Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verwirrung'

Vermischen Sie die zwei Welten nicht!


Zwei Fragen, die ich über die Verbindung zwischen den körperlichen und den spirituellen Welten erhielt:

Frage: Wenn jemand beginnt, sich spirituell zu entwickeln, verliert er das Interesse an Dingen dieser Welt, einschließlich universitärer Studien. Ich verstehe, dass es wichtig ist, die beiden Welten unter einen Hut zu bringen. Ich kann jedoch die Verbindung zwischen der spirituellen Entwicklung und der akademischen nicht spüren. Es steht geschrieben, dass die Quelle des Leidens der Mangel einer Verbindung zwischen den verschiedenen Teilen der Schöpfung ist. Wie kann ich diese Verbindung in mir selbst verwirklichen: den Ruf nach Spiritualität, den ich entdecke und die Verantwortung als Student? Wie kann ich meine akademischen Studien mit dem Ziel der Schöpfung in Einklang bringen? Sollte ich die Antwort darauf selbst finden und meine Verwirrung als Teil meiner Entwicklung sehen?

Meine Antwort: Das ist richtig! Ihre Verwirrung ist Teil Ihrer Entwicklung. Mein praktischer Rat an Sie ist: Schaffen Sie in Ihren Gedanken, ihrem Verstand, einen freien Platz, den Sie für Ihr akademisches Studium verwenden. Und mit ihrem restlichen Verstand denken Sie über Spiritualität nach. Vermischen Sie nicht eine Welt mit der anderen und machen Sie Fortschritte in beiden. Viel Glück dabei!

Frage: Wie trenne ich das Alltagsleben vom spirituellen Leben?

Meine Antwort: Außer Kabbala in Ihrer Freizeit zu studieren, sollten sie in ihrem Leben nichts ändern. Um Verwirrung in der Kabbala, dem Studium „jener Welt“ während man in „dieser Welt“ lebt, zu vermeiden: versuchen sie, mit „einem Teil ihres Verstandes“ über Kabbala nachzudenken und mit dem anderen Teil über unsere Welt. Zeigen sie sich anderen Menschen gegenüber auf keine Weise anders, auch nicht anders als sie früher waren. Sprechen sie mit niemandem über Kabbala, außer mit den Leuten, mit denen sie studieren. Studieren sie die Artikel von Rabash über die Gruppe (siehe unten) und setzen sie diese in die Realität um. Das wichtigste ist, bei wenigstens einem Teil unserer täglichen Lektionen (siehe unten) (virtuell) anwesend zu sein.

emh

Verwandtes Material:
Rabashs Artikel über die Gruppe

Lektionen von Michael Laitman:
Tägliche Kabbala-Lektionen von Rav Michael Laitman, PhD, werden live auf Kabbala TV übertragen: 3:20 bis 6:00 israelische Zeit/2:20 bis 5:00 unsere Zeit, Sonntag bis Freitag und sind auf Kabbalah Media Archive archiviert

Die Naturgesetze kennen keine Kompromisse!


Eine Frage, die ich erhielt: Glauben Sie, dass sich die Lehre der Kabbala mit anderen Weisheitslehren verträgt? Oder wird sie im Zuge ihrer Verbreitung alles andere ablösen? Ich meine hier im besonderen Religionen, andere Interpretationen der Kabbala und andere Lehren generell. Wir, die die Kabbalah verbreiten, werden früher oder später darauf reagieren müssen. Wie sollen wir das tun?

Meine Antwort: Die Wahrheit wird irgendwann sowieso von selber erscheinen. Im Zweifelsfall durch langes Leiden, Kriege und Zerstörung. Jeder, der die Kabbalah verbreitet, ist durch den Gedanken motiviert, das Leid der Massen zu verringern. Deshalb gebe ich Dir folgende Antwort auf Deine Frage, wie wir reagieren sollen: Wir müssen die Wahrheit aussprechen und die Welt vor den zu erwartenden Leiden warnen. Sollen wir andere in diesem Prozess kritisieren? Generell nicht; denn die Entwicklung des Egoismus führt automatisch zum scheitern. D.h., dass die Menschen entweder ihre Ansichten ändern und selber zur Kabbala kommen werden. Oder sie werden alle von der Erdoberfläche verschwinden. Ein Kompromiss bedeutet immer, andere Meinungen mit einzuschließen. Das geht im Falle der Kabbala aber nicht, denn die Naturgesetze kennen keine Kompromisse.

sb

Nach vorne und aufwärts!


Eine Frage die ich erhielt: Ich habe seit mehreren Jahren in einer Gruppe studiert. Kürzlich habe ich bemerkt, dass ich Kabbala nicht studieren will. Empfinde ich so, weil mein Egoismus wächst? Ich fühle keinen Wunsch, mich zu korrigieren oder Ihm ähnlich zu werden. Statt dessen habe ich einen neuen Wunsch, den ich nicht verstehe. Warum geschieht mir so? Zu welchem Zweck ?

Außerdem kann ich das Gefühl nicht abschütteln, dass dieser Wunsch nicht der meine ist, als ob er von außen zu mir kam. Ich weiß nicht, was ich damit tun soll und je mehr ich versuche, diesen Wunsch zu ignorieren, desto größer wird er.

Meine Antwort: Eine Person sollte nichts vorzeitig über ihre spirituelle Entwicklung entscheiden, weil sie keine Ahnung hat, wie sie sich entwickeln und durch welche Stadien sie gehen muss.

Deshalb sollte sie sich bemühen, fortanzuschreiten und all das zu begrüßen, das sich an und in ihr offenbart, so wie es auf ihrem Entwicklungspfad notwendig ist. Einem Aufstieg geht immer ein Zustand der Verwirrung, des mangelnden Verständnisses voraus – und dann kommt Klarheit, eine neue Bewusstwerdung.

Vielleicht sind Sie bereits in solch einem Zustand, da ich Ihnen diese Antwort schreibe. Oder Sie haben ihn vielleicht bereits durchgemacht und suchen wieder, sich schwach und verwirrt fühlend – und wenden sich einem neuen Aufstieg zu?

bb

Ein Kabbala-Museum – ist so etwas möglich?

Außer dem Ausstellen von Quelltext-Manuskripten, kann es so etwas wie ein Kabbala-Museum nicht geben, da authentische Kabbala nichts auszustellen hat. Eine Ankündigung, die ich erhielt, behauptet jedoch etwas anderes: „Ein Museum, das sich exklusiv der Kabbala widmet, dem mystischen Aspekt des Judentums, wird am 25. Juni in Jerusalem, Israel, eröffnet.

Das Jerusalemer Kabbala-Museum – eines der ersten seiner Art – wird Artefakte, Amulette, Gewänder und historische Manuskripte ausstellen.

Das Museum wird eine Zeitachse der Kabbala offenbaren – von seinem Beginn bis zur modernen Zeit.

Das Museum wird einen starken Aufklärungssaspekt haben und für Interessierte persönliches Kabbalatrainung anbieten, als auch Israeltouren mit dem Schwerpunkt auf Plätzen von kabbalistischem Interesse.

Die Ausstellungen werden detaillierte Beschreibungen der berühmtesten Kabbalisten, Rabbis und Kabbalaschulen, ihrer Arbeit und Errungenschaften beinhalten.

Mein Kommentar: Es gibt ein Kabbalamuseum im Archiv des Bnei Baruch Centers, das Manuskripte von Baal HaSulam und anderen Kabbalisten beinhaltet. Authentische Kabbalah hat nichts mit „Artefakte, Gewänder und Amulette“ zu tun . Es geht um ausschließlich handgeschriebenes oder gedrucktes Material, das seinen Lesern die Gedanken der Kabbalisten enthüllt.

Spiritualität inkarniert nicht ins Körperliche und daher hat nichts in unserer Welt kabbalistischen Gehalt – außer Manuskripte. Genauso gibt es nichts Heiliges oder Spirituelles („spirituell“ meint die Eigenschaft des Schenkens) in Kleidung, Amuletten oder anderen „Exponaten“. Ein kabbalistisches Museum kann nicht existieren, weil es nichts „auszustellen“ gibt – Kabbala kann nicht ausgestellt werden. Es wäre treffender, dieses Museum „Mystik des Judentums“ zu betiteln.

hl

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Mythen über Kabbala