Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ursprung'

Wie sich Egoismus mit Kabbala vergleichen lässt


Selbstsüchtige Religion: Nature und Science, die beiden meistzitierten Wissenschaftsmagazine veröffentlichten synoptische („gesamtbildnerische – alle Standpunkte berücksichtigende“ Anm. d. Ü.) Artikel über den Ursprung der Religion („Der Ursprung und die Evolution religiöser Prosozialität (engl.)“ in Science und „Religion: zum Glauben verpflichtet (engl.)?“ in Nature). Dieses Thema wurde nach der Veröffentlichung von Richard Dawkins Buch „Die Gottestäuschung“ wieder populär. Dawkins nimmt an, dass die Verbreitung von Computerviren und biologischen Viren gleichbedeutend ist mit der Ausbreitung von religiösen Ideen: Dass ihre Ausbreitung auf einem egoistischen Mechanismus basiert – und wir deshalb anfällig für religiöse Ideen sind.

Altruistische Religion: Die kanadischen Psychologen Ara Norenzayan und Azim Shariff der University of British Columbia gingen sogar noch weiter. In einem im Science Magazin veröffentlichten Artikel nehmen sie an, der Wert der Religion müsse gekoppelt sein mit der Stimulation von positivem Verhalten und dem persönlichem Beispiel sowie mit dem egoistischen Bedürfnis der Leute, fortwährend ihre hohen moralischen Qualitäten, ihre Vertrauenswürdigkeit und Bereitschaft ihre persönlichen Interessen zum Wohl der Gesellschaft zu opfern, darzustellen.

Kabbala: Diese Ideen werden von der Kabbala übertroffen, die es dem Menschen erlaub, vollkommen über den Egoismus hinauszuwachsen und ihn „absolut wertvoll“ für die Gesellschaft zu machen, indem man alles gibt und nur das empfängt, was zum Leben und Schenken notwendig ist. In diesem Szenarium ist der Verdienst nicht das, was man von der Gesellschaft empfängt, sondern was vom Schöpfer kommt – die Nähe zum Schöpfer. Das ist es, was einem die Energie und Inspiration verleiht, ernsthaft zum Wohle der Gesellschaft zu arbeiten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Religion ist eine kulturelle Tradition, Kabbala ist die Methode der Korrektur
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Baal HaSulam Artikel: Frieden in der Welt

Als Kabbalist geboren werden


Früher, vor der Zerstörung des Tempels, wurden Kinder in eine Gesellschaft hineingeboren, welche die Höhere Welt und den Schöpfer wahrnehmen konnte und deren Leben auf spirituellen Gesetzen basierte. Die Kinder empfanden das Verhältnis von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als eine einleuchtende Gegebenheit des Lebens. Sie sahen ständig die Erwachsenen, die dieses Beispiel vorgaben und nach einer noch größeren Verbindung mit dem Schöpfer strebten, den sie klar wahrnehmen konnten. Kinder verstanden, dass sie in diese Welt hineingeboren wurden und nur vorübergehend in ihr anwesend waren, um mit Ihm eine Verbindung herzustellen.

In der Bnei Baruch Gruppe nehmen unsere Kinder (und Enkelkinder) an den Kabbala-Lektionen teil, die speziell für sie vorbereitet wurden. Ihre Beziehungen werden unter der Anleitung von Lehrern, gemäß den Prinzipien der Tora (Schenken und Liebe für die Freunde), aufgebaut. Sie verstehen völlig, dass sie und alle Menschen im Allgemeinen untereinander verbunden sind. Die Lektionen finden sonntags während des ganzen Tages statt. Samstags kommen die Jungen mit ihren Vätern zur Morgenlektion und bleiben dann den ganzen Tag über. Wir haben einen speziellen Kurs für sie. Alle paar Monate gebe auch ich eine Lektion (einen Test) für alle Kinder.

Es ist eine große Freude, sie zu sehen und zu hören, ihre Fragen und Antworten und die heranwachsenden Menschen zu beobachten, wie sie der Welt eine völlig neue Perspektive geben. Wir verstehen nicht, was es bedeutet, das wahre Bild der Welt während der Kindheit zu bekommen, um den Ursprung der Welt, deren Bedeutung und Sinn zu verstehen. Dieses Bild durchdringt das Bewusstsein eines Kindes und verbleibt in ihm als seine Natur. Wenn wir ihr tägliches Verhalten beobachten, wenn sie zusammen oder getrennt sind, wenn sie in unserem Zentrum sind oder außerhalb, in der Kindertagesstätte oder in der Schule, können wir sehen, dass sie sich anders verhalten und eine bestimmte, verfeinerte, innere, spirituelle Eigenschaft haben. Ihre Ähnlichkeit zur Höheren Kraft garantiert ihnen Erfolg und Sicherheit in unserer Welt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Unterricht für Kinder – Jeden Sonntag
Blog-post: Kinder, Seelen und der Punkt im Herzen
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Wer kann Kabbala studieren?

Das Umgebende Licht wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken


Fragen, die ich über das Umgebende Licht erhielt:

Frage: Ist das Umgebende Licht eine Kraft, die immer auf uns einwirkt, selbst wenn wir nichts davon wissen?

Meine Antwort: Das Umgebende Licht (Or Makif) wirkt nur auf uns, wenn wir es erwecken.

Frage: Entwickeln wir durch das Studieren der Kabbala einen Sinn, der uns befähigt, die Einwirkung des Umgebenden Lichtes wahrzunehmen?

Meine Antwort: Ja, es sorgt dafür, dass jemand danach verlangt die Eigenschaft des Gebens zu erwerben.

Frage: Das Umgebende Licht verändert uns so, dass wir eine Absicht „für Ihn“ erzeugen?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Können wir die Verbindung mit dem Umgebenden Licht einüben, während wir über unsere Empfindungen aus der Kabbala nachdenken oder während wir ein Gespräch mit jemand haben, der nicht Kabbala studiert?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Kann das Or Makif fortwährend auf uns einwirken, wenn wir im Korrekturprozess voranschreiten?

Meine Antwort: Es wirkt nur auf uns ein, wenn wir es erwecken.

Frage: Wirkt es auch vor dem Machsom auf uns ein oder nur danach?
Meine Antwort: Es kann zu jeder Zeit und an jedem Ort auf uns einwirken.

Frage: Sind die Veränderungen in den Empfindungen und der Wahrnehmung der Wirklichkeit in uns, schon vor dem Machsom eine Folge der Einwirkung dieser Kraft?

Meine Antwort: Ja – immer.

Frage: Führt uns das Or Makif in Richtung Ziel – ob wir wollen oder nicht?

Meine Antwort: Das Or Makif bewegt einen in dem Maße in Richtung seines Ursprungs, in dem man danach verlangt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mit dem Schöpfer Verstecken spielen
Blog-post: durch die Entwicklung der Verlangen entwickelt die Kabbala…

Kabbala ist da, wenn einem die Decke auf den Kopf fällt!


Eine Frage, die ich erhielt: Mein ganzes Leben lang habe ich das Gefühl, dass mir die Decke auf den Kopf fällt! Dauernd passiert mir etwas Schlechtes und ich bin nur dabei, das alles zu überleben. Warum passiert mir das? Und was soll ich mit diesen Situationen anfangen? Ich möchte auch betonen, dass es mir nicht so sehr um die Frage „Was ist der Sinn meines Lebens?“ geht, sondern eher um die Frage „Warum passiert mir das alles?“.

Meine Antwort: Beide sind die gleiche Frage. Wie Baal HaSulam in Punkt 2 in der Einführung zum Talmud Eser Sfirot schreibt: „Was bedeutet Leiden?“ und „Wer braucht es?“. Das Studium der Kabbala hilft Ihnen dabei, alles zu verstehen. Und warum gerade Kabbala? Weil Kabbala die einzige Wissenschaft ist, die den Ursprung unserer Existenz erklärt. Zur Zeit erleben Sie diese Quelle im Negativen. Sie sind jedoch in der Lage, die Art, wie sie Sie behandelt, zu ändern.

Ich wiederhole, der Schöpfer ist die einzige Quelle von allem, das Ihnen geschieht, weil er die gesamte Existenz lenkt. Wenn Sie Kabbala studieren, dann werden Sie herausfinden, warum Er Sie zu jedem gegebenen Zeitpunkt so behandelt, wie Er das tut. Ihre Frage über die Bedeutung und den Ursprung von Leiden ist eine kabbalistische: Leiden stellt den Anfang einer Erkenntnis dar, in der man sich als menschliches Wesen wahrnimmt, d.h. als einen Menschen, der seine Beziehung zum Schöpfer aufnimmt.

Verwandtes Material:
Artikel: Wer bin ich?
Kabbalah Today: A New Direction
What is the Meaning of Life? – Rav Michael Laitman PhD talks about the Wisdom of Kabbalah

Kritik des Buches „Meeting Kabbalah“


Am 22. April 2008 erschien in der größten Zeitung Israels, HaAretz, eine ziemlich negative Kritik des Buches Meeting Kabbalah, das von der Bnei Baruch Organisation in Hebräisch herausgegeben wurde. Meeting Kabbalah ist eine Ansammlung meiner Gespräche mit israelischen Autoren, Schauspielern, Musikern, Sängern und sozialen Aktivisten. 

Als wir die Redaktion der Zeitung nach der negativen Kritik fragten, erwiderte ihr Kritiker, Tomer Persiko, darauf mit fünf Fragen, in denen er unseren Aussagen widersprach. Hier sind sie:

1. Sie behaupten, dass alle Methoden, außer Kabbala, darauf beruhen, einen Menschen herabzusetzen. Haben Sie alle diese Methoden getestet? Wenn das nicht der Fall ist, worauf stützen Sie Ihre Behauptungen?

2. Sie beharren darauf, dass Kabbala seit der Zeit Abrahams existiert, aber zeitgemäße Forscher sagen, dass sie im dreizehnten Jahrhundert gegründet wurde und ihre Arbeiten bestätigen dies. Haben Sie Beweise für Ihre Auffassung?

3. Sie beharren darauf, dass Das Buch Sohar im zweiten Jahrhundert unserer Zeitrechnung von Rashbi geschrieben wurde, während heutige Forscher sagen, dass es von einer Gruppe Kabbalisten unter der Leitung von Rabbi Moshe de Leon im dreizehnten Jahrhundert verfasst wurde und sie können für ihre Behauptungen Beweise vorbringen. Haben sie Beweise für Ihre Behauptungen?

4. Sie behaupten, dass Kabbala eine Wissenschaft ist, aber in welchem Sinne ist sie eine Wissenschaft, wenn sie sich auf metaphysischen Annahmen beruht (z.B. die Existenz der Sefirot), deren Existenz nicht bewiesen werden kann?

5. Sie behaupten, „der einzige Weg, durch den der Mensch eine Anbindung an den Schöpfer erreichen kann, ist eine Gruppe“ und meinen damit – eine kabbalistische Gruppe unter Ihrer Führung. Jedoch sind Sie nicht bereit, Homosexuelle in Ihrer Gruppe zu akzeptieren und raten ihnen, alleine eine Anbindung an den Schöpfer zu erreichen. Welche Antwort haben Sie auf diesen Widerspruch?

Wie würden Sie diese fünf Fragen beantworten?

sd