Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schüler'

Letztendlich wird sich alles in Frieden und Korrektur vereinen


Eine Frage, die ich erhielt: Ich suchte das Internet nach Kritik über Sie ab – ich konnte mich einfach nicht zurückhalten, da ich ständig Zweifel habe und so suche ich nach Kritik, um zu überprüfen, ob ich auf dem richtigen Weg bin oder nicht. Ich habe herausgefunden, dass viele Menschen Sie beschuldigen, Sie würden Ihren Studenten nicht sagen, dass sie die Gebote einhalten sollen. Das ist klar – Sie haben diese Frage Hundert mal beantwortet.

Das Befremdliche ist, dass auch viele Menschen Sie mit dem Gegenteil beschuldigen – dass Sie Studenten von Bnei Baruch zwingen, die Gebote einzuhalten. Ich habe Geschichten über Sie gefunden, dass Sie Leute aus der Gruppe werfen würden, weil sie am Samstag telefoniert hätten und andere solche Dinge. (Ich habe auch bemerkt, dass Sie samstags nicht auf dem Blog schreiben). Ist es wahr, dass Ihre Studenten von Bnei Baruch die Gebote einhalten müssen? Wenn ja, warum sagen Sie dann anderen Leuten, dass sie die Gebote nicht einhalten müssen, wenn das nicht ihre Tradition ist? Und wenn das nicht stimmt, haben die Leute sich das nur aus den Fingern gesogen?

Meine Antwort: Jeder, der etwas über mich herausfindet, wird mich entweder lieben oder hassen. Menschen, die einem Punkt im Herzen haben, sind glücklich, etwas über die Kabbala herauszufinden und sie betrachten mich als Rav (das bedeutet „groß/großartig“ in Hebräisch). Und wenn sie keinen Punkt im Herzen haben, dann verstehen sie mich nicht.

Ich unterrichte authentische Kabbala und ich empfing mein Wissen darüber durch persönliches Studium mit Rabash. Kein anderer hat diese Kenntnis bekommen. Es ist eine bekannte Tatsache, dass ich Rabashs besonderer Schüler war. Mein Unterricht gründet sich auf meine persönliche Erlangung der Höheren Welt und des Schöpfers. Meine Gegner können mich mit allem beschuldigen, was sie wollen, aber sie können nicht behaupten, dass ich nichts vom Thema verstehe. In dieser Hinsicht habe ich bis jetzt niemanden gefunden, der mir gleicht. Lassen Sie sie meinem Unterricht zuhören und sie werden davon überzeugt sein.

Gewöhnlich reduziert sich alles auf die Frage: „Ist Laitman für oder gegen die Gebote?“. Aber das hat nichts mit Kabbala zu tun! (Siehe Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“). Laitman ist „für“ alle kulturellen Traditionen seines Volkes und er glaubt, es ist besser, sie zu befolgen. Jedoch kann niemand gezwungen werden, sie zu halten. Laitman glaubt ebenfalls, dass jeder Mensch in der Welt die Traditionen seines Volkes einhalten kann, wenn er das will. Baal HaSulam schreibt, dass ein Mensch seine eigene Religion behalten kann, während er Kabbala studiert, und sich mit dem Schöpfer vereinen kann, weil sie nicht mehr als Rahmenbedingungen für körperliche nationale Traditionen sind. Sie haben keine Beziehung zum Schöpfer und zur Spiritualität, der Höheren Welt. Religion hat diese Begriffe von der Kabbala entliehen.

Die gesamte Tora und Kabbala reduziert sich darauf, die Bedingung „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen. Dies ist das allgemeingültige, allumfassende und wichtigste Gebot der Tora – das Gesetz des Universums, denn es ist die Eigenschaft des Schöpfers. Kabbala erweckt das Höhere Licht der Korrektur auf einen Menschen, was ihn mit der Eigenschaft „Liebe deinen Nächsten“ ausstattet. Religion hingegen tut dies nicht und sie sagt dem Menschen, dass er körperliche Rituale und Einschränkungen lernen und befolgen soll, anstatt sich zu korrigieren (welches das ist, was der Schöpfer fordert).

Im Bnei Baruch Zentrum, wo 300 Männer mit mir auf einer regulären Basis studieren, halten wir an der traditionellen Satzung der Kabbalisten fest – Befolgung der wichtigsten Gebote (wie das tragen einer Kippa, Einhaltung des Schabbat, befolgen der Kashrut, unter eine Huppa heiraten und so weiter). Wir erlauben keinen Alkoholismus oder Drogen (nicht mal, wenn jemand gelegentlich im Geheimen einen „Joint rauchen“ will). Wir verlangen tägliche Anwesenheit beim Unterricht, Teilnahme an der Vereinigung der Gruppe (Zusammenkunft) , Verbreitungsaufgaben, usw. Und ich habe nichts davon jemals verheimlicht – zum Beispiel trage ich immer eine Kippa.

Das ganze Problem meiner Kritiker ist, dass sie immer noch unterentwickelt sind, das heißt, ihr Punkt im Herzen ist noch nicht zum Vorschein gekommen. Sie werden verstehen, wenn sie erwachsen werden. Es ist unmöglich, Spiritualität mit dem Verstand zu erfassen, sondern nur mit einem Verlangen, das vollentwickelt und bereit ist. Meine Kritiker kritisieren nicht den tatsächlichen Inhalt, also die Dinge, über welche die Kabbala eigentlich spricht. Sie hacken stattdessen auf allem herum, was „drum herum“ ist, all die äußerlichen Aspekte, die Dinge, an denen sie sich festhalten, um etwas für ihren Egoismus zu ergattern – wie Klipa. Das ist ihre Nahrung, weil sie nichts Eigenes haben, wovon sie sich ernähren – sie sind leer. Ich verstehe ihre Natur und ich bin bereit, sie zu tolerieren und ihnen zu vergeben. Die Zeit vergeht und das begünstigt die Enthüllung der authentischen Kabbala. Alles wird sich schließlich in Frieden und Korrektur vereinen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Leben geht weiter – zu unseren Gunsten
Blog-post: Warum trägt ein Kabbalist ein Schädelkäppchen?
Blog-post: Der Platz eines jeden liegt in der Vereinigung mit dem Schöpfer und…
Blog-post: Was ist Religion?
Artikel von Baal HaSulam: Das Wesen der Religion und ihr Ziel

Das Größte, was Sie tun können ist, das Größte zu erlangen, was es gibt

Fragen, die ich darüber erhielt, ob man fähig ist, ursprüngliche kabbalistische Quellen alleine zu lesen und etwas Großes im Leben zu erreichen:

Frage: Sie betonen oft, Menschen sollten nur gemäß Ihres Unterrichts studieren. Ich stimme zu, dass es am Anfang keinen anderen Weg gibt. Später jedoch gelangt ein Mensch an einen Punkt, von dem an er die Quellen selbst lesen und sie auf eigene Weise verstehen möchte. Ich habe ein anderes Kli als Sie und ich kann das Licht nur in meinem eigenen Kli sehen. Kann ein Schüler eigenständig entscheiden, wann er bereit ist, alleine voranzuschreiten?

Meine Antwort: Sie haben völlig recht – Sie sollten die Texte von Baal HaSulam alleine studieren, eigenständig, und selbst versuchen zu verstehen, was dort geschrieben steht! Das sollten sie jedoch nur tun, nachdem Sie sich selbst, durch den Gebrauch unserer Unterrichte, in richtiger Art und Weise eingestimmt haben. Sonst werden Sie verwirrt und es wird lange dauern, sich wieder zu „entwirren“. Es wäre eine Schande, so viel Zeit zu verschwenden! Außerdem – normalerweise ist es unmöglich, dies zu tun. Somit ist es das Beste, die Texte zuerst mit Hilfe meines Unterrichts und dann die Originaltexte ohne meine Erklärungen zu lesen.

Frage: Lieber Rav Laitman, ich bin 37 und bis jetzt habe ich viele Dinge gemacht, die mich in Schwierigkeiten gebracht haben. In diesem Jahr geht alles schief. Ich spüre, dass ich unter gewaltigem Druck stehe und kann nichts tun, um es zu stoppen. Seit meiner Kindheit fühle ich, dass ich dazu bestimmt bin, etwas Großes in meinem Leben zu tun und dass mein Leben verschwendet wird. Stattdessen habe ich mich selbst völlig isoliert. Wie kann ich aus diesem Teufelskreis herauskommen? Sollte ich bereuen? Ich wüsste nicht mal, wie.

Meine Antwort: Das Größte, was Sie tun können ist, das Größte zu erlangen, was es gibt. Und das Größte, was es gibt – ist der Schöpfer. Es gibt kein Ziel, das höher oder größer ist als Er! Daher sollten Sie 24 Sunden am Tag nur die Materialien Baal HaSulams lesen!

Kabbala Akademie

Korrektur liegt in der Einheit


Eine Frage, die ich erhielt: Es ist eine bekannte Tatsache, dass Rabash niemals über Vereinigung und Einheit gesprochen hat, sondern nur Begriffe wie „über dem Verstand“, „Schöpfer“ usw. gebrauchte. Wie haben Sie demnach die Bedeutung hinter seinen Worten erfasst? Hat er Ihnen das in privaten Gesprächen zu verstehen gegeben? Wenn ja, was haben dann die anderen Studenten dort gemacht? Warum mussten Leute Jahre mit dem Studium einer Terminologie verbringen, die in ihrem Leben nicht in Erscheinung tritt?

Meine Antwort: Beginnend mit der Enthüllung der Kabbala vor 5768 Jahren, ist die einzige Richtlinie die Vereinigung aller unserer zerbrochenen, getrennten Seelen (Teile einer einzigen Seele) in eine Seele (die einzige Schöpfung, die erschaffen wurde), genau so wie sie vor dem Zerbruch vereint waren. Korrektur liegt in der Einheit.

Die gleiche Bedingung der „Bürgschaft“ (Arvut) wurde dem Volk zur Zeit des Empfangens der Tora (Die Methode der Vereinigung) gegeben, der Zeit der Enthüllung des Schöpfers. Er wurde innerhalb dieser Vereinigung enthüllt- – entsprechend ihres Ausmaßes.

Saßen Sie mit Rabash zusammen oder wir? Haben Sie Baal HaSulams Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit“, „Die Bürgschaft“, „Der Frieden“, seine Briefe an seine Schüler über die Notwendigkeit sich zu vereinen und Rabashs Artikel über die Gruppe gelesen? Ich empfehle Ihnen ,sie zu lesen! Weil Vereinigung die einzige Handlung ist, die von uns verlangt wird. Ich weiß nicht, was Sie von anderen gehört haben, aber ich weiß, was geschrieben steht!

Verwandtes Material:
Blog-post:Auszüge aus Rabashs Artikel über die Gesellschaft
Blog-post: Richtlinien zum Erreichen der Einheit – Ausgewählte Zitate von Baal HaSulam
Kabbala Akademie
 

Nur der Einfluss des Höheren Lichtes kann dir die Wichtigkeit der Gruppe geben

Zwei Fragen, die ich über virtuelle Gruppen erhielt

Frage: Ich beginne, eine Art Ziehen in Richtung „Gruppen“ zu fühlen, doch ich weiß nicht, welche Gruppen oder warum. Ich war immer ein Außenseiter und „unabhängiger“ Einzelgänger. Ich möchte nur Information über virtuelle Gruppen: Was machen sie? Und wie kann ich mich einer anschließen?

Meine Antwort: Sie können mehr herausfinden, wenn Sie an diese Adresse schreiben.

Das Verständnis für die Wichtigkeit der Gruppe kommt vom Einfluss des Höheren Lichtes (Or Makif) auf Sie. Am Anfang versteht ein Mensch nicht, dass der einzige Weg, in die allgemeine Seele einzutreten, der ist, sich mit anderen zu verbinden. Er versteht nicht, dass es keinen anderen Weg in die spirituelle Welt, zu seiner Seele, gibt. Somit hätten Sie ohne den Einfluss des Höheren Lichtes nicht angefangen, das Verlangen nach der Gruppe zu empfinden. Und die Tatsache, dass Sie es empfinden, ist ein riesiger Erfolg! Jedoch stammt das größtenteils nicht von Ihnen, sondern von Oben. Wie Baal HaSulam schreibt, der Schöpfer bringt einen Menschen zur Gruppe und daher trifft Er die Wahl für ihn und die Wahl des Menschen liegt darin, sich selbst in der Gruppe zu festigen – in dem, worauf der Schöpfer Seine Hand legt. Und jetzt müssen sie es gebrauchen und entwickeln – es wird nicht von selbst geschehen.

Später wird der Schöpfer Sie von der Gruppe wegstoßen und Sie werden plötzlich beginnen, sie zu verachten, jedoch werden Sie denken, dass dieses Gefühl von Ihnen kommt, anstatt dass es vom Schöpfer mit einer Absicht zu Ihnen gesandt wurde und so weiter. Und Sie werden dieses Gefühl bekämpfen müssen, indem Sie die Wichtigkeit der Gruppe, der Einheit, der Shechina (der Ort der Enthüllung des Schöpfers) erhöhen.

Frage: Kürzlich erwähnten Sie, dass es Gruppen außerhalb von Bnei Baruch an einem Rav fehlt, der den Schöpfer repräsentiert, die Kraft des Gebens. Wie soll in diesem Fall eine virtuelle Gruppe funktionieren, da ihr ebenfalls die Führung durch einen Rav fehlt?

Meine Antwort: In der virtuellen Gruppe bin ich völlig präsent. Ich bin ihr Lehrer und jede Person ist mein Schüler, wenn sie es wünscht und lernt, was ich an sie weitergebe. Alles hängt nur von ihrem Verlangen ab.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Virtuelle Gruppe ist Teil des gemeinsamen Klis
Blog-post: Anfängliche Probleme
Blog-post_ Spirituelle Führung und Ausrichtung in der Kabbala

Über die Enthüllung der Göttlichkeit


Zwei Fragen, die ich über „Liebe Deinen Nächsten“ erhalten habe

Frage: Als Sie den Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit“ diskutierten, erklärten Sie, dass es in Religionen nicht das Gebot „Liebe Deinen Nächsten“ gäbe. Sie gaben dabei Beispiele von religiösen Kriegen und der Gesellschaftsklassen, der Kasten, unter Hindus. Wie kann ich dann den Krieg gegen „die sieben Nationen“ und Amalek durch das Prisma der Nächstenliebe verstehen?

Meine Antwort: Diese Kriege finden im Inneren eines Menschen statt, Kriege gegen unseren Egoismus. Es sind keine Kriege, in denen Menschen getötet wurden! Kabbala beschäftigt sich nur mit der Korrektur des menschlichen Egoismus.

Frage: Ich erhalte hier den Eindruck, dass eine Reinigung durch völlige Zerstörung stattfindet (z.B. der Städte, die sich der Gotteslästerung hingeben), und dass dies sogar in der Tora gegenwärtig ist. Ich versuche zu verstehen, wie solche Taten wohl in Übereinstimmung mit der Aussage „Liebe Deinen Nächsten“ richtig ausgeführt werden können. Mir kommt es vor, als ob diese Handlungen, auch wenn sie aufrichtig, mit der Liebe für den Nächsten ausgeführt wurden, unseren folgenden Generationen dennoch falsche Schlussfolgerungen, Grausamkeit und Zerstörung bringen werden.

Meine Antwort: Ich wiederhole. Diese Fragen bekräftigen folgende Schlussfolgerungen: die Tora spricht nicht über Äußerlichkeit. Sie beschreibt nur unsere innerliche Korrektur. Man kann mit körperlichen Handlungen den Egoismus weder ändern noch korrigieren. Wir müssen nur unser egoistisches Wesen ändern. Darum handelt die Tora nur von unserer inneren Korrektur.

Baal HaSulam schreibt sorgenvoll über die Tatsache, dass die Kabbalabücher und „Der Sohar“ voll von Beschreibungen unserer Welt sind und wie dieses die Menschen, die Kabbala studieren, verwirrt. Darum ist es äußerst wichtig, die Kabbala von diesem Stil zu befreien, damit sie jedem Schüler klar und verständlich wird, dass es bei der Kabbala nur um Spiritualität geht. Spiritualität kleidet sich nicht in Materialität und hat keinen Bezug zu ihr; sie ist einzig eine Kraft, die außerhalb der Materie liegt. Die gesamte Kabbala muß in diesem Stil noch einmal wiedergegeben werden, damit es keine Verwirrung mehr gibt und jeder diese Methode richtig erhalten wird. Diese Aufgabe liegt noch vor uns!

Verwandtes Material:
Artikel: Verhüllung und Enthüllung des Angesichts des Schöpfers
Artikel: Matan Torah (Die Gabe der Tora)