbalisten folgen und uns selbst in der letzten Phase der Verwirklichung des Korrekturprozesses sehen. Wir haben über Tausende von Jahren viele Lebenszyklen auf dieser Erde durchlaufen.

Und es ist kein Zufall, dass wir jetzt die Wissenschaft der Kabbala für uns entdeckt haben: In dieser Welt gibt es nichts Zufälliges, alles ist aus dem System der gemeinsamen Seele berechnet. Deshalb müssen wir zusammenarbeiten und eine Vereinigung erreichen. Wenn jemand ausfällt – was soll man machen, das ist wohl sein Schicksal. Aber wir werden versuchen, unser System zusammenzufügen und zu einer gegenseitigen Verbindung zu kommen, die auf Gleichheit und Liebe basiert.

Denn Liebe ist die stärkste Verbindung, die es gibt.

„Von der Liebe zu den Geschöpfen zur Liebe zum Schöpfer“, denn der Schöpfer ist das gemeinsame System, das sich uns offenbart. Der Schöpfer ist die Gesamtheit, die Summe aller Seelen und der Grund für ihre Erschaffung, er ist die Quelle.

Liebe bedeutet vollständige gegenseitige Verbindung, bei der jeder nur danach strebt, die anderen zu ergänzen. Das ist die Form der Existenz der gemeinsamen Seele.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Wissen“

 

Der Zehner ist die Geige des Schöpfers

Der Schöpfer ist das Absolute, das sich nicht verändert und sich uns als Kraft des absoluten Guten offenbart. Unsere Wahrnehmung und unsere Wünsche verändern sich, und deshalb sagen wir, dass sich der Schöpfer verändert.

Aber in Wirklichkeit finden Veränderungen nur in uns statt. Um den Schöpfer zu offenbaren, müssen wir uns daher in einen Zustand bringen, in dem wir Ihm ähnlich sind, um Seinen Eigenschaften zu entsprechen.

Aber wie können wir dem Schöpfer ähnlich werden, wenn wir alle egoistisch sind? Wir bleiben egoistisch, aber wir müssen uns über unseren Egoismus hinweg miteinander verbinden, durch gegenseitiges Geben, Einheit und Liebe, ungeachtet unserer natürlichen Abneigung. Wir sind wie ein verstimmtes Musikinstrument, das gestimmt werden muss, um richtig zu klingen.

Über die Geige von König David steht geschrieben, dass sie an der Wand hing und zu einem bestimmten Zeitpunkt, d. h. in einem besonderen Zustand, von selbst zu spielen begann. So muss auch die Gruppe eine solche Vereinigung zwischen den Freunden erreichen, die in ihrer Form dem Schöpfer ähnelt. Obwohl alle egoistisch bleiben, überwindet jeder seinen Egoismus und verbindet sich mit den anderen, sodass die Form unserer Verbindung der Form des Schöpfers entspricht – vollkommen, einheitlich.

Und dann offenbart sich der Schöpfer in uns. Er befindet sich nicht irgendwo außerhalb der Gruppe, sondern nur innerhalb von ihr. In dem Maße, in dem sich zehn Freunde auf die richtige Verbindung, auf gegenseitiges Geben, einstimmen, offenbart sich der Schöpfer zwischen uns und beginnt, auf unserer Geige zu spielen. Das ist die Offenbarung des Schöpfers gegenüber seinen Geschöpfen.

Deshalb muss man die Arbeit in den Zehnern praktisch und effektiv angehen und danach streben, eine Form und ein Wesen der Verbindung zu erreichen, die dem Schöpfer ähnlich sind. Natürlich nähern wir uns diesem Ziel schrittweise, über 125 Stufen, indem wir uns immer genauer kalibrieren.

So erreichen wir die vollkommene Offenbarung des Schöpfers in unserem gemeinsamen Kli, in HaWaYaH, wenn „der Schöpfer und sein Name miteinander verschmelzen”. Das heißt, HaWaYaH, unser Zehner, verbindet sich richtig mit allen zehn Sefirot, mit all ihren kleinsten inneren Sub-Sefirot, so sehr, dass sie eine vollkommene Einheit erreichen, die der Natur des Schöpfers entspricht, dem absoluten Geben.

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Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash

 

Kriterium für spirituellen Fortschritt

Kommentar: Das wahre spirituelle Empfinden hängt allein vom Maß unserer Annäherung und Verbindung im Zehner ab. Nur durch die Kraft unserer Verbindung nähern wir uns dem Schöpfer und erhalten als Folge dieser Handlung ein spirituelles Ergebnis- ein spirituelles Gefühl.

Der Unterschied zwischen der zuvor bestehenden Verbindung und der jetzt erreichten Verbindung vermittelt das Gefühl spirituellen Fortschritts. Deshalb sollten wir uns nur darum kümmern und seine Aufmerksamkeit darauf konzentrieren. Wenn wir uns nicht zu einer tieferen Verbindung mit den Freunden im Zehner weiterentwickelt habe, dann haben wir unsere Pflicht zur Korrektur nicht erfüllt. Das heißt, wir haben nicht in der spirituellen, sondern nur in der materiellen Welt existiert.

Der Unterschied zwischen dem Materiellen und dem Spirituellen wird dadurch bestimmt, was wir in unserem Dasein vorantreiben möchten: seinen materiellen Verstand und Gefühle, oder unsere gemeinsame Verbindung, um zum spirituellen Verstand und Gefühl aufzusteigen, zum Glauben über dem Verstand.

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Wir können nicht durch die materielle Welt ins Spirituelle aufsteigen, sondern nur über sie hinaus, durch den Glauben über dem Verstand. Aus dieser Welt brauchen wir nichts mitzunehmen außer den Hindernissen, die wir in spirituelle Gefäße (Kelim) verwandeln, indem wir uns über sie erheben. Wenn man sich an diese materielle Welt klammert und sich von der Gruppe trennt, dann hatte man keine richtige Verbindung zu seinen Freunden. Denn wenn man in die Gruppe kommt, sollte man in dieser Zeit die materielle Welt vergessen.

Man sollte die Verbindung zur Gruppe spüren und der materiellen Welt nur dann erlauben, in die spirituelle Welt, in die Gruppe, einzudringen, wenn man es selbst zulässt. Man darf sich nicht von ihr beherrschen oder vereinnahmen lassen. Die Prioritäten sollen so gesetzt werden, dass die spirituelle Entwicklung wichtiger ist als das materielle Dasein.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube über dem Verstand“

 

Lebenskraft anziehen

Kommentar: Vor dem Sündenfall am Baum der Erkenntnis war der Unterhalt des Menschen nicht vom Brot abhängig, das heißt, er musste kein Licht und keinen Unterhalt anziehen – das Licht leuchtete ihm auch so. (Baal HaSulam, Shamati 36. Was sind die drei Körper im Menschen?)

Frage: Was bedeutet „Lebenskraft anzuziehen”?

Antwort: Solange man nicht mit dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse arbeitet, besteht keine Möglichkeit, in Verbindung mit Gut und Böse zu sein, um sie voneinander zu unterscheiden, voneinander zu trennen und sich selbst zwischen ihnen einzuordnen.

Frage: Können wir diese Lebenskraft im Zehner erkennen?

Antwort: Nein. Im Zehner müssen wir so handeln, dass wir mit dem inneren Körper arbeiten, d. h. mit dem, was die Heiligkeit betrifft (Guf de Kedusha), und das von der Klipa Noga trennen, was wir trennen können und es dem inneren heiligen Körper anhaften. Was wir im Moment noch nicht korrigieren können, lassen wir unberührt.

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Aus dem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati“

 

Stufen der Hingabe der Seele

Wir haben keine eigenen Kräfte, weder positive noch negative, weder eine rechte noch linke Linie. Wir erhalten alles von oben und müssen daher ständig mit der höheren Kraft in Verbindung bleiben. Alles was ich habe, kommt von ihr und ich muss mich an die Mittellinie halten, das heißt, ihr treu zu bleiben.

Das bedeutet, dass ich alles der höheren Kraft zuschreibe und von ihr beide Kräfte, die linke und die rechte, sowie die gesamte Wissenschaft und alle Ratschläge empfange, die es mir ermöglichen, diese beiden Kräfte zu vereinen, damit sie sich in mir vermischen und beginnen, aus mir einen Menschen, Adam, zu formen.

Wir empfangen vom Schöpfer die egoistische Kraft und die Absicht zu Geben sowie die Methode, die es uns ermöglicht, dass eine mit dem anderen zu verbinden und aus uns ein Ebenbild des Schöpfers zu formen, der „Mensch“ genannt wird- Adam.

Das Wichtigste dabei ist, sich zu annullieren, um Kräfte und Absichten aus der höchsten Quelle vom Schöpfer zu empfangen. Indem wir die Materie (den Wunsch zu genießen) mit der Form der Materie (die Absicht zu geben) verbinden, bilden wir aus dieser Kraft des Empfangens und der Kraft des Gebens die mittlere Linie, die um das Geben willen empfängt- den Menschen, den Adam.

In unserem Inneren wird es die Kraft des Empfangens geben, mit der der Schöpfer uns erschaffen hat und die er nach und nach stufenweise hinzufügt. Wir müssen dieser Materie die Form des Gebens verleihen, die wir ebenfalls vom Schöpfer erhalten.

Die richtige Arbeit besteht darin, den Schöpfer um beide Kräfte zu bitten: die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens, indem wir die Zeit beschleunigen, was als „sie heiligen“ bezeichnet wird. Dann schreiten wir in der mittleren Linie voran, korrigieren uns und wenden uns an den Schöpfer, noch bevor Er sich an uns wendet.

Durch die richtige Kombination der beiden gegensätzlichen Kräfte: der Kraft des Gebens und der Kraft des Empfangens, ohne das eine davon überwiegt, sondern indem wir ihre optimale Kombination in der mittleren Linie schaffen, gestalten wir uns selbst in der Form des Gebens. Gemäß diesem angenommenen Bild nähern wir uns mit unseren inneren Eigenschaften immer mehr dem Schöpfer an, identifizieren uns mit Ihm und verbinden uns mit Ihm, gelangen zu einer Umarmung und Einheit, einer grenzenlosen Verschmelzung.

All dies geschieht dank der Hingabe der Seele, denn wir haben nicht das Gefühl, dass wir irgendetwas Persönliches besitzen das frei von der Macht des Schöpfers ist. Wir wollen uns unter seiner vollständigen Macht befinden, denn das ist die Wahrheit. Nur ist sie vor uns verborgen und wir streben danach, sie zu enthüllen.

Auf jeder erreichten Stufe entdecken wir, dass der Schöpfer über uns herrscht. Als Ergebnis unserer eigenen Bemühungen wird offenbart, dass der Schöpfer uns erfüllt und uns keinen Freiraum lässt. All dies ist das Ergebnis der Hingabe der Seele, in dem Maße, in dem ich als Mensch bezeichnet werde.

Um die richtige Beziehung zum Schöpfer herzustellen, die als Hingabe der Seele bezeichnet wird, müssen wir zunächst dieselben Übungen im Zehner in Bezug auf unsere Freunde durchführen.

Der Schöpfer hat dieses Labor für uns geschaffen, damit wir dies praktisch spüren und verwirklichen können, indem wir Unterstützung und kritische Bewertung von den Anderen dafür erhalten, wie wir auf dem Weg zur Hingabe der Seele vorankommen. Wenn ich sehe, was mir fehlt, um dem Zehner treu zu sein, kann ich verstehen, was mir für die Hingabe an den Schöpfer fehlt.

Es gibt verschiedene Stufen der Hingabe, die zu Stufen einer spirituellen Leiter werden. Das Erfassen des Schöpfers erfolgt in dem Maße der Hingabe der Seele, die wir ihm gegenüber erreichen konnten.

Wenn wir nach Hingabe der Seele streben, richtet sie uns richtig auf den Schöpfer aus und gibt uns eine genaue Richtung vor, wie der Polarstern oder die Kompassnadel, die immer nach Norden zeigt, wohin wir uns immer bewegen müssen und woran wir uns überprüfen müssen.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Liebe bedeckt alle Sünden“

 

Bedingungen für die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers

Wie können wir damit beginnen, den Schöpfer innerhalb der Verbindung mit den Freunden in der Zehnergruppe zu empfinden? Die Hauptarbeit besteht darin, alle Besonderheiten unserer Annäherung und Trennung auf der Gefühlslebene zu klären. Wenn wir praktisch versuchen, die richtigen Beziehungen zwischen den Freunden herzustellen, dann beginnen wir, innerhalb dieser Handlungen den Schöpfer zu spüren.

Wenn wir diese Anstrengungen nicht gemeinsam unternehmen, wie können wir dann den Schöpfer erschaffen? Es steht geschrieben: „Ihr habt mich erschaffen“, das bedeutet, dass wir den Schöpfer formen. Wir müssen uns so eng miteinander verbinden, dass wir beginnen zu verstehen, was „der Schöpfer“ wirklich bedeutet.

Der Schöpfer muss wie ein Legostein aus unseren Wünschen zusammengesetzt werden. Wenn wir trotz unserer gegenseitigen Abstoßung versuchen, uns darüber zu verbinden, dann werden wir, indem wir diese beiden Zustände zusammen herausfinden: Bruch und Verbindung, Trennung und Annäherung, anfangen zu erkennen, wer der Schöpfer ist, den wir als Ergebnis unserer Handlungen formen und aufbauen.

Wenn wir keine Zehnergruppe haben und somit keine Möglichkeit haben, den Schöpfer darin aufzubauen, dann gibt es keine Chance oder Hoffnung, dass Er sich jemals offenbaren wird. Wenn wir das Bild des Schöpfers nicht gemeinsam, mit unseren Freunden aus unseren „inneren Bausteinen“ zusammensetzen, können wir Ihn nicht offenbaren. Wir stehen unmittelbar vor der Möglichkeit, den Schöpfer zu erschaffen – und tun es nicht!

Der Schöpfer wird „komm und sieh“ (Bo-Re) genannt. Wenn wir unsere Einheit mit dem Wunsch und der Absicht gestalten, etwas Ganzes zu erschaffen, dann beginnen wir zu spüren, wie dieses gemeinsame Ganze zum Leben erwacht.

Stellen wir uns vor, wir nehmen aus der Natur unbelebte Teilchen, Atome, die nur aus positiven und negativen Ladungen bestehen – und verbinden sie miteinander. Plötzlich entsteht etwas Lebendiges und sich Entwickelndes. Die Atome verbinden sich so, dass eine organische Molekularlstruktur entsteht – lebendige Materie, in der das Geheimnis des Lebens verborgen liegt. In der DNA sind alle Grundlagen und Geheimnisse der Schöpfung enthalten. Aber woher stammt diese Lebenskraft?

Wie kommt es, dass sich leblose Teilchen – Protonen, Elektronen, Neutronen, Mesonen – so verbinden, dass in ihnen plötzlich eine Kraft erscheint, die wir „Leben“ nennen? Wir verstehen das nicht. Wir sehen nur, dass aus toten Bausteinen, wie man sie für ein Haus verwenden könnte, plötzlich etwas Lebendiges entsteht, das sich selbst formt und wächst.

In diesen Verbindungen erwacht die Kraft des Schöpfers – die Schöpfungskraft – und beginnt, alles miteinander zu verbinden. Unsere Aufgabe besteht lediglich darin, die Bedingungen dafür zu schaffen – also dem Schöpfer die Möglichkeit zu geben, sich zu offenbaren. Dann beginnt die Formung von selbst. Das ist der „Maase Bereschit“, der „Akt der Schöpfung“.

Deshalb liegt unsere Aufgabe nicht darin, in die Arbeit des Schöpfers einzugreifen, sondern darin, die richtigen Bedingungen für die Offenbarung der höheren Kraft zu schaffen.

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Aus dem Unterricht zum Artikel Nr. 19 aus dem Buch „Shamati“

 

 

Wir waren wie in einem Traum

Die Wahrheit ist, dass der Schöpfer das gesamte Universum ausfüllt. Die Wahrheit (Emet) besteht aus den Buchstaben Alef-Mem-Tav, also aus den drei Kräften, die in der Schöpfung existieren. „Alef“ ist der erste Buchstabe des Alphabets, Keter, der Schöpfer. „Tav“ ist der letzte Buchstabe des Alphabets, Malchut. Und „Mem“ ist in der Mitte, Bina, und verbindet Keter und Malchut.

Es ist notwendig zu erkennen, dass die Wahrheit nicht so ist, wie sie uns nach unserer Meinung und unserem Gefühl erscheint. Wie es heißt: „Sie haben Augen, aber sehen nicht; sie haben Ohren, aber hören nicht. Das heißt, wir fühlen nicht, wo wir sind, wie die Blinden und Tauben, wir fühlen die wahre Welt nicht und dringen durch Tasten in sie ein.

Aber genau hier liegt die Lösung. Der Schöpfer hat diese Verhüllung absichtlich geschaffen, damit wir die Vollkommenheit erreichen können, nämlich von der Verhüllung zur Enthüllung, vom Wissen zum Glauben über dem Wissen, von Malchut zu Bina, vom Empfangen zum Geben.

Der Mensch glaubt, dass er die äußere Welt erlebt, aber in Wirklichkeit ist er in sich selbst gefangen und fühlt von innen heraus. Die gesamte Realität existiert in uns. Das ganze Universum, die Galaxien, die Sterne, die Planeten und die Erde mit allem, was sich darauf befindet, ist alles „ich“.

Es ist, als hätte ich das Bewusstsein verloren oder würde schlafen und träumen. Manchmal träume ich, dass ich irgendwohin gehe und etwas tue, als wäre es real. Aber dann wache ich auf und sehe, dass die wahre Realität überhaupt nicht mit meinen Träumen übereinstimmt.

Und das Gleiche passiert mit uns, wenn wir uns dem Spirituellen öffnen. Auch wir verstehen, dass wir in einem Traum waren, aber jetzt sind wir aufgewacht und sehen die wahre Realität.

Glaube über dem Verstand bedeutet zu erkennen, dass die Wirklichkeit nicht so ist, wie ich sie mir jetzt vorstelle. In Wirklichkeit bin ich im Inneren des Schöpfers, der höheren Kraft, die mich kontrolliert. Und die riesige Welt vor mir ist in mir, und ich muss die Kraft des Schöpfers anziehen, um meine Welt zu erfüllen und alles in Ordnung zu bringen.

Man sollte alles tun, um den Schöpfer zu offenbaren, der das ganze Universum erfüllt. Und das ist nur durch den Zehner möglich, indem man in den Freunden verschwindet und sich in ihnen auflöst, sie so sehr in sich aufnimmt, dass man spürt, dass hinter all den Freunden der Schöpfer steht und darauf wartet, dass man ihn offenbart.

So beginne ich, das Licht des Glaubens zu begreifen, das heißt, das Gefühl des Schöpfers. Dies nennt man Glauben über dem Verstand. Das Wissen war meine frühere Wahrnehmung der Realität, so wie die Augen sahen und die Ohren hörten. Doch jetzt beginne ich, die Wirklichkeit jenseits der physischen Wahrnehmung zu spüren, und durch meine Freunde gelange ich zur Enthüllung des Schöpfers, der mein spirituelles Kli, die zehn Sefirot meiner Seele, erfüllt.

So kommt man zur ersten spirituellen Offenbarung und von dort aus schreitet man immer weiter voran.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Glaube ist höher als Wissen“

Keine Angst vor Fehlern

Frage: Es heißt, der Mensch hat einen guten und einen bösen Trieb und er muss prüfen, ob sein Körper bereit ist, ein Gebot zu befolgen. Auf dem spirituellen Weg ist der Körper (unser böser Trieb) nie mit dem guten Trieb einverstanden. Was bedeutet es, seine Zustimmung von Ihm zu erhalten?

Antwort: Man sollte sich bemühen, als wolle man ein Gebot einhalten und spüren, wie sehr es gegen die Natur der Schöpfung ist. Dann sollte man davon Abstand nehmen und die Kraft finden, den Schöpfer um Hilfe zu bitten, diese Handlung auszuführen.

Frage: Was ist, wenn man eine Handlung ausgeführt und einen Fehler gemacht hat?

Antwort: Dann hat man eben einen Fehler gemacht. Man kann sich an den Schöpfer wenden und Ihn bitten, Ihn erklären, dass man sich geirrt hat, dass man eine schlechte Tat begangen hat, vielleicht sogar eine furchtbare, schreckliche Handlung gegen den Schöpfer, aber man hat jetzt daraus gelernt und es tut einem sehr leid. In diesem Fall wird die Handlung aufgehoben, als ob sie nie geschehen wäre.

Frage: Bei der Arbeit im Zehner kommt es oft vor, dass ein Teil der Freunde einer Handlung der Verbindung zustimmt, während der andere Teil sie für falsch hält. Wie kann man sich immer danach richten, die Handlung durchzuführen, um dann festzustellen, ob sie richtig oder falsch war?

Antwort: Es ist nötig, alles was man für notwendig hält, in die Tat umzusetzen. Auch wenn diese Handlung falsch war, gegen den Willen des Schöpfers, wird man dennoch viel daraus lernen. Aus diesem Grund sollte man sich niemals aufhalten lassen, sondern alles tun, was man kann.

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Aus dem Unterricht nach den Notizen von Rabash, 13.11.2024

Nuancen des spirituellen Fortschritts

Frage: Wenn wir im Zehner zu arbeiten beginnen, bekommen wir Schläge. Wie gehen wir damit um?

Antwort: Selbst ein einzelner Mensch, der voranschreitet erhält Rückschläge, die ihn zurückwerfen. Es ist umso intensiver, wenn wir uns mit der Annäherung an den Zehner beschäftigen. Es ist wie ein Gewehrschuss. Die Kugel fliegt nach vorne und das Gewehr gibt einen Rückstoß. So ist es immer, entsprechend dem Gesetz der Energieerhaltung.

Wir befinden uns in der physischen Welt. Auch wenn wir diese Welt als spirituell bezeichnen, gelten darin klare Gesetze von Aktion und Reaktion. Daher ruft jeder spirituelle Fortschritt ebenso Abstoßung hervor.

Wir müssen das berücksichtigen, selbst wenn wir Rückschläge verspüren, müssen wir sie als physikalische Gesetze verstehen. Wir müssen sie wie die Gesetze behandeln, die wir über die Welt um uns herum erfahren.

Die Kabbala lehrt uns, wie wir anhand der negativen Reaktionen, die wir erleben, erkennen können, wie weit wir vorangekommen sind. Dies ist eine absolut präzise Aufgabe, die vor einem Menschen liegt, es sollte ihm klar sein, wie er damit umgehen kann.

Wir lernen, dass die wichtigste Formel, die wir umsetzen müssen, lautet: „Alle Sünden werden durch Liebe bedeckt“. Je mehr die Liebe zum Vorschein kommt, desto mehr offenbart sich der Hass und wir müssen das eine mit dem anderen bedecken. Wir müssen immer – im Familienleben und in den zwischenmenschlichen Beziehungen erkennen, dass ein solches Gesetz gilt.

Wenn die Menschen das wüssten, könnten sie eine richtige Gesellschaft, Familie und Beziehungen aufbauen. Sie würden nicht streiten oder Kriege führen, da sie verstehen würden, dass alles von Plus und Minus begleitet wird.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Fragen und Antworten“

Die Antwort des Schöpfers in uns spüren

Frage: Sie sagten, dass man sich an den Schöpfer wenden soll, um Ihm zu zeigen, wie man handeln soll und versuchen soll, dies zu erfüllen. Was ist der richtige Weg, um diese Empfehlung von Ihm zu erhalten?

Antwort: Ganz einfach. So wie man untereinander arbeitet, so arbeitet man mit dem Schöpfer. Mit dem Schöpfer ist es sogar einfacher. Man wendet sich an Ihn, mit dem Wunsch zu erfahren, was genau er will und dann versucht man Sein Verlangen zu erfüllen.

Frage: Woher weiß man, dass es Sein Wunsch ist?

Antwort: Wenn man dem Schöpfer eine Frage stellt, spürt man Seine Antwort auf diesem Kanal.

Fragt und man wird spüren, dass der Schöpfer antwortet. Seine Antwort wird sozusagen in einem erklingen. Es ist jedoch besser, wenn die Bitte durch den Zehner formuliert wird.

Frage: Um zur nächsten Stufe überzugehen, sollte man sie sich vorstellen. Sie wird vom Schöpfer beleuchtet, aber man weiß nicht, was das ist. Wie kann man es sich vorstellen?

Antwort: Man muss sich nicht quälen und sich eine neue Stufe vorstellen. Man sollte einfach herausfinden, was der Schöpfer im Moment will und es erfüllen. So ist es jedes Mal, auf jeder Stufe.

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Aus der Lektion über Rabashs Notizen, 13.11.2024.