Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Tora'

Warum für diese Welt die spirituelle Entwicklung obligatorisch ist


Es steht geschrieben: „Kein Brot, keine Tora.“ Dies bedeutet, dass unser Leben hier in dieser Welt vorrangig ist. Bevor ich irgendetwas anderes tun kann, muss ich meine körperliche Existenz absichern.

Deshalb muss ein Mensch arbeiten und alles tun, was in diesem Leben notwendig ist und sich nicht davon abkehren. Für die Wissenschaft der Kabbala ist dieser Zustand verbindlich für die Korrektur zu einer höheren Stufe.

Ich muss mich um alles kümmern, was für meine normale Existenz notwendig ist. Dies ist eine sehr wichtige Voraussetzung in der Wissenschaft der Kabbala und dies unterscheidet sie auch von allen anderen spirituellen Methoden, die versuchen, einen Menschen von diesem Leben zu abzutrennen.

Die Wissenschaft der Kabbala sagt genau das Gegenteil: Während man in genau diesem Leben lebt, arbeitet, studiert, Kinder gebärt, muss man das allgemeine Gleichgewicht mit der Natur erreichen. Unter keinen Umständen sollten wir vor dieser Welt weglaufen.

(Aus dem dritten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts)

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In Erinnerung an Rabash


Heute ist der Tag des Gedächtnisses für meinen Lehrer Rav Baruch Shalom Levi Ashlag – Rabash. Wir alle erhalten Nahrung durch das, was wir von ihm bekommen haben. Er war der einzige Mensch, der Baal HaSulam verstanden hat, der seinen Weg fortgesetzt hat und der die Methode an etliche seiner Studenten weitergereicht hat. Die Tatsache, das wir vorankommen, indem wir die Methode Baal HaSulams anwenden, zu sehen, zu fühlen und zu verstehen, was er geschrieben hat, haben wir nur Rabash zu verdanken.

Üblicherweise schrieb Rabash einen Artikel pro Woche und wir haben nicht mehr als 400 Artikel. In ihnen präsentiert er eine Erklärung der gesamten Wissenschaft der Kabbala, einschließlich allem, was die innere Arbeit eines Menschen betrifft. Durch diese Artikel hat er uns die Gelegenheit gegeben, in die Wahrnehmung der spirituellen Welt einzutreten. Er hat die gesamte Methode systematisch erklärt, auf eine einfache und zugängliche Weise und in einer Form, mit der die Menschen leicht in Verbindung treten können.

Er zitierte oft die Tora, den Talmud und andere kabbalistische Quellen, um uns mit den originalen Quellen zu verbinden und um uns zu helfen, zu verstehen, wie die Autoren (Kabbalisten) dieser Quellen dachten. Auf diese Weise übermittelten sie ihre Wahrnehmungen an uns.

Ohne Zweifel könnten wir nicht mit den Schriften Baal HaSulams in Verbindung treten, wenn es die Bücher von Rabash nicht gäbe. Ohne die Erklärungen von Rabash wäre es nicht möglich für uns, die Bücher Baal HaSulams zu „öffnen“.

Ich danke der Höheren Kraft, dass sie mir solch einen großartigen Lehrer sandte, durch den wir die Kabbala erhalten haben. Sein Lebenswerk war ein spiritueller Durchbruch zu einer neuen Stufe und die Enthüllung der Methode der Kabbala an uns.

Baal HaSulam hat diese Methode ebenfalls in seinen Artikeln dargestellt, die jedoch verhüllt blieben. Rabash hat hingegen das Material seines Vaters genommen und es umgearbeitet, sodass die Welt es verstehen kann. Er hat es außerdem mündlich an seine Studenten weitergegeben.

Rabash war der erste Kabbalist der gesamten Geschichte der Kabbala, der Studenten öffentlich angenommen hatte. Nach einem Jahr des Studiums mit Rabash hielt ich einige Vorträge am Kabbala Zentrum von Berg. Die Vorträge waren nicht für die breite Öffentlichkeit, sondern für seine Referenten. Danach verließen alle sein Zentrum, weil sie verstanden, dass das, was sie taten, überhaupt nicht Kabbala war, sondern Geschäft.

Ich brachte sie zusammen mit einer ganzen Gruppe säkularer junger Menschen zum Studium bei Rabash. Wir waren ungefähr vierzig Leute. Zu diesem Zeitpunkt war Rabash 77 Jahre alt und er hatte sein ganzes Leben in Bnei Brak, einer jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft, mit einer Überfülle von Verboten und Einschränkungen verbracht. Doch trotz alledem schreckte er nicht davor zurück, alle diese neuen säkularen Männer als seine Schüler zu akzeptieren!

Diese Menschen hatten nicht vor, zur Religion zurückzukehren. Sie kamen zu ihm, um ausschließlich Kabbala zu studieren. Auf diese Weise begann er, junge säkulare Männer aus Tel Aviv zu lehren! Damit machte er eine Revolution und sie steuerte unsere Welt in Richtung Korrektur. Es war ein völlig neues Phänomen, das die gesamte Geschichte der Kabbala noch nicht gesehen hatte. Es war der Beginn, die Kabbala in großem Maßstab zu verbreiten, denn diese vierzig Studenten führten seinen Weg fort.

Rabash war ein großer Revolutionär. Er besaß eine enorme innere Kraft, die ihn befähigte dieses durchzuführen – unter Missachtung seiner Chassidischen Gemeinschaft und seiner Angehörigen.

Alles, was ich besitze, habe ich von ihm erhalten. Unsere Gruppe Bnei Baruch (die Söhne Baruchs), ist nach ihm benannt. Und ich bin überzeugt, dass wir ganz bestimmt seine spirituellen Erben werden.

Möge in uns die Erinnerung an ihn zum Segen sein!

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Die Feiertage bringen ein besonderes Licht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe gehört, dass während der Zeit der Feiertage ein besonderes Licht in unsere Welt herabkommt. Was gibt es uns und welche inneren Veränderungen vollzieht es an uns?

Meine Antwort: Wenn wir uns während der Feiertage miteinander verbinden, wenn ein zusätzliches Leuchten auf uns einwirkt, wird es uns möglich sein, dies zu nutzen, um voranzukommen. Das kann heute mehr denn je geschehen, denn es studieren mehrere Tausend Menschen zusammen mit uns Kabbala.

Lasst uns also miteinander verbinden und erkennen, dass unsere Verlangen egoistisch und zerbrochen sind. Diese Wahrnehmung heißt Slichot – die Tage der Buße, an denen wir uns prüfen und sehen, wie entgegengesetzt wir zu dem sind, was wir ersehnen – die Eigenschaft des Gebens.

Lasst uns dann versuchen zu enthüllen, wie sehr wir uns im Gegensatz zur Spiritualität befinden. Diese Wahrnehmung heißt der Tag der Ehrfurcht oder Tag des Gerichts. Diese Enthüllung hat ein Gebet und das Blasen des Widderhorns (Shofar) zur Folge.

Im Aramäischen bedeutet Shufra Wichtigkeit. Das Blasen des Widderhorns bedeutet also, das wir die Spiritualität, das Geben und die Liebe erheben, diese für wichtiger erachten, als die Körperlichkeit und den Hass. Wir wollen, dass die Spiritualität das Wichtigste und Höchste für uns wird und wollen, dass sie uns beherrscht. Wir fordern, dass die Kraft des Lichts, die jetzt in der Welt gegenwärtig ist, in unserm Innern wirkt und uns hilft, „die Zehn Tage der Buße“ zu erreichen. Das bedeutet, dass das Licht auf uns wirkt und uns ermöglicht, zu erkennen, dass wir innerhalb der zehn Sfirot der Seele der Eigenschaft des Gebens völlig entgegengesetzt sind. Dadurch werden wir zum Tag des Gerichts (Yom Kippur) gelangen.

An Yom Kippur spüren wir, dass wir uns im Gegensatz zur Spiritualität befinden und erkennen, dass die Eigenschaft des Gebens – Bina und die Eigenschaft des Empfangens – Malchut – Gegensätze sind. Sie sind durch einen unendlichen Abgrund voneinander getrennt. Darum nehmen wir die Einschränkung des Tags des Gerichts auf uns und verweigern den Gebrauch unserer egoistischen Verlangen, die der Spiritualität entgegenstehen.

Infolgedessen werde ich die Korrektur verlangen. Ich verlange nicht, mich besser zu fühlen, sondern zu einer anderen Stufe der Verlangen aufzusteigen, den Verlangen des Gebens. Und dann kommt ein noch größeres Licht zu mir – das Licht von Sukkot, dass mir eine Verhüllung (Schach) über meinen Egoismus gibt.

Wenn ich während der sieben Tage von Sukkot sieben meiner Kelim korrigiere, dann erhalten meine Verlangen Erfüllung und ich erreiche den achten Tag, der „Atzeret“ heißt. An diesem Punkt blockiere ich das Licht und das Licht wird enthüllt. Dieses wird „Simchat Tora“ (die Freude der Tora) genannt.

(Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbala Unterichts über Rabash’s Artikel „Königreiche, Erinnerungen und das Blasen in das Horn“.)

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Die Zwickmühle unserer Korrektur

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist der Unterschied zwischen der Erreichung der gegenseitigen Bürgschaft und dem Empfang der Tora?

Meine Antwort: Gegenseitige Bürgschaft ist ein Zustand der Einheit. Die Tora (Kabbala) ist das Mittel, durch das man die Eigenschaft des Gebens erreichen kann; sie ermöglicht es einem, Einheit zu erlangen, denn sie enthüllt den Schöpfer.

In Übereinstimmung mit dem Gesetz der Gleichheit der Form wird mir der Schöpfer darin enthüllt, wenn ich das Verlangen zu „geben“ erlange, weil die einzige Eigenschaft des Schöpfers das Geben und die Liebe ist. Solange mein Verlangen in der Gleichheit mit Ihm unkorrigiert bleibt, habe ich nichts, mit dem ich Ihn entdecken und enthüllen kann. Jedoch ohne die Enthüllung des Schöpfers bin ich nicht fähig, mich selbst zu korrigieren. Es ist eine Zwickmühle:

  • Ohne mich selbst korrigiert zu haben, kann ich den Schöpfer nicht enthüllen
  • Ohne den Schöpfer enthüllt zu haben, kann ich mich nicht selbst korrigieren!

Darum gibt es eine Methode, die es einem ermöglicht, eine Kraft anzuziehen, welche die eigenen Verlangen vom Empfangen zum Geben korrigiert. Diese Methode heißt Kabbala und sie ermöglicht es einem, das Licht, das umgestaltet, anzuziehen, während man noch unkorrigiert ist und nicht die gleichen Eigenschaften wie das Licht hat.

Diese Kraft heißt Umgebendes Licht. Es ist der Schöpfer, der in einer verhüllten Weise auf uns einwirkt. Deshalb wird es Umgebendes Licht genannt und nicht explizit Direktes Licht.

Aus der Ferne kann das Umgebende Licht auf etwas einwirken, das von Ihm abgelöst und Ihm entgegengesetzt ist (Egoismus) – in Übereinstimmung mit der Sehnsucht eines Menschen nach Korrektur.

Der Schöpfer heißt Bore. BORE bedeutet „komm“ und „siehe“. Wenn ich mich mit anderen in unserer gemeinsamen Eigenschaft des Gebens verbinde, entwickeln wir die Bedingungen zur Enthüllung des Schöpfers. Die gesamte Methode der Korrektur (Kabbala) besteht aus dem Heranziehen des Umgebenden (korrigierenden) Lichtes auf uns.

Verwandtes Material:
Blog-post: „Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“
Blog-post: Die Korrektur geschieht nur durch das Licht, das man während des Studiums der Kabbala empfängt
Blog-post: Der Schöpfer erschuf uns vollkommen!

Worum geht es im Buch Sohar und dem Sulam Kommentar?


Die Menschen verstehen nicht, was das Buch Sohar eigentlich ist. Als ich anfing, Kabbala zu studieren, wurde mir gesagt, dass laut der Kabbala „Der Sohar“ Musar (die Ethik) ist. Musar ist ein System moralischer Wertgebungen, welches den Menschen sagt, was sie zu tun haben und was ihnen verboten ist, weil sie sonst dafür bestraft werden. Diese Menschen glauben, dass Das Buch Sohar ein Buch von Sittenlehren auf einer höheren Ebene ist, wie ein Dekret von Oben.

Baal HaSulam schreibt, dass viel Schlimmes in der Welt geschah, weil Das Buch Sohar zur falschen Zeit enthüllt wurde. Der Sohar sollte nur während der Zeit des Ari veröffentlicht werden. Und warum? Wenn ein Mensch den Sohar liest, ohne vorher korrekt darauf vorbereitet worden zu sein, wird er ihn auch nicht richtig verstehen. Er wird nicht zu den gleichen Gedanken gelangen, die Rabbi Shimon hatte, als er diesen Text verfasste.

Darum fügte Baal HaSulam seinen eigenen Kommentar mit dem Titel „Sulam“ (Leiter) hinzu, der einen „technischen“ Anhang zum Text des Buches Sohar einschliesst. Dort gibt er eine kabbalistische Definition eines jeden Wortes in der Tora, und erklärt, wo jedes Wort oder jede Eigenschaft in der Struktur der Seele zu finden ist.

Dieses ermöglicht den Menschen, der den Text liest, sich mit beiden Definitionen zu verbinden und somit eine innere Reaktion zum Gelesenen zu erleben. Beide Welten werden ihm enthüllt – diese und die Höhere Welt, und er nimmt die Herrschaft des Schöpfers im Text und in ihm selbst wahr.
(Aus dem 2. Teil des Täglichen Morgenunterrichtes über „Das Vorwort zum Sulam Kommentar“)

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Studierst du die Authentische Kabbala?


Wenn jemand Kabbalabücher studiert, dann macht er, obwohl er nichts davon, was in ihnen geschrieben steht, verstehen kann, innere Veränderungen durch und allmählich beginnt er zu spüren, was in den Büchern steht. Dies wird das Studieren der Wissenschaft Kabbala genannt. Er beginnt die Beziehungen zwischen der Erfüllung und dem Verlangen der Seele (die Lichter und die Kelim) zu erkennen, „Welt-Jahr-Seele“ und „eine gebrauchsfertige Wirklichkeit“.

Wenn er anfängt, diese Bücher zu studieren und sie durch seine Vorstellung im Innern zu betrachten, dann studiert er die Weisheit der Kabbala – die Wissenschaft darüber, wie man seine Seele erfüllt, wie man die spirituelle Welt und den Schöpfer enthüllt, indem man seine Eigenschaften Ihm angleicht. Wenn ein Mensch jedoch diese Bücher liest und obwohl er wirklich versucht und sich bemüht, jedoch trotzdem nicht in der Lage ist, die Handlungen des Schöpfers in seinem Innern zu spüren, bedeutet dies, dass er die Wissenschaft der Kabbala nicht studiert. Er bereitet sich nur darauf vor.

Doch wenn er überhaupt keine Absicht hat, die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen, dann hat er keine Verbindung zur Spiritualität oder zur Tora. Er ist nur mit Wissen verbunden, weil er nicht zur Tora strebt. Die Tora ist das Licht, das einen zur Quelle zurückführt und es wirkt auf einen, wenn man danach verlangt, dass das Licht einen korrigiert, da man spürt, dass man Korrektur braucht.

Wenn also ein Mensch einfach Kabbalabücher liest, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass er die Kabbala studiert. Er wird vielleicht einfach die Weisheit studieren. Deshalb wird alles in Bezug auf denjenigen, der studiert, behandelt. Wenn ich mir ein Buch nehme, auf dessen Titelseite „Tora“ oder „Kabbala“ steht, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass ich sie studiere. Alles hängt von mir ab und davon, was ich von diesen Büchern erwarte.
(Vom 3. Teil der täglichen Morgenlektion über die „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“)

 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >  Kabbala Akademie

Das Studium der Kabbala zieht nur das Höhere Licht heran


Fragen über Frauen, das Kabbalastudium, wie man die Ewigkeit spürt, das Trinken von Alkohol auf den Kongressen und die Legalisierung von Marihuana:

Frage: Gestern sagte ein Freund zu mir, dass wir als Frauen nicht Kabbala studieren sollten, weil wir Dämonen (negative Kräfte) anziehen würden und nicht das Höhere Licht.

Meine Antwort: Absoluter Unsinn! Die Frauen müssen so wie die Männer ihren Egoismus korrigieren, ihr Verlangen „den Nächsten zu lieben und ihm zu geben“ in einem gemeinsamen Verlangen verbinden und in diesem Verlangen den Schöpfer enthüllen.

Frage: Wie kommt es, dass, wenn ich Kabbala, Das Buch Sohar oder die Tora studiere, ich unweigerlich anfange zu weinen?

Antwort: Weil du eine Verbindung mit der Ewigkeit und Perfektion empfindest.

Frage: Während der Mahlzeiten und bei anderen Gelegenheiten, wie z.B. an Kabbalakongressen, sprechen wir Toasts immer mit Alkohol aus, als ob das nicht ungesund wäre oder in der spirituellen Welt erlaubt sei.

Meine Antwort: Dieser Brauch kommt von meinem Lehrer Rabash: in Maßen bis zu 50 g trinken.

Frage: Es gibt harte und weiche Drogen. Marihuana wird als weiche Droge betrachtet. Haben Sie etwas gegen ihre Legalisierung?

Meine Antwort: Ich bin dagegen! Das würde nur zu härteren Drogen führen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Was sollen Frauen anstreben?
Blog-post: Drogen und Erlangung sind nicht vereinbar
Shamati #173: Warum man ‚Lechaim!‘ sagt

Bildung muss das Verlangen nach Entdeckung einflößen


Die Menschheit hat ihr Bildungssystem über Tausende von Jahren entwickelt und es besteht aus zwei Teilen:

• Bildung (Geist, Intellekt, Gehirn): Einem Kind wird sein zukünftiger Beruf gelehrt, weil es ohne ihn im Leben nicht vorwärts kommt.
• Erziehung (Sinne, Herz): Bei Abwesenheit eines Prozesses, der das Kind in ein menschliches Wesen formt, hat Bildung das Potential Schaden statt Gutes anzurichten.

Auch während es einen Beruf lernt, sollt man einem Kind nicht vorgefertigte Erklärungen, Formeln, Lösungen oder Ähnliches geben. Es sollte nichts in seiner finalen Form erhalten. Zuerst muss es den Gegenstand diskutieren, testen und analysieren, um auf seine eigene Weise die Wahrheit zu offenbaren und den Nervenkitzel bei der Entdeckung zu fühlen. Ein solcher Ansatz wird es inspirieren; es erlangt eigenständig die Lösung, zu welcher der Lehrer es bringen möchte.

Das Studium der Tora hat immer in Form von Diskussionen stattgefunden und erlaubte den Austausch von Meinungen. Ein Student wird absichtlich verwirrt, wenn er in eine zu untersuchende Aufgabe miteinbezogen wird. Das zwingt ihn, eine Lösung zu suchen, und schärft seine unabhängigen Argumente. Schlussendlich meistert er im Prozess seiner Entwicklung das Problem, indem er für sich „das Buch öffnete“ und auf einmal versteht, was darin geschrieben ist.

Ein Buch muss ein Kind dazu bringen, sich zu entwickeln. Es muss die Formel entdecken, indem es den Schritten des Entdeckers folgt.

Man muss Wissen erlangen, und es nicht einfach nur erhalten, wie es in der herkömmlichen Ausbildung geschieht.

In diesem Sinne dient der Talmud als exzellentes Beispiel für ein wahres Lehrbuch. Schließlich studieren wir ihn, um uns zu entwickeln und nicht um Daten zu speichern.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Amerikanische Schulen erschaffen Arbeitsroboter – keine Menschen
Blog-post: Was können wir unsere Kinder lehren?
Artikel: Erziehung
Interview: Die neue Kindergeneration weiß viel mehr als die heutigen 20-Jährigen

Die Wahrheit gehört allen

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn Sie über den „Schöpfer“ sprechen, könnte man meinen, dass es um Religion geht. Können sie diesen Begriff in einer mehr alltäglichen und realitätsbezogenen Sprache erklären?

Meine Antwort: Ich verstehe, dass dieser Begriff unangenehme Assoziationen weckt und für jeden mit einer endlosen Zahl von Stereotypen verbunden ist. An der Wurzel der biblischen Geschichte jedoch liegt die Aufdeckung der Höheren Kraft für den Menschen und keine Religion hat einen alleinigen Anspruch auf diese Geschichte. Keiner hat je das alleinige Recht gepachtet „Ihn“ zu besitzen. Ganz im Gegenteil, jeder Mensch muss den Schöpfer für sich selbst entdecken. Die ersten, die dies tun, sind diejenigen, die spüren, dass es in ihnen etwas gibt, das korrigiert werden muss. So wie geschrieben steht: “ Ich habe die böse Neigung geschaffen und die Tora als Mittel zu ihrer Korrektur.“

Die Wissenschaft der Kabbala ist die wahre Tora. Tatsächlich wird sie „Tora-emet“ genannt ( wobei „emet“ Wahrheit bedeutet). Die gesamte Tora handelt nur vom spirituellen und gehört allen! In dem Maße wie jemand die Kabbala studiert und sich selbst korrigiert, wird er die Bedeutung dieser Worte verstehen.

Wir müssen daher unsere Haltung gegenüber von Baal HaSulam und anderen Kabbalisten gemachten Bezugnahmen auf die Tora, die Psalmen und die Mischna ändern. Ziel ist es nicht Worte auswendig zu lernen, sondern sie in uns zu spüren.

Angenommen jemand würde den gesamten Talmud auswendig kennen. Hätte er damit einen Teil seiner Seele korrigiert? Er würde in einer anderen Inkarnation auf diese Erde zurückkehren müssen, ganz so als hätte er in seinem Leben nichts erreicht. Es ist besser nur einen Satz zu kennen und durch die eigene Korrektur diesen Teil zu erfahren, ihn im eigenen Innern zu spüren. Dies ist wertvoller als tausende auswendig gelernte Seiten des Talmud.

Daher sollte man sich nicht durch Bezugnahmen auf den Tanach und Interpretationen durch weise Männer einschüchtern lassen. Man sollte einfach verstehen, worüber sie sprechen. Es ist schwierig kabbalistische Erklärungen mit Hilfe der weltlichen Sprache zu vermitteln. Es ist jedoch auch nicht notwendig. Das Buch der Psalmen beispielsweise wird von Menschen auf der ganzen Welt gelesen. Ebenso die Fünf Bücher Moses. Diese Texte sind mehr oder weniger allen vertraut. Man muss nur ihre wahre Bedeutung erklären und der Mensch wird verstehen, dass es sich hier um Texte einer ursprünglichen Quelle handelt. Diese Quelle gehört der ganzen Menschheit und enthält die Methode zur Korrektur der Seele. Wenn ein Mensch nicht das in der Tora enthaltene korrigierende Licht nutzt, dann hat er keine Tora. Alles, was er dann hat ist ein Buch, in dem Wörter gedruckt sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: Enthüllung der Göttlichkeit (Baal HaSulam)
Blog-post: So lesen Sie die Tora richtig!
Blog-post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Baal HaSulam: „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“

Präsident Obama tadelt die Wall Street für Reuelosigkeit


In den Nachrichten (aus PBS.org): In einem Interview mit dem PBS Nachrichtensprecher Jim Lehrer, sagte Präsident Barack Obama: „Das Problem, das ich sehe, ist, dass man nicht den Eindruck hat, dass die Leute an der Wall Street Reue dafür zeigen, dass sie all die Risiken eingegangen sind; man bekommt nicht den Eindruck, dass es dort eine Veränderung der Kultur und des Verhaltens gegeben hätte, als eine Konsequenz für das, was geschehen ist. Und deshalb sind die Reformvorschläge für die Finanzwelt, die wir vorbringen, so wichtig … um die finanziellen Regulationsprogramme zu institutionalisieren und sie davor zu bewahren, solche ungezügelten Risiken einzugehen, wie sie das vorher getan haben. Und ich denke auch, wenn es um das Thema Bezahlung geht, das zumindest die Anteilhaber die Möglichkeit haben sollten, Einfluss darauf zu nehmen, bevor die Gesellschaften diese gewaltigen Bonuszahlungen für hochrangige Angestellte vergeben.

Mein Kommentar: Schade für Mr. Obama, dass diese Maßnahmen nicht helfen werden. Was notwendig ist, ist eine Erziehung der Leute, um sie so zu ändern, dass sie nicht mehr in der Lage sein werden, solch unumkehrbares Unheil über die Menschheit zu bringen und außerdem fähig sind, zu erkennen, dass sie einen Fehler gemacht haben. Diese Veränderung des menschlichen Bewusstseins in der globalen Welt, vom Individuum bis zur Gemeinschaft, wird durch die allgemeine gegenseitige Verbindung, welche sich jetzt enthüllt, von uns gefordert.

Die Menschheit jedoch wird nicht in der Lage sein, sich selbst zu verändern und ihren Egoismus zu korrigieren. Kabbala bietet uns das Mittel an, gemäß dem Grundsatz: „Ich schuf den Egoismus und ich schuf die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht in der Tora bringt uns zurück zur Quelle.“ Daher ist es möglich, das Licht an sich selbst heranzuziehen!

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Gier der Bankiers wird die Welt zugrunde richten, außer wir treffen die nötigen Maßnahmen
Blog-post: Wo sind Obamas Milliarden hin?
Blog-post: Die Tricks der Wirtschaftsexperten werden uns nicht retten, ein neues Erziehungssystem schon