Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum wird die Spiritualität nicht individuell, sondern durch gegenseitige Garantie erreicht?


Eine Frage, die ich erhielt: Heute wird die Weisheit der Kabbala nicht so weitergegeben, wie dies früher war, von einem Rav an seinen Studenten. Stattdessen wird die Kabbala in einer großen Gruppe implementiert. Die Spiritualität wird in einer Gruppe erreicht, wo alle 600.000 Menschen die Erkenntnis gemeinsam erreichen, wie am Berg Sinai. Ist es wahr, dass es keine Individuen mehr gibt, welche die Spiritualität über die alte Methode erreichen können? Ist dies der Grund dafür, dass die gegenseitige Garantie – „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – in einer Gruppe jetzt die Methode zur Erreichung der Gleichheit der Form mit dem Schöpfer ist?

Meine Antwort: Die Kabbala wurde im alten Babylon von Abraham enthüllt. Sie ist eine Methode der Korrektur des Egoismus der gesamten Zivilisation, um diese zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer – zu ewiger und perfekter Existenz zu bringen. Doch seit die Menschen von Babylon ihren Egoismus nicht mehr korrigieren wollten, sondern sich egoistisch entwickeln wollten, haben wir jetzt die Sackgasse einer solchen Entwicklung erreicht, wie dies im Buch des Sohar vorausgesagt wurde.

Heute hat sich die gesamte babylonische Zivilisation über den ganzen Planeten ausgedehnt und sie erreicht die Schlussfolgerung, die dazu nötig ist, die Methode zur Korrektur anzuwenden. Es gibt einfach keinen begehbaren Weg, da wir uns ansonsten selbst zerstören werden. Der Weg der Anwendung der Methode zur Korrektur ist für jeden der, sich in einer Seele zu verbinden und „seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben.“ In der Tora wird dies als die Bedingung der Enthüllung des Schöpfers am Berg Sinai erklärt.

Über die letzten 4000 Jahre wurde die Methode aufbewahrt und an die heutigen Zeiten angeglichen. Dies wurde von einer Abstammungslinie von einzelnen Kabbalisten getan, die in jeder Generation lebten. Heute wird uns die Kabbala durch die Kompositionen des Baal HaSulam präsentiert, in einer Form, die bereit für den Gebrauch ist. Ich bin ein treuer Student des ältesten Sohnes des Baal HaSulam, des Rabash (wie im Nachruf an Rabash, in der Zeitung „HaModia“ vom 15. September 1991 zu lesen ist). Und meine Rolle ist es, den Menschen zu helfen, diese Materialien zu verstehen.

 

Der Schöpfer ist die Wurzel von Allem was existiert


Fragen, die ich über die Verbindung zwischen Wurzel und Zweig erhielt:

Frage: Ich habe gehört, dass es keine Verbindung zwischen Spiritualität und unserer Persönlichkeit oder den physischen Eigenschaften gibt. Andererseits gibt es die Vorstellung von Wurzel und Zweig, die besagt, dass alles – Objekt und Beschaffenheit in unserer Welt – eine Verbindung zur Wurzel hat. Hier scheint es einen Widerspruch zu geben. Bedeutet dies nicht, dass physische Eigenschaften und die Persönlichkeit gemäß der spirituellen Wurzeln festgelegt sind?

Meine Antwort: Selbstverständlich gibt es eine Verbindung, und diese ist unmittelbar: Die Wurzel bestimmt das Resultat, wie unsere Persönlichkeit, Gewohnheiten, Neigungen usw. Jedoch das Resultat macht keine Veränderung durch, denn in unserer Welt ist es unmöglich, dass qualitative Änderungen erfolgen. Das einzige, was sich ständig ändert – selbst wenn wir es nicht merken – ist die Seele, die Richtung Wurzel strebt und der Höheren Welt angehört.

Generell gesagt, alles dreht sich um die Seele. Wenn wir die Seele nicht wahrnehmen, verstehen wir den Fluss des Lebens nicht, weil alles was geschieht, nur einen Zweck hat – die Korrektur der Seele.

Frage: Kann gemäß dem Gesetz von Wurzel und Zweig das Kleinere auch das Größere beeinflussen, wie im Beispiel von Gast und Gastgeber?

Meine Antwort: Das ist genau worauf der Schöpfer wartet, dass wir es tun – Kontrolle über das Universum zu erhalten und dabei Ihn zu erreichen, zu werden wie Er, und Anheftung an Ihn zu erlangen. Dann wird kein Unterschied zwischen Ihm und uns sein (mit „uns“ meine ich die gemeinsame Seele, die absolut in einem einzigen Ganzen vereinigt ist)!

Während des Korrekturprozesses, auf dem Weg zum endgültigen Zustand (Erwachsensein, Gadlut), sind wir wie Kinder, und alle Handlungen des Schöpfers drehen sich nur um uns – nicht im physischen Sinn, sondern um unsere Seelen. Daran müssen wir uns erinnern, und wenn wir wünschen Ihn zu verstehen, müssen wir aufhören, an Körper zu denken (nämlich an die übermäßigen Dinge, neben denen, die für die Existenz des Körpers notwendig sind) und anfangen, uns mit unserer Seele zu identifizieren. Wir sollten den Körper als vorübergehend wahrnehmen, als etwas, das uns für die Periode gegeben wurde, in der wir noch nicht vollständig korrigiert und von der Seele getrennt sind.

Frage: Gibt es eine spirituelle Wurzel von Gut und Böse? Wenn ja, welche?

Meine Antwort: Die Wurzel von Allem in der Existenz ist der eine einzige Schöpfer, die eine Kraft, die alles regiert. Jedoch nehmen wir diese Kraft zweifach wahr, abhängig davon, ob wir mit ihr oder gegen sie sind.

Mehr darüber lesen Sie in den Artikeln „Von hinten und vorne umfasst Du mich“, „Es gibt nichts außer Ihm“, Brief 19 von Seite 70 und schauen Sie die Lektionen an, die ich während des Kongresses in Odessa 2008 über diese Artikel hielt (lesen Sie auch das verwandte Material unten).

Verwandtes Material:
Blog-post: Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!
Das Licht der Kabbala, Kapitel 8, S. 71: Die Sprache der Kabbala

Seelen befinden sich immer außerhalb unseres Körpers


Fragen, die ich über Seelen und die Verbindung zwischen ihnen erhalten habe:

Frage: Kann eine Seele sich mit einer anderen Seele verbinden, wenn sie noch nie ihren physischen Körper gesehen hat? Ich meine damit: Ist es für eine Seele möglich, sich mit einer anderen Seele zu verbinden, ohne dass die andere ebenfalls diese Verbindung sucht?

Meine Antwort: Ja. Das kann mithilfe eines gemeinsamen Schirmes geschehen oder durch Unterwerfung der zweiten Seele, wie es der Höhere in Bezug zum Niederen tut.

Frage: Kann jemand, der noch nicht den Machsom überquert hat, mit in Körpern hausenden Seelen sprechen und mit Seelen, die außerhalb der Körper wohnen?

Meine Antwort: Seelen befinden sich immer „außerhalb der Körper“, und die Anwesenheit eines Körpers ist für die Seele unwichtig. Eine Verbindung mit der Seele wird durch einen gemeinsamen Schirm erreicht.

Frage: In einer Ihrer Übertragungen auf kab.tv sagten Sie, dass Tiere keine Seele haben. Können Sie bitte genau erklären, wie Sie zu dieser Behauptung kommen?

Meine Antwort: Vielleicht gab es da ein Mißverständnis. Selbstverständlich hat jede Kreatur (Menschen eingeschlossen) eine Kraft, die sie belebt. Eine Seele wird jedoch als „Teil des Schöpfers von Oben“ betrachtet und ist demnach nur in jemandem präsent, der sie durch das Studium der Kabbala entwickelt hat. Das heißt, er hat sich über den Machsom erhoben und die Eigenschaft des Schenkens und der Liebe erreicht, zumindest auf dem ersten Grad.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Seele ist der Teil unseres Verlangens, der dem Scköpfer ähnlich ist

Ein Reshimo ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen


Eine Frage, die ich erhielt: Was ist ein Reshimo?

Meine Antwort: Es ist der vollendete künftige Zustand eines Menschen – die nächste höhere Stufe, die er auf eine verhüllte Weise spürt – undeutlich und verwirrt. Außerdem erweckt ein Reshimo sein Streben hin zum künftigen Zustand.

Wenn ich meine Anstrengungen in meine Umgebung (den Lehrer, Gruppe, Bücher und Studium) stecke, um die Wichtigkeit des künftigen Zustandes zu erlangen, dann scheint das Licht des künftigen Zustandes (die nächste Stufe) aus der Ferne in dem Maße auf mich, wie ich es anstrebe – darum wird es Or Makif genannt, das Umgebende Licht. Es scheint in mein Reshimo, mit einer Kraft, die der Kraft gleicht, die ich erlangt habe, als ich die Wichtigkeit meines künftigen Zustandes von meiner Umgebung (dem Lehrer, Gruppe, Bücher und Studium) empfangen habe – die Kraft meines Strebens hin zu dem künftigen Zustand. Und dann wird dieses Reshimo mein gegenwärtiger Zustand, meine nächste Stufe.

Das Reshimo beinhaltet die gesamte Information über jemandes künftigen Zustand. Ein Mensch hat jedoch nicht genug Licht oder Kraft, um es zu verwirklichen. Die Kabbala wurde uns gegeben, um diese Kraft schneller anzuziehen und dabei die Geschwindigkeit unserer spirituellen Entwicklung zu erhöhen. Auf die eine oder andere Weise wird jeder seine vollständige Korrektur erreichen. Geschehen kann dies jedoch entweder:

  1. durch Zwang, durch Leiden wie Krisen und Kriege, in der Art, wie es heute die ganze Welt macht oder
  2. bewusst, freiwillig, angenehm und mit erhöhtem Tempo – das, was die Kabbala vorschlägt.
Verwandtes Material:
Blog-post: Die Formel der Seele
Blog-post: Die Reshimot, die heute an die Oberfläche gelangen,…
Blog-post: Erlösung erfolgt durch die Hand des Schöpfers
Artikel: Freier Wille

Männer, Frauen und spirituelle Wurzeln


Fragen, die ich über die männlichen und weiblichen Wurzeln in der spirituellen Welt erhielt:

Frage: Gibt es männliche spirituelle Wurzeln für das Wort „Schwester“?

Meine Antwort: Jedes spirituelle Geschöpf (jede Seele) kann als Empfänger handeln – weiblich, oder als Schenkender – männlich. Natürlich handelt es in jedem Fall mit der Absicht des Schenkens. Angenommen zum Beispiel, ich empfange vom Schöpfer – dann handle ich als ein weibliches Kli, und wenn ich dieses dann an andere weitergebe – dann handle ich als männliches Kli.

Weibliche Handlungen werden mit verschiedenen weiblichen Namen bezeichnet, und männliche Handlungen werden mit männlichen Namen bezeichnet. Die Namen wurden aus unserer Welt entnommen, entsprechend dem Vokabular von „Wurzel und Zweig“. Siehe Teil 1 von Talmud Esser HaSefirot, „Innere Betrachtung (Histaklut Pnimit)“.

Frage: Was ist die Bedeutung der Niddah der Frau? Wie spiegelt sie sich in der Spiritualität wider und gibt es irgendeinen Grund im körperlichen Leben dafür?

Meine Antwort: Alles, was in unserer Welt existiert, steigt von Oben herab. Unsere Welt ist die Welt der Ergebnisse, nicht der Anfänge. Alles beginnt ausschließlich in der Höheren Welt. In der Höheren Welt ist die Niddah einer Nukwa der Teil der Verlangen, der nicht korrigiert oder in einen Embryo verwandelt werden konnte.

Verwandtes Material:
Blog-post: Über die Männer und Frauen in unserem Innern
Blog-post: Die Verlangen von Männern und Frauen
Blog-post: Mann und Frau in der Kabbala

Ein kleines Geheimnis für finanziellen Erfolg (und andere interessante Fakten)


Fragen, die ich über Jesus, die Pyramiden, Organspenden und Glücksbringer erhielt:

Frage: Sagt die Kabbala irgendetwas über Jesus?

Meine Antwort: Nein, die Kabbala spricht nur über die Korrektur der Seele und der Enthüllung des Schöpfers. Sie hat keinerlei Verbindung zu irgendeiner Religion.

Frage: Was bedeuten die Pyramiden für unsere Welt?

Meine Antwort: Der Glaube des Menschen an ein körperliches, materielles Leben nach dem Tode.

Frage: Ist es laut Kabbala erlaubt, menschliche Organe zu übertragen?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Jemand gab mir einen Glücksbringer, einen „Schlüssel zu finanziellem Erfolg“. Er ist aus Silber, mit aramäischer Beschriftung. Das Problem ist nun, dass ich ihn aus Versehen zerbrochen habe. Ich weiss nicht, ob das wohl ein Zufall sein könnte, aber seitdem habe ich finanzielle Probleme. Gibt es eine Verbindung zwischen beiden? Und was soll ich mit dem zerbrochenen Anhänger tun?

Meine Antwort: Reparieren Sie ihn! Glauben Sie an das Wirken des „Glücksbringers“. (Obwohl ich gehört habe, dass es noch besser ist, wenn man einen Bankier fängt und seine Leber roh um Mitternacht bei Vollmond ißt. Dann überträgt sich sofort und heimlich sein Bankkonto auf Ihres.)

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo ist in Kabbala Jesus Christus zu finden?
Blog-post: Was war zuerst – Religion oder Kabbala?
Kabbala Heute Artikel: Der Verbrauchereffekt

Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft


Eine Frage, die ich erhielt: Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“, dass altruistische Taten nur dann zu einer besseren Gesellschaft führen, wenn sie „um des Schöpfers willen“ getan werden. Bitte geben Sie ein Beispiel für eine altruistische Handlung und erklären Sie, wie man die Gedanken ausrichten muss oder welche geistige Vorstellung man haben muss, um mit seinen Taten und Absichten für den Schöpfer zu handeln. Ihre Erklärung wird für meine Arbeit wichtig sein, die ich mit einer Gruppe Kindern mache.

Meine Antwort: Um wirklich die Absicht des Schenkens zu erreichen, mit der Ausrichtung „nicht für sich selbst“, damit wir aus uns selbst heraus treten und Ziele haben, die anderen dienen, brauchen wir ein Arbeitsfeld, einen Platz und ein Modell, welche wir nutzen können, um uns zu korrigieren. Wir müssen uns dem Schöpfer angleichen, auch wenn Er vor uns verhüllt ist. Das heißt, der Schöpfer kann dieses Modell nicht sein, weil Er vor uns verborgen ist. Doch zerbrach Er die einzige Schöpfung, die Er geschaffen hat, in viele Teile – in einzelne Seelen. In jedem dieser Teile schuf Er eine Wahrnehmung des Selbst, des „Ich“, und des Gegensatzes zu den anderen. Das ist unser Egoismus.

Wenn wir uns vereinen, und wenn jeder von uns seinen Egoismus in sich bekämpft, dann werden wir fähig sein zu erkennen, ob wir Spiritualität erreichen – die Qualität der gegenseitigen Bürgschaft und Liebe. Wir werden dann entdecken, dass wir dies nicht erreichen, und werden uns an den Schöpfer wenden. Wir werden Ihn und Seine Bereitschaft, unsere Verlangen zu korrigieren, enthüllen, vorausgesetzt, dass wir uns gegenseitig füreinander verantwortlich fühlen und uns diesbezüglich gegenseitig unterstützen – und uns Ihm genau durch diese Kraft der „gegenseitigen Bürgschaft“ zuwenden.

Baal HaSulam schreibt, dass dies in unserer Zeit eine notwendige Bedingung ist, um die Höhere Welt oder die Eigenschaft des Gebens zu erreichen. Daher können alle altruistischen Handlungen nur innerhalb der Gruppe oder der virtuellen Gemeinschaft stattfinden, unter Freunden, die ein Verlangen haben, gegenseitiges Streben und Beistand zu erreichen – die gegenseitige Bürgschaft.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?
Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arvut)“
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kabbala Heute Artikel: Rabbi Chiyas Vision

Es gibt keine Familiendynastien in der Kabbala


Fragen, die ich über Rav Ashlags Nachkommen erhielt und darüber, wie man seine Familie in das Studium der Kabbala einbezieht:

Frage: Sind Rav Ashlags Nachkommen in Ihrem Zentrum involviert?

Meine Antwort: Nein.

Frage: Wo leben sie?

Meine Antwort: Größtenteils in Bnei Brak.

Frage: Führen sie die Lehren ihres Vaters und Großvaters auf ihre eigene Weise weiter fort?

Meine Antwort: Nein.

Frage: Was denken sie darüber, dass Sie die Lehren ihres Vater weiterführen?

Meine Antwort: Es interessiert mich nicht, was sie darüber denken, da ich Anweisungen von meinem Lehrer erhielt.

Frage: Sind Ihre Frau und Ihre Kinder involviert?

Meine Antwort: Ja. Mein Sohn betreut die Herausgabe und den Vertrieb der Bücher rund um die Welt (mit Ausnahme von Israel und Russland). Meine älteste Tochter hat einen PhD in Biologie und ist mit einem Manager unserer russischen Verbreitungabteilung verheiratet. Meine jüngste Tochter macht ihre Dissertation über die Kabbala und steht kurz davor, einen meiner Studenten zu heiraten. Ich bin sicher, dass meine Enkel auch diesem Weg folgen werden, da sie zuhause in diesem Umfeld leben. Mein Enkel sieht sich die Lektionen jeden Tag gemeinsam mit meinem Sohn an. Ihre Zeit wird außerdem die Zeit der spirituellen Entfaltung der Menschheit sein.

Frage: Wie beziehen wir unsere Ehepartner und Kinder ein?

Meine Antwort: Liebevoll. „Es gibt keinen Zwang in der Spiritualität.“ Kabbala ist keine Religion – es gibt keine Überredung, Einschüchterung oder Überzeugungsarbeit. Liebe ist das einzige Mittel, um ihnen zu zeigen, dass die Korrektur der Seele, die bestmögliche Sache und notwendig für alle ist.

Es steht geschrieben, „die Tora ist nicht ererbt“. Jede Person verwirklicht sie innerhalb des vollen Umfangs ihrer Verlangen und Anstrengungen. Auf diese Weise enthüllt man die Tora, das Höhere Licht oder den Schöpfer in sich. Außerdem zeigt die Geschichte, dass die spirituellen Erben der großen Kabbalisten normalerweise nicht ihre physischen Erben waren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Als Kabbalist geboren werden
Blog-post: Verbunden durch die Welten

Durch die Verwendung des sechsten Sinnes empfindet man wie der Schöpfer


Ich erhielt folgende Fragen über die Empfindung von Spiritualität:

Frage: Ich bin absolut von der Art überzeugt, wie die Kabbala alles erklärt – die Schöpfung, das Leben und das Ende von all dem. Aber in meinem Herzen spüre ich, dass ich etwas Greifbares brauche, etwas, dass ich mit meinen normalen fünf Sinnen empfinden kann, irgendeine Art von Hinweis, Zeichen oder Wunder. Ich weiß, dass die Kabbala so nicht funktioniert und ich weiß, dass es primitiv und ignorant ist, solche Dinge zu verlangen und ich das nicht tun sollte. Was rätst du mir, mit solchen Gedanken und Verlangen zu tun?

Meine Antwort: Du wirst dich immer mehr von diesem Verlangen entfernen, weil du verstehen wirst, dass Spiritualität anders erreicht wird – in dir. Tatsächlich empfindest du sogar unsere Welt, all die körperlichen Dinge, nur in dir selbst. Es existiert nichts außerhalb von dir. Du wirst langsam anfangen, das wahrzunehmen, in dem Maß, in dem du die Empfindung der Welt der Seelen, des Schöpfers, verdienst, parallel zu deiner Empfindung dieser Welt.

Du solltest nichts mit Gewalt tun, sondern dich nur in die Gruppe integrieren. Dann werden die Verlangen, die du von der Gruppe erhältst, das Höhere Licht anziehen, welches dich verändern wird und dich einfach zu dem machen wird, wie du sein solltest, ohne dein Zutun.

Frage: Wenn du über den sechsten Sinn sprichst, meinst du dann nur einen „sechsten“ Sinn zusätzlich zu den anderen fünf oder fünf neue Sinne, die parallel zu denen existieren, die wir bereits haben und die verschieden zu ihnen handeln?

Meine Antwort: Es ist einen neue Art der Empfindung, die fünf Teile beinhaltet (von Keter zu Malchut mit Or Chozer). Das wird die „Seele“ genannt und sie empfindet wie der Schöpfer, in den Eigenschaften des Schenkens, im Reflektierten Licht. Natürlich ist es nicht nur ein zusätzlicher Sinn, wie ich es manchmal sage, um die Anfänger nicht zu erschrecken.

Nachdem jemand die Fähigkeit erwirbt, im Reflektierten Licht wahrzunehmen, im Schenken, fängt er auch an, anders in seinen fünf körperlichen Sinnen zu empfinden, empfindet neue Beziehungen und Verbindungen zwischen Kräften, Objekten und Handlungen. Dennoch bewahrt er immer die Fähigkeit zur normalen Empfindung hinabzusteigen, um wie ein normaler Mensch zu sein, um ihn zu verstehen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Licht ist alles, was im Kli empfangen wird
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala

Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen


Fragen, die ich über Familie, Beziehungen und Kabbala erhielt:

Frage: Kann deine Frau, die Kabbala mit dir studiert, dein Freund sein? Kannst du den Schöpfer mit ihr erreichen? Falls nicht, was bedeutet dann „Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen“?

Meine Antwort: Sie kann! Die wahre Bedeutung der Aussage „Mann, Frau und die Göttlichkeit zwischen ihnen“ ist, dass die Verlangen der Seele (die Frau) zusammen mit dem Schirm und dem Reflektierten Licht (dem Mann) ein Kli (Gefäß) bilden. Das ist die Bedingung, um sich mit dem Höheren Licht zu vereinigen. Das Licht (der Schöpfer) wird in deren Verbindung (Siwug) enthüllt.

Doch dasselbe kann auch in unserer Welt wahr sein: Wenn der Ehemann studiert, leistet er automatisch spirituelle Unterstützung für seine körperliche Frau, auch wenn sie selbst nicht studiert. Und wenn sie ein Verlangen danach hat, dann ist er verpflichtet, mit ihr zu studieren. Dann werden sie beide voranschreiten. Rabash sprach gewöhnlich darüber zu seinen Studenten, indem er ihnen den Rat gab, seine Artikeln den Ehefrauen vorzulesen.

Frage: Kann ein Mann durch Selbstkorrektur und Erlangung der Spiritualität lernen, wirklich treu zu sein?

Meine Antwort: Das ist kein Ziel der Kabbala. Dennoch verändert sich eine Person, wenn sie stufenweise durch die Korrektur geht.

Frage: Ich bin seit drei Jahren Single. Wenn ich versuche, mich mit jemandem zu verabreden, wird die Beziehung üblicherweise beendet, weil ich übermäßig auf die Welt der Kabbala fokussiert bin. Was möchte der Schöpfer mir damit sagen?

Meine Antwort: Einen Partner zu finden bedeutet, jemanden zu finden, der ähnlich ist wie du – jemanden, der auch auf das spirituelle Leben und das spirituelle Ziel ausgerichtet ist. Kontaktieren Sie unsere Datingbörse.

Frage: Sie sagen, dass ein Mann verheiratet sein muss, um erfolgreich Kabbala zu studieren. Was ist mit jemandem, der aufgrund einer angeborenen Behinderung keine Familie gründen kann?

Meine Antwort: Wenn Ihre Behinderung Sie hindert, einen normalen Haushalt mit einer Frau zu führen, dann gilt diese Bedingung für Sie nicht. Dennoch halte ich es praktisch für ausgeschlossen, mir einen Fall vorzustellen, wo es unmöglich wäre, eine Familie zu gründen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Über die Männer und Frauen in unserem Inneren
Blog-post: Männer, Frauen und die Korrektur der Seele
Blog-post: Wenn er dich liebt, stellt er sich nicht zwischen dich und die Kabbala