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Die Mysterien und Wunder

Neues Leben 473 – Die Mysterien und Wunder

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Was ist nach der Weisheit der Kabbala ein Wunder? Was ist das Besondere am Chanukka-Wunder? Was können wir tun, damit dieses Wunder auch in unseren Tagen geschieht und alle Schwierigkeiten und Ängste in der Welt beseitigt werden?

Ein Wunder ist etwas, das gegen die Gesetze der Natur stattfindet. Die Tora, genauer gesagt die Weisheit der Kabbala, die als Weisheit der Wahrheit gilt, erklärt, was ein Wunder ist. Es scheint, dass die Welt von der Macht des Egos geleitet wird. Ein Wunder ist es, wenn die Wirkung der entgegengesetzten Kraft, die Kraft der Liebe aufgedeckt wird. In unserer Entwicklung gibt es zwei Linien: Den natürlichen egoistischen Fluss und die darüberstehende, verborgene Kraft der Liebe.

Glücksbringer, Segenswünsche etc. haben nichts mit Wundern oder Übernatürlichem zu tun. Das sind einfache Dinge, die Menschen psychologische Macht geben. Wir müssen die Macht des uns trennenden Egos bekämpfen. Wir sollten uns in Liebe verbinden, um die Griechen zu besiegen. Ein Wunder geschieht erst nach großen Anstrengungen, wenn wir uns über das Ego erheben. Es gelingt uns nicht, wir brauchen dazu Hilfe. Der gleiche Krieg wiederholt sich in jeder Generation. Die Macht des Egos beherrscht uns und wir müssen uns in Liebe verbinden.

In Israel gibt es schreckliche Korruption und Verdorbenheit. Tatsächlich wird uns das Licht durch die größte Dunkelheit offenbart. Wenn die Menschen sich verbinden, wird die ganze Welt ihre Haltung gegenüber uns ändern, sie wird uns in ihren Armen tragen. Wir verhalten uns heute nach dem egoistischen, griechischen Ansatz. Aus diesem Grund hasst uns die Welt.

Jeder Mensch leidet unter dem Mangel an Verbindung. Israel muss ein Beispiel für das Zusammenleben und die Liebe sein. Das ist die Bedeutung des Lichts für die Völker der Welt. Das wird das große Chanukka-Wunder unserer Zeit sein.

Um uns zu helfen, wie wir uns trotz unseres großen Egos verbinden können, wird uns heute die Weisheit der Kabbala offenbart. In der Weisheit der Kabbala gibt es einen besonderen Verdienst: Es zielt auf das Erreichen eines Wunders ab, das heißt auf den Wechsel in der menschlichen Natur.

Von KabTV „Neues Leben“

14/12/14

Das Wunder von Chanukka

Ein Wunder ist eine Verbindung zwischen einer Handlung und einem Ergebnis, das ich nicht verstehe, wenn mein Handeln plötzlich Ursache eines ganz unwahrscheinlichen, aber großartigen Ergebnisses wird. Dies ist der Sinn des Verses: „Ich habe mit angestrengt und ich habe gefunden“. Wir müssen die Anstrengungen während des Studiums machen, also versuchen, alles was dort diskutiert wird, in uns selbst zu finden. Aber was wir finden werden, wird völlig unerwartet sein, auch wenn wir zuvor darüber reden und warten bis es passiert. Wenn wir es dann erhalten, werden wir darüber erschrocken sein, wie unfähig wir zuvor waren, uns korrekt vorzustellen was wir gefunden haben. Dies bezeichnen wir als Wunder.

Was ist das Gefäß mit Öl welches ich anzünden muss? Dies bezieht sich auf die Eigenschaften, die ich in mir selbst finden muss. Das Öl ist mein Wille zu Empfangen. Ich muss verstehen, wie ich dieses Entzünden kann, wie ich darin einen neuen Docht erschaffe, dieser sich dann durch meine Anstrengungen nach außen richten kann. Der Docht ist mein Gegensatz dazu, mein Verlangen direkt zu benutzen, nur für mich selbst zu empfangen. Ich will dieses Verlangen aber in gleichwertiger Weise wie das Licht benutzen. Darum bringe ich einen Docht aus dem Verlangen heraus, das ein kleines Stück meines Verlangens zu Empfangen enthält, aber nur so viel, wie ich fähig bin mich dem Licht anzugleichen und meinen Egoismus zu annullieren. Ich bin bereit diesen für den Nächsten zu nutzen.

Vorerst bin ich nur bereit, einem kleinen Docht zu geben. Und ich muss mich kontinuierlich überprüfen, um sicher zu sein, dass sich dies nicht doch aus Eigeninteresse tue.

Ich denke ständig, dass ich dies erreicht habe, doch es stellt sich heraus, dass dem nicht so ist. Dies geschieht immer und immer wieder, da ich ständig in mir neues egoistisches Verlangen enthülle. So erkenne ich sie nach und nach alle, bis ich schließlich einen kleinen Docht in mir erschaffe, eine dünne Linie (Kav Dak) meiner Verlangen, welche sich von mir bis zum Schöpfer zieht.

Der höchste Punkt oder die Eigenschaft dieses Dochtes ist dem Licht gleich und das ist es, was es zum Erleuchten bringt. Dann scheint die Dunkelheit als Licht.

Wenn ich mir diesen Zustand in mit vorstellen kann, innerhalb meiner Verlangen und Eigenschaften, so bedeutet dies, dass ich mich bereits darin befinde. Dies kennzeichnet die Ankunft von Chanukka, dem Lichterfest. Eine kleine entzündete Kerze in mir, innerhalb meines riesigen egoistischen Verlangens, ist ein kleiner Teil, wo das Geben aufleuchtet.

Dieser Teil des Verlangens sehnt sich danach, gemeinsam mit dem Licht zu genießen, das fähig ist, darin zu scheinen und dies wird meine Seele genannt.

Vorläufig ist sie sehr klein, doch während ich mit der Korrektur meines riesigen Verlangens weitermache, verwandle ich allmählich das gesamte Verlangen in Licht.
Die ganze spirituelle Arbeit liegt darin, all diese Eigenschaften in uns selbst zu finden.

 

Die Fernsteuerung für alle Seelen

Frage: Seit wir angefangen haben, den Artikel „Es gibt niemand außer Ihm“ zu studieren, bin ich bezüglich der Absicht vollkommen verwirrt. Wenn das Höhere Licht beständig mit 100% arbeitet, was ist dann „das Licht, das umwandelt“? Und wen muss ich darum bitten? Von wem muss ich es für andere fordern? Was arbeitet hier, wenn sich alles in meinem Innern befindet?

Meine Antwort: Angenommen, ich habe eine Fernsteuerung. Ich drücke einen Knopf und aktiviere eine Art Mechanismus. Heute gibt es viele Geräte, die auf diese Weise funktionieren. Doch wenn du dabei bist und es einem Menschen zeigst, der vor 100 Jahren lebte, würde er denken, dass du einfach ein Engel bist, der Wunder vollbringt: Du drückst einen Knopf und plötzlich verwandelt sich das Glas in ein Bild…

Das heißt, indem man eine Fernsteuerung benutzt, kann man verschiedene Systeme aktivieren. Wenn ich zum Beispiel einen Knopf drücke, beginnst du, allerlei Eindrücke zu empfangen, wenn du auf ein Stück Glas (Bildschirm) schaust. Du fängst an zu weinen und dann lachst du, erlebst Sorgen und Freude. Es zeigt sich, dass ich einen solch gewaltigen Eindruck auf dich ausübe, indem ich einfach einen Knopf drücke. Ich habe einen Freund beeindruckt.

Die Kabbalisten sagen, dass das Lesen des Buches Sohar so ist, als ob man eine Fernbedienung zu allen Seelen hält und sie sind von dir abhängig. Denke darüber nach, wie man sie erwecken kann! Das bedeutet, einen „Knopf drücken“. Wenn du darüber nachdenkst, dann „drückst“ du „den Knopf“ und aktivierst einen Einfluss, der dazu führt, dass sie beginnen aufzuwachen.

Alles hängt davon ab, wie sehr du danach verlangst, dass das geschieht und wieviele andere Menschen ebenfalls danach streben, andere zu erwecken. Es müssen sehr viele Anstengungen in hoher Qualität sein.

Auf diese Weise erwecken wir einander. Niemand kann sich selbst erwecken. Jeder Mensch kann nur zu dieser spirituellen Gemeinschaft, die „die Gruppe“ heißt, gelangen, um andere zu erwecken. Andernfalls wird er mit der Gruppe nicht einmal in Kontakt kommen, weil die Gruppe wie Malchut von der Welt von Azilut ist.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 28.04.2011, Der Sohar

Wenn du das Angesicht des Schöpfer sehen möchtest…

Nach all seinem Suchen erreicht ein Mensch einen Zustand, in dem er nur nach Einem fragt: der Fähigkeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und das bedeutet, dass er das richtige Gebet erreicht hat.

Das Allerwichtigste ist, dass wir durch das Studieren der Vereinigung der Kräfte des Empfangens und des Gebens enthüllen werden, wie der Schöpfer Entscheidungen trifft, während Er über dem steht, auf was Er Seine Entscheidungen gründet. Wir werden Ihn durch Seine Handlungen erreichen. Aber indem wir alles erforschen, was in uns unter Seinem Einfluss geschieht, wollen wir dadurch Seinen Verstand, Seinen Plan, Seine Absichten und Gedanken erlangen. Das ist unsere ganze Arbeit.

Und um das zu tun ist nur das Gebet nötig. Aus eigener Kraft können wir Seinen Verstand und Kopf nicht erreichen, den Ort, wo Entscheidungen getroffen werden und von wo alle Handlungen stammen, weil wir ebenfalls Seine Handlungen sind.

Und weil eine spirituelle Handlung nur „für das Geben“ gemacht werden kann, können wir nicht verstehen, wie der höhere Verstand diese Entscheidung getroffen haben könnte. Das geschieht immer als „Erkenntnis“ oder Wunder, wie geschrieben steht „Ich habe gearbeitet und gefunden“! Es ist unmöglich, den Verstand des Schöpfers durch das Beobachten der Kombination zweier Kräfte – Empfangen und Geben – zu verstehen. Dort liegt der Unterschied zwischen dem Schöpfer selbst, Seiner Entscheidung und allen Handlungen, die aus Seiner Entscheidung folgen.

Deshalb bittet ein Mensch, der das Gebet erreicht, um die Fähigkeit, genau dies zu verstehen: den Plan und die Denkweise des Schöpfers, der die Entscheidungen trifft. Dasselbe wurde Moses gesagt: „Du wirst mich von hinten sehen, aber mein Angesicht wirst du nicht sehen“. Dieses Gebet entwickelt sich fortwährend.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 10.03.2011, über das Gebet

Ein Seil in die spirituelle Welt

Frage: Ist der Begriff „Segula“/„Wundermittel“ die Grundlage für die integrale Erziehung?

Meine Antwort: „Segula“ ist die Grundlage, damit fängt man an. Denn die spirituelle Welt ist unserer Welt entgegengesetzt und deshalb völlig von ihr getrennt. Die spirituelle Welt hat keine Verbindung mit der materiellen. Du kannst nichts mit der spirituellen Welt tun – weder die Kraft von dort anziehen noch auf sie einwirken. Weder Karten noch „Wunder“ noch rote Bänder werden dir helfen, diesen absoluten Bruch zwischen den Welten zu überwinden.

Der Kontakt, durch den du die spirituelle Einwirkung auf dich hervorrufen kannst, wird nur durch deine richtige Verbindung mit dem Lehrer, dem Lehrbuch und der Gruppe hergestellt – wenn du sie benutzt, um die Absicht, die dringende Notwendigkeit, das Verständnis, was genau du von dem Studium erwartest, in dir zu erwecken.

Und dann führt dich das Studium mit dem wahren Lehrer, der richtigen Gruppe und den authentischen Büchern zur Umsetzung der Absicht. Und außer all dem wird dir nichts helfen. Ohne „Segula“ in dieser Welt würde der Mensch ein Tier bleiben.

Aus diesem Grund ist es für uns derart wichtig, zu klären, wie diese drei Bestandteile – der Lehrer, die Bücher und die Gruppe – sein sollen, wie sie richtig auf mich einwirken sollen – in Bürgschaft.

All das ist in der Notwendigkeit, die Spiritualität zu ergründen, konzentriert. Und die Spiritualität wird durch das Studium ergründet, in dem eine geheime Kraft verborgen ist. Diese Kraft muss auf mich einwirken, wenn ich mich an sie wende.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 23.02.2011

Und obwohl meine Augen nicht sehen…

Frage: Was ist Sgula (die wunderbare Kraft)?

Meine Antwort: Unter Sgula versteht man das Ergebnis, das nicht durch meine direkten Handlungen, sondern auf einem indirekten Wege hervorgerufen ist. Ich weiß also nicht genau, wie es funktioniert hat, man sagte mir, dass es so ist, und ich habe dementsprechend gehandelt.

Ich nehme die Verbindung zwischen meinen Handlungen und dem Ergebnis wie eine Tatsache wahr, weil ich mich vollständig auf die Vernunft des Höheren verlasse. Mit anderen Worten: ich arbeite nicht nach dem Prinzip „Der Richter hat nicht mehr, als Seine Augen sehen (Talmud, Baba Batra, 131:1)“, sondern im Gegenteil nach dem Prinzip „Augen haben sie, sehen aber nicht (Ps. 115:5)“.

Ich kann hier nur die Vernunft (Rosch) des Höheren verwenden, die mir gesagt hat: „So muss man es machen“,  ich mache es so, und dann geschieht „Sgula“.

Dies ist das Gesetz; denn in der Natur gelten nur Gesetze.  Aber dieses Gesetz ist noch nicht in meinen Eigenschaften/meiner Vernunft offenbart, es ist für mich nicht offensichtlich und heißt deshalb in Bezug auf mich „Sgula“ bzw. ein Wunder.
Es wirkt auf mich ein, aber ich empfinde es nicht in meinen egoistischen Wünschen, nicht darin, was mir geöffnet wurde. Und deshalb heißt es „Sgula“ (hebr. Wunder), eine unerklärliche Naturerscheinung.

Wir beobachten solche Erscheinungen auch in unserer Welt. Angenommen, ein Mensch rät einem anderen, irgendwelche Handlung auszuführen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erzielen. Aber der andere weigert sich, weil er nicht sieht, wie das Ergebnis und die Handlung verbunden sind. Wenn er allerdings trotz seines egoistischen Wunsches dem Ratschlag folgen würde, das heißt, verstehen würde, dass der Ratende den Grund, die Folgerung und die Handlung, die man ausführen muss, um dieses Ergebnis zu erzielen – sieht, dann hätte er Vernunft des Ratenden bzw. wunderbare Macht (hebr. Sgula) genutzt.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel 4 aus dem Buch „Schamati“, 31.12.2010

Wie findet man den Schlüssel zum Erfolg?

Eine Frage, die ich erhielt: Wir haben beschlossen, dass es beim kommenden Kongress um „Alles oder Nichts“ geht. Wo befindet sich dieses „Alles“. Und was noch wichtiger ist – wo gibt’s den Schlüssel von diesem „Alles“?
Meine Antwort: „ Alles“ befindet sich „im Himmel“. Aber den kann man erreichen. Diese Beschaffenheit heißt die Eigenschaft von BINA, des Gebens. Und der Schlüssel davon ist unsere Vereinigung.
In unserer Vereinigung entschlüsseln wir einen echten Schatz, eine Eigenschaft, mit der sich alle Schätze der Welt enthüllen! 🙂
Wir enthüllen sie – nur wenn wir uns vereinigen. In unserer Vereinigung entschlüsselt sie sich sofort!
Das ist ein Wunder, , in der spirituellen Welt existiert – das Licht beginnt genau in dem Moment zu leuchten, in dem wir die erste Stufe der Ähnlichkeit mit ihm, erreichen.
Aus einem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam „Exil und Erlösung“ , 2.11.2010

In Erwartung eines Wunders!

Eine Frage, die ich erhielt: Wir sehen, dass letztendlich nach allen Anstrengungen ein Wunder geschehen muss. Was müssen wir tun, damit es geschieht?

Meine Antwort: Wir müssen uns nach dem Wunder sehnen – wie Kleinkinder! Das Wunder kommt jedoch infolge von vielen Anstrengungen. Du musst erkennen, was für ein Monster, dein Ego, vor dir steht, welches dich behindert und alles Gute vor dir verdeckt.

Du musst Hass dagegen entwickeln! Obwohl du „auf dem Schoß“ dieses Pharao aufgewachsen bist, mit seiner Krone („Keter“) gespielt hast und ein echter Prinz gewesen bist, der alles hatte!

Nun hasst du aber dein Ego abgrundtief und bist nicht in der Lage, darin zu bleiben. Du bist bereit, es Schlägen aussetzen zu lassen, und lässt es absichtlich den ägyptischen Plagen unterziehen, um es loszuwerden.

Wir aber versuchen gleich, nachdem wir einen Schlag gespürt haben, uns zu verstecken, weil wir uns mit unserem Ego identifizieren. Doch wenn ich mich von ihm trenne, akzeptiere ich: soll es doch geschlagen werden und leiden! Ich bin nicht mein Ego, ich befinde mich neben ihm!

Dann beginne ich mich langsam von ihm zu lösen, noch ein bisschen und noch ein bisschen, bis alle zehn Plagen vorbei sind. Ich identifiziere mich nicht mit meinem Egoismus, aber er leidet schrecklich. Nur so kann ich mich über ihn erheben und vor ihm flüchten.

Die Flucht ist bereits der Auszug aus dem Egoismus selbst, wenn ich mich schon fast von ihm getrennt habe und lediglich eine dünne Membran bleibt, die ich zerschlage, um mich endgültig von ihm lösen zu können, und ich flüchte in die Nacht, in die Finsternis.

Davor müssen aber alle vorherigen Abtrennungen stattgefunden haben, bis du bei der letzten angelangt bist – und das alles durch systematische Schläge, an denen du arbeiten musst.

Die Arbeit besteht darin, mich nicht mit dem Pharao identifizieren zu wollen – er ist für sich, und ich bin für mich. Es stimmt, dass ich in seinem Haus aufgewachsen bin, ich entstamme ihm – doch das bin ich nicht! Nun ist er zu meinem größten Feind geworden.

Und dann wird mir zur Flucht verholfen – darin besteht das Wunder. Und auf diese Weise finden alle Wunder statt: wir arbeiten und strengen uns an, um uns vom Ego trennen und aufsteigen zu können, und am Ende geschieht ein Wunder. Denn es muss vom Licht vollbracht werden, nach all deinen Anstrengungen.

Also lasst uns auf ein Wunder warten – nachdem wir gut gearbeitet haben. Ein frohes Chanukka-Fest!

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 01.12.2010

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Dem Herzen zu folgen

Einerseits sagen wir, dass wir auf den Kongress vorbereitet sind, und andererseits denken wir, dass noch nicht alles fertig ist.

Ein solcher Zustand ist richtig. Denn die Tora erzählt uns auch darüber, so ist die Schwelle des Übergangs und des Auszuges.

Nichts ist einfach, glatt oder vorhersehbar – der Auszug aus Ägypten erfolgte in der Hast, auf dem Sprung zum Endlichen Meer. Der Mensch versteht die Mechanismen nicht, und im Endeffekt geschieht in seinen Augen ein Wunder.

Am Berg Sinai sagten wir: „Wir werden es tun und wir werden hören!“, als ob man genau im Voraus wüste, was zu machen ist.

Hier wird nur das prinzipielle Einverständnis gefordert: wir sind bereit, sich mit allen Kräften zu bemühen, aus der unteren Welt die Forderungen der höheren Welt zu verstehen. Diese Bemühung öffnet vor uns die Türen.

Die Vernunft ist hier kraftlos. Es ist egal, wie oft wir versuchen werden, die Situation mehr zu erkennen, oder zu verstehen, damit sie klarer und deutlicher wird, es wird uns sowieso nicht weiter helfen.

Wir brauchen einfach die innere Bestrebung zur Einheit, um dem Schöpfer – der allgemeinen Eigenschaft des Gebens und der Liebe gleich zu werden. Nur im Herzen sind wir fähig zu verstehen, dass sie unsere Rettung ist.

Ich hoffe, dass wir uns an der Schwelle des spirituellen Durchbruchs befinden, den es noch nicht in der Geschichte der Menschheit gegeben hat. Wir werden uns bemühen – und erreichen folglich alles, was wir möchten!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 05.11.2010

Kabbala und Geldverdienen

Frage: Auf Bitte eines Freundes möchten wir eine Frage, die ihn sehr beschäftigt, stellen: Darf er sich als Ihr Schüler vorstellen und den Menschen für Geld den Segen erteilen und ihnen dadurch in schwierigen Lebenssituationen helfen?
Außerdem schlägt er vor, das zu einer lokalen Gruppenaktivität zu machen, weil er meint, es habe etwas mit der Verbreitung zu tun und erwecke bei den Menschen Interesse für Kabbala.
Da er Geldsorgen hat, steht er im Moment vor der Wahl, einen riskanten Job anzunehmen oder zu versuchen, mit solchen Segnungen Geld zu verdienen. Wir wissen nicht weiter und fragen deswegen Sie, um keine Fehler zu machen.

Meine Antwort: Auf keinen Fall darf man mit Kabbala Geld verdienen, wobei man auch noch Menschen betrügt. Und wenn sich so etwas in der Gruppe beobachten lässt, muss derjenige sofort aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
Man darf niemals Kabbala zum Geldverdienen benutzen – das schneidet den Menschen völlig vom spirituellen Weg ab. Es darf kein Segen erteilt werden – das ist eine Lüge!
Nur das Verlangen der Gruppe und die Gedanken an den Freund, wenn sie uneigennützig sind, können ihm helfen. Mit Kabbala Geld verdienen darf man auf gar keinen Fall!
Das betrifft ebenfalls solche Flüche wie Pulsa de Nura, als ob man mit deren Hilfe jemandem schaden könnte. Es gibt keine Wunder auf dieser Welt!
Wir müssen nur nach dem Licht, der Kraft des Gebens und der Liebe, streben, das ist die einzige positive Kraft in der Welt. Sie hervorzurufen, ist unsere einzige Möglichkeit, etwas in der Welt zu bewegen, unser einziger freier Wille.

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