Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Weg'

Die Wahrheit liegt zwischen uns

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir wissen, dass wir auf dem richtigen Weg sind?

Meine Antwort: Wir können das nur anhand der Verbindung zwischen uns überprüfen. Die Lösung aller Probleme liegt dort, wo das Zerbrechen stattgefunden hat.

Es geht darum, ob wir uns der Korrektur dieses Zerbrechens nähern.

Wenn ich sehe, dass ich mich mit den spirituellen Funken der Freunde verbinde, dass wir von Tag zu Tag immer geschlossener werden, dass unsere Verlangen, die sich danach sehnen, die Eigenschaft des Gebens zwischen uns zu enthüllen, immer klarer werden und immer mehr miteinander verschmelzen, dann bedeutet das, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Hier ist wichtig, wie richtig ich mir selbst das Bild vorstelle. Die Forderung an die Freunde kommt erst später.

Als erstes überprüfe ich meine eigene Einstellung: ob ich die Lösung aller meiner Probleme, Überlegungen und Bitten dort, im Inneren, in unserer Einheit sehe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 20.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Der Hauptgedanke

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man

„das gemeinsame Gebet“ auf dem Kongress vollbringen? Welchen Gedanken und die Absicht bezüglich der Umgebung soll ich im Laufe des Kongresses festhalten?

Meine Antwort: Zum Kongress werden 7000 Menschen ankommen, eine kolossale Kraft! Wenn diese Menschen beginnen, sich zu verbinden, sowohl die Erfahrenen, als auch die Anfänger – wenn sie einfach in diesem Prozess sein wollen, dann genügt es vorerst.

Denn in der Spiritualität zählt die qualitative Kraft und nicht die quantitative. Wenn es einen Blindenführer gibt, welcher den Weg kennt, dann folgen ihm alle anderen, und er bringt sie zum Ziel.

Wir haben schon eine große und erfahrene Gruppe, die seit 15 Jahren studiert. Diese Menschen verstehen und wissen, was zu tun ist. Selbst wenn noch Tausende von Neulingen hinzukommen würden, spielt es keine Rolle, denn der Geist verbreitet sich von der Spitze der Pyramide.

Deshalb schließen sich alle an eine Richtung an und aus „vielen“ wird „Eins“: „wie ein Mensch mit einem Herz“. Aus der Erfahrung der vorigen Kongresse wissen wir, dass es auf diese Weise geschieht.

Jeder empfängt während des Kongresses verschiedene innere Eindrücke: manchmal möchte man weglaufen, manchmal zurückkommen. Diese Zustände bezeugt die Macht der inneren Arbeit, die Intensität der Korrekturen und der Klärungen, die der Mensch durchgeht.

Im Laufe dieser drei Tage erreicht man die Ergebnisse, die man nicht im Laufe des Jahres erreichen kann. Deshalb ist der Aufenthalt auf dem Kongress außerordentlich nützlich.

Jeden Tag gebe ich auf dem Kongress drei Vorlesungen, außerdem gibt es die Versammlungen der Freunde, die Seminare, die kulturellen Abende, die gemeinsame Mahle und andere Veranstaltungen.

Sie alle sind auf die Bildung einer Einheit gezielt: um den Schöpfer zu eröffnen, sollen wir uns in ein Ganzes verwandeln. Daraus wird klar, was die Regel „Liebe deinen Nächsten, wie sich selbst“ bedeutet.

Durch die Handlungen in solcher Richtung werden wir unbedingt etwas erreichen. Auch wenn die unendliche Verbindung vorerst nicht erreichbar ist, können wir ihren 125zigsten Teil, die niedrigste spirituelle Stufe erlangen.

Dann werden wir eben fühlen, dass zwischen uns das kleine Leuchten existiert, welches uns die Empfindung des Geisteslebens gibt. In dieser Empfindung leben wir über unserem Körper, nehmen das andere Gebiet, die andere Dimension im Vergleich zu unseren körperlichen Sinnesorganen wahr.

Das alles wird durch die Verbindung zwischen uns, durch das gemeinsame Gebet erreicht. „Das Gebet“ bedeutet, dass ich um die Fähigkeiten bitte, vielen Menschen geben zu können, um dadurch – den Schöpfer zu enthüllen.

Die Frage: In welchem Moment des Kongresses kann man solche Empfindung erwarten?

Meine Antwort: Es hängt von der Kongressvorbereitung ab. Wenn wir uns richtig vorbereiten werden – dann werden wir das Material und die Themen der Vorlesungen kennen, die Lieder mitsingen können, an der Zusammenstellung der Fragen teilnehmen, diese dann beantworten – dann wird uns nichts daran hindern, am Ende des ersten Tages die gegenseitige Verbindung und die höhere Kraft zu fühlen, die uns verbindet.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 11.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Konstante und die Variable in der Gleichung der Bürgschaft

Eine Frage, die ich erhielt: Kann ich durch die äußerlichen Erscheinungen durchdringen und an die Punkte in den Herzen der Freunde, an ihre innere Leere angeschlossen werden, die sie möglicherweise selbst noch nicht empfinden?

Meine Antwort: Ja! Beginnen sie die Kraft der Bürgschaft zu verwenden, denn das System ist schon vorhanden. Wenn es dem Menschen gelingt, es sogar für den Augenblick zu öffnen, ist es schon ein Erfolg!

Dasselbe System existiert zwischen uns und dem Schöpfer, aber es lässt nicht zu, an Ihn zu gelangen. Bei der Bitte zum Schöpfer haben wir keine Möglichkeit „des Rücklaufes“: inwiefern wir dieses System enthüllen werden.

Angenommen, ich habe es auf 10 % enthüllt, so führt kein Weg zurück, und ich kann nur vorwärts gehen, da der Schöpfer unveränderlich ist, und der Kontakt zu Ihm nur auf der konstanten Grundlage aufgebaut werden kann. Wenn ich das Maß auf 15 % erhöht habe, dann wird es zu meinem neuen Minimum.

Deshalb können wir zur Zeit die Bürgschaft nicht in Bezug auf den Schöpfer, sondern nur in Bezug auf die Gruppe „verwenden“, wo es keine Probleme mit den Auf- und Abstiegen gibt, wo wir nicht verpflichtet sind, im konstanten Zustand zu bleiben.

Dadurch unterscheidet sich das System der Seelen vom System des Schöpfers. Obwohl Er darin anwesend ist, kleidet Er sich jedoch in die Gruppe ein, und lässt uns vorerst zu, „unartig zu sein“, nach oben und nach unten zu springen, voran zu kommen. Und wenn wir die konstante Richtung, nur zu Ihm hinauf erreichen werden, dann wird Er uns geöffnet werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ „, 08.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Stößt man dich vom Weg herunter oder vorwärts an?

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man sich in der richtigen Absicht aufhalten, wenn die höhere Kraft uns darin absichtlich stört?

Meine Antwort: Die Höhere Kraft wirft uns aus der richtigen Absicht nicht hinaus, sondern gibt uns einen noch größeren Wunsch, den wir überwinden und korrigieren können.

Alles ist oben exakt berechnet, laut dem allgemeinen System: wie viel Bemühungen du schon angelegt hast, wie viel Kräfte du angesammelt hast – und in diesem Maß wird dir jetzt der zusätzliche Wunsch gegeben.

Und dir scheint es so zu sein, dass man dich vom Weg hinaus stoßen möchte. Aber man ermöglicht dir im Gegenteil dein Vorankommen!

Und du nimmst es in Form von Hindernissen wahr, weil du die spirituelle Arbeit nicht anstrebst. Wenn du an der spirituellen Arbeit interessiert sein würdest, würdest du dich über die Belastung darin freuen.

Alles hängt davon ab, wie du dich vorbereitet hast. Wenn du nach spiritueller Arbeit suchst und die Möglichkeit mehr in der spirituellen Arbeit zu sein als eine Belohnung ansiehst, dann empfindest du diese angebliche Abstiege aus der Spiritualitaet, nicht wie Abstiege. Denn du siehst, dass dies eine Möglichkeit des Aufstieges und des Erfolges ist.

Ich werde für dieses Beschweren des Herzens, wie für die Korrektur dankbar sein. Da gerade dadurch wird mir die Möglichkeit gegeben, meine Liebe zum Schöpfer zu zeigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 06.10.2010

Zum Kabbalalrnzentrum–>

Die Bonbons gehören nicht zu unserer Methode

Eine Frage, die ich erhielt: Brauchen wir einen Schirm, der uns erlaubt, die ganzen Genüsse, die für uns von dem Schöpfer vorbereitet wurden, loszuwerden?

Meine Antwort: Nein. Das Schöpfungsziel ist, zum Guten zu gelangen und zu genießen, es geht aber um uneingeschränkte Genüsse, die es in unserer Welt nicht gibt.

In dieser verschwindend dünnen Schicht der Realität bleiben wir „Tiere“, wir müssen jedoch zur Stufe Mensch aufsteigen, wo endlose Genüsse enthalten sind. Dann, indem wir das gebende Kli entfalten, werden wir ohne Einschränkungen genießen.

Das Ziel des Menschen besteht nicht darin, zu leiden. Wir müssen verstehen, dass wenn wir im Moment Leiden in unserer Welt verspüren, dann nur, damit diese uns zu den wahren Genüssen treiben.

Rabash führt als Beispiel einen Vater an, der seinen Sohn aus der Fabrik entlässt, damit er dort nicht sein Leben lang bleibt, sondern sich weiterentwickelt.

Wenn wir auf etwas Unangenehmes stoßen, merken wir nicht, dass wir dadurch wie kleine Kinder erzogen werden.

Es gibt keinen anderen Weg. Man darf sich nicht immer von Bonbons verlocken lassen, denn dann werden sie zu deinem einzigen Ziel.

Und ohne Bonbons entwickelt sich dein Verstand, du fängst an, die Situation einzuschätzen und dich in ihr zu orientieren.

Dank der Umgebung und der Korrekturmethode begreifst du jedes Mal, was mit dir geschieht, stimmst dem Unterrichtsplan zu und durchläufst ihn Schritt für Schritt freiwillig.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Es ist nicht nur das Spiel

Der Schöpfer verbirgt sich vor uns, denn andernfalls, werden wir aus der Selbstsucht niemals hinausgehen können. Wir wären auf unsere Verbindung mit Ihm rein egoistisch stolz.

Und deshalb hat Er uns diese Welt gegeben. Er sagt: „Lerne, sie zu lieben, was bedeutet, dass du Mich liebst! Dann werden wir uns verbinden, und es wird uns gut tun!

Du sollst wissen, dass Ich dir dieses Spiel gebe, damit du erkennst, dass in diesen Beziehungen mit anderen Menschen die riesigen Mittel für den Aufstieg verborgen sind!

Denn Ich bin ewig und vollkommen, und du kannst nicht zu mir heute mit einer Stimmung, und morgen mit einer anderen kommen.

Ich bin das Gesetz des absoluten Gebens, dem du heute nicht entsprichst. Deshalb hast du keine Möglichkeit Mir näher zu kommen, weshalb wir auch nicht zusammen sein können!

Du kannst also mit dieser Welt spielen. Ich habe sie so erschaffen, dass es dir scheint, als ob die Menschen sich ändern würden, wonach du dich auch änderst. Ich gebe dir aber die Freunde, die das gleiche Ziel anstreben und zu Mir kommen möchten.

Obwohl es nur das Spiel ist, können sie in dir den richtigen Wunsch erwecken. Du wirst mit ihnen spielen, und sie mit dir, und wenn du sie so organisierst, dass sie mich suchen, dann wird das bedeuten, dass du selbst auf dem Weg zu Mir bist.

Beginne, die Verbindung mit anderen zu korrigieren und die Nächstenliebe anzustreben – und du wirst plötzlich erkennen, dass sie der Liebe zum Schöpfer gleicht. Ich kann heute nicht selbst mit dir spielen. Aber ich habe für dich auf deinem Niveau die ganze Welt erschaffen! Alles nur für dich!“

Wenn ich die Welt auf diese Weise wahrnehme, dann verwandelt sie sich ins Mittel für die Erreichung des Schöpfers! Und andernfalls wird die Welt unabhängig von meiner Einstellung schlechter sein. Sie wird dennoch versuchen, mich in die Richtung des Schöpfers zu erwecken.

Aber, anstatt mein Freund zu sein und mit mir zusammen zum Schöpfer zu gehen, wird sie gegen mich gelten. Denn sie wird verpflichtet sein, mir zu öffnen, inwiefern ich mit dem Schöpfer nicht verbunden bin, und diese Welt dafür nicht verwenden will.

Das Leben wird mich schlagen, um mich zu erwecken und zu mir sagen: „Was machst du denn?! Beginne richtig zu leben!“

Deshalb sehen wir, dass alle Versuche, diese Welt auf dem materiellen Niveau zu korrigieren, sie nur schlechter machen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 07.10.2010

Kabbala Akademie

Womit beginnt die Gruppe?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet das uneigennützige Geben an den Nächsten? Was muss ich dem Freund geben, was losgelöst vom egoistischen Genuss wäre?

Meine Antwort: Du musst ihm nichts Materielles geben. In deinen Verlangen bietest du ihm deine Unterstützung an, damit er an das Vorankommen zum Schöpfer denkt. Genau das ist dein Geben.

Was können die Seelen einander geben, wenn sie getrennt sind? Sie können nur einander erwecken und einander Kraft spenden. Man braucht nicht die Taschen oder den Kühlschrank von dem Freund zu füllen. Nur eine richtige Verbindung ist nötig – und das höhere Licht wird alle Bedürfnisse stillen.

Versorge den Freund mit Lebensmut, Teilnahme, Freude am Ziel – das ist deine Pflicht. Ohne diese Verpflichtung und diesen Geist gibt es keine Gruppe.

Der Schöpfer hat es so arrangiert, dass wir uns alle an einem Ort – in einem spirituellen Raum, in einem für alle Freunde aus der ganzen Welt gemeinsamen Verlangen befinden. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir eine Gruppe sind.

Die Gruppe beginnt mit der Verpflichtung, einander zu erwecken. Dabei ist die Rede nicht von äußeren Handlungen, sondern vom inneren Verlangen, in dem wir verbunden sind. Jeder gibt einen gemeinsamen Impuls, die Überzeugtheit vom Weg, an die anderen weiter – das bedeutet Bürgschaft.

Wenn ich aber die Fähigkeit verliere, die anderen zu entflammen, dann bohre ich ein Loch in unser Boot. Und wenn ich müde bin und Erholung brauche? – Dann kannst du dich von den anderen nicht begeistern lassen, du bohrst unter dir ein Loch im gemeinsamen Boot und alle gehen unter.

Entweder beteiligst du dich an der Bürgschaft oder nicht. Auf diese Weise müssen wir unsere Reihen zusammenschweißen. Jeder Einzelne und alle gemeinsam müssen erkennen, wie wir immer mehr voneinander abhängen.

Das ist die praktische Arbeit: der Mensch überprüft Tag für Tag seine Forderung an die Verbindung mit der Gruppe. Genau auf diesen Punkt der gegenseitigen Abhängigkeit müssen wir all unsere Hoffnung setzen.

Das Boot kommt an seinem Bestimmungsort an, unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es keine Löcher hat, damit sich unter allen die Sicherheit an der Erreichung des Ziels, die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels breit macht. Denn es gibt nichts Wichtigeres, als uns zu verbinden und eine allgemeine Kraft des Gebens – den Schöpfer, das Licht – unter uns zu enthüllen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum –>

Die Stufen von Bina hochsteigen

Wenn wir uns über unseren Egoismus erheben und uns an die anderen mit den Banden der Liebe und des Gebens binden, durchlaufen wir nacheinander alle Stufen von Bina.

Die erste Phase von Bina ist „GaR de Bina“ – die Weigerung, den eigenen Egoismus zu benutzen, die Angst, zu nehmen, zu schaden, obwohl mir die Gelegenheit geboten wird, alles vollkommen ungestraft zu tun. So erhebe ich mich allmählich über meinen Egoismus.

Die zweite Phase von Bina ist „SaT de Bina“ – mir wird zu verstehen gegeben, dass alle von mir abhängen, und ich leide darunter, dass ich sie nicht erfüllen kann, wie geschrieben steht: „Mehr als das Kalb saugen will, will die Kuh säugen“.

Ich fange an, die Verlangen von den Anderen zu spüren und diese an mich anzuschließen – ich nehme die ganze Welt als ein Teil von mir selbst wahr.

Das ist jedoch kein Egoismus einer Mutter, die genießt, dass sie ihr Kind gefüttert hat – ich handle über dem Hass, der nicht verschwindet! Ich korrigiere jedes Mal meine Abstoßung dem Nächsten gegenüber.

Ich empfinde die Verlangen von den Anderen als mir fremd und verhasst und gleichzeitig fange ich dank dem Licht und der Kraft der Korrektur an, sie als meine eigenen wahrzunehmen. Alle Verbindungen entstehen nur mit Hilfe von anti-egoistischen Schirmen.

Und wenn ich beginne, an die Anderen zu geben, spüre ich die ganze Zeit, wie viel ich von mir nehme und an sie weitergebe, wie ich mich deswegen entleere – und wie ich allein deswegen erfüllt werde, dass ich sie erfülle!

Das sind Korrekturen über Korrekturen – der Weg zurück, nach oben, in die Welt der Unendlichkeit.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und die Liebe zu den Geschöpfen“ vom 03.10.2010

 

Ohne Auseinandersetzung – keine Erkenntnis

Auf dem spirituellen Weg muss man Anstrengungen machen, die einem unermüdlichen Kind eigen sind. Es läuft wie ein Besessener, sorgt für Unordnung, zerbricht und zerschlägt seine Sachen.

Anfangs mangelt es dem Kind an Gefühl, aber nachdem es mehrere Male ein Glas zerbrochen hat, wird es Zerbrechlichkeit fühlen lernen und kann später Glaeser fest in Händen halten. Nachdem es etwas auseinander genommen hat, lernt das Kind, wie man es wieder zusammensetzt.

Folglich müssen auch wir das Zerbrechen begreifen, das vor uns geschah, d.h. die Kräfte des Zerfalls erkennen. Andersfalls werden wir nicht verstehen, wie man alle einzelnen Seelen wieder zusammenführt.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 05.10.2010

Zum Kabbalernzentrum–>

Für den Wunsch gibt es keine Entfernungen

Eine Frage aus Ecuador: Was muss man machen, um sich während des Unterrichts mit der Bitte um die Korrektur der Gruppe zu verbinden?
Meine Antwort: Der Mensch soll sich bemühen, die Empfindung zu erreichen, dass er sich zusammen mit uns befindet. Es gibt keine Entfernung auf dem spirituellen Weg.
Es spielt also keine Rolle, ob man am Bildschirm seines Computers, in Israel, in Ecuador oder in unserem Hörsaal sitzt.
Alles hängt davon ab, wo sich das Herz des Menschen befindet. Man muss sich einfach bemühen, mit uns verbunden zu sein. Der Mensch befindet sich dort, wo sein Wunsch ist. Denn es gibt nichts außer dem Wunsch,und das äußerliche „Gewand“ wird nicht berücksichtigt.
Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>