Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Unendlichkeit'

Wo findet man den Punkt seiner Freiheit?

Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat der Schöpfer die Welt so gemacht, warum verbirgt er sich vor unseren Verstand und unserer Wahrnehmung? Warum hat er uns Sich und dem Endziel entgegengesetzt erschaffen?

Meine Antwort: Weil Er uns Freiheit geben wollte! Damit wir nach unserer freien Wahl Ihn enthüllen und so gebend wie Er werden wollen. Wenn wir von Anfang an den Schöpfer spüren und so wie Er ist akzeptieren würden, wer von uns beiden würde sich wehren?
So wie jetzt, wehrt sich keiner von uns gegen den uns beherrschenden Egoismus. Wir sind nur Roboter, die auf Egoismus vorprogrammiert wurden. Wenn der Schöpfer in uns ein Programm des Gebens eingelegt hätte, hätten wir dies genauso ausführen müssen. Solche Geschöpfe nennt man Engel, unwillkürliche / mechanische Naturkräfte. Weder erstere noch letztere sind frei.

Die Freiheit liegt allein in der Mitte, zwischen Unreinheit und Heiligkeit. Dieser Zustand heißt Klipat Noga, das mittlere Drittel der Eigenschaft Tiferet.

Deshalb ist es notwendig, uns an solchen Punkt im unstabilen Gleichgewicht einzusetzen, wo wir nicht wüssten, in welche Richtung wir uns wenden sollen – wo befindet sich das Gute und wo das Böse, was sollen wir vorziehen und wonach sollen wir streben?

Genau hier befindet sich der Punkt unserer freien Wahl, und nur aus solchen Punkten setzen wir eine Linie zusammen, entlang welcher wir vom jetzigen Moment bis zur Endkorrektur gehen. Unsere Aufgabe besteht nur darin, das Maß und die Formen der Verhüllung, ihren Grund und ihre Notwendigkeit zu verstehen, um uns selbst als eine unabhängige Persönlichkeit zu bauen. Der Schöpfer hat hier kein anderes Ziel außer unsere Selbstständigkeit. Er braucht eine selbständige Schöpfung, wem sonst kann Er Genuss bereiten? Einer Machine, die Er selbst geschaffen hat und die ganz von Ihm angetrieben wird?

Aber nur in dem Maße, in welcher die Schöpfung selbständig wird, genießt der Schöpfer, indem er ihr Genuss bereitet. Es gibt bereits jemand, dem man Genuss bereiten kann! Es gibt jemand, der wirklich existiert! Deshalb konnte Er uns nicht gleich vollkommen erschaffen und uns die ganze Welt der Unendlichkeit gleich schenken, und somit das Ganze abschließen. Er musste uns Sich entgegengesetzt schaffen und zwischen zwei Welten einpflanzen.

Denn gerade hier in der Mitte, auf dem Riß zwischen zwei dieser Welten, wo weder die Macht des Schöpfers, noch die Macht der Schöpfung wirkt, in diesem neutralen Punkt, der weder zur einen noch zur anderen gehört, nur hier gibt es Freiheit!

Aus einem Unterricht über dem Artikel „Einführung zur TES“, 03.06.2010

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Sich aus der Macht der Täuschung befreien

Eine Frage, die ich erhielt: Was für ein Spiel ist das, die Freunde als  herausragende Persönlichkeiten zu spüren?

Meine Antwort: Das ist kein Spiel, sondern eine Überwältigung der Verhüllung. Mein Egoismus versteckt vor mir die anderen, und mich vor den anderen, und lässt mich die Welt der Unendlichkeit nicht sehen.
Ich befinde mich auch jetzt in der Unendlichkeit, aber ich sehe vor mir  ein relativ freudloses Bild…

So malt mir mein Egoismus die andere Menschen: einer ist hässlich, der andere dumm, der dritte faul, der vierte ein Lügner. Aber in der Tat ist alles anders. Das hier ist das Bild in mir, in meinem Egoismus.

Wenn vor mir meine Kinder, die ich liebe, wären, wie würde ich sie sehen? Sie würden mir als vollkommen erscheinen, denn „Liebe deckt alle Übertretungen zu.“ (Sprüche 10:12). Ich würde sie mit allen ihren Mängeln lieben.

Deshalb ist mein Ego an allem schuld, ich sehe nichts außer ihm! In dem hinteren Bereich des Gehirnes habe ich einen Schirm.

Es ist, als würde ich die Welt mit meinen Augen sehen, aber sie kommt durch die Prismen meines Egoismus hindurch und wird auf diesen Schirm im Gehirn projiziert.

Alles hängt nur von meiner Einstellung ab, von dem, wie ich mich einstelle, um die Welt zu sehen.

Also ich muss mich auf die Gruppe so ausrichten, dass ich alle Freunde wie große, herausragende Persönlichkeiten unserer Generation sehe, die vollkommen korrigiert sind.

Ist das ein Spiel? Das ist einfach eine Abschaffung der egoistischen Täuschung! Das ist eine rationale Handlung. Außerhalb von mir befindet sich die Welt der Unendlichkeit, und ich befinde mich schon jetzt in ihr.

Ziehe die ganze Schale (Klipa), die dir die Welt der Unendlichkeit in so einem ärmlichen, entgegengesetzten Zustand verzerrt zeigt ab, und du wirst die Unendlichkeit spüren!

Versuche erst einmal zu spielen, gib dir Mühe. Versuche zu sehen, als ob wir schon korrigiert, groß und miteinander verbunden  wären.

So können wir ein sehr starkes umgebendes Licht anziehen, und es korrigiert unsere Natur. Anstelle des Egoismus kommen wir zum Geben.

Das ist ein sehr einfaches Prinzip, es ist ganz reell, verwirklichbar, umsetzbar, ganz ohne Mystik.

Wir versuchen mit allen unseren Kräften, uns in einem korrigierten Zustand zu sehen und dementsprechend bekommen wir die innere Kraft, die in diesem korrigiertem Zustand enthalten ist.

Wir regen das System durch unser Verlangen zum Handeln an. Das sind die praktischen Maßnahmen der Korrektur.

Aus einem Unterricht über Artikel von Rabash, „Wichtigkeit der Freunde I“, 10.06.2010

Kabbala Akademie

Die Sicht aus dem Punkt der Schöpfung

Die kabbalistischen Bücher erzählen uns über unsere künftigen Zustände, die wir in uns enthüllen müssen, indem sie ihnen Namen von Welten, Sefirot, Parzufim geben.

Wenn wir unsere Verlangen in diese Richtung vereinen, bekommen wir die Forderung nach der Korrektur, die das Einwirken des Lichts hervorruft, es verleiht unserem Verlangen die Absicht zu geben, und wir erreichen jene Empfindungen, die von den Kabbalisten beschrieben werden.

All diese künftigen Zustände, die wir erreichen und spüren wollen – AB, SaG, Aba we Ima, Siwugim, Parzufim – beziehen sich nur auf die Verbindung zwischen uns, auf die unterschiedlichen Arten des Gebens.

Es wird nur über die Verbindung zwischen den Seelen gesprochen – angefangen mit dieser Welt, wie unsere heutige Verbindung heißt, über alle Stufen der Welten bis hin zu einer solchen Verbindung, die sich Unendlichkeit nennt, d.h. einer Verbindung zwischen allen ohne jegliche Grenzen.

Unendlichkeit bedeutet Fehlen von Einschränkungen, wenn alle Seelen dermaßen korrigiert sind, dass sie sich zu einem Ganzen vereinen.

Und obwohl wir uns noch nicht in einem solchen Zustand befinden, müssen wir ihn genau jetzt als unser Ziel sehen: „wie ein Mensch mit einem Herzen“, und darauf warten, dass es zwischen uns geschieht.

Es ist sehr wichtig, von der äußeren Wahrnehmung zur inneren überzugehen, d.h., wenn die gesamten Welten und alles, was existiert, sich in einem Menschen befindet.

Wir verstehen nicht, was es bedeutet „in einem Menschen“ und fangen an, uns einen geometrischen Raum vorzustellen.

Wir müssen ständig an der Richtigkeit des Bildes arbeiten. Am Anfang des Weges stellt sich der Mensch seine innere Arbeit, die Spiritualität, die Arbeit in der Gruppe sehr eigenartig vor.

Doch bei weiterem Vorankommen muss man sich darum bemühen, dass sich alle Bilder, Formen und Anschauungsweisen in einem Punkt vereinen und sich sowohl das Ziel als auch die gesamten Veränderungen in ihm allein zusammenfügen. Außer diesem einen Punkt gibt es keinen anderen Raum.

So beginnst du, dir alles nur in dem Punkt deiner Wahrnehmung vorzustellen, und kehrst in den Punkt der Schöpfung „Jesh mi Ajn“ (Existierendes aus dem Nichts) zurück.

Und das ist keine Phantasie! Denn wir leben die ganze Zeit innerhalb dieser Phantasie. Jeder hat seine eigene imaginäre Welt…

Aus dem Unterricht von 04.06.2010 

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Unendlichkeit oder ein Augenblick?

Der Sohar, Abschnitt „WaJeze„, Punkt 129: „Und sie erschienen ihm nur wie einige Tage, wegen seiner Liebe zu ihr.“ Die gesamten sieben Jahre waren für ihn wie die oberen sieben Jahre von Bina, welche zu einem Ganzen vereint und ungeteilt sind. Sie sind alle eins, da sie miteinander verbunden sind. „Wegen seiner Liebe zu ihr“, da er sie liebte, weil sie für ihn wie die obere Vereinigung in Bina war.

Was bedeutet Unendlichkeit – wenn die Zeit sich ins Unendliche hinzieht oder wenn sie nicht existiert, wenn sie gleich Null ist? Wie kann es sein, dass ich, wenn ich sie liebe, sieben Jahre für sie arbeite, und diese für mich doch wie im Flug vergehen?

Es sollte eigentlich genau andersrum sein, die Zeit sollte sich ewig für mich hinziehen, denn wir können erst in sieben Jahren zusammen sein!.. In Wirklichkeit bedeutet Unendlichkeit, dass die Zeit auf Null zugeht. In unserer Welt halten wir etwas unendlich Fernes für Unendlichkeit, weil wir uns vorstellen, dass sich das Ende, also der Tod, hinter die Grenze der Unendlichkeit hinschieben lässt. Wir empfinden die Unendlichkeit auf diese Weise, weil wir alles nicht aus Erfüllung, sondern aus Mangel heraus wahrnehmen!

Doch in der Spiritualität, wo alle unsere Handlungen aus dem Geben heraus geboren werden, bedeutet Unendlichkeit im Gegenteil, dass sich alles an einer Stelle, wie bis auf die Null zusammengepresst, befindet.

Alles existiert im gleichen Augenblick, „zur gleichen Zeit, an der gleichen Stelle, in der gleichen Frau“….

Ausschnitt aus dem Soharunterricht, 24.06.2010

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„Die Nahrung der Welt ist schwer für den Schöpfer“

Der Sohar, Kapitel „Wajigash„, Punkt 55: Die Nahrung vor dem Schöpfer ist so schwer wie das Teilen des Roten Meeres. Dies ist so, weil die Nahrung der Welt von oben ist, von Seir Anpin; aus dem Massach de-Chirik in der Mittleren Linie. Es ist so, weil Söhne, Leben und Nahrung nicht vom Verdienst abhängen, sondern vom Glück (Masal).

Und aus diesem Grund ist die Nahrung des Menschen vor Ihm schwer, denn sie hängt vom Glück ab, aus dem Söhne, Leben und Nahrung kommen. Deshalb ist die Nahrung der Welt schwer vor ihm, denn sie haben diese nicht, es sei denn, er ist vom Glück (Masal) gesegnet.

Das Glück (Masal) bedeutet „laufend“ (Nosel) und bezeichnet den höchsten Überfluss, der zu uns deshalb nur tropft, und nicht ununterbrochen strömt, weil wir beschränkt und unfähig sind, etwas mehr zu bekommen.

Der Höhere möchte uns die ganze Welt der Unendlichkeit geben, und ist gezwungen, das Licht nun tropfenartig – im Maß unserer Wahrnehmungsfähigkeit – zu geben.

Deshalb ist geschrieben, dass „die Nahrung des Menschen mühsam (schwer) für den Schöpfer ist, wie das Teilen des Roten Meeres“, denn Seine Natur ist – Barmherzigkeit, Er ist der Gebende und schafft nur das Gute, und Ihm fällt es schwer, Sich davon abzuhalten, dem Menschen das ganze Wohl sofort zu geben. Und deshalb ist es für den Schöpfer schwer – das Glück in Tropfen zu geben.

Aus dem Abendunterricht nach dem Buch Sohar, 07.06.2010

Der Schlüssel zum Licht

Wenn ich mich über meinen Egoismus hinweg erhebe und auf die Wünsche anderer Menschen eingehe, dann bekomme ich das unendliche, geistige Gefäß, in dem ich das ganze Licht der Unendlichkeit empfinden kann.

Es funktioniert sehr einfach: Als ob es ein großes Rohr mit einem Absperrschieber gäbe, durch welches das Licht ununterbrochen fließt. Und mit diesem Absperrschieber kann ich die Strömung des Lichtes beliebig stark verändern, indem ich das Rohr vollständig offen halte.

Genauso ist es in unserer Welt, in welcher sogar ein kleines Kind den Absperrschieber drehen und dadurch den Andrang des Wassers verändern kann. Ich mache dasselbe. Ich verfüge nur über einen kleinen Wunsch zur Spiritualität, über den Punkt im Herzen.

Wenn ich mich aber auf die Wünsche anderer Menschen konzentriere, mich in den allgemeinen Körper der Seele einreihend, wie die einzelne Körperzelle, dann gebe ich diesem allgemeinen Körper etwas zurück, und er beginnt sich, um mich zu sorgen. Folglich erhalte ich auch alle seine unendlichen Möglichkeiten.

Das heißt, die Kabbala spricht nun zweckmäßig darüber, dass man die eigenen Wünsche zurücklassen sollte, um in die Wünsche der anderen Menschen berücksichtigen zu können.

Dadurch bekommen wir die Möglichkeiten, geistige Gefäße, Wünsche, welche um „613“ Mal größer sind, als diejenigen, die wir ursprünglich hatten!

Anfänglich hatten wir nur einen Punkt – und nun bekommen wir den ganzen Körper zur Verfügung, und zwar jeder von uns!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zum TES“, 10.06.2010

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Die fehlenden Teile der Vollkommenheit finden

An vielen Stellen des Buches Sohar werden wir plötzlich spüren, wie sehr uns einige Teile des Textes fehlen.

Im Grunde genommen beschreibt der Sohar die gesamte Realität: CHaBaD-CHaGaT-NeHJ der Gesamtseele von Malchut der Welt der Unendlichkeit, denn das ist der Kommentar zum gesamten Pentateuch (die Tora, die Propheten und die Schriften).

Doch der ursprüngliche Text war vor uns verborgen, nur ein kleiner Teil von ihm ist übrig geblieben. Wahrscheinlich brauchen wir auch nicht mehr für unsere Korrektur.

Und alle übrigen Teile des Sohar, die mit unserer laufenden Korrektur nichts zu tun haben, gehören aller Wahrscheinlichkeit nach zu den übrigen Teilen des Systems, die bereits vor uns korrigiert wurden.

Darum sind im Text irgendwelche Auslassungen und Vorenthaltungen zu spüren. Und selbst wenn wir es noch nicht so sehr merken, werden wir es später immer mehr spüren.

Doch wir werden auch spüren, wie nützlich diese Auslassungen manchmal sind. Denn die Seele, die nach der Korrektur strebt, sucht die Vollkommenheit.

Und diese fehlenden Teile, die sie spürt, laden sie quasi ein, sich an die korrigierten Seelen anzuheften, durch welche die verlorengegangenen Teile des Sohar korrigiert wurden. Genau aus diesem Grund fehlen sie uns jetzt.

Daraus müssen wir verstehen, dass wir uns in einem lebendigen System der Seelen befinden, in dem die einen Teile die anderen ergänzen.

Und die fehlenden Stellen treiben uns an, uns den Seelen anzuschließen, die diese fehlenden Enthüllungen enthalten.

Wenn wir uns mit ihnen vereinen, vervollständigen wir damit die gesamten Seelen.

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Wie man in der Spiritualität wächst

Die kabbalistische Gruppe ist ACHaP des Höheren, Malchut, die viele andere Seelen einschließt. Sie sind fremd für mich, dem Unteren, der seinen Punkt im Herzen an sie anheften muss.

Wenn ich meinen Punkt in Bezug auf den Höheren annulliere, dann wird er zu meinen Galgalta we Ejnaim und erhält durch den Höheren die Form.
Der Höhere gibt ihm alles für sein Wachstum, er gibt ihm die Struktur – alle Seelen, die gesamte Welt der Unendlichkeit, das ganze Gefäß der Gesamtseele.

Wenn ihr zu einem spirituellen Objekt (Parzuf) werden wollt, dann heftet euch an den Höheren an, und sein ACHaP wird zu eurer Welt, die ihr enthüllt.
In dem Maße meiner Anheftung an ACHaP des Höheren beginnt mein Punkt zu wachsen, durch die Teile von ACHaP. Sich anheften bedeutet, seine Macht über sich zu akzeptieren, wie Baal haSulam im Artikel „Freier Wille“ erklärt.

ACHaP des Höheren ist meine Umgebung, und indem ich mich an sie anhefte, bekomme ich von ihr, wie der Embryo von der Mutter, Blut, Sauerstoff, Minerale, damit aus meinem Punkt im Herzen ein spiritueller Organismus entsteht.

Dieser Organismus ähnelt dem, was ich von ACHaP des Höheren, von der Gruppe, bekommen habe, doch ist es in meinem Punkt, in meinem spirituellen Gen verkörpert, d.h., es gehört ihnen beiden.

So ist auch das Kind in gewisser Weise seinen Eltern ähnlich, doch seine Grundlage bekommt es von dem Schöpfer. Ich annulliere mich vor der Gruppe und verpflichte sie, sich um mich zu kümmern. So annulliert sich auch der Säugling vor der Mutter, um ihre ganze Fürsorge, das ganze Essen von ihr zu bekommen, doch er verpflichtet sie, das zu tun.
Ich gebe mich dem Höheren hin, ich gebe mein Verlangen an ihn weiter, meine Forderung, zu dem Teil zu werden, in dem sich die rechte und die linke Linie vereinen und die Handlung des Gebens vollziehen.

Und in dem Maße, wie ich das tue, wie sich der Embryo vor der Mutter annulliert und sie verpflichtet, ihn großzuziehen, so wird sich die Mutter im Gegenzug um ihn kümmern.

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Seifenoper mit dem Titel „Mein Leben“

Wir können lediglich die Ver- und Enthüllung in unserem Inneren beeinflussen. Denn wir befinden uns im unveränderlichen und ewigen Universum, das keinen Anfang hat und niemals ein Ende haben wird.

Selbst dann, wenn wir sagen, dass einst das Geschöpf entstanden ist, um die Korrektur zu erreichen, wonach sein Vorhaben beendet wird, indem es in den Schöpfer vollständig eingereiht wird, ist dies falsch, weil wir uns alles unter der Einbeziehung von Zeit vorstellen.

Wir können auch nicht anders, dies ist unsere Natur eben. Das Geschehende geschieht nicht, sondern existiert ständig.

Wir befinden uns innerhalb dieses einzigartigen Systems, das „die Natur“ oder „der Schöpfer“ heißt, in dem keinerlei Veränderungen geschehen. Nur wir ändern uns in unseren Empfindungen!

Engels formulierte folgenden Satz: „das Leben ist die objektive Realität, die uns in den Empfindungen gegeben ist“ – hätte man das Wort „objektiv“, mit „subjektiv“ – ersetzt, wäre die Aussage richtig! Wenn es überhaupt Veränderungen gibt – dann nur in unserem Inneren.

Wie können wir beginnen, uns bewusst und freiwillig zu verändern, um unsere Veränderungen unter Kontrolle zu haben? Es gibt solche Veränderungen in meinen inneren Wünschen, die meinen Blick auf die Realität so ändern, dass ich sie in Form von Problemen, Kriegen oder Leiden empfinde. Und es gibt auch gute Veränderungen, wer weiß jedoch, wie diese zu steuern sind?

Das lehrt uns die Wissenschaft der Kabbala. Und es steht fest, dass, wenn die Realität unveränderlich ist, dann kann ich nur meine eigenen Eigenschaften verändern, wodurch die Weltanschauung beeinflusst wird, und ich kann entscheiden, welche „Seifenoper“ ich unter dem Titel „Mein Leben“ sehen will.

Es heißt aber nicht, dass ich beliebige Filme aller Genres abspielen kann. Es gibt ein Programm, das mich zur Enthüllung des wahrhaften Bildes bringen sollte, wenn alle Verhüllungen verschwinden und ich wahrhaftig den ewigen und vollkommenen Zustand erreiche. Danach werde ich die Realität als beständig und unveränderlich ansehen.

Wenn ich das alles verstehe, dann kann ich auf dem guten Wege vorankommen. Ansonsten muss ich den Leidensweg antreten und darauf voranschreiten. Es handelt sich nur um die Veränderungen innerhalb des Menschen, welcher in der bisher unbekannten Umwelt existiert, die der Schöpfer oder die Unendlichkeit genannt wird. Wir sind nicht in der Lage, die Reihenfolge der Stufen zu verändern, die bereits in uns vorprogrammiert ist. Und wer sind wir eigentlich, um zu verstehen, wie das sein soll?

Aber wir können unser Vorankommen beschleunigen, uns eigenwillig darin einreihen und anstrengen. Und die Geschwindigkeit des Aufstiegs wird uns andere Empfindungen geben.

Denn es ist viel schwieriger sich zum schicksalhaften Ereignis hinzu bewegen, während man damit nicht einverstanden ist, und nicht in der Lage ist, es zu vermeiden. Und etwas ganz anderes ist es auch, zum erwünschten Ziel voranschreiten! Dann wird mir der Weg gefallen, und ich werde dieses mit Freude tun.

Das heißt, alles hängt von unserer Vorbereitung auf die folgenden Zustände ab, welche unvermeidlich kommen werden. Aber meine Bereitschaft bestimmt meine Empfindung und die Geschwindigkeit der Bewegung. Deshalb brauchen wir die Wissenschaft der Kabbala, um uns mit ihrer Hilfe unsere eigene Entwicklung auf dem guten, angenehmen und kurzen Weg zu machen, anstelle des schmerzvollen und langen Weges.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum TES“, 10.06.2010.

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Von einem Punkt in Malchut zur Unendlichkeit

Es gibt kein Licht ohne Gefäß, keine Erfüllung ohne Verlangen. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, es erfüllt und umgibt das ganze Universum. Alles hängt nur von unserem Verlangen, unseren Wahrnehmungsgefäßen ab.

Wenn unser Verlangen gerade nach dieser Erfüllung streben wird, werden wir diese Erfüllung spüren. Wenn aber das Verlangen der Frequenz oder der Eigenschaften der Erfüllung entspricht, es also zwischen Verlangen und Erfüllung keine Gleichheit der Eigenschaften gibt, können wir die Erfüllung nicht spüren, so wie auch in vielen Situationen in unserer Welt.

Wir müssen unser Verlangen in eine Übereinstimmung mit dem höheren Licht bringen, damit das Licht das Verlangen erfüllen kann. Das Verlangen muss auf das Licht abgestimmt sein, d.h. sich in der Eigenschaft des Gebens befinden. Wo bekommen wir die Kraft zu geben? Kabbalisten sagen, dass die Kraft des Gebens in jedem Menschen vorhanden ist. Aber sie ist sehr klein, und wenn der Mensch allein ist, bleibt sie auch klein.

Sie kann nur dann wachsen, wenn der Mensch sich mit anderen Menschen verbindet. Wenn er die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte und für alles bereit ist, um von der Gruppe und den Freunden ihre Verlangen zu geben zu bekommen, wird er viele solche Wünsche von ihnen sammeln, in dem Maß, in welchem er sich gegenüber Freunden klein macht und seine Freunde vor den eigenen Augen hochstellt. So kann er ein größeres Verlangen von ihnen bekommen, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.

Und wenn er das Verlangen zu geben schon hat, kann das Licht beim Lesen des Buches Sohar auf ihn einwirken und in ihm dieses Verlangen einordnen und auffüllen.

So muss die Vorbereitung auf das Lesen des Buches Sohar in einer Gruppe stattfinden, in einer gegenseitigen Einschließung ineinander, um ein starkes Verlangen zu bilden. Dann erreichen wir unser Ziel.

Wir können die Zeit beschleunigen, sie verkürzen, anstatt in lange physische Leiden einzutauchen, sie in Leiden der Liebe umzuwandeln, Leiden, die daraus resultieren, dass wir keine Eigenschaft des Gebens, Verlangen zu geben haben und wir verpflichtet sind, sie zu erreichen. Wir können in Bezug auf unsere Freunde aus der Gruppe verschiedene Handlungen ausführen und so dieses Verlangen erlangen.

Das heißt, dass alles in unseren Händen liegt. Wir können tatsächlich die Zeit auf Null bringen. Der Schöpfer hat nur den Punkt „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen. Alles andere hat Er uns nur gegeben, damit wir unser Verlangen, einen Punkt im Herzen auf die Größe von/in? Malchut der Unendlichkeit vergrößern. Das ist nur durch Verbindung möglich.

Deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, das Verlangen zum Licht zu erreichen: versuchen, gemeinsam innerhalb unserer kleinen Wünschen zu geben zu sein.

Aus einem Soharunterricht, 06.06.2010.

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