Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sünde'

Freue dich über doppelte Arbeit

Es gibt eine Bedingung: „Wenn du Mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei Tage verlassen.“ Ähnlich heißt es, dass der Höchste, indem er eine Maßnahme offenbart, doppelt so viel verbirgt – denn dies sind die notwendigen Bedingungen für die Schaffung eines spirituellen Gefäßes.

Dem Menschen wird absichtlich die Möglichkeit gegeben, einen Fehler zu begehen, was als „den Schöpfer für einen Tag verlassen“ bezeichnet wird. Dann ist er gezwungen, zwei Tage lang zu arbeiten und dies zu korrigieren. Das heißt, er steigt von der Stufe ab, auf der er sich befand, fällt und begeht eine Sünde. Aber er fällt bereits auf die schlimmere Stufe – nicht auf die egoistische Stufe, die derjenigen entgegengesetzt ist, auf der er sich befand, sondern noch eine Stufe tiefer – nicht auf die erste Minusstufe (-1), sondern auf die zweite Minusstufe (-2). Dann muss er auf die +2. Stufe steigen.

Wenn er endlich die +2. Stufe erreicht, fällt er auf die Minus-3. Stufe und muss sich auf die +3. Stufe erheben. So verläuft unser spiritueller Fortschritt, deshalb sind solche Handlungen nur zu unserem Vorteil, wenn wir fallen und dann doppelt so hart arbeiten müssen. Das Wichtigste ist, die Kraft nicht zu verlieren, die es uns ermöglicht, durchzuhalten – denn man sieht, dass man keine Belohnung erhält. Deshalb müssen wir jedes Mal versuchen, eine immer höhere Belohnung für uns zu finden, die immer weiter vom materiellen Leben entfernt ist. Man muss lernen, seine Belohnung im Verhältnis zum allgemeinen Nutzen zu messen: inwieweit unsere Arbeit nicht uns selbst, sondern der Gesellschaft zugutekommt. Der Mensch sollte sich bemühen, dass das Licht, das zur Quelle zurückführt, ihn zu einer inneren Haltung führt, durch die er immer mehr „Treibstoff“ für seine Arbeit erhält – eine Arbeit, deren Früchte nicht er selbst, sondern die anderen empfangen. Daran misst sich unser Fortschritt.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“,

 

Erleuchte die Dunkelheit

Frage: Was sollte der Mensch fühlen, wenn er auf richtige Art und Weise voranschreitet?

Antwort: Es sollte sehen, dass er ständig ein tieferes Verständnis des Materials, der kabbalistischen Texte welche er liest, bekommt, und dass die kabbalistischen Texte über seine Eigenschaften sprechen, welche er tatsächlich innerlich zu unterscheiden beginnt.

Auch wenn er immer noch nicht die spirituelle Welt enthüllt hat, hat er jedoch bereits in sich ein sensibles System, in dem er eine Reaktion auf das fühlt, was er in dem Buch liest. Es ist, als ob sein inneres Reich der Bedeutung und Empfindungen erweitert wird. Dies geschieht während des Einflusses des Umgebenden Lichtes, welches den Menschen in seinem Zustand der Verhüllung beeinflusst und unsere schlechten Angewohnheiten aufdeckt. Wir erkennen dann, dass alle unsere Verlangen nur auf uns selbst gerichtet sind, die einzigen, die wir lieben.

Der Mensch entdeckt dann einen Raum in seinem Inneren, in welchem er verschiedene Phänomene und Reaktionen auf kabbalistische Texte zu spüren beginnt. Selbst wenn dieser Raum noch verborgen ist, so ist es so, dass der Mensch die Verhüllung tatsächlich wahrnimmt!

Die Zustände dieser Verhüllung sollten als Stufen empfunden werden.

Ich gehe auf meinem Weg und kann weder auf der Rechten noch auf der linken Seite etwas erkennen, noch was einen Schritt vor mir ist. Es gibt so viel was ich nicht weiß und ich verstehe nicht einmal, wie ich den nächsten Schritt machen kann. Kann ich überhaupt einen Schritt nach vorne machen oder werde ich stürzen?

Dennoch spüre ich, dass es einen Raum in mir gibt, in dem ich unterschiedliche Eigenschaften und Reaktionen wahrnehme. Also, selbst wenn ich in der Dunkelheit bin, ist es nicht so stockdunkel, dass ich gar nichts erkennen könnte. In der Tat erhalte ich verschiedene Eindrücke darin – manchmal mehr und manchmal weniger.

Das Licht, das auf mich wirkt, bestimmt, ob die Dunkelheit (meine Gegensätzlichkeit zum Geben) mir mal stärker und mal schwächer zu sein scheint. Also muss man diesen Ort in sich selbst finden und beginnen zu verstehen, was die wahre Bedeutung von „Verbrechen“ und „Sünde“ ist. Dies bezieht sich nur auf die Haltung gegenüber den anderen. Dies wird dann zu jenem dunklen Ort, an welchem ich die Dunkelheit erkenne.

Die Dunkelheit ist der Mangel an Verbindung mit den Anderen. Es ist wie mit einem elektrischen Schaltkreis: Wenn die Verbindung zwischen den Elementen unterbrochen ist, kann der Strom nicht fließen. Wenn wir ein wirkliches Verlangen nach Verbindung haben wollen, werden wir das Licht wieder einschalten!

 

Kabbala Akademie

 

Das Buch als Mittel zur Enthüllung des Lichts

Das Buch als Lehrer und als Umgebung

Es besteht die Willensfreiheit, sich erst ein solches Umfeld zu erwählen – Bücher, Freunde und Lehrer – die einen mit guten Konzepten versehen. Doch wenn jemand dies nicht tut und er sich von allem Möglichen beeinflussen lässt und jedes Buch, das ihm in die Hände fällt, liest, gerät er möglicherweise in ein schlechtes Umfeld, oder er wird seine Zeit mit wertlosen Büchern verschwenden, die es in Hülle und Fülle gibt und die leicht zu lesen sind. Diese verleiten ihn zu schädigenden Auffassungen und führen ihn in Sünde und Verderbnis. Mit Gewissheit wird dieser bestraft, jedoch nicht aufgrund seiner bösen Gedanken und Taten; denn die kann er nicht beeinflussen, sondern er wird dafür bestraft, dass er nicht das gute Umfeld auswählte. Denn wie wir gesehen haben, hat er darin definitiv die Möglichkeit einer Wahl. (Baal HaSulam, Die Freiheit)

Anleitung zu allen guten Wegen

Öffnet diese Bücher, und ihr werdet dort alle guten Wege des Lebens finden, die sich am Ende der Tage offenbaren werden, und ihr werdet dank ihnen eine gute Lektion dessen erhalten, wie man heute die Bedürfnisse, welche die Angelegenheiten dieser Welt betreffen, ordnen sollte. Und nun liegt vor euch ein Buch, in dem die ganze Staatsweisheit beschrieben und erklärt ist, und auch alle Wege einer Persönlichkeit und einer Gesellschaft, die am Ende der Tage sein wird. (Baal HaSulam, Aufbau der zukünftigen Gesellschaft)

Das Buch, der Autor, die Geschichte

Das Buch, der Autor, die Geschichte. Als Buch gilt der Zustand vor der Schöpfung (Schöpfungsplan). Der Autor ist der Besitzer des Buches, der Schöpfer. Die Vereinigung zwischen dem Autor und dem Buch wird als Geschichte offenbart. Die Geschichte, das heißt die Tora (die Korrekturmethode), soll zusammen mit dem Geber der Tora (dem Schöpfer) empfangen werden. (Baal HaSulam, Shamati „Das Buch, der Autor, die Geschichte“)

Das im Buch verborgene Licht

Wunderbare Eigenschaft

Für diejenigen, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigen, existiert darin eine unschätzbar wunderbare Kostbarkeit: auch wenn sie noch nicht verstehen, was sie lernen, erwecken sie dank einem starken Willen und dem Streben, das studierte Material zu verstehen, Lichter, die ihre Seelen umgeben, auf sich. (Baal HaSulam, Einführung zu TES, Punkt 155)

Das Hauptthema des Buches

Die weiße Farbe in einem kabbalistischen Buch sagt uns nichts, doch ist sie der Träger von allem, was es im Buch der Weisheit gibt, weil sie um jeden Buchstaben herum und innerhalb eines jeden Buchstabens leuchtet, wodurch sie jedem Buchstaben seine besondere Form verleiht und jeder Verbindung einen besonderen Platz zuweist. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 28)

Inspiration durch das Buch

Und manchmal, wenn der Mensch ein kabbalistisches Buch studiert, und, vom Schöpfer erleuchtet, eine Inspiration verspürt, so hält er das auch gewöhnlich für einen Zufall. Doch alles ist der Lenkung unterworfen. (Baal HaSulam, Shamati „Zwei Zustände“)

Quellen

Das Buch des Himmels

Das Buch der Weisheit dieser Welt besteht aus weißem Hintergrund und der Farbe von Buchstaben, in denen es keinen Geist des Lebens gibt. Und die Offenbarung der Weisheit besteht nur im Verstand desjenigen, der sie studiert, während die Weisheit in einem kabbalistischen Buch in der Veränderung des Studierenden selbst und in der Enthüllung einer neuen Wirklichkeit durch ihn besteht. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 10)

Über das Buch Sohar

Rashbi verfügte über die Kraft, sich so auszudrücken, dass er nicht von der Masse verstanden werden würde, sondern nur von denjenigen, die es verdienen, zu verstehen. Daher wurde die „Erlaubnis“, das Buch Sohar zu verfassen, ihm und nicht seinen Lehrern und Vorgängern gegeben, obwohl sie zweifellos über größere Kenntnisse verfügten als er, doch sie hatten nicht die Kraft, es so auszudrücken, wie er es konnte. Daraus sollst du die Größe dessen verstehen, was in dem von Rashbi verfassten Buch Sohar verborgen liegt, dass nämlich bei weitem nicht jeder fähig ist, das Gesagte zu verstehen. (Baal HaSulam, Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von Zwei Teilen)

Über die Werke von ARI

Ab dem Zeitpunkt, als sich in der Welt die Bücher des ARI offenbarten, ließen alle, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigten, von den Büchern, die ARI vorausgingen, ab und konzentrierten sich allein auf das Studium der Werke von ARI. Somit stellen die Bücher Sohar und die Werke von ARI die Basis für Erklärungen der Wissenschaft der Kabbala dar. (Baal HaSulam, Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von Zwei Teilen)

Über den Sulam-Kommentar zum Buch Sohar

Die Tiefe der Weisheit der Lehre, die im Buch „Sohar“ eingeschlossen ist, ist mit tausend Schlössern verschlossen. Und die menschliche Sprache ist arm und dürftig und kann uns nicht als eine würdige und ausreichende Ausdrucksweise erscheinen, um den vollen Sinn auch nur eines Satzes aus dem Buch „Sohar“ in seiner Ganzheit zu vermitteln. Und die Erklärungen, die ich mache, sind nichts anderes als eine Leiter, um dem Studierenden zu helfen, zu den Höhen des Gesagten aufzusteigen und das im Buch selbst dargelegte zu sehen und zu studieren. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 1)

Verbreitung

Die Wissenschaft der Kabbala als Rettungsseil

Wie einem im Fluss ertrinkenden Menschen ein Rettungsseil zugeworfen wird, so gleicht auch die Tora (die Methode unserer Korrektur) einem Seil, welches der Schöpfer den Menschen zuwarf, um sie zu erretten und aus dem Egoismus herauszuziehen. Und es gibt in der Welt keinen Menschen, der es nicht festhalten könnte. (Baal HaSulam, Artikel zum Abschluss des Buches Sohar)

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein

Ich bin froh, in einer solchen Generation erschaffen worden zu sein, in der es bereits erlaubt ist, die Wissenschaft der Kabbala zu veröffentlichen. Und wenn ihr mich fragen werdet, warum ich wusste, dass es erlaubt sei, werde ich euch antworten: Weil mir die Erlaubnis zu enthüllen gewährt wurde. Und daher wird mein ganzer Verdienst in der Enthüllung der Kabbala durch meine Generation bestimmt. (Baal HaSulam, Die Lehre der Kabbala und deren Wesen)

Die Enthüllung der Bücher ist die Vorbedingung für die Erlösung

Die Enthüllung der verborgenen Weisheit in breiten Massen ist eine nötige Vorbedingung, die vor der vollständigen Erlösung erreicht werden muss. Und die Bücher, deren Weisheit durch mich enthüllt wurde, werden bezeugen, dass Themen, die an der Spitze der Welt stehen, für alle sichtbar ausgebreitet wurden, was wirklich ein Zeugnis dafür ist, dass wir bereits an der Schwelle der Erlösung von unserer egoistischen Natur sind und dass wir die Stimme des großen Horns bereits hören, obgleich noch nicht in großer Entfernung, weil es immer noch sehr leise klingt. (Baal HaSulam, Das Horn des Messias)

Die Belohnung für die Offenbarung des Geheimnisses

Es ist nicht nur nicht verboten, die Geheimnisse der Kabbala zu offenbaren, sondern umgekehrt – es ist ein großes Gebot, sie zu offenbaren. Die Belohnung desjenigen, der sie zu offenbaren vermag und sie offenbart, ist sehr groß. Denn von der Offenbarung dieses Lichtes an viele hängt die Erlösung der ganzen Welt in unseren Tagen ab. (Baal HaSulam, Einführung zu TES, Punkt 30)

Die Sprache des Himmels

Wie die Buchstaben der gesprochenen Sprache und ihre unterscheidbaren Verbindungen uns durchaus ausreichen, um uns das Wesen eines jeglichen Gegenstandes oder Wissens zu enthüllen, so reichen auch die Begriffe und Verbindungen der zehn Sefirot aus, um die ganze Weisheit zu offenbaren, die in der höheren Welt enthalten ist. (Baal HaSulam, Vorwort zum Buch Sohar, Punkt 2)

Auf Steintafeln des Herzens schreiben

Obwohl uns die Weisen das Buch der Tora hinterließen, gibt es ein Gebot, welches besagt, jeder solle es selbst schreiben, weil die Weisen es in ihren Herzen (in den korrigierten Verlangen) geschrieben (enthüllt) haben und jedem von uns ein Beispiel gegeben haben, die eigene Tora zu schreiben (in sich zu enthüllen). (Rabash, Das Buch der Tora schreiben)

Die Natur ist eingefroren und wartet auf deine Entscheidung

Frage: Welche Kraft erhebt die Welt am Samstag, nachdem Adam HaRishon geboren ist und bevor er in Sünde fällt?

Meine Antwort: Es gibt eine Kraft, die als ein „Erwecken von Oben“ (Itaruta de Laila) bezeichnet wird. Sie kann einfach als das Höhere Licht betrachtet werden, das sich aus der Welt der Unendlichkeit ausdehnt, wobei wir nicht wissen wie und warum. Doch in Wahrheit gibt es kein „Erwecken von Oben“ ohne ein „Erwecken von unten“ (Itaruta de Letata), vom Geschöpf selbst.

Es gibt eine Kette von Informationsgenen (Reshimot), die sich entfalten, die von den unbelebten, pflanzlichen, tierischen und sprechenden Stufen absteigen und sich nacheinander aufklären. Die Reshimot der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen entfalten sich auf natürliche Weise, unbewusst und von selbst, denn dort gibt es keinen freien Willen.

Sie entfalten sich nacheinander und kommen schließlich zu dem Zustand, wo es einen Sprung zu einer neuen Stufe gibt. Woher das kommt, wissen wir nicht. Doch es geschieht, weil die Vorbereitung auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen abgeschlossen sind und plötzlich beginnt man zu spüren, das sich der eigene Zustand verändert hat. Man fängt an, anders zu denken, Dinge anders zu sehen und alles anders zu empfinden.

Der Grund dafür ist, dass die Reshimot, die außerhalb unseres Bewusstseins, dem Verstehen, der Vorbereitung und dem freien Willen sind und die auf natürliche Weise bestimmt werden, realisiert wurden. Der Schöpfer bereitet alle Bedingungen für einen vor, damit man seinen freien Willen einsetzt und jetzt muss man alleine arbeiten.

Es ist den Vorgängen, die im Körper stattfinden, ähnlich. Man braucht sich keine Gedanken darüber machen, wie sich alle Atome und Moleküle darin bewegen, wie der Metabolismus und verschiedene innere Systeme arbeiten. Stellt euch vor, wie komplex diese Prozesse mit einer unendlichen Anzahl von Bedingungen sind und alle arbeiten sie automatisch.

Die spirituelle Entwicklung ist dem gleich: Die Höhere Kraft bringt uns an den Punkt, an dem unser freier Wille beginnt. Und dies breitet sich im gesamten System, dem gesamten Verlangen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, der gesamten unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur, ihrem riesigen System, aus. Aber es ist nicht unsere Arbeit und es geschieht Dank der Wechselwirkung des Lichts und dem Verlangen automatisch.

Das Licht wirkt auf die Verlangen, die Verlangen reagieren auf das Licht und auf diese Weise strebt die gesamte Welt, das ganze Universum, alles danach, Gleichgewicht zu erlangen. Die einzige Ausnahme ist der Mensch!

Heute ist es so in unserer Welt: Die gesamte Natur befindet sich im Gleichgewicht, doch das Problem ist der Mensch, der seinen freien Willen einsetzen und dieses Gleichgewicht herbeiführen muss. Weil in der spirituellen Welt alle Ereignisse vor Adams Sündenfall, einschließlich dem Fall selbst, unter der Lenkung der Kraft von Oben (Itaruta de Leila) durch die Kette der Reshimot stattgefunden hat, bis wir zu dem Platz unseres freien Willen kommen, friert dort alles ein und wartet, bis der Mensch eine Entscheidung trifft.

Dieses geschieht gerade in unserer Welt: Die Natur wartet auf unsere Entscheidung. Sie wird Druck auf uns ausüben, weil die Reshimot der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen sich anstauen und uns zahlreiche Probleme auf allen Ebenen der äußeren Welt bringen, bis wir uns auf unserer sprechenden Stufe endlich entscheiden, dass wir für unsere Korrektur vorwärts gehen müssen.

Die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur drängt uns, damit wir auf dem Weg der Korrektur auf unserer menschlichen Stufe weitermachen.

Aus dem 3. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, Talmud Esser Sefirot

Die Sünde und ihre Korrektur

Adam war vollkommen, bis zum Sündenfall. Nach dem Sündenfall befand er sich auf der Stufe von 600.000 Seelen“.

Rabasch, „Welche Stufe muss der Mensch erreichen“

Eine Frage die ich erhielt : Wie entsteht eine Sünde?

Meine Antwort: Die Sünde entsteht durch Einwirkung des Höheren Lichtes. Als Beispiel : ich will dass du einen Fehler aufdeckst, dass du es selbst tust, es verstehst und korrigierst. Ich nehme an diesem Prozess teil, jedoch unauffällig. Was heisst „unauffällig“?

Ich bin nur ein anregender Faktor, der in deinem Verlangen nicht spürbar ist, so wie Sfira Keter.

Wenn ein Mensch in sich plötzlich eine Schwäche empfindet, oder in störende, befremdliche Gedanken versinkt… all dies kommt von Oben. Aus Unwissenheit heraus, denkt er, dass es seine eigenen Gedanken sind. Das ist schon die erste Sünde.

Nun beginnt der Mensch sich selbst zu bekämpfen, anstatt sich an den Schöpfer zu wenden – das ist die zweite Sünde.

Dann führt der Schöpfer den Menschen zu einer Wahl.
Er gibt ihm eine gewisse Hintergrundbeleuchtung, um seine Wahrnehmung anzugleichen und gibt ihm aber auch noch zu verstehen, dass sich noch etwas darin verbirgt.

Das System der spirituellen Welten ist jedoch so aufgebaut, dass wir uns nicht an den Schöpfer direkt wenden können.

Wir sind Ihm ja in unseren Eigenschaften entgegengesetzt. Und das Gesetz von der Ähnlichkeit der Eigenschaften erlaubt und dies nicht.

Deshalb auch nehme ich das äußere System der Körper wahr, diese Welt in der ich meine ersten Schritte zur Korrektur machen kann.

Während ich diese Schritte mache, schließe ich meine Absicht der Handlung an, indem ich mich an das Höhere Licht wende.

So verbinde ich beide Welten, erwecke die Einwirkung der höheren Seelen auf mich und bekomme durch sie Hilfe.
Die Seelen der Gerechten bringen ein Leuchten von Oben und sie arbeiten mit und erheben mich.

Aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch vom 2.11.2010

 

Was bedeutet „Sünde“

Eine „Sünde“ wird danach bestimmt, ob du den Schöpfer um die Kraft, dich über deine Wahrnehmung von „Gut“ und „Böse“ erheben zu können, gebeten oder nicht gebeten hast. Beim ersten Mal ist es noch keine Sünde! Vielleicht konntest du noch nicht unterscheiden, wo Gut und wo Böse ist, und wo deine Beziehung zu Ihm liegt.

Wenn du das Gleiche zum zweiten Mal macht, dann ist es bereits eine Sünde. Doch wenn du das Gleiche zum dritten Mal wiederholst, wirst du von deiner Stufe herabgesetzt – du kannst nicht mehr auf dieser Stufe bleiben. Bei der ersten Berührung des Genusses mit dem Verlangen entsteht das Verlangen nach dem Genuss (Gefäß, Kli).

Beim zweiten Kontakt des Genusses mit dem Verlangen kommt das Gefühl des Verbrechens, der Sünde, des Empfangens für sich selbst hoch. Doch wenn wir zum dritten Mal das Empfangen des Genusses im Verlangen hervorrufen, bedeutet dies, dass nicht nur eine Sünde begangen worden ist, sondern auch, dass das Empfinden der Sünde nicht genügte, um davon abgehalten zu werden.

Das ist damit zu vergleichen, als ob das Gericht eine mildere Strafe als der Wunsch nach Verbrechen verhängt und somit das Stehlen nicht abgewöhnt hätte. Und dann wird die Entscheidung getroffen, mich in das Gefängnis dieser Welt einzuschließen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 14.09.2010

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Der Punkt, aus dem die Rettung kommt

Es wird die ganze Zeit ein und dieselbe Frage wiederholt: warum konnte das Licht von Anfang an kein fertiges Geschöpf erschaffen, das dem Schöpfer ähnlich wäre?
Dies ist jedoch unmöglich! Es ist unmöglich die Eigenschaft des Gebens direkt vom Schöpfer an die Schöpfung zu übertragen. Deshalb müssen wir durch das Zerbrechen der Welten (in der Welt Nekudim) und der Seele (der Sündenfall mit dem Baum der Erkenntnis) gehen.
Andersfalls kann man nicht die Eigenschaft des Gebens mit der Eigenschaft des Erhaltens, Bina mit Malchut verbinden – nur mit Hilfe des Zerbrechens, mithilfe der Sünde von Adam oder dem Zerbrechens des Tempels.
Aber was hat den Menschen dazu gezwungen, die Frucht (den Apfel) vom Baum der Erkenntnis zu schmecken?
Es ist genauso mit dem Genuss, den man sieht und versteht, dass er schädlich ist, folglich empfindet man die Scham, aber man dennoch bereit, den Genuss zu erfahren, weil die Versuchung viel zu groß ist, es ist unmöglich, sogar unter Todesdrohung darauf zu verzichten.
Und der Genuss löscht die Scham nicht aus, sondern zwingt dich sogar, weiterzumachen!
Hier muss man eben die Schlussfolgerungen machen und, lernen, weil gerade in diesem Punkt die Versündigung Adams am allgemeinen Egoismus (am Baum der Erkenntnis) offenbart wird, über die es gesagt ist: „Aß und wird noch essen!“ – er ist nicht in der Lage, aufgehalten zu werden, da dieser Genuss viel zu groß ist, obwohl er weiß, dass er verboten ist. Hier ist gerade der Punkt, wo sich der Unterschied zwischen dem Licht und dem Wunsch offenbart. Und wenn du empfinden und wollen wirst, ihn zu korrigieren, dann wirst du fühlen, das hierfür das Licht notwendig ist, das zur Quelle zurückführt!
Es gibt keine andere Wahl, als zu fühlen, dass man alleine nicht in der Lage ist, sich zu helfen, so dass nur das Wunder von oben einen retten kann! Folglich fordert man das Licht und bekommt die Rettung.
Die Rettung kommt nur aus diesem Punkt des Menschen. Und der Schöpfer ruft „die Tiere nicht“ auf, aus Ägypten hinauszugehen, denn es ist „der Mensch“ bereits, der beim Auszug „das Vieh“ hinter sich führt…
Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 29.08.2010

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Das Empfinden der Sünde ist schon die Reue

Im Artikel „Wenn dem Menschen bekannt ist, was das Zittern vom Schöpfer ist“ schreibt Rabasch, dass die Sünde gerade während des Aufstiegs stattfindet, wenn der Mensch der Liebe des Schöpfers ausgezeichnet wurde und sich entschieden hat, sie als Grundlage für die Arbeit zu nehmen, wenn er den Glauben hinauswirft.

Der Mensch denkt, dass er niemals fallen wird, weil er den Weg des vernünftigen Verstands auswählt. Folglich wird er wieder in die Selbstliebe fallen- die als Strafe dafür gilt, dass er den Glauben verloren hat. Und diese Strafe – ist die Korrektur, die ihm helfen wird, auf den geraden Weg des Aufstieges nach der geistigen Treppe zurückzukehren.

Auf diese Weise müssen wir unsere Zustände wahrnehmen. Der Zustand des Absturzes und die Strafe sind in Wirklichkeit für unsere Korrektur gegeben.

Die Sünde zu empfinden bedeutet schon, nicht zu sündigen. Die Sünde ist das, was wir davor gemacht haben! Und die Empfindung der begangenen Sünde ist schon die Korrektur.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 30.08.2010

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Es ist eine Freude, wenn sich Sünder enthüllen

Talmud Esser HaSefirot, Band 7, Fragen und Antworten, Punkt 7: „Der untere Teil von Nukwa (Achoraim), ihre NeHJ sind ein Ort, an dem sich die unreinen Kräfte (Klipot), die das Licht Chochma empfangen wollen, festsaugen.

Weil sie am nächsten an den Klipot liegt und mit ihr das Licht der Welt von Azilut endet und von ihr und tiefer das Gebiet von unreinen Kräften liegt, wie geschrieben steht: „Und ihre Beine steigen in den Tod herab“…

Mit Nukwa enden alle anti-egoistischen Schirme, die die Verlangen von der Welt der Unendlichkeit während ihres Abstiegs bis zu der Stufe von Malchut der Welt von Azilut begleitet haben.

Mit ihr enden die Schirme – und darum „saugen“ sich die egoistischen Verlangen an Nukwa fest; denn durch sie wird es möglich, das Licht aufzufangen.

Mit ihren unteren neun Sefirot steigt Nukwa in die Welten von BYA (Brija, Yezira, Assija) herab und hat keine Kraft, den unreinen Kräften (Klipot) zu widerstehen. Sie befindet sich jedoch in einem besonderen „Gleichgewicht“ mit ihnen.

Wenn der Höhere sich im Inneren von Klipot befindet, und die Klipot etwas von ihm an sich reißen können, kann der Höhere dadurch auch die Klipa greifen, dieses Verlangen analysieren und korrigieren.

Dies geschieht ständig mit Malchut der Welt von Azilut und den zerbrochenen Seelen in dem Maße, in dem sie sich an sie anheften und ihr Licht an sich heranziehen wollen. In dem Maße kann auch sie sie an sich zur Korrektur heranziehen.

Ohne diese wechselseitige Arbeit, wenn jeder die Gegenseite an sich heranzuziehen versucht, gäbe es keine Klärung und keine Korrektur. Daher besteht unsere gesamte Arbeit (laut der Erzählung aus der Tora) aus Sünden und Korrekturen, immer und immer wieder.

Alle diese Schwankungen hin und her, aus der Heiligkeit in die Unreinheit und zurück, spielen sich zwischen Nukwa und den zerbrochenen Seelen ab, die ihr Zerbrechen enthüllen müssen.

Und die zerbrochenen Teile werden gerade durch ihr Anschließen an Nukwa enthüllt, sonst würden sie nicht erkennen, dass sie zerbrochen sind. Dann erwacht der Schöpfer (Seir Anpin), und darüber erzählt die Tora, wenn sie sagt, dass der Schöpfer mit Moses sprach und dem Volk die nächste Sünde vorwarf…

Nukwa lässt die Seelen erkennen, dass ihr Verlangen egoistisch ist, und den Teil, den sie in sich einschließen kann, zu Seir Anpin aufsteigen.

Und es kommt Seir Anpin und schreit: „Was habt ihr angestellt!“ Das ist die richtige Reaktion auf die Verlangen, die später korrigiert werden.

Wir verstehen einfach die Tora nicht – sie erzählt von keinen Sünden, sondern nur von der Enthüllung von Verlangen, die zur Korrektur kommen.

Und in dem Augenblick, in dem sie enthüllt werden, „freuen wir uns auf (? über) die Enthüllung von Sündern“, wie Baal haSulam schreibt. Denn jene „Sünder“, die nicht enthüllt wurden, haben keine Hoffnung auf Korrektur. Und wer weiß, wann sie enthüllt werden…

Aus dem Unterricht nach dem Talmud Esser HaSefirot vom 21.07.2010

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Wer wird dem Menschen die Wahrheit enthüllen?

Frage: Wie kann der Mensch, der sich in der tauben Kapsel der Selbstsucht befindet, erkennen, was die Wahrheit und was die Lüge ist?
Antwort: Nun werdet Ihr verstehen, was für eine riesige Hilfe uns Nahasch (Schlange) geleistet hat, indem sie uns zur Sünde des Baumes der Erkenntnis verführt hatte.

Dank der Enthüllung dieses riesigen, egoistischen Wunsches, der Nahasch (Schlange) heißt, haben wir nun die Möglichkeit von der Stufe „Tier“, auf die Stufe „Mensch“ hinaufzusteigen.
Der Unterschied zwischen zwei Stufen heißt „Nahasch“ (Schlange). Wenn du von einer Stufe auf die andere hinaufsteigen willst, dann bitte sehr, steig hinauf, aber du musst gegen Nahasch (die Schlange), gegen das leere Gebiet arbeiten, dass sie in dir geschaffen hatte. Ansonsten würdest du wie ein „Tier“ bleiben.

Eben die egoistische Kraft der Nahasch zieht in uns den Menschen auf. Alle Zerlegungen, Sünden und Verbrechen, die in der Tora beschrieben sind, sind nützliche Handlungen und das Ausgangsmaterial der bösen Wünsche, mit deren Korrektur wir den Schöpfer enthüllen.
Den zusätzlichen Wunsch für den Aufstieg gibt uns das Ego, die Nahasch und ihre Korrektur geschieht dank der Bücher, der Gruppe, dem Lehrer, dem Betrieb.

Aus dem Unterricht vom 17.08.2010 zum Thema „Panim Meirot“.

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