Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Weg'

Eine schmerzlose Geburt in der spirituellen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Warum sehen die Menschen nicht die Krise als Chance zur Veränderung?

Meine Antwort: Dies dauert einige Zeit. Die Krise kommt in Wellen, wie die Schmerzen bei einer Geburt: Es trifft dich und lässt dich dann wieder los, dann trifft es dich wieder und dann lässt es wieder nach. Alles hängt davon ab, ob du verstehst, dass dies Geburtsschmerzen sind, und ob du dich an deiner eigenen Geburt beteiligst. Um geboren zu werden, musst du dich auf den „Kopf“ drehen, das heißt, dass du die Bedeutung dessen, was dir jetzt wichtig erscheint, als unwichtig erachtest.

Frage: Aber ist das nicht der Weg des Leidens?

Meine Antwort: Sicher nicht. Wenn du weißt, dass du dadurch in eine Welt hineingeboren wirst, in der so viele gute Dinge auf dich warten, wie kann man da leiden? Du kannst bereits absehen, wie gut alles werden wird. Du bist über die Attacke oder den Durchbruch, den du machst, glücklich. Zusammen mit der Höheren Stufe wirst du eine Anstrengung machen, die bereit ist, dich zu gebären, um die spirituelle Welt zu betreten.

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Nur darüber sollte man enttäuscht sein

Eine Frage, die ich erhielt: Jedes Neujahr erweckt neue Hoffnung in mir, dass ich die spirituelle Welt erreiche und jedes Mal spüre ich Enttäuschung. Wie kann ich weiter hoffen?

Meine Antwort: Neue Hoffnung und erneute Enttäuschung sind beide gut! Man muss die beiden nur miteinander verbinden und verstehen, dass uns die spirituelle Welt nicht auf einem Silbertablett serviert wird.

Es gibt keinen Schöpfer außerhalb von uns. Außerhalb des Menschen gibt es keine Welt. Wir können von nirgendwo her empfangen. Ein Mensch wird alles in seinem korrigierten Selbst enthüllen.

Wenn man sein Kli korrigiert, enthüllt man den Schöpfer darin. Alles wird im korrigierten (vorher egoistischen) Verlangen (dem Kli) offenbart.

Diesem ist nicht leicht zuzustimmen, doch steht uns niemand im Wege, die spirituelle Welt zu erreichen – die Eigenschaft des Gebens und der Liebe.

Wir existieren nur in einer Wirklichkeit, an einem Ort – in unseren Wünschen. Wenn wir sie ändern, spüren wir, dass wir uns in einer anderen Welt befinden. Wenn wir die Wünsche von „für mich“ zu „geben wollen“ verwandeln, dann enthüllen wir die Höhere Welt!

Alles ist in deinem Innern – diese Welt und auch die zukünftige. Diese Welt ist so, wie ich sie jetzt wahrnehme. Wenn ich mein Kli korrigiere, dann werde ich anfangen, die spirituelle Welt zu empfinden – meine kommende Welt.

Es gibt nur ein Gesetz, von dem ich gelenkt werde: man spürt immer nur seine eigenen Eigenschaften und nichts anderes. Darum braucht man niemanden anderes zu bitten, die Welt zu verändern oder dich zu verändern. Man kann sich nur dadurch verändern, indem man die Naturgesetze anwendet.

Wenn ein Mensch an einer roten Ampel wartet und es nach fünf Minuten noch immer rot ist, fängt er dann an zu fluchen und seine Fäuste dagegen erheben? Nein, denn die Ampel lebt ja nicht. Früher gab es Polizisten, die man fragen konnte.

Alles hängt von der Vorstellung ab, was man vor sich sieht – ein lebendiges Wesen oder ein Gesetz. Wir meinen, dass der Schöpfer „lebendig“ ist wie wir und wir Ihn beeinflussen oder um etwas bitten können. Tausende von Jahren der Geschichte sollten uns jedoch etwas anderes zeigen.

Frage (fortgesetzt). : Und was ist mit Gebeten?

Meine Antwort: Beten bedeutet, sich selbst zu beurteilen. Durch das Gebet verändert der Mensch seine Verlangen und Eigenschaften. Durch sein Flehen setzt er das System, in welchem er lebt, in Bewegung. Dieses System beeinflusst ihn und bis zu diesem Grade ändert sich dann auch sein Verlangen.

Frage (fortgesetzt): Und das Licht, welches verändert?

Meine Antwort: Das Licht zu enthüllen bedeutet, dass man eine Wahrnehmung in seinem korrigierten Verlangen erhält – die Eigenschaft des Gebens. Diese Wahrnehmung deines korrigierten Zustandes ist das eigentliche Licht!

Wenn man das Licht innerhalb des Kli enthüllt, dann enthüllt das Kli selbst seine korrigierten Eigenschaften. Wenn das Licht, welches verändert, auf dich scheint, dann enthüllst du deinen zukünftigen Zustand, der dir nun bereits im gegenwärtigen Zustand beleuchtet wird.

Frage (fortgesetzt): Ein Mensch fühlt sich aber müde, enttäuscht…

Meine Antwort: Aber ein Mensch ist nur durch die Tatsache enttäuscht, dass er sich nicht genug anstrengt. Sonst wäre er in der Lage, sich zu ändern und diese Veränderung auch zu spüren – die Höhere Welt oder höheren Zustand.

Genau diese Anstrengung bringt mich zu meiner eigenen Unzulänglichkeit, ich habe keine Kraft, und ich werde aus eigener Kraft nie die spirituelle Welt erreichen. Diese Kraft kann ich nur in der Gruppe erreichen. Ein Mensch kann alleine vor sich hin weinen, aber dies wird ihm nichts helfen.

Man muss die Stärke von anderen erfahren, sich mit ihnen zusammentun, und dann wird man genug Kraft haben, seine Eigenschaften zu verändern, eine neue Welt in ihnen zu offenbaren.

Der tiefste Punkt unseres Seins: Das “Ich”

Jeder Mensch hat einen Punkt, der „ aus dem Nichts“ vom Schöpfer erschaffen wurde. Dieser Punkt ist es, welcher einen Menschen sich individuell und einzigartig empfinden lässt. Unser ganzes Leben ist ein Kampf für dieses „Ich“, für Unabhängigkeit und Einzigartigkeit – Midat Yehud.

Eine Person wird durch das Verlangen getrieben, sich selbst zu beweisen undi zu fühlen, dass sie existiert. All die Freude und Erfüllung, die sie fühlt, ist zweitrangig. Der zentrale Punkt ist sicherzustellen, dass dieses „Ich“ existiert.

Dieses „Ich“ ist etwas, was man niemals loswerden kann. Man kann alles aufgeben, auch sein Leben, aber nicht sein „Ich“, weil dieser Punkt über uns ist, und bereits entstand, bevor wir selbst das Bewusstsein erlangten. Deshalb muss eine Person solch einen schwierigen Weg gehen: den Verzicht auf sein früheres egoistisches „Ich“, um ein anderes „Ich“ zu erhalten, welches dem Schöpfer ähnlich ist.

Der Schöpfer hilft einem Menschen, das Fundament, auf welchem sein „Ich“ steht, zu ändern. Anstatt von Lust genährt zu werden, erhält man die Kraft des Gebens und erhebt sich über sein egoistisches „Ich“, zu seinem wahren „Ich“. Somit erreicht er die wahre Unabhängigkeit und die Wahrnehmung eines ewigen „Ich“. Und wenn er zu dem „aus dem Nichts“ erschaffenen Punkt zurückkehrt, erreicht er den Zustand von Ruhe und Perfektion.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Individualität und die Einzigartigkeit verwirklichen sich in der Verschmelzung mit dem Schöpfer
Blog-post: Unser „Ich“ liegt ausserhalb von uns!
Einführung in das Buch Sohar: Punkt 6-12
Kabbala Today Artikel: „Generation Ich“

Nutze das Licht, um deinen Weg schnell und angenehm zu gestalten

Die Informations-Gene (Reshimot) verändern sich in uns in einer unendlichen Geschwindigkeit, während wir sprechen. Dennoch scheint es uns, als ob sich nichts ändert, weil es so viele davon gibt, die alle in der Form einer Kette entwirrt werden müssen. Dennoch führen diese inneren Veränderungen zu äußeren Veränderungen, wie Zahlen bei einem Zählwerk, wo Milliarden von Aktionen im Innern ausgeführt werden müssen. Geben Sie ihnen Zeit zu erscheinen!

Es steht geschrieben, “ Diejenigen, die den Schöpfer suchen, beschleunigen die Zeit.“ Unsere ganze Teilnahme an der Schöpfung reduziert sich darauf, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Schließlich befinden wir uns auf der niedrigsten Stufe in dieser Welt, aber haben alle Informationen beim Abstieg von oben erhalten. Wir sind nun dazu verpflichtet, über denselben Pfad wieder aufzusteigen, von unten nach oben.

Der Weg bleibt derselbe; das einzige was wir tun können ist, unsere Entwicklung zu beschleunigen. Wir beschleunigen dabei den Weg, machen ihn erstrebenswert und angenehm.

Das macht den ganzen Unterschied zwischen dem Weg des Leidens, wo wir gegen unseren Willen fortschreiten, und dem Weg des Lichts, wo wir es nach unserem eigenen Verlangen tun. Der Weg des Leidens ist lang und wird durch die Einwirkung der Kräfte der Natur geschehen, die uns mit Schlägen vor sich hertreibt. Wir werden wie Maultiere angetrieben, die an einem Ort stehen bleiben und sich weigern, weiter zu gehen. Dies ist der natürliche Weg der Entwicklung.

Der zweite Pfad besteht darin, dass man sich wünscht, selber voran zu kommen und nach Wegen suchen, es zu tun. Auf diese Weise verkürzt man seinen Weg, und macht ihn kurz und angenehm. (aus dem täglichen Kabbala Unterricht über Shamati 13)

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Schmerz und Einsamkeit sind durch unseren Mangel an Einheit verursacht


In den Nachrichten (aus Science Daily): „Genetische Verbindung zwischen physischem Schmerz und sozialer Zurückweisung gefunden“ – UCLA Psychologen haben zum ersten Mal herausgefunden, dass ein Gen mit der physischen als auch der sozialen Schmerzempfindlichkeit in Zusammenhang steht.

Mein Kommentar: Die Folgerung ist einfach. Wie Kabbala sagt, stammen alle unsere Probleme von der Tatsache ab, dass wir vor langer Zeit ein Organismus gewesen sind, der in viele Einzelteile zerbrochen ist. Alle unsere Probleme begannen von diesem Zeitpunkt an und sie werden nur dann enden, wenn wir uns wieder zu einem Körper vereinigen. Ist das möglich?

Nichts ist unmöglich in der Natur! Sie wird uns zu diesem Status der Einheit entweder durch den Weg des Leidens bringen oder wir selbst beginnen den Prozess der Wiedervereinigung gemäß der Methode der Kabbala.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Bruce Lipton: „Wie sind ein Ganzes“
Baal HaSulam Artikel: Die Lösung

Was ist nötig, damit die Menschen aufhören, die Umwelt zu zerstören?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich komme aus Uruguay und bin 17 Jahre alt. Meine Frage lautet: Die Menschen sprechen oft über die Umwelt, als ob sie etwas ist, das neben uns her existiert. Wie können wir Menschen verständlich machen, dass die Umwelt nicht etwas ist, was neben uns her existiert, sondern dass wir uns darin befinden und sie brauchen? Uruguay ist ein sehr kleines Land, doch selbst hier sind wir mit einer Bandbreite von Umweltproblemen konfrontiert, weil es so viele Fabriken im Land gibt und noch viel mehr werden gebaut.

Meine Antwort: Es gibt zwei Dinge, die Menschen dazu bringen können, eine andere Einstellung zu sich selbst, zu anderen und zur Natur anzunehmen: 1) Leiden oder 2) die Verbreitung der Kabbala. Wir werden weiterhin versuchen, es durch den zweiten Weg geschehen zu lassen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die einzige Wissenschaft, die die Welt veränderm kann
Blog-post: Können diejenigen, die leiden, die Welt retten?

Eine Frau hat ein Recht auf Ehe und Kinder

Zwei Fragen, die ich in Bezug auf Beziehungen und den spirituellen Weg erhalten habe:

Frage: Ich lebe in Peru und war verheiratet. Nach ein paar Jahren Ehe hat mein Mann mich und unsere beiden Töchter verlassen. Aus der Not heraus verließ ich das Land, um in Korea zu arbeiten. Dort traf ich einen guten Mann, mit dem ich mittler weile seit 12 Jahren zusammen lebe und auch einen neunjährigen Sohn habe. Ist es im Sinne der Kabbala notwendig, mich offiziell scheiden zu lassen?

Meine Antwort: Nein, kein System der Erfassung des Familienstandes auf dieser Welt hat Einfluss auf Ihre spirituelle Entwicklung.

Frage: Ich studiere nun seit zwei Jahren Kabbala und nehme auch aktiv an der Verbreitung teil. Mein Partner tut dies ebenso. Durch das Studium aber wuchs in mir das Verlangen, unsere Beziehung durch eine Eheschließung formell zu machen und Kinder zu bekommen. Aber mein Partner teilt dieses Gefühl nicht, möchte jedoch trotzdem mit mir zusammenleben. Ist mein Wunsch richtig?

Meine Antwort: Sie haben ein Recht dazu, Ehe und Kinder zu verlangen! Sagen Sie Ihrem Freund meine Meinung dazu. Eine Person, die den Weg der spirituellen Korrektur gehen möchte, muss alles tun, was gewöhnlich Leute in dieser Welt tun. Es steht geschrieben: „Ich weile unter meinem Volk“, (Be toch ami anochi echevet).

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Krise wird den „Krieg der Geschlechter“ auslöschen
Blog-post: Es gibt einen Zweck für die Turbulenzen in unserem Leben
Kabbalablog: „Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen“

Den weißen Fleck auf dem Weg hinter sich lassen

Eine Frage, die ich erhielt: Die Methode der Kabbala beschreibt klar alle Stufen unseres Aufstiegs. Doch an einem Ort gibt es eine Lücke – den Übergang vom Körperlichen zum Spirituellen. Wieso wurde dieser Bereich ausgelassen?

Meine Antwort: Ich verstehe deinen Wunsch, die „breite Straße“ zur Spiritualität zu nehmen, von Anfang bis zum Ende den gesamten Weg zu sehen und Wegzeichen und Namen an jeder Ecke zu haben. Und dann an den Ort zu kommen, wo ein komplett gedeckter Tisch auf dich wartet. Doch das würde einem Hund gleichen, der durch die Straßen jagt und versucht, einen Knochen zu beschnüffeln.

Wir jedoch müssen über den Knochen des Hundes aufsteigen. Wir müssen sogar unsere Sinne in entgegengesetzte umwandeln, was wir uns jetzt noch überhaupt nicht vorstellen können. Aus diesem Grund ist der Übergang vom Körperlichen zur Spiritualität für uns so unklar – wie ein weißer Fleck auf unserem Weg.

Doch genau dahin musst du das Licht bringen – zu dem Ort, an dem du den weißen Fleck hast. Und du hältst das Instrument dazu in deiner Hand.

Du arbeitest in allen Bereichen der Realität, die klar für dich sind, doch wenn du zu dem winzigen Fleck kommst, wo du weißt, dass du nichts tun kannst, da hilft dir das Licht und erschafft in dir einen neuen Sinn und öffnet das Tor zu einer neuen Welt.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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Mach dir den Weg kurz und einfach

Wir wollen uns immer schneller entwickeln und wenn das möglich wäre, würden wir es vorziehen, den gesamten Weg in einem Satz zu überwinden. Doch wenn ein Mensch versteht, dass das, was ihm enthüllt wird, Perfektion ist, konzentriert er sich auf seinen Zustand und erkennt, dass er genau in diesem Zustand die Perfektion enthüllen muss, selbst wenn das der denkbar schlechteste Zustand ist. Es ist möglich, dass er genau in diesem Zustand eine Verbindung zum Schöpfer enthüllen wird.

Deshalb haben wir keinen Grund, zu anderen Zuständen nach vorne zu rasen. Das ist normalerweise ein Problem bei Anfängern. Sie denken, dass sie weit im Voraus große Veränderungen erreichen müssen. Doch das ist nicht der Fall. Wir existieren immer im Zustand der Unendlichkeit und wie wir die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer enthüllen, liegt an unserer gegenwärtigen Einstellung zur Realität.

Daher kann die Reise eines Menschen, abhängig davon, auf was er sich konzentriert, entweder lang oder kurz sein. Du kannst in deinem gegenwärtigen Zustand Perfektion enthüllen und dann wirst du erkennen, dass du dich schon darin befindest. Alles was du tun musst ist, die Verhüllung zu beseitigen und den Schöpfer zu enthüllen, der überall ist. Dann seid ihr – du und der Schöpfer – in Einheit.

Das ist sehr wichtig, da wir immer denken, dass die spirituellen Welten und Stufen weit weg sind und wir nicht wissen, wonach wir genau streben. Doch so ist das nicht. Man schreitet in die richtige Richtung voran, wenn man die Anheftung und Enthüllung in diesem gegenwärtigen Zustand genießt.

Letztendlich enthüllt ein Mensch durch die Verbindung mit anderen Seelen den Schöpfer in seinem Leben. Er tut dies, indem er Verbindung zu einem Buch vor ihm aufnimmt, einem Fernsehprogramm oder durch das Internet. Alles haben wir genau vor uns. Wir müssen nicht irgendwohin rennen – weder im materiellen noch spirituellen Raum. Der gesamte Raum befindet sich in der Tiefe deines gegenwärtigen Zustandes.

Wenn wir das nicht vergessen, wird unser Weg kurz und einfach.

(Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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In der spirituellen Welt sind Handlungen schneller als Lichtgeschwindigkeit


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Mensch sich auf dem Weg der spirituellen Entwicklung befindet und durch die Zeit der Verhüllung geht, fühlt er sich verloren und ist verwirrt. Er versteht, dass der Egoismus böse ist, aber er kann sich nicht von ihm trennen. Wo findet er die Kraft, dies zu tun?

Meine Antwort: Während unseres gesamten Lebens gehen wir durch viele unterschiedliche Zustände und die Zustände sind für jede Altersgruppe anders. In jedem Augenblick der Zeit finden in unserm Innern alle Arten von Veränderungen mit der Geschwindigkeit von Atomen, die sich in unserm Innern immer schneller drehen, statt. Diese Veränderungen geschehen unbewusst innerhalb unserer Verlangen.

Für etliche Milliarden dieser inneren Handlungen findet eine augenblicklich statt, wenn in unserm Innern eine „Zahl wechselt“, wie in einem Zählwerk mit vielen Zahnrädern, die sich drehen. Plötzlich springt das Zählwerk von „0″ auf „1″. Danach dreht sich im Innern wieder lange Zeit alles und dann springt die Zahl von „1″ auf „2″. Dies findet in uns genauso statt.

Darum müssen wir diesen Handlungen einige Zeit bewilligen, damit sie passieren. Das Gleiche geschieht normalerweise in unserem täglichen Leben: wir befinden uns oft in einem Zustand, der sich dahinschleppt, bis er plötzlich vorbei ist – ganz von selbst. Und wenn man sich in diesem Zustand befindet, weiß man, dass man sich verändern muss, doch man kann einfach nicht.

Dinge brauchen Zeit, um sich zu verändern. In der Zwischenzeit müssen wir handeln, wie ein „Ochse im Joch“, weil wir nicht genau sagen können, was mit uns passiert. Wir verstehen die Handlungen nicht, die geschehen.

Später wenn ein Mensch in die spirituelle Welt eintritt, beginnt er alles zu verstehen. Er erhält neue Verlangen des Gebens und durch diese kann er Milliarden Handlungen in einem Augenblick unterscheiden. Das wird einfach, wie die Handlungen mit seinem Körper.

Heute jedoch geschehen die gleichen Handlungen in unserm Innern unendlich schnell. Wir müssen geduldig sein und warten, was bedeutet, dass wir auf unserem Weg weitergehen müssen. Der gegenwärtige Zustand wird an einem Punkt zu Ende sein, die „Zahl wird umspringen“ und wir werden bereit sein, zu geben.
(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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