Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wissen'

Schulen sollten Kinder lehren, wie man zum Menschen wird

News Report (aus BBC News): Der Bericht des (britischen) Regierungsberaters Sir Jim Rose … ruft Kinder dazu auf, mehr über Wohlbefinden, Glück und gesundes Leben zu lernen … Sir Jim Rose schlägt vor, den Schwerpunkt auf Lebenskunde zu verlagern, einschließlich Unterrichte über emotionales Wohlbefinden und soziale Kompetenz zu Pflichtfächern zu machen.

Mein Kommentar: Nicht ein einziges modernes Erziehungssystem arbeitet daran, ein Kind zu einem Menschen zu formen. Selbst Eltern und Lehrpersonal verstehen nicht, dass es notwendig ist, auf diese Weise mit einer heranwachsenden Person zu arbeiten. Wenn ein Kind in den Wäldern ausgesetzt werden würde, dann würde es ein Tier bleiben. Desgleichen wird es ein armseliger Roboter, wenn wir es einfach nur mit Wissen vollstopfen.

Erziehung bedeutet, einem Kind die Methode zu lehren, wie es zu einem Menschen wird. In Hebräisch heißt Mensch Adam, was von dem Wort Domeh – dem Schöpfer ähnlich – stammt. Es steht geschrieben, dass Adam nach dem Ebenbild und der Ähnlichkeit des Schöpfers geschaffen wurde und dann sündigte und fiel, den Egoismus empfing und entgegengesetzt zum Schöpfer wurde. Jetzt muss der Mensch selbst den Weg der Korrektur finden und seine anfängliche Gleichartigkeit mit dem Schöpfer erlangen – die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe, der einzigen Eigenschaft des Schöpfers.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage über die Notwendigkeit einer richtigen Erziehung. Wir unterrichten unseren Sohn zu Hause, weil wir mit der Methode der Schulen völlig unzufrieden sind. Doch möglicherweise wäre es besser für unseren Sohn, überhaupt nicht zu lernen und sich spontan zu entwickeln? Und wenn er später alt genug für die High School ist, kann er entscheiden, in welchen akademischen Bereich er gehen will?

Meine Antwort: Es ist notwendig, einem Kind Informationen über unsere Welt und die Grundlagen, die es zum Erlernen des Berufes braucht, den es später wählen wird, zu geben. Die Tora sagt, dass „jemand, der seinen Sohn kein Handwerk lehrt, ihn zu einem Banditen oder Dieb macht“. Des weiteren ist es nötig, an seiner inneren Entwicklung zu arbeiten, ihn zu einem Menschen zu formen.

Verwandtes Material:
Blog-post: 7Wege zur korrekten Annäherung an die Globalisirung
 

Wo ist die Grenze zwischen dieser Welt und der spirituellen Welt?

Fragen, die ich von Frauen über das Verbinden der Spiritualität mit dieser Welt erhielt:

Frage: Ich studiere Kabbala mit Bnei Baruch seit zwei Jahren und habe zur gleichen Zeit einen Abschluss in Wirtschaft gemacht. Trotzdem fühle ich kein Verlangen im materiellen Leben weiterzukommen. Meine Familie ist wegen meiner Teilnahmslosigkeit in Sorge. Ist es möglich, die Arbeit im Finanzleben mit spirituellem Wachstum in Ausgleich zu bringen? Und wie kann ich auf meine Familie einwirken, die denkt, dass eine Frau nach den Erwartungen der Gesellschaft zu handeln hat?

Meine Antwort: Ihre Handlungen dürfen Ihrer Familie nicht schaden und jeder sollte fühlen, dass Sie ein Teil der Familie sind. Sie dürfen Kabbala nur studieren, wenn in ihrem gewöhnlichen Leben alles normal ist und darüber hinaus Ihre Freizeit es gestattet.

Frage: Meine Tochter ist so in die Kabbala vertieft, dass der Rest der Welt ihr nichts mehr bedeutet. Sie stellt Kabbala über alles und will sonst nichts mehr tun. Sie ist nicht daran interessiert, zur Universität zu gehen oder zu arbeiten und erhebt den Anspruch, dass sie das Recht hat, zu leben wie sie will und sozialen Normen nicht folgen muss. Ich habe das Gefühl, dass wir unsere Tochter verlieren und die Gesellschaft eine Mitbürgerin. Sie war eine sehr erfolgreiche Studentin und dies ist nun das Resultat. Was soll ich tun?

Meine Antwort: Jeder, den sie fragen, wird bestätigen, dass ich die Leute darin bestärke einen Beruf zu haben, eine Familie zu gründen etc., weil der einzige Weg auf dem eine Person sich korrigieren und die Höhere Welt erreichen kann, von einer „normalen“ Position in dieser Welt ausgeht. Entweder versteht Ihre Tochter das nicht oder ihr Beruf ist für sie nicht geeignet bzw. einer, von dem sie nicht leben kann.

Fragen: Bitte helfen Sie mir, die Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit zu verstehen. Einerseits ist die materielle Welt die Welt der Wirkungen und andererseits hat sie mit der spirituellen Welt nichts gemeinsam. Wo befindet sich die Grenze, die das Ende der Spiritualität und den Beginn der Körperlichkeit markiert, die mit der Spiritualität in keiner Weise verbunden ist?

Meine Antwort: Die Grenze liegt in der Lücke zwischen den beiden Welten, denn beide werden innerhalb einer Person gefühlt. Die eine wird in der Absicht „für sich selbst“ und die andere in der Absicht „für den Schöpfer“ wahrgenommen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Erweben Sie einen Arbeitsplatz!
Blog-post: Familie, Kinder, Arbeit und Kabbala
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle

Kabbala über psychische Störungen, Tätowierungen und Prostitution

Drei Fragen, die ich über psychische Störungen, Tätowierungen und Prostitution erhielt:

Frage: Sie haben in einem früheren Blogeintrag gesagt, dass „wenn eine Person geistig krank ist, dann wird Kabbala ihre psychologischen Probleme lösen.“ Ich leide unter den Bedingungen von ADD, was mittelmäßig meine Fähigkeiten beeinträchtigt, von dem, was ich lese, viel zu behalten. Wird Lesen und das wiederholte Lesen von kabbalistischem Material helfen, diese psychische Störung zu lindern? Machen Sie auch Auftritte, wie Signierstunden etc.? Es wäre eine Ehre Sie zu treffen!

Meine Antwort: Das Studium der Kabbala korrigiert eine Person, und daher heilt es zweifellos auch.

Ich signiere Bücher bei allen öffentlichen Vorträgen, die ich halte, und auf Kongressen. Dort können Sie mich treffen. Ich lade Sie ein, an dem Kongress, der im Februar 2009 in Israel stattfinden wird, teilzunehmen.

Frage: Ist es falsch, wenn ich meinen Respekt und meine Liebe für die Kabbala zeige, indem ich Schriften auf meinem Körper tätowiere?

Meine Antwort: Die Kabbala sagt, dass wir nur nach innerer Veränderung und innerer Beobachtung streben sollen, wodurch der Schöpfer einem Menschen enthüllt wird. Das belässt der Äußerlichkeit und den körperlichen Aspekten nur ihre minimale (notwendige) Existenz. Der Körper ist kein Objekt von Wichtigkeit, abgesehen von den notwendigen Bedürfnissen.

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel von Prostitution? Warum existiert sie seit Jahrtausenden und ist weiterhin so populär?

Meine Antwort: Weil sie eines der menschlichen Grundverlangen befriedigt, welche sind: Essen, Sex, Familie (Heim), Reichtum, Macht und Wissen.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Hier gibt´s keinen Sex!“
Blog-post: Hyperaktive Kinder – Das Resultat des wachsenden Egoismus
Blog-post: Was haben ein gesunder Verstand und Körper mit Kabbala zu tun?

Ich bin für den kabbalistischen Staat


Zwei Fragen, die ich über den gegenwärtigen Zustand der Welt erhielt:

Frage: Shlama Ilelochum, Rabu Michael. Glauben Sie an eine Wiederbelebung des assyrischen Staates? Sind Sie DAFÜR oder DAGEGEN?

Meine Antwort: Ich bin nur für einen Staat in der Welt – einen kabbalistischen Staat, dessen Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ sein wird. Dann werden alle Nationen wie eine Familie sein. Das ist es, wozu wir vom Schöpfer oder der Natur verpflichtet sind. Wir müssen in Übereinstimmung mit der globalen Verbindung leben, in der wir uns befinden. Die Entstehung separater Staaten steht der Einheit der Welt entgegen. Siehe Baal HaSulams Artikel „Der Frieden“ und „Frieden in der Welt“.

Frage: Viele Menschen, die Kommentare einstellen, scheinen zu denken, dass wirtschaftlicher Wohlstand, der durch freie Märkte erreicht wird, egoistisch und böse ist. Das Einzige was böse sein kann ist die Absicht. Als Menschen brauchen wir einen Zugang zu Ressourcen, um zu überleben – d. h. Nahrung, Obdach und Bildung. Natürlich ist es nicht das Problem, Wohlstand und Wissen durch die Marktwirtschaft zu erlangen, sondern in der Verteilung unter denen, die es benötigen. Diese Verteilung kann am besten in der eigenen Gemeinschaft gemacht werden. Die Sanftmütigen werden die Welt nur erben, wenn diejenigen, die Reichtümer angehäuft haben, einen Weg finden, ihn an Notbedürftige zu verteilen. Bitte geben Sie dazu einen Kommentar.

Meine Antwort: Ich möchte Ihnen raten, die Texte über die Krise und deren Lösung anzuschauen, als auch davon handelnde Artikel Baal HaSulams – „Der Frieden“, Frieden in der Welt“ und „Die Freiheit“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie werden wir in der letzten Generation leben?
Blog-post: Eine spirituelle Revolution ist unvermeidbar

Die Quelle des Glücks


Baal HaSulam. Artikel: „Der Frieden“. Der, der das Naturgesetz bricht:
Da die Welt durch den Schöpfer gelenkt wird, der ein spezielles Interesse in all Seinen Handlungen verfolgt, schadet jeder, der die Regeln bricht, dem Erreichen des Ziels, welches auf der Beobachtung all dieser Gesetze ohne Ausnahme basiert. Und jener, der die Regeln bricht, vergewaltigt und schadet dem Schöpfungsziel des Ewigen und daher wird er durch die Natur bestraft (durch den Schöpfer über die Natur).

Baal HaSulam. Artikel „Der Frieden“. Den Schöpfer zu finden ist dem Weg zum Frieden gleichzusetzen:
Der egoistische Widerstand zwischen Menschen und Nationen wird nur mit der Hilfe des Höheren Lichts des Schöpfers (Natur) von der Welt verschwinden, wenn wir uns Einheit mit Ihm wünschen. Dies ist Bestandteil des Schöpfungsgedanken. Und wenn wir dieses Ziel – die Anheftung an den Schöpfer – anstreben, werden unser Neid, der Stolz und der Hass verschwinden und wir werden uns zu einem Herzen verbinden und uns mit dem Wissen des Schöpfers füllen.

Baal HaSulam. Artikel „Frieden in der Welt“. Die ganze Welt wird als eine einzige Gesellschaft angesehen:
Heutzutage hängt jeder Mensch, was seine Versorgung anbelangt, von der ganzen Welt ab – im selben Grad ist jeder Mensch wie ein Rädchen in einem Auto für die einwandfreie Funktion desselben notwendig. Daher können wir nicht länger den Wohlstand und die Sicherheit einer bestimmten Nation im Auge haben, sondern müssen die Welt als Ganzes betrachten. Letztendlich hängt der Wohlstand der Welt vom Wohlstand der gesamten Menschheit ab und wird daran gemessen.

Und sei nicht überrascht, dass ich den Wohlstand des Individuums mit dem Wohlstand der Gesellschaft und sogar der Welt verbinde. In Wirklichkeit haben wir bereits den Zustand erreicht, wo die ganze Welt als eine einzige Gesellschaft betrachtet wird. Heute ist jeder Mensch nahrungsmäßig von der ganzen Welt abhängig und muss daher auch für die ganze Welt sorgen.

Baal HaSulam. Artikel „Freier Wille.
Die Quelle des Leids:

Die Einheit der Gesellschaft ist die Quelle des Glücks und des Wohlstands, wohingegen die Trennung zwischen den Menschen die Quelle allen Leids ist. Alles Glück und der Wohlstand hängen nur von der Verbindung der globalen Gemeinschaft ab.

Mein Kommentar: Baal HaSulam schrieb die Artikel „Der Frieden“, „Frieden in der Welt“ und „Freiheit des Willens“ in den Jahren 1924 bis 1927!

Warum Braucht ein Mann in der Kabbala eine Frau?


Zwei Fragen, dich ich über spirituelle Partnerschaften erhielt:

Frage: Warum braucht ein Kabbala studierender Mann eine Frau und wie kann er sie richtig „nutzen“?

Meine Antwort: Jede Person in unserer Welt hat:

1) Körperliche Verlangen nach Nahrung, einer Familie und Sexualität
2) Soziale Verlangen nach Reichtum, Macht, Ruhm und Wissen

Die Verlangen nach einer Familie und Sexualität werden mit einem Partner entweder in der Absicht nach egoistischem Vergnügen realisiert oder in der Absicht, sie als ein Gebot auszuführen, d. h. um den Schöpfer zu erreichen.

Das Verlangen nach Spiritualität wird durch die weiblichen und männlichen Teile der Menschheit als Ganzes gebildet. Alle Männer gleichen Adam und alle Frauen ähneln Eva. Deshalb muss man den Lebenspartner auch als einen Partner auf dem spirituellen Pfad sehen. Das ist möglich – und gut – wenn Ihr Partner mit Ihnen diesbezüglich zusammenarbeitet.

Frage: Welche Artikel eignen sich am besten, um sie seiner Frau vorzulesen, wenn sie sich das von ihrem Mann wünscht?

Meine Antwort: Die Textstellen aus Artikeln von Baal HaSulam und Rabash, die für euch beide interessant sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Erfüllung kann nur spirituell sein
Blog-post: Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen
Blog-post: Muss man verheiratet sein, um Kabbala zu studieren?
Artikel: Mann und Frau – Unsere wahre Natur
Baal HaSulam Artikel
Rabash Artikel

Internationaler Unterricht für Kinder am vom 24. Oktober 2008

Am Freitag, den 24.10.2008, hielt ich einen internationalen Unterricht für Kinder, der aus dem Hebräischen in Englisch, Spanisch, Deutsch Französisch und Russisch übersetzt wurde. Das Thema des Unterrichts war: „Wir sind die Generation der Korrektur“ und als auch Vorbereitung für den Kongress, der im Februar 2009 in Israel stattfinden wird.

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Unsere Kinder (die Kinder von Mitgliedern unserer Organisation auf der ganzen Welt) sind die Kinder der zukünftigen Generation. Sie studieren Kabbala: die Erschaffung der Welt, ihre Entwicklung und das Ziel, auf das sie sich zubewegt. , wohin sie sich bewegt. Sie leben und wachsen mit diesem Wissen auf.

Während sie die normalen Bildungsinhalte der Schule lernen, interpretieren sie diese nach dem was sie in der Kabbala lernen. Sie sehen sich auf realistische Weise in beiden Welten. Ihre Weltsicht beinhaltet vollständig die gemeinsame Seele und ihren derzeitigen zerbrochenen Zustand. Sie betrachten die Ereignisse in der Welt als eine Bewegung hin zur Korrektur der Seele, ihrer Vereinigung in ein Ganzes und der nachfolgenden Verschmelzung mit dem Schöpfer oder der Natur.

Ihre wechselseitigen Beziehungen und Einstellungen zu sich selbst und ihrer Umgebung zeigen, dass sie sich selbst und die ganze Welt in diesem Bild sehen. Sie verstehen, wie sehr sie sich von anderen unterscheiden und sie verhüllen ihre Erkenntnis vor ihren Klassenkameraden in der Schule. Sie interpretieren alle Phänomene in der Welt basierend auf diesem allgemeinen Bild des Universums, mit dem sie aufgewachsen sind.

Ich betrachte sie als ein Wunder in dieser Welt! Meine Unterrichte mit ihnen werden in sechs Sprachen übersetzt und zu Kindern auf der ganzen Welt ausgestrahlt. Kindergruppen von unseren Zentren auf der ganzen Welt kommen zusammen und nehmen mit uns in Echtzeit an den Lektionen teil.

Verschmelzung mit dem Schöpfer, aus ausgewählten Quelltexten


Etwas wird Spiritualität genannt, wenn man es niemals verlieren kann. Daher nennt man den Wunsch mit der Absicht, „für sich selbst“ zu empfangen, „Körperlichkeit“. Sie wird von dieser Form befreit und die Form des Empfangens „für den Schöpfer“ annehmen.
Baal HaSulam, Artikel aus Shamati: Als Spiritualität wird etwas bezeichnet, das niemals verloren geht

Wir müssen für das Geben arbeiten, denn es ist gegensätzlich zu unserer Natur, welche „das Verlangen, Genuss zu empfangen“ darstellt. Wir müssen aber das Gegenteil wollen – den Wunsch nach Geben haben und nicht „für uns selbst“ zu empfangen.
Baal HaSulam, Artikel „Die Essenz und die Korrektur der Schöpfung (hebr.)“

„Einer der wütend ist, ist wie ein Götzendiener“, denn wenn man wütend ist, erfreut man sich am Zorn und darüber hinaus ist man stolz, weil man glaubt, im Recht zu sein. Hier begeht man zwei Sünden: Genuss und Stolz. Über den Stolz steht geschrieben: „Ich kann nicht mit einem stolzen Mann zusammen sein“ – und die eigene Seele verlässt einen solchen Menschen.
Baal HaSulam, Artikel „Einer der wütend ist (hebr.)“

„Man sollte tief in seinem Herzen wissen, dass der Schöpfer hinter einem her ist, wie man selbst hinter Ihm her ist. Man darf das nie vergessen, selbst in der größten Sehnsucht nach dem Schöpfer nicht. Wenn man sich erinnert, dass der Schöpfer einen vermisst und jagt, sollte man sich noch mehr anstrengen, den Schöpfer zu erreichen, bis man durch die Liebe die Verschmelzung mit ihm erreicht.“
Baal HaSulam, Briefe, S. 70

Wir können die großen Seelen in unsere Welt anziehen und sie werden durch die Tugend ihrer erhabenen Verlangen die Erlösung für die Welt bringen. Alles hängt von unserem Verlangen, dem Schöpfer ähnlich zu werden, ab.
Rav Abraham Isaac Kook, „Arpilei Tohar,“ 41

Dies ist das Wissen, das ein Mensch haben muss: den Schöpfer zu kennen und sich selbst zu kennen – wer bin ich? Wie wurde ich erschaffen? Woher komme ich und warum? Wohin gehe ich? Wie kann ich meine Verlangen korrigieren? Wie soll ich vor dem Schöpfer erscheinen?
Das Buch Sohar, „Shir HaShirim“

Das Gesetz der Kabbala besagt, das es keine Verbindung zwischen Spiritualität und Körperlichkeit gibt, in keinem einzigen Wort. Und auch in keiner Notiz und in keinem Brief, denn die Briefe sind Formen, die sich auf weißem Papier abbilden, wohingegen der Mensch Körper und Seele ist.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 27

„Am Ende der Tage wird die Unverschämtheit wachsen“ (Talmud. Sota, 49). Weil diese Generation extrem weit vom Schöpfer entfernt ist, denn die Leute sind sogar stolz auf ihre Unwissenheit. Und jene, die vom Schöpfer entfernt sind, sind betrügerisch und frech.
Rav M. Faivosh, „Esher Divrei Emet“, S. 28

„Tod in der Professorenschaft“


Als ich einige Recherchen über moderne kabbalistische Quellen machte, stieß ich auf ein Buch von Prof. Moshe Idel mit dem Titel „Kabbalah: New Perspective“. Darin erwähnt er ein Gedicht von Prof. Gershom Scholem (1897-1982) – dem Begründer des modernen akademischen Zweigs der Kabbala. Aber bevor ich mehr über das Gedicht sage, hier ein wenig Hintergrund über den Autor.

Scholem widmete seine Karriere der Erneuerung der traditionellen Kenntnisse der Kabbala durch akademische und philologische Forschung. Beispielsweise beschreibt er in einem seiner Vorträge, der im Buch „Major Trends in Jewisch Mysticism“ veröffentlicht wurde, die Kabbala seiner Zeit auf folgende Weise: „Als Ergebnis des langwierigen Entwicklungsprozesses der Kabbala, während dem die Kabbala paradoxerweise die jüdische Geschichte beeinflusste, wurde sie wieder zur selben Sache, die sie zu Beginn war – eine esoterische Weisheit kleiner Gruppen von Menschen, denen der Kontakt mit dem Leben vorenthalten ist und die darauf keinen Einfluss haben. Ebenso schreibt Scholem im Artikel „On the Possibility of Jewish Mysticism in Our Time“: „Es besteht kein Zweifel, dass es in den letzten Generationen keine erwachten Individuen gab, die die mystischen Lehren in eine neue Form bringen oder bedeutsame soziale Bewegungen einleiten konnten.“

In diesem Artikel, wie in vielen anderen auch, bestreitet Scholem eine moderne Kabbala oder eine Kabbala des 20. Jahrhunderts. Er betont, dass Kabbala aufgehört hat, eine wichtige Rolle in der Jüdischen Kultur seiner Zeit zu spielen und dass keine originären und innovativen kabbalistischen Methoden seit dem 18. Jahrhundert hervorgebracht wurden! [Rest des Beitrags lesen →]

Sind Kunstwerke auf irgendeine Art und Weise spirituell?

Eine Frage, die ich erhielt: In einem vorherigen Blog-Beitrag schrieben Sie: „Alles was den Verlangen des Körpers entspricht (so wie Nahrung, Sex und Familie) und über das Normale hinausgeht ist überflüssig. Folglich ist es für Körper und Seele wie auch für die gesamte umgebende Natur schädlich und bringt den Menschen aus dem Gleichgewicht mit der Natur. Diese Maßlosigkeiten tauchen normalerweise unter dem Einfluss der Gesellschaft auf. Neben den körperlichen Verlangen gibt es zusätzliche Verlangen, die in einem Menschen aufsteigen, weil er in einer Gesellschaft lebt. Würde er alleine im Wald leben, kämen diese Verlangen erst gar nicht in ihm auf. Diese Verlangen richten sich auf Reichtum, Berühmtheit, Macht und Wissen aus.“

Doch was ist mit den Verlangen des Menschen nach Schönheit und Kunst? Ist es ebenfalls schädlich, wenn man Zeit mit der Kunst verbringt? Und wenn es in dieser Welt nichts Spirituelles gibt, wie erklären Sie dann die Meisterwerke der Kunst?

Meine Antwort: Alles, was der Mensch in unserer Welt erschafft, stammt aus seinen Verlangen, ob es nun physische (Nahrung, Sex und Familie) oder soziale (Wohlstand, Ruhm, Macht und Wissen) sind. Die ganze Kunst kam durch das Verlangen des Menschen, sich selbst auszudrücken, zustande. Oder mit anderen Worten, durch das Verlangen nach Ruhm, um aufzufallen, um etwas zu beweisen (sogar, wenn es gegenüber sich selbst ist), seine Sicht der Dinge auszudrücken und so weiter.

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