Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Die Stufe der unabhängigen Gleichheit

Es gibt nur zwei Eigenschaften auf der Welt. Wenn wir die Eigenschaft des Gebens beschreiben, verwenden wir verschiedene Begriffe: die Eigenschaft des Glaubens, die Gnade, die Barmherzigkeit, Liebe, Schechina, Schöpfer usw. Das alles ist die Kraft des Gebens – des Schöpfers.

Und die Eigenschaften des Empfangens wurden durch eine Gnade (Chesed), die gute Kraft des Gebens, obwohl sie ihr entgegengestetzt sind, geschaffen.

Das Ende jeder Handlung liegt in dem ursprünglichen Gedanke. Alles ist so geschaffen, um die Schöpfung zur Unabhängigkeit führen. Dann wird die Schöpfung ihre Unabhängigkeit immer behaupten, indem sie diese zwei EIgenschaften nach ihrem freien Wahl nutzt.

In ihrer Gegenüberstellung erkennt die Schöpfung die dritte Linie, also sich selbst. Jedes Mal sucht sie die Möglichkeit, dem Schöpfer zu geben, indem sie die Gebende und die Empfangende Wünsche (Kelim) richtig anwendet

Die Beide gehören der Schöpfung nicht, und mit ihrer Hilfe, führt sie das Geben nach außén, aus sich heraus – dem Schöpfer. soe erlangt sie ihre Unabhängigkeit, ihr Status, eben dank der Tatsache, dass alle Kräfte und Yiele liegen außerhalb und sie selbst, nur eine Entscheidung mit welchem Zweck sie verwendet werden

Diese Bedingungen wurden im voraus vorbereitet, in ihnen manifestiert sich die Stufe des Menschen, die aus der Kombination von Eigenschaften, aus der Handlung, dank welcher er dem Schöpfer ähnlich wird, indem er Seine Gestalt in sich aufzubauen sucht.

Aus dem Unterricht über einem Artikel von Rabasch, 12.10.2010

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In der Gewalt des Mangels

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein bekanntes Gebet „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Frau erschaffen hast“.

Warum heißt es nicht „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Mann erschaffen hast“, empören sich zu Recht die Frauen.

Meine Antwort: Die Rede ist von der Kraft der Überwindung. Wenn der Mensch sein egoistisches Verlangen überwindet, preist er den Schöpfer dafür, dass Er ihm die Kraft der Überwindung geschenkt hat. Wir alle, sowohl Männer als auch Frauen, befinden uns unter dem Einfluss des weiblichen Teils, in der Gewalt des Mangels.

Frau bedeutet „Nekew“, „Nekewa“, „Nukwa“, d.h. Leere, Bedürfnis, ein Ort des Mangels. Die Männer erleben kein geringeres Mangelgefühl als Frauen und ein noch größeres Leeregefühl.

Deshalb, wenn wir von der spirituellen Korrektur sprechen, dankt jeder von uns, der sein egoistisches Verlangen überwinden kann, ob Mann oder Frau, dass er dieser Analyse und dieser Korrektur würdig geworden ist und sich über seinen Egoismus erheben, sich mit den anderen verbinden und die Verschmelzung und die Enthüllung des Schöpfers erreichen kann.

Wir kommen zu solchen Korrekturen, in denen Männer und Frauen die gleichen Etappen durchlaufen. Frauen, die mit uns zusammen den spirituellen Weg gehen, durchlaufen die gleichen Prozesse, verstehen uns sehr gut, studieren das gleiche Material, nehmen es auf und setzen es um.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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Warum nehme ich die spirituelle Welt im Moment nicht wahr?

Ein Gebot erfüllen kann man nur, wenn man zuerst gehasst und sich dann korrigiert hat, mit Hilfe des Lichts, das zur Quelle zurückführt, welches man nur durch das Kabbala-Studium in der Gruppe, in einer richtigen Umgebung, durch die Erlangung der Bürgschaft anziehen kann.

Erst dann gilt es, dass ich ein Gebot und vielleicht sogar nicht nur eins, sondern überhaupt alle erfüllt und meine persönliche Endkorrektur erreicht habe.

Doch dafür muss man bestimmte Bedingungen erfüllen: in Richtung Verbindung, in einer richtigen Umgebung handeln, sich von der Umgebung begeistern lassen und nicht das tun, wonach es einem selbst ist.

Ich suche jedes Mal eine bessere Umgebung aus, die mir ihre Werte suggeriert, und setze sie wie meine eigenen um. D.h., ich annulliere mich vor ihrer Meinung und will mich in sie – in jenes System von spirituellen Prinzipien, denen sie folgen, und nicht einfach nur in die Menschen – einfügen.

Und dann werden wir alle in einer gemeinsamen Richtung handeln und ein gemeinsames Prinzip umsetzen – genau das wird auch unser Gebet (MA“N) sein, worauf wir ein MA“D, das korrigierende Licht, erhalten und Kontakt mit der Spiritualität herstellen.

Das wird ein Kontakt aus unserer gemeinsamen Verbindung heraus sein, und jeder für sich alleine kann keine Spiritualität besitzen. Die Spiritualität wird nur innerhalb der Verbindung, des Schöpfers – der Kraft, welche die Seelen verbindet – wahrgenommen.

Deshalb kann ich nicht etwas eigenes Spirituelles von der Gruppe bekommen, sie zurücklassen und mit meinem eigenen „Stück“ Spiritualität nach Hause gehen.

Ich bleibe ständig innerhalb dieser gemeinsamen Verbindung und bringe mich nur immer mehr in sie ein. Genau dort enthülle ich die spirituelle Welt.

Und wenn ich für einen Augenblick nur an mich selbst denke, mich von den anderen trenne, kehre ich wieder nur zur Wahrnehmung dieser Welt, wie ich sie auch jetzt wahrnehme, zurück.

Warum spüre ich im Moment nichts anderes? – Weil ich keine Verbindung mit den anderen habe. Sobald ich sie erlange, nehme ich die Spiritualität wahr, und wenn ich abschalte, nehme ich das Materielle wahr.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen“ vom 17.10.2010

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Wer bin ich?

Frage: Wenn es niemanden außer Ihm gibt, dann bedeutet das, dass alles von Ihm ausgeht, dass alles, was um mich herum geschieht, Er ist?

Meine Antwort: Ja. Und alles, was du jetzt sagst, denkst und spürst, ist ebenfalls Er.

Frage: Und wo bin ich dann? Wer bin ich?

Meine Antwort: Das musst du enthüllen. Das heißt, du enthüllst nicht den Schöpfer, sondern dein Ich.

Frage: Im Endeffekt enthülle ich, dass ich ebenfalls Er bin?

Meine Antwort: Nein. Es gibt einen gewissen Spaltungspunkt, der sich „Etwas aus dem Nichts“ (Jesh mi Ajn) nennt. Und dieser Punkt ist der einzige, in dem die Schöpfung existiert, alles Andere ist der Schöpfer. In dem Maße, in dem dieser Punkt sich nach der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer sehnt, enthüllt er sich selbst und Ihn, was ein und dasselbe ist.

Frage: Wenn alles, was ich sage, und alles, woran ich denke, von Ihm kommt, was ist es dann für ein Punkt, der enthüllt, dass es niemanden außer Ihm gibt?

Meine Antwort: Das ist jener Punkt, an dem du arbeitest, um zu enthüllen, worin deine freie Wahl besteht. Dabei erhebst du dich über die Natur, die der Schöpfer in diesen Punkt hineingebracht hat.

Er hat ihn als etwas, was Genuss empfangen will, erschaffen und ihm außerdem die Absicht, egoistisch zu genießen, verliehen. Und wenn du versuchst, dich über diesen Punkt zu erheben, bedeutet das, dass du Ihn, Seine Natur enthüllst: das Geben und das Empfangen um des Gebens willen.
Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 29.07.2010

Der größte Gewinn

Wir müssen jetzt nur eifriger arbeiten – wir haben uns bereits dicht dem Zustand angenähert, aus dem heraus wir die Bürgschaft erreichen können. Vielleicht wäre es hilfreich, sich in allen Details vorzustellen, wie viel wir verlieren, wenn wir sie nicht erreichen.

Stellt euch vor, dass wir es nicht geschafft haben, aus dem November-Kongress etwas Größeres als ein schönes Festival zu machen, und dass wir in diese Handlung den Punkt der Einheit nicht mit eingebracht haben.

Was wird mit uns geschehen, denn wir werden nicht wirklich vorankommen können! Wir haben aber beschlossen, dass wir in diesem Jahr die Einheit erreichen müssen, und wir müssen während der gesamten Kongressvorbereitungszeit daran denken.

Es gibt kein Problem, diese Einheit zu erreichen, wenn wir uns alle gemeinsam mit aller Ernsthaftigkeit dem gegenüber verhalten werden. Das ist für weniger fortgeschrittene Menschen als uns machbar.

Unsere Gruppe hat eine riesige Vorbereitung durchlaufen. Wir befinden uns einfach vor einer psychologischen Hemmschwelle. Die Hauptschwierigkeit besteht darin, dass wir uns diesen Begriff, dieses Ziel an sich nicht vorstellen können.

Also müssen wir ständig daran denken, uns nur in diesem Gedanken befinden, damit es für uns offensichtlich wird, wie sich der Verlust gegenüber dem Gewinn verhält und was genau ich verliere!

Wir sind bereits innerhalb des Gesamtsystems verbunden, wir müssen das nur aus unserem Zustand heraus enthüllen. Es geschieht nichts außer dieser relativen Enthüllung. Es ist bereits alles hier! Das bezieht sich ebenso auf die ganze Welt – doch wir haben mehr, denn wir haben eine ernsthafte Vorbereitung durchlaufen.

Das spirituelle System ist uns näher gekommen: wir haben uns ihm selbst angenähert und es an uns herangezogen, es hat bereits begonnen, aus der Tiefe „aufzutauchen“ und sich uns anzunähern. Wir müssen jetzt nur Anstrengungen unternehmen, um es zu enthüllen.

Und nach der ersten Enthüllung wird es für uns viel leichter sein, zu arbeiten. Die Hauptschwierigkeit ist, zu der allerersten Stufe aufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „In meinem Fleische ist die Stütze des Schöpfers“ vom 08.10.2010

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Wo stellt man sich zum Zwiebelschälen an?

Frage: Was ist, wenn ich auf dem Kongress während des Unterrichtes im Wachdienst bin? Alle sitzen und hören Ihnen zu, und ich kontrolliere draußen Passierscheine. Selbst wenn ich den Unterricht über die Kopfhörer mitverfolge, ist es trotzdem was anderes…

Meine Antwort: Gerade das ist deine „Belohnung“. Denn du bedienst die anderen: alles, was sie während des Unterrichts „auffangen“, organisierst und gewährleistest du. Mit anderen Worten: sie bekommen in diesem Moment durch dich die Erfüllung.

Frage: Aber wie soll das funktionieren, denn nichts von ihren Eindrücken kommt bei mir an?!

Meine Antwort: Im Gegenteil, alle ihre Eindrücke kommen von oben durch dich hindurch, als ob du die Belohnung eines jeden von ihnen bekommen würdest. Ist das etwa schlecht?

Frage: Und wenn ich im Wachdienst bin und das auch genieße, weil ich dabei helfe, die Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten? Darf man eine solche Erfüllung empfangen?

Meine Antwort: Empfange deine Erfüllung. Aber im Ganzen genommen, führe möglichst wenige theoretische Berechnungen durch. Eine Handlung ist eine Handlung.

Frage: Nehmen wir an, ich komme zum Kongress und will nicht in der Küche arbeiten. Mir wird aber aufgetragen, Zwiebeln zu schälen – lächerliche 100 Kilo (!), eine Arbeit für einen halben Tag. Ich mache das ohne jegliche Lust, mir ist es unangenehm, das kehrt mir den Magen um, ich verfluche die Freunde, ich verfluche diesen ganzen Kongress und will jede Sekunde flüchten…

Meine Antwort: Schau doch nur, was für eine großartige Arbeit du leistest, welche Gedanken an die Wichtigkeit der Gruppe und des Ziels jede Sekunde durch deinen Kopf beim Zwiebelschälen durchrasen, wie viele Berechnungen du durchführen musst, um diese Stunden doch in der Küche zu verbringen!

Du wirst so viel überlegen müssen, du wirst deine Haltung gegenüber den Freunden und dem Schöpfer klären müssen, du wirst mit dir selbst kämpfen müssen, du wirst dich abplagen müssen – und letztendlich wirst du erkennen, dass du einfach keinen anderen Ort hast. Wo sonst würdest du all diese Klärungen machen können?

In solchen Situationen ist die Genauigkeit der Analyse sehr hoch. Sobald du dich an irgendeine Arbeit machst – von der angenehmsten bis hin zur unangenehmsten – kommen sofort Gedanken und Zweifel. Das ist eine großartige Gelegenheit.

Wenn alle in der Küche arbeiten und sich gleichzeitig die Lektion anhören könnten, würde ich in meinem Zimmer sitzen und übers Radio, ohne Bildübertragung sprechen. Selbst wenn in der Küche niemand gebraucht wird – es ist unwichtig, wenn es nur Hindernisse und Überwindung gibt. Das ist die beste Bedingung zum Vorankommen!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

Kabbala Akademie

 

Die Konstante und die Variable in der Gleichung der Bürgschaft

Eine Frage, die ich erhielt: Kann ich durch die äußerlichen Erscheinungen durchdringen und an die Punkte in den Herzen der Freunde, an ihre innere Leere angeschlossen werden, die sie möglicherweise selbst noch nicht empfinden?

Meine Antwort: Ja! Beginnen sie die Kraft der Bürgschaft zu verwenden, denn das System ist schon vorhanden. Wenn es dem Menschen gelingt, es sogar für den Augenblick zu öffnen, ist es schon ein Erfolg!

Dasselbe System existiert zwischen uns und dem Schöpfer, aber es lässt nicht zu, an Ihn zu gelangen. Bei der Bitte zum Schöpfer haben wir keine Möglichkeit „des Rücklaufes“: inwiefern wir dieses System enthüllen werden.

Angenommen, ich habe es auf 10 % enthüllt, so führt kein Weg zurück, und ich kann nur vorwärts gehen, da der Schöpfer unveränderlich ist, und der Kontakt zu Ihm nur auf der konstanten Grundlage aufgebaut werden kann. Wenn ich das Maß auf 15 % erhöht habe, dann wird es zu meinem neuen Minimum.

Deshalb können wir zur Zeit die Bürgschaft nicht in Bezug auf den Schöpfer, sondern nur in Bezug auf die Gruppe „verwenden“, wo es keine Probleme mit den Auf- und Abstiegen gibt, wo wir nicht verpflichtet sind, im konstanten Zustand zu bleiben.

Dadurch unterscheidet sich das System der Seelen vom System des Schöpfers. Obwohl Er darin anwesend ist, kleidet Er sich jedoch in die Gruppe ein, und lässt uns vorerst zu, „unartig zu sein“, nach oben und nach unten zu springen, voran zu kommen. Und wenn wir die konstante Richtung, nur zu Ihm hinauf erreichen werden, dann wird Er uns geöffnet werden.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“ „, 08.10.2010

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Habe ich eine Gruppe?

Frage: Jeden Freitag besuche ich Ihren Unterricht, außerdem haben wir bei uns in der Stadt ein Zentrum eröffnet, das eher eine Art Gemeinde ist. Reicht das aus? Habe ich eine Gruppe?

Meine Antwort: Ich kann dir nicht sagen, ob du eine Gruppe hast. Wie viele Zentren oder Veranstaltungen von uns du auch besuchen magst, ob du eine Gruppe hast, weiß ich nicht.

Doch damit nicht genug: einige kommen täglich hierher (und nicht so wie du einmal die Woche), übernehmen Dienste, bezahlen Maasser, erledigen viele Aufgaben – und ich weiß, dass sie keine Gruppe haben. Was will man mehr, wenn der Mensch sich hier schon physisch befindet? Doch eine Gruppe hat er nicht.

Frage: Was soll man dann tun? Was ist eine Gruppe?

Meine Antwort: Eine Gruppe ist die innere Verbindung mit anderen Menschen, wenn ich weiß, dass ich nur mit Hilfe dieser Verbindung das Licht erlangen kann. Ich enthülle das Licht, das auf mich einwirkt und mich korrigiert, nur unter der Bedingung, dass ich mich mit ihnen verbinde. Denn das Licht verbirgt sich gerade in unserer Einheit.

Frage: Kann ich diese Menschen aussuchen?

Meine Antwort: Natürlich. Wie Rabash in seinen Artikeln über die Gruppe schreibt, suchst du sie nach ihrem Bestreben, nach dem Ziel aus. Setzen sie sich zum Ziel, die Einheit und durch die Einheit das Geben und durch das Geben den Schöpfer zu erlangen?

Wollen sie die spirituelle Welt enthüllen und den Nächsten wie sich selbst lieben? Wenn ich sehe, dass sie im Allgemeinen genau danach streben, wenn sie dieses Ziel nicht verschmähen, wenn sie sich anstrengen – dann gehe ich mit ihnen.

Frage: Können zwei eine Gruppe bilden?

Meine Antwort: Ja. Gruppe ist ein Begriff, der bedeutet, dass ich aus mir heraus gehe. Es spielt keine Rolle, wem ich entgegenkomme. Lass es einen Einzelnen sein: den Schöpfer oder einen Freund, oder lass es viele Menschen sein – es ist unwichtig. Wichtig ist, aus sich heraus.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 15.09.2010

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Die wahre Vollkommenheit erreichen

Die Eigenschaft der Barmherzigkeit, die den ganzen Entwicklungsprozess begleitet, wird aus allen bitteren und gegensätzlichen Zuständen erkannt, die die Schöpfung wahrnimmt.

Gerade durch diese wird sie verpflichtet, sich über sich selbst zu erheben, die Barmherzigkeit und das Gericht, das Geben und das Empfangen in sich einzuschließen.

In der Schöpfung ist ein endlos umfangreiches Farbenspektrum vom Empfangen bis hin zum Geben enthalten – dadurch ermittelt sie die Höhere Kraft, die ihr vorausging und sie erschuf.

Um zu einer Schöpfung zu werden, die vom Schöpfer unabhängig und Ihm ähnlich ist, um Ihn vollständig zu erfassen, muss man das eigene System und das System des Schöpfers enthalten – auf eine solche Art und Weise, dass diese beiden Systeme vollkommen miteinander übereinstimmen.

Die Schöpfung ist ein komplizierter Mechanismus, doch ihre Kompliziertheit ist eine Folge der Unvollkommenheit. Die Vollkommenheit verbirgt sich in der Einfachheit.

Das höhere Licht ist unkompliziert, das ist eine reine Eigenschaft des Gebens. Doch die Schöpfung selbst kann nicht dem Schöpfer ähnlich werden, sondern nur durch ihre äußere Form, in ihrem Inneren bleibt sie ein Verlangen nach der Erfüllung.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 12.10.2010

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Stößt man dich vom Weg herunter oder vorwärts an?

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man sich in der richtigen Absicht aufhalten, wenn die höhere Kraft uns darin absichtlich stört?

Meine Antwort: Die Höhere Kraft wirft uns aus der richtigen Absicht nicht hinaus, sondern gibt uns einen noch größeren Wunsch, den wir überwinden und korrigieren können.

Alles ist oben exakt berechnet, laut dem allgemeinen System: wie viel Bemühungen du schon angelegt hast, wie viel Kräfte du angesammelt hast – und in diesem Maß wird dir jetzt der zusätzliche Wunsch gegeben.

Und dir scheint es so zu sein, dass man dich vom Weg hinaus stoßen möchte. Aber man ermöglicht dir im Gegenteil dein Vorankommen!

Und du nimmst es in Form von Hindernissen wahr, weil du die spirituelle Arbeit nicht anstrebst. Wenn du an der spirituellen Arbeit interessiert sein würdest, würdest du dich über die Belastung darin freuen.

Alles hängt davon ab, wie du dich vorbereitet hast. Wenn du nach spiritueller Arbeit suchst und die Möglichkeit mehr in der spirituellen Arbeit zu sein als eine Belohnung ansiehst, dann empfindest du diese angebliche Abstiege aus der Spiritualitaet, nicht wie Abstiege. Denn du siehst, dass dies eine Möglichkeit des Aufstieges und des Erfolges ist.

Ich werde für dieses Beschweren des Herzens, wie für die Korrektur dankbar sein. Da gerade dadurch wird mir die Möglichkeit gegeben, meine Liebe zum Schöpfer zu zeigen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 06.10.2010

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