Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum hasst ein jeder Israel?


Nachrichtenmeldung (übersetzt von mignews.com): „Kürzlich wurde ein Bericht von Dr. Richard Cravatts von der Boston University publiziert, der die Ergebnisse einer Umfrage nach den am meisten gehassten Länder der Welt analysierte. Die Umfrage, die an Universitätscampus rund um den Erdball durchgeführt wurde, offenbarte, dass Israel das meist gehasste Land der Welt ist. Keiner war davon überrascht, aber Dr. Cravatts entschied sich dafür, einen näheren Blick auf die Ursachen hinter diesem Phänomen zu werfen.

Er gelangte zu folgenden Schlüssen: 60 Jahre nach der Errichtung des jüdischen Staates wird sein Existenzrecht auch weiterhin in Frage gestellt. Die Juden werden angeklagt, das Land der Palästinenser gestohlen zu haben und es brutal und ungesetzlich besetzt zu halten. Israel wird als die größte Bedrohung des Weltfriedens betrachtet.“

Warum sieht die Welt Israel so? Warum haben die Palästinenser das Recht auf eine persönliche Identität, aber Israel nicht?

Meine Antwort: Das geschieht, weil solange Israel in seiner gegenwärtigen unspirituellen Form weiterexistiert, es wirklich Schaden für jedermann verursacht und die Welt fühlt unterbewusst genau das. Baal HaSulam schreibt unter Punkt 71 im Vorwort zum Buch Sohar, dass, wenn Israel seine Berufung in unseren Zeiten nicht erfüllt, es bei den Nationen der Welt das Gefühl verursacht, es sei unnötig und schädlich für die Welt. Israel muss der Welt die Methode der Korrektur geben, oder die Welt wird ins Stadium der Weltuntergangskrise eintreten.

Wir erhielten die Gelegenheit, den Staat Israel zu gründen, um die Nation gemäß dem Biblischen Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu versammeln und auf diese Weise der Welt ein Beispiel einer neuen Gesellschaft zu geben. Jedoch zeigen wir der Welt stattdessen das Gegenteil von dem, was sie unterbewusst von uns erwartet.

Wenn wir uns nicht bald ändern, werden wir als „Staat“ und als „Nation“ aufhören zu existieren. Ich verwende Anführungszeichen, weil auch heute keines der beiden wirklich existiert. Jedoch gibt es eine Gelegenheit, sie zu schaffen, vorausgesetzt, wir lassen uns von der Weisheit der Kabbala zeigen, wie man das tut – weil genau dies das Verhalten unserer Nation war, bevor sie zerstört wurde.

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Die Gegner sind willkommen!

Baal HaSulam schreibt, dass es für jede beliebige Erscheinung in unserer Welt eine Ursache gibt. Deshalb sollen wir diese Erscheinungen nicht zerstören oder vernichten, sondern korrigieren.

Aber auf diesem Weg muss man konsequent handeln, nicht erschrecken und nicht fliehen. Die Welt ist in ein solches Stadium der Entwicklung eingetreten, dass wir alle Karten aufdecken sollen: unser Ziel, unsere Ideologie, unsere Grundlagen, unsere Primärquellen.

Auch wenn die Menschen es heute nicht annehmen werden, werden sie aus dem Hass gegenüber unserer Lehre unsere Methodik kennenlernen. Ihre Abneigung wird dem Guten Dienst erweisen. Das Tempo der Entwicklung der Welt ist inzwischen so hoch, dass die Menschen schon nach einigen Monaten erkennen und allmählich beginnen werden, sich uns anzunähern.

Wir sollen diese Periode produktiv nutzen, auch wenn wir zuerst auf Abneigung stoßen. Derjenige, der dagegen ist, bleibt nicht gleichgültig, was schon eine Art der Verbindung ist, wenn auch die negative. Wir wissen, dass die Opposition gegenüber den anderen uns zwingt, an sie zu denken: ich will den Feind kennenlernen und die Möglichkeit finden, das Hassobjekt zu besiegen, so dass zwischen uns eine Verbindung entsteht.

Die Gleichgültigkeit ist ein Problem. Die Gegner sind in Wirklichkeit unsere nächsten Partner. Man muss es verstehen: auf diese Art und Weise wird mir der Egoismus gezeigt – damit ich ihn korrigiere.

Auszug aus der 3. Lektion des Kongresses in Deutschland, 06.08.2011

Wir wissen, was zu tun ist

Frage: Wie können wir die Weisheit der Kabbala bei den Menschen verbreiten, bei denen der Punkt im Herzen schon erwacht ist? Wie verbergen wir die Tora, d.h. die Methode der Korrektur der bösen Neigung?

Meine Antwort: Am Ende der „Einführung in das Buch Sohar“ schreibt Baal HaSulam, dass grundsätzlich jeder diesen Punkt nach dem Zerbrechen der kollektiven Seele hat, seine Teile haben sich vermischt und wurden ineinander eingeschlossen. Jedoch sind manche Punkte so groß, dass sie, wenn sie erwachen, beginnen, einen Menschen an die richtige Stelle zu bringen, wo er Korrektur und Erfüllung empfangen kann. Wogegen die anderen Punkte verborgen sind, und diese Menschen sind 99% der Weltbevölkerung.

Wir sollten sie entsprechend ihrer derzeitigen Verlangen ansprechen. Denen, die zu uns kommen, um zu studieren, erzählen wir von dem Verlangen, auf dem direkten Weg zum Schöpfer zu gelangen, und schenken ihnen die Methode Seiner Enthüllung in einer gegenseitigen Verbindung mit anderen. Während die anderen 99%, sie haben keine Beziehung dazu, nichts gemeinsam mit irgendetwas haben. Sie brauchen Spiritualität nicht; sie sehen uns völlig überrascht an, unfähig zu verstehen, was uns fehlt: Es gibt Fußball, es gibt Internet, alles ist schön.

Und dennoch haben sie Probleme und erfahren Kummer. Heute versinkt die Welt in einem Strudel, und es ist nicht unsere Schuld. Wegen uns würde der Schöpfer keine Krisen hervorrufen, Katastrophen verursachen und die Menschheit unter die Bedrohung der Erschöpfung unserer natürlichen Ressourcen stellen. Er tut es wegen ihnen.

Wir entwickeln uns auch ohne die Krisen, da es eine Kraft gibt, die uns weiterführt. Aber für sie muss es eine Kraft geben, die sie von hinten anstößt. Diese Kraft ist das Leiden.

Wenn wir uns also an die Menschen wenden, müssen wir ihnen eine Methode bieten, wie wir die globale Krise in allen Bereichen des Lebens, inklusive der Familie, Bildung, Drogenabhängigkeit, Depressionen, Wirtschaft, Klimawandel und so weiter lösen können. Wir verfügen über eine Methode, die es möglich macht, alles zu korrigieren, was schlecht ist, damit wir uns in diesem Leben, in dieser Welt, wohlfühlen.

Wir sagen nichts über die zukünftige Welt, da die Menschen das überhaupt nicht gebrauchen können. Wenn sie irgendetwas über die spirituelle Seite des Themas von uns hören, schreiben sie uns als mystisch oder wahnsinnig ab. Deswegen müssen wir uns ihnen angemessen annähern: ohne die Kabbala, den Schöpfer und das Geschöpf, den Sinn der Schöpfung und so weiter zu erwähnen.

Wir haben einfach eine Methode, ein Instrument, welches das momentane schlechte Stadium, die Krise, die die ganze Welt zerstört, korrigieren kann. Wir können ihnen etwas anbieten; wir wissen, was zu tun ist. Niemand außer uns weiß das.

Aus dem 4. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 13.05.2011 „Die Freiheit“

Leben ist Veränderung

Frage: Wie ist es möglich, die wahre Realität zu erreichen, wenn der „Erforscher“ und all seine Messwerkzeuge sich ständig verändern?

Meine Antwort: Was macht es für einen Unterschied, ob ich die Welt erforsche, die sich die ganze Zeit ändert, im Gegensatz zu mir, oder ob die Welt beständig ist und ich ändere mich ständig? Auch wenn sich nichts ändert, wäre ich nicht in der Lage, irgendeine Aussage über die Welt zu treffen, da ich nicht die Mittel besitze, um es einzuschätzen. Am Ende ist eine Messung nur zwischen zwei sich ändernden Parametern möglich, auf der Basis ihrer Beziehung zueinander.

Ich lege die Beziehung zwischen ihnen fest und sie wird zu einer Maßeinheit für mich. Ich verwende diese Einheit um alles andere zu bestimmen. Es gibt zwei Parameter die verschieden sind, zwei Punkte im Raum. Ich schätze ihre Beziehung ein, welche den Unterschied zwischen ihnen bestimmt und verwende sie als Maßeinheit: z.B. den Grad der Temperatur oder zehn Zentimeter. Dann verwende ich diese Maßeinheit, um alle anderen Ereignisse zu bewerten.

Ich beginne damit, dass ich sage, ich hätte eine Art Unterschied herausgefunden.

Dann werde ich unter Verwendung dieser Basis alle anderen Unterschiede zwischen Eigenschaften, Kräften, Orten im Raum und Verlangen messen. Es spielt keine Rolle zwischen welchen, aber ich messe immer den Unterschied, die Veränderungen. Wenn es keine Veränderungen gibt, kann nichts gemessen werden; ich verliere einfach alle Eindrücke.

Wenn jetzt keine Veränderungen geschehen würden, würde mir die Welt trotzdem erscheinen. Ich würde sterben und ich würde jedes Verständnis, Bewusstsein und Erfahrung verlieren, als hätte nichts existiert.

Unser Leben ist keine Erfahrung irgendeines Stadiums, sondern ein Eindruck der Änderung von einem Stadium in ein anderes. Und wenn die Veränderungen zwischen den Stadien Leben genannt werden, folgt daraus, dass ich zwei Lebenszustände erleben kann: Einen, wenn sich das Leben außerhalb von mir verändert und den anderen, wenn sich das Leben in mir verändert.

Wenn ich annehme, dass das Leben weitergeht und sich außerhalb von mir ändert, wird das „Leben in dieser Welt“ genannt. Das Leben, was sich in mir verändert, wird „spirituelles Leben“ genannt, das Leben der zukünftigen Welt. Leben bedeutet immer Veränderung; alles hängt davon ab, woran ich es festmache.

Aus dem dritten Teil der Täglichen Kabbala Lektion vom 10.5.2011, Talmud Esser Sefirot

Der Weg zum Schöpfer ist für alle gleich

Frage: Kann sich eine Frau nur durch die Männergruppe auf den Schöpfer ausrichten?

Meine Antwort: Auf keinen Fall! Eine Frau muss sich ebenfalls persönlich auf den Schöpfer ausrichten! Das Vorankommen über die Männergruppe ist nur dazu da, um uns alle an diese Stufe heranzuführen. Die Ausrichtung ist dennoch individuell.

Hat eine Frau etwa keine Verbindung zum Schöpfer?! Wir schreiten gemeinsam voran: die Männer können nicht ohne das weibliche Verlangen vorankommen, und die Frauen können sich ohne die Anstrengung von den Männern nicht dem Schöpfer entgegen bewegen. Alles muss gleichermaßen vorhanden sein, genauso wie wenn wir Kinder zur Welt bringen.

Vorankommen bedeutet Geburt in jedem Stadium, wenn wir unseren nächsten Zustand entstehen lassen. Eine Frau kann allein kein Kind zur Welt bringen – genauso wenig wie ein Mann. Sie müssen zusammen sein, eine Familie gründen, sich um das gemeinsame Familienumfeld kümmern, und dann entstehen neue Zustände.

Und die Beziehung zum Schöpfer ist sowohl für Männer als auch für Frauen persönlich. Das Vorankommen kann jedoch nur als Gruppe erfolgen. Ich persönlich richte mich auf den Schöpfer aus. Doch woher empfange ich? Ich empfange durch die Gruppe.

Der Einfluss der Umgebung ist sowohl auf Männer als auch auf Frauen entscheidend. Auch eine Frau kann nicht vorankommen, wenn sie nicht durch die Umgebung beeinflusst wird, jedoch nicht durch die weibliche Umgebung, sondern durch die männliche.

Auszug aus einem Festtagsunterricht auf Russisch, 21.04.2011

Der Weg zum Schöpfer ist für alle gleich

Frage: Kann sich eine Frau nur durch die Männergruppe auf den Schöpfer ausrichten?

Meine Antwort: Auf keinen Fall! Eine Frau muss sich ebenfalls persönlich auf den Schöpfer ausrichten! Das Vorankommen über die Männergruppe ist nur dazu da, um uns alle an diese Stufe heranzuführen. Die Ausrichtung ist dennoch individuell.

Hat eine Frau etwa keine Verbindung zum Schöpfer?! Wir schreiten gemeinsam voran: die Männer können nicht ohne das weibliche Verlangen vorankommen, und die Frauen können sich ohne die Anstrengung von den Männern nicht dem Schöpfer entgegen bewegen. Alles muss gleichermaßen vorhanden sein, genauso wie wenn wir Kinder zur Welt bringen.

Vorankommen bedeutet Geburt in jedem Stadium, wenn wir unseren nächsten Zustand entstehen lassen. Eine Frau kann allein kein Kind zur Welt bringen – genauso wenig wie ein Mann. Sie müssen zusammen sein, eine Familie gründen, sich um das gemeinsame Familienumfeld kümmern, und dann entstehen neue Zustände.

Und die Beziehung zum Schöpfer ist sowohl für Männer als auch für Frauen persönlich. Das Vorankommen kann jedoch nur als Gruppe erfolgen. Ich persönlich richte mich auf den Schöpfer aus. Doch woher empfange ich? Ich empfange durch die Gruppe.

Der Einfluss der Umgebung ist sowohl auf Männer als auch auf Frauen entscheidend. Auch eine Frau kann nicht vorankommen, wenn sie nicht durch die Umgebung beeinflusst wird, jedoch nicht durch die weibliche Umgebung, sondern durch die männliche.

Auszug aus einem Festtagsunterricht auf Russisch, 21.04.2011

Zwei Säcke mit Geschenken

„Und das Licht, welches sich in der Welt offenbart und sich in sie einkleidet, heißt Punkt des Stadiums Jud, welcher sich in zwei Buchstaben Hej aufteilt: eine Welt der Verhüllung und eine Welt der Offenbarung. „

„Und die ganze Arbeit des Menschen besteht darin, diesen Punkt zu offenbaren, ihn durch das Stadium Waw weiterzuführen – von einer Welt bis zur anderen Welt, d.h. durch den Buchstaben Waw zwischen zwei Buchstaben Hej, und dabei für alle die Fülle des Lichtes zu offenbaren, die vom umgebenden Licht an diejenigen, die es umgibt, ausgeht, – d.h. zwischen Buchstaben Hej, durch das Geheimnis von „Bina, Jessod, Malchut“.“

(Baal HaSulam: „Von Hinten und Vorne umfaßt du mich.“)

Der Schöpfer hat zwei „Säcke“. Aus einem nimmt Er einen Wunsch heraus und fügt ihn in den Menschen ein. Und nachdem der Mensch diesen Wunsch richtig bearbeitet, fügt der Schöpfer in ihn die Füllung dieses Wunsches aus dem anderen „Sack“ ein. Nachher wiederholt sich diese Handlung, aber bereits mit dem neuen Wunsch. Er verhält sich zu uns so, wie wir uns zu unseren Kindern verhalten.

Wir wachsen und wir entwickeln uns, je nach unserer Fähigkeit, den vom Schöpfer bekommenen Wunsch vorzubereiten, ihn zu bearbeiten und brauchbar für die Füllung zu machen. Darin besteht der ganze Prozess der Entwicklung der Schöpfung.

Nur darf man nicht vergessen, dass unsere Arbeit gerade in der Mitte ist. Wir sollen den Wunsch, der vom Schöpfer kommt, richtig bearbeiten.

Und die Füllung – existiert in Wirklichkeit schon innerhalb des Wunsches. Und in jenem Augenblick, wenn der Wunsch die richtige Form findet, wird die Füllung enthüllt.

Aber die Hauptsache ist, durch diesen Prozess denjenigen zu enthüllen, der das alles herbeiruft und auf uns einwirkt. Das soll das Endergebnis von allen Zuständen werden, die wir durchgehen.

Die Korrekturen sind ja kein Selbstzweck. Der Schöpfer konnte uns alles bereits in der endgültigen Form geben. Ihm ist es wichtig, dass wir mit unserer Arbeit Ihn, den Begriff der Göttlichkeit enthüllen. Das heißt „zwei Welten miteinander zu verbinden“ (zwei Säcke).

Baal HaSulam erwähnt das in dem Artikel „Von Hinten und Vorne umfaßt du mich“, wenn er über die Vereinigung zwischen zwei Buchstaben „Hej“ („ה“) – obere/Bina und untere/Malchut spricht. Und der Buchstabe „Waw“ („ו“) zwischen ihnen ist die Gerade/Seir Anpin, die zwischen Bina und Malchut verbindet.

So wird der Mensch, der zwei Welten verbindet, der gesamten Schöpfung würdig. Das ist eben die Arbeit, die man auf keinen Fall versäumen darf.

Wir sollen durch alle diese Zustände gehen, die Anstrengungen angeblich von unserer Seite machen, um diese eine wirkende Kraft zu enthüllen, bis es sich uns offenbart, dass „es niemanden außer Ihm gibt“.
Aus dem Unterricht nach dem Brief von Baal HaSulam, 26.11.2010

Der Paradigmenwechsel

Ich enthülle die Einheit durch direkte und indirekte Handlungen.

Indem ich direkt handle, kümmere ich mich um die Freunde, ich helfe ihnen, bereite Kaffee und Tee für sie vor, bediene sie – kurz gesagt, ich verbinde mich. So ist es in unserer Welt üblich: wir kommen den Menschen näher, indem wir sie mit Geschenken erfreuen.

Und was die spirituellen Handlungen betrifft, muss ich in den Freunden die besten Menschen der Generation sehen. Sie sind miteinander zusammengeschweißt, und ich befinde mich außerhalb ihrer Vereinigung und beuge mich vor ihnen, um zu einem Ganzen mit ihnen zu werden. Und ich richte mich insbesondere während des Studiums auf diese Korrektur aus.

Infolge aller meiner Anstrengungen – ob inneren oder äußeren, ob in der Handlung oder in der Absicht – kommt zu mir das Leuchten der höheren Stufe, die ich mir als korrigiert vorstelle. Ich stelle mir vor, dass wir alle dort vereint sind und zusammen das Licht zwischen uns enthüllen, entsprechend der Ähnlichkeit der Eigenschaften.

Meine gesamte Arbeit besteht darin, durch meinen Selbstverzicht die Einwirkung des Höheren hervorzurufen. Nur nicht stören, nur mich einfügen. Dieses Stadium nennt sich „drei Tage des Einnistens des Samens in der Gebärmutter“.

Ich muss mich lediglich im Inneren absorbieren lassen, noch mehr und noch mehr, indem ich mich über dem Egoismus annulliere, um kein Fremdkörper innerhalb des Höheren zu sein. Denn sonst kommt es zu einer Vergiftung.

„Der Höhere“ ist kein Abstraktum, es sind Freunde. Sie sehen immer schlimmer in meinen Augen aus, und ich muss dem ständig durch die Arbeit über dem Wissen entgegenwirken.

Man könnte meinen, die Außenwelt bietet mir eine wunderbare Umgebung aus klugen, gesunden, fröhlichen Menschen, die sehr schön die Zeit verbringen können.

Und hier regen mich dumme Gespräche und Heuchelei auf. Und ich arbeite immer mehr, um in jedem Zustand die Einzigartigkeit und die Größe meiner Freunde enthüllen zu können.

Das Stadium der Entstehung ist ein langwieriger Prozess, und dessen Ziel ist der Selbstverzicht. Ich befinde mich im Mutterleib – in einer besonderen Gruppe, unter den Freunden, mit denen ich mich verbinden und durch die ich die Hilfe von oben erhalten muss.

Der Zustand des Embryos ist eine Übergangsphase. Der Aufstieg zur ersten spirituellen Stufe ist am schwierigsten.

Doch wie ist das möglich? Denn es steht geschrieben, dass die Korrektur vom Leichten zum Schwierigen verläuft. Und dennoch schreibt Baal HaSulam in dem Artikel „Ein Gebot“: „Der schwierigste Moment am Dienen für den Schöpfer ist die erste Anheftung“.

Es gibt keinen anderen Ausweg, denn es geht um einen Paradigmenwechsel, um einen Wechsel der Einstellung, der Wahrnehmung der Realität. Dabei werden sehr viele Parameter in einem Menschen verändert, und er beginnt, die Welt mit ganz anderen Augen zu sehen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 02.11.2010

Vereint wie zwei Wassertropfen

Wenn man den Sohar liest, muss man sich vorstellen, dass man sich in einem System, einem Mechanismus befindet, an den sich mein Punkt im Herzen, mein spirituelles Gen (Reshimo), das seine praktische Umsetzung erreichen will, anschließt.

Von dieser Verbindung hängt ab, wie ich mich weiterentwickeln werde, wie dieses System mich beeinflussen wird.

Ich stehe vor einem riesigen System, und wenn ich mich nicht korrekt darauf ausrichte, werde ich es nicht zwingen können, an mir zu arbeiten.

Es wird auf mich einwirken, aber nur durch Leiden, was nicht zählt, weil das auf natürlichem Wege geschieht. Doch sich diesem System aktiv anschließen kann man nur durch seine innere Anstrengung.

Und vor allem muss ich versuchen, zu verstehen, was „Vereinigung“, „Verbindung“ bedeutet. Die Verbindung mit dem System geschieht in dem Maße meiner Verbindung mit den Freunden.

Es gibt ein sehr einfaches Gesetz: ich bin zu 10% mit den Freunden verbunden, also bin ich zu 10% mit dem spirituellen System verbunden; wenn ich zu 80% mit den Freunden verbunden bin, dann bin ich auch zu 80% mit dem System verbunden.

Ich habe keine andere Möglichkeit, mich in dieses spirituelle System einzuordnen. In dem Maße unserer inneren Anstrengung, zu einem Ganzen zu werden, unseren ganzen materiellen Ballast abzuwerfen und uns nur durch die Punkte im Herzen – das Einzige in uns, was dem spirituellen System angehört – zu verbinden, in dem Maße ihrer Verbindung werden wir uns verbinden.

Das ist der allererste Vorbereitungsschritt. Wir müssen von diesem System die Kraft für die Vereinigung verlangen, weil wir ständig versuchen, vor vielen Hindernissen wegzulaufen.

Wir müssen von diesem System den „Kleber“, das Licht, das zur Quelle zurückführt und uns verbindet, verlangen. Es muss uns alle wie ein Ganzes umhüllen und uns alle zusammenhalten.

Und später fängt es wirklich an, uns auf mein Verlangen hin zusammenzukleben, wie Tausende von Wassertropfen, die zu einem großen Tropfen zusammenfließen.

Und dort gibt es wie in einem holographischen Bild weder große noch kleine, sondern jeder schließt das ganze Bild in sich mit ein und verliert in diesem Ganzen seine Unabhängigkeit. Auf diese Weise verbindet uns das Licht.

Jetzt, wenn wir zu einem gemeinsamen Punkt werden, bekomme ich die Absicht, mich mit dem Buch Sohar selbst zu verbinden.

Was ich jetzt lese, alle diese Eigenschaften will ich in der Verbindung zwischen uns enthüllen. Alle Gestalten des Sohar sind Arten der Verbindung zwischen uns, die auf jeder Stufe existieren.

Deshalb kehrt diese Erzählung immer wieder zurück, auf jeder Stufe, die gesamte Tora ist in jedem Zustand anwesend, und es ist unwichtig, was früher und was später gelesen wird. Man kann an jeder beliebigen Stelle beginnen.

Und jetzt will ich unter diesen Zehntausenden von verbundenen Punkten all diese Verbindungen, von denen der Sohar spricht, enthüllen.

Ich will anfangen, die Verbindung zwischen uns entsprechend dem Fluss des Sohar wahrzunehmen. Auf diese Weise beginne ich, diese Geschichte in ihrer wahren Form zu enthüllen. Bis ich ein solches Stadium erreicht habe, in dem ich lese und das Gelesene sofort in mir umsetze.

Doch wo wird es umgesetzt? – In der Verbindung zwischen uns! Und so entdecke ich eine vollkommen neue Welt – neue Empfindungen, Verlangen, gehe immer tiefer in eine andere Dimension, um dort zusammen mit den anderen und dem Schöpfer dieses System immer mehr zu enthüllen! Hinter jedem Wort erkenne ich einen eigenen Geschmack – genau das bedeutet Tora des Lebens.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 12.09.2010

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Am Ende des letzten Exils

Der Sohar, Abschnitt „Wajikra“, Punkt 80: Als er zu ihr kam, sah er, dass sie im Staub lag. Wer sah die Pracht der Königin zu dieser Zeit, und die Bitte des Königs an sie? Schließlich hielt der König sie in seinen Armen, hob sie auf und brachte sie zu seinem Palast. Und er schwor ihr, dass er sich nie wieder von ihr trennen werde und nie mehr fern von ihr sein werde.

Jedes Mal kommt ein immer größeres Zerbrechen, ein immer realeres Exil. Das letzte Exil ist überhaupt nicht zu vergleichen mit dem vorangegangenen.

Denn der Unterschied zwischen ihnen besteht in der Enthüllung des Bösen, in der Enthüllung der Dicke des egoistischen Verlangens (Awiut) auf der Stufe Alef (Ego-1), Bet (Ego-2), Gimel (Ego-3) und Dalet (Ego-4).

Während des letzten Exils hat sich das Ego-4 enthüllt, und alle vorangegangenen Exile waren lediglich Vorbereitungen dazu. Denn gerade das Ego-4 muss korrigiert werden.

Alle anderen Exile und Stufen des Egos existieren nicht für sich allein, wie auch die unbelebte, pflanzliche und tierische Stufen nur dazu da sind, damit die menschliche Art, das Ego-4, entsteht.

Genauso kann sich auch die vierte Stufe der Entwicklung des Verlangens, Malchut, ohne die Stufen 0, 1, 2, 3 nicht enthüllen. Doch gerade Malchut der Stufe 4 ist das Ziel, in ihr werden alle Korrekturen vollzogen.

Daher ist dieses letzte Exil auch so besonders, es entspricht der Stufe „Mensch“ in dem Verlangen zu genießen.

Gerade hier enthüllen sich Bedürfnisse, Bestreben, Verlangen und Ziele des Schöpfers hinsichtlich aller Geschöpfe, einschließlich der Stufen 0, 1, 2, 3, – das, was Er von ihnen will.

Genauso teilt sich auch dieses letzte, vierte, Exil seinerseits in Unterstufen auf: die unbelebte, pflanzliche, tierische und menschliche.

Es hat vor fast 2000 Jahren begonnen, doch erst jetzt treten wir in das vierte, menschliche, Stadium des vierten Exils ein, wenn der Mangel an Erfüllung sich auf der Stufe des Menschen offenbart, was die Ausbreitung von Depressionen, den Familienzerfall, die Erziehungskrise, sprich alles, was sich auf die Stufe „Mensch“ bezieht, bedeutet.

Das Hauptproblem ist nicht mehr der Hunger (die tierische Stufe), sondern gerade die inneren Probleme, auf der menschlichen Stufe, welche es in den vorangegangenen Zuständen nicht gab.

Deshalb hat der König die Königin für lange Zeit in die Ferne verbannt. Damit aber die Möglichkeit gegeben ist, sich aus einem solchen Abstieg zu erheben, und damit dies zur Verbindung mit Ihm führt, erscheint Er selbst im zerbrochenen Zustand und enthüllt ihn nach und nach. Die Königin liegt im Staub, und der König muss sich ihr gerade in einem solchen Zustand enthüllen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 16.05.201

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