Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 14/11/2011

*Wir müssen nur über den Einfluss des Lichtes denken, über unser Verlangen, wie ich jeden Moment auf optimale Weise die meiste Zeit unter dem Einfluss des Lichtes stehe. Und ich bin verpflichtet, entsprechend den Ratschlägen der Kabbalisten zu handeln, und öffne damit den Einfluss des Lichtes auf mich.

*Es ist nicht möglich, alleine im Spirituellen zu arbeiten, sondern nur, wenn du die Gefäße der Anderen nimmst und mit ihnen arbeitest. Es gibt im Spirituellen kein eigenes Gefäß – ich bin nur die Absicht des Gebens. Das ist, was von mir übrig bleibt, nachdem ich zur Spiritualität aufsteige. Und ich bin auf der Suche, wem und wo ich etwas geben kann. Das ist mein gesamtes spirituelles Leben, so wie eine Mutter ihrem Kind gegenüber. Und meine ganze Größe liegt darin, wie sehr ich es schaffe, Gefäße ausfindig zu machen, um diese zu füllen. Das ist die Lebenskraft, und wenn du das fühlst dann lebst du und ohne das bist du tot.

*Ein Mensch kann sich selbst die Spiritualität garantieren, in dem Maße, in dem er sich um andere kümmert. Deshalb heißt es, gegenseitige Bürgschaft, und deshalb existiert keine Spiritualität, wenn wir sie nicht erschaffen.

*Wenn man sich wahrhaftig über seinen Körper erhebt und sich mit dem Kopf verbinden möchte, man den Wunsch nach Verbindung über alle individuellen Ziele stellt, so leuchtet in dem Maß das Licht über die Sefirot, korrigiert sein Verlangen und verbindet dieses individuelle Verlangen mit den Verlangen der Allgemeinheit. Und damit wird das Zerbrechen korrigiert, und dann enthüllt man in dieser Verbindung das Gefäß und das Licht der Seele.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Indem wir uns bemühen, einander als verbunden zu sehen, wie ein Mensch in einem Herzen, in dem Ausmaß erwecken wir das Licht, welches auf diese Verbindung Einfluss haben wird, und unsere stärkere Bemühung wirkt sich noch mehr aus, und so beschleunigen wir die Zeit der Korrektur.

*Wir dürfen nicht die allgemeine, kollektive Handlung vergessen; niemand denkt über sich selbst nach, sondern nur über die eine Seele. Nur sie existiert. Und wenn der Mensch über sich selbst nachdenkt, befindet er sich bereits außerhalb der Spiritualität. Im Spirituellen gibt es kein Individuum sondern nur die Allgemeinheit. Deshalb heißt gegenseitige Bürgschaft die Gestaltung des spirituellen Zustandes.

*Der ganze Sohar spricht nur darüber, wie wir uns zu einer Seele verbinden.

Vor der Attacke

Arvut-Kongress. Lektion 1

Unsere Hauptarbeit besteht darin, uns über unsere Gedanken und Verlangen zu erheben, von ihnen abschalten zu können und zu jener Höhe aufzusteigen, wo wir alle zusammen sind, – dorthin, wo sich die Seele befindet. Es gibt nur eine einzige Seele auf der Welt.

Darum steht geschrieben, dass die Söhne Israel drei Tage vor dem Empfangen der Tora enthaltsam sein sollten – jeder versuchte, sich über seine irdischen Sorgen, Gedanken, Verlangen, Berechnungen zu erheben, um sich nur dem höheren Ziel widmen zu können.

Es ist alles andere als einfach und erfordert hartnäckige, peinlich genaue Arbeit, als würden wir winzige Körnchen aufsammeln, bis wir sie alle nach und nach zusammen haben und alle unsere egoistischen Berechnungen enden, bis keine nutzlosen Verlangen und Gedanken in dem Menschen mehr aufkommen, die ihn ablenken; dann wird er mehr oder weniger bereit sein, sich in die Gedanken und Verlangen der Umgebung einschließen zu lassen.

Diese Askese und Enthaltsamkeit, diese enorme Anstrengung, die er unternimmt, um sich vorzubereiten, ist keine einfache Sache. Der Mensch muss sein Ego zerbrechen und aus sich herauskommen, sich durch wahre physische Anstrengungen aus seiner Ecke lösen und sich physisch in die anderen einschließen lassen und dann versuchen, seinen Kopf zu beugen und von den anderen ihren Geist, der ihn beeinflussen wird, anzunehmen. Er darf seinen Gedanken keinen freien Lauf lassen, was ihn aus der Gemeinschaft, aus der Gruppe hinauswerfen könnte.

Der Mensch muss sich beugen und sich widerwillig, in materieller Form und innerlich, spirituell, in Gedanken und Verlangen, so konzentrieren, dass alles unter dem Einfluss der Umgebung steht. Er muss sich verlieren! Der Mensch soll von dem, was es in der Umgebung gibt, beeinflusst werden, damit er weder seinen eigenen Verstand noch sein eigenes Herz hat und nur von dem, was es in der Gemeinschaft gibt, gelenkt wird.

Das ist die erste Etappe der Vorbereitung auf den Einschluss ineinander. Wenn uns das gelingt, können wir bereits von dem Einfluss der höheren Kraft, der Kraft der Gruppe sprechen.

Die Gruppe ist nicht jenes physische Gebilde, welches wir uns vorstellen, es ist keine Gruppe von physischen Körpern. Wir werden von der inneren Kraft der Gruppe beeinflusst und von dem Licht in ihr, das zur Quelle zurückführt und das jedem die Heiligkeit, die Erhebung über sich selbst bringt. Und dann wird er in diesem Aufstieg damit anfangen können, die gemeinsame Kraft, die das Universum füllt, zu spüren, und wird begreifen, wovon die Rede war.

Deshalb ist das Wichtigste auf unserem Kongress, ja bereits wenigstens drei Tage davor (und man sollte jetzt schon damit beginnen, sich daran zu gewöhnen), über allen überflüssigen Gedanken und Berechnungen zu sein und sich auf das Nötigste zu beschränken. Und man sollte stets im Glauben über dem Verstand handeln.

Insbesondere die letzten drei Tage vor dem Kongress müssen wir mit der wahren Attacke, mit der Enthaltsamkeit, sowohl physisch als auch in Gedanken und Verlangen, beginnen, damit wir uns nur in einer Bestrebung befinden und möglichst wenige Hindernisse wahrnehmen.

Auszug aus der ersten Lektion des Arvut-Kongresses, 11.11.2011

Ihre Sitten!

Ein Rätsel: (I. Gundarov, Kommentator von KM.ru, Doktor medizinischer Wissenschaften, Laborleiter der Forschungseinrichtung an der Moskauer medizinischen Akademie): Der ehemalige IWF-Chef Strauss-Kahn wurde nach 4 Monaten Haft und dem Vorwurf der versuchten Vergewaltigung freigelassen.

Das Gericht sprach ihn von allen Vorwürfen frei, aber mit dem Verlust des hohen Postens, den er bisher inne hatte, „auf eigenen Wunsch“. Die gezeigte Farce – ist ein Rätsel für alle, denn als Chef des IWF ist die Person eine der einflussreichsten Menschen auf dem Planeten, einer der wenigen, denen fast alles zugänglich und realisierbar ist.

Die Auflösung des Rätsels: Tatsache ist, dass einen Monat vor seiner Verhaftung Herr Strauss-Kahn vor den Leitungsgremien des IWF und der Weltbank äußerte: Wir brauchen eine gerechte Globalisierung, eine Globalisierung mit menschlichem Gesicht, mit einer Verteilung der Erträge nach dem Kriterium der Gerechtigkeit. Die Vorteile des Wirtschaftswachstums sollen breit verteilt werden, und nicht durch eine Handvoll privilegierter Personen eingesteckt werden“.

Strauss-Kahn verursachte als erster der hohen bürgerlichen Elite eine Revolte auf dem liberalen Schiff, aber er hat sich geirrt, wenn er annahm, in einem demokratischen System zu leben. Die Diktatur des Kapitals ist gnadenlos – und es wurde an ihm eine ritualle Hinrichtung vollzogen, als eine Warnung für andere. Aber danach wurde er freigelassen – denn ein gebrochener Rebell ist eine Warnung für andere, damit sie nicht seinem Beispiel folgen!

Mein Kommentar: In der letzten Zeit findet im Menschen zusammen mit der Offenbarung der äußerlichen Krise eine Wahrnehmung der inneren Krise statt – in vielen Menschen beginnt sich der „Punkt im Herzen“ zu zeigen – ein Embryo (Reshimo) der Seele – ein Garant für unsere Veränderungen!

Was ist gut und was ist schlecht?

Die Kraft des Lichts, das zur Quelle zurückführt, gibt dem Menschen die Möglichkeit, das Geben zu genießen. Dann begreift der Mensch endlich, was es bedeutet, zur Quelle des Lichts, zum Guten zurückzukehren.

Alles, was er in seinem egoistischen Verlangen genoss, lässt ihn jetzt leiden. Und alles, was ihn in seinem Egoismus leiden lies und wovon er sich fernhielt, bereitet ihm jetzt Genuss. Alles hat sich umgedreht, wie geschrieben steht: „Ich habe die umgekehrte Welt gesehen“.

Alles hat sich umgedreht, weil es nichts außer den beiden Einflüssen gibt: entweder das Empfangen oder das Geben. Es gibt nichts außer diesen beiden Empfindungen: entweder die eine oder die andere – die eine steigt und die andere fällt, oder ungekehrt.

Deshalb müssen wir verstehen, dass unser ganzes Vorankommen nur dadurch möglich ist, dass das höhere Licht uns fühlen lässt, dass das Geben gut und das Empfangen für uns selbst schlecht ist. Dann werden wir vorankommen können, und vorher nicht.

Wie ich jetzt dafür arbeite, um mein Verlangen zu genießen zu erfüllen, so werde ich dafür arbeiten, um mein Verlangen zu geben zu erfüllen. Doch wenn wir um des Gebens willen handeln, arbeiten wir im gemeinsamen Gefäß – in der Malchut der Welt der Unendlichkeit, in der gemeinsamen Seele.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 13.11.2011

Warte nicht auf den nächsten Kreislauf

Es wird gesagt, dass „Ein Gebot den Menschen rettet, wenn er es befolgt, und die Tora ihn immer rettet, sogar wenn der Mensch sich mit ihr nicht beschäftigt“.

„Ein Gebot“ ist die Arbeit des Menschen, seine gesamte Bemühung die spirituelle Welt zu erreichen. Und deshalb gilt es nur dann, wenn du es beachtest. Solange du schläfst oder deine Zeit ziellos verschwendest, fließt dein Leben nutzlos weg.

Wenn du dich in den richtigen Gedanken und Absichten befindest, und irgendwelche Handlungen begehst, die deine Absicht bestätigen, dann dient jeder Augenblick deinem Aufstieg auf die nächste spirituelle Stufe. Du musst den Wunsch, das Streben zeigen, auf die höhere Stufe hinaufzusteigen und sie wird beginnen, auf dich das Licht auszustrahlen.

Je mehr du sie anstreben wirst, desto stärker wird sie dir leuchten. Es ist eben das Gesetz der Physik der spirituellen Welt. Und wenn du nicht handeln wirst, dann wird auch nichts geschehen.

Wenn du dich bereits für den geistigen Aufstieg angestrengt hast, dann erwarte nicht, dass du die Tora, das Licht, welches dich zur Quelle zurückführt, sofort empfinden wirst. Das Licht kann in solcher Form offenbart werden, die du erst gar nicht erwartet hast. Darüber steht geschrieben: „Die Tora beschützt einen Menschen sogar dann, wenn er sich mit ihr nicht beschäftigt“.

Es ist der Prozess, welcher von dir nicht abhängig ist. Du kennst all diese Gesetze nicht: wann das Licht einwirken soll, was es dir nützen soll, welche Leiden dich erwarten. Es liegt eben nicht in deiner Macht und hängt von der Wurzel deiner Seele, sowie vom allgemeinen Prozess der Entwicklung aller Seelen ab. Es geht um eine Menge unterschiedlicher Berechnungen, entsprechend „den Urteilen über die Seelen“ welche durch die Tora, durch das allgemeine Licht A“B-Sa“G ausgesprochen werden.

Deshalb, beginnst du nicht sofort, das Licht zu empfinden, obwohl es auf dich ununterbrochen einwirkt. Denke nicht, dass es nicht da ist. Sogar dann, wenn es dir so zu sein scheint, dass du viel gemacht hast, dich viel bemüht hast und nichts geschah, bleibt die Situation für dich trotzdem unbekannt. Es kann auch sein, dass du die Ergebnisse erst nach einem Jahr sehen wirst.

Und bis dahin werden in deinem Inneren die Räder gedreht, das Licht wirkt auf dich ein, auch dann, wenn du es nicht empfindest. Denn zuerst geschehen die Veränderungen auf den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus. Sie entwickeln sich ununterbrochen weiter. Möglicherweise gibt es in deiner Seele die sehr tiefen Verlangen, große „Awijut“, worin deine wichtigste Korrekturen geschehen sollen, die dem Begreifen vorangehen. Und deshalb fühlst du sie nicht.

Es gibt viele solche Menschen, die sehr weit gekommen sind, aber haben vor dem entscheidenden Augenblick aufgegeben – alles weggeworfen und sind herab gefallen. Du siehst es und kannst nichts machen, denn hier gilt das harte Gesetz. Wenn also auf deiner Waagschale nur ein winziges Körnchen fehlt, das dir erlaubt, die Selbstsucht zu überwiegen, dann wirst Du niemals hinaufsteigen können. So wirst du eben unten bleiben.

Aber man muss an der Barmherzigkeit des Schöpfers nicht zweifeln! Nach einiger Zeit wird diese Möglichkeit zu dir zurückkehren. Es kann ein anderer Zustand und eine andere Stufe sein, aber die Chance wird dir wieder gegeben. Es kann sogar sehr viel Zeit vergehen oder sogar schon im folgenden Leben sein.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 10.11.2011

Die Offenbarung der neuen Welt

Frage: Wie soll in uns jeder Tropfen „des Medikaments“, das Licht, welches wir aus dem Buch Sohar empfangen, wirken?

Meine Antwort: Dieses Medikament soll uns korrigieren und die Klärungen im Verstand und im Herzen anregen. Wir sollen intensiver an die gegenseitige Abhängigkeit denken, da nur in der Verbindung zwischen uns der Sinn des Buches Sohar offenbart werden kann. Denn der Sohar erzählt nur über die Verbindung zwischen den Seelen.

Die Seele ist nur das Verlangen. Dieser Wunsch an sich ist formlos, und über ihn kann man nichts sagen. Aber wenn dieses Verlangen die Handlungen bezüglich anderer Wünsche begeht, dann wird zwischen ihnen ein Netz gebildet und in diesem Netz wird die immer größere Wechselbeziehung offenbart.

Wenn dieses Netz nicht korrigiert ist, dann offenbart sich diese Wechselbeziehung zwischen allen Wünschen/Seelen in Form einer Krise in unserer Welt. Oder aber in Form des korrigierten Netzes der Beziehungen, das die spirituelle Welt heißt. Eben das eine oder das andere.

Das, was wir jetzt zwischen uns in der ganzen Welt enthüllen, ist das Gegenteil zur höheren Welt. Diese höhere Welt offenbart sich immer mehr als ein Verbindungsnetz, das wir allerdings als negativ empfinden. Wir empfinden diese Verbindung als schlecht. Warum? Weil wir diese Verbundenheit nicht akzeptieren wollen.

Worin besteht der Unterschied zwischen dem Berg Sinai (dem Berg des Hasses) und dem Berg der Heiligkeit? Ich wünsche mir nicht den Berg der Heiligkeit, und deshalb betrachte ich ihn als den Berg Sinai. Der gewisse spirituelle Zustand wird mir offenbart, damit ich ihn als eine gewisse Stufe der spirituellen Welt, als die spirituelle Verbindung zwischen uns, als die Verbindung in der Eigenschaft des Gebens betrachten kann. Und ich nehme diesen Zustand in Form der Krise an: denn keiner kann die Beziehung zu den anderen offenbaren. Warum? Weil wir unsere Verbindung auf einer neuen Stufe gestalten sollen, mithilfe der Eigenschaft des Gebens. Aber wir wissen darüber einfach nichts! Wir sehen nur, dass wir alle voneinander abhängig sind und dieser Verbindung nicht entkommen können. Was ist da zu machen?

In Wirklichkeit wird uns dieser wahrhafte Zustand offenbart, die spirituelle Welt. Deshalb bedeutet das Wort „Krise“ nichts anderes als „die Geburt“, die Geburt von etwas neuem. Auf Neuhebräisch werden mit dem Wort „Krise“ die Steine der Geburt gemeint, an denen in der Vergangenheit die Frauen gebaren.

So sollten wir die jetzige Krise verstehen. Alles hängt von unserem Blick auf die Situation ab. Einerseits gibt es den Zustand und andererseits Deine Wahrnehmung. Wenn wir unsere Absichten verändern, dann ändert sich alles.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 04.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 02/11/11

Die Verbindung in einer Gruppe von Kabbalisten gleicht nicht der Verbindung einer Kommandogruppe, sondern ist eine Verbindung anhand der Ratschläge der Kabbalisten – Lehrer, die uns zu einer höheren Existenz als der, in der wir uns jetzt befinden, führen.

Wenn der Mensch den Ratschlägen der Kabbalisten folgt, er sich in eine Gruppe integriert, sich bemüht zu Verbindung und Liebe zu gelangen, gemeinsam mit den übrigen Freunden kabbalistische Bücher liest und erwartet, dass diese ganze Beschäftigung ihn erweckt und ihm diese neue Macht offenbart, welche als Geben und Liebe definiert wird, so ist das bereits die Kraft, die in seinem Inneren erwacht ist.

Niemand ist fähig, sich selbst zu korrigieren; jeder ist nur dazu fähig, die Anderen zu korrigieren und das, indem er sie auf- und versammelt und an sich bindet und sie in dem, was als „Nächstenliebe“ bezeichnet wird, korrigiert. Unsere gesamte Korrektur liegt im Aufsammeln der Kelim der zerbrochenen Seelen, und wir korrigieren sie und damit auch uns selbst und erfüllen so den Schöpfer. So funktioniert jeder Einzelne gegenüber allen anderen Seelen, und so hat jeder eine erfüllte Welt.

Sobald ich in die gemeinsamen Verlangen der Anderen eindringe und gegenseitige Bewegung zwischen uns stattfindet, so beginne ich, Lichter, Funken und Kelim zwischen uns zu verspüren, und dies wird meine Seele sein. Und der Grund dafür – wer die Eigenschaften und die Verbindung zwischen uns zusammensetzt, die 4. Komponente – ist der Schöpfer.

Im Gegensatz zu allen vergangenen kabbalistischen Gruppen existieren wir nicht, um Wissen an kommende Gruppen weiterzugeben, sondern wir existieren für die Korrektur der Welt, die sich offenbart und diese einfordert. Deshalb wird sich unser ganzer Erfolg und Beschäftigung von dem der vorherigen Kabbalisten unterscheiden.

Wenn wir Sorge um die Zukunft und unseren Zustand entwickeln, wird es keinen Grund geben, äußerlichen Druck auf uns auszuüben, denn wir erschaffen diesen Druck von Innen.

Vorbereitung auf den Kongress
Die Vorbereitung auf die kommende Stufe ist das Wichtigste.

Es ist sehr wichtig, sich vor dem Kongress mit dem Material auseinanderzusetzen, um damit nicht beim Kongress überrascht zu werden. Und je mehr alle wissen und das scheinbar alte Material durchnehmen, so wird ihr Verlangen, die Ausrichtung nach dem Gehörten haben und so neue Dinge offenbaren können.

Je besser die Leute vorbereitet sind, desto mehr können wir alles im Herzen und Verstand klären, und wenn beides richtig funktioniert – können wir zur Offenbarung gelangen.

Das Wichtigste ist, beim diesen Kongress eine Aufgabe zu haben. Deshalb, wenn jemand die Möglichkeit hat, eine Aufgabe zu erledigen, selbst nur für eine Stunde, so erhält er den Verdienst aller, da er im Dienst von Allen, steht.

Ich bin beim Kongress angekommen: habe ich einen Mangel danach, habe ich irgendeine Berechtigung dazu, bin ich überhaupt bereit mich mit allen anderen zu beteiligen? Ich habe ein großes Verlangen, dieses Licht zu erwecken, welches so einen Einfluss auf mich hat, dass ich mich mit allen anderen verbinde, und dass sich dann anstatt des umgebenden Lichtes, das innere Licht, offenbart, und ich habe bereits eine spirituelle Enthüllung, die Enthüllung des Schöpfers.

Vorbereitung auf den Unterricht

Die gesamte Arbeit des Menschen liegt in seiner Anstrengung, seine Absicht zu ordnen, und diese Anstrengung liegt nur in der Absicht – was möchte ich davon haben, was ist das Ergebnis, welches ich in meiner jetzigen Situation, erwarte? Und alles andere ordnet man für ihn.

Die Absicht ist ständig die einzige Sorge, die existiert.

Die Tora ist kein Buch, sondern das Licht, dass zum Guten zurückführt – sie ist die Kraft die sich offenbart, vorausgesetzt du führst spezifische Handlungen aus.

Sich in der Unendlichkeit enthüllen

Frage: Im Artikel „Der Frieden in der Welt“ schreibt Baal HaSulam, dass „wir in der Wirklichkeit das Geben an den Nächsten uneigennützig vollziehen“. Was soll das bedeuten?

Meine Antwort: Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit, in einem wunderbaren System. Wir befinden uns in der Eigenschaft des Gebens, alle Seelen sind vollständig korrigiert und mit dem ganzen Licht ausgefüllt. Das Ende der Handlung ist im ursprünglichen Vorhaben festgelegt. Wir sind mit dem Schöpfer vereint und nichts kann uns von Ihm trennen. Er und Sein Name sind Eins.

Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit. Aber um sich dieses Zustandes bewusst zu werden, um in diesem Zustand zu existieren, ihn zu beherrschen, ihn in seiner ganzen Tiefe zu verstehen und die dahinter stehende Kraft zu fühlen, ist das Verständnis und das Begreifen aller seinen Details notwendig.

Deshalb finden wir uns in einem ganz anderen Zustand wieder und beginnen, uns aus diesem Zustand zu entwickeln. Ebenso wie das Kleinkind nicht weiß, wo es sich befindet, was um ihn herum geschieht und wer für ihn sorgt. Aber allmählich wächst es, bis es groß wird.

Wir halten uns schon jetzt in der Welt der Unendlichkeit auf, aber nicht in unseren Empfindungen. Und unsere ganze Arbeit besteht darin, in die wahrhafte Realität zurückzukehren: den schon existierenden vollkommenen Zustand zu offenbaren. Es ist die Offenbarung des Schöpfers seinen Geschöpfen gegenüber.

Ich enthülle das, was es schon gibt. Alles hängt nur von mir ab. Deshalb sagt Baal HaSulam, dass es sich um nichts mehr, als um die psychologische Arbeit handelt. Infolge der inneren Veränderungen enthüllen wir den wahren Zustand, in dem wir uns von schon immer befinden.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Der Frieden in der Welt“, 25.10.2011

Die lebendige Matrix

Die Reihenfolge der Stufen ändert sich niemals, weil sie aus der ersten HaWaYaH, aus vier Stadien des direkten Lichtes folgt. Und wenn ich das Licht empfange, dann geht es durch alle Stufen (Parzufim), die sich zwischen mir und der Unendlichkeit befinden.

Deshalb ist dieses Netz, in welchem wir uns befinden, unveränderlich (konstant), wie ein Kristallgitter. Es können darin niemals irgendwelche andere Beziehungen entstehen, die mich mit jemandem auf eine andere Weise verbinden würden. Jedoch geschehen in diesem System ständig die Veränderungen der Formen: wenn ich aus einem beliebigen Punkt (dieses Netzes) empfangen möchte, dann soll ich mich verändern, um diesem Punkt gleich zu werden, um folglich die Verbindung zu offenbaren.

Somit verändern sich die Beziehungen immer dank den Veränderungen im Empfangenden, so dass ich die ganze Zeit verschiedene Vereinigungen erschaffe. Aber sie basieren auf meinen Eigenschaften, die jedes Mal erneuert werden, um demjenigen zu entsprechen, mit dem ich mich verbinden möchte: dem einen, dem anderen usw.. Das heißt ich bestimme nicht, wie die Veränderungen sein werden, und soll mich nur um meinen Anstieg kümmern.

Und wenn ich mich in meinen Eigenschaften erhebe (ich habe 613 Verlangen, in denen allerlei Veränderungen geschehen), verändere ich dadurch automatisch die Verbindung, meine Beziehung zu den anderen spirituellen Objekten, zu den verschiedenen Menschen, Gruppen und Teilen der allgemeinen Seele. Deshalb wird mir jedes Mal die neue Welt offenbart.

Im Vergleich zum ständig existierenden und unveränderlichen System, das sich vor mir in der endgültigen, vollkommenen Form befindet, hängt diese neue Welt von mir ab.

Deshalb erzählen uns die Kabbalisten über ihre Enthüllungen, weil jeder Mensch, der einen solchen Prozess der Korrektur erlebt, sich mit diesem System in der neuen Form verbindet. Als ob es eine verbundene Matrix, ein Kristallgitter gäbe, in dem du jedes Mal neue Beziehungen erproben würdest. Aber jeder Mensch, der entlang der Stufen hinaufsteigt und seine Zustände verändert, offenbart die immer mehr breiteren, tieferen, reicheren Beziehungen – sowohl quantitativ, als auch qualitativ.

Und dank dem Begreifen dieses Systems der Beziehungen, begreift er seinen Schöpfer.

Auszug aus dem Unterricht nach „der Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ (Pticha), 18.10.2011

Die Kreise der Korrektur

Wenn du dich dem richtigen Zustand näherst, dann stellst du die ganze Realität in deinem Verlangen vor. Außer deinem Verlangen gibt es nichts mehr. Und alle äußerlichen Details, deren Existenz dir früher als abgesondert, widersprüchlich und verhasst vorkam, akzeptierst du infolge der inneren Arbeit. Folglich wird diese Kraft der Abtrennung in die Kraft der Verbindung verwandelt und alles verbindet sich in einem System.

Nur darin besteht die Korrektur. Dort, wo das Zerbrechen geschah, soll die Korrektur vorgenommen werden. Der erste Mensch, Adam ha Rischon war ein System, und jetzt sollen sich seine Teilchen (unsere Seelen) verbinden.

Aber jedem einzelnen Teil ist die Freiheit gegeben, alle übrigen Teile zur Vereinigung voran zu treiben. Denn alle Teilchen sind in jedem einzelnen Menschen vorhanden, weshalb ich alle verbinden soll, und du es auch tun sollst, und er auch…. Und wenn jeder von uns alle anderen Menschen verbindet, dann schafft er den flachen Kreis, seinen eigenen Abschnitt.

Und nachdem jeder Mensch seine Freiheit des Willens realisiert, wird aus diesen Kreisen, Abschnitten die volle Sphäre erschaffen, die zum endgültig korrigierter Zustand wird.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 18.10.2011