Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Vielfalt'

Gleichheit erweitert Absurdum

Vor kurzem wurden sechs der beliebten Kinderbücher des Autors Dr. Seuss von Amazon verbannt, weil sie angeblich „rassistische“ Inhalte enthielten. Der deutschstämmige Dr. Seuss war als Kind selbst Opfer von Vorurteilen, nachdem er nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 unter antideutschen Aggressionen gelitten hatte. Ironischerweise wurden nun seine eigenen Bücher verboten, weil sie angeblich rassistische Formulierungen enthalten. Dieser Vorwurf ist so absurd, dass die Menschen darauf mit dem Kauf so vieler Dr. Seuss-Bücher reagierten, dass sie an die Spitze der Amazon-Bestsellerliste gestiegen sind und neun der Top-10-Bücher des Marktplatzes besetzt haben.

Die Absurdität des Strebens nach Gleichheit hört nicht bei Dr. Seuss auf. In vielen High-Tech-Firmen, aber auch in anderen Bereichen, ist es mittlerweile eine Pflicht, dass ein bestimmter Prozentsatz der Führungskräfte Frauen sein müssen, unabhängig von ihren Fähigkeiten. In einigen Fällen müssen Frauen an Besprechungen teilnehmen, auch wenn sie nicht in ihrem Fachgebiet sind. Sie müssen an Entscheidungsprozessen teilnehmen und mit ihrer Stimme darüber entscheiden, auch wenn jeder weiß, dass sie bei dem Thema völlig ahnungslos sind. Doch wenn keine Frauen an der Abstimmung beteiligt sind, ist die Entscheidung ungültig.

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Die Uhr der Geschichte tickt

Wenn Sie die Welt aus der Vogelperspektive betrachten, werden Sie sehen, dass ihre Teile allmählich zusammenwachsen. Wir mögen diesen Prozess gutheißen oder missbilligen, aber er ist sowohl unfreiwillig als auch unumkehrbar. Und je mehr wir zusammenwachsen, desto mehr Reibungen treten auf. Die Flugbahn der Realität ist unveränderlich – hin zu größerer Verbindung, gegenseitiger Abhängigkeit und Integration. Was sich ändern kann, ist, wie wir es erleben. Wenn wir uns dagegen wehren, wird es schmerzhaft und blutig sein. Wenn wir es umarmen, wird es leicht und freudig sein.

Früher gab es Ideologien, Ideale und Doktrinen, die die Menschen umzusetzen versuchten, um das zu etablieren, was sie für eine erfolgreiche Art und Weise hielten, wie sich die Gesellschaft zu verhalten hatte. Jetzt wachen die Massen auf der ganzen Welt auf, und sie scheren sich nicht um Ideale oder Doktrinen. Wenn sie Solidarität unter sich spüren, werden sie die Regierung unterstützen. Wenn sie Spaltung spüren, werden sie zu Aggression und Gewalt zurückkehren, wie es jetzt geschieht.

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Der einzige Weg der Annäherung

Frage: Wie hilft die interkulturelle Ideologie der persönlichen spirituellen Entwicklung eines jeden Einzelnen?

Antwort: Sie hilft, sich über alle Unterschiede zu erheben. Ich habe in Los Angeles eine Klasse mit Studenten unterrichtet und war erstaunt, wie sie miteinander umgingen. Einer ist schwarz, der andere gelb, der dritte weiß, einer ist in ein muslimisches Kopftuch gehüllt, und noch einer läuft mit einem „Davidstern“ herum. Auf meine Fragen antworteten sie: „Wissen Sie, das merken wir nicht.

Heute ist das vielleicht nicht mehr so. Aber in jenen Jahren sagten sie: „Wir sind so aneinander gewöhnt und so nah beieinander, dass uns die Äußerlichkeiten nicht stören.

Bemerkung: Zu den Vorteilen einer solchen Gesellschaft gehört, dass die Einwanderer eine Quelle des Wissens und qualifizierte Arbeitskräfte sind. Sie bringen neue Vorlieben, neue Stile, Musik, Kultur mit und bieten die Möglichkeit, andere Sprachen und Religionen kennenzulernen.

Alle diese kulturellen, wissenschaftlichen Interessen verschiedener Nationen verschwinden, sobald ein Konflikt auftaucht. Was hindert sie schließlich daran? Es scheint eine Erziehung zu geben, in die Milliarden investiert werden und trotzdem sehen wir, was jetzt, sagen wir, in Amerika passiert.

Antwort: Es ist die falsche Erziehung. Nichts wird helfen. Der Fehler ist, dass man ihnen nicht beibringt, wie man sich richtig annähert. Jedem wird in jeder Hinsicht Freiheit gewährt und man denkt, dass man so den richtigen Weg findet, um aufeinander zuzugehen. Und das ist falsch.

Die Natur kennt nur einen Weg der Annäherung – der Mensch muss sich über seine Natur, den Egoismus erheben und die Verbindung mit seinem Nächsten anstreben. Dies muss gelehrt werden. Es muss schrittweise eingeführt werden.

Ohne die menschliche Natur zu ändern, kann nichts gelöst werden. Das ist es, was wir heute angehen. Wir müssen die menschliche Natur verstehen, um überleben zu können.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 16.10.2020

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Alles blau

Stellen Sie sich vor, Sie stehen an einem sonnigen Januarmorgen vor Ihrem Haus. Der tiefblaue Himmel ist atemberaubend in seiner Klarheit und Sie könnten ihn stundenlang anstarren. Nun stellen Sie sich vor, Sie schauen geradeaus auf die Häuser und Bäume vor Ihnen. Sie erwarten braune Stämme und Äste zu finden, dunkelbraune Erde oder die Farbenvielfalt an den Wänden der Häuser in Ihrer Nachbarschaft, aber nichts davon ist da. Ihre Farbe hat sich in ein tiefes Winterblau verwandelt, genau wie der Himmel. Tatsächlich sind sie sich so ähnlich, dass Sie sie kaum von der Skyline unterscheiden können.

Nun schauen Sie nach unten und stellen sich den Boden vor. Eigentlich sollte er pechschwarz sein, wegen der asphaltierten Straße oder braun um die kahlen Bäume mit Flecken matschigen Schnees vom Schneesturm der letzten Woche. Aber das ist er nicht; er ist blau, tief, tiefblau, genau wie der Himmel über Ihnen und die Häuser überall, wohin Sie schauen. Die ganze Welt hat nur eine einzige Farbe: das tiefe, klare Blau des Winterhimmels.

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Kann man einen Abgrund überwinden, den niemand überwinden will?

Es steht geschrieben: “ Wo es keine Menschen gibt, versuche, ein Mensch zu sein“ (Mischna, Avot, 2:5). Dieses Sprichwort scheint sehr passend in einer Zeit, in der die Menschen jegliches Vertrauen ineinander und in die Autoritäten verloren haben und in der sie sich in Bezug auf die Zukunft hoffnungslos fühlen. Wir durchleben gerade ein hartes Erwachen, eine Abrechnung mit der Brüchigkeit unserer Gesellschaft.

Die Demokratie hat einmal mehr ihre Verwundbarkeit bewiesen. Italien war eine Demokratie, bevor es dem Faschismus zum Opfer fiel. Deutschland war eine Demokratie, bevor es dem Nationalsozialismus erlag. Selbst die Gründer des chinesischen Kommunismus hatten ursprünglich die Absicht, eine Demokratie zu gründen. Der berühmte Historiker Maurice Meisner schrieb über Mao Zedong: „Weder die Begriffe ‚Sozialismus‘ noch ‚Bolschewismus‘ erschienen in Maos ‚Manifest‘. Vielmehr war es ‚Demokratie‘, die Mao als ‚grundlegende Ideologie‘ des Widerstands gegen Unterdrückung bezeichnete.“ Nun scheint es, dass die Vereinigten Staaten von Amerika die gleiche Tortur durchmachen, in der ein Traum zu einem Albtraum wird.

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Zurück zu den Tagen der einzigen Wahrheit

Ich wuchs in Sowjetrussland unter dem Regime der kommunistischen Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (UdSSR) auf. In jenen Tagen war alles einfach: Es gab nur eine Wahrheit, die von der einen Partei ausging, und die konnte man in der einzigen Zeitung nachlesen, die treffend Prawda [Wahrheit] genannt wurde. Es gab keine anderen Ansichten zu hören oder zu sehen, und das ganze Volk wurde nach der einen existierenden Wahrheit erzogen und gebildet.

Auf der anderen Seite der Welt war der große Widersacher der Wahrheit: Amerika! Amerika hatte alle möglichen Ideen, wie z.B. mehr als eine Partei, und den Glauben, dass jeder das Recht auf seine eigene Meinung hat, auch wenn sie der Prawda widerspricht. Sie waren der Feind!

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Auf dem Weg zur Ähnlichkeit

Frage: Ist der Multikulturalismus als staatliche Politik ein Durchbruch oder ein Misserfolg? Manchmal scheint es, als ob die Menschen bereit wären, sich zu vereinen, aber die Politiker und die Medien lassen dies nicht zu und schüren den Hass zwischen den Völkern.

Antwort: An einem bestimmten Punkt unserer Entwicklung muss es Multikulturalismus geben aber irgendwann wird er keinen Platz mehr haben. Wir müssen an einen Punkt kommen, an dem wir erkennen, dass wir einfach Menschen sein sollten, die sich, ohne irgendwelche Unterscheidungen, so ähnlich wie möglich sein sollten.

Anmerkung: Sie haben einen Geschmack, ich habe einen anderen. Es wird immer Unterschiede geben.

Antwort: Das sind alles Gewohnheiten.

Anmerkung: Sie sagen immer, es sollte Vielfalt geben, da deshalb das Leben auf einer höheren Stufe entstanden ist.

Antwort: Schreiben Sie das nicht der Kultur zu. Wir werden nicht in eine Kultur hineingeboren, wir erwerben sie, deshalb ist sie nicht irgendeine zwingende Wahrheit.

Die Vielfalt sollte darin bestehen, dass wir dem Menschen ermöglichen, zu seiner vollständigen Verbindung mit anderen zu kommen.

Das Endergebnis, so heißt es, wird eine Sprache, eine Familie, eine Gesellschaft sein und alle werden einander sehr ähnlich sein. Die Tatsache, dass wir einander ähnlich sind, obwohl wir uns innerlich unterscheiden, wird uns Freude bereiten.

Aus dem Fernsehprogramm „Kommunikative Eigenschaften“ 16.10.2020

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Legale Drogen der bequeme Weg, um Menschen auszuschalten

Am 3. November entschieden die Bürger Oregons über etwas Zusätzliches als nur ihre Wahl für den Präsidenten der Vereinigten Staaten; sie entschieden sich für die Entkriminalisierung des persönlichen Gebrauchs von Heroin, Methamphetamin, LSD, Oxycodon und anderen harten Drogen. „Der heutige Sieg ist ein Meilenstein in der Erkenntnis, dass es an der Zeit ist, die Kriminalisierung von Menschen wegen ihres Drogenkonsums zu beenden“, sagte Kassandra Frederique, Geschäftsführerin der Drug Policy Alliance, die die Initiative anführte. Laut AP News berichtet die „Oregon Academy of Family Physicians“, die die Gesetzesinitiative unterstützt, dass „einer von 11 Bürgern in Oregon drogenabhängig ist.“

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Massenmedien

Medien haben schon immer eine wichtige Rolle bei der Bildung der öffentlichen Meinung und der Wahrnehmung der gesellschaftlichen Realität gespielt, aber in den letzten Jahren haben sie sich zu einer problematischen, kontroversen Kraft entwickelt.

Das Beispiel USA zeigt – und wenn wir ehrlich sind, dies ist die vorherrschende Tendenz auf der ganzen Welt – wie Medien ihrer Aufgabe, objektiv über aktuelle Ereignisse zu berichten, nicht nachkommen. Dies ist aber eigentlich ihre Aufgabe. Eine freie, moderne Welt sollte sich durch starke, unabhängige Medien auszeichnen, die als Hüter der Interessen der Menschen agieren, anstatt ein Sprachrohr für eine bestimmte Partei oder Gruppierung mit einer bestimmten finanziellen oder politischen Agenda zu sein.

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Ein Friedensvertrag oder nur Stückwerk?

Der neue Begriff für einen Friedensvertrag ist „Normalisierungsabkommen“. In den letzten Monaten hat Israel mehrere solcher „Verträge“ unterzeichnet, und weitere sind in Arbeit. Ich bin für Frieden, aber ich fürchte, dass die derzeitige Art wirklich bedeutet, dass die Länder nur ein Stück vom Kuchen haben wollen: von den wirtschaftlichen und technologischen Vorteilen des jeweils anderen zu profitieren. Das ist kein wirklicher Frieden und wird Israel keinen Seelenfrieden geben.
Oberflächlich betrachtet scheint es, als ob die arabischen Länder endlich begriffen haben, dass Israel zwar ein kleines Land ist, aber einen bedeutenden Einfluss auf das Geschehen in der Welt hat, und es sieht nicht so aus, als ob es in absehbarer Zeit verschwinden würde, wie unsere Feinde es sich wünschen. Obwohl Israel nicht sehr beliebt ist, ist sein Einfluss in jedem Land und jeder Region der Welt zu spüren. Das heißt die diplomatischen Beziehungen zu Israel sind für jedes Land von Bedeutung.

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