Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schrei'

Fragen aus dem Blog nach dem Kongress, Teil 1

Eine Frage, die ich erhielt: In den Freunden sind Freude und Enttäuschung zu spüren. Keiner hat noch verstanden, was geschehen ist. Ein sehr schmerzhafter Schlag gegen den Pharao.

Wie und womit kann ich den Freunden und mir selbst helfen, die richtige Schlussfolgerung aus dem Kongress zu ziehen und gemeinsam weiter zu gehen. Wer ist schuld daran, dass jeder nur nah am Ziel war, sich nur nah am Ziel gefühlt hat? Nur der eigene Egoismus?

Meine Antwort: Wir sollten überhaupt niemanden beschuldigen. Wir sollten uns darüber freuen, dass die Arbeitsrichtung klarer geworden ist.

Wir dachten, wir könnten selbst unser Ego besiegen, uns durch die eigene Anstrengung verbinden, das ist aber nicht so – nur der Schöpfer kann den Pharao bezwingen, und wir müssen Ihn darum bitten.

Genau an dem gemeinsamen Schrei zum Schöpfer müssen wir nun zusammen arbeiten. Das ist die wichtigste Schlussfolgerung aus dem Kongress.

Eine Frage, die ich erhielt: Bei der Eröffnungszeremonie haben viele geweint. Waren es Tränen um den eigenen Egoismus oder gab es einen Moment, in dem jeder nicht an sich selbst gedacht hat und wir es hätten schaffen können?

Meine Antwort: Das waren Tränen der allgemeinen Begeisterung, jedoch zuerst einmal einer egoistischen Begeisterung, denn der Schöpfer fehlte dort.

Deshalb, obwohl wir die Einheit zwischen uns gespürt haben, konnten wir diese Empfindung nicht halten. Man soll aber nicht verzweifeln, sondern im Gegenteil sich freuen, denn es ist klarer geworden, woran gearbeitet werden muss.

Das Gebet ist eine Herzensarbeit

Eine Frage, die ich erhielt: Ist ein Gebet eine Bitte um die Hilfe des Schöpfers in den schlechten Zeiten? Kann man traditionelle Gebete mit eigenen Worten aussprechen?

Meine Antwort: Als ein Gebet bezeichnet man die Arbeit im Herzen, und nicht die Worte, die der Mensch ausspricht. Ich brauche die Worte des Gebets überhaupt nicht kennen oder die Sprache nicht kennen.

Denn der Schrei des Kleinkindes ist auch ein Gebet. Es spricht keine Sprache und schreit einfach. Warum? Weil es etwas will. Das ist eben.ein Gebet.

Das Gebet ist eine Erhebung von MaN, die Offenbarung des leeren Wunsches. Der Aufstieg des Wunsches bedeutet, dass ich einen höheren Zustand im Vergleich zu meinem jetzigen Zustand erreichen möchte. Wenn ich ihn wünsche, dann ist das schon ein Gebet. Und wenn ich etwas möchte, was meine jetzige Stufe nicht übertrifft – dann wird diese Bitte nicht als Gebet angenommen, und sie steigt nicht nach oben – zum Höheren hinauf, der sich um mich sorgt. Der Höhere ist bereit, nur eine Handlung zu begehen, und zwar mir zu helfen, zu Ihm hinaufzusteigen. Er ist gerade dazu vorbestimmt, entsprechend der Reihenfolge der Stufen, die von oben nach unten herunterstiegen.

Deshalb soll das Gebet die Erhebung des МАNs -„Mej Nukvin „(die Gewässer der Nukwa) beinhalten, wenn Malchut sich wünscht, Bina gleich zu werden.

Es gibt die Stufe Bina und die Stufe Malchut. In der zweiten Beschränkung (Zimzum Bet) ist Malchut in Bina hinaufgestiegen, so dass es in Bina schon Malchut gibt.

Infolge des Zerbrechens steigt Malchut aus Bina zurück in Malchut herunter, und zwar zusammen mit zerbrochener Bina. Es ist eben der in uns vorprogrammierte spiritueller Funke (der Punkt im Herzen). Danach wünschen wir aus unserer allgemeinen Malchut, aus unserem Wunsch zu genießen und den Funken Bina, der in uns aufwachte, diesen Funken zurück in Bina zu erheben. Meine Arbeit besteht also in der Einschätzung des spirituellen Funkens im Vergleich zu Malchut. Ich vergleiche sie miteinander. Wenn der Funke höher ist, dann wünsche ich mit Bina verschmolzen zu werden, denn der Funke ist ein Teil der Bina in mir, ein Teilchen des Schöpfers von oben. Dann erhebe ich ihn aufgrund der Bestrebung zurück zur Stufe von Bina. Es heißt „die Gewässer der Nukwa“, die ich nach oben erhebe, der Teil Bina („das Wasser“), der sich in Malchut („Nukwa“) befindet. Es heißt der Schrei, das Gebet. Und was du dabei sagst ist völlig unwichtig.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 18.10.2010

Ein Hilfeschrei

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kommt man zum inneren Schrei? Gibt es ein Vorankommen ohne den Schrei?

Meine Antwort: Natürlich gibt es kein Vorankommen ohne den Schrei. Und zum Schrei kann man nur mit Hilfe der Umgebung gelangen. Der Mensch ist nicht in der Lage, ein solches Verlangen allein zu erreichen.

Denn der Schrei soll auf das Geben gerichtet sein, ich muss mich über meinen Egoismus erheben, und dieses Sich-Erheben ist nur möglich, wenn ich meine Freunde beneide.

Worüber soll ich mich sonst erheben? Wie und wohin soll ich aus meinem Ego herausspringen? Es ist unmöglich, sich selbst aus dem Sumpf an den Haaren herauszuziehen, oder wie die Kabbalisten sagten: „Ein Gefangener kann sich nicht selbst aus dem Gefängnis befreien“.

Nur wenn ich an der Vereinigung arbeite, führe ich meinen Punkt im Herzen aus dem Egoismus heraus, indem ich mich mit den anderen verbinden will. Ich verstärke ständig die Anstrengungen, lasse mich immer mehr von der Gruppe begeistern und bekomme durch sie das Licht, das zur Quelle zurückführt.

Das Licht dringt durch das spirituelle System von Arich Anpin (A“A) über Aba we Ima (Aw“I) und Seir Anpin (S“A) zu Malchut (M) durch. Malchut bedeutet die Shechina, die Gesamtheit aller Seelen.

Da die Seelen sich unter Parssa in einem zerbrochenen Zustand befinden, gibt es dort keine Möglichkeit, das Licht zu empfangen. Aus diesem Grund steigen wir zu Shechina auf, zur Versammlung der Seelen, die nach der Einheit und dem Geben streben, und bekommen dort die Einwirkung des höheren Lichts. Dort ist unser Treffpunkt.

Eine Frage, die ich erhielt: Ist der Schrei ebenfalls eine Gruppenhandlung?

Meine Antwort: Der Schrei ist ein Ergebnis der Ansammlung von gemeinsamen Anstrengungen der Gruppe. Der Mensch bedarf einer äußeren Einwirkung, um zum persönlichen Schrei zu kommen. Es ist eine Kombination von beidem nötig.

Dabei spürt der Mensch, dass er aus der Gemeinschaft heraus schreit. Denn er verlangt nicht nach irgendetwas, sondern nach der Vereinigung, er betet nicht um die Errettung vor dem Unglück, sondern um die Eigenschaft des Gebens.

Sein Schrei ist individuell, jedoch auf die Einheit, auf die Verbindung mit den anderen und dem Schöpfer gerichtet. So sind die Gesetze der spirituellen Welt, des Ortes der Verbindung über dem Egoismus.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

Kabbala Akademie

Die Lichtzone

Eine Frage, die ich erhielt: Worum soll man den Schöpfer bitten?

Meine Antwort: Man kann nur um eins bitten – um das Licht, das zur Quelle zurückführt, um die Kraft.

Ich kann mich nicht selbst ändern. Die gesamte Menschheit verzweifelt allmählich an diesen Versuchen. Heutzutage wird klar, dass wir letztendlich nur noch mehr durcheinander geraten – selbst innerhalb von Systemen, die wir selbst aufgebaut haben.

Wir müssen in unserer Arbeit tatsächlich zur Verzweiflung kommen. Das ist nicht einfach. Wie Baal HaSulam schreibt, gibt es keinen glücklicheren Moment im Leben eines Menschen als den Augenblick, in dem er völlig an seinen Kräften verzweifelt. Dann, wenn er sieht, dass er keine andere Wahl hat, wendet er sich an den Schöpfer, und der Schöpfer antwortet ihm, weil sein Schrei vollwertig ist.

Und solange es noch kein Verlangen gibt, wirkt das Licht nicht. Auf dem Weg dorthin gibt es 125 Stufen. Wenn es mir beim Aufstieg zur ersten Stufe selbst in minimaler Form an Licht fehlt, wirkt es auf mich ein. Somit trete ich in die Lichtzone ein.

Auf der fünften Stufe vergrößert sich mein Verlangen, und das Licht wirkt im entsprechenden Maße ein, denn ich habe mich ihm angenähert. So sind die Gesetze innerhalb der Lichtzone.

Noch befinden wir uns unten, wir haben kein Verlangen. Sobald es entsteht, reagiert das Licht sofort. Denn das Licht hat das Verlangen erschaffen und unterstützt es. Niemals kann das Verlangen irgendetwas selbst bewirken.

Wie kann es in einem solchen Fall das Licht wollen? – Im Verlangen gibt es einen Funken des Lichts, welcher von dem Zerbrechen der Seele übriggeblieben ist, und dieser Funke erweckt dich und zieht dich zum Licht hin, obwohl das Verlangen dich nach unten zieht.

Solange der Funke noch nicht zum Vorschein gekommen ist, wird von dem Menschen nichts verlangt, er wird einfach egoistisch entwickelt. Doch wenn der Funke aufflammt, hört das Licht mit seiner Arbeit auf und überlässt dir die Möglichkeit, es zu bitten.

In dieser Phase wirst du dorthin geführt, wo du deinen Funken entfachen kannst, bis du anfängst, selbst die Einwirkung des Lichts zu wollen.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 01.10.2010

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Die Physikalischen Gesetze der Höheren Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Warum antwortet der Schöpfer auf keine meiner Bitten, egal wie laut ich schreie?

Meine Antwort: Weil es keine richtige Bitte ist, sondern eher der Schrei „eines launenhaften Kindes“, dem niemand Aufmerksamkeit schenkt.

Denn als Schrei wird der Wunsch bezeichnet. Und wenn ein erwachsener Mensch schreit oder weint, dann ist offenbar etwas Ernstes geschehen. Als „Erwachsener“ wird ein Mensch bezeichnet, der über den genau überdachten Wunsch verfügt, und der folglich versteht, was er will. Wir müssen unseren Wunsch entziffern, und wenn unser innerer Schrei, unser innerer Wunsch dem Licht ähneln wird, dann wird darin das Licht offenbart, was dem Menschen die Empfindung der geistigen Realität geben wird.

In Wirklichkeit, studieren wir die Physik der Geisteswelt – die exakten Gesetze der Wechselbeziehung zwischen dem Licht und dem Wunsch. Das Licht hat den Wunsch aus fünf Teilen aufgebaut, wobei jeder Teil aus fünf weiteren Teilen besteht und weiterhin in fünf Teile geteilt wird. Insgesamt entstehen125 Stufen, nach denen der Wunsch dem Licht verglichen werden kann, er beginnt sich der geistigen Treppe entlang zum Licht zu erheben, bis er dem Licht vollständig gleich wird.

Was bedeutet dann der Schrei? Dies ist der Wunsch, den ich in meinem Inneren entwickele, eine größere Ähnlichkeit mit dem Licht, als ich jetzt habe zu erreichen. Und wenn ich die richtigen Handlungen durchgeführt habe, was mich zur Ähnlichkeit mit dem Licht näher brachte – dann wird das Licht offenbart! Und wenn nicht – dann nicht.Deshalb braucht man nicht zu schreien – man muss so lange den Wunsch ändern, bis das Licht darin offenbart wird. Vielleicht wird man für die Vorbereitung, oder um von einem Zustand zum nächsten überzugehen, Monate brauchen, es können aber auch Jahre oder sogar die Leben sein – bis man eine solche Veränderung erreicht, die einen auf die nächste Stufe hinaufsteigen lässt.

Alles hängt von der Umgebung, deiner Hartnäckigkeit und dem Druck ab, davon, wie du dich bemühst, die Zeit zu beschleunigen. Aber für niemanden existiert ein Schutz seitens des Lichtes oder die Möglichkeit, auf besondere Weise zu schreien, damit Er die Bitte erhört.

Es sind die harten Gesetze – wie in die der Physik: entweder kommst du der nächsten Stufe näher, oder nicht. Wenn du genügen Kräfte besitzt, die dich vorankommen lassen, dann bewegst du dich nach vorne. Wenn ich eine Tonne verschieben muss, dann brauche ich eine Kraft, die um ein Gramm schwerer, als diese Tonne ist – dann kann ich sie verschieben. Aber nicht eher! Deshalb unterrichtet uns die Wissenschaft der Kabbala darin, wie das Licht heranzuziehen ist, das unsere Kräfte verstärken wird, um dem Licht ähnlich zu werden. Aus dem Zustand, in den ich hinaufsteigen will, kann ich das Licht „das umgebende Licht“ heranziehen, das zur „Quelle zurückführt“.

Dieses Licht wird auf meinen Wunsch einwirken und wird mich erheben, wird mich jener höheren Stufe ähnlich machen, aus welcher heraus das Licht kommt. Und ich selbst bin nicht dazu fähig, mich zu verändern.

Die ganze Weisheit der Kabbala – erzählt darüber, wie man dieses Licht zu sich von oben nach unten heranziehen kann. Darüber wurde gesagt: „Ich habe den Bösen, Egoistischen Trieb und Tora als Mittel für seine Korrektur erschaffen, weil das darin enthaltene Licht, zur Quelle zurückführt“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 16.07.2010

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Gebet des Steinernen Herzens

Wer weiß heute nicht, was ein Gebet ist – es gibt es in allen Religionen, in allen Kulturen.
Die Menschen wenden sich mit einer Bitte an einander, flehen sich gegenseitig an, das heißt ein Gebet kann sich an die Menschen, oder an die Höhere Kraft wenden (dies hängt von der Einstellung des Menschen ab). Im Gebet ist eine riesige Kraft eingeschlossen: wenn der Mensch fühlt, dass er in die aussichtslose Situation geraten ist, dann kommt er automatisch zur aufrichtigen Bitte.

Es ist diese natürliche Reaktion, die wir als Gebet, Bitte, Schrei, Flehen bezeichnen, es kann aber auch ein Gebet der Dankbarkeit sein, das aus des Tiefe des Herzens kommt. Solche Handlung ruft die riesigen inneren Reserven des Menschen hervor und bringt ihn zur Heilung, zur Fähigkeit, die unüberwindlichen Hindernisse zu überwinden. Aber in der Kabbala ist das “Gebet” keine beliebige Bitte, es ist die Bitte um die Korrektur, um die Erreichung des Schöpfungsziels. Vor dem Fallen aus dem Gefühl, den Schöpfers zu spüren, besassen wir keine Gebetbücher, weil die Menschen den Schöpfer spürten, und jeder sprach Ihn aus der Tiefe seines Herzens an, denn “die Seele eines Menschen unterrichtete ihn”.

Der Mensch wusste genau, was zu machen und zu klären ist, um sich dem Ziel noch ein Stückchen anzunähern, um sich mit dem Schöpfer zu verbinden, und sich Ihm in den Eigenschaften anzugleichen. Bis zur Zerstörung des Tempels, befand sich das ganze Volk in der Empfindung des Höheren und spürte, worum zu bitten war. Die Empfindung im Herzen war eben das eigentliche Gebet: “was man auf dem Herzen hat, das hat man auch auf den Lippen”. Der Mensch empfand im Herzen das Streben zum Geben, zur Nächstenliebe, zur Liebe zum Schöpfer, zur Ähnlichkeit mit Ihm, er fühlte sie im Herzen, jegliche Wörter waren überflüssig.
Sich zu äußern, hieß für ihn meistens – sich selbst zu hören, selbst zu verstehen, was sein Herz gerade durchlebt. So war es in der Zeit, als wir uns im korrigierten Zustand befanden. Aber wenn “der Tempel” in unseren Herzen – infolge des allgemeinen Absturzes aus der Nächstenliebe in den grundlosen Hass – zerstört wurde, haben wir aufgehört, dem Schöpfer in den Eigenschaften gleich zu sein, weshalb Er auch aus unserer Empfindung verschwand, und wir bitten aus eigener Selbstsucht, und nicht für die Korrektur! Wir bitten darum, was diese neuen, uns bemächtigende Wünsche möchten – das heißt, darum, was für die Selbstsucht wünschenswert ist. Und was kann die Selbstsucht wollen? – Dass ihr gut geht und den anderen schlecht geht, denn verglichen zu den anderen, werde ich mich noch besser fühlen!

Auf diese Weise funktioniert unser neues Herz – “das Herz aus Stein”. Somit werden wir so lange kein wahrhaftes Gebet erreichen, bis unsere Wünsche korrigiert werden. Aber andererseits, ist es notwendig zu wissen, wie das wahrhafte Gebet sein soll, um wenigstens mit dem Verstand, wenn nicht mit dem Herz zu verstehen, in welche Richtung zu gehen ist, um die Eigenschaften korrigierend voranzukommen.  Deshalb schrieben die Kabbalisten ihr Gebetbuch, damit wir wenigstens wissen, worum zu bitten ist…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 12.07.2010

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Bittet den Schöpfer um Vollkommenheit!

Der Sohar, Abschnitt „BeChukotai“, Punkt 24: Das ist so, weil Gerechtigkeit weder korrigiert noch vollendet ist, außer in Barmherzigkeit, wie es geschrieben steht, „in Barmherzigkeit wirst du gegründet werden.“ Das wird über die Versammlung von Israel, Malchut, gesagt, welche nur in Barmherzigkeit vollendet wird, wie es geschrieben steht, „Und sie werden tun“, was durch das Erwachen des Unteren getan wird.

Was bedeutet MaN, Bitte, Tränen, Barmherzigkeit, „Tore der Tränen“, Gebet?

Das bedeutet, dass ich mich dem Schöpfer angleichen will. Nur unter der Bedingung, dass meine Bitte ausschließlich darauf gerichtet ist, erwecke ich Seir Anpin, und Er wirkt auf Malchut ein. Nur wenn der Untere sich dem Höheren angleichen will, kann der Höhere auf ihn einwirken, ihn auf die nächste Stufe hochziehen, ihm Kraft und Verständnis geben, was es bedeutet, der Höhere zu sein. Was kann der Höhere sonst noch geben? Der Schöpfer besitzt nur Vollkommenheit, und nur die Stufen dieser Vollkommenheit kann Er an uns weitergeben – schrittweise, unseren Zuständen entsprechend.

Darum haben wir nichts, worum wir den Schöpfer bitten könnten, außer um die Möglichkeit, Ihm allmählich ähnlich zu werden, indem wir uns Ihm jedes Mal immer mehr in den Eigenschaften angleichen. Er hat nichts, was Er uns geben könnte, außer unserer Korrektur, damit wir Ihm wirklich ähnlich werden. So sieht unsere Verbindung mit dem Schöpfer aus. Deshalb führen alle anderen Schreie und Tränen, die wir in dieser Welt vergießen, zu nichts. Wir sehen auch, dass es im Laufe der Geschichte nichts gebracht hat.

Nur wenn ich den „Schaltpunkt“ erreiche, ab dem ich dem Schöpfer ähnlich werden will, wenn ich genau bestimme, wer Er ist, was Er ist, was mir fehlt, wonach ich wirklich streben muss, wenn ich mein Verlangen Seinem Verlangen angleiche, dann funktioniert das sofort.

Genau das bedeutet Gebet eines Armen, Tränen, Tore der Tränen und Barmherzigkeit.

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Wie man das Licht um Korrektur bittet

Eine Frage, die ich erhielt: Angenommen, ich habe ausreichend Verlangen nach Korrektur angesammelt. Wie kann ich das Licht um Korrektur bitten?

Meine Antwort: Das Verlangen spricht für sich selbst. Sie müssen nicht über das ‘Wie‘ nachdenken, denn sobald Sie es wirklich wollen, wird Ihr Verlangen Ihre Bitte sein.

Das Wichtigste ist, ein Bedürfnis danach zu fühlen. Ein Baby denkt nicht darüber nach, wie es seine Mama nach etwas fragen kann.
Erst später, wenn es heranwächst und klüger wird, kommt es zu ihr und bittet und bettelt um etwas.

Wir kennen aber solche Tricks nicht. Es muss ein Schrei aus der Tiefe unseres Herzens und Verlangens sein.

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Bittet einfach und ihr werdet bekommen

Eine Frage die ich erhielt: Was soll ich tun, wenn ich das Höhere Licht, das mich mit dem Willen zu empfangen erschaffen hat, bitten möchte, mir ebenfalls die Eigenschaft des Gebens zu geben, wenn ich nicht mal weiß, wie ich darum bitten soll? Ich weiß nicht wen und wonach ich fragen soll?

Meine Antwort: Unsere Entwicklung folgt immer einer Kette von Ursachen und Wirkungen: Ursache – >Handlung< – Ergebnis, welches dann die Ursache > für die nächste Handlung -> wird usw…. So also kann ein Mensch, der zu einer wahren Erkenntnis gelangt, wissen, dass er von Oben Hilfe benötigt, wonach er fragen und wie er fragen muss!

Das Problem ist, dass wir eine sehr lange Zeit in einem Zustand verbringen, in dem es uns erscheint, dass wir nach etwas streben, was uns spirituell erscheint, und es erscheint uns, als ob wir es mit einem brennenden Verlangen wollen.

Doch jetzt „scheint“ es uns nur so zu sein. Dies ist auch der Grund, warum wir es nicht wissen, wie wir bitten und wen wir bitten sollen. Aber im Grunde wissen wir nicht, wie wir ein kabbalistisches Buch öffnen und darin das Licht, das uns verändert, finden sollen.

Dies kann mit einem dreidimensionalen Bild gezeigt werden. Wenn man sich solch ein Bild oberflächlich ansieht, wie jedes andere Bild auch, wird man nichts erkennen. Wenn man aber den Blick de-fokussiert, wird man in das Bild eindringen.

Das gleiche gilt für unsere spirituelle Arbeit zur Enthüllung der Höheren Welt. Als Ergebnis der vielen Anstrengungen wird unser Blick neu ausgerichtet. Wir werden auf diese neue Welt schauen und plötzlich in sie eindringen. Das sollte die Wirkung -> all deiner vorherigen Handlungen sein.

Aber zurück zu Ihren anfänglichen Beschwerden: „Warum werde ich ignoriert, obwohl ich schreie?“ Das ist ganz einfach. Es liegt daran, dass Sie noch nicht begonnen haben, wirklich zu schreien. Wenn all Ihre Bitten zu einem echten Schrei werden, wird dies sofort die Ursache, die Sie zur Wirkung führt – der Enthüllung der spirituellen Welt.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Pesach – Universell und endgültig


Das Pesach Fest steht für Pe-sach (übergehen, Aussonderung) – nur solche Eigenschaften vom ganzen Egoismus aussondern, die korrigiert und zum Geben benutzt werden können, zum Nutzen von anderen.

Wenn der Mensch davon überzeugt ist, dass das einzig Böse auf der ganzen Welt seine Natur ist und ihn und andere zerstört, kommt er zu dem Schluss, dass er nur eines will – sich selbst von diesem Bösen zu befreien.

Wenn er versucht, das zu tun (durch das Studieren kabbalistischer Texte – die nur darüber sprechen – in einer Gruppe, die danach strebt, sich über das Böse zu erheben), entdeckt er seine Unfähigkeit, sich über den Egoismus zu erheben.

Das Verstehen der Notwendigkeit (aus dem Egoismus herauszukommen) und der Hoffnungslosigkeit (es alleine zu schaffen) erzeugt im Menschen einen inneren Schrei zum Schöpfer, der Eine, der das verursachte… und die Errettung aus dem Egoismus erfolgt!

Lass diese Errettung während dieser Feiertage jeden erleben, der sie will!