Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sklaven'

Freiheit muss bezahlt werden

Der Krieg hat zu einem starken Anstieg der Öl- und Gaspreise geführt, was schwerwiegende Auswirkungen auf das Leben der Menschen in vielen Ländern hat. Was können wir tun, damit die Menschen weniger leiden müssen? Das Einzige, was helfen kann, ist, die Menschen stärker zu vereinen und das Licht des Schöpfers anzuziehen, um alle Vergehen zu bedecken.

Aber wir müssen verstehen, dass die Zustände, die die Welt jetzt durchmacht, große Korrekturen sind, die nicht zu vermeiden sind. Es handelt sich nicht um persönliche, private Probleme, sondern um eine globale Korrektur. Wir werden dafür bezahlen müssen, dass die Welt korrigiert wird.

Daher ist es nicht notwendig, sich so sehr auf den Anstieg der Preise zu konzentrieren, natürlich werden sie steigen. Aber wir müssen verstehen, dass wir so für unsere Freiheit bezahlen, damit wir uns nicht von persönlichen Annehmlichkeiten bestechen lassen. Wir müssen uns ein wenig über unseren Egoismus erheben und verstehen, dass wir für Freiheit, für Korrektur zahlen müssen, es gibt keinen anderen Ausweg.

Wir wollen ein freies Volk in unserem Land sein, das heißt frei in unserem Verlangen und es dorthin lenken, wo es gebraucht wird: um uns zu verbinden, um die letzte Korrektur vorzunehmen. So wird uns niemand vorschreiben, wie wir zu denken, was wir wünschen dürfen, uns nicht zu Sklaven machen und unsere Gedanken und Verlangen besitzen.

Diese Freiheit muss mit dem Bemühen bezahlt werden, sich über den Egoismus zu erheben. Dann werden wir in unserer Verbindung frei und mit dem Schöpfer verbunden sein.

Wir sind frei in unserer Verbindung zueinander, niemand zwingt uns dazu; wir selbst wollen uns gegenseitig dienen. Freiheit bedeutet: ich fühle, dass ich von jedem abhängig bin und jedem diene, und durch sie diene ich dem Schöpfer. Es gibt keinen einzigen freien Wunsch in mir, aber ich fühle mich frei, weil der Gebrauch meiner Wünsche mich in die Abhängigkeit vom Schöpfer führt. Aber ich bin frei, weil ich weiß, wie ich mich auf die beste und vollkommenste Weise einsetzen kann.

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Aus der täglichen Kabbala Lektion vom 14.3.22, „Den Krieg gewinnen (gegen die böse Neigung)“

Sklaven unserer eigenen Ängste

Was macht einen Menschen zu einem Sklaven? Eine Kette um den Hals, die an den jeweiligen Besitzer gebunden ist? Nicht nur. Auch diejenigen, die in prestigeträchtigen Jobs in luxuriösen Türmen mit komfortablen Accessoires arbeiten, sind Sklaven, nur in goldenen Käfigen. Der Internationale Tag der Sklaverei und ihrer Abschaffung wurde kürzlich weltweit gefeiert. Dieser Tag mag mit guten Absichten eingeführt worden sein, aber er ist nutzlos. Ob wir es zugeben oder nicht, wir sind alle Sklaven.

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Ist weniger in unseren Leben mehr?

Der Trend des Minimalismus verändert die Gesellschaft weltweit. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, sich von ihrem materiellen Besitz zu lösen oder es zu vermeiden, Dinge im Übermaß zu erwerben, um dem Stress des westlichen Lebens zu entkommen und viel entspannter mit nur den Dingen zu leben, die als wirklich unverzichtbar gelten. Woher kommt das? Ist das das Geheimnis des Glücks?

Einfachheit ist der Trend, der im Grunde auf jeden Bereich unseres Daseins anwendbar ist und immer mehr an Attraktivität gewinnt. Entgegen dem, was wir vielleicht denken, ist dieses Phänomen nicht neu, es gab es schon in alten Kulturen. Es gab Zeiten, in denen die Menschen sich für ein bescheidenes Leben entschieden, obwohl sie sich sehr viel leisten konnten. Die Tendenz zum Minimalismus rührt von der Tatsache her, dass alles, was wir uns anschaffen, uns kontrolliert. Wie unsere Weisen vor langer Zeit sagten: „Je mehr Besitz, desto mehr Sorgen.“

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Rückblick auf das Corona-Jahr

Wenn ich auf das Jahr 2020 zurückblicke, sehe ich Menschen, die die erzwungenen Veränderungen ihres Lebens unbewusst akzeptierten. Bei Corona handelt sich weniger um eine Pandemie, sondern vielmehr um eine neue Kraft. Diese neue Kraft betrat das Spielfeld und sorgte für Trennungen zwischen uns. Sie drängte uns in die Ecke und brachte uns dazu, uns anders zu verhalten als zuvor. Auch wenn wir sie nicht wollten, ist sie uns dennoch von oben geben.

Von Beginn an, wusste ich, dass dies der Anfang von etwas Neuem war, das uns von da an begleiten wird. Daher schlug ich vor, unser Leben an diese neue Realität anzupassen. Wir sollen auch nicht zurückkehren, da das alte Leben unerträglich war und das Erscheinen von Covid-19 begünstigte. Wenn ich ein Mitspracherecht hätte, würde ich wollen, dass das Virus uns noch mehr unter Druck setzt, bis wir kapitulieren und bereit sind unsere Herzen füreinander zu öffnen. Und wenn wir es nicht tun, soll es uns weiterhin trennen.

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Wissenschaftler haben (wieder einmal) alles auf den Kopf gestellt


News Story: DNA sprengt den griechischen Mythos über Frauen

„Frauen des Alten Griechenland haben Ihre Rechte machtvoll vertreten – dies entdeckten Wissenschaftler vor einigen Jahren – und oft spielten sie die Schlüsselrolle in Staatsaffairen. Bis heute dachte man, dass sie nicht besser als Sklaven behandelt worden wären.

Diese Entdeckung ist Teil einer Untersuchung der Forscher aus Manchester betreffend die Fundstücke aus Mykene, Europas erster Großstadt und Hauptstadt der Ländereien Agamemnons.

„Man dachte, dass zur damaligen Zeit Frauen kaum mehr wert waren als ein herkömmliches Besitztum“, sagte Professor Terry Brown von der Fakultät der lebenden Wissenschaften an der Manchester Universität. „Unsere Arbeit beweist, dass diese Meinungen falsch sind.“

Mein Kommentar: Die Wissenschaft verfolgt eine Sache nie länger, sondern legt sie als Tatsache fest, die sie in einem bestimmten Moment vermutet. Die Meinung von Heute ist der Irrtum von Morgen. Ich hoffe, dass das Gleiche bald mit unserer Wahrnehmung des Bösen und seiner Ausrottung in der Welt geschieht. Die Menschen beginnen stufenweise zu verstehen, dass es nicht unsere Handlungen sind, die der Natur schaden und ihre negative Reaktion auf uns bewirken, sondern dass es unsere egoistischen Gedanken sind.

Nehmen Sie als Beispiel Grassfires Protest gegen die Besteuerung des Kampfes gegen CO2 Emissionen und Globale Erwärmung, den Protest gegen Al Gores „Absurdität“ und gegen die Schuldgefühle wegen der Zerstörung des Klimas.

In unserer Welt sehen wir nur die Folgen des Einflusses der Höheren Kraft; wir sehen die Verbindung und die Zusammenhänge zwischen den Kräften nicht. Selbst wenn wir Ursache und Wirkung in der Welt betrachten, scheint es, als wäre alles auf diese Welt hier beschränkt. In der Realität aber entspringt alles seiner Ursache, geht durch die Höhere Welt und kommt dann wiederum mit allen Konsequenzen in unsere Welt zurück. Jedes Ereignis in unserer Welt ist eine Folge der Lenkenden Kraft, welche von Oben herabsteigt. Wenn wir alle Kräfte sehen könnten anstatt nur einen Teil derselben, würden wir erkennen, dass es nicht CO2 Emissionen sind, die die Atmosphäre beeinträchtigen, sondern dass es die Höhere Kraft ist, welche die Atmosphäre festlegt und der hauptsächliche Bestandteil dieser Kräfte wird durch unsere Verlangen und Gedanken festgelegt (Herz und Bedeutung).

Verwandtes Material:
Kabbalah Today Article: The Tip of the Iceberg
Article: Michael Laitman’s Theorie for Altruistic Evolution
 
 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Freiheit ist die Fähigkeit, dir deinen Meister zu wählen

Frage: Sie sagen immer, dass der Mensch nicht frei und seinen Genen, Instinkten und dem Einfluss der Gesellschaft unterworfen ist. Im Alter von 20 Jahren ist er im vollen Umfang ausgebildet, wie eine frisch geprägte Münze, und all seine Handlungen sind im Voraus festgelegt. Ist es denn überhaupt möglich, ein freier Mensch zu sein, und was bedeutet es, frei zu sein?

Antwort: Frei zu sein bedeutet, zu fühlen, dass du zu hundert Prozent vom Schöpfer abhängig bist, aber durch „deinen eigenen freien Willen“, was bedeutet, durch deine eigene Entscheidung so zu sein.

Der Mensch fühlt sich frei, wenn er aus eigenem Willen beschließt, unter dem Einfluss und der Autorität des Schöpfers zu bleiben, und nicht Sklave seines Egoismus zu sein.

Wir können uns nicht vorstellen, was Freiheit bedeutet, da wir denken, dass sie sich als Abwesenheit jeglichen Einflusses definiert. Aber das ist ein Ding der Unmöglichkeit, da es so etwas wie einen leeren Raum frei von jeglichem Einfluss nicht gibt.

Die Freiheit ist ein Gleichgewicht der Kräfte, die durch eigene bewusste Wahl und Anstrengung zustande kommt.

Wir können nur frei werden, wenn wir uns über unser egoistisches Verlangen erheben. Dies bedeutet nicht, dass wir unfreiwillig und vollständig unter die Herrschaft des Schöpfers und des Verlangens zu geben fallen. Stattdessen ist es eine Wahl, die wir treffen, um durch das Verlangen des Gebens gelenkt zu werden, anstatt durch das Ego. Dadurch können wir eine Balance zwischen den Eigenschaften des Empfangens und des Gebens schaffen. Solch ein Zustand wird Freiheit genannt (Klipat Noga).

Kabbala Akademie

Verwandtes Material:
Blog-post: Freiheit kommt von der Bereitschaft zu geben
Blog-post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer
Blog-post: Wählen ist schlecht für die Gesundheit
 

 

Über Kapitalismus von heute

Meinung (Chandran Nair, Globalinstitute for Tomorrow, Hongkong): Die Menschheit hat immer das Herabsetzen des Ressourcenpreises angestrebt:

– durch die Sklavenarbeit, solange sie billig war;

– durch die Kolonisierung – für billige Arbeitskraft und neue Absatzmärkte;

– durch die Globalisierung mit dem Bedürfnis nach Wirtschaftswachstum und Vernetzung der Finanzsysteme.

Die letzten hundert Jahre blühte die kapitalistische Wirtschaft, dank der Ressourcenausbeutung der anderen Länder. Dieses Schema ist zu Ende gegangen und wird nie wieder zurückkehren, und mit ihm starb der „amerikanische Traum“ (American Dream)! Was wir jetzt benötigen ist der Paradigmenwechsel…

Mein Kommentar: Die Ressourcenknappheit einerseits und das natürliche Streben nach ständigem Erwerb anderseits, fordert von uns die einzig mögliche Art der grenzenlosen Erfüllung, nämlich die Füllung mit nicht materiellen Sachen. Es ist möglich, das Streben nach Spiritualität mit Hilfe der richtigen Umgebung und Erziehung in den Bürgern zu erwecken. Infolge der nicht materiellen Füllung werden alle Träume wahr!

Die Stärke der spirituellen Kette hängt von ihrem Widerstand ab

Es gibt keine Trennung zwischen der persönlichen und der gemeinsamen, der Gruppenarbeit – es ist alles eine Arbeit, wenn ich Teile meiner eigenen Seele als fremd und verhasst sehe. Und ich muss diesen ganzen Trug, diesen ganzen Nebel, der mich in die Irre führt und sie in meinen Augen als verhasste Feinde oder zumindest als meine Sklaven erscheinen lässt, überwinden.

Es ist keine einfache Arbeit, denn ich arbeite an meinem spirituellen Gefäß, bis ich es ganz zusammengesetzt und an mich angeschlossen habe. Und das ist nur durch die Kraft der Liebe möglich, die sich über den ganzen Hass und die Abstoßung erhebt, die ich ihnen gegenüber empfinde.

Diese ganze Abstoßung bleibt – als Widerstand in der Kette, dem ich den elektrischen Strom entgegensetze; der Strom und der Widerstand arbeiten zusammen und bewegen den Motor! Gerade infolge dieser Handlung enthüllt sich das Licht – die spirituelle Welt.

Und im Moment existiert zwischen uns ein vollkommener Riss wie in einer unterbrochenen Kette. Es ist noch nicht einmal eine umgekehrte Wirkung. Ich verspüre den anderen gegenüber weder Liebe noch Hass – sie sind mir einfach gleichgültig. Wenn wir aber anfangen zu arbeiten, um uns einander anzunähern, spüren wir, wie der Hass und die Abneigung sich enthüllen.

Erst nach einer schweren Arbeit in der ägyptischen Knechtschaft des eigenen Egoismus gelangen wir von der Stufe Jakobs (aus dem Zustand des Kleinseins) zum Berg Sinai (dem Berg des Hasses). Von diesem Berg des Hasses können wir bereits das Licht, das zur Quelle zurückführt und als „Tora“ bezeichnet wird, empfangen – jetzt haben wir bereits etwas, woran wir arbeiten können.

Derjenige aber, der noch nicht angefangen hat, sich zu verbinden, und sich von den Gefühlen dieser Welt leiten lässt, während er versucht, auf kleinliche Art seine Freunde auszunutzen, wie an jedem anderen Ort, der hat mit seiner Arbeit noch nicht einmal begonnen. Vielleicht versucht er noch nicht einmal, sie auszunutzen, weil er einen so guten Charakter hat, dass er mit allen in Freundschaft leben möchte. Doch für das Vorankommen nützt das nichts.

Denn es steht geschrieben: „Du sollst dein Brot aus der Ferne mitbringen!“ – gerade aus den Trennungen und Abstoßungen. Und hier gibt es keine persönliche oder gemeinsame Arbeit – du musst alle Teile der Realität, die dir fremd vorkommen, an dich anschließen, bis du in der Verbindung dieser Teile enthüllst, dass das gesamte Universum sich in deinem Inneren befindet.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 29.08.2011

Die Gesellschaft der Zukunft mitten in der antiken Welt

Frage: Warum haben die Kabbalisten Tausende von Jahren die Kabbala vor dem Volk Israel verborgen, dabei aber ihre Geheimnisse den griechischen Philosophen offenbart?

Meine Antwort: Aber das geschah noch Hunderte von Jahren vor der Zerstörung des zweiten Tempels. Zu der Zeit kamen viele Wissenschaftler und Philosophen der Weltvölker, und nicht nur die Griechen, um bei den Kabbalisten zu lernen. Sie erforschten das Volk Israel und wollten es verstehen.

Zum Beispiel, Alexander der Große, welcher als Ziel die Verbreitung der Zivilisation auf der ganzen Welt vorhatte. Er umgab sich mit Wissenschaftlern und Philosophen, welche das Leben des Volkes Israel damals erforschten. Deswegen stand er im guten Verhätnis zu diesem Volk.

Die Wissenschaftler versuchten, die Weisheit des uralten Volkes Israel zu verstehen, welches nach spirituellen Gesetzen lebte. Diese Weisheit war mit bloßem Auge zu erkennen, und es war offensichtlich, dass dieses Volk, wenn man Staat und Gesellschaft betrachtete, nach besonderen Bräuchen lebte.

Es bestand ein großer Unterschied in der Lebensweise zwischen dem Volk Israel und den anderen Völkern, wir sprechen naemlich über sehr alte Zeiten. In Israel herrschte damals ein vollkommenes soziales System, der Mensch war vollkommen geschützt, viel besser, als jetzt mit der modernen Krankenkasse und Arbeitslosengeld.

Diese Zeit wird im Talmud folgendermaßen beschrieben: Es gab kein Kind, das nicht lesen und rechnen konnte und die Ordnung der Welt nicht kannte! Das Bildungssystem (der Leviten) hat das ganze Volk eingeschlossen. Es war so noch von Moses in der Wüste, nach dem Auszug aus Ägypten, organisiert worden.

Es gab keine Rechtlosigkeit, wie es geschrieben steht: „Der Mensch, der sich einen Sklaven kauft, kauft sich einen Herren!“ Es gab keine Aufteiltung der Gesellschaft in höhere und niedrigere Schichten. Die Menschen wurden nicht nach ihren Wohlstand verehrt, wie es in anderen Völkern üblich war. Stattdessen wurden die Weisen verehrt.

Die Menschen, die aus anderen Ländern kamen, waren erstaunt und konnten nicht verstehen, wie so etwas möglich ist. Angenommen, es ist möglich, in einer kleinen Gemeinde solche Regeln aufzustellen, doch in der gesamten Nation?! Denn aus Ägypten kamen drei Millionen Menschen, welche sich noch vermehrt haben! Zu diesen Zeiten war es ein großes Volk.

Es existierte Einigkeit im Volk, ein Gerichtssystem, besondere Bräuche und Feiertage, ein genauer Kalender, nach welchem das Volk lebte. Es war alles organisiert, wie in einem exakten Uhrwerk, abgestimmt mit der höheren Uhr. Nach dieser Uhr richtete sich das ganze Leben der Gesellschaft, es war ein absolut volkommenes System, genau enstprechend dem spirituellen.

Und jeder wusste, was zu tun war, er fühlte es in seinem Inneren! Es bestand keine Notwendigkeit fuer einen Herrscher, der die Ordnung mit Hilfe der Kraft einer Armee und von Aufsehern herstellte, die prüfen und bestrafen sollten. Jeder Mensch fühlte, wie er sich zu verhalten hatte, es war eine Gesellschaft der allgemeinen Gleichheit.

Der König diente dem Volk, und strebte nicht nach Macht. Es war eine vollkommen gegenteilige Pyramide: Derjenige, der oben stand, fühlte eine größere Verantwortung den Anderen gegenüber. Es bestand ein enormer Unterschied zum Leben der andren Völker, und deswegen kamen ihre Weisen, um zu lernen. Es war eine Epoche der Propheten, und die antiken Wissenschaftler der Weltvölker übernahmen von ihnen viel Wissen.

Es war nur natürlich, so wie Abraham Babylon korrigieren wollte, so konnten auch die Propheten keinem den Wunsch, die Gesetze des Universums zu erlernen, verwehren.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Kabbala und Philosophie“, 10.01.2011

Baal HaSulam. Dies ist für Jehuda

Aus dem Kommentar auf Haggada zur Pessach

Die Mitzwa des Essens der Maza wurde den Kindern Israels bereits, als sie sich noch in der ägyptischen Gefangenschaft befanden, gegeben, da die Erlösung in aller Eile stattfand.

Wir befinden uns auch in Gefangenschaft und unsere Absicht ist auch auf die Erlösung gerichtet, genauso wie bei unseren Vätern in Ägypten.

„Sklaven waren wir“. Beginnt mit einer Tadel und endet mit einer Preisung. Der Tadel beginnt mit den Worten „Götzenanbeter waren unsere Väter“ oder mit den Worten „Sklaven waren wir“, so ist die Meinung von Halacha.

Man soll mit Tadel beginnen und mit einem Lob enden, nach dem Prinzip: „Der Vorrang des Lichtes wird aus der Dunkelheit erkannt“. Deshalb als „wilde Esel wird der Mensch geboren“ und am Ende erlangt er die Form eines Menschen. So war es auch bei der Entstehung von dem Volk Israel.

Denn der Schöpfer hat die Schöpfung wie Etwas aus dem Nichts erschaffen, und jedem Sein geht das Nichtsein voraus. Aber auf der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufe ist das Nichts unterschiedlich.

Der Anfang von dem unbelebten Niveau ist das absolute Nichtsein. Der Anfang von dem pflanzlichen Niveau ist die Form des unbelebten Niveau: Säen und die Zersetzung von Samen, Das Nichtsein von dem tierischen Niveau ist das pflanzliche Niveau. Und die tierische Form gilt als Nichtsein bezüglich des Menschen.

Deshalb als „wilde Esel wird der Mensch geboren“. Und es ist zwangsläufig für jeden Menschen, das er seinen Anfang im tierischen Stadium hat. Es steht geschrieben: „Den Menschen und das Tier rettest du mein Gott“. Also du rufst alle Wünsche heraus, die für seine Existenz und für das Abschließen seines Werkes notwendig sind.

Woran liegt der Vorzug des Menschen über dem Tier? In ihren Wünschen, denn durch diese unterscheidet sich die Erlösung, die der Schöpfer einem Tier oder einem Menschen schenk.

Im Menschen gibt es nur ein Bedürfnis, das in der tierischen Form nicht existiert. Das Streben dem Schöpfer zu dienen. Deshalb nur darin liegt seine Vorbereitung: sich nach dem Dienen dem Schöpfer zu streben. Und nur dadurch erhebt er sich über dem Tier. Denn in der tierischen Form finden wir sogar die abstrakte Vernunft, die sich für die Arbeit und für die politische Führung eignet.

Deshalb ist das „Nichtsein“, das der Existenz des Menschen vorausgeht, ist die Verneinung eines Verlangens, das auf die Annäherung an den Schöpfer gerichtet wurde, also eine tierische Stufe. Darüber steht es geschrieben: beginnt mit dem Tadel und endet mit der Preisung. Also, man soll das Nichtsein, das der Existenz vorausgeht im positiven Sinne erkennen, wie ein Tadel, das dem Lob vorausgeht und aus ihm verstehen wir besser die Preisung.

Das gleiche betrifft auch die vier Exilperioden, die den vier Erlösungen vorausgehen, bis zur vierten Erlösung, die eine für uns wünschenswerte absolute Vollkommenheit darstellt. Das Exil ist das Nichtsein, das der Existenz, also der Erlösung vorausgeht

So alle Buchstaben des Wortes Erlösung (Geula – גאולה) finden wir im Wort Exil (Gola – גולה), außer Buchstabe Alef, der auf den „Herrscher der Welt“ (Alufo Shel Olam) hinweist. Das bedeutet, dass die Form des Nichtsein die Verleugnung des Seins ist.

Die Form des Seins, d.h. die Erlösung wird aus den Worten „Und es wird nicht mehr ein Mensch seinen Nächsten und seine Brüder die Erkenntnis des Schöpfers lehren, weil alle Mich kennen werden, von jung bis alt“ erkannt. Was heißt, dass die Form des Schöpfers im Exil die Verleugnung des Seins ist.

Folglich entspricht die Form des Nichtseins im Exil der Verleugnung des Wissens über den Schöpfer, die Abwesenheit des Buchstaben Alef, fehlender im Exil und begehrten in Erlösung (d.h. in der Verschmelzung mit dem Schöpfer)

Das nicht Sein selbst bereitet das auf ihm beziehendes Sein. Die Freiheit ist ein hoher Begriff, dass nur wenige verstehen, aber eine Versklavung kann niemand ertragen.

Wir beginnen mit dem Tadel, um die Erlösung besser erkennen zu können. Und beginnen soll man nicht von den Zeiten der Terach, sondern von Ägypten, wo das Volk ein kleines Fetzen der Schöpferliebe und des Dienens hatte. Die zusätzliche Last der ägyptischen Gefangenschaft ist an sich keinen Mangel im Leben des Volkes, das Mensch (Adam) heißt.

Das Nichtsein bereitet das Sein vor, deshalb gilt es als Teil der Erlösung und auch dafür muss man dankbar sein. Das heißt, man sollte bei den Worten „Götzenanbeter waren unsere Väter“ nicht bedauern, denn das ist noch kein Nichtsein, das dem Sein vorausgeht. Denn darin ist noch keine Menschensein beinhaltet, denn damals waren sie am weitesten von der Schöpferliebe entfernt.

Deshalb beginnen wir von ägyptischer Gefangenschaft, wenn ein winziges Stückchen von Schöpferliebe schon in ihrem Herzen vorhanden war, aber erlöschte von harter Arbeit. Das heißt, nämlich, dass das Nichtsein dem Sein vorausgeht.

Die Freiheit des Volkes in dem, was das Wissen des Schöpfers betrifft, ist ein sehr erhabenes Konzept, das nur die Erwählten durch die Vorbereitung erfassen können. Aber ein Großteil des Volkes ist bereit die Härte der Sklaverei, die jedem klar ist zu verstehen.

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