Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wissen'

Warum trifft der Kopf die Entscheidungen für den Körper?

Was gibt es in Aba we Ima der Welt Nekudim, dass sie als „Kopf“ der Welt Nekudim bezüglich des Körpers – SoN (Seir Anpina und Nukwa) gelten? Darin gibt es das Leuchten des höheren Parzufs, Keter, der als Schutz vor den egoistischen Wünschen gilt, bzw. das Licht Chassadim, das sie vom Wunsch „Genuss zu erhalten“ behütet.

Selbst wenn dieser Wunsch plötzlich entstehen wird, wird das Licht des Gebens ihn vor dem egoistischen Erhalten beschützen. Und deshalb gelten Aba we Ima als Kopf.

Wie unterscheidet sich der Kopf vom Körper? In der materiellen Welt sind sie aus verschiedenem Material gemacht: das Gehirn und das Fleisch. Aber worin unterscheiden sich der geistige Kopf und Körper (Rosch und Guf)? Worin unterscheiden sich der Gedanke und der Wunsch? Ist der Wunsch nicht das Einzige, was vom Schöpfer geschaffen wurde?

Das Prinzip des Kopfes ist solche Loslösung vom Wunsch „zu genießen“, die ihn folglich zulässt, die Handlung „über“ dem Wunsch zu erfüllen. Gerade deshalb werden die Wünsche, die geistigen Gefäße (Kelim) zum „Kopf“, sie bekommen die Einblendung von Chassadim, vom Licht des Gebens, welches ihnen zulässt, eine Berechnung „über“ den Wunsch zu machen, als ob man von der Seite schauen würde, objektiv, wie der unabhängige Beobachter.

An dem Ort, wo die objektive Lösung stattfinden kann – befindet sich der Kopf. Und darin liegt der Unterschied zwischen dem Menschen und dem Tier, sowie der ganzen Natur (unbelebten, pflanzlichen, tierischen).

Im Geistigen befinden sich alle Unterschiede im prinzipiellen Wesen, und nicht in der Materie, wie es für unsere Welt üblich ist.

Aus dem Unterricht zur „Lehre der Zehn Sfirot“ , 05.07.2010

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Jeder Mensch hat eine Seele!

Wenn man Kabbala studiert, nur um Wissen anzueignen, ohne sich korrigieren zu wollen, bringt das nichts! Das Wichtigste ist, das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen.

Aus diesem Grund haben die Kabbalisten in den vergangenen Jahrhunderten ihre Bücher geheim gehalten, denn das Verlangen nach dem Licht der Korrektur hat sich in den Menschen noch nicht offenbart.
Wozu sollte man dann dem Menschen das Buch geben? Er hätte doch nur tote Buchstaben, leere Kästchen darin gesehen.

Deshalb existierte ein Verbot für Kabbala! Wenn das richtige Verlangen im Menschen noch nicht gereift ist, wird die Kabbala ihm nicht nutzen, sondern nur schaden, weil er sie mechanisch studieren und so, wie er war, auf der materiellen Ebene bleiben wird.

Dann kommt aber die Frage auf: Warum verbreiten wir Kabbala für alle, auch für diejenigen, die noch kein Verlangen nach der Spiritualität, keinen „Punkt im Herzen“ haben.

Es ist so, dass unser Verlangen alle Ebenen enthält. Das gemeinsame Gefäß schließt alle Seelen, alle Menschen mit ein, selbst diejenigen, in deren Seelen sich die Reshimot zur spirituellen Korrektur noch nicht enthüllt haben und die noch nicht sofort damit beginnen können, weil sie das Verlangen, das spirituelle Ziel zu erreichen, nicht verspüren.

Doch jeder Mensch hat eine Seele! Und alle sind sie in Malchut der Welt der Unendlichkeit eingeschlossen. Deshalb strahlen wir dadurch, dass wir alle diese Seelen an uns anschließen und sie in unseren Kreis aufgenommen werden, das von uns angezogene Licht auf sie aus, welches auf alle, die mit uns nur irgendwie verbunden sind, einwirkt.

Selbst wenn das umgebende Licht auf sie nicht mit der gleichen Kraft wie auf uns einwirkt. Bei uns wirkt es unmittelbar auf das spirituelle Reshimo ein, bei ihnen hat sich dieses Reshimo noch nicht enthüllt, und das Licht wirkt indirekt darauf ein, bringt sie aber nichts desto trotz der Korrektur näher und schließt sie an unseren gemeinsamen spirituellen Organismus an.

Deshalb ist das auf keinen Fall eine nutzlose Arbeit! Baal HaSulam schreibt, dass genau die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in den breiten Massen auch „Horn des Messias“ genannt wird.
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 11.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Es wird klar, über welchen Vorzug (besondere Eigenschaft und Wissen, Herz und Verstand) der Mensch verfügt, der dessen würdig wurde, wieder mit dem Schöpfer zu verschmelzen, was bedeutet, dass er der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers würdig wurde, dadurch, dass er kraft der Tora (des Lichtes der Korrektur) den (egoistischen) Willen zu empfangen, der in ihm eingeprägt war, ins Gegenteil verwandelte, weil dieser Wille eben das war, was ihn vom Wesen des Schöpfers (der vollkommenen Güte und des Gebens) trennte, und er ihn (eben von seinem Egoismus) in den Willen zu geben verwandelte.

Und alle seinen Handlungen sind nun nur auf das Geben ausgerichtet und darauf, den Nächsten Nutzen zu bringen (worin er dem Schöpfer ähnlich ist). Und dadurch, dass er sich den Eigenschaften des Schöpfers anglich, gleicht er jenem Organ, welches einst vom Körper abgeschnitten war, aber zurückkehrte und sich wieder mit dem Körper verband. Und wieder kennt es die Gedanken des Körpers, wie es sie kannte, bevor es sich vom Körper trennte.

So auch die Seele (der Punkt im Herzen eines jeden, das Streben nach dem Schöpfer, nachdem es im Menschen erwacht): Nachdem sie (durch die Korrektur ihrer selbst durch das Licht) eine Schöpferähnlichkeit (die Eigenschaft des Gebens anstelle der ursprünglichen Eigenschaft des Empfangens) erreicht, kehrt sie (zur Vereinigung zu einem Ganzen mit dem Schöpfer) zurück und kennt wieder Seine Gedanken (wie ihre eigenen, weil sie die Verschmelzung mit Ihm erreicht hat), wie sie diese vor der Trennung von Ihm aufgrund der (von ihr festgestellten) Unterscheidung der Eigenschaften des Willens zu genießen (von den Eigenschaften des Lichts, des Schöpfers) kannte.

Und dann erfüllt sich das damit Gesagte: „Erkenne den Schöpfer, deinen Vater“, weil sie dann des vollkommenen Wissens gewürdigt wird; sie erkennt die Vernunft des Schöpfers und wird der Offenbarung aller Geheimnisse der Tora gewürdigt, da die Gedanken des Schöpfers die Geheimnisse der Tora sind.

(Als Geheimnisse werden Verlangen und Gedanken des Schöpfers bezeichnet, weil sie vor dem Menschen aufgrund der Unterscheidung der Eigenschaften verborgen sind und ihm im Maße der Eigenschaftsähnlichkeit zwischen ihm und dem Schöpfer zugänglich werden).

Baal haSulam „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“

Erlangt die Empfindung!

Eine Frage, die ich erhielt: Außer, dass ich den Sohar verstehen will, will ich mir auch Begriffe merken, um sie miteinander verknüpfen zu können. Doch was soll ich tun, wenn ich sie ständig vergesse?
Meine Antwort: Du musst nach Empfindung verlangen! Es ist sehr gut, dass du vergisst! Kabbalisten haben darum gebetet, alles, was sie gelernt haben, jede Minute zu vergessen.
Denn zwischen den Stufen gibt es immer einen Bruch, wenn alles, was auf der früheren Stufe erkannt wurde, vergessen und aus den Empfindungen und dem Gedächtnis gelöscht wird.
Unsere Erkenntnis vollzieht sich in den Empfindungen, im korrigierten Verlangen. Alle Namen und Bezeichnungen, die wir im Sohar lesen – HaWaYaH, Elokim, in allen möglichen Kombinationen und Erscheinungen -, offenbaren sich im korrigierten Verlangen.
Wenn sie sich der Reihe nach in meinem Verlangen offenbaren, beginne ich, wie in unserer Welt, mit meiner Empfindung zu arbeiten.
Der Mensch glaubt, dass Empfindungen weniger wichtig sind als der Verstand. Doch die Empfindung kommt und verbindet sich mit dem Verstand, um ihm zu helfen, diese Empfindung zu bedienen.
Und wenn wir alle Teile der „Lehre von den Zehn Sefirot“ studieren, dann nur, um uns zu erwecken, um auf der Grundlage von all diesen Kenntnissen in jedem Fall nach Empfindung zu verlangen. Denn „erkennen“ bedeutet „sich verbinden“, „Wissen“ heißt Verbindung, Vereinigung (Siwug).

Aus dem Sohar-Unterricht vom 11.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten T.2

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Die Wissenschaft der Kabbala hängt (um sie zu verstehen) von allen Wissenschaften ab (deshalb wird Kabbala enthüllt, nachdem die Menschheit alle Wissenschaften unserer Welt im Allgemeinen entdeckt und sich ihrer Begrenztheit vergewissert hat), die ihrerseits von ihr abhängen (gerade aufgrund der Enthüllung und Umsetzung der Kabbala erkennt die Menschheit die Quelle aller Wissenschaften).

Und daher werden wir keinen einzigen wahren Kabbalisten finden, der nicht über ein breites Wissen in allen der Welt bekannten Wissenschaften verfügt, (nicht weil er sie studiert hat, sondern) infolge der Tatsache, dass man sie ausgehend vom Wesen der Wissenschaft der Kabbala erlangt, weil alle Wissenschaften in ihr eingeschlossen sind.

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 24

Die Wissenschaft der Kabbala und die Philosophie

Dort, wo das Wissen der Forscher (Überlegungen des egoistischen und deshalb vom Egoismus begrenzten Verstandes eines Menschen) endet, beginnt die Weisheit der Kabbala.

Dies bedeutet, dass die Philosophen nur bis zur Ebene der Kreise geforscht haben (bis zu welcher sie ihr Egoismus in seiner Einschränkung, nur für sich selbst zu sehen, gelassen hat), doch ab dort wissen sie nichts.

Aber selbst in ihrem Wissen (sogar) innerhalb der Ebene dieser Kreise (die sie in ihrer egoistischen Erkenntnis vom Gefühl erfassen und vom Verstand erforschen) geraten sie in ihrer Mehrheit sehr durcheinander (weil sie das Gesamtbild der Schöpfung, ihren Grund und ihr Ziel nicht sehen), was sie auch selbst zugeben.

Die Weisheit der Kabbala beginnt aber erst an jener Stelle, wo ihre (durch den Egoismus begrenzte) Allwissenheit endet, das heißt ab der Ebene der Kreise (der menschlichen Erkenntnis).
Rabbi Nachman von Bratslav. Sichot Moaran, 225

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Das Reich des Messias – die Ideen der Korrektur

Aus dem Artikel von Baal haSulam „Das Vorwort zum Buch Panim Meirot„: Und verstehe darin das von den Weisen Gesprochene: „Der Sohn Davids wird nur in eine Generation kommen, in der es entweder nur Gerechte, oder nur Sünder geben wird“.

Doch es ist sehr wichtig zu verstehen, dass die Befreiung und die Ankunft des Messias, die wir jetzt erwarten, die Erreichung des Ziels der Höhe von Erkenntnis und Wissen bedeutet. Wie es heißt: „Und es wird kein Mensch mehr seinem Nächsten die Erkenntnis des Schöpfers lehren, denn alle werden Mich kennen, von klein bis groß“.

Und sobald die Söhne Israels die Vollkommenheit des Verstandes erlangen werden, werden sich die Quellen von Verstand und Wissen über den Rand füllen, und sie werden über die Grenzen Israels schwappen, und an alle Völker der Erde weitergegeben werden, wie es heißt: „Und die Erde wird sich mit dem Wissen des Schöpfers füllen“. „Und sie werden zum Schöpfer und zu Seinem Heil zuströmen“.

Jeder soll die Stufe erreichen, die „Messias“ genannt wird. Man kann sie nur mittels Verbreitung des Wissens über den Schöpfer erreichen, d.h. mittels der Kabbalaverbreitung in der Welt und zwischen den Völkern.

Es ist nicht die Macht des Volkes Israels, sondern die Verbreitung der Korrekturidee für die menschliche Natur, die folglich verstanden wird und die Menschheit ergreift.

Sie heißt eben „Der König Messias“ – das Reich Isra-el, die Absicht den Schöpfer mittels der Ähnlichkeit der Eigenschaften zu erreichen, wenn sich alle im gegenseitigen Geben verbinden, und darin die höhere Kraft und das ewige Leben enthüllen.

Diese Arbeit soll jeder Mensch erfüllen. Es gibt aber eine Gruppe der Menschen, welche diese Korrekturmethode noch im Alten Babylon bekam, und deshalb die Verantwortung für ihre Ausführung trägt.

Diese Gruppe, genannt das Volk Israels, erreichte die Korrektur in der Vergangenheit, stieg zu den übrigen „Babyloniern“ ab, vermischte sich unter ihnen, und soll deshalb als erste die Korrektur durchleben, weil sie in sich die Aufzeichnung der vorigen korrigierten Zustände trägt.

Die Verbreitung der Korrektur in der Welt heißt die Zeit des Messias.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 01.08.2010

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Wir werden tun und wir werden den Schöpfer hören

Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 315: „Preiset den Ewigen, Ihr Seine Engel… gehorchend der Stimme Seines Wortes.“

Ein Mensch wird als Engel bezeichnet, wenn er Handlungen ausführt, ohne seinen Verstand einzuschalten, wie ein einfacher Gehilfe.

Er hat keinen eigenen Kopf (Rosh), er macht, was ihm gesagt wird. Ein anderer denkt, und er führt es aus. Das nennt sich „Engel“, weil ein Engel eine Kraft ist, die Handlungen ohne Klärungen ausführt.

Aus diesem Grunde führen wir den Teil „wir werden tun“ in der Anweisung „Wir werden tun und wir werden hören“ als Engel aus. Und deshalb steht geschrieben: „Ihr, Seine Engel… gehorchend der Stimme Seines Wortes.“ So auch wir: wir werden tun und wir werden hören.

Indem wir Handlungen ohne inneres Einverständnis, ohne klares Wissen wieso und weshalb, ausführen (denn das bezieht sich auf die höhere Stufe), werden wir eben dieser höheren Stufe erst würdig.

In Wirklichkeit vollbringen wir auf diese Weise die natürlichsten Handlungen, wie ein kleines Kind, das ein unbekanntes Spiel spielt und Worte einem Erwachsenen nachspricht, ohne zu verstehen, was sie bedeuten.

Man könnte ihm jegliche Dummheit erzählen, und es würde sie mit aller Ernsthaftigkeit wiederholen, man könnte ihm eine beliebige Handlung zeigen, und es würde sie mit aller Kraft und Lust ausführen.

Auf diese Weise lernt ein Kind, denn ein Kleiner verfügt über keinen Verstand (Rosh, Kopf eines Parzuf), das tut ein Großer. Ein Kleiner hat nur einen Körper (Guf eines Parzuf ) zum Ausführen.

Dadurch aber, dass er Handlungen dem Höheren nachmacht, sich vor ihm annulliert, erwirbt er den Verstand des Höheren und wird genauso wie er. Das nennt sich „Wir werden tun und wir werden hören“.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 03.08.2010

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Wie man des „Schutzes von oben“ würdig wird

Die gesamte Natur wird in unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche Stufe unterteilt.

In der Menschheit gibt es die gleichen Stufen, die gleiche Unterteilung, in jedem von uns – vier Entwicklungsstufen unseres Verlangens zu genießen.

Durch diese Stufen werden wir von Neid, Begierde und Ehrgeiz geführt: von dem Verlangen nach Reichtum zum Verlangen nach Macht, von Macht zu Wissen – und von Stufe zu Stufe weiterentwickelt.

Und je weiter der Mensch aufsteigt, je mehr Möglichkeiten er von seiten der Natur bekommt, desto größer sind seine Chancen, einen Fehler zu machen und von der Wahrheit abzukommen.

Denn je weiter er sich entwickelt, desto mehr Eigenschaften schließt er in sich ein und desto beeinflussbarer wird er.

Das einfache Volk interessiert sich nur für sein Wohlergehen, die Reichen für Geld, die nach Macht gierenden Helden hängen bereits von der öffentlichen Meinung ab und die nach Wissen strebenden Weisen sind voller Zweifel und befinden sich ständig auf der Suche und in innerer Unzufriedenheit.

Je weiter ein Mensch entwickelt ist, desto größer ist die Chance, dass er sich von einer fremden Idee verleiten lässt, anstatt den geraden und kürzesten Weg zum Ziel, zur Verschmelzung mit dem Schöpfer, zu gehen.

Baal haSulam schreibt im „Vorwort zu Panim Meirot“, dass das ungeteilte Verlangen von entwickelten Menschen zerbricht – sie streben nach Geld, Macht, Ruhm und vergessen das Hauptziel – und damit endet der „Mensch“.

Hier können nur das Glück und der „Schutz von oben“ helfen. Wir sehen, dass auch Menschen, die ein wahres Verlangen besaßen, allmählich erloschen sind und sich unter den Rechnungen unserer Welt durchgebogen haben.

Aus diesem Grund solltest du eine strenge Abrechnung mit dir selbst durchführen: ist für dich wirklich nur das Ziel wichtig, als ob es außer diesem Ziel nichts anderes mehr gibt?

Der Schöpfer unterstützt den Menschen auf diesem Wege nur, wenn in ihm diese ständige innere Angst und Ehrfurcht existieren, von dem Weg abzukommen – durch diese Angst zieht er die Hilfe von oben an.

Denn dann begreift er, dass seine Seele vollkommen in den Händen des Schöpfers liegt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 29.07.2010

Каbbalisten – über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten der großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Realität, die sich hinter der Wissenschaft der Kabbala verbirgt

Die Kabbala benutzt keine anderen (abstrakten) Namen oder Begriffe, außer denen, die real sind (die in unseren Gefühlen empfunden werden und dann mit dem Verstand untersucht werden) und welche die Wirklichkeit (die wir je nach Maß unserer Korrektur enthüllen) wiedergeben. Dies ist das eiserne (absolute) Gesetz aller Weisen der Kabbala: „All das, was nicht begriffen ist (klar, in den korrigierten Eigenschaften) darf man nicht (ist unmöglich zu) benennen und in Worte fassen“.

(Weil die Definition über die Eigenschaft des begriffenen Objektes spricht, die im Maß der Ähnlichkeit der Eigenschaften, laut dem Gesetz der Gleichheit der Eigenschaften begriffen wird nur das Ähnliche wird begriffen). Und hier sollst du verstehen, dass das Wort „Begreifen“ die höchste Stufe im Verständnis bedeutet. Und es kommt aus dem Satz „Deine Hand wird ergreifen“. Das heißt, solange kein absolut klares Begreifen erreicht ist, als ob du etwas in deinen Händen festhalten würdest, sprechen die Kabbalisten über kein Begreifen, sondern benutzen hierfür die anderen Begriffen: das Verständnis, das Wissen usw.

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie