Wie man die richtige Beziehung lernt

Frage: Wir wissen, dass es drei bis fünf Jahre dauert, um die richtige Beziehung zueinander aufzubauen. Wie kann man Menschen ohne Studium solche Fähigkeiten beibringen?
Antwort: Nur diejenigen, die einen inneren Drang, eine Neigung oder ein Bewusstsein dafür haben, dass es wirklich notwendig ist, wollen lernen. Wenn jemand kein solches Bedürfnis verspürt, stellt sich die Frage: Was soll man ihm überhaupt lehren? Über die richtige Beziehung?
Man erwirbt die richtige Beziehung durch das Selbststudium, basierend auf seinen Empfindungen und inneren Handlungen. Es beginnt mit dem Gefühl, dass einem etwas fehlt und es den Wunsch gibt, das zu finden, was einem gut tut. Dabei wird einem gezeigt, wo man ein gutes Gefühl finden kann, damit es sich durch die richtige Beziehung zu den Menschen und zum Schöpfer verbessert. Dieses Verständnis lernt man nicht durch ein gewöhnliches Studium.
Man studiert, da man die Methode beherrschen möchte, um andere zu unterrichten. Doch beim Lehren sollte man die Menschen nicht zum reinen Lernen auffordern. Warum auch? Es handelt sich um natürliche Fähigkeiten, die jeder in sich entwickeln sollte. Wir sehen, dass nur eine kleine Anzahl von Menschen wirklich lernen will – entsprechend ihrer Natur. Das Lernen passt nur zu jenen, die später andere lehren möchten. In der Praxis ist es wichtig, richtig zu handeln.
Man könnte sagen: „Ja, aber es steht geschrieben, dass durch das Lernen das umgebende Licht angezogen wird, abgesehen davon gibt es kein Heilmittel.” Auch hier gilt: Das ist nur für diejenigen gedacht, die sich als (Kohen) Lehrer korrigieren müssen. Die anderen Menschen korrigieren sich allein durch ihre Beziehungen, mehr ist nicht nötig.
Stundenlanges Lernen ist nicht erforderlich. Der Mensch braucht nur eine Erklärung. Er braucht eine Gruppe, die zeigt, wie man sich verhalten soll, um das Ziel der Schöpfung – die Verschmelzung mit dem Schöpfer – zu erreichen. Es muss auch erklärt werden, dass der Schöpfer die höchste Kraft in der Natur ist. Je mehr sich der Mensch Ihm unterordnet, desto mehr verschmilzt er mit Ihm. Wenn man sich wie ein unvernünftiges Kind von Ihm entfernt, wird man gezüchtigt, da man nicht mit Ihm verschmolzen ist.
Heute haben diese Worte an Bedeutung verloren und werden oft als religiös empfunden. Dabei geht es nur darum, zu lernen, wie man die Gesetze der Natur erfüllt. Es gibt ein universelles Gesetz und wenn man es nicht befolgt, leidet man. Der Mensch soll dieses Naturgesetz durch seine Beziehung zum Schöpfer erfüllen: “Wie Er zu dir ist, so sollst du auch zu Ihm sein.”
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Aus dem Unterricht, Artikel “Bürgschaft”





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