Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'System'

Wegweiser durch das Buch Sohar. Das System der höheren Welten

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar

Um uns die Möglichkeit zu geben, den ganzen Prozess der spirituellen Entwicklung umzusetzen, hat der Schöpfer ein System der Verbindung zwischen Ihm und uns erschaffen. Durch dieses System lenkt Er uns von oben, und wir können Ihn von unten um Hilfe bitten und diese von Ihm erhalten.

Dieses System wird in mehrere Teile unterteilt:

1. Die Welt der Unendlichkeit, in der sich der Schöpfer in all Seiner Kraft offenbart.

2. Die Ebene unter der Welt der Unendlichkeit, genannt „die Welt von Adam Kadmon„, wo der Schöpfer seine Einwirkung in fünf Arten, entsprechend den fünf Ebenen unseres Egos, über welches wir uns erheben können, aufteilt.

3. Unter der Welt von Adam Kadmon befindet sich ein Lenk- und Kontrollsystem, genannt „die Welt von Azilut„. Die Welt von Azilut wird in fünf Teile unterteilt – Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin und Malchut, genannt Atik, Arich Anpin, Aba we Ima, Seir Anpin und Malchut (Nukwa).

· Atik und Arich Anpin werden im Sohar als „unerkennbarer Kopf“ der Welt von Azilut bezeichnet

· Aba we Ima sind Chochma und Bina, aus denen alle Lichter Chochma und Chassadim zu uns kommen

· Nachdem sie durch Seir Anpin hindurchgegangen sind, kommen diese Lichter zu Nukwa, zu Malchut der Welt von Azilut, genannt „Shechina“, weil das ganze Licht, das für die Seelen bestimmt ist, zu ihr aus der Unendlichkeit kommt. Diese Malchut heißt ebenfalls „Versammlung der Seelen Israel“, weil sie in sich alle Seelen einschließt, die „Isra-El“ („direkt zum Schöpfer“) werden, d.h. zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen, wollen.

4. Unter der Welt von Azilut befinden sich die Welten von Brija, Yezira, Assija (die Welten von BYA), in denen sich unsere Seelen aufhalten.

5. Unter den Welten von BYA befindet sich diese Welt.

In der Sprache des Sohar heißt Malchut „Erde“ und Bina (Ima) „Himmel“. Seir Anpin und Malchut tragen im Sohar solche Namen wie Shochen und Shechina, Schöpfer (Kadosh Baruch Hu) und Versammlung der Seelen Israels, Bräutigam und Braut, Männlicher und Weiblicher Teil (Sachar und Nukwa).

Jede dieser Realitätskomponenten erhält im Sohar vielerlei Bezeichnungen in der Sprache der Umschreibungen (Midrash). Aus diesem Grund, um uns zu helfen, uns mit ihrem inneren Wesen zu verbinden, ergänzt Baal haSulam akribisch die Worte des Sohar durch kabbalistische Begriffe.

Wegweiser durch das Buch Sohar. Eintritt in die spirituelle Welt

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

In unserer Welt werden wir geboren und wachsen neben den uns liebenden Erwachsenen auf. Obwohl wir nicht begreifen, was sie von uns wollen, nehmen wir sie als Beispiel, indem wir ihnen alle Handlungen nachmachen, alle Wörter nachsprechen, selbst wenn wir deren Sinn nicht verstehen, das Verständnis kommt später. Die Natur ist so beschaffen, dass wir durch das Mitmachen und nicht durch den Verstand lernen.

Das ist die natürlichste Methode unsere Umwelt kennenzulernen, und auf die gleiche Weise treten wir in die spirituelle Welt ein. Auf uns wartet das gleiche System: wir haben spirituelle „Vater und Mutter“, die uns den Text des Buches Sohar näherbringen.

Und selbst wenn wir den Text nicht verstehen, bringt uns allein das Lesen mit dem Wunsch, zu verstehen, und dem Verlangen, spirituell zu wachsen, wie Säuglinge weiter, und wir fangen allmählich an, den Text wahrzunehmen.

Alle unverständlichen Namen und Bezeichnungen werden klarer und wir fangen an, die Sprache der spirituellen Welt zu verstehen, genauso wie wir unsere irdische Sprache von unserer Mutter gelernt haben.

Aus diesem Grund erkennt man, dass „nicht der Kluge, der lernt“, die spirituelle Welt erfasst, sondern derjenige, der beharrlich beim Buch Sohar bleibt und immer und immer wieder versucht, zu ihm zurückzukehren, es zu öffnen und zu verstehen, was der Sohar ihm sagen will.

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Der Sandsturm meines Egoismus

Eine Frage, die ich erhielt: Wollen Sie sagen, dass, weil ich jetzt meinen Nachbarn egoistisch ausnutze, ein Sandsturm in Indien losbricht?
Meine Antwort: Ja! Wir Menschen muessen verstehen, dass alle Probleme aufgrund des Fehlens einer Verbindung zwischen uns entstehen.
Dies bedeutet aber nicht, dass durch die Entfernung zwischen uns sofort einen Sandsturm ausgelöst wird!
Doch durch meine Konfrontation mit dir störe ich das Gleichgewicht der Kräfte der Natur.

Alle Naturkräfte bilden eine Einheit, sie befinden sich in einer Wechselbeziehung, im Gleichgewicht, in einer allumfassenden Harmonie. Außer dem Menschen, der durch seinen wachsenden Egoismus keine Rücksicht auf die anderen nehmen will und zu einem aktiven negativen Element wird, und so das Gleichgewicht aller Kräfte (der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur) stört.

Die Lösung des Problems ist, zu einem integralen Teil der gesamten Natur, wie alle anderen ihrer Teile, zu werden.

Wir muessen verstehen, dass die Welt als eine Einheit, in einer vollkommenen wechselseitigen Beziehung, als geschlossenes System existiert, wo alle miteinander verbunden sind. Dies bedeutet, dass wir uns zu „einem Menschen mit einem Herzen“ vereinen müssen.
Ihr könnt aber dagegenhalten, dass wir dazu nicht in der Lage sind. Darum existiert die Wissenschaft der Kabbala, und ihre Anwendung ruft die Kraft der Vereinigung hervor!

Die Menschheit wird unvermeidlich zu einer solchen Schlussfolgerung kommen muessen, sie liegt bereits nahe. Sobald wir in diese Phase eingetreten sind, geschieht alles Weitere sehr schnell.

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Der Wegweiser durch das Buch Sohar. Das System der Verbindung mit dem Schöpfer

Die Ausschnitte aus meinem zukünftigen Buch „Der Wegweiser durch das Buch Sohar“

Wenn wir den Zustand der Menschheit verbessern wollen, dann muss sich das Buch Sohar in das Hauptwerk der Welt verwandeln.

Dabei ist der Sohar nicht nur ein Buch, sondern eher ein System. Das Lesen des Sohar ruft die positive Einwirkung des höheren geistigen Systems auf unsere Welt hervor, wonach in unserer Welt der Überfluss entsteht.

Das ganze Wohl, das es in unserer Welt gibt, kommt durch das System der Verbindung aller Geschöpfe, genannt „das Buch Sohar“.

Jeden Augenblick unseres Lebens handeln wir instinktiv, um das eigene Wohl zu erreichen, und deshalb soll „das Buch Sohar“ als eine Art Hilfsmittel, durch das die positive Kraft einwirkt, immer vor uns sein.

Wenn wir das erreichen werden, dann werden wir erkennen, wie sich alles verbessert – sowohl in den Empfindungen, in der Vernunft, in der Wahrnehmung, als auch in der Handlung. Die gesamte Realität verändert sich, die Welt wird plötzlich anders.

Folglich werden wir empfinden, wie eine positive, höhere Kraft, die hier anwesend ist, uns einhüllt, und auf solche Art und Weise einwirkt, dass die Luft sich verdichtet …

„Das Buch Sohar“ ist nicht nur das Instrument für die Anregung des Guten und des Überflusses, sondern auch ein System der Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer.

Wir hoffen, dass wir es schaffen werden, uns an den großen Kabbalisten zu orientieren und mit Hilfe des Buches Sohar das Ziel unserer Existenz zu erreichen.

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Interessant ist, was es dort weiter gibt…

Es steht geschrieben: „Sie werden die Vorräte beenden“ – wir befinden uns an ein- und derselben Stelle, in einem Zustand, und nichts ändert sich. Alles ist schon vom Schöpfer in Seinem ursprünglichen Vorhaben erschaffen, denn für Ihn sind das Vorhaben und die Handlung unzertrennlich. Er wollte die Geschöpfe erschaffen, die Ihm gleich wären, um mit ihnen zu verschmelzen – und Sein Wunsch bedeutet eben die Handlung.

Was sind dann die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft? Diese existieren nur bezüglich unserer Realität, und in Wirklichkeit gibt es keine Zeit. Es ist unmöglich zu sagen, was früher, und was später war oder was noch davor geschah, bevor im Schöpfer solch ein Wunsch entstanden ist. Wir sind nicht dazu fähig, über den Begriff der Zeit nachzudenken oder zu sprechen. Kaum gehen wir über ihren Grenzen hinaus, gehen alle unsere Wörter verloren, denn unser ganzes Leben basiert sich auf den Begriffen: „früher“ und „später“, alle unsere Empfindungen sind mit der Zeit verbunden.

Nur wenn man aus sich herausgeht, vom Egoismus zum Geben kommt- dann verliert man den „Puls“, bzw. die in einem lebende Empfindung der Zeit, und man beginnt zu verstehen, was das Leben über die Zeit hinaus bedeutet. Somit befinden wir uns in der ewigen und unveränderlichen Realität, und alles, was wir tun, ist das Begreifen dieser Realität bezüglich uns selbst. Wie ein Mensch, der wieder das verlorene Bewusstsein erreicht.

Er befindet sich in derselben Realität, empfindet sie nur nicht und macht sich allmählich diese Empfindung bewusst. Es ist eben das, was mit uns hier geschieht… Die ganze Wissenschaft der Kabbala ist uns dafür gegeben, um uns ins Gefühl, ins volle Bewusstsein zurückzubringen. Es bedeutet eben die volle Korrektur. Und was weiter geschieht, erzählen die Kabbalisten nicht… Die nachfolgenden Korrekturen und Entwicklung erfordern völlig neue Wahrnehmungsorgane.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“, 06.08.2010

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Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 22

Liebe Freunde! Ich bitte Euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wissenschaft der Kabbala und System „Musar“ (Ethik)

Noch ein berühmter und sehr in die Augen stechender Unterschied, der für die Tora spricht, besteht darin, dass sich das ethische System nach dem Prinzip richtet, das Wohlwollen der Menschen zu erreichen, was einer Pacht (Miete) gleicht, die am Ende abgezahlt ist.

Und die Gewohnheit des Menschen an solche Arbeit lässt ihn noch nicht einmal auf die Stufen der Ethik aufsteigen, da er an Arbeit gewöhnt ist, die von der Umgebung gut belohnt wir, die für seine guten Taten zahlt.

Derjenige aber, der sich mit der Tora und den Geboten beschäftigt, um dem Schöpfer Genuss zu schenken, ohne jegliche Belohnung zu erhalten, erklimmt tatsächlich die Stufen der Moral, wie dies auch erforderlich ist. Denn er bekommt keinerlei Bezahlung auf seinem Wege, während er Körnchen um Körnchen das Notwendige sammelt, um eine große Rechnung für den Erwerb einer anderen Natur zu begleichen – des Gebens an den Nächsten – ohne jegliches Empfangen für sich, außer zur Aufrechterhaltung der eigenen Existenz.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Kabbalisten über das Wesen der Wissenschaft der Kabbala, Teil 21

Liebe Freunde! Ich bitte Euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]
Wissenschaft der Kabbala und System „Musar“ (Ethik)

Das Ziel der Ethik besteht im Glück der Gesellschaft, wie es vom praktischen Verstand, welcher sich auf die Lebenserfahrung stützt, verstanden wird. Und letzten Endes verspricht das Ziel demjenigen, der es zu erreichen versucht, keinen Gewinn über den von der Natur vorgeschriebenen Rahmen hinaus.

Wenn dem so ist, verlässt dieses Ziel nicht die Reichweite der Kritik, denn wer kann ein und für allemal dem Individuum die Gerechtigkeit des Maßes an Wohl beweisen, über welches es verfügt, um ihn zu zwingen, auf irgendeinen Teil des ihm nach seinem Verständnis Zukommenden zugunsten der Gesellschaft zu verzichten?

Im Unterschied dazu verspricht das religiöse Ziel demjenigen, der danach strebt, das Glück für den Menschen selbst. Denn wie wir bereits wissen, befindet sich ein Mensch, der die Liebe zum Nächsten erkannte, nach dem Gesetz der Gleichheit von Eigenschaften in der Verschmelzung mit dem Schöpfer und tritt gemeinsam mit Ihm aus seiner engen Welt, die voller Leiden und Stolpersteine ist, heraus in die weite und ewige Welt des Gebens an den Schöpfer und an die Geschöpfe.

Baal HaSulam. „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“.

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Gibt es eine Verbindung zwischen dem Leib und der Seele?

Eine Frage, die ich erhielt: Ist die Seele eines Menschen mit seinem Körper genauso verbunden wie die geistige Wurzel und ihr Zweig?

Meine Antwort: Die Seele ist nicht mit dem Körper verbunden. In der Seele gibt es 613 Wünsche, die ich mit Hilfe von 613 Lichtern korrigieren muss. Diese Wünsche sind mit unserer Welt auf keine Weise verbunden, es gibt sie im gewöhnlichen Menschen nicht

Sie werden nur in Menschen enthüllt, die die Kabbala mit der Absicht studieren, eine zwischenmenschliche Verbindung zu erreichen, die sich auf dem Geben und der Liebe gründet. D.h. das Zerbrechen einer Seele „Adam“ in die Teile, in die abgesonderten Seelen zu korrigieren.

In den Menschen, die sich mit der Kabbala nicht beschäftigen, entstehen solche beschädigten Wünsche des gegenseitigen Hasses nicht, so dass sie nichts korrigieren müssen.

Die Korrektur erfolgt nun in zwei Etappen:

1. Wenn man die 613 Wünsche nicht verwendet – die Ausführung der „613 Räte der Tora“ (Ejtin),

2. Wenn man in 613 Wünschen für das Geben erhält – die Ausführung der „613 Hinweise der Tora“ (Pkudin).

Die Wünsche, die egoistischer Natur waren, d.h. mit der Absicht „für sich“, und später korrigiert wurden, d.h. eine Absicht „für die anderen“ bekamen – gingen die Ausführung des Gebotes durch – was der Schöpfer geboten hat „unsere Seelen zu korrigieren“.

Diese geistige Handlung hängt nicht vom physischen Körper ab. Der Mensch kann keine Hände und Beine oder sogar keinen ganzen Körper haben, und kann trotzdem diese Handlungen erfüllen.

Die Korrektur der Wünsche ist auf keine Weise mit dem physischen Körper verbunden, der Verbleib in der Geisteswelt hat nichts mit dieser Welt zu tun.

Denn alles wird innerhalb des Wunsches empfunden. Die Materie ist ein Wunsch. Die Empfindung im niedrigsten Wunsch schafft uns das Bild unserer Welt – die Realität, in der wir leben.

Dieses niedrigste Niveau, „diese Welt“ ist unmöglich zu korrigieren – weil sie eine unbelebte Stufe ist, die keiner Korrektur unterliegt.

Aber, außer diesem unbelebten Niveau des Wunsches „diese Welt“, wird mir der kleine Wunsch der nächsten Stufe, „der Punkt“ des höheren Niveaus gegeben, der auf keine Weise mit dem Materiellen verbunden ist.

Dieser Wunsch heißt „der Punkt“, weil ich darin nur das Streben zu etwas empfinde, was sich außerhalb dieser Welt befindet.

Und ich kann ihn entwickeln, indem ich das Licht heranziehe, das mich mit den Punkten anderer Menschen verbindet, d.h meine Seele mit anderen Seelen verbindet. In der daraus entstandenen Vereinigung werde ich beginnen, die Geisteswelt zu empfinden.

Wenn sich an meinen Punkt die anderen Punkte anschließen – dann entsteht das System, welches durch das Licht belebt wird und worin alle Teilnehmer das Leben empfinden!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 01.08.2010

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Wegweiser durch das Buch Sohar. Der Gute und Liebende.

Auszüge aus meinem zukünftigen Buch „Wegweiser durch das Buch Sohar“

Wir existieren in einer Realität, die den Schöpfer, das System der Verbindung des Schöpfers mit den Geschöpfen sowie die Geschöpfe mit einschließt.

Mit Hilfe dieses Systems lenkt der Schöpfer uns, um uns zum Schöpfungsziel, „den Geschöpfen Genuss zu bereiten“, uns Sich selbst ähnlich zu machen, zu bringen. Der Schöpfer will mit uns alles, was Er besitzt, teilen.

Deshalb müssen wir von Anfang an alles, was in der Realität erschaffen wurde, als das von dem liebenden Vater Erschaffene betrachten.

Doch Er muss uns selbständig entwickeln lassen, damit wir unabhängig und groß werden. Und aus diesem Grund muss Er von zwei Seiten auf uns einwirken – durch die Barmherzigkeit und durch die Strenge.

Und obwohl sie beide von Ihm ausgehen, aus Seinem guten und liebenden Herzen, unterteilen sie sich dennoch in zwei entgegengesetzte Kräfte und werden von uns als Erscheinungsformen von Gut und Böse, Barmherzigkeit und Strenge, Licht und Finsternis wahrgenommen.

Während wir hier, „unten“, unsere Lebensumstände wahrnehmen, dürfen wir nicht vergessen, dass wir sie alle vom liebenden Vater erhalten und selbst die schlimmsten und die härtesten Methoden Seiner Einwirkung von dem Verlangen, uns Genuss zu bereiten, ausgehen.

Wenn wir daran denken und alles mit Ihm verbinden – „Es gibt niemanden außer Ihm, dem Guten und Gutes Tuenden“ -, vereinen wir diese beiden Linien wieder zu einer, mit der gleichen Quelle.

Und weil wir sie in unserem Verstand und Herzen vereinen, verschmelzen wir auf diese Weise mit dem Schöpfer.

Somit besteht unsere ganze Arbeit darin, zu versuchen, alles auf der Grundlage aller Ereignisse, die uns widerfahren, mit Ihm in Verbindung zu bringen.

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Willst du mit allen anderen zusammen sein?

Der Sohar, Abschnitt „Lech Lecha“, Punkt 237: Als der Schöpfer, Bina, die Welt erschaffen wollte, welche SA ist, löste Er eine Flamme aus dem starken Funken heraus und blies Wind hinein, und die Flamme wurde dunkler und auch verbrannt.

Er löste einen einzelnen Tropfen von den Seiten der Tiefe und brachte sie zusammen – den Tropfen und die Flamme – und erschuf mit ihnen die Welt, SA.

Die höhere Lenkung kommt zu uns aus einem System, welches GaR der Welt von Azilut heißt. Darunter befindet sich Seir Anpin, den wir Schöpfer nennen, weil er für Malchut der Welt von Azilut, den Versammlungsort aller Seelen, der Höhere ist.

Heute aber sind unsere Seelen zerbrochen und befinden sich unter dieser Malchut. Wenn die zerbrochenen Seelen korrigiert werden wollen, erheben sie ihre Bitte zu ihr.

Doch woher wissen sie, wie sie sich zu korrigieren haben? – Sie wollen zusammen sein! Sie sagen: „Wir sind bereit, Bürgschaft füreinander zu übernehmen und uns zu verbinden!“

Denn Malchut bedeutet Versammlung aller Seelen, die nach dem Schöpfer streben (Isra-el). Derjenige, der mit allen anderen zusammen sein will, ohne jegliche Unterschiede, wird dort eintreten können. Und derjenige, der das nicht will, wird auch nicht eintreten!

Das ist eine sehr einfache Bedingung, und der Eintritt ist für alle frei. Wenn du willst, trete ein! Doch am Eingang greift diese Bedingung, diese Eigenschaft. Wenn du sie erfüllst, kommst du herein, und wenn nicht, dann nicht. Willst du es, dann bereite dich vor.

Alle Seelen, die in Malchut eintreten, verbinden sich und erheben sich zum Schöpfer, zu Seir Anpin, ihre Bitte, genauso wie Er zu werden.

Zuerst erheben wir unsere erste Bitte zu Malchut mit Hilfe der Gruppe. Von dort erheben wir die Bitte mit Hilfe von MaN, dem Gebet, weiter, zu Seir Anpin.

SA nimmt unsere Bitte an und steigt mit ihr zu Bina, Ima Ilaa, auf, erhält dort die Kraft, das Licht, die anti-egoistischen Schirme für uns, steigt ab, übergibt diese Kraft an Malchut und sie gibt sie an die in ihr enthaltenen Seelen weiter. Auf diese Weise wird jeder, der in Malchut eintritt, des ganzen Lichtes, welches ihm bereitet wurde, würdig.

Darüber erzählt das gesamte Buch Sohar, und das ist das einzige System, das im Universum existiert.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 30.07.2010

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