Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Fest der Gabe der Tora

Es gibt kein grösseres Fest als das Fest des Empfangens der Tora. Wäre es nicht für die Tora, könnten wir nur eine tierische Existenz führen, bis „die Erde sich weiterhin dreht“.

Aber wir haben eine Gelegenheit bekommen, die höhere Kraft zu benutzen und mit ihrer Hilfe in eine höhere Dimension herauszukommen, unsere Existenz, unseres Leben in der spirituellen Dimension fortsetzen.

Aus dieser Welt, aus dieser Realitaet, die wir jetzt empfinden,können wir sanft in einen neuen Zustand, in eine andere Welt, in eine Dimension, die mit der Planet Erde und dieser ganzer Unviversum in keiner Verbindung steht, eintreten.

Wir können uns in einer ewigen, vollkommenen Form entdecken, die voller Harmonie und ohne Einschränkungen in der materiellen Welt ist.

Mithilfe der höheren Kraft, wird sich uns ein Eingang aus unserer Welt, aus diesem verdorbenen Leben, zu einer vollkommenen Existenz öffnen.

Der Übergang aus unserer Dimension in eine höhere heisst „Tora“ – eine besondere Kraft, die uns allmählich für den neuen Zustand ändert. Und je nach der Veränderung gehen wir in diesen neuen Zustand über, bis alle meine irdischen, d.h. egoistische Eigenschaften sich in spirituelle altruistische umändern werden.

Der Mensch bekommt die Gelegenheit, zu einer ewigen und vollkommenen Existenz überzugehen. Das Empfangen solcher Möglichkeit ist das wichtigste Geschehen in unserem Leben – ein wahrer Grund zu feiern!

Gut und Böse

Der Sohar, Abschnitt „Wajikra„, Punkt 87:
Da die Tora aus Bina stammt, wurden die ersten Tafeln über Bina geschrieben, wenn da steht: „Charut (eingraviert) in die Tafeln, so lies nicht Charut, mit Kamaz, sondern Cherut (Freiheit), mit Zerech.“ Denn es ist tatsächlich Freiheit, da es der Ort ist, von dem alle Freiheit abhängig ist; denn es gibt keine Freiheit von all den Klipot ausser durch die Lichter von Bina. Ebenso gibt es nichts in der Tora, das geteilt ist, oder nicht zu einem Ort geht, Malchut, oder sich in einem Quellbrunnen, Jessod, vereint.

Wir sind das Material der Schöpfung, das Verlangen zu genießen, sich zu füllen. Es kann nur empfangen. Wenn seine Absicht zu empfangen – für sich – die Absicht und nicht das Verlangen ist, nennen wir es „Böse“.

Denn das Verlangen ist ein Material, das sich nicht verändert, man kann es nicht als gut oder böse bezeichnen. Ob es gut oder böse ist, bestimmt die Absicht. Und darin besteht unser freier Wille.

Bei den Verlangen, die sich in uns auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene befinden, haben wir keinen freien Willen, wir können nichts daran ändern.

Das bestätigen immer öfter auch alle wissenschaftlichen Studien. Die einzig mögliche Veränderung vollzieht sich auf der menschlichen Stufe, in der Absicht über dem Verlangen.

Das Verlangen an sich wurde vom Schöpfer erschaffen und uns in einer unveränderbaren Form gegeben. Und die Absicht über dem Verlangen ist uns von vornherein egoistisch gegeben, „für sich“, und wir müssen feststellen, dass diese Absicht schlecht ist, weil sie gegen die Vereinigung, gegen das Geben an den Nächsten, an den Schöpfer gerichtet ist.

Doch die Absicht kann auch umgekehrt sein – „für die anderen“, die Absicht zu geben. Dann heißt sie „der gute Trieb“.

Das bedeutet, dass „der böse Trieb“ und „der gute Trieb“, Gut und Böse, nach der Absicht bestimmt werden und „der Trieb“ selbst, das Verlangen, unverändert bleibt.

Diese Absicht existiert nur auf der Stufe des Menschen. Die Absicht, sich an den Schöpfer anzugleichen, nennt sich Gut, und das Gegenteil davon Böse. Die Absicht wird in der Vereinigung mit den anderen oder in der Entfremdung von den anderen umgesetzt.

Deshalb muss ich aus meinen Absichten nur diejenigen aussuchen, in denen ich über eine freie Wahl verfüge – ob ich mich mit den anderen in der gemeinsamen Absicht des gegenseitigen Gebens vereinen soll. Darin gleichen wir uns an den Schöpfer an.

Und nur hier bestimme ich Gut oder Böse – entweder in Bezug auf meinen Egoismus oder auf das, was der Schöpfer verfügt.

Darum, wenn wir uns korrigieren wollen, kann das nur Bina, die höhere Eigenschaft des Gebens, tun.

Wenn sie auf das Verlangen zu genießen trifft, verändert sie seine schlechte Eigenschaft in eine gute, d.h. die Absicht zu empfangen in die Absicht zu geben.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 17.05.2010

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Wir sind alle füreinander verantwortlich

In seinem Artikel „Bürgschaft“ schreibt Baal HaSulam, dass alle, die zum Schöpfer streben, ein Volk sind, in welchem jeder für den anderen verantwortlich ist, was man Bürgschaft (Arvut) nennt.

Die Tora (das Licht der Korrektur) wurde diesem Volk nur gegeben, nachdem jeder befragt wurde: ob er einverstanden ist, die Ausführung des Gebotes der Nächstenliebe auf sich zu nehmen, wie es geschrieben steht „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, das heisst, sich genauso um die anderen zu sorgen, wie um sich selbst.

Dies ist die Bedingung, mit welcher wir das Licht der Korrektur anziehen können. Nur wenn wir entdecken, dass wir uns auf solcher Weise verbinden wollen, wird das Licht der Korrektur kommen und unser Gefäss korrigieren.

Die Bürgschaft nennt man eine Situation, in welcher wir bereits einen ganzen Körper, einen Organismus bilden, in welchem wir alle voneinander abhängig sind, in dem wir uns über unseren eigenen Wunsch erheben. Dafür muss jeder über einen anti-egoistischen Schirm verfügen und sich im Spirituellem auf der Stufe des Gebens befinden (Chafez – Chessed und sein materielles Leben als ein notwendiges Mittel für den spirituellen Aufstieg betrachten.

Jeder erfüllt den anderen und versteht, dass er mit ihm verbunden sein muss, denn das ist der Sinn seines Lebens, wie es bei den Zellen eines Körpers ist. Jede Zelle und jedes Organ leben nur, um ihre Funktionen bezüglich des ganzen Organismus zu erfüllen. Die Funktion seines Lebens sind die Liebe und das Geben. Wenn wir eine solche Verbindung zwischen uns spüren, heisst das ‚spirituelles Leben‘.

Wenn wir uns wünschen, uns so zu verbinden, bekommen wir auch die Kraft, es verwirklichen zu können!

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Aus einem Unterricht nach Artikel „Bürgschaft“ von Baal HaSulam, 18.05.2010

 

Aufstehen und weitergehen

Wir haben die Arbeit am Aufbau einer kabbalistischen Gruppe begonnen. Wenn wir im Laufe des Tages alle gemeinsam an den Artikel, den wir behandeln, denken werden, werden wir gewaltige Veränderungen in uns feststellen können.
Denn so viele Herzen, Verlangen, setzen die Methodik von Baal HaSulam um, indem sie nach dem Ziel streben und das Ziel gemeinsam ermitteln. Alleine das vereint uns bereits.

Alle gemeinsam ziehen wir das Licht an, das auf uns einzuwirken beginnt. Und so werden wir große Veränderungen feststellen.

Selbst wenn es uns erscheinen mag, als ob sich alles zum Schlechten verändern würde… Na und? Es geschieht, um uns beizubringen, dass das Vorankommen über unserem Egoismus stattfindet, über unserem Verlangen zu genießen, sprich, ohne eine Belohnung in unserem Egoismus wahrzunehmen.

Heute habe ich so gut gearbeitet und morgen fühle ich eine noch größere Belastung des Herzens: eigene Nichtigkeit, Machtlosigkeit, Verachtung, Hass, Gleichgültigkeit.

Und wieder muss ich aufstehen und weitergehen. Das gleicht der Wanderung durch die Wüste, die in der Tora beschrieben wird.

Du hast deinen bösen Trieb enthüllt? Großartig! Jetzt wirst du erfahren, wie du ihn korrigieren und den Weg fortsetzen kannst.

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Kocht zuerst die Suppe!

Eine Frage, die ich erhielt: Während des Lesens des Buches Sohar malt mir mein Verstand immer Bilder der äußeren Welt.

Wie kann ich daran denken, dass das alles in mir drin passiert und dass es um die Verbindung zwischen uns geht?

Meine Antwort: Ehrlich gesagt, ist das unwichtig. „Was der Verstand nicht schafft, schafft die Zeit“. Die Zeit des Studiums und der Annäherung an die Freunde.

Wer während des Studiums (durch den Verstand) nicht an das Ziel (im Herzen) denken kann, soll auf sein Herz hören.

Das Wichtigste ist, sich ständig am Gedanken festzuhalten, was du von deinem Studium erwartest. Ohne das funktioniert die Tora nicht.

Die Tora wirkt entsprechend der Absicht des Menschen, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und gab die Tora als Gewürz dazu“.

Hast du den bösen Trieb? Bring ihn mit, dann bekommst du die Tora als Gewürz dazu (als Mittel zu seiner Korrektur).

Wenn du aber keinen bösen Trieb hast, was hilft dir dann das Gewürz? Die Kabbalisten bringen uns einfache Beispiele.

Hast du eine Suppe? Willst du Salz, Pfeffer und allerlei Gewürze dazu geben? Bitte schön! Hast du aber keine Suppe, was nützen dir dann Salz und Pfeffer? Für sich alleine schmecken sie abscheulich.

In unserem Fall müssen wir zuerst „die Suppe“ kochen. Ohne die Suppe brauchen wir nicht nach dem Gewürz zu verlangen. Wir werden noch nicht einmal danach verlangen können!

Erst beim Suppekochen – beim Aufbau der Gruppe – entsteht das Bedürfnis nach dem Gewürz, damit das Licht uns vereint. Die Tora wird nur von denjenigen gebraucht, die den bösen Trieb haben (bei denen er zum Vorschein gekommen ist).

Darum müssen wir an das Lesen des Buches Sohar und an alle unsere Unterrichte vor allem mit der richtigen Absicht herangehen und wissen, was genau wir erwarten, d.h. wir müssen unsere böse Natur bereits vorbereitet haben.

Gibt es etwas, was du korrigieren musst, gibt es in dir den bösen Trieb, dann bekommst du die Korrektur darauf. Wenn du aber das Böse in dir noch nicht entdeckt hast, dann musst du es zuerst suchen.

Wenn du dich selbst als gerecht empfindest, dann ist die Tora nichts für dich, sie ist für Sünder bestimmt, um sie zu korrigieren.

Deshalb enthüllt der Größere unter allen anderen auch den größeren Egoismus, das größere Übel, und er hat etwas, was er korrigieren muss.

Daher ist es unwichtig, wie viel jemand während des Studiums versteht. „Nicht der Kluge versteht die Tora“. Das Wichtigste ist, dass er spürt, dass es etwas in seiner Verbindung mit den Freunden gibt, was er korrigieren muss.

Denn wir müssen uns zu einem Verlangen vereinen, zu der Seele von Adam, wir müssen zu Brüdern durch das Ziel werden.

Selbst wenn wir uns im Moment hassen, einander nicht wollen und verachten, verstehen wir doch, dass unser Ziel die Vereinigung ist.

Darum erwarten wir, dass das Licht kommt, uns zur Quelle zurückführt, wir zu einem ganzen Verlangen werden und sich der Schöpfer zwischen uns enthüllt.

Wie sind Leiden zu vermeiden?

Während der Analyse der eigenen Wünsche muss man so tief in die Materie eindringen, dass man versteht, wie all diese Wünsche zusammen mit ihrer egoistischen Absicht vom Schöpfer stammen. Folglich muss man die Tiefe des Wunsches erreichen und aus der Wurzel heraus begreifen, woher dieser Wunsch eigentlich kommt. Wenn wir aber später enthüllen, dass der Wunsch und seine egoistische Absicht vom Schöpfer kommen, dann werden wir auch verstehen, dass es keine andere Wahl gibt, als dass wir um die Veränderung der Absicht bitten, um damit zum Schöpfer zu kommen!

Andernfalls braucht der Mensch die Tora nicht. Er schreit nicht um Hilfe und wendet sich nicht an den Schöpfer. Er sieht sich nicht als die Schöpfung an, auf welche die Kraft einwirkt, an die man sich auch wenden kann. Unser egoistischer Anfang ist ein Engel, der uns dem Schöpfer näherbringt. Wir bekommen die Schläge und begreifen im Endeffekt, dass sie alle einen Grund haben, und sie alle von jemandem geschickt werden, der sich höher als wir befindet. Man kann zu dieser Schlussfolgerung auf dem Leidenswege kommen, oder aber mit Hilfe des Studiums, der Umgebung und der spirituellen Entwicklung.

„Der Weise sieht die Zukunft“, den sich bildenden Zustand, noch lange bevor er erreicht ist und kann ihn deshalb verändern. Die physischen Leiden dieser Welt verwandeln sich in Liebesleiden, wenn man ein wenig Licht an sich heranzieht und darauf bemessen empfinde ich meinen eigenen Zustand. Dann beginne ich darunter zu leiden, dass ich keine Nächstenliebe und keine Liebe zum Schöpfer empfinde. Genau hier liegt der Ausgangspunkt unserer freien Wahl. Es ist wichtig, an die Wurzel des Leidens zu gelangen, und zu verstehen, dass alles absichtlich von oben geschickt wurde.

Als ein Zeichen dafür, dass die Tiefe und die Wurzel erreicht wurden, dient das Verständnis, dass es keine andere Wahl gibt, und wir beginnen, an den Schöpfer zu appellieren. Wenn wir das Leiden immer noch mit allerlei Gründen in dieser Welt oder mit uns selbst verbinden, dann haben wir den eigentlichen Tiefstand noch nicht erreicht.

Ich vertiefe mich in das Leiden, steige auf seinen Stufen hinunter: Alef, Bet, Gimel (Unbelebtes, Pflanzliches, Tierisches) und denke daran, dass ich Schläge von der Natur bekomme. Wenn das letzte Stadium, Bchina Dalet, erreicht ist, dann wird mir enthüllt, dass sein Ursprung höher als die Natur ist, nämlich der Schöpfer ist, wie der strafende Finger des Schöpfers.

Kann man aber diesen Prozess mildern oder beschleunigen? Ja, es ist möglich! Dafür wurde uns eben die Tora gegeben, um nicht den Weg der Leiden zu betreten, sondern freiwillig den schnelleren und den leichteren Weg zu gehen. Ich organisiere um mich herum die Gruppe, und ziehe von oben mittels des Studiums das Licht heran, z.B. mit dem Studium des Buches Sohar, und komme somit schneller zum Ziel. Dies ist der Weg der Tora. Der Unterschied zwischen den beiden Wegen liegt in tausend Jahren von Leiden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 17.05.2010

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Wunderschöne Infusion

Wenn wir den Sohar lesen, müssen wir davon eine Rettung erwarten. Wie Baal Hasulam in seiner „Einfuehrung zu Talmud Eser HaSefirot„, P. 155 schreibt: „Tatsaechlich verbirgt sich darin eine wunderschöne Eigenschaft, die es wert ist veröffentlicht zu werden“ – durch das Studium des Buches, koennen wir uns mir der Quelle, dem Schöpfer, verbinden, der in der anderen Dimension existiert.

Ich befinde mich in meiner Dimension, in einer Entfernung von Ihm, und dieses Buch kann eine Verbindung zwischen mir und Ihm, der höheren Dimension schaffen.

Woher bekomme ich dieses Licht – eine Heilmittel, das im Masse meines Strebens wie eine Infusion Tröpfchen für Tröpfchen in mich einfliesst.

Die Tora fordert nichts unverwirklichbares von mir. Oben kennt man dich besser als du selbst und fordert von dir dementsprechend wie du geschaffen bist.

Man sagt dir: “ Setz dich neben das Buch. Du bist verpflichtet dich mit deiner Umgebung zu verbinden, denn dies ist deine spirituelle Form.“

Jetzt bist du auf deinem Niveau. Du bist ein Egoist, alle sind dir egal, du strebst nur nach egoistischen Vegnügen.

Du weisst nicht einmal, was du genau willst, aber dem Oberen ist es völlig klar. Denn er schafft in dir alle widerlichsten Eigenschaften. Und du spürst nur selten ein bischen was er tut.

Aber als Er das alles in dir geschaffen hat, erwartete Er nur das eine: „Versuch nur ein bischen dich mit Mir zu verbinden – aufgrund von allem was dir von oben gegeben wird.“

Du muss deinen jetzigen, wahren Zustand enthüllen – und dir nur wünschen dem Höheren ähnlich zu werden.

Aber um dem Höheren ähnlich zu werden, muss ich mir diesen Zustand vorstellen, wo ich und die Gruppe sich zusammen befinden, in einem Zustand des gegeseitigen Gebens, in Arvut.

Wenn ich mir mich selbst wie ein Ganzes mit den Anderen vorstelle, wo in diesem Ganzen zwischen uns bereits das Licht wirkt, möchte ich diesen Zustand spüren.

Ich möchte fühlen, dass wir alle gemeinsam sind und das Licht uns erfüllt, denn in dem Mass unserer Vereinigung sind wir dem Licht aehnlich. Gerade diesen Zustand müssen wir uns vorstellen.

Es ist klar, dass wir nicht zusammen sind, und nicht miteinander verbunden sind. Das bedeutet, dass wir im Spirituellen wachsen möchten, uns der höheren Stufe angleichen.

Dann, im Masse deines Strebens, schafft der Sohar eine Verbindung zwischen dir und der höheren Stufe und Tröpfchen für Tröpfchen fließt diese Infusion in dich hinein, Troepfchen des Lichtes, die auch Tröpfchen des Glücks (Masalot) zu dir fliessen lassen.

Es gibt keinen Unterschied zwischen dir und der hoeheren Stufe, ausser dem, dass du auf der höheren Stufe mehr mit den anderen verbunden bist.

Versuch dir diesen höheren Zustand, innere Verbindung mit allen vorzustellen, – dieses gegenseitige Geben nennt man „das höhere Licht“.

Aus dem gleichen Zustand, den du dir vorstellst, von dem du träumst, nach dem du strebst, wirkt auf dich diese Kraft – das umgebende Licht, das dich wie einen Säugling grosszieht.

Aus dem Abendunterricht zum Buch Sohar.13.05.2010

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Wir haben uns heute hier versammelt – um Menschen zu werden

Der Artikel von RABASCH  „das Ziel der Gemeinschaft“ : Wir haben uns hier versammelt, um den Grundstein zum Aufbau einer Gruppe zu legen, was für all jene notwendig ist, die den Weg von Baal HaSulam beschreiten wollen. Dieser Weg ist für diejenigen bestimmt, welche die Stufe „Mensch“ erklimmen und nicht auf der Stufe „Tier“ bleiben möchten.

Aus diesem Artikel müssen wir folgende Prinzipien heraustragen:

1. Was bedeutet „versammelt“?

2. Was heißt „der Weg von Baal HaSulam“?

3. Was bedeutet „die Stufe „Mensch“?

4. Wofür wurde der Mensch geschaffen: Genuss oder Ehrfurcht vor dem Schöpfer?

5. Die Bedingung um das alles zu erreichen – ist Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer.

6. Das Verlangen zu genießen an sich – ist nichts schlechtes, es ist das Material der ganzen Schöpfung. Den bösen Wunsch  (Jezer Ra) nennt man unseren Unwillen sich zu vereinigen, das Zerbrechen der Seele in ihre Teile, unsere individuellen Seelen, zu korrigieren.

7. Wir zerstören den egoistischen Wunsch nicht, sondern korrigieren ihn nur von der Absicht „für sich“ zu einer Absicht „für die anderen“. Wir sind also im Wunsch zu empfangen dem Schöpfer immer entgegengesetzt, und in der Absicht schließen wir uns Ihm an.

8. Die Verschmelzung mit dem Schöpfer – in der Ähnlichkeit der Eigenschaften mit Ihm, die Absicht zu geben, erreichen wir durch die Gruppenarbeit – dieses Ziel ist erreichbar und überprüfbar, und der von uns geschaffene gemeinsame Wunsch zu geben ist unsere gemeinsame Seele, die der Schöpfer selbst erfüllt.

9. Jeder unserer Zustände besteht aus zwei Gegensätzen – und, je nach dem Maß der Fortbewegung, vergrößert sich der Abstand zwischen den Beiden: ich enthülle a) eine immer größere Nichtigkeit von mir selbst und b) eine immer größere Wichtigkeit des Zieles.

Das alles muss ich in einem Punkt verbinden und so den Zerbruch zwischen den Seelen spüren, um das höhere Licht zu zwingen, mich zu korrigieren, und das Geben wird zwischen mir und anderen Menschen eintreten.

Das nennt man die Gabe der Tora – des Lichtes der Korrektur. Und dann enthüllt sich auch der Geber der Tora – in unseren korrigierten Einstellung zu den Nächsten, in dem gemeinsamen spirituellen Gefäß (Kli)

Offenbare den Sohar in Dir selbst

Aus dem Sohar, Abschnitt WaJaera (Und der Ewigeerschien), Punkt 37:“ Er lehrte ihm jedes tiefgründige und erhabene Geheimnis im Hohelied und beschwor ihn, nicht einen Vers darin zu nutzen, damit der Schöpfer die Welt nicht wegen ihm zerstören würde, da Er kein Verlangen hat, dass Leute es wegen der großen Heiligkeit darin nützen. Anschließend ging Rabbi Akiva schluchzend hinaus und aus seinen Augen strömten die Tränen. Er sprach: „Wehe meinem Lehrer, wehe meinem Lehrer, die Welt wird von dir verwaist werden.“ Die restlichen Weisen traten ein und fragten ihn, und er antwortete mit Worten der Tora.

Wir können noch stundenlang damit weitermachen, den Sohar zu lesen, doch die Frage ist: Haben wir auch die richtige Absicht? Der Text selbst erscheint uns sehr schwierig und vor uns verschlossen oder auch manchmal sehr einfach. Dennoch sprechen wir immer über innere Eigenschaften, wobei Mose, Rabbi Akiva, Abraham, Esau und gute und böse Kräfte sich alle im Inneren eines Menschen befinden. Auf diese Weise beschreibt der Sohar die Etappen unseres spirituellen Weges.

Ich verstehe nicht, was hier geschrieben steht, und ich will es auch nicht wissen. Ich will es fühlen, um diesen Zustand zu erreichen, so als ob ich es für mich entdecken würde, um es zu leben. Ich will es nicht in meinem Verstand verstehen, sondern durch meine inneren Eigenschaften. Ich möchte, dass sich meine inneren Eigenschaften verändern, damit ich mich mit den Zuständn identifiziere werde, die der Sohar beschreibt.

Er spricht über Dinge, die sich in mir befinden, aber vor mir verhüllt sind. Man sagt mir, was in mir stattfindet, und ich will dies fühlen. All diese Eigenschaften und Zustände, alle diese „Szenen“, alle 125 Stufen existieren bereits jetzt in jedem einzelnen Menschen, weil es in der Spiritualität keine Zeit gibt. Ich will die Stufe enthüllen, über welche ich im Sohar lese und ich bin berechtigt dazu, da diese Stufe die meine ist. Ich möchte mich verändern, um diesen Zustand zu erfahren.

Dies wird „zu erreichen, was man studiert“ genannt, wie Baal HaSulam im Punkt 155 der Einführung zu Talmud Esser HaSefirot sagt: „… und auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen – aber dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen – erwecken sie auf sich Lichter, die ihre Seelen umgeben.“ Hier bedeutet „verstehen“ sich zu vereinigen, wie geschrieben steht: „Und Adam erkannte Eva“.

Ich will mich mit diesem Zustand vereinigen, darin leben. Ich brauche nichts Anderes als das. Alles Weitere in mir ist schlecht und ich sorge mich nicht darum, ob ich nichts verstehe oder empfinde. Ich will lediglich den Text durch meine Empfindungen „öffnen“, anstatt durch meinen Verstand. Ich möchte es erleben.

 

Das Wunder des Auszugs aus Ägypten

Der Sohar, Abschnitt Bo (Komm zum Pharao):“…Und der Herr dein Gott brachte dich heraus von dort. Erinnere dich des Tages, an welchem wir aus Ägypten zogen…Und er brachte dich heraus mit Seiner großen Gegenwart, mit Seiner großen Kraft, heraus aus Ägypten…Der Herr brachte dich heraus von dort…Fünfzig mal wird der Auszug aus Ägypten in der Tora erwähnt….

Fünfzig ist die vollkommene Stufe, die zehn Sefirot von Malchut zusammen mit den vierzig Sefirot von Bina. Malchut ist die Gesamtheit, die über sich hinauswachsen muss zu ihrer vollkommenen Stufe. Diese zwei Kräfte muss der Mensch in sich selbst spüren, eine gegen die andere.

Daher wird die Erlösung nicht kommen, solange wir uns im Exil befinden, nachdem wir zur schrecklichen Erkenntnis gekommen sind, dass wir selbst keine Kraft haben, aus unserem Egoismus auszutreten, und gleichzeitig fühlen, dass es absolut notwendig für uns ist, dies zu tun! Wenn wir diesen Gegensatz in seinem vollen Ausmaß spüren, dann werden sich die Fluten des Roten Meeres (in Hebräisch das End-Meer) teilen, und wir werden es durchqueren.

Der Mensch versteht nicht, wie sich ihm dies enthüllt. Dies wird ein Wunder genannt. Dennoch wird dieses Wunder durch den Menschen selbst verursacht, wenn er in diese Sackgasse kommt. Einerseits versteht der Mensch nicht, wie dieser Auszug möglich ist, da er keinerlei Kraft und Stärke dafür besitzt. Desweiteren versteht er auch nicht, dass es eine Kraft von Oben gibt, die seine Natur verändern kann. Andererseits enthüllt sich ihm diese Kraft, die über der Natur existiert.

Dies passiert nur wie durch ein Wunder. Es geschieht über dem Zustand, dieser Natur, welchen wir als „Ägypten“ bezeichnen und schließt die gesamte innere Wahrnehmung eines Menschen ein.

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