Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Unterrricht'

Wenn kein Verlangen besteht

Frage: Ist es gut oder schlecht, wenn der Mensch ohne ein Verlangen durch Überwindung lernt?  

Antwort: Es ist gut. Das bedeutet, dass das Ziel erhabener ist, als das eigene, kleine, egoistische Verlangen. Das heißt, man setzt Kräfte ein, um das Ziel zu erreichen. Wenn man ohne Überwindung lernt, stellt sich die Frage, wo die eigene Anstrengung bleibt. Noch problematischer ist es, wenn man Freude beim Lernen empfindet.

Am besten ist es, wenn kein Wunsch besteht und man wie tot die Gruppe darum bittet, irgendeine Gelegenheit zu bekommen, um die Bedeutung des Ziels zu erkennen. Indem man sich vor den Freunden annulliert und alles für sie tut, um die Wichtigkeit des Ziels zu erfahren, wird man durch ihre Inspiration motiviert, in der Früh zum Unterricht zu kommen- das ist das Beste.  

Frage: Bedeutet das, wenn ein Schüler zu Ihnen kommt und sagt: „Was soll ich tun? Ich kann nicht mehr, wie soll ich weiterleben?“ – Ist das der beste Zustand?

Antwort: Ja. Dann sage ich ihm: „Herzlichen Glückwunsch! „Du erkennst, dass du nur ein Tier bist, das nach tierischer Befriedigung strebt und nichts anderes.” 

Frage: Bedeutet das, dass das Lernen mit Freude nur die Anfangsphase ist, wenn man noch nichts erreicht hat?  

Antwort: Das Wichtigste ist die Verbindung mit der Gruppe, mit den Freunden. Denn dadurch empfängt man von ihnen ein zusätzliches Verlangen und steigt höher auf.

Frage: Und wenn man die erste spirituelle Stufe – den Machsom – überschritten hat, ändert sich dann die Wahrnehmung seiner Ablehnung?

Antwort: Wenn der Mensch den Machsom überschritten hat, wirken auf ihn ganz andere Kräfte, andere Berechnungen.  

Frage: Es ist also so, dass vor der endgültigen Korrektur immer eine Art Hinterlist gegen die eigene Natur stattfindet?  

Antwort: Ja, genau. Sonst kann der Mensch, wenn er nicht immer weiter seinen Egoismus offenbart und ihn gleichzeitig korrigiert, um darüber aufzusteigen, nicht vorankommen.

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Aus der Fernsehsendung „Mein Telefon klingelte. Wenn kein Verlangen besteht“

 

Kabbala und die weltlichen Wissenschaften


Eine Frage, die ich erhielt: Sie schrieben in einem Ihrer vorherigen Beiträge, dass „die Kabbala Dinge willkommen heisst, die aus Erfahrung oder ausschliesslich wissenschaftlicher Forschung gewonnen wurden“. Können Sie bitte näher darauf eingehen, was genau die Kabbala in normalen Wissenschaften begrüßt?

Meine Antwort: 1. Alles, was für den irdischen Körper notwendig ist, um eine minimale, normale Existenz zu gewährleisten, laut dem Gesetz „Notwendigkeit wird weder hochgehalten noch verdammt“ (Echrahi – Lo Igune Ve Lo Ishubah). So wie es bei den Tieren ist. Wenn der Mensch Dinge innerhalb seiner animalischen Verlangen in Anspruch nimmt, dann ist er in Gleichgewicht mit der Natur, und dies wird von der Kabbala willkommen geheissen.

2. Alles was den Verlangen des Körpers entspricht (so wie Nahrung, Sex und Familie) und über das Normale hinausgeht ist überflüssig. Folglich ist es für Körper und Seele wie auch für die gesamte umgebende Natur schädlich und bringt den Menschen aus dem Gleichgewicht mit der Natur. Diese Maßlosigkeiten tauchen normalerweise unter dem Einfluss der Gesellschaft auf.

3. Neben den körperlichen Verlangen gibt es zusätzliche Verlangen, die in einem Menschen aufsteigen, weil er in einer Gesellschaft lebt. Würde er alleine im Wald leben, kämen diese Verlangen erst gar nicht in ihm auf. Diese Verlangen richten sich auf Reichtum, Berühmtheit, Macht und Wissen aus.

Die Verlangen Nr. 2 und 3 bringen das Gleichgewicht der Natur durcheinander und halten den Menschen davon ab, aus seinem Egoismus herauszukommen. Die weltliche Wissenschaft wurde genau dafür entwickelt, um die Wünsche 2 und 3 zu erfüllen – sie wurden aus den menschlichen egoistischen Anreizen entwickelt und schaden dadurch dem Menschen.

Stellen Sie sich vor, der Mensch würde nicht beabsichtigen, Kriege zu führen, wissenschaftliche Ehrungen oder Preise zu gewinnen. Die Wissenschaft würde keine Fortschritte machen. Darum wird die heutige Wissenschaft in eine Krise gelangen, ihre jetzige Form wird sich ändern und die Kabbala wird an erster Stelle stehen. Ich erkläre dies nur kurz und nicht sehr überzeugend, doch rate ich Ihnen, mehr darüber in Einzelheiten aus meinem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam Die Wissenschaft der Kabbala und moderne Wissenschaften“ herauszufinden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wissenschaftler haben (wieder einmal) alles auf den Kopf gestellt
 
 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Wir müssen alles durchleben, worüber wir in Talmud Esser HaSefirot lesen

Eine Frage, die ich erhielt: Muss ich mir während der Unterrichte über Talmud Esser HaSefirot oder Pticha (der Artikel „Einführung in die Weisheit der Kabbala“) vorstellen, dass alles, worüber wir lesen, sich in mir befindet, so wie beim Lesen des Sohar?

Meine Antwort: Es ist gut, sich mit dem Text zu identifizieren und ihn in sich selbst fühlen zu wollen. Während wir allerdings das Buch Sohar lesen, lagern sich die Einstellung und das System, welche in dem Text eingebaut sind, in uns ab und zeigen uns die Formen, Bilder und Abfolgen, durch welche wir Spiritualität betreten. Hingegen arbeitet der Talmud Esser HaSefirot auf andere Weise. Dennoch ist man während des Lesens des Talmud Esser HaSefirot fähig, sich innere Handlungen vorzustellen, welche mit unseren Verlangen harmonieren oder ihnen entgegengesetzt sind. Wenn man beginnt zu spüren, dass die Dinge, die im Talmud Esser HaSefirot beschrieben werden, über einen selbst sprechen, dann wird man davon nicht weniger beeinflusst als durch den Sohar.

Wir müssen verstehen, wie dies alles funktioniert und uns vorstellen, dass der Wille nach Genuss erschaffen wurde, dann „empfangen um zu geben“ wollte und danach zerbrach. Was geschah mit diesem Verlangen, nachdem es seinen Schirm verloren hatte und wie verhalten sich nun alle fünf Komponenten dieses Verlangens? Wie hat es sich selbst vom Licht entleert? Es will nicht sein Licht verlieren, aber das Licht entfernt sich, weil die Kräfte der Verhüllung von Oben handeln. Die schlechten egoistischen Kräfte des Verlangens stoßen das Licht ab.

All dies spricht über mich. Zum Beispiel weise ich innerhalb meines korrigierten Galgalta we Ejnaim das Licht ab und errichte einen Schirm (Verhüllung) zwischen mir und dem Licht. So bleibe ich Angesicht zu Angesicht mit dem Schöpfer; ich verbinde mich nur mit Ihm, aber ich empfange nicht von Ihm, da ich das Licht abweise. Somit bleibe ich bei Ihm, da ich die Kraft besitze, meinem Willen nach Genuss zu widerstehen. Jedoch ist meine Verbindung mit dem Schöpfer (dem Licht von Chassadim) sehr schwach.

Während ich studiere, muss ich mir all diese Prozesse vorstellen: Wie mein Schirm verschwindet, wie das Licht sich von mir entfernt, wie ich meinem Egoismus widerstehen und die Kraft des Gebens bewahren möchte, denn immer noch verschwindet sie, weil mein egoistisches Verlangen größer als mein altruistisches Verlangen ist. Ich kann mein Verlangen nicht beherrschen, weil die Verbindung zwischen dem Verlangen und dem Genuss größer als meine Widerstandskraft ist. Ich muss meinen Widerstand zwischen zwei Polen (Plus und Minus) errichten, jedoch ist mein Widerstand so klein, dass er ausbrennt. Ein Kurzschluss geschieht und als Resultat davon brenne ich. Was kann ich folglich tun, wenn ich nicht länger in der Lage bin, das Licht zu empfangen?

Wenn sich ein Mensch spirituelle Zustände auf diese Weise vorstellt, wird er den Text wieder und wieder lesen wollen. Anstatt den Text als trockene technische Details über etwas wahrzunehmen, die irgendwo entfernt oben geschehen, wird er sie als Geschehnisse in sich selbst sehen, hier und jetzt.

Ein Kabbalist spiegelt den Egoismus der Menschheit wider

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen den Büchern, die ein Kabbalist in der Vergangenheit geschrieben hat und den Büchern, die von heutigen Kabbalisten geschrieben wurden?

Meine Antwort: Baal HaSulam sagt, dass Rabbi Akiva ganz sicher mehr wusste als Rabbi Shimon, da er ihm voraus ging – er war sein Lehrer. Doch die Stufe der Kabbalisten vor Rabbi Akiva war noch höher.

Selbstverständlich wusste Baal HaSulam weniger als Rabbi Shimon und weniger als alle vorherigen Kabbalisten. Doch um für uns zu sorgen, wurde ihm die Möglichkeit gegeben, seine Stufen zu lernen und auszudrücken. Das ist es, worüber er über selbst schreibt.

Wir bewerten einen Kabbalisten anhand seiner Bücher: „Das ist ein fantastisches Buch! Ich verstehe alles darin! Das ist ein großer Kabbalist!“ Doch wenn ich seine Bücher verstehe, dann ist er vielleicht doch kein so großer Kabbalist.

Anders ausgedrückt, wir bewerten einen Menschen daran, wie nah er uns ist und in welchem Maß er sich auf unsere Stufe begeben kann, nicht anhand seiner Erhöhung, sondern anhand seiner Fähigkeit, ein Lehrer zu sein. Und um unser Lehrer zu sein, ist es für ihn nicht nötig, groß zu sein.

Entlang der historischen Entwicklung des Egoismus in jedem Menschen und in der Gesellschaft wird die Stufe der Kabbalisten niedriger.

Während der „Zeit des Tempels“ (der Tempel ist die Seele eines jeden Menschen auf der Stufe von Geben und Liebe und dem Fall des Tempels ist der Abstieg in die Beziehungen des Hasses)nahmen die Menschen ganz klar das Spirituelle wahr, was bedeutet, dass sie Liebe und Gemeinsamkeit spürten, als ein Mann lebten und dem Schöpfer gleich wahren. Sie verstanden und spürten selbst diese Dinge.

Wir können uns nicht vorstellen, was das bedeutet. Es steht geschrieben, dass wir im Vergleich zu ihnen Esel neben den Menschen sind. Das ist keine Übertreibung oder ein schöner Ausdruck. Sie hatten einen vollkommen anderen Verstand, Sichtweise und Sinn.

(Aus einem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala„)

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Männer, Frauen und Liebe … für den Nächsten

Zwei Fragen, die ich über den Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Kabbala erhielt:

Frage: Sie sagten in einem der Unterrichte, dass neben der Liebe für seinen Nächsten wie sich selbst, ein Mensch auch kein Hindernis für seinen Nächsten sein oder ihm Schaden zufügen sollte. Wie arbeitet dieses Gesetz im Hinblick auf Frauen? Ich weiß, dass Sie sagten, dass Frauen von diesem Gebot befreit sind, aber was bedeutet „ sei kein Hindernis für deinen Freund“ speziell im Hinblick auf Frauen?

Meine Antwort: Dieses Gebot betrifft jeden. Jedoch unterscheidet sich seine Erreichung oder Ausführung bei Männer und Frauen. Für Männer wird dies in der Gruppe ausgeführt, durch die Liebe für die Freunde, wohingegen es für Frauen durch die gemeinsame Verbreitung und Hilfe für die Männer getan wird.

Frage: Hat diese Unterscheidung zwischen Männern und Frauen, wenn sie beispielsweise, während sie eine Mahlzeit einnehmen getrennt sitzen, eine kabbalistische Bedeutung oder ist es ein jüdischer kultureller/religiöser Brauch?

Meine Antwort: Die Regeln unserer Zusammenkünfte haben keine Beziehung zu irgendwelchen anderen Kulturen, Konventionen oder Etiketten. Alles wird durch das Ziel bestimmt: damit Freunde einander näherkommen, was bei Männern und Frauen getrennt geschieht. Die gesamte Natur in allen Welten ist streng in männlich und weiblich geteilt und wenn jeder Teil seine Aufgabe ausführt, erreichen sie Perfektion.

Verwandtes Material:
Blog-post: Eine Frau ist der Träger des Verlanges nach dem Schöpfer
Blog-post: Männer, Frauen und die Korrektur der Seele

Kabbala wird von Männern unterrichtet, weil Seir Anpin Malchut korrigiert

Frage: Ich studiere seit drei Jahren Kabbala und ich habe viele Texte von deutsch nach englisch übersetzt. Ich kenne ebenfalls fast all ihre Unterrichte für Frauen. Doch manchmal wundere ich mich trotzdem, warum beispielsweise die Kinderunterrichte nur von Männern abgehalten werden (selbst wenn dort eine Frau erscheint, wird sie von einem Mann gespielt), oder warum es Frauen nicht erlaubt ist, Texte für Audiomaterial zu sprechen oder Ihre Unterrichte simultan zu übersetzen? Alle kabbalistischen Lieder werden ausschließlich von Männern gesungen. Warum sind Frauen von der Teilnahme am Kulturprogramm während eines Kongresses ausgeschlossen? Ist es wirklich nur deshalb, weil die Männer durch Frauen irritiert werden und sich nicht mehr auf das Ziel konzentrieren können?

Antwort: Die Unterrichte werden von Männern abgehalten, weil Kabbalah im Allgemeinen von Männern unterrichtet wird. Als Korrekturmethode muss die Kabbala vom männlichen Teil kommen. Hast du nicht gelernt, dass Seir Anpin Malchut korrigiert? Dennoch werden beispielsweise unsere spanischen Unterrichte immer von einer Frau gesprochen. Ein großer Anteil unserer TV Shows sind den Frauen gewidmet und Frauen nehmen darin teil. Wir sind froh über die Teilnahme der Frauen, wo auch immer es möglich ist. Aber es passt nicht zu unserer inneren Arbeit, dass Frauen vor Männern sprechen. Wir lernen dass der weibliche Teil (Malchut) vom männlichen Teil (Seir Anpin) empfängt und nicht umgekehrt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Männer, Frauen und die Korrektur der Seele
Blog-post: Spirituellen Wehen und die Zukunft der Kabbala

Der Verstand ist ein Diener des Verlangens


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist die Verbindung zwischen dem Verstand und dem Herzen? Soll ein Mensch sie zueinander in Balance halten? Und wie ist es möglich, eines von beiden zu erheben oder zu verringern? In einem der Unterrichte sagten Sie, dass ein Mensch, dessen Verstand nicht entwickelt ist, verrückt werden kann. Können Sie dies detaillierter erklären?

Meine Antwort: Die Basis für alles, die einzige Schöpfung – ist das Verlangen. Folglich ist das Verlangen primär in uns. Aber um das zu erreichen, was wir wünschen, entwickelt sich der Verstand neben dem Verlangen, er entspricht ihm. Gleichgültig wie sehr wir uns gegen diese Tatsache wehren, ist der Verstand folglich ein Gehilfe des Verlangens; er entwickelt sich nur, um das Verlangen instandzusetzen.

Deswegen werden wir nie in der Lage sein, unseren Verstand objektiv zu machen, unabhängig von unseren Wünschen. Allerdings können wir unser Verlangen unter dem Einfluss der Umgebung verändern (Siehe den Artikel „Die Freiheit“) und entsprechend der neuen Wünsche werden wir auch unseren Verstand dazu bringen, ihn zu ändern. Wenn wir das verstehen, dann können wir immer unter dem Einfluss der richtigen Umgebung (eine Umgebung, die uns zum Ziel der Schöpfung führt) beides harmonisch entwickeln, unsere Verlangen und unseren Verstand.

Wenn ein Mensch große Wünsche hat, aber sein Verstand nicht genug entwickelt ist, sie zu verwirklichen, mag er die Fähigkeit verlieren, sich vernünftig zu kontrollieren.

Verwandtes Material:
Rabash: Einfluss der Umgebung

Das Einzige, das eine Scheidung rechtfertigen kann!


Eine Frage, die ich erhielt: Vor ein paar Monaten begann ich damit, mit dem Ari Online Unterricht für Anfänger die Kabbala zu studieren. Ich bin stolz zu sagen, dass ich schon zweiundzwanzig Lektionen gesehen habe! Ich beginne nun zu verstehen, dass ich eine Gruppe und einen Lehrer brauche, um eine bessere Auffassung von dem Studienmaterial zu bekommen (ich habe schon die Bücher). Das Problem ist, dass meine Frau gegen mein Kabbala-Studium ist und unsere Beziehung ist im Moment sehr angespannt, obwohl ich alles tue, was ich kann, um unsere Ehe zu retten. Ich habe mich für den Kongress angemeldet, der vom 7. – 9. November in Großbritannien stattfinden wird, doch meine Frau ist total dagegen, dass ich dorthin gehe. Sie ist überzeugt, dass Familienbande viel wichtiger sind als meine Studien oder mein „Hobby“, wie sie es nennt. Was soll ich tun? Wie kann ich ihr erklären, dass ich das Kabbala-Studium und den Kongress brauche?

Meine Antwort: Wenn sie begreift, dass Du sie liebst, aber auch noch etwas anderes hast, das Dir in diesem Leben wichtig ist, dann muss sie das akzeptieren und es mit Liebe annehmen. Wenn sie das nicht tut, was für eine Freundin und Gefährtin ist sie dann, wenn sie über Dein gesamtes Leben in egoistischer Weise herrschen will? Es steht geschrieben: „Ein Mann kann alles in dieser Welt opfern, außer seiner Seele“, denn seine Seele gehört dem Schöpfer und er ist verpflichtet, sie zu Ihm zurückzubringen (durch die Gleichheit der Form zu Ihm hin zu wachsen und sich an Ihn anzuheften). Dies ist das einzige Argument, durch das ein Mann gerechtfertigt würde, sich scheiden zu lassen – wenn er verheiratet bliebe, würde das bedeuten, dass er vergeblich in dieser Welt zu leben hätte.

Prüfe Dich selbst und den Schöpfer, denn Er ist Eins, und alles stammt von Ihm. Wenn es dir mit dem Weg, den du gewählt hast , ernst ist (und ich betone diesen Punkt ausdrücklich), und Du willens bist, Deine Frau dafür zu verlassen, und wenn Du ihr das erklärt hast und sie ist immer noch nicht einverstanden, dann ist sie nicht die richtige Lebensgefährtin für Dich.

Verwandtes Material:
Blog-post: Muss man verheiratet sein, um Kabbala zu studieren?
Blog-post: Was soll man mit einer Frau machen, die einen nicht unterstützt?
Blog-post: Meine Frau ist dagegen, dass ich Kabbala studiere
Blog-post: Jeder geht seinen eigenen Weg
Blog-post: Kabbala steht für bedingungslose Liebe
Kabbala Heute Artikel: Mann, Frau und die Schlange zwischen ihnen

Der richtige Pfad ist gepflastert mit Verwirrung zusammen mit Klarheit


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, warum alles verwirrter wird, wenn man mehr studiert und wie man feststellen kann, dass man auf dem richtigen Weg ist:

Frage: Als ich anfing, Unterrichte auf YouTube und Anfänger-Lektionen im Ari Online Lernzentrum zu schauen, war alles so klar und einfach und machte Sinn. Doch jetzt, wo ich mich sehr viel mehr damit beschäftige und anfing, eine Menge Artikel und das „Vorwort zum Buch Sohar“ zu lesen, wurde alles dermaßen schwieriger und verwirrter, sodass ich manchmal denke, ich sollte eine Frage schicken, aber ich kann sie noch nicht einmal in Worte fassen! Bedeutet das, dass ich mich nicht auf dem richtigen Weg befinde?

Meine Antwort: Viele Artikel werden Dir erklären, dass diese Zustände genau die Zustände sind, die zur Enthüllung führen. Das ist so, weil wir die Spiritualität nicht durch Wissen enthüllen, sondern durch Gleichheit der Form. Solange meine Eigenschaften sich von den Eigenschaften der Sache unterscheiden, die ich erlangen will, stell ich mir das in meinem Verstand vor – spekulativ – und ich verstehe es mehr oder weniger.

Sobald ich jedoch anfange, das durch die Gleichheit der Form zu erlangen, kann ich nicht länger „mentale“ Bilder erschaffen, weil meine Empfindungen sich darüber hinwegsetzen. Daher bin ich verwirrt, verstehe überhaupt nichts, fühle mich taub und weiß generell nicht „wo, wer oder warum?“.

Alles, was Du tun musst, ist weiterzumachen und plötzlich wird sich der Nebel lichten und ein neues Bild und Verständnis wird hervorkommen. Darauf wird abermals Nebel folgen und dann kommt wieder Klarheit – und so weiter, viele Male!

Frage: Wie kann ich als Student, der bis jetzt noch überhaupt nichts erlangt hat, wissen, ob ich auf dem richtigen Weg bin?

Meine Antwort: Durch genau die Zustände, die ich oben beschrieben habe – ständige Verwirrung und Klärung in deinem Verstand und Empfindungen von Leichtigkeit und Schwere in Deinem Herzen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir alle spielen Tennis gegen die Wand
Blog-post: Nach vorne und aufwärts!
Blog-post: Dieser Weg kann nur von jenen bewältigt werden, die ihn auch gehen
Artikel von Baal HaSulam: Exil und Erlösung

Warum empfinden wir Leiden?


Zwei Fragen, die ich über das Leiden erhielt:

Frage: Warum empfinden unsere fünf Sinne unseren Mangel an Ähnlichkeit mit der Spiritualität als Leiden?

Meine Antwort: Weil unsere Sinne Verlangen nach Erfüllung sind. In der Welt der Unendlichkeit waren sie erfüllt und wurden später durch das Zerbrechen geleert – die Zertrennung der gemeinsamen Seele in eine Vielzahl separater Teile oder Seelen. Jede Seele hat Erinnerungen (Reshimot) an die Erfüllung in der Vergangenheit und diese Reshimot erwachen jetzt und fordern Erfüllung.

Was Du Leiden nennst, ist die Leere, die Du spürst. Wenn Du die Einstellung zu der Empfindung des Leidens änderst, dann wirst Du es als Erfüllung und Glück erfahren. Unsere Einstellung oder Absicht kann alles verändern.

Der tatsächliche Zustand in dem wir uns befinden ist konstant; die einzige Sache, die sich ändert, ist unsere Einstellung dazu. Sie bestimmt, ob wir uns fühlen, als wären wir in dieser Welt, also in der Verhüllung des Schöpfers, oder in Seiner Enthüllung , d.h. auf den Stufen der fünf Welten, oder in der Welt der Unendlichkeit.

Frage: Was soll ich tun, wenn meine einzige Bitte an den Schöpfer „Gib mir Kraft, Dich nicht zu hassen“ ist und wenn das einzigste was ich fühle – trotz meiner Arbeit in der Gruppe, Verbreitung und Unterrichten – ist, dass meine Situation zu Hause immer schlechter wird, meine ökonomischen Umstände verschlimmern sich immer mehr (ich kann nicht mal eine Arbeit finden) und so weiter. Ich fing plötzlich an, mich dem Schöpfer gegenüber völlig entfremdet zu fühlen. Ist es normal, dass die Kabbala materielle Verwüstung hervorruft?

Meine Antwort: Rabash erzählte mir, wie schwierig es für ihn war, Arbeit zu finden und wie viele Male er die Arbeit wechseln musste. Er arbeitete als Schumacher, Betonbauer, Schreiber und als Dienstbote.

Du musst, wie jeder andere auch, dazu die gleiche Einstellung haben, doch gleichzeitig dich regelmäßig (nach einem bestimmten Plan) weiterhin für das einzusetzen, wofür Du in dieser Welt lebst – der Korrektur Deiner Seele. Sei etwas demütiger, d.h. denke, dass alles vom Schöpfer kommt, und das einzige, was du dir ersehnst ist, zu spüren, dass es so ist.

Verwandtes Material:
Blog-post: Beharrlichkeit ist der Schlüssel zum Erfolg
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Blog-post: Auszüge aus Rabashs Artikeln über die Gesellschaft
Kabbala unserer Zeit
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