Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was ist der Gedanke?

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Gedanke?

Meine Antwort: Der Gedanke ist das Begreifen dessen, was ich fühle, d.h. welche Gründe, Ziele und Folgerungen haben meine Gefühle. Der Gedanke ist das, was sich innerhalb des Wunsches, in der Empfindung innerhalb des Wunsches befindet.

Der Gedanke ohne Wunsch ist unbegründete Philosophie. Es gibt die Materie und die Form, welche diese Materie annimmt. Es gibt die Empfindung der Form der Materie, und es gibt den Gedanken „warum empfindet die Materie auf diese Weise“.

Eine weitere Frage: Sollen wir alle in einem Gedanken sein, „wie ein Mensch mit einer Meinung, mit einem Gedanken“?

Meine Antwort: Wir sollen den Zustand erreichen, wo unsere Wünsche für alle und integral werden, und es gibt keinen Unterschied in den Gedanken, in den Wünschen und in den Lichtern, welche sich in uns wie ein Licht erstrecken.

Aber jeder wird weiterhin das eigene Privatleben empfinden, wie es im lebendigen Organismus geschieht: das Herz funktioniert anders, als die Lungen, aber es gibt ein allgemeines Leben des Körpers – oberhalb des Eindruckes und der Empfindung eines jeden Organs. Und dieses höhere Leben, das alles weiterhin leben, heißt Elokut (das Geistesleben).

Jedes gesonderte Organ besitzt ein eigenes Leben, übt seine Tätigkeit (Funktion) aus, die es für Zusammenleben des ganzen Körpers erfüllt, und es gibt das Zusammenleben des ganzen Körpers.

Alles ist vereinigt, und das Eine hebt das Andere nicht auf – sowohl der ganze Hass als auch die ganze Liebe, nichts geht verloren, es gibt kein Verschwinden im Geistigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 13.10.2010

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Die Scham ist eine nützliche Eigenschaft

Der Schöpfer hat in uns eine besondere Eigenschaft, ein Mittel zur Entwicklung , „Scham“ genannt, geschaffen.

Wenn ich mich als den Empfangenden wahrnehme, dann wird es mir „peinlich“ sein, weil es mein „Ich“, meinen Status, die Empfindung meiner Persönlichkeit berührt.

Denn der Schöpfer hat uns aus dem Licht erschaffen. Wir kommen also aus dieser sehr hohen Quelle. Wobei die Empfindung des Empfangen dem Licht entgegengesetzt ist. Deshalb fühlen wir uns als die Demütigen.

Nur das Tier empfindet diese Scham nicht. Der Hund frisst das ihm hingeworfene Fleischstück ohne jede Einschränkung auf. Wenn man so etwas dem Menschen vorwirft, dann hängt alles davon ab, in welchem Zustand er sich gerade befindet.

Wenn er vor Hunger stirbt und dadurch sein Leben gerettet wird, das heißt vom menschlichen Niveau zum tierischen herab fällt, wird er auch keine Scham empfinden. Oder er wuchs unter den Bedingungen auf, wo das Empfangen natürlich war.

Aber wenn man dem Menschen der einen Stolz und die Empfindung seiner Persönlichkeit hat Almosen gibt, dann wird ihn das verletzen.

Der Schöpfer hat uns absichtlich auf diese Weise erschaffen, damit wir fühlen, inwiefern unser Wunsch zu empfangen, dem Wunsch zu geben (der Eigenschaft des Schöpfers) gegenüber, verachtungswürdig und geringfügig ist und damit dieser Unterschied uns die Kraft gibt hinaufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen „, 07.10.2010

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Die wilden Menschen und die friedlichen Tiere

Frage: Wofür waren die Versündigung Adams und sein Zerbrechen notwendig? Was ist danach entstanden, dass das Licht im Geschöpf nicht direkt schaffen konnte?

Antwort: Das Licht konnte dem Geschöpf den Status des Schöpfers, das Begreifen: „Wer bin ich?“ nicht geben, es ist unmöglich, es einem anderen zu übergeben.

Die Versündigung mit dem Baum der Erkenntnis ist ein besonderer Zustand, worin der Genuss die Scham übertrifft.

Überall, auf allen Stufen, unabhängig von den geoffenbarten (enthüllten) Zuständen, in jeder Entscheidung steht das Geben über dem Empfangen – deshalb werden diese Welten als die Heiligen Welten bezeichnet. Und hier nicht ! Hier ist das Empfangen wichtiger als alles andere!

„Ich aß (vom Baum der Erkenntnis) und werde noch mehr essen!“ – ich bin nicht in der Lage, von diesem Genuss festgehalten?? zu werden. Ich bin im Begriff, für mich zu genießen – egal was weiter passiert! Und was mit dem Gebenden passiert, interessiert mich überhaupt nicht.

Ich habe keine Widerstandskraft… Die Schlange, die innerhalb des Menschen erwacht, öffnet in seinem Inneren solchen Abgrund des leeren Wunsches, worin der Unterschied zwischen dem Tier und dem Menschen besteht.

Bis zur Sünde, waren Adam und Chawa (Eva) auf dem tierischen Niveau. Und nach der Versündigung, wurden sie zu den „wilden Menschen“ – aber schon zu den Menschen, wenn auch zu den sündhaften!

Andernfalls verliert die ganze Schöpfung ihren Sinn, denn es war im ursprünglichen Vorhaben beabsichtigt, den Menschen dem Schöpfer ähnlich zu machen. Und der Motor der Schöpfung ist gerade die Offenbarung dieser Scham, des Bruches zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf.

Auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau ist das Geschöpf nicht vom Schöpfer getrennt, es erfüllt alle Seine Befehle und widerspricht Ihm in keinem Wunsch.

Und in diesem neu geoffenbarten Wunsch, in dieser neuen Leere, die das Geschöpf empfindet, begreift es, dass es dem Schöpfer entgegensteht, dass es der Gast ist, und Der Schöpfer – der Gastgeber.

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Die spirituelle Mathematik

Eine Frage, die ich erhielt: Warum gibt es 12 Stämme, und nur 10 Sfirot?

Meine Antwort: Manchmal sprechen wir über 10 Sfirot, manchmal über 5 Stadien, manchmal über 6 Stufen – wenn es sich um Seir Anpin (S“A) handelt.

In Wirklichkeit gibt es nichts, außer 5 Stadien. Die Ergänzung erfolgt aufgrund der Betonung, dass es in S“A nicht mehr als 6 Stufen gibt, wonach anstelle der 5 allgemeinen Sfirot, die 10 berechnet werden.

Manchmal wollen wir betonen, dass diese 10 Sfirot nach drei Linien geordnet sind. Dann sprechen wir darüber, dass in jeder Eigenschaft, in jedem Stadium, in jeder Sfira – auch ihre eigene Beziehung zu den anderen Sfirot existiert, entsprechend der linken, rechten und mittleren Linie.

Dann sprechen wir anstelle der 10 Sfirot über 12 Sfirot Stämme: der 4 Buchstaben Name des Schöpfers HaWaJaH (Chochma, Bina, S“A und Malchut) multipliziert mit drei Linien ergibt insgesamt 12. Es ist die einfachste Weise einen bestimmten Unterschied zu betonen.

Manchmal sprechen wir über 13, manchmal über 7 (S“A und Malchut), manchmal über 8 (S“A mit eigener, sowie mit abgesonderten Malchut). Und so weiter.

Keinesfalls darf man denken, dass dadurch irgendwelche Sfirot oder Teile des Parzufs verloren gehen.

Wir verwenden verschiedene Berechnungen nur, um den laufenden Zustand zu äußern, in dem sich die Kräfte der Seele befinden: die rechte Linie, zwei Linien, drei Linien, der kleine Zustand (Katnut), der große Zustand (Gadlut)

Wir sprechen bspw. darüber, dass es im kleinen Zustand nur G“E und kein gibt. Aber er wird in diesem Moment einfach nicht benutzt, da es darauf keine Kraft des Schirmes gibt.

Alle Definitionen richten uns nur auf die Kraft aus, mit welcher der Wunsch in Stärke von 10 Sfirot benutzt wird.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.10.2010

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Wie vertieft man sich in das Buch Sohar

Der Sohar, Kapitel „Wajechi„, Punkt 376: Wo auch immer Segnungen gefordert werden, sollte der Schöpfer, Malchut, zuerst gesegnet werden. Und wenn der Schöpfer nicht zuerst gesegnet wird, dann werden die Segnungen nicht fortbestehen.

In den heiligen Büchern lesen wir über die spirituellen Zustände, die wir in der Zukunft empfinden werden. Wir empfinden jedoch noch nicht den Text, der in solcher Form von den Kabbalisten geschrieben wurde.

Aber es ist unmöglich, die Spiritualität anders zu beschreiben – man nimmt also die Worte aus der materiellen Welt. Denn in der Spiritualität gibt es eigentlich keine Worte. Wie kann man darüber erzählen? Wie kann man Erscheinungen erklären, die nicht in unserer Welt existieren?

Man muss aus unserer Welt etwas Ähnliches nehmen, und mit diesen Worten die Spiritualität beschreiben. Der Mensch, der sich nicht darin befindet, versteht auf keinen Fall,worum es sich „dort“ handelt, und liest einfach durch.

Wenn wir jedoch über die Spiritualität lesen, ohne sie zu empfinden, aber dennoch wünschen, das Gleiche zu fühlen, was die Kabbalisten enthüllt haben, und worüber sie in ihren Bücher schrieben – wie Rabbi Schimon mit den Schülern, die Autoren des Buchs Sohar, Baal HaSulam, der den Sohar mit seinen Kommentar ergänzt hat, wenn wir uns also wünschen, mit ihnen verbunden zu werden, damit ihr Begreifen und ihre Kraft auf uns einwirkt – dann entwickeln wir uns ebenso natürlich, wie das kleine Kind, das neben dem Erwachsenen aufwächst, und von ihm alles lernt, was nur möglich ist.

Deshalb sollen wir uns beim Lesen des Sohars in der Absicht den Autoren möglichst näher kommen. Und in der Spiritualität ist die Nähe durch die gleichen Eigenschaften gekennzeichnet, im Unterschied zur materiellen Wahrnehmung der Nähe oder der Weite. In der Spiritualität nähere ich mich jemandem, wenn ich seine Eigenschaften annehme und ihm ähnlich bin.

Die Eigenschaft der Sohar Autoren ist das Geben, und unsere das Empfangen. Wie können wir also einander näher kommen? Wenn ich mir vorstelle, dass ich mich unter Freunden befinde, und mich vor ihnen aufhebe, dann erreiche ich den Zustand, worin wir uns gemeinsam in einem Wunsch, uns zu verbinden, bemühen – und dadurch nähern wir uns also den Sohar Autoren, ihrem Zustand der Einigkeit, der auf uns folglich einwirkt.

Der Zustand selbst, in dem wir miteinander verbunden sind, mithilfe des Gebens, mit dem Besitzer der Eigenschaft des Gebens – mit den Sohar Autoren, mit dem Text, den sie schrieben – wirkt auf uns ein.

Und obwohl wir nicht verstehen, worüber sie uns erzählen, uns aber trotzdem wünschen, von den Weisen zu lernen, weil sie eben die Erfahrenen sind, – dann wirkt ihre ganze Kraft und das Begreifen, die sie in diese Bücher gelegt haben auf uns ein – und wir beginnen uns zu verändern. Es ist also unsere Arbeit – unter denselben natürlichen Bedingungen dieselben Etappen der Entwicklung durchzugehen. So kommen wir voran.

Man muss also beim Sohar Lesen nicht vergessen, wie man sich mit ihren Autoren verbinden kann. Dann wird uns der innere Sinn offenbart, wir werden uns in das Buch vertiefen können, wir werden folglich zu seinen Teilnehmer.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 24.09.2010

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Der Unterschied zwischen Heiligkeit und Unreinheit

Eine Frage, die ich erhielt: Es steht geschrieben, dass man sich am Sukkot-Fest freuen soll. Was bedeutet die Festtagsfreude?

Meine Antwort: Freude ist die Folge der Erkenntnis und der Verbindung. Freude daran, dass man dem Schöpfer Genuss bereitet hat.

Es gibt die Welt der Unendlichkeit, die leer ist – das ist das Gefäß des Schöpfers. Und ich erfülle Ihn durch die Gruppe. Diese Erfüllung des Schöpfers ruft in mir Freude hervor.
Am Anfang habe ich mich leer gefühlt und von Ihm die Erfüllung verlangt. Doch dank des Studiums in der Gruppe habe ich verstanden, dass ich mich nur erfüllen kann, indem ich den Schöpfer erfülle, damit mich das Geben an den Schöpfer erfüllt, wie eine Mutter erfüllt wird, wenn sie den Säugling erfüllt.

Denn es ist für mich unwichtig, ob ich empfange oder gebe. Wichtig ist die Erfüllung, und diese kann nur erreicht werden, wenn Er erfüllt wird. Indem ich Ihn erfülle, erfülle ich mich selbst. Doch wenn ich Ihn für mich, für meine Erfüllung erfülle, dann ist es der Egoismus (Klipa), als ob ich für Geld arbeiten würde.

Wenn ich mich aber erfülle um Ihn zu erfüllen, dann ist es das Geben (Heiligkeit). Und wenn ich Ihn erfülle, um selbst erfüllt zu werden, ist es das Empfangen (Unreinheit).

Unreinheit: 1-2) Ich erfülle Ihn, 3-4) um selbst erfüllt zu werden.
Heiligkeit: I) Ich erhebe MaN zu Ihm, II) damit Er mir Erfüllung schenkt, III) damit ich durch meine Erfüllung IV) Ihn erfüllen kann.

In beiden Fällen sind wir beide erfüllt. Es wird jedoch alles durch die Absicht bestimmt – für wen führe ich diese Handlung aus. Wenn zwischen uns Liebe herrscht, dann ist es so, dass je mehr ich mich erfülle, desto mehr erfülle ich Ihn. In unserer Welt gibt es kein anderes derartiges Beispiel, außer dem Beispiel mit einer Mutter und ihrem Kind.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.09.2010

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Kabbalisten über die Sprache der Kabbala, Teil 9

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Das Gesetz von Wurzel und Zweig

Jedes Detail der höheren Welt entspricht der ganzen Vielfältigkeit der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und sprechenden Stufen dieser Welt, ohne Unterschied der Formen, da der ganze Unterschied nur in ihrem Material liegt (das Empfangen in unserer Welt, und das Geben in der höheren Welt).

Das Tier oder der Stein in dieser Welt sind materielle Objekten, und die entsprechenden „Tier“ und „Stein“ der höheren, sind spirituelles Material, das außerhalb der Zeit und des Raum ist, ihre Form ist jedoch dieselbe.

Und natürlich muss man hier die Beziehung des Materials und der Form ansprechen, was folglich auch die Qualität der Form bedingt. Und deshalb ist die ganze Vielfältigkeit der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und sprechenden Stufen, die sich in der höheren Welt befindet, auch in den unteren Welten vorhanden, bis zur höchsten Welt, worin sich alle Details im vollendeten Zustand befinden, wie es gesagt ist: „Und der Schöpfer sah, dass alles, was Er erschuf, gut war“.

Baal HaSulam. „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“.

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Die menschliche Realität

Die Bürgschaft stellt unseren allgemeinen Raum, die gemeinsamen Wünsche dar, worin ich alle Offenbarungen erlange.

Und ohne solchen Raum, gibt es keinen allgemeinen Wunsch, es gibt nur die abgesonderten egoistischen Wünsche, jeden einzelnen.

In dem Maße, in dem ich mich selbst aufhebe und mich in diesen allgemeinen Wunsch einbringe, und du dich auch aufhebst und darin einbringst, und ebenso der dritte, vierte macht – in dem Maß werden wir diesen gemeinsamen Ort erschaffen. Andersfalls existiert er nicht!

Es gibt kein Gefäß für das Erhalten des Lichtes, wir müssen es erst sammeln, wir sollen die Einigkeit anstreben. Je mehr wir unsere Einigkeit – von Stufe zero bis zur 125. Stufe entwickeln, desto intensiver empfinden wir auf jeder Stufe der Einigkeit das Bild, die immer größere Erscheinungsform des Schöpfers.

Gerade darüber erzählen uns „die heiligen“ Bücher (Tora, Sohar usw.), – über die Maße unserer Vereinigung, die wir schaffen, indem wir das Übel, die Abtrennung, auf das Gute, und die Einigkeit korrigieren. Deshalb besteht Tora aus den Erzählungen über die Enthüllung des Übels und seine Korrektur.

Unsere Welt ist die empfundene Abwesenheit des Schöpfers, die an „die Stelle der Einigkeit“ eintritt, das Empfinden der Abgesondertheit. Aber auch diese Welt existiert an derselben „Stelle“ zwischen uns – es wird hier das Maß des Zerbrechens unserer Verbindung und die Abwesenheit des Schöpfers empfunden.

Und die Einigkeit funktioniert gleich dem Resistor, zu dem Plus und Minus zugeführt sind. Darin wird mein Ego, die Abtrennung von allen verborgen. Und ich strenge mich an, die Einigkeit zu erreichen.

Dadurch schaffe ich den Widerstand zwischen der Abtrennung und der Bemühung. Und je größer dieser Unterschied ist – „der Glaube über dem Verstand“, das heißt je mehr Widerstand geleistet wird – desto größer wird das Licht sein, das auf dem Widerstand enthüllt wird.

Sowie in der Elektrotechnik, als auch in der Geisteswelt gilt ein und dasselbe Gesetz. Denn die ganze Natur besteht aus Plus und Minus, aus der Kraft des Gebens und des Erhaltens, man kann sie nur dann untereinander verbinden, wenn man in der Mitte den Widerstand – einen beliebigen Konsumenten stellt. Dieser Konsument ist Adam eben, den wir aufbauen, unsere Seele.

Deshalb haben wir, einerseits, eine Kraft des Zerbrechens, und andererseits, die Kraft unserer Bemühung zur Vereinigung. Aber sie hebt das Zerbrechen nicht auf – wir verbinden uns gerade darüber!

Dadurch wird das Gebiet erschaffen, worin das Licht, das aus zwei Linien kommt: aus dem Plus und dem Minus, die Arbeit erfüllt, es tritt in Aktion. Durch diese Arbeit bauen wir uns auf – „die menschliche Realität“.

Aus dem Unterricht nach „TES“ „, 20.09.2010

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Die Technik des spirituellen Aufstiegs

Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben erklärt, dass das Verlangen (die linke Linie) und das Licht (die rechte Linie) für uns auf jeder der 125 Stufen im Voraus vorbereitet sind, und wenn der Mensch sie richtig miteinander verbindet, steigt er dadurch auf deren Stufe auf. Was bedeutet das praktisch?

Meine Antwort: In der Natur gibt es zwei Kräfte – die Kraft des Gebens und die Kraft des Empfangens, „+“ und „-„, die rechte und die linke Linie.

Die linke Linie ist die Kraft des Empfangens, die rechte Linie ist die Kraft des Gebens. Ich muss sie verbinden, indem ich zwischen ihnen den „Widerstand“ (R) bzw. den „Motor“ (M) setze. Ich verbinde sie, und sie arbeiten durch meine Anstrengung (R bzw. M).

Das Resultat meiner Handlungen, der funktionierende Widerstand bzw. der Motor, nennt sich „Seele“ oder „Mensch“.

Nehmen wir an, ich habe in mir einen Menschen auf der ersten Stufe erschaffen. Nun habe ich die nächste Stufe vor mir. Worin besteht der Unterschied zwischen dem „Menschen“ auf der ersten Stufe und dem auf der zweiten?

Ich muss den „Glauben über dem Verstand“ (das Geben über dem Empfangen) noch höher setzen, einen Schirm, der sie verbindet, erschaffen, das Kli zur Annäherung an das Licht bringen, das umgebende Licht anziehen, damit es mir hilft, den Schirm (die Verbindung zwischen der rechten und der linken Linie) aufzubauen.

Das Verlangen mit Schirm muss dem Licht ähnlich werden. Das Ausmaß des Empfangens in der linken Linie muss mit dem Ausmaß des Gebens in der rechten Linie gleich sein. Wenn ich das erreiche, erlange ich die nächste Stufe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 22.09.2010

Eine „Falle“ für das Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Unser Leben lang sind wir auf der Jagd nach der „Möhre“, die zu fangen uns niemals gelingt.

Was ist da der Unterschied zwischen der Jagd nach der „Möhre“ und den Bemühungen, den Schöpfer zu offenbaren?

Meine Antwort: Wenn der Mensch aus seinen egoistischen, empfangenden Wünschen heraus einer Sache nachgeht – ob der „Möhre“ oder dem Schöpfer, ist dabei unwichtig – wird er weder das Eine noch das Andere kriegen.

Denn gemäß dem Schöpfungsgesetz kann im Willen, Genüsse zu empfangen, nichts eintreten außer Kista de-Chayuta, einer winzigen, kurzzeitigen Portion Licht, die uns die Empfindung eines kleinen und kurzen Lebens vermittelt.

Wenn aber der Mensch das große Leben wahrnehmen will, dann ist das allerdings nur in einem anderen Verlangen möglich. Fische fange ich mit einer Angel, Schmetterlinge mit dem Kescher, Tiere mit der Falle, Vögel mit der Schneise – für jeden Fang gibt es ein anderes Mittel.

Unser Wille zu genießen kann nichts größeres wahrnehmen als dieses kleine, kurze Leben. Größeres kann man nur in einer anderen „Falle“ empfinden, die ich bauen muss – dem Willen zu geben.

Die Ambitionen des Menschen, der diese Frage gestellt hat, sind richtig. In meinem natürlichen Verlangen zu empfangen, habe ich keine Möglichkeit, glücklich zu werden.

Indem Du den Willen „zu empfangen“ in den Willen „zu geben“ tauschst, wirst Du glücklich sein. Denn das Wesentliche ist nicht das Verlangen, sondern die Erfüllung.