Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Vater'

Die gesamte Wirklichkeit ist ein einziges Gesetz

Alle Artikel von Kabbalisten über die gegenseitige Bürgschaft sind das Resultat ihrer Wahrnehmung der höheren Realität. Auf diese Weise geben sie deren Gesetze an uns weiter. Natürlich können diese Gesetze durch Formeln und graphische Darstellungen zum Ausdruck gebracht werden, wie in jeder anderen Wissenschaft auch.

Doch weil im Gegensatz zu anderen Naturgesetzen diese Erscheinungen von uns empfunden werden und es erwünscht ist, dass sie von uns verinnerlicht und nicht als trockenes Wissen durch reinen Verstand wahrgenommen werden, versuchen die Kabbalisten, sie in Form von Erzählungen, Briefen und Gleichnissen niederzuschreiben.

Man darf aber nicht vergessen, dass das, worüber sie schreiben, keine Moralpredigten oder Empfehlungen beinhaltet, sondern das Oberste Gesetz ist. Nur wird es uns in einer solchen Form dargeboten, dass wir uns möglichst gefühlsmäßig und geistig in Einklang mit ihm bringen können.

Denn auch die Natur dieser Welt in der Form, wie wir sie empfinden, stellt ein gewisses Gesetz dar. Und wenn wir kleine Kinder an das Leben heranführen, machen wir sie sehr langsam damit bekannt.

Während wir allmählich die Welt für sie öffnen, erschaffen wir Schutzmechanismen um sie herum. In der Natur existieren solche Mechanismen nicht, es gibt keine Einschränkungen – sie werden von uns erschaffen.

Genauso verhalten sich unsere spirituellen „Vater und Mutter“ (AwI) uns gegenüber, während sie uns mit der spirituellen Welt bekannt machen. Dort gibt es ebenfalls solche Hilfssysteme, die sie vor uns verbergen, sie enthüllen uns nach und nach, dass die gesamte Wirklichkeit ein einziges Gesetz ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ vom 15.10.2010

 

Verbindung  >  Kabbala Akademie

 

Um die Rabashartikel hören zu können

Baal HaSulam schreibt an seinen ersten Schüler und Sohn, Baruch Ashlag (RaBa“Sh: [Ra-bbi Ba-ruch Ash-lag]), Brief Nummer 38 aus dem Buch „Früchte der Weisheit“, dass man nicht mitten auf dem spirituellen Weg halten und aufgeben darf, bis man sein Ziel erreicht hat, braucht er die Kraft, um immer größere Hindernisse zu bewältigen.Und man kann sich nicht auf seine früheren Erfolge verlassen. Ganz im Gegenteil, alle gestrigen Leistungen werden zum neuen Verlangen, das den Menschen noch stärker zum Ziel hin stößt. Und das heißt nicht, das das gestern Erreichte seine Wunden heilen kann und ihm eine Erholung erlaubt.

Vielmehr muss er sich, bis er die Endkorrektur erreicht hat, darum kümmern, dass sein Verlangen zum Ziel jede Minute größer wird. Alles was er erreicht hat, verschwindet und der Mensch bleibt „nackt“, so muss er sich weiterentwickeln.

Es ist uns klar, dass Rabash eine riesige Arbeit durchgeführt hat, indem er ständig neben seinem Vater war und an allen Unterrichten teilgenommen hat.

Er war seinem Vater sehr ergeben, immer auf seiner Seite, in allen Familienstreits, die unter Verwandten von Baal HaSulam stattfanden, die teilweise gegen das Kabbalastudium gerichtet waren und sie von der Religionsgemeinschaft trennten.   

Rabash war ein erfolgreicher Schüler, der die spirituelle Enthüllung erreicht hat. Wir können nicht darüber entscheiden, welche Höhe er erreicht hat. Er ist zu gross, um uns zu erlauben, dies zu messen.

Man kann nur Vermutungen über die Größe seines Herzens und die Höhe seiner Stufe aufstellen, nach seinen Erklärungen unserer Zustände und der Notwendigkeit der Vereinigung.

Die Tiefe seiner Artikel und die praktische Bedeutung seiner Ratschläge haben wir noch nicht erkannt. Deshalb müssen wir uns weiter mit ihnen beschäftigen.

Das wichtigste in der Arbeit mit dem Artikel ist, 1) eine kurze Zusammenfassung des Artikels zu machen und 2) Schlüsse aus dieser Zusammenfassung zu ziehen. Ohne diese Arbeit kann der Artikel nicht als erlernt gelten.

Aus einem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam zu Rabash, 12.09.2010

Zur Kabbala Akademie

Die geheime Kraft einer Frau

In unserer Welt verhält sich ein Mann wie ein Macho gegenüber einer Frau, um zu zeigen, dass er höher, stärker, erfolgreicher als sie ist.

Das ist durch die Natur bedingt, obwohl in der spirituellen Natur alles umgekehrt ist. Da die Frau die neue Generation gebärt und den Mann zur Entwicklung antreibt, ist sie höher und wichtiger als er.

Genauso wie in unserer Welt eine Frau die neue Generation zur Welt bringt, erschafft der weibliche Teil auch in der Spiritualität eine neue Stufe, die näher zum Schöpfer ist.

Wer macht den Schritt der Annäherung an den Schöpfer? Der Mann setzt die Kraft in Bewegung, doch die Frau macht diesen Schritt, sie gebärt die nächste Stufe. In unserer Welt genießt der Mann dadurch, dass er nichts zur Welt bringt, eine größere Freiheit – …und macht das, was er will.

In der Spiritualität ist der Mann mit all seiner Freiheit vollkommen darauf ausgerichtet, die weibliche Kraft zu bedienen, um die nächste Stufe zur Welt zu bringen und sich zusammen mit der Frau der Spiritualität anzunähern.

Alles, was es in einem Mann gibt, bringt er in die Frau hinein und aus ihr kommt ihre neue gemeinsame Stufe heraus, genauso wie auch in unserer Welt, die eine natürliche Projektion der spirituellen Welt ist, wo ein Mann den Samen hineinbringt und eine Frau ihn entwickelt und die nächste Generation zur Welt bringt.

Frage: Was hat eine Frau, dass sie den Samen empfangen und ihn entwickeln kann?

Antwort: Es existieren in ihr zwei Kräfte, die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Ein Mann hat nur die Kraft des Gebens, er ist schwach, das ist nicht genug, um in der Natur existieren zu können. Und eine Frau hat sowohl die Kraft des Empfangens als auch die Kraft des Gebens.

Frage: Also symbolisiert sie die Schöpfung selbst?

Antwort: Sie symbolisiert die Schöpfung und die gesamte Schöpfung ist für sie erschaffen worden, das ist Bina, die Höhere Mutter.

Der Vater (Aba) hat nur die Kraft Chochma und die Mutter (Ima) hat sowohl Chochma als auch Chassadim, sie weiß auch, wie diese beiden Kräfte organisiert werden müssen, um den männlichen und den weiblichen Teil zur Welt zu bringen und sie anschließend voranzutreiben.

Die Entstehung, das Säugen, der Zustand des Erwachsenseins – all diese Etappen gehen von Ima aus.

Frage: Und all das wird in unsere Welt projiziert?

Antwort: Wir müssen verstehen, dass wir, wenn wir in unsere Welt in Übereinstimmung mit der spirituellen Welt die Korrektur hineinbringen, eine andere Welt sehen werden.

Es werden ganz andere Beziehungen in der Familie, zwischen Männern, Frauen und Kindern herrschen. Alles wird eine andere Form annehmen. Darüber steht geschrieben: „Ich sah eine umgekehrte Welt“.

Und wenn wir dagegen die Wissenschaft der Kabbala nicht anwenden, werden wir immer tiefer absteigen und wir mögen noch so viel in neue Schulen, Freizeitaktivitäten und öffentliche Einrichtungen investieren, es wird uns nichts helfen und unsere Welt wird bis zum völligen Verfall hinabsteigen.

Kabbala Grundkurs

Rabashs Erben

Es ist so gekommen, dass Baal HaSulam seine ganze Methodik an seinen ältesten Sohn Rabash (Rav Baruch Ashlag) weiter gegeben hat – dadurch, dass der Sohn sich vor ihm annulliert hat. Es war nicht einfach, eine solche Selbstannullierung zu vollbringen, denn der Vater hatte keine Nachsicht mit seinem Sohn.

Anderenfalls hätte er nicht genügend Anstrengungen unternehmen sowie Härte und Entschlossenheit beim Erreichen des Ziels an den Tag legen können. Baal haSulam war sehr streng, und dennoch schaffte es sein Sohn, auf alles zu verzichten und sich zu annullieren, obwohl es alles andere als einfach war, gerade weil er sein Sohn war.

Darum konnte Rabash die Hoffnungen erfüllen, die sein Vater auf ihn setzte. In der Geschichte gab es nur einzelne herausragende Beispiele dafür: Abraham, Rashbi, Baal HaSulam.

Heute begehen wir den Gedenktag von Rabash – seinen Todestag. Wollen wir hoffen, dass wir dessen würdig sind, die gleichen Bediengungen zu erfüllen und an seine Lehre anzuknüpfen. Denn nicht zufällig heißt unsere Organisation „Bnei Baruch“, was übersetzt „Söhne von Baruch“ bedeutet.

Wer ist die Hauptperson?

Das Buch Sohar, Vorwort, Artikel „Der Eseltreiber“, P.105: …Und es wurde gesagt: „Das ist Rav Hamnuna Saba“ – denn jetzt haben sie seine Stufe begriffen und verstanden, dass es Rav Hamnuna Saba selbst war, und nicht sein Sohn, wie sie bis dahin dachten.
Frage: Für gewöhnlich studieren wir, dass „der Sohn“ eine nächste Stufe „des Vaters“ ist. Warum steht in diesem Absatz geschrieben, dass der Sohn von Rav Hamnuna Saba eine kleinere Stufe, als er selbst ist?

Meine Antwort: Beim Abstieg von oben nach unten, ist die größere Stufe eine höhere Stufe, und „der Opa“ (auf hebräisch Saba) ist die höhere Stufe, unter ihr ist „der Vater“ (Aba), darunter „der Sohn“ (Ben).
Wir steigen die Stufen von unten nach oben hinauf, wir gehen sie in umgekehrten Reihenfolge durch: „der Opa“, „der Vater“, „der Sohn“. Und „der Sohn“ ist die höhere Stufe. Wenn wir jedoch absteigen, ist „der Sohn“ die niedrigste Stufe von allen.
Die Stufen, von welchen der „Eselstreiber“ kommt, sind die Stufen der Welten. Diese Kräfte steigen zu den Weisen herab, aus der Ebene aller 125 Stufen, als „der Opa“, „der Vater“, „der Sohn“.
Während bei dem Aufstieg dieser Weisen, die Stufen der Erkenntnis „der Opa – der Vater – der Sohn“ sich in ihnen von unten nach oben offenbaren, und „der Sohn“ ist die höhere Stufe.
Auszug desaus einem Unterricht nach dem Buch Sohar. Das Vorwort, 20.01.2011

Die Höheren Vater und Mutter, die uns verstehen

Das Ganze Universum wird in 3 Teile geteilt:

1. Die Wurzel des Lichtes, die alles beinhaltet, von der Welt der Unendlichkeit, mit vier Stufen der Verbreitung des Lichtes und dem Ausgangspunkt der Schöpfung bis zu Atik und Arich Anpin der Welt Azilut. Das alles heißt die Wurzel oder die Quelle des Lichtes Mochin (Chochma).

2. Das Licht Mochin (Chochma) selbst, das für die Schöpfung vorbestimmt ist, das wir so sehr ersehnen befindet sich in Aba we-Ima der Welt Azilut

3. Und SO“N (Seir Anpin und Nukwa) der Welt Azilut, sowie alles, was sich darunter befindet: alle Welten BE“A (Brija, Jezira, Assija) und alle Klipot, die tatsächlich auch die Teile von SO“N sind gehören zu den Geschöpfen, die das Licht Mochin empfangen.

Es ist wichtig den Unterschied zwischen der Quelle des Lichtes, Atik und Arich Anpin, und Aba we-Ima in allen Einzelheiten zu verstehen, um sich mit Aba we-Ima tatsächlich zu verbinden. Denn in ihnen ist die Wurzel der Geschöpfe enthalten, die wir folglich erreichen sollen. Sie heißen die Höheren „Vater“ und „Mutter“, die sich in der ununterbrochener Verschmelzung befinden (Siwug de-lo pasik).

Аtik und Arich Anpin nehmen für ihre Schöpfung nach dem Zerbrechen solche Teile des Wunsches mit, die mit ihnen früher keine Verbindung hatten. Deshalb erscheinen sie für uns so unendlich hoch und dienen als die Quelle des Lichtes Mochin.

Аtik nimmt G“E von Keter der Welt Nekudim. Arich Anpin nimmt den unteren Teil (АCHА“P) Keter der Welt Nekudim und darüber hinaus „stiehlt für sich“ die oberen, besten Teile aller übrigen Parzufim, wo sich das ganze Licht befindet (GA“R de-Aba, DA“R de-Ima, 7 Keter…) Er nimmt sich alles und bleibt davon unabhängig, was dort unten mit uns, mit den Geschöpfen geschieht!

Es erweist sich, dass Aba we-Ima der Welt Azilut nur den unteren Teil (SA“T) von Aba we-Ima der Welt Nekudim bekommen: Die Teile, die dort zum Zerbrechen geführt haben. Es bedeutet, dass sie aufgrund des Zerbrechens beschädigt wurden, und daran schuldig sind! Sie mussten sich annulieren, auch wenn sie selbst nicht zerbrochen sind, haben sie dennoch gelitten.

Jetzt sammeln gerade diese Aba we-Ima neue Parzufim aus den zerbrochenen Gefäßen -Wünschen der Welt Nekudim, und es hilft uns in der Korrektur sehr! Denn sie erreichen „die ununterbrochene Verschmelzung“ (Siwug de-lo pasik) und die „Allerheiligste“ (GA“R des Lichtes Chochma), aber das alles in den Wünschen, die gelitten und zum Zerbrechen geführt haben.

Und jetzt, wenn sie „Allerheiligste“ erreichen, sind sie fähig, für uns zu sorgen, denn sie sind durch alle Mangel selbst gegangen und haben die Korrektur erreicht. Jetzt sind sie bereit, für uns zu sorgen und uns von den Fehlern zu schützen, für uns tatsächlich die Höheren „Vater“ und „Mutter“ zu sein.

Wir hatten „Glück“, dass solche hohen Wünsche an der Spitze unseren gesamten Prozesses der Korrektur stehen.

Auszug aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 10.01.2011

Väter und Söhne

Es ist gesagt worden: Abraham zeugte Isaak und Isaak zeugte Jakob. In unserer Welt setzt der Sohn das Handwerk des Vaters fort, weshalb er „höher“ als sein Vater ist.

In der spirituellen Welt ist es genau umgekehrt: „höher“ ist derjenige, der „früher“ da war. Der Sohn ist ein Ergebnis der Handlung des Vaters, aber im schlechteren Zustand – im gröberen Wunsch. Deshalb stellt Isaak den Zustand dar, welcher niedriger als Abraham ist, und Jakob ist niedriger als Isaak.

Andererseits, je tiefer und stärker der Wunsch ist, desto mehr Möglichkeiten hat er, in der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer korrigiert zu werden. Deshalb ist jede neue Generation, im Hinblick auf die Entwicklung der Generationen, schlechter als die vorhergehende, kann aber  im Hinblick auf die Nutzung des Wunsches höher hinaufsteigen, d.h. mehr Licht erreichen.

Deshalb wird das, was Abraham wegen der kleinen Tiefe des Wunsches nicht machen konnte, in Isaak, in seiner linken, egoistischen Linie gezeigt. Diese Arbeit hat nichts mehr mit Abraham zu tun, er soll nur „verbinden,“ den erwachenden egoistischen Wunsch einschränken. Und Jakob verbindet sich schon mit beiden Kräften und beginnt, sich zu realisieren. Daraufhin entwickelt sich die Seele, die aus zwei Eigenschaften besteht.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“, 29.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Bonbons gehören nicht zu unserer Methode

Eine Frage, die ich erhielt: Brauchen wir einen Schirm, der uns erlaubt, die ganzen Genüsse, die für uns von dem Schöpfer vorbereitet wurden, loszuwerden?

Meine Antwort: Nein. Das Schöpfungsziel ist, zum Guten zu gelangen und zu genießen, es geht aber um uneingeschränkte Genüsse, die es in unserer Welt nicht gibt.

In dieser verschwindend dünnen Schicht der Realität bleiben wir „Tiere“, wir müssen jedoch zur Stufe Mensch aufsteigen, wo endlose Genüsse enthalten sind. Dann, indem wir das gebende Kli entfalten, werden wir ohne Einschränkungen genießen.

Das Ziel des Menschen besteht nicht darin, zu leiden. Wir müssen verstehen, dass wenn wir im Moment Leiden in unserer Welt verspüren, dann nur, damit diese uns zu den wahren Genüssen treiben.

Rabash führt als Beispiel einen Vater an, der seinen Sohn aus der Fabrik entlässt, damit er dort nicht sein Leben lang bleibt, sondern sich weiterentwickelt.

Wenn wir auf etwas Unangenehmes stoßen, merken wir nicht, dass wir dadurch wie kleine Kinder erzogen werden.

Es gibt keinen anderen Weg. Man darf sich nicht immer von Bonbons verlocken lassen, denn dann werden sie zu deinem einzigen Ziel.

Und ohne Bonbons entwickelt sich dein Verstand, du fängst an, die Situation einzuschätzen und dich in ihr zu orientieren.

Dank der Umgebung und der Korrekturmethode begreifst du jedes Mal, was mit dir geschieht, stimmst dem Unterrichtsplan zu und durchläufst ihn Schritt für Schritt freiwillig.
Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Die Familiensaga aus den Zehn Sfirot

Eine Frage, die ich erhielt: Können sie mit irgendwelchen allgemeinen Wörtern erklären: was wir jetzt im 15. Teil des TES studieren? Denn ich verstehe nichts.

Meine Antwort: Der 15. Teil des Buches „Die Lehre der Zehn Sfirot“ heißt „Der Aufbau der Nukwa“.

Anfangs geschah ihre Bildung, dann das Zerbrechen, und jetzt studieren wir, wie man sie wieder aufbaut, das heißt in welcher Reinfolge ihre Bruchstücke und mit Hilfe welcher Kräfte erhoben werden, sowie in die korrigierte Konstruktion zusammengelegt werden.

Deshalb heißt dieses Kapitel: „Der Aufbau der Nukwa“. Der Autor sagt: „Wenn du sie aufbauen willst, dann sollst du bitte lernen, mit ihrem Material zu arbeiten, denn es wird Widerstand leisten, weil ihre Teile voneinander abhängig sind und den eigenen Charakter haben.

Und wie kann man das Notwendige für „den Aufbau der Nukwa“, meiner Seele bekommen? Denn ich habe eigentlich nichts!

Wenn ich mir die Frage stelle, dann sehe ich die Erklärung. Es ergibt sich, dass an ihrem Aufbau die höheren Teilnehmer – der Vater und die Mutter (Aba we Ima) beteiligt sind, von denen das ganze Licht der Weisheit und der Kraft kommt.

Aber du kannst nicht von ihnen, sondern von zwei unteren Stufen bekommen, die zu dir näher stehen. Von ihnen wird zu dir das Licht Chassadim/Kraft und das Licht Chochma/Wissen kommen.

Du sollt sie kennen, um mit ihnen solche Beziehung aufzubauen, die dir zulassen wird, genauso wie sie zu sein. Denn bis jetzt stellst du das formlose Rohmaterial dar!

Wenn du aber beginnen wirst, mit ihnen die Beziehungen aufzubauen, dann wirst du nach jedem Kontakt mit ihnen die Formen erwerben. Wie der Abdruck eines Stempels. Diese Formen, die du einkleiden wirst, heißen „der Aufbau der Nukwa“.

Baal HaSulam beschreibt es mit der Sprache des Gefühls, er erklärt, wie sich das geistige System zu dir verhält. Er führt dich in den Kontakt mit der Geisteswelt ein, die du allmählich entdeckst.

Man muss nur wollen, dass sie geöffnet wird! Und wenn du sie enthüllst, dann wirst du sehen, dass sie sich einer Familie gleicht, die du in unserer Welt kennen lernst: Vater, Mutter, Großmutter, Großvater, Geschwister.

Du gehst in die Familie ein, wo jedes Mitglied den eigenen Charakter und den Status, die Verbindung und die Probleme hat. Und du sollst in diese Familie eingehen und dich darin einordnen, wonach du die bestimmte Form bekommen wirst.

Es ist das sehr lebendige und menschliche Bild, das dir allmählich klar wird, als ob du über das Leben und seine Gesetze in der Psychologie liest.

Schwierig ist der erste Kontakt, bis du „die Tür geöffnet hast, und ins Haus eingegangen bist“ kannst du nur vermuten, was es dort gibt. Und wenn du dann hineingetreten bist, dann musst du dich anpassen.

Aus dem Unterricht nach dem „TES“ „, 10.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wie kann man die Kinder durch Gutes beeinflussen?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, „das Kind in der Tora und in den Geboten“ großzuziehen, sowie es in der Absicht des Gebens dem Schöpfer zu belehren?

Meine Antwort: „Die Gebote“ sind eine stufenweise Korrektur unseres egoistischen Wunsches, des Wunsches zu genießen, der auf jeder Stufe mehr geöffnet wird, um die Liebe zwischen uns zu zerstören.

Wenn wir aber diese uns abstoßende Selbstsucht zum Geben hin korrigieren, dann wird gerade darin die Liebe empfunden, d.h. der Wunsch wird zu unserem Verbündeten.

Es heißt „die Tora und die Gebote“ eben. „Die Тоra“ ist ein Licht, das zur Quelle zurückführt, zum Geben und zur Liebe, und „die Gebote“ sind die Handlungen der Korrektur der Wünsche des Menschen auf das Geben und die Liebe.

Die Tora ist also die Methodik, die uns ermöglicht, die Liebe, die Vereinigung und das Geben zu erreichen, weil darin das Licht, die Kraft der Korrektur eingeschlossen ist.

Dieses Licht hat den Wunsch geschaffen, den nur es korrigieren kann. Aber es gibt eine Bedingung: wir sollen die Korrektur wünschen, die Handlungen des Lichtes hervorrufen. Das ist die Rolle des Menschen eben.

Das Kind wird nicht vom Vater oder von der Mutter, sowie nicht von der Lehrerin in der Schule erzogen. Auch wenn du der größte Kabbalist wärst, hättest du es nicht großziehen können, denn dazu wäre nur die richtige Gesellschaft in der Lage.

Es spielt keine Rolle, wieviel die Eltern in das Kind anlegen, weil es eigentlich nicht von ihnen lernt, sondern von der Umgebung – es bekommt auf der Straße, in der Schule alle Modelle des Verhaltens und seine Lebenswerte. Den Vater und die Mutter nimmt er in Form des Systems, und nicht der Umgebung wahr.

Die Umgebung ist das, was dem Kind am nahsten ist, sie spricht die verständliche Sprache, befindet sich auf seinem Niveau. Das Bedürfnis der Umgebung entsteht mit 3-4 Jahren, und man muss es in die gegebenen Rahmen unterbringen.

Wir studieren in der Wissenschaft der Kabbala, dass wir nur den uns gleichen oder den höheren Parzuf empfinden, der zu uns heruntergestiegen ist.

Darüber hinaus nehmen wir nichts wahr. Deshalb nimmt das Kind den Vater und die Mutter als die Menschen wahr, die verpflichtet sind, es zu bedienen.

Aus diesem Grund ist die Erziehung nur mit Hilfe der Umgebung möglich. Schaffen Sie die richtige Umgebung für ihre Kinder, und dann werden Sie die Kinder beeinflussen können!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 10.10.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>