Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Völker'

Die ganze Welt wird sich mit dem Wissen des Schöpfers anfüllen

Die Welt entwickelt sich und betritt die neue Epoche „die Zeit des Messias“, wenn die Wissenschaft der Kabbala den Massen geöffnet wird. Viele Menschen beginnen den Plan für die eigene und für die weltweite Entwicklung verstehen. Es ist nicht mehr nur ein Kabbalist, der ohne Wissen der Massen ihre Wünsche entwickelt, sondern die Massen selbst, die von ihm ihre bewusste Entwicklung fordern, wie größer werdende Kinder. Dann wird in der Welt, das Licht Chochma offenbart – die Offenbarung des Schöpfers Seinen Geschöpfen gegenüber. Wenn es früher nur einen Kabbalisten und einige Vereinzelte abgesonderte Menschen gab, so beginnen sie heute, sich zu verbinden. Wenn der Kabbalist in der Vergangenheit die Wünsche der Massen auf seinem Niveau korrigierte, so soll er heute auf ihre Stufe heruntersteigen, um mit ihnen zusammen zu arbeiten.

Dank seiner vorläufigen Korrektur ihrer Wünsche, steigen die Menschen nach oben hinauf, und der Kabbalist kommt ihnen entgegen, um für sie noch verständlicher zu werden. Baal HaSulam bat in seiner Prophezeiung den Schöpfer um die Möglichkeit des Abstieges, um in einer dem Volk verständlichen Sprache zu kommunizieren. Heute sind die Massen und der Kabbalist in der allgemeinen Arbeit verbunden, dank seiner trifft das Licht auf den bewussten Wunsch der Massen, mit der Folge, dass positive Veränderungen in der Welt geschehen.

Ohne das höhere Licht könnte die Welt überhaupt nicht existieren. Deshalb arbeiteten die Kabbalisten Generation für Generation insgeheim (Jachidej Sgula). Aber heute ist schon alles anders. Nach der durchgeführten Vorbereitung, müssen wir die allgemeinen bewussten Handlungen beginnen, damit „Ihn alle erkennen, vom Kleinsten bis zum Größten!“ Die Menschheit soll erkennen, dass das Volk Israels die Wissenschaft der Kabbala hat. Und wir sollen sie zusammen enthüllen, damit „die Völker der Welt die Söhne Israels auf ihren Schultern tragen, um den Dritten Tempel“ – die allgemeine zerbrochene Seele zu bauen. Wir sollen zusammen die Methodik der Korrektur (die Vereinigung) unserer Seelen begreifen, damit der Schöpfer uns mit Seinem Wissen ausfüllen kann.

Dafür wird die gemeinsame Arbeit angefordert, weshalb wir auch alle Völker der Welt ansprechen, um unsere gemeinsame Aufgabe zu erklären. Wir sollen die Wissenschaft der Kabbala aus ihrem Versteck herausziehen um zusammen, – sie dank unserer, und wir dank ihrer, diese Methodik realisieren. Deshalb existiert heute die weltweite Gemeinschaft der Menschen, die die Kabbala studieren, die uns zu solchen richtigen Beziehungen im ganzen weltweiten System bringen wird.

Weil alle, die sich mit uns entwickeln – zu „Israel“ („jaschar-kel“ – „direkt zum Schöpfer“) gehören, weil es in jedem von ihnen den Punkt im Herzen gibt. Durch sie werden wir an die wahren Völker der Welt rankommen – an diejenigen, die nicht selbständig zur Spiritualität aufwachen.

Wie Baal HaSulam schreibt: „die Weisheit der Kabbala wird außerhalb der Grenzen Israels ausgeschüttet werden und die ganze Welt ausfüllen“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 22.07.2010

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Antworten auf eure Fragen – 17. Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung”, Teil 5

Eine Frage, die ich erhielt: Welches Ziel hat die Schöpfung?

Meine Antwort: Genießen, wie der Schöpfer!

Frage: Stimmt die Behauptung: Wenn alle Juden 613 Mizwot erfüllen werden, dann wird es keinen Antisemitismus geben?

Meine Antwort: Ja. Nur geht es nicht um die irdischen Handlungen, sondern um die Korrektur der 613 Wünsche, aus welchen die Seele besteht.

Wenn die Juden ihre Seelen korrigieren werden, dann wird das Licht für alle Seelen der Welt leuchten – siehe „das Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 70-71..

Weil ihre Seelen früher die Eigenschaft des Gebens besaßen und sie verloren haben, sollen sie sich deshalb diese Eigenschaft wieder aneignen, um die Rolle des Adapters zwischen dem Schöpfer und den Seelen der Welt zu spielen.

Der Grund für Antisemitismus liegt in der Missachtung der jüdischen Mission – auf diesem Wege bringt sie der Schöpfer der Ausführung ihrer höheren Mission näher.

Und die Völker der Welt empfinden diese Mission unterbewusst – und spüren deshalb den Hass.

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Das Leben ist nicht immer ein Picknick…

Eine Frage, die ich erhielt: Gerade ist der internationale Kongress in New York (Sohar, Mai 2010) zu Ende gegangen, wo viele Völker und Nationalitäten, etwa tausend Menschen, Repräsentanten von vielschichtigen kulturellen Hintergruenden, vertreten waren. Nach nur 20 oder 30 Stunden verschwanden alle diese Unterschiede, es herrschten Vereinigung und Liebe.

Was fehlt uns, um diesen Zustand ständig zu erleben?

Meine Antwort: Auf dem Kongress haben die Menschen Einheit, Begeisterung und Wichtigkeit des Ziels gespürt. Und 20 Stunden nach dem Treffen können wir uns nur mühsam daran erinnern, wie es war.

Alles entzieht sich unseren Empfindungen und unserem Gedächtnis. Warum können wir bloß nicht so weitermachen und uns ständig darin befinden?

Dieser Zustand kann nicht lange anhalten, wie auch alles in unserem Leben: Der Mensch erreicht die Höhe der Begeisterung und kommt zur Ruhe. Es ist unmöglich, ständig unter einem solchen Eindruck zu stehen.

Das geht aus dem Gesetz der umgekehrten Übereinstimmung zwischen Licht und Verlangen hervor: Mal soll das Licht anwachsen, mal das Verlangen.

So wachsen sie abwechselnd und wir schreiten vorwärts, wie auf zwei Beinen, und gehen auf der mittleren Linie, die die rechte und die linke vereint.

Doch ihre Vereinigung geschieht nur , um vorwärtszukommen und dann wieder nach rechts zu rücken, wo wir die Wichtigkeit des Ziels, die Verbindung und das Verlangen, weiterzugehen, bekommen, dann wieder nach links, wo unser Herz belastet wird, damit wir etwas haben, woran wir arbeiten können, und zur mittleren Linie zurückkehren. So bewegen wir uns vorwärts.

Darum kann ein solcher Zustand nicht lange anhalten, das wäre gegen die Natur. Und ich würde sogar sagen, dass es keinen unliebsameren Zustand geben kann, als sich ständig in dem Zustand einer solchen Euphorie zu befinden.

Der Mensch muss fühlen, dass er sich vorwärtsbewegt, dass er arbeitet, einen gewissen inneren Widerstand überwindet und nicht ständig in den Wolken schwebt.

Unsere Arbeit besteht darin, zu spüren, dass wir etwas geben und empfangen, und dann wieder geben und wieder empfangen. Wir müssen den Widerstand, die Handlungen und die Errungenschaften fühlen.

Deshalb gibt es viel mehr Genuss nach einer harten Arbeit und nach schweren Vorbereitungen, die dann in einem so großen Kongress ihren Hoehepunkt und Ausklang finden, wo wir zwei, drei Tage das Erreichte genießen, indem wir Resultate und Früchte unserer Arbeit betrachten.

Doch danach müssen wir zum Zustand der Schwere, des Widerstandes, der Suche, der Klärungen und Korrekturen zurückkehren, um letztendlich wieder zu einem schönen Ergebnis zu kommen.

Das ergibt sich daraus, dass der Schöpfer und die Schöpfung sich gegenüber stehen, wie zwei entgegengesetzte Eigenschaften – das Verlangen zu empfangen und das Verlangen zu geben, und es ist nur durch solche gemeinsamen Aktionen möglich, das Gleichgewicht zwischen ihnen zu erreichen.

Sonst gibt es keine Weiterentwicklung. Es ist unmöglich, im Zustand des Kleinseins (Katnut), in Chafez Chessed zu bleiben – es muss weitergehen!

Aus dem Unterricht in der Gruppe Toronto, nach dem Kongress „Sohar – 2010“

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Ein neuer König erhob sich über Ägypten

Der Sohar, Abschnitt „Shemot (Exodus)“, Punkt 250: Aus Furcht, dass sich die Stämme mit den restlichen Völkern mischen würden… schickte Er sie ins Exil nach Ägypten, das stolz war und Israel verachtete und hasste. Und sie waren dort, bis der Frevel der Amoriter vollständig war und sie in ihr eigenes Land kamen, da nicht länger die Furcht bestand, dass sie sich mit den übrigen Völkern vermischen.

Wie können wir uns dem gewünschten Zustand annähern und die mittlere Linie in uns erbauen? Die mittlere Linie, welche unsere Angleichung an das Licht ist, an das Eine, welches gebend ist oder der Schöpfer, geschieht durch den Zustand des „ägyptischen Exils“, welches sich in uns offenbart.

Mein egoistisches Verlangen wird so groß, dass ich fühle, dass ich darin eingesperrt bin und es mich kontrolliert. Dann beginne ich zwischen mir selbst und meiner Natur zu unterscheiden, zwischen mir und meinem Egoismus, oder zwischen mir und meinen Eigenschaften.

Ich möchte meine Eigenschaften verändern, doch ich bin dazu nicht in der Lage. Ich sehe, dass sie mir schaden. Ich realisiere, dass ich mir selbst, meinem Leben und auch dem Leben derer, die mir nahe stehen und der ganzen Welt Schaden zufüge. Ich bringe mich und jeden anderen in Gefahr, denn ich befinde mich in diesem unendlich wachsenden Egoismus, den ich nicht mäßigen kann. Doch ich bin unfähig, irgendetwas darin zu tun.

Dann gelangt der Mensch zu einem Zustand, in dem er zu erkennen beginnt, dass jene Kraft, welche in ihm handelt, eine fremdartige Kraft ist. Er identifiziert sich mit dieser Kraft nicht länger. Er beginnt, diese nun als einen erbitterten Feind wahrzunehmen. Dies wird „Da erhob sich ein neuer König über Ägypten„ (Exodus, 1:8), genannt. Ein Mensch beginnt zu fühlen, dass sich eine neue Herrschaft enthüllt, und dass dies nicht er selbst ist, sondern jemand anderes, welcher dies alles für ihn ausführt. Es könnte die Natur oder der Schöpfer sein, aber es ist nicht er selbst. Aber er weiß nicht, wie er sich davon befreien kann.

Wie aus einem seitlichen Blickwinkel sieht nun der Mensch sein Verlangen nach Genuss als etwas Fremdartiges an. Er beginnt zu unterscheiden, dass der Schöpfer es ist, welcher all das für ihn anordnet. Er hat bereits die gleiche Haltung zu beiden, sowohl zum Schöpfer als auch zum Pharao.

Dann erlebt er eine innere Spaltung, die Erkenntnis, dass die Höhere Kraft es ist, welche alles bestimmt, was mit ihm geschieht. Dennoch geschieht diese Offenbarung nicht von selbst, sondern nur nach vielen Stunden des Studiums, in Verbindung mit den Freunden in der Gruppe und der Arbeit in der Verbreitung, durch welche der Mensch in praktischer Art und Weise in die Weisheit der Kabbala eingebunden ist.

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Das Schicksal der Welt, wenn der Diener an der Macht ist


Als das Wissen über die Wissenschaft der Kabbala die Völker der Welt erreichte, belebte es dessen Entwicklung und zur gleichen Zeit verursachte es große Schäden. Bis in unsere Zeit war die Kabbala nur besonders auserwählten Menschen in Israel offenbart worden. Nachdem es aber der Welt enthüllt worden war, begannen die Menschen auf egoistische Art und Weise das System des Aufbaus des Universums und die Gesetze der Natur dazu zu gebrauchen, um die Natur und ihre Nachbarn brutal für ihre eigenen Interessen auszubeuten.

Dies hat zu all den Zerstörungen geführt, die stattgefunden haben und auch weiterhin in unserer Welt geschehen, trotz der Tatsache, dass die Kabbalisten die Wissenschaft der Kabbala verbargen. Das Wissen bleibt solange vor einer Person verhüllt, bis diese zum Verständnis dessen bereit ist, was in den Büchern der Kabbala steht. Man muss zuerst seine Eigenschaften in die des Gebens und der Liebe zu seinem Nächsten korrigieren, um für die Offenbarung der großen Kräfte der Natur bereit zu sein.

Jedoch im Lauf der Menschheitsgeschichte auf der Suche nach Wissen waren wir in der Lage, die normalen Wissenschaften zu erwerben und zu benutzen, um über die äußeren Kräfte der Natur zu lernen. Dies führte zur technologischen Entwicklung, die, wie wir sehen, zu unserem eigenen Nachteil geführt hat.

Als Ergebnis sehen wir, dass die gesamte Entwicklung der Welt, die durch uns im Verlauf der Menschheitsgeschichte erbaut wurde, nicht zu unserem Nutzen führte, da sie nur unserem Egoismus diente. All unser Wissen über die Natur, die Gesetze und Lehren, die wir erlangten und erprobten, waren nur Werkzeuge, um sie für unseren eigenen Vorteil zu verwenden, der sich am Ende gegen uns selbst richtete. Dies ist ein sich verstärkender Prozess, der die Welt in eine universelle, globale Krise gestoßen hat, die auf alle Ebenen der Natur und alle Bereiche des menschlichen Handelns wirkt.

Alles was die Menschen über Tausende von Jahren in der Geschichte getan haben, diente der Enthüllung des Bösen. Es ist, als ob wir eine Linie zwischen der gesamten menschlichen Entwicklung und der Gegenwart gezogen hätten. An diesem Punkt angelangt, müssen wir ehrlich mit uns selbst über alles was wir bisher getan haben Rechenschaft ablegen und uns entscheiden, wie wir uns zukünftig entwickeln sollen.

Es stellt sich heraus, dass die Richtung der künftigen Entwicklung ganz einfach ist. Wenn letztlich all unser Wissen über die Gesetze der Natur und unsere Wissenschaften uns Schaden gebracht haben, weil wir sie zu Sklaven unseres Egoismus gemacht haben, lasst uns doch alles umkehren! Wenn wir unsere Wissenschaften und all unser Wissen wirklich für das Wohle der Menschheit einsetzen, dann wird es zum Helfer werden und uns wahren Wohlstand bringen. Wir werden aufhören, die Natur, unsere Umgebung und uns selbst zu zerstören, da wir uns selbst in die Gefahr der Selbstzerstörung bringen. Im Gegensatz dazu werden wir zu einer völlig neue Stufe aufsteigen.

Wir nutzen die Kräfte der Natur entweder zu unserem eigenen Schaden oder für einen edlen Zweck. Diese beiden Gegensätze werden entweder als „Diener“, welcher die Macht an Stelle seiner „Herrin“ hat, bezeichnet, oder als „Herrin“, die aufsteigt und sich selbst enthüllt mit der Hilfe des Dieners. Die „Herrin“ ist die Wissenschaft der Kabbala, welche uns lehrt, wie wir unsere Natur korrigieren und sie richtig nutzen, um einen neuen Teil der Natur und seine enormen Kräfte zu enthüllen. All dies ist uns gegeben, um es zu nutzen und zu einer ewigen Existenz zu gelangen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Tausende Jahre von Leiden haben uns nun zu einer Erkenntnis geführt

Wird der G-20 Gipfel sich als nützlich erweisen?


Eine Frage, die ich erhielt: Am 2. April wird ein Gipfeltreffen der G-20 Führer stattfinden, um zu versuchen, die Welt aus der Krise herauszubringen. Was können sie tun?

Meine Antwort: Diese Leute können eine Menge tun, da sie die Möglichkeit haben, ihre Meinungen bekanntzumachen. Die Welt befindet sich in einer Krise und viele dieser Führer verstehen, dass es der Welt großen Schaden zufügen wird, wenn all diese Länder sich nur um sich selbst sorgen werden. Deshalb sollten Länder sich nicht voneinander trennen; sie müssen sich vereinen. Jedoch weiß niemand, wie das zu machen ist.

„Wir kommen zusammen, um etwas zu unternehmen, aber wir sind nicht fähig, irgendetwas zu tun“ – das ist es, was sie gerade allen demonstrieren. Sie erkennen, dass Länder sich nicht voneinander isolieren können, aber niemand weiß, wie dieses Dilemma zu lösen ist.

Sie werden mit Sicherheit etwas unternehmen, aber bei dem derzeitigen Kurs wird sich alles, was sie tun, als Versagen erweisen und niemand wird verstehen, wohin alles verschwunden ist. Es wird das gleiche passieren, wie mit Obamas Konjunkturplan.

Warum geschieht das? Weil sie unfähig sind, das globale Gesetz der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen uns – Arvut (gegenseitige Bürgschaft) – zu berücksichtigen. Dieses Gesetz erklärt, dass wir jetzt eine gute Verbindung untereinander schaffen müssen und das kann nur aus dem Verständnis kommen, dass jeder völlig vom anderen abhängig ist.

Zwanzig mächtige Leute werden zusammenkommen, alle von ihnen Führer von Nationen. Sie können nicht länger mit ihren Völkern herumspielen, indem sie sie anlügen und versuchen, sie zu beruhigen, weil das Aufstände, Hunger und den größten Aufruhr verursachen wird. Deshalb müssen sie der Welt etwas anbieten.

Jedoch sollten die Regelung und Harmonie nicht auf der körperlichen Ebene verwirklicht werden, sondern im Innern – der Ebene der Verbindung zwischen den Menschen. Dort fand der Bruch statt (das Zerbrechen der Seelen) und so entstand der Egoismus. Deshalb müssen wir dort die Korrektur machen. Deshalb müssen wir unseren jetzigen Zustand studieren und den Zustand, zu dem uns die Natur vorwärts treibt. Wir müssen lernen, wie wir in unserer neuen Welt leben sollen, genau wie wir das unseren Kindern beibringen.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulams Artikel „Die Freiheit“, 13.03.2009)

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Der Unterschied zwischen spiritueller Korrektur und dem Einhalten der Rituale


Zwei Fragen zum Einhalten der Rituale:

Frage: Waren die großen Kabbalisten wie Yehuda Ashlag, Moses Cordovero und andere religiös? Und warum tragen Sie eine Kippah (Schädelkappe)?

Meine Antwort: Man muss zwischen Religion einerseits und den Traditionen oder der Kultur eines Volkes andererseits unterscheiden. Wenn Baal HaSulam das Wort „Religion“ benutzt, meint er nur die Kabbala, die für jeden bestimmt ist. Auf der anderen Seite verwendet er die Worte „Tradition“ und „Gebräuche“ bzw. „Ethik“ (Musar) für das, was wir in dieser Welt mit „Religion“ bezeichnen. Siehe auch den Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

Daher schreibt Baal HaSulam, dass es auch noch nach der Korrektur der Welt, nachdem sich alles enthüllt hat und es keinen Platz mehr für „Glauben“ geben wird (denn „Jeder wird Mich kennen, vom Geringsten bis zum Größten“), die Traditionen und Gebräuche als Ausdruck der Kultur eines Volkes geben wird. Daher respektiere ich, der bereits in dieser Zukunft lebt, die Gebräuche meines Volkes – wie die Feiertage oder Rituale – nach wie vor. Und es ist auch der Grund, warum ich eine Kippah trage und die Rituale einhalte.

Nach der allgemeinen Korrektur aller Seelen in dieser irdischen körperlichen Form, verbinden sie sich zu der wahren Seele Adams in der Welt der Unendlichkeit. Gleichzeitig wird der Teil der Seelen, der ihnen ein Gefühl dieser Welt gibt, ebenfalls korrigiert und daher wird auch die Wahrnehmung der Materie verschwinden. Wir werden nur in Form einer einzigen Seele von „Adam“ existieren.

Frage: Warum gibt es spirituelle Handlungen, die wir auf einer irdischen Stufe einhalten sollen (wie Maaser bezahlen, studieren, verbreiten und die Gruppe) und andere, die wir nicht physisch einhalten müssen (wie z.B. die Tefillin anlegen)?

Antwort: Weil Handlungen wie Maaser zu bezahlen, zu studieren und zu verbreiten und die Gruppe real sind, wohingegen die anderen derzeit auf dem irdischen Level irrational sind, weil man noch keinen Massach (Schirm) für die richtige Einhaltung hat. Alle Handlungen, die eine Wirkung in dieser und in der Höheren Welt haben, betrachtet, werden auf ihrem Level bzw. auf dem nächst höheren Level realisiert. Die Gebräuche sollten von jenen eingehalten werden, die sie von Geburt an besitzen. Das gehört zur Kultur eines Volkes. Jene aus den Völkern der Welt (Nichtjuden), die spirituell fortschreiten wollen, müssen die irdischen jüdischen Gebräuche nicht einhalten.

Wenn Sie stufenweise einen Schirm entwickeln und mit ihm arbeiten können, wird dies die „Einhaltung der 613 Gebote“ (Korrektur Ihrer 613 Verlangen von „für sich selbst“ zu „für den Schöpfer“) genannt – durch 613 Korrekturen (Tariag Eitin) und 613 Füllungen (Tariag Pkudin). Sie werden selbst diese Gebote einhalten, denn es steht geschrieben: „Die Seele lehrt den Menschen“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Bedeutung der Religion in unserem Leben
Blog-post: Warum trägt ein Kabbalist ein Schädelkäppchen?
Baal Hasulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft
Kabbala Blog: Kabbalistische Definitionen: „eine Mizwa“

Die Arznei gegen die Globale Krise


News Report (von Project Syndicate, engl.): Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Ban Ki-mon sagte, „Wir alle spüren die Gefahren dieser Tage: eine globale Finanzkrise, eine Energiekrise, eine globale Nahrungsmittelkrise.. Der Klimawandel bedroht unseren Planeten ebenfalls – heute stehen wir den unterschiedlichsten Krisen gegenüber – es wird zu einer Herausforderung für die globale Führung. Die Nationen können nicht mehr nur ihre Eigeninteressen verfolgen oder sich ausschließlich um das Wohlergehen der eigenen Bürger kümmern, ohne andere Nationen miteinzubeziehen. Ich sehe eine Gefahr bei jenen Völkern, die ihr Augenmerk mehr nach innen als auf eine gemeinsame Zukunft richten. Ich sehe die Gefahr des Rückzuges besonders in der wirtschaftlichen Entwicklung und Fairness in Bezug auf den gemeinsamen Nutzen der Früchte des globalen Wachstums.“

Mein Kommentar: Selbst wenn alle Menschen verstünden, dass die Quelle aller Krisen, inklusive der Klimawandel, dem menschlichen Egoismus und seinem Einfluss auf die Natur entspringen, würden sie dennoch kein Mittel gegen den fortschreitenden generellen Verfall kennen. Sie würden nicht verstehen, wie man die menschliche Natur ändert – das liegt daran, dass dies in unserer Welt unmöglich ist, deren innerstes Wesen reinem Egoismus entspricht.

Es gibt ein Gesetz, welches besagt: „Das Allgemeine und das Besondere sind gleich“ (Klal U Prat Shavim). Genauso wie ein normaler Mensch durch Leid und die Frage nach dem Sinn seines Lebens zur Kabbala kommt, wird auch die Menschheit als Gesamtes durch Leid und Krisen vorwärts getrieben um zur Frage nach dem Sinn ihrer Existenz zu gelangen, der nicht in der Anhäufung von Reichtum, Ruhm und Wissen besteht. Man wird die Antwort finden – dass die Bedeutung des Lebens darin liegt, den Schöpfer zu enthüllen.

Dann wird die Menschheit die Wissenschaft der Kabbala enthüllen. Der Definition entsprechend bedeutet die Wissenschaft der Kabbala „Die Methode, den Schöpfer dem Menschen in dieser Welt zu offenbaren,“ so schreibt Baal HaSulam im Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala.

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Blog-post: Wie fühlt sich ein Kabbalist bei den aktuellen Ereignissen?
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Blog-post: Ervin Laszlo und Michael Laitman – Vom Chaos zur Harmonie
Kabbala Blog: Hurrikan „Gustav“ – Innerer Sturm

Wie kommt es, dass sich Amerika besser vereinigen konnte als Europa?


Fragen, die ich über die Rolle Israels in der Welt erhielt und wie sich Europa mit den Vereinigten Staaten von Amerika vergleicht.

Frage: Sie sprechen sehr viel darüber, dass Israel die Weisheit der Kabbala den Nationen der Welt enthüllen muss, aber das im Moment noch nicht geschieht.
Meine Frage: Was passiert, wenn Israel dies nicht jetzt sondern eher später tut – wird dadurch meine spirituelle Entwicklung als Nichtjude gefährdet? Was passiert, wenn der Punkt im Herzen in den Völkern vor den Juden erwacht?

Meine Antwort: Dann werden die Nationen der Welt Gewalt und Druck anwenden, um die Juden zu zwingen, ihnen die Kabbala zu enthüllen.

Frage: Wie kann es sein, dass Israels Wirtschaft im Gegensatz zum Rest der Welt blüht und gedeiht, wenn man bedenkt, dass ihre Bewohner dort für die schreckliche Krise, in der wir leben, verantwortlich sind?

Meine Antwort: Zu unserer Zeit sind Schläge nicht immer an Hunger oder Geld gemessen, sondern an inneren Problemen und an Gefühlen der Leere, einem ungefüllten Kli! Die entwickelten und reichen Länder stehen an erster Stelle, wenn es um Depression, Drogen und Selbstmord geht.

Frage: Meine Frage ist über die Europäische Union. Warum ist es Europa nicht so wie Amerika gelungen, sich zu vereinigen? Ist Europa egoistischer als die USA?

Meine Antwort: Wenn man etwas Neues kreiert, muss man erst das Alte zerstören. Wir können den alten Zustand hinter uns lassen und einen neuen erschaffen, doch erst, wenn wir erkennen, dass der jetzige Zustand so übel ist, dass wir nicht länger in ihm verbleiben können. Europa hat diese Erkenntnis noch nicht gewonnen. Was Amerika betrifft – es wurde aus dem Nichts erschaffen, mit vereinten Kräften, weil die Menschen keine andere Wahl hatten.

Verwandtes Material:
Blog-Post:Amerika – woher kommt bloß dieser Optimismus?
 
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