Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Sprache der spirituellen Welt


Es spielt keine Rolle, in welcher Sprache du die Wissenschaft der Kabbala studierst. Das hat keine Auswirkungen auf die Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf. Man muss kein Hebräisch können.

Alle vier Sprachen, die in der Kabbala (die Sprache des Tanach, der Halacha, der Hagadda und der Kabbala) gebraucht werden, bestehen nicht wirklich aus den Formen der Buchstaben, der Worte oder der hebräischen Ausdrucksweise, sondern die Sprache ist eine Verbindung zwischen dem Geschöpf und dem Schöpfer oder zwischen dem Verlangen und dem Licht, welches das Verlangen aktiviert. Die Verbindung kann nach außen durch das Muh einer Kuh oder dem Lächeln eines Babys ausgedrückt werden oder es kann sogar ohne jeglichen äußeren Ausdruck sein.

Es kommt darauf an, wie dein Herz reagiert und zum Schöpfer spricht. Du brauchst nichts schreiben oder etwas sagen. Die aufrichtigste Sprache sind deine Verlangen, die verschiedene Formen annehmen, abhängig davon, ob sie dem Schöpfer ähnlich sind.

Es gibt in der spirituellen Welt keine Formen, Töne, Bewegungen oder Geschmäcker. Die gesamte Sprache der Verbindung zum Schöpfer ist deine Gleichheit mit Ihm, als auch wie sehr du diese Gleichheit willst, wie sehr du daran zweifelst und wie sehr zu Ihm strebst.

Doch nichts davon bezieht sich auf die von den Menschen in dieser Welt gesprochene Sprache.

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Die Lehre von der Sprache der Wurzeln und Zweige


Eine Frage, die ich erhielt: Erlangt ein Mensch die spirituellen Wurzeln, im Laufe des Studienprozesses?
Meine Antwort: Im Laufe des Studienprozesses erlangt ein Mensch viele Dinge mit seinem Verstand, aber das gehört nicht zum Erlangen der spirituellen Wurzeln. Die spirituellen Wurzeln zu erlangen bedeutet, die Qualität des Gebens zu erlangen. Hier geht es nicht um Wissen, sondern das empfangen neuer. korrigierter Qualitäten.

Moomentan habe ich 613 materielle Verlangen. Wenn ich sie wandle in spirituelle Verlangen, 613 Verlangen des Schenkens, bedeutet dies, dass ich meine spirituellen Wurzeln erlange. Ich erlange das „gebende Ich“ anstelle des „empfangenden Ich“!

Die Obere Welt offenbart sich mir in meinen korrigierten Qualitäten. Die spirituellen Wurzeln sind meine Qualitäten, und während ich diese Welt sehe, nehme ich mich selbst so wahr wie es als Bild momentan in mir existiert. Die Kombination all meiner Qualitäten und die Vereinigung all dieser bezeichne ich als diese Welt.

In meinem inneren Schema gibt es viele Verbindungen, Signale und Eindrücke – all dies nenne ich meine Welt. Wenn dieses Schema anfängt entsprechend dem Prinzip des Gebens zu arbeiten und die erste Stufe in all seinen Elementen erreicht, dann bedeutet dies, dass ich die spirituellen Wurzeln erreicht habe.

Die Verbindung zwischen meinem vorigen Zustand, als ich die Welt entsprechend meines materiellen Schemas empfunden habe, das vereint war zum Zwecke des Empfangens und dem Schema, das vereint ist entsprechend dem Programm des Gebens, nennt man die Sprache der Zweige. Dank dieser Sprache beginne ich zu verstehen wie der Schöpfer die spirituellen Niveaus und alle Stufen des Aufstiegs erschaffen hat.

Dann beginne ich zu verstehen was zwischen den unterschiedlichen Schichten geschieht wie die Aufstiege und Abstiege erfolgen, anstatt nur auf einer flachen Oberfläche – in nur einer Ebene zu handeln. Wenn ich nur auf einer Ebene studiere, kann ich lediglich im Unbelebten, Pflanzlichen oder Tiereischen sein.

Wenn ich jedoch den Unterschied zwischen diesen Schichten oder Ebenen studiere, werde ich entdecken was ich benutzen kann, um mich weiter zu verändern. Mit anderen Worten ist die Sprache der Zweige ein Werkzeug um höher und höher aufzusteigen.

Sie spricht zu uns nicht auf einer flachen Oberfläche wie die Sprache dieser Welt. Statt dessen erklärt sie uns die Unterschiede zwischen dieser und der spirituellen Welt, die Verbindung zwischen der Wurzel und dem Zweig. Ich studiere nicht einfach die spirituelle Welt, ich studiere beide Welten zusammen – die Eine der Anderen gegenüber.

Auf diese Weise lerne ich die Handlungen des Schöpfers kennen. Das Wesentliche sind aber nicht die Ebenen selbst, sondern das Dazwischenliegende. Dies hilft mir im Verständnis darüber wie ich mich selbst ändern kann, jeden Augenblick höher und höher aufzusteigen. Genau das ist es, was wir vom Lehrer lernen sollen.

(Aus dem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Weisheit der Kabbala„, 29.10.2009)

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Die Formel für die Höhere Stufe ist “Du + 1”


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich in unserer Welt Informationen erhalten möchte, die ich brauche, um eine Handlung auszuführen, kann ich aus einer Vielfalt an Fernsehkanälen, Radiosendern und Büchern auswählen. Warum kann ich von der spirituellen Welt keine Informationen bekommen, um zu wissen, wie ich handeln soll? Schließlich werde ich sowieso von Oben gelenkt.

Meine Antwort: Das Problem existiert nur aus deiner Sicht und nicht aus der Perspektive der Höheren Stufe. Das ganze Problem besteht darin, dass du nicht fühlst, auf welche Weise du von Oben gelenkt wirst. Du spürst nicht die Fäden, die an dir ziehen, wie an einer Marionette.

Es ist nicht möglich, die Höhere Stufe und Ihre Lenkung über dich zu spüren, bis du den dazugehörigen Sinn dafür entwickelt hast, mit dem du Sie wahrnimmst. Die Höhere Stufe befindet sich in dir und daher spürst du Sie nicht. Du musst versuchen, dich mit deiner äußeren Umgebung zu verbinden, als ob sie Du wärst. Darum befinden wir uns in einem Zustand, in dem wir andere Menschen wahrnehmen, jene, die uns fremd oder fremdartig erscheinen. Das ist so, weil wir versuchen sollen, uns mit ihnen zu verbinden, als ob sie ein Teil von uns sind.

Wenn du die richtige Umgebung nutzt (die Gruppe – siehe Baal HaSulams Artikel „Die Freiheit“), um eine innere Eigenschaft zu erschaffen, die deinen Nächsten als du selbst wahrnimmt (jemand, der dir nahe steht, weil er das gleiche Ziel, wie du hat – den Schöpfer zu erreichen), dann wirst du durch die gleiche Eigenschaft ebenfalls die Höhere Welt, den Schöpfer, sowie Seine Herrschaft über dich und die gesamte Welt fühlen. Du wirst fähig sein, die Fäden zu spüren, die dich dazu bringen, dich zu bewegen.

Die Höhere Stufe ist nicht irgendwo hoch über dir. Die Höher Stufe ist deine nächste Stufe: „du + 1″. Heute ist diese Stufe der Schöpfer in Bezug auf dich, doch morgen wirst du diese stufe sein und dann wird der Schöpfer wiederum eine noch höhere Stufe sein.

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