Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Wahrheit'

Auf dem Weg zu einem weiteren Sommer mit Maske?

Die Sommerferien haben kaum begonnen, und schon gibt es Anzeichen dafür, dass sie bald zu Ende sein könnten, oder zumindest der spaßige Teil davon.

Covid-19 kehrt in großem Stil nach Israel zurück und droht diesen Sommer das zu tun, was er letzten Sommer getan hat, nämlich uns zu Hause zu halten, oder zumindest auf Distanz zueinander. Es scheint, als ob die Natur kein Erbarmen mit den Kindern hat, die nur den Sommer genießen wollen – ihre kurze Pause von einem traumatisierenden Schuljahr, das mit Einschränkungen gespickt war.

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Die Raketen entlarven den Mythos des Zusammenlebens

Das Gute an Krisen ist, dass sie die Wahrheit ans Licht bringen. Nach dem israelischen Unabhängigkeitskrieg blieben die Araber an vielen Orten in Israel und wurden israelische Staatsbürger. Im Laufe der Jahre schien es, als ob wir gelernt hätten, in friedlicher Koexistenz zusammenzuleben. Es war klar, dass es keine Liebe zwischen den beiden Bevölkerungsgruppen gibt, und dass die israelischen Araber mit den Palästinensern im Westjordanland sympathisierten.

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Wir sind gezwungen zu wachsen, trotz unserer Vernebelung durch die Medien

Noch bevor sich Covid-19 wie ein Flächenbrand über den Globus ausbreitete, standen wir vor einem Niedergang. Die Medien taten so, als gäbe es noch viele Leckerbissen zu entdecken, aber trotz dieser Vernebelung bewegten wir uns dennoch auf das Ende zu. Wir werden nicht glücklich sein, wenn wir auf einer Kolonie auf dem Mars leben; wir werden nicht glücklich sein, weil es einen neuen Präsidenten gibt; wir werden nicht glücklich sein, weil unser Auto elektrisch ist und unsere Energie aus erneuerbaren Quellen stammt, oder weil wir vegetarische Burger oder im Labor gezüchtetes Fleisch essen. Wir werden nur dann glücklich sein, wenn wir die Verantwortung für unser Leben übernehmen und aufhören, uns nur auf uns selbst zu konzentrieren.

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Nahezu jeder ist religiös

Wenn wir an Religion denken, denken wir normalerweise an Gebete, zeremonielle Gewänder, vielleicht duftenden Weihrauch oder Kerzen, die in dafür vorgesehenen Öffnungen in den Wänden brennen, und an die Lippen von Menschen, die sich leise bewegen, während sie zu ihrem Gott sprechen. Sie bitten um das, was sie brauchen; sie beten für sich selbst, für ihre Lieben, und sie glauben oder hoffen, dass Gott ihre Wünsche erfüllen wird. Sie haben Gott nie gesehen, nie mit Gott gesprochen, so wie wir miteinander sprechen, aber ihr Glaube ist dennoch unerschütterlich. In der Tat ist ihr Glaube alles, was sie besitzen. Religiöse Menschen tauschen den Beweis gegen den Glauben ein, das Sehen gegen das Glauben; sie handeln nach ihrem Glauben, als sei er eine bewiesene Tatsache.

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Weltglücksbericht – Wahrgenommenes Glück ist kein Glück

Laut dem neuesten World Happiness Report (WHR) sind die Finnen die glücklichsten Menschen der Welt, und die Menschen in Afghanistan sind am unglücklichsten. Auch die ersten vier Länder auf der Liste sind aus Nordeuropa, mit den Niederlanden auf Platz fünf. Das ist interessant, denn wenn diese Länder das beste Leben auf dem Planeten haben, warum werden sie dann nicht mit Einwanderern überflutet? Liegt es daran, dass Menschen aus armen Ländern in reichere Länder einwandern, als ersten Schritt in Richtung der Länder, die das glücklichste Leben bieten können? Wahrscheinlich nicht. Denn die glücklichsten Länder stehen auf der Beliebtheitsskala nicht so weit oben. Offenbar ist das, was den einen glücklich macht, nicht das, was den anderen glücklich macht. Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was wir als Glück wahrnehmen und dem, was Glück wirklich ist.

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Was diejenigen, die uns die Wahrheit sagen, wirklich wollen

Ein anonymer Student schrieb mir einen Brief, in dem er schrieb, dass er nicht anders kann, als den Menschen die Wahrheit zu sagen, er fühlt sich sogar schlecht, wenn er es für sich behält. Er fragte; wie er damit umgehen soll, was er dagegen tun soll.
Nun, zunächst einmal kennt er die Wahrheit nicht. Was er weiß, ist nur das, was sein Ego ihm sagt. Auch sein „Aufschrei“ kommt nicht wirklich aus der Tiefe des Herzens, sondern aus dem Ego; er will seine Meinung darüber, was wahr und was unwahr ist, anderen aufzwingen. Er denkt, er versteht die Situation der Menschen, was sie falsch machen und was sie richtig machen können, also will er ihnen sein Verständnis aufdrängen.

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Mehr Mythen entlarven – Satan und das Ende der Welt

Ein Student fragte mich, ob Satan existiert, und wenn er existiert, kann er besiegt werden oder wird er das Ende der Welt über uns bringen. Nun, Satan existiert, und er wird uns tatsächlich das Ende der Welt herbeiführen. Satan ist jedoch nicht das, was wir glauben, das er ist, und das Ende der Welt ist nicht das Ende unserer Existenz, sondern eher der Beginn eines viel besseren Lebens hier auf diesem Planeten.

Das Wort Satan kommt von dem hebräischen Wort soteh, was soviel wie Ablenken bedeutet. Satan ist in Wirklichkeit unser Egoismus, der uns vom Weg der Liebe und des Gebens ablenkt und uns gegeneinander ausspielt. Es ist die Stimme in uns, die uns sagt, dass alle gegen uns sind, dass wir unser ganzes Leben lang kämpfen müssen und dass wir sonst erdrückt werden, wenn wir es nicht tun. Und weil Satan in jedem einzelnen von uns sitzt und wir alle auf ihn hören, schafft er eine Welt, in der wir alle gegeneinander sind, einander misstrauen, einander hassen und über allen stehen wollen, um das Gefühl zu haben, dass wir die Besten sind, und um zu verhindern, dass andere auf uns herumtrampeln.

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Ich denke, also bin ich

„Ich denke, also bin ich“, sagte der französische Philosoph René Descartes, und er hatte Recht. Wir leben in der Welt der Gedanken. Tatsächlich ist unsere ganze Welt ein Gedanke, und unsere Wahrnehmung dieser Welt verändert und entwickelt sich ständig weiter. So wie sich unsere Wahrnehmung verändert, so verändert sich auch unsere Welt. Wir sind uns dessen vielleicht nicht bewusst, aber wir können unsere Gedanken kontrollieren und auf diese Weise die Art von Welt bestimmen, in der wir leben wollen.

Obwohl unsere Gedanken sozusagen von selbst in unseren Verstand zu kommen scheinen, sind sie in Wirklichkeit ein Produkt unserer Umwelt. Wir nehmen Ideen und Gedanken von Menschen um uns herum auf, von sozialen Medien und von jeder Interaktion, die wir mit Menschen haben, ob real oder virtuell. Wenn die Ströme, die unsere Gedanken erzeugen, Positivität projizieren würden, würden wir zu positiven Menschen werden. Da sie gegenwärtig Negativität und Missgunst gegenüber anderen projizieren und die Konzentration auf uns selbst fördern, tun wir genau das und denken am Ende, dass die ganze Welt so egoistisch und gemein ist, wie es die Quellen darstellen.

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Gibt es im Zeitalter der „Fake News“ noch Wahrheit?

Können wir in einer Zeit, in der jeder Fernsehsender, jede Nachrichtenwebsite und jede Zeitung eine politische Agenda hat, von irgendjemandem erwarten, dass er die Wahrheit sagt? Sogar die sozialen Medien sind von Voreingenommenheit geplagt, was können wir also von den Mainstream-Nachrichtensendern erwarten?

Noch schlimmer ist, dass viele Menschen, die sich bewusst sind, dass die Mainstream-Medien die Nachrichten so neigen, dass sie zu ihrer politischen Agenda passen, sich alternativen Nachrichtenquellen wie persönlichen Blogs und Twitter-Accounts und anderen weniger bekannten Social-Media-Sites zuwenden. Diese Quellen veröffentlichen oft ungeprüfte Informationen. Infolgedessen sind Gerüchte und Fehlinformationen im ganzen World Wide Web im Überfluss vorhanden. Was kann also jemand tun, der die Wahrheit über etwas Wichtiges wissen will? Eigentlich nicht viel. Was die Medien anbelangt, so handelt es sich bereits um einen kriegsähnlichen Zustand, und man kann einfach nicht wissen, was wirklich vor sich geht. Das Einzige, dessen wir uns sicher sein können, ist, dass gefälschte Nachrichten keine Ausnahme mehr sind.

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Der Weg durch das zerbrochene Herz

Mit unser ganzen Kraft versuchen wir, zumindest eine Art praktischer Handlung des Gebens durchzuführen, um unsere Umgebung als gebend und perfekt zu sehen. Wir verlangen danach, uns selbst vor der Umgebung zu erniedrigen und die Freunde als die Größten Menschen der Generation zu betrachten, sodass wir durch sie die Möglichkeit erhalten, zum Schöpfer zu gelangen. Doch je mehr wir das versuchen, umso mehr enthüllen wir, dass wir das nur in egoistischer Weise wollen, um auf Kosten der anderen zu profitieren und jeden für uns selbst auszunutzen.

Diese Möglichkeiten werden einem Menschen ständig enthüllt und er sieht, dass er sie sofort erkennt und die Gesellschaft für seine eigenen Zwecke ausnutzen möchte. Das sind die besten Augenblicke – Offenbarungen der Wahrheit. Und wenn ein Mensch willig ist, sie zu erheben und voranzuschreiten, ohne in ihnen herum zu schwirren, sondern weiter in Richtung Geben an die Gesellschaft voranzugehen, dann wird er sein Verlangen immer mehr enthüllen.

Er wird erkennen, dass, egal wie sehr er versucht, um des Gebens Willen zu handeln, der Gesellschaft zu geben und den Schöpfer durch andere zu enthüllen, um Ihm zu geben – als Reaktion auf alle seine Versuche enthüllt er ständig Gedanken des „zerbrochenen Egoismus“ und gegensätzliche Absichten, d.h. Symptome des zerbrochenen Herzens.

Nur in dem Maße, indem ein Mensch zum Geben und zur Heiligkeit strebt, enthüllt er den Ausdruck der unreinen Kraft, die über ihn herrscht. Und man kann diesbezüglich nichts tun, denn wir brauchen diese Enthüllung. Wenn einem Menschen der Egoismus so stark enthüllt wird, sodass er ihn hasst und nicht darin verbleiben möchte, ist dies ein Gebet.

Danach ist es nicht länger nötig um etwas anderes zu bitten. Wenn jemand es tut, werden das unechte Bitten sein. Ein Gebet ist die Empfindung im Herzen. Wenn ein Mensch fühlt, wie sehr er durch seine egoistischen Triebe leidet, die ihn davon abhalten, die Mittel anzuwenden, die ihn zum Geben an den Schöpfer gebracht hätten, ist das schon genug. Dadurch kommt er dem Schöpfer schon näher.

Es stellt sich heraus, dass alles umgedreht ist! Er ist dem Schöpfer am nächsten, wenn er enthüllt, wie zerbrochen und sein Herz dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Daraus folgt, dass wir verstehen sollten, dass unsere Arbeit das Gegenteil der Arbeit eines religiösen Menschen ist, der sich als perfekt, inspiriert und erhoben fühlt. In der Kabbala ist alles entgegengesetzt: der Weg zum Schöper geht durch das zerbrochene Herz, welches genau der Zeitpunkt ist, wenn wir enthüllen, wie sehr wir Ihm entgegengesetzt sind. Und aus genau diesem tiefen Abstieg, zum Schöpfer schreiend, enthüllen wir, dass wir einen Punkt des Kontaktes mit Ihm haben.

Daher kommen Freude und Verzweiflung zur gleichen Zeit, unterstützen einander und vereinen sich. Das ist dann, wenn der Schöpfer als Folge der Vereinigung dieser beiden Gegensätze zu Einem enthüllt wird.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 9.03.2011

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