Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sünde'

Abraham in Ägypten – das bin ich

Sohar, Kapitel „Lech Lecha„, Punkt 117: Gleichermaßen steht über den Auszug aus Ägypten geschrieben: „Und es trug sich zu, als Pharaoh das Volk hatte ziehen lassen,“ also Pharaoh ihm die Kelim aus eigener Entscheidung und eigenem Willen gab.

Diese Unterscheidung wird als die Untersuchung der Kelim, der Mochin de WaK der Stufe des Lichts von Chaya, betrachtet, da er (Abraham) sie nicht durch das Wort des Schöpfers erlangte, sondern durch eine Sünde und einen Test.

In der Empfindung der Höheren Welt gibt es nichts Irdisches, weder Ägyptens, noch Abrahams.

Wir bezeichnen mit diesen Wörtern die geistigen Kräfte, die in unserer Welt die entsprechenden Objekte darstellen. D.h. wir nehmen die Definitionen unserer Welt und benennen damit die höheren Kräfte.

Wir lesen Sohar, als ob wir nichts über unsere Welt, über ihre Geschichte wissen würden.

Denn Sohar erzählt uns über die geistigen Zustände, die uns bevorstehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 23.07.2010

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Hinauf auf die Stufen der Korrektur

Sohar, Abschnitt „Tezaweh“, P.114: …Es gibt am Tag der Sühne fünf Enthaltungen, Essen, Trinken, Baden, Salben, Schuhe tragen und Geschlechtsverkehr, um von den fünf oberen Seiten, ChaGaT-Netzach-Hod, unterstützt zu werden.

Der Tag der Sühne, d.h. Bina, hat sie herausgebracht, und sie sind ihre Tore.

Da wir von der Realitätswahrnehmung in unseren egoistischen Wünschen zur Realitätswahrnehmung in den Wünschen des Gebens übergehen müssen, erzählen uns die Autoren des Buches Sohar, wie auch alle Kabbalisten, über alle möglichen Korrekturen, die wir in unseren Wünschen beim Übergang von einer Stufe auf die andere vollbringen müssen, um jedes unserer spirituellen Sinnesorgane noch mehr zu entwickeln.

Alle fünf Sinnesorgane sind miteinander verbunden. Deswegen haben wir immer einen spirituellen Parzuf, d. h. eine bestimmte, beschränkte Realitätswahrnehmung.

Um von der jetzigen Wahrnehmung der Realität zu einer fortgeschrittenen überzugehen, müssen wir unseren Wunsch [zur Spiritualität] vergrößern, das korrigierende Licht zu ihm anziehen, und das nächste Parzuf (d.h. sich selbst) auf einer höheren Stufe neubauen, indem wir unsere [spirituelle] Sinnesorgane der [wahren] Realitätswahrnehmung immer mehr öffnen.

So schreiten wir fort. Wobei all diese Hindernisse, von denen wir im Sohar lesen, „Ziegenböcke“, „fünf Enthaltungen“, sind nur Beschränkungen, durch dessen Einhaltung, so die Kabbalisten, wir schneller die Korrektur erreichen.

Denn sie sagen uns im voraus, was wir bei jedem Schritt machen müssen, um uns auf die Wahrnehmung der Realität auf einer schwierigeren , innerlicheren, tieferen Stufe auszurichten.

Dann werden wir mit einer höheren Geschwindigkeit und mit einer Gewissheit, dass wir nicht versagen, fortschreiten.

Aus einem Unterricht nach dem Buch Sohar, 03.06.2010

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Zwischen Himmel und Hölle


Der Sohar, Abschnitt „Tazria (Wenn eine Frau gebiert)“, Punkt 20:
Wenn die Seele zum Eingang in diese Welt absteigt, steigt sie zuerst zum Garten Eden der Erde ab und sieht die Pracht der Geister der Gerechten, die Reihe für Reihe stehen. Anschließend geht sie zur Hölle und sieht die Niederträchtigen schreien „Ach! Ach!“ und niemand bemitleidet sie. Ihr wird Zeugnis von allem gegeben: die Niederträchtigen bezeugen, wie sie für jede Sünde bestraft werden, und die Gerechten bezeugen die gute Belohnung, die sie für jede Mizwa [gute Tat, Gebot] erhalten. Und das heilige Bildnis steht über ihr, bis sie zu dieser Welt aufbricht.

Der Sohar spricht immer über eine Seele, einen Menschen. Egal ob über den Garten Eden und die Hölle, oder die Gerechten und die Gottlosen gesprochen wird – alle diese sind in einem Menschen beinhaltet.

Wenn wir das System unserer Seele betreten, werden wir in unsere innere Wirklichkeit versinken und alle dortigen Möglichkeiten überprüfen. Dies ist es, was gemeint ist, wenn von der Reise zwischen dem Garten Eden und der Hölle die Rede ist, um zu untersuchen, was dort geschieht. In anderen Worten erschaffen wir so eine Landkarte unseres spirituellen Fortschritts.

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Unsere “Sünden” zu tilgen, hängt von unserer Absicht ab


Eine Frage, die ich erhielt: Seit einiger Zeit lese ich nun Ihre Bücher. Ich wuchs in einer christlichen Familie auf, jedoch blieben alle meine Fragen unbeantwortet. Viele Male haben Sie angeführt, dass man die Bibel nicht wortwörtlich ausgelegen soll, denn sie ist sinnbildlich geschrieben. Seit langer Zeit bin ich von der gleichen Sache überzeugt. Aber warum benutzt die Bibel die Idee von Opfer für Sünde? Warum gibt es dort eine Notwendigkeit für die Vorschriften des Sühneopfers, in Anbetracht dessen, dass der bedeutendste Glaubenssatz im Christentum jener ist, dass Christus sich selbst als Sühneopfer für die Sünden der Welt dargebracht hat?

Meine Antwort: Die gesamte Bibel (Tora) spricht darüber, wie man den Egoismus des Menschen korrigieren kann, um die Ebene der vollkommenen Gleichheit mit dem Schöpfer zu erreichen. Wenn die Bibel alle möglichen Sünden des Menschen aufzählt, spricht sie über die Enthüllung des menschlichen Egos.

Das bedeutet, dass wenn ein Mensch seinen eigenen Egoismus offenbart, fühlt er, dass er ein Sünder ist, denn er benützt andere zu seinem eigenen Nutzen. Jedoch bietet die Tora auch eine Lösung an, indem sie uns sagt, wie wir unseren Egoismus korrigieren können. Sie erklärt die verschiedenen Ebenen des Egos (unbewegt, pflanzlich, tierisch und menschlich) ebenso wie die Methode der Korrektur des Egos. Genauer gesagt, erzählt sie uns, wie wir unsere Absicht von „mir zuliebe“ zu „den anderen zuliebe“ korrigieren können.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala ist die präziseste Sprache,  um Spiritualität auszudrücken
Blog-post: Warum gibt es so viele Worte in der Tora?
Blog-post: Was versteht die Kabbala unter „Sünde“?
Baal HaSulam Artikel: Die Lehre der Kabbala und deren Wesen

 

Was versteht die Kabbala unter „Sünde“?


Zwei Fragen, die ich über Sünde und Vergebung erhielt:

Frage: Lieber Dr. Laitman, wenn alle unsere Gedanken und Verlangen vom Schöpfer zu uns kommen, wie ist es dann möglich zu „sündigen“? Oder anders gesagt, würden Sie bitte erklären, was „Sünde“ in der Spiritualität ist (oder wie sie in der Kabbala verstanden wird). Baal HaSulam verweist sehr oft in Shamati auf Sünde und ich versuche das zu verstehen, was paradox zu sein scheint.

Meine Antwort: „Eine Sünde“ ist, wenn man die Verbindung seiner Gedanken zum Schöpfer abbricht.

Frage: Sind einem in der Kabbala die Sünden vergeben, wenn man sie wirklich bereut?

Meine Antwort: Wir beginnen alle als absolute Sünder, denn wir sind absolute Egoisten. Dann beginnen wir uns selbst zu korrigieren, bis wir die Stufe erreichen, die „vollständig gerecht“ genannt wird – die Stufe von Schenken und Liebe für den Nächsten und den Schöpfer.

Es steht geschrieben: „Es gibt keinen Gerechten in der Welt, der nicht zuvor gesündigt hätte.“ Das bedeutet, dass ein Mensch zuerst seinen Egoismus enthüllt (dies wird als eine Sünde betrachtet, obwohl uns der Egoismus von oben gegeben wurde) und ihn dann korrigiert. Wenn man seinen Egoismus durch die Kraft des Schöpfers zur Eigenschaft des Schenkens und der Liebe korrigiert, wird dies Vergebung genannt.

In der Tora (Kabbala) unterscheiden sich diese Begriffe völlig von der Art, in der wir sie gewöhnlich definieren. Wir denken, dass wir diejenigen waren, die unsere sündigen Eigenschaften erzeugten und dass wir sie dann – ohne die Hilfe des Schöpfers – selbst korrigieren können. Wir erkennen nicht, dass wir von Anfang an Sünder sind; wir denken, dass wir nur sündigen, wenn wir etwas Schlechtes tun. Tatsache jedoch ist, dass alles an uns sündig ist, egoistisch. Wenn ein Mensch den Egoismus in sich selbst enthüllt, dann spürt er, dass er ein Sünder ist. Doch er ist schon auf dem Weg gerecht zu werden, anders als diejenigen, die noch nicht realisieren, dass sie Sünder sind.

Verwandtes Material:
Blog-post: So lesen Sie die Tora richtig!
Blog-post: Im Fegefeuer gibt es keine Feueröfen oder flammende Ruten
Blog-post: Kain und Abel sind in jedem von uns!
Shamati Artikel

Im Fegefeuer gibt es keine Feueröfen oder flammende Ruten


Fragen, die ich über die Unterscheidung der Kabbala von Religion und Glauben erhielt

Frage: Ich habe Sie sagen hören, dass ein säkularer Jude auch säkular bleiben und trotzdem durch Kabbala Spiritualität erlangen kann.

Meine Antwort: Glauben Sie wirklich, dass die gesamte Welt und alle Nationen orthodoxe Juden werden müssen?

Frage: Wie vereinbaren Sie dies mit der Gemara Baba Kama 50, welche besagt, dass jeder der behauptet, Gott wird seine Sünden übersehen, dessen Leben wird verwirkt sein.

Meine Antwort: Jeder der sagt, er könne es vermeiden, all seinen Egoismus zu korrigieren, wird nicht das höhere Leben verdienen und spirituell tot bleiben.

Frage: Es wird z.B. angenommen, dass böse Menschen solchen Bestrafungen wie dem Fegefeuer ausgesetzt sein werden.

Meine Antwort: Böse Menschen sind Egoisten und das Fegefeuer ist die Befreiung vom Egoismus durch die Kraft des Lichts. Ich verstehe überhaupt nicht, wie man den Talmud studieren kann, ohne die Kabbala zu verstehen. Was denken Sie, was ein Fegefeuer ist? Feurige Ofen und flammende Ruten?

Frage: Des Weiteren wurde im Online Unterricht gesagt, dass „Sterben“ bedeutet, aus dem eigenen Körper herauszutreten und in einen anderen Körper einzutreten, um den Prozess der Korrektur fortzusetzen. Wir wissen jedoch, dass Menschen wegen ihrer Sünden für tausende von Jahren als Felsen reinkarniert werden können. Nochmals – wie können wir diese widersprüchlichen Ideen vereinbaren? Würde es nicht Sinn machen, dass Gott körperliche Bräuche sowie das Studium des Spirituellen erwartet?

Meine Antwort: Ihre Logik basiert auf Egoismus, welcher der Eigenschaft des Schöpfers und der Höheren Welt gegenüber gegensätzlich ist. Zu glauben, dass Menschen als Felsen reinkarnieren werden könnten, ist Götzendienst. Ein Fels ist die niedrigste Form des Egoismus, Lev HaEven.

Sie müssen studieren, ansonsten werden Sie ein selbstsicherer Alleswisser bleiben, wie geschrieben steht: „Was sollen wir mit Kindern machen, die gealtert sind?“ (Ma Laasot Im Yeladim She Izkinu?). Die Zeit wird sich jedoch um das kümmern, um was auch immer der Verstand es nicht tut. Haben Sie also Geduld und schließlich wird der Egoismus Sie zwingen zu suchen, anstatt blind zu glauben.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist Religion?
Blog-post: Alles stammt von der Kabbala ab!
Blog-post: Kabbala und Religion sind Gegensätze
Blog-post: Himmel und Hölle in der Kabbala

Wenn ich mir nicht selbst helfe – wer wird mir helfen?


Ein Brief von Rabbi Yehuda Ashlag, aus dem Buch „Frucht des Weisen“, Band „Briefe“, Seite 61

Baal Shem Tov sagte: „Vor dem Erfüllen eines Gebotes soll der Mensch überhaupt nicht an die persönliche Führung denken, sondern soll sich im Gegenteil sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“. Nach der Erfüllung eines Gebotes jedoch soll er sich besinnen und glauben, dass er nicht aus seiner Kraft das Gebot erfüllte, sondern nur kraft des Schöpfers, der im Voraus alles für ihn plante, und der Mensch also gezwungen war, diese Handlung auszuführen“.

Wie die Worte unserer Welt übereinstimmen, so stimmen auch das Spirituelle und das Irdische überein, und so muss der Mensch, bevor er auf den Markt geht, um sich sein Brot zu verdienen, einen Teil seiner Gedanken der persönlichen Führung widmen, und sich selbst sagen: „Wenn ich mir nicht selbst [helfe], dann wird niemand mir helfen“, und alles Notwendige tun, wie alle Menschen, um sein Brot zu verdienen, genau so wie sie.

Doch abends, nachdem er nach Hause zurückkommt und seinen Lohn mitbringt, darf er keinesfalls denken, dass er dies aus eigener Kraft verdiente, sondern dass sogar wenn er den ganzen Tag faul liegen würde, er ebenfalls an das gleiche Geld kommen würde.

Und obwohl unser Verstand diese Dinge als gegensätzlich auffasst und das Herz sie keinesfalls gleichzeitig aufnimmt, muss doch der Mensch glauben, dass der Schöpfer es genau so in seiner Tora festlegte und durch diejenigen, die sie an uns weitergeben. [Rest des Beitrags lesen →]

Als Einsiedler verwehrt man sich die Korrektur


Eine Frage, die ich erhielt: In den letzten beiden Unterrichtsstunden über den Artikel „Der Frieden“, erwähnten Sie, dass Einsiedler, die sich von der Gesellschaft abspalten, dieser schaden. Könnte es demnach sein, dass die Gesellschaft einen Fehler macht, Mörder, Vergewaltiger, Drogenhändler usw. ins Gefängnis zu stecken und das besser mit Mönchen und Einsiedlern tun sollte?

Meine Antwort: Laut der Tora sollte es spezielle psychiatrische Anstalten und Gerichte für diejenigen geben, die uns Schaden zufügen. Man kann sich über diese Gesetze informieren – sie stehen in Harmonie zur menschlichen Natur und der Höheren Lenkung, welche uns überhaupt erst zur Sünde (jemanden umbringen, stehlen usw.) gebracht hat, und diese beeinflusst auch die Richter und andere Situationen. Sie möchte jedoch, dass sich der Mensch diesem ihn lenkenden System einordnet, welches ihn mit Belohnung und Bestrafung verwaltet.

Wir beobachten, dass gewaltsame Inhaftierung nur die Anzahl der Kriminellen erhöht und mehr noch, sie vervollkommnen dabei ihr Gewerbe noch im Gefängnis. Da sich die Gesellschaft jedoch als Ganzes korrigiert, werden die Menschen andere Methoden der Erziehung und Bestrafung anwenden. Ein Mensch, der sich Korrektur wünscht, sollte sich nicht von der Gesellschaft isolieren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Strengere Strafen werden die Dinge nicht verbessern

Scham bringt uns dem Schöpfer näher

Eine Frage, die ich erhalten habe: In welchem Zusammenhang steht das Leiden, die Verlegenheit und das Schamgefühl, das jemand gegenüber der Gesellschaft empfindet, mit seinem Hass auf die Gesellschaft?

Meine Antwort: Wir lernen, dass Scham die Basis der Korrektur ist. Das Gefühl der Scham durch Malchut in der Welt der Unendlichkeit führte zu Tzimtzum Aleph – der Zurückweisung, für sich selbst zu empfangen. Danach drängte dasselbe Schamgefühl Malchut dazu, einen Weg des Gebens zu finden -zu empfangen, um des Schöpfers willen.

Als sich dieses Schamgefühl weiter entwickelte, zeigte es nach und nach dem Geschöpf, der Seele von Adam, wie es dem Schöpfer ähnlich werden kann. Dieselbe Scham veranlasste Adam zu sündigen: Adam wollte ein für allemal die Scham überwinden und als Ergebnis offenbarte er nicht nur seine ganze egoistische Natur (für sein eigenes Wohl zu empfangen), sondern auch die Möglichkeit, diese Scham zu korrigieren (empfangen um des Schöpfers willen). Das muss jedoch schrittweise geschehen, im Laufe von Tausenden von Jahren, in vielen individuellen Seelen (während ihrer Lebenszyklen), indem sie die gegenseitige Ablehnung überwinden.

Wenn jemand beginnt Kabbala zu studieren, enthüllt er nach einer gewissen Zeit seinen Egoismus, der größer und größer wird. Wenn er weiter studiert, lernt er ständig, dass dieser Egoismus böse ist, aber er fühlt dies auf keine Weise. Er lernt, was Spiritualität bedeutet: Geben, Liebe zu seinem Freund – und dass er den Schöpfer nur durch diese Eigenschaft fühlen kann. Oder um es genauer zu sagen, dass der Schöpfer diese Eigenschaft ist.

Mit der Zeit beginnt er, den Egoismus als böse zu empfinden, weil er nach und nach entdeckt, wie der Egoismus mit der Spiritualität zusammenhängt, wie gegensätzlich die beiden sind und dass es unmöglich ist, samt Egoismus Spiritualität zu erreichen.

Nachdem noch mehr Zeit vergangen ist, wird er von Oben auf solch eine Weise „ausgerüstet“, dass er sich fühlt, als ob er vor „Scham brennen würde“ und dass er sich nur an den Schöpfer anheften kann, wenn er seine ursprünglichen Eigenschaften ablegt. Dann beginnt seine Korrektur. Er ist bereit, ein Gefühl brennender Scham zu empfinden, um die Eigenschaft von Liebe und Geben anzunehmen!

Eine Frage, die ich erhalten habe: Auf der einen Seite wächst der Egoismus während der Vorbereitungsphase, bevor man aus Ägypten auszieht (den Machsom überschreitet). Aber auf der anderen Seite, muss man vollkommen rein sein, um den Machsom zu überschreiten! Man muss von grundlosem Hass zur Liebe kommen. Wie kann dies gleichzeitig geschehen? Führt der Prozess der Korrektur während der Vorbereitungsphase zu der Erkenntnis, dass man unfähig ist, zu lieben? Aber in diesem Fall wäre man in einer verzweifelten Lage. Wie sollte man aus dieser herauskommen? Wie kann jemand durch den Prozess der Reinigung gehen, der Trennung vom Egoismus?

Meine Antwort: Wenn die „ganze Welt“ die schlimmsten Taten einer Person offenbart, wird sein ganzer Egoismus zur Schau gestellt. Das beinhaltet auch den kollektiven Egoismus der Welt. Eine Person fühlt dann die ursprüngliche Sünde von Adam und enthüllt, wie sie davon loskommen kann – indem sie sich an den Schöpfer heftet.