Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'vollkommen'

Beschleunigung der spirituellen Reifung

Frage: Der berühmte Biologe Robert Sapolski sagte: „ Verändere ein von zehntausend Gene und es wird dramatische Veränderungen in der Persönlichkeit geben“.

Wie wirkt sich die Entwicklung der Seele, am Beispiel eines Zehners auf das gesamte System aus?

Antwort: Wir können die Entwicklung der Seelen im gesamten Systems, beeinflussen und sie in den Zustand „Adam“ -aus dem Wort „Dome“ (wie der Schöpfer), versetzen.

Wenn wir das aus eigener Kraft heraus schaffen, werden wir schneller vorankommen. Wir kommen nicht schneller unter den erzwungenen Schlägen der Natur voran, die man als Stock des Glücks bezeichnet, sondern nur wenn wir uns beeilen, selbst zum Ziel zu kommen.

Das ist die einzige Möglichkeit unsere Entwicklung zu beschleunigen. Wir kommen so von dem Stock, der uns von hintern schlägt los. Es ist wie bei einem Kind das lernen möchte und dabei nicht gezwungen werden sollte.

Unser Endzustand ist bereits vollkommen, wir sind schon darin, spüren es aber noch nicht. Wir müssen den ganzen Weg zurücklegen, um gewisse Zustände, Erfahrungen, Erkenntnisse zu sammeln, damit wir diesen Endzustand bemerken.

Frage: Hängt die Beschleunigung von uns ab?

Antwort: Es hängt davon ab, wie wir uns verbinden.

Kongresse, und unser Zusammensein (auch virtuell), beschleunigt unsere spirituelle Reifung. Wir sollten es immer öfter tun.

Aus dem Unterricht, 09.02.2020

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„Der Tod und ich“

Frage: Unser Gehirn weigert sich, die Unabwendbarkeit des Todes zu akzeptieren. Wenn es Informationen, die wir mit dem Tod in Verbindung bringen erhält, sagt uns etwas, dass diese Daten unzuverlässig sind. Wir können den Tod eines anderen Menschen vorhersagen, bei dem Eigenen liegen wir fast immer falsch.

Nach Ansicht von Experten ignoriert der Mensch unbewusst die Fakten und nimmt sich als jemanden wahr, der eine lange, wenn nicht ewige Existenz haben wird. Warum passiert das bei uns Menschen?

Antwort: Ein lebendes Geschöpf muss und kann nicht verstehen, dass es sterblich ist. Es muss so sein, da es sich vorwärts bewegt – einige Dinge werden dabei umgesetzt, andere bleiben zurück.

Frage: Kann die Erkenntnis, dass ich sterblich bin und davor Angst habe, für uns Menschen nützlich sein?

Antwort: Die Furcht vor dem Tod ist die Angst vor dem Nichtvorhandensein. Wie kann ich mir die Welt, in der ich nicht mehr existiere, vorstellen? Das ist eine schreckliche Ablehnung des Egoismus.

Was bedeutet schließlich die Welt? Die Welt bin ich – ich existiere, ich kenne sie, verstehe sie, fühle sie. Ich bin in ihr und ich bin in ihrer Mitte. Auf einmal geht es darum, dass ich verschwinden muss.

Was bleibt in der Welt? Schließlich fühlt man die Welt durch sich selbst. Wenn dieses „Ich“ nicht existiert, dann war es das! Beim Egoismus geht es nicht darum das die Welt ohne ihn existieren kann.

Hier gibt es nur einen Weg – den Menschen erklären, dass die Welt ewig, endlos und vollkommen ist. Sie ist völlig anders als wir sie wahrnehmen.

Dafür müssen wir uns auf die Stufe erheben, auf der wir die Eigenschaft des Gebens und der Liebe offenbaren. Dann werden wir die andere Welt sehen.

Frage: Wir werden uns also über unseren Egoismus erheben und uns davon trennen?

Antwort: Ja, wir werden die Welt als eine Eigenschaft erkennen, die dem Egoismus entgegengesetzt ist.

Uns sollte die Tatsache, dass wir eine bestimmte Eigenschaft haben und so geschaffen wurden, nicht einschränken. Wir müssen die Welt anders, vielseitig ansehen, dann werden wir in der Lage sein, uns und die Welt als eine Verbindung zu betrachten.

Frage: Sie behaupten: „Wenn ich mich über den Egoismus erhebe und zu den Eigenschaften der Liebe und des Gebens komme, ich die Welt als unendlich wahrnehmen kann. Werde ich dann ebenso unendlich?

Antwort: Ja.

Frage: Dann gibt es keinen Tod?

Antwort: In der Eigenschaft des Gebens gibt es keinen Tod.

Frage: Erlebt dann ein Mensch, dass er unendlich ist?

Antwort: Ja, die Kabbala erklärt es uns. Wir können es, wenn wir es wünschen.

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 24.10.2019

 

Die Einstellung zur Welt ändern

Frage: Manche Menschen fühlen sich automatisch unglücklich, wenn sie das Gefühl haben, dass ihnen etwas fehlt. Das heißt, es gibt ein gemeinsames Modell in der Gesellschaft, dass Glück, eine ständige Freude und andauerndes Vergnügen ist. Dann sollte es kein Leiden in meinem Leben geben. Woher kommt dieses Modell?

Antwort: Es ist die falsche Vorstellung von Glück, eine verkehrte Formulierung und die falsche Erziehung. Wir kennen unsere Natur nicht und deshalb sind wir leider unglücklich.

Wenn wir verstehen würden, wer und was wir sind, könnten wir uns so formen, dass unsere Konstruktion, unsere Einstellung zu jedem Zustand vollkommen wäre.

Das ist es, was die Kabbala tut. Sie ändert nicht die Welt, sie sagt nicht, dass man die Dinge um sich herum ändern muss. Du solltest deine Einstellung zur Welt ändern. Dann wirst du glücklich sein und zwar in einem absoluten Zustand.

Aus dem Unterricht, 15.12.2019

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Methode der Korrektur, Teil 5

Warum hat uns der Schöpfer nicht vollkommen geschaffen?

 Frage: In seinem Artikel „Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“ schreibt Baal HaSulam, dass ein Mensch nur eine einzige Handlung vollbringen muss – seine Korrektur in Bezug auf die Umgebung, die zur Verschmelzung mit dem Schöpfer führen wird. Gleich stellt sich die Frage: Warum hat der Schöpfer/die Natur uns nicht von Anfang an vollkommen geschaffen, ohne uns mit all diesen Schwierigkeiten zu belasten?

Antwort: Dann könnten wir nicht spüren, wo wir uns befinden. Wir können uns als Geschöpfe nur durch zwei Gegensätzen empfinden: Dunkelheit – Licht, gut – schlecht, süß – sauer, usw. Wir können nicht nur Eines davon spüren, das gibt es in der Natur nicht.

Daher sind wir verpflichtet, alle negativen Eigenschaften, sowie alle positiven Eigenschaften zu absorbieren und diese Aufgabe systematisch zu lösen.

Frage: Heißt das, dass der Schöpfer nicht in der Lage war, uns von Anfang an vollkommen zu erschaffen? Bedeutet dies, dass es etwas gibt, was Er nicht kann?

Antwort: Lasst es uns zunächst so akzeptieren, um später zu verstehen, warum es notwendig war. Es ist wahrscheinlich noch nicht klar, dass Er uns nicht anders erschaffen konnte, nicht weil Er dazu unfähig wäre, sondern weil wir sonst gefühllos wären.

Nur einen Zustand zu fühlen bedeutet, nichts zu fühlen. Alles wird nur aus dem Kontrast, dem Vergleich wahrgenommen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Methode der Korrektur, Teil 2

Die Kabbala ist die Offenbarung der Naturgesetze

 Frage: Warum hat uns die Natur egoistisch und gegensätzlich zu ihr geschaffen?

Antwort: Damit wir uns, dank unseres Egoismus, als schreckliche Wesen erkennen können.

Nur das Ego ist ein Hindernis um das ewige, vollkommene Leben zu erreichen, wie können wir das korrigieren? Wie können wir uns, unsere Gesellschaft, unsere Umwelt, alles Mögliche verändern?

Hier haben wir doch das Bedürfnis, uns noch zu verändern. Es gibt zu diesem Thema eine Menge Methoden, Theorien und Ideen. Dazu gehören religiöse, nicht religiöse, mystische, fernöstliche, etc. Anwendungen.

Einer dieser Methoden ist die Kabbala. Sie unterscheidet sich von allen anderen, da sie vor langer Zeit, vor 6000 Jahren, entstanden ist. Laut der Kabbala gab es einen Mann namens Adam. Er war der erste Mensch, der die ganze Matrix, das gesamte System der Natur verstand und ihren Zweck, ihren Anfang, ihren Verlauf und ihr Ende entschlüsselte.

Adam hat den Grundstein für die Kabbala gelegt. Er hatte seine Schüler Sim, Ham, Yaphet und andere, die in der Tora allegorisch beschrieben werden. Sie entwickelten diese Wissenschaft bis zu Abraham im alten Babylon weiter.

Die Kabbala spricht davon, wie man sich über sich selbst, über seinen Egoismus erheben und sich mit anderen verbinden kann. Geschieht das, werden wir die gemeinsame Kraft der Natur und das Gesamtbild von ihr spüren. Es wird uns klar werden, dass die Natur ewig, vollkommen, unendlich, aber vor allem integral und ganzheitlich ist.

Wenn wir so handeln, werden wir ihre wahren Gesetze, ihre wahre Form enthüllen. Heute fühlen wir sie nicht und können sie weder erkennen noch sehen.

Fortsetzung folgt…

Aus der TV-Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 07.02.2019

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Die Lenkung ist immer ideal. Und ich?

Frage: In welchem Moment entscheidet der Schöpfer: „Das war’s, es ist genug, Ich habe dich in vollständige Verzweiflung gesenkt“?

Meine Antwort: Du sollst dich darum nicht kümmern. Der Schöpfer ist eine unveränderliche Kraft, das unzerbrechliche Gesetz, die Vollkommenheit, die Ewigkeit, die Beständigkeit. In Ihm gibt es keine Veränderungen, so dass alles nur von mir abhängt. Mit welcher Seite ich mich auch zu Ihm drehe,die entsprechende Antwort bekomme ich , in der idealen Übereinstimmung mit dem Kurs auf das Schöpfungsziel.

Der Schöpfer ist eine Welt der Unendlichkeit (Ejn Sof), wo ein vollkommenes Kli vorhanden ist, das vollkommene Licht, der vollkommene Schirm (Massach), wo die Bemühungen, die Enttäuschungen, die Erfolge und alles Übrige gesammelt ist. Dorthin richten mich meine Reschimot.

Aus diesem vollkommenen Zustand, aus den vollkommenen Strichen des zusammenfassenden Bildes, bekomme ich die aktivierende Einwirkung, gemäß dem eigenen Zustand. Mich richtet man vorwärts anhand der kleinen Dosen der Verzweiflung und der Kräfte, des Begreifens und der Verhüllung – anhand der vielseitigen und filigranen Lenkung.

Ich weiß nicht genau, in welcher Reihenfolge diese Geschehnisse ankommen. Sie sind durch die Struktur der Seele bedingt, die ich allmählich begreife, nachdem ich vorankomme. Gerade in der Seele begreifen wir die Verbindung mit der Unendlichkeit, verstehen, wie das Ganze mit seinem Teil vereint wird, bis eine Einheit entsteht.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Welche Kräfte brauchen wir für die spirituellen Arbeit“, 09.01.2011

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HaWaYaH – Elokim

Sohar, Abschnitt „Wajetze“, P.176: „Die Schlüssel zu den Schätzen sind in ihrer rechten Hand“ – es ist die dritte Eigenschaft, die sie mit sich nimmt, von Ima in den Garten Eden – das Licht Chassadim, dessen Platz in ihrer rechten Hand ist, eingekleidet in Chochma und genannt „die Schlüssel zu den Schätzen“, denn sie enthüllen die Schätze Chochma.

Und ohne Schlüssel bleiben die Schätze Chochma geschlossen, wie unter Verschluss.

Was erklärt uns schließlich die Wissenschaft der Kabbala? Mit Hilfe welcher Veränderungen innerhalb unserer Wünsche, die uns schon in kleinerem Maß unterstellt sind, können wir mit dem Schöpfer verglichen werden?

In allen Wünschen ist die ursprüngliche Struktur „HaWaYaH“ vorhanden, und wir können sie nicht verändern.

Das ganze Material der Schöpfung hat den primären Abdruck, das ursprüngliche Modell bekommen, das „jud-hej-waw-hej“ genannt wird. Andernfalls empfindet dieses Material nicht, dass das Licht vom Schöpfer stammt.

Und deshalb ist dieser Abdruck verpflichtet, sich im Material aufzuhalten, andernfalls gäbe es keine Schöpfung, d.h. es gäbe nicht diejenigen, die sich als 1. empfangend, 2. vom Schöpfer empfinden würden.

Deshalb spricht man von HaWaYaH, im Sinne von Minimum, unterhalb dessen es keine Schöpfung gibt. Das Licht ist verpflichtet, sich entlang der vier vollen Stadien innerhalb eines Wunsches zu erstrecken. Das Material soll unbedingt diese Form annehmen.

Nachdem es in der Schöpfung diesen primären Abdruck des Schöpfers – HaWaYaH gibt, sprechen wir darüber, welche Formen das Geschöpf vom Schöpfer übernimmt bzw. wie es beginnt, Ihm verglichen zu werden.

HaWaYaH ist eine vollkommene Struktur. Sie ist deswegen vollkommen, weil entweder das rohe Material der Schöpfung der primäre Abdruck des Schöpfers ist, oder weil das Geschöpf sich selbständig macht, indem es sich dem Schöpfer angleichen möchte.

Sich vollkommen in HaWAYaH aufhalten, bzw. dem Schöpfer ähnlich zu sein – bedeutet, Ihm in zehn Sefirot des widergespiegelten Lichtes zurückzugeben, ähnlich den zehn Sefirot des direkten Lichtes seitens des Schöpfers.

Wie ist es möglich? Nur dann, wenn das Geschöpf die Kraft des Gebens haben wird, die es von Malchut bis Keter hinaushebt.

Diese Form des Gebens, die das Geschöpf von Malchut bis Keter annimmt, heißt „Elokim“.

Dann entsteht die Kombination zwischen HaWAYA und Elokim – die Vollkommenheit der Schöpfung bezüglich des Schöpfers.

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