Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Vorhaben'

Die Kunst, sich zu annullieren

Frage: Wie kann ich prüfen, inwieweit ich mich annulliere?

Meine Antwort: Die Selbstannullierung kann innerlich und äußerlich sein. Und ich muss mich selbst überprüfen, ob ich meinen Egoismus nur äußerlich annullieren kann, d.h. ob ich bereit bin, dem anderen entgegen zukommen, zu helfen, das zu tun, was er sagt, obwohl ich es anders machen würde.

Das wird als äußere Selbstannullierung bezeichnet, wenn ich mein inneres Verlangen, meinen eigenen Verstand und die Sicht der Situation stoppe und zurückhalte und das tue, was der andere sagt – wie ein treuer Diener, der die Wünsche seines Herrn erfüllt. Obwohl er es selbst anders, vielleicht sogar hundertmal besser machen würde, annulliert er sein Verlangen vor dem Verlangen des Herrn. Diese Selbstannullierung betrifft jedoch nur die Handlung selbst – er führt einfach den Befehl aus, wie beim Militär.

Es gibt jedoch eine noch höhere Stufe, wenn du dich auch innerlich, im Verstand, annullierst und den fremden Verstand höher als deinen eigenen annimmst. Das heißt, du hältst seine Gedanken und Entscheidungen für besser und richtiger als deine eigenen. Und das – nachdem du sie überprüft und deine Berechnungen mit seinen verglichen und gesehen hast, dass er unrecht hat und viel schlimmer in seinen Berechnungen und Vorhaben ist, als du es bist. Doch du nimmst seine Entscheidungen an, weil sie für dich am wichtigsten sind. Du schätzt ihn mehr als dich selbst und wählst bewusst seine Entscheidungen.

Denn du verstehst, dass du deine Berechnungen in deinem Egoismus durchgeführt hast. Deshalb entscheidest du nach all dem, dass er wichtiger ist, und nimmst seine Entscheidungen durch den Glauben über dem Verstand an. Von nun an dienen seine Verlangen, Berechnungen und Handlungen als Beispiel für dich, und du schließt dich ihnen mit Herz und Seele an.

Du hast keine Beweise dafür, keine Unterstützung, doch du machst es so, weil, nachdem du dich auf diese Weise an die Gruppe, an den Freund, an den Lehrer angeheftet hast, du ein Verlangen erhältst, an dem du um des Gebens willen arbeiten kannst. Du wirst bereits sowohl über das Verlangen zu geben als auch über die Handlung und über den Gedanken verfügen.

Doch das alles bezieht sich nicht auf unsere Verbreitungsarbeit – sie muss ein für alle Mal vollkommen von der Arbeit in der Gruppe getrennt werden. Verbreitung ist mit der Arbeit in einem Betrieb zu vergleichen und hat nichts mit der inneren Arbeit zu tun.

Als ich an der Seite meines Lehrers Rabash war, habe ich ihm oft Ratschläge gegeben, die das normale Leben betrafen: wohin und wie wir fahren sollten. In einem solchen Fall unterhalten wir uns wie zwei normale Menschen, die eine einfache, alltägliche Handlung besprechen. Wenn aber die Rede von der Selbstannullierung ist, dann ist die Anordnung auf den spirituellen Stufen und die Einstellung dieser gegenüber gemeint.

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Eine Atacke im Stillen

Frage: Nach den Empfindungen der letzten Tage, treten wir in den nächsten Zustand nach dem Kongress ein und sind bereits im Stande eine neue Attacke durchzuführen. In naher Zukunft planen wir, uns innerlich zu konzentrieren, und uns im Stillen zusammen zu vereinigen; wir wünschen uns in das Bild der spirituellen Realität einzutreten. Ihre Empfehlung: Was soll zum Fokus unserer Bemühungen werden?

Meine Antwort: Es gibt den aktuellen und den gewünschten Zustand – und den Übergang zwischen ihnen, den wir durchgehen sollen.

Die Mittel für den Übergang aus dem einen Zustand in einen anderen Zustand können solche sein wie ein Kongress: das Zusammenbringen unserer Bemühungen, Hoffnungen, Kräfte, Freude, Handlungen, Aktivitäten, alles zusammen, d.h. wenn wir alle unsere Bemühungen auf diese wenige Tage konzentrieren und non-stop versuchen sie zu realisieren.

Und es gibt noch andere Mittel, mit deren Hilfe wir von einem Zustand in den nächsten übergehen können. Die Kabbalisten haben sie überwiegend für eine mehr innerliche Konzentration benutzt, die sie erreicht haben, indem sie die äußerlichen Handlungen lediglich dazu vollbracht haben, um alles in innerlichen Handlungen zu konzentrieren.

Und das heißt, sie haben sich versammelt, alle äußerlichen Bedingungen haben sie bereits vorbereitet, damit sie nicht stören, und sie eher, umgekehrt in der Konzentration unterstützen: z.Bsp.in einer Höhle, an einem abgesonderten, ruhigen Ort, abseits von möglichen Ablenkungen, in einem speziellen Zustand, am Tag oder in der Nacht, welcher ebenfalls auf den Menschen Auswirkungen hat. Kurz gesprochen: sie haben alles arrangiert, damit Freunde es schaffen sich innerlich zu verbinden, mithilfe von inneren, meist spiritullen Bemühungen.

Selbstverständlich, sollen wir ebenfalls solche Handlungen vornehmen. Aber dafür benötigen wir eine Vorbereitung und das Bewusstsein der Wichtigkeit dieses Vorhabens, dass nicht etwas Langweiliges oder Nutzloses, was keine Erfüllung gibt, entsteht.

Jeder soll es verstehen, dass der Fortschritt nur durch Bemühungen zustande kommt, dass „Münze zu Münze sich zu einem großen Kapital sammelt“, und, dass in der Summe dieser Bemühungen,, in Bestrebungen sie an einem Ort, in einem Kli/Gefäß zusammenzubringen, wir jene gemeinsame Kraft erreichen, die Schrei genannt wird, eine Forderung – und dann öffnen sich uns die Tore.

Wir hatten in Israel und der Welt eine große Vorbereitung während des Kongresses durchgeführt, und jetzt sollen wir eine etwas entgegengesetzte Handlungen vollbringen – in einer mehr inneren Konzentration. In Bescheidenheit strengen wir uns an es zu tun. Wie weit es uns helfen wird hängt von uns ab.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar 22.12.2011

Der Abend des 8. Dezember

Frage: Es ist gesagt, dass das Ende einer Handlung in ihrem ursprünglichen Vorhaben liegt. Können Sie uns das Bild des letzten Tages des Kongresses zeichnen? Das vollkommene, absolute Bild. Mit Machsom.

Meine Antwort: ARVUT. Mehr kann ich nicht dazu sagen.

Es ist die Bürgschaft, die zwischen uns vollständig realisiert wird, wenn wir zwischen uns das System der Wechselbeziehung zwischen den Seelen enthüllen werden. Dieses System ist bereits in uns enthalten, man muss es nur offenbaren. Es wird genügen, um auf die erste spirituelle Stufe aufzusteigen und das Licht an die Welt weiterzugeben. Dank diesem Licht werden auch die Menschen beginnen, untereinander die Fäden der Wechselbeziehung zu offenbaren, und dadurch werden wir die ganze Welt heilen. Die Menschheit wird ihren mühsamen, tiefen Fall unterbrechen und wird sofort erkennen, dass es eine Lösung gibt.

Denn in Wirklichkeit gewährt jetzige Krise eine einzigartige Möglichkeit für den Aufstieg, und die Menschen werden das sofort fühlen. In ihnen wird das System der allgemeinen Wechselbeziehung offenbart, und sie werden verstehen, wo der Ausgang liegt und wofür das alles geschieht.

Ich hoffe sehr, dass es auf diese Weise geschehen wird. Wir sollen nur unsere Absicht vorbereiten – wir wollen das alles realisieren, um mit der Höheren Kraft zu verschmelzen, um an den Gastgeber das Wohlergehen zurückzugeben, das Er sich wünscht, uns zu geben.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 01.12.2011

Sich in der Unendlichkeit enthüllen

Frage: Im Artikel „Der Frieden in der Welt“ schreibt Baal HaSulam, dass „wir in der Wirklichkeit das Geben an den Nächsten uneigennützig vollziehen“. Was soll das bedeuten?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, in einem wunderbaren System. Wir befinden uns in der Eigenschaft des Gebens, alle Seelen sind vollständig korrigiert und mit dem ganzen Licht ausgefüllt. Das Ende der Handlung ist im ursprünglichen Vorhaben festgelegt. Wir sind mit dem Schöpfer vereint und nichts kann uns von Ihm trennen. Er und Sein Name sind Eins.

Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit. Aber um sich dieses Zustandes bewusst zu werden, um in diesem Zustand zu existieren, ihn zu beherrschen, ihn in seiner ganzen Tiefe zu verstehen und die dahinter stehende Kraft zu fühlen, ist das Verständnis und das Begreifen aller seinen Details notwendig.

Deshalb finden wir uns in einem ganz anderen Zustand wieder und beginnen, uns aus diesem Zustand zu entwickeln. Ebenso wie das Kleinkind nicht weiß, wo es sich befindet, was um ihn herum geschieht und wer für ihn sorgt. Aber allmählich wächst es, bis es groß wird.

Wir halten uns schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit auf, aber nicht in unseren Empfindungen. Und unsere ganze Arbeit besteht darin, in die wahrhafte Realität zurückzukehren: den schon existierenden vollkommenen Zustand zu offenbaren. Es ist die Offenbarung des Schöpfers seinen Geschöpfen gegenüber.

Ich enthülle das, was es schon gibt. Alles hängt nur von mir ab. Deshalb sagt Baal HaSulam, dass es sich um nichts mehr, als um die psychologische Arbeit handelt. Infolge der inneren Veränderungen enthüllen wir den wahren Zustand, in dem wir uns von schon immer befinden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 25.10.2011

Die Funken des Lichts, welche die Welt beleben

Frage: Wofür war diese riesige Bewegung in den Welten notwendig (alle Welten haben sich zusammen mit Adam Rischon am Abend des sechsten Tages der Schöpfung erhoben), wenn Adam danach gesündigt hat und noch tiefer gefallen ist (unterhalb des Niveaus seiner Entstehung)?

Meine Antwort: Nach der Versündigung des Ersten Menschen, Adam Rischon, sind alle Welten auf jene Stufe herab gefallen, auf der sie sich jetzt befinden und wo sie früher in der Welt Nekudim waren. Aber infolge dieser Auf- und Abstiege wurde die Welt erschaffen, in der sich heute die Seelen befinden. Somit waren die Seelen in die Welt, in die Umgebung gebracht, dank welcher sie existieren können.

Die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen der Welten (die Welten Brija, Jezira, Assija) gewährleisten die Existenz der Seelen auf „der tierischen“ Stufe, unterstützen die Bedingungen, die für das Leben notwendig sind. Und der lebendige Mensch (in unserer Welt) kann schon die Existenz der Seele – die menschlichen Stufe erreichen, um sein unbelebtes, pflanzliches und tierisches Niveau zu ergänzen. Hierfür müssen die Seelen beginnen, sich zu vereinigen und untereinander das Netz der Verbindung aufzubauen.

Anfangs steigen die Welten ohne eigene Teilnahme des Menschen hinauf, entsprechend dem vorgegebenen Programm der Schöpfung. Es existiert also das Programm „Beito“ (in der Zeit), das wie eine Uhr tickt und schrittweise mit der Bewegung des Zeigers realisiert wird. Wenn du willst, dann kannst du dieses Programm beschleunigen, damit die Uhr schneller tickt. Hierfür sind viele zusätzliche Kräfte notwendig. „Das Ende der Handlung ist schon im Anfangsvorhaben eingeschlossen“, und alles bewegt sich entsprechend diesem Programm der Schöpfung, das den Menschen zu seiner Wurzel zurückführt.

Die Welt Azilut ist Galgalta we-Ejnaim (GE). Wenn ich diese GE in die „Osen“ von ACHaP hineinführe, dann entsteht folglich die Welt Brija. Die Welt Azilut innerhalb „Chotem“ ist die Welt Jezira, und innerhalb „Pe„- die Welt Assija. Daraus folgt, dass die Welten BJА (Brija, Jezira, Assija) ein Abdruck der Welt Azilut innerhalb „Osen-Chotem-Pe„(innerhalb ACHaP) darstellen. Sie stellen also den Einschluss der Eigenschaften Bina in Malchut dar. Auf diese Weise waren die Welten Brija, Jezira, Assija, die passende Umgebung für den Menschen, für Adam Rischon geschaffen.

Jetzt befindet sich der Mensch innerhalb des Wunsches zu genießen, in welchem es unterschiedliche Eigenschaften des Gebens, die Eigenschaften des Lebens gibt. Diese Eigenschaften des Lebens verfügen über keine Freiheit der Wahl und stellen die unbelebte, pflanzliche und tierische Niveaus dar. Deshalb gibt es in unserer Welt die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen der Natur, die um den Menschen herum existieren und für ihn sein Lebensumfeld erschaffen.

Wir leben also dank der Welt Azilut, dank den Eigenschaften des Schöpfers, die neben uns innerhalb der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur existieren! Wenn ich aber nicht nur auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau existieren möchte, sondern auch eine menschliche Stufe – die Welt Azilut anstrebe, dann ist es meine Arbeit, dorthin zu steigen.

Folglich sammle ich innerhalb der Welten BJA das Wissen über das Innenleben (über das System dieser Welten): über die Eigenschaften des Gebens (GE ), die in die Eigenschaften des Empfangens (АCHaP) eingeschlossen sind. Ich will mich an die Kraft dieser Eigenschaften des Gebens (GE) anschließen, und äußere meinen Wunsch indem ich die zerbrochenen Scherben verbinden will, um sie folglich in die Welt Azilut zu erheben.

Aber ich erhebe in die Welt Azilut nicht die zerbrochenen Teile des Verlangens zu genießen, sondern die Scherben des Gebens, die Punkte im Herzen. Ich sammle die Punkte im Herzen, die Funken des Verlangens zu geben, die voneinander durch die Anwesenheit des Verlangens zu empfangen (ACHaP) abgetrennt sind. Und ich will, dass das Licht kommt und gerade mit Hilfe meines Verlangens zu genießen die Punkte im Herzen verbindet. Dann werden sie die gegenseitige Arbeit mit ACHaP beginnen, was auch bedeuten wird, dass ich АCHaP in GE erhebe.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ (Pticha), 16.10.2011

Kabbalisten über die Wahrnehmung der Realität, Teil 4

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

Alles ist im Voraus vorbereitet

Kaum ist das Vorhaben der Schöpfung entstanden, wurde mit dieser Handlung das gesamte Geschöpf vollendet. Denn für den Schöpfer ist die Handlung nicht so erforderlich wie für uns. Im gleichen Augenblick mit dem Vorhaben sind die Seelen und die Welten in ihrer endlichen Vollkommenheit erschienen.

Diese Vollkommenheit werden sie als Ergebnis der Korrektur erreichen, wenn sie „das Verlangen zu empfangen “ in „das Verlangen zu geben“ umwandeln. Dann werden sie die vollkommene Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreichen.

In der Ewigkeit des Schöpfers existieren die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft gleichzeitig. Aus diesem Grund gibt es da keinen unkorrigierten Wunsch, der vom Schöpfer abgetrennt wurde. Es gibt nur die Ähnlichkeit der Eigenschaften, die in uns am Ende unserer Korrektur erscheinen werden, aber in der Ewigkeit des Schöpfers schon ursprünglich existieren.

Baal HaSulam. Das Vorwort zum Buch „Sohar“. Punkt 13

Die Absicht – ist der vollendete Handlungsplan

Frage: Was bedeutet die „Absicht“?

Meine Antwort: Angenommen, der Wunsch befindet sich in einem Zustand, strebt aber einen anderen Zustand an. Hierfür muss er die Handlung hervorrufen, die ihn aus dem Anfangszustand in den neuen Zustand hineinführen wird.

Der ganze Plan dieser Handlung besteht darin: genau zu erkennen, wo ich mich momentan befinde, und wo ich mich später sehen will, sowie mit Hilfe welcher Handlungen und Kräfte, ich aus einem Zustand in den andern Zustand übergehen kann – genau dieses Programm heißt „die Absicht“ oder das Vorhaben.

Somit ist „das Schöpfungsvorhaben“ das vollkommene Programm, welches bestimmt, wie man beginnt und wo man endet, was für Schritte man auf dem Wege machen muss, welche Materialien, Kräfte und Mitteln zu verwenden sind, um das Anfangsvorhaben zu verwirklichen. Wie es gesagt ist: „Das Ergebnis der Handlung liegt im ursprünglichen Vorhaben“.

Das alles existiert in der Absicht im Potential, und realisiert sich später in der Praxis.

Das heißt, die Absicht ist nur dann vorhanden, wenn ich meinen laufenden Zustand gut erkenne und genau weiß, was ich folglich erreichen will. Die übliche Fragen sind: „Welche Absichten hast du? Was willst du erreichen? Wie gehst du vor?“

Die Absicht ist somit ein Ausdruck unseres Bedürfnisses der Veränderung, die wir schon einplanen, verstehen, empfinden, verwirklichen, und vollenden.

Die Handlung selbst wird mittels der Kraft des Lichtes vollbracht, und hat deshalb mit der Schöpfung nichts Gemeinsames. Die Schöpfung hat dagegen die Absicht: ob sie sich gut erforscht hat, ob sie den Schöpfer enthüllt hat, wie sie den Schöpfer zwingt, eine beliebige Handlung zu machen. Der Mensch muss also möglichst viel wissen.

Jedes Mal, wenn ich erwachsen werde, und die Stufen der Treppe erklimme, steigen gleichzeitig meine Ansprüche gegenüber dem Schöpfer an, wodurch alle Details Seiner Handlungen bestimmt werden. Ich weiß schon, wie Er handeln und auch mich beeinflussen wird. Ich erkenne in allen Details und Einzelheiten, welches Programm in meinem Inneren, in meinem „Körper“ (in den Wünschen) geschehen wird. Aus eigener Erfahrung begreife ich Ihn und Seine Handlungen.

Im Endeffekt erkenne ich solche Einzelheiten, dass ich Sein Programm an Seiner Stelle verwalten kann – ich verstehe dieses Programm, jedes seiner Elemente, alle Mittel, bis zu den winzigsten Details. Wenn ich das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) erreiche, dann erkenne ich Seinen Plan vom Anfang und bis zum Ende, kenne alle Schritte – sowohl von Seiner Seite, als auch meinerseits. Das bedeutet, dass ich die vollendete Absicht erworben habe.

Das Licht wirkt immer ein. Aber wie wirkt Es ein, und wie kann ich Es dazu bringen, mich zu verändern – das alles ist schon die Arbeit des Menschen, welcher den Schöpfer, die Beziehung zwischen dem Licht und dem Wunsch erkennen muss.

Auszug aus dem Unterricht über „die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 03.05.2011

„Es ist schwierig, Gott zu sein“

Eine Frage, die ich erhielt: Das Vorhaben der Schöpfung ist grandios, und ich bin dieser kleine einfache Mensch, hat mein Gedanke auch eine Bedeutung?

Meine Antwort: Du weißt einfach nicht, wer du bist, weshalb du auch denkst, dass du klein bist und niemanden beeinflussen kannst.

Aber wenn du beginnen wirst, die spirituelle Treppe hinaufzusteigen, dann wirst du sofort entdecken, dass du eine Möglichkeit hast, das ganze Vorhaben der Schöpfung anstelle des Schöpfers zu übernehmen, und sich gegenüber dem ganzen Geschöpf so zu verhalten, als ob du Er wärst.

Sieben Milliarden Menschen, die unendliche Anzahl der Sterne und der kosmischen Objekte, Flora und Fauna und der eine Schöpfer! Du willst an Seiner Stelle sein und sich zu allen genauso wie Er zu verhalten? Bitte! Wenn du bereit bist, Ihn zu ersetzen, dann hast du diese Möglichkeit. Das heißt eben mit Ihm zu verschmelzen, Ihm gleich zu werden. Das heißt es, ein Mensch zu werden.

Deshalb sagen wir, dass der Schöpfer sich mit dem Guten und der Liebe zu den Geschöpfen verhält, und wenn ich wie Er sein möchte, dann soll ich mich genauso wie Er gegenüber den Geschöpfen verhalten.

Deshalb existiert das Gesetz – „Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst“. Wenn ich mich gegenüber meinem Nächsten mit der Liebe verhalte, dann gleiche ich mich an den Schöpfer an, befinde mich in der Verschmelzung mit Ihm. Dann erfülle ich dieselbe Handlung, die Er bezüglich der anderen Menschen erfüllt.

Aus dem Programm „Kabbala für die Anfänger“, 21.10.2010

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Was ist die Linke Linie?

Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbalisten verbieten es, die Linke Linie in der Beziehung zu den Freunden einzusetzen. Was ist die Linke Linie?

Meine Antwort: Die Linke Linie ist mein egoistischer Wunsch, der nur auf das Erhalten, auf den Genuss gerichtet ist.

Er regt mich „falsch“ an – und darin ist seine Hilfe. Wenn ich verstehe, wie man damit arbeiten kann, dann öffne ich in der Linken Linie „die Hilfe, die mir entgegen kommt“.

Denn sie dreht mich immer um, stößt mich voran, und wenn ich mich darauf die ganze Zeit ausrichte, wenn ich also gegen ihre Fallen empfindlicher werde und ihr Vorhaben als verdächtig betrachte, dann hilft mir diese Selbstanalyse, mit dem Licht zusammengezogen zu werden.

Im Endeffekt, mit Hilfe der Kraft des Erhaltens und der Kraft des Gebens erhebe ich mich über den Wunsch, über den sich anbietenden Gedanken und die Handlungen – um sie von der Seite her anzuschauen.

Solange der Mensch in seinen Wunsch vertieft wird, bleibt er auf der tierischen Stufe und ist der Natur untergeordnet. Denn wir sprechen über die Schritte, die über der Natur über dem Wissen unternommen werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 05.10.2010

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Programm der Schöpfung

Das Ziel der Schöpfung zu erfüllen, bedeutet ähnlich und gleich dem Schöpfer zu werden. Das ist das Vorhaben des Schöpfers bezüglich der Schöpfungen, weil dieser Zustand der beste ist. Um Ihm gleich zu werden, müssen wir jedoch zuerst einen Wunsch erwerben, der Ihm ähnlich ist.

Der Schöpfer hatte einen Punkt im Wunsch geschaffen, und nun füllt Er ihn mit seiner Beziehung, mit dem Licht, mit allen Genüssen und mit seiner Liebe zur Schöpfung.

Er zeigt zwei seiner Beziehungen zur Schöpfung – das Licht der Chochma und das Licht der Chassadim. Dadurch wird der Wunsch so riesig wie die Welt der Unendlichkeit.

Aber wir müssen zu diesem Wunsch noch unsere Rückbeziehung zum Schöpfer ergänzen. Deswegen setzt der Schöpfer in dem geschaffenen Wunsch den Punkt des Gebens ein, und wir entwickeln mit unseren Bemühungen diesen Punkt und die Beziehung zu Ihm bis zum Grad seiner Beziehung zu uns (um 620 Mal).

Es ist unmöglich, sich auf einmal zu ändern. Man ändert sich stufenweise durch kleine Änderungen. Der Weg besteht aus den Abstiegen und den Aufstiegen.

Weil einerseits die Schöpfung leer und Füllung wünschend bleiben soll und andererseits über diesem leeren Wunsch sein muss. Die Schöpfung soll sich an den Schöpfer haften und dem Schöpfer ähnlich werden. Es werden deswegen in der Schöpfung zwei entgegengesetzte Zustände kombiniert.

Es gibt zwei Lichter – Or Yashar und Or Choser. Der Schöpfer will, dass wir uns im Or Choser zu Ihm ebenso verhalten, wie Er zu uns mit seinem Or Yashar, damit wir so wie Er werden.

Zu geben ist jedoch sein Wunsch, seine Natur und für uns ist das die Absicht zu geben, um (für Ihn) zu empfangen.
Und deshalb können wir mit Ihm ungleich nach unseren Wünschen sein, aber gleich und ähnlich mit Ihm nach unseren Absichten des Gebens und der Liebe.

Wenn ich mich an Ihn wende, dann bin ich Ihm ungleich. Aber wenn ich mich an Ihn mit meinen Absichten wende, dann bin ich wie Er.

Von daher falle ich die ganze Zeit in meiner Beziehung mit Ihm (nach der Ungleichheit in unseren Wünschen) und steige nach der Ähnlichkeit der Absichten hinauf. Wenn bei mir der Wunsch steigt, dann werde ich dem Schöpfer entgegengesetzt und wenn ich meinen Wunsch zu empfangen mit Hilfe der Absicht zu geben korrigiere, dann werde ich dem Schöpfer ähnlich.

Und so „schwinge“ ich zwischen diesen beiden Polen und die Hauptsache ist, dass mein „Ich“ in der Mittleren Linie bleibt. Man soll von dem Wunsch zu empfangen maximum erwerben und ihn an der Absicht zu geben anschliessen. So schafft man die Mittlere Linie, in der man empfängt, um Ihm zurückzugeben. Man sollte sich an Ihn haften.

Wenn es mir unwichtig ist, wie ich mich fühle, gut oder schlecht, aber es wichtig ist, dass ich mit der Absicht, dem Schöpfer ähnlich zu werden, bleibe, dann bedeutet das, dass ich in der Mittleren Linie bin.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 07.07.2010

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