Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Hat die Liebe eine Form?

Liebe deckt alle Vergehen zu, sie umhüllt sie quasi von außen, vernichtet sie nicht, sondern erschafft eine Bedeckung, und von der Größe der Vergehen hängt die Größe der Liebe ab.

Ansonsten hat die Liebe keine Form, ihre Form hängt vom Hass ab. Was können wir über das Glück erzählen? Fast gar nichts.

Dafür aber über das Unglück, in einem Drama enthüllen wir unendlich viele Zustände und Nuancen. Darüber wurden Romane, Filme, Musik geschrieben…

Das zeigt, dass alles mit der Erschaffung des bösen Triebes, mit der Erschaffung von Hass, Unglück, Leiden, Problemen beginnt. Wir müssen alle möglichen Formen dieser Zustände enthüllen und sie anschließend in Liebe einkleiden. Genau das wird die Form des Schöpfers sein.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

Die Geburt einer neuen Stufe

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin zum Kongress mit einem Riesenverlangen gekommen, meine egoistische Schale zu durchbrechen. Mich lässt aber das Gefühl nicht los, dass ich jetzt sofort irgendetwas tun kann, muss, es aber nicht tue. Ich fürchte, dass dieser Kongress zu Ende geht und lediglich der Eindruck bleibt, sich jedoch nichts in mir ändert. Was muss ich jetzt sofort, in dieser Minute, in dieser Sekunde, in diesem Augenblick tun?

Meine Antwort: Als erstes stellen wir uns alle dieselbe Frage. Im Moment befindest du dich in Verbindung mit allen, im Bestreben, in Erwartung – und genau das bleibt von deinem ganzen Leben übrig. Es ist ungewiss, wie es verläuft, doch das bleibt für ewig deinem spirituellen Konto gutgeschrieben.

Es steht geschrieben, dass, wenn die Seele eines Menschen vor das höhere Gericht kommt, ihr zwei Fragen gestellt werden: „Hast du dich mit der Tora beschäftigt (hast du danach gestrebt, das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen)? Hast du auf die Erlösung gewartet (um über das eigene Ego zu der zweiten Natur aufzusteigen)?“

Genau das versuchen wir hier umzusetzen. Und wenn jeder von uns spürt, dass er irgendetwas tun muss, dazu aber nicht in der Lage ist, dann ist gerade das gut.

Das ist sehr unangenehm und erinnert an die Geburtswehen, denn wir wollen unseren nächsten Zustand gebären – und sind dazu nicht fähig. Doch gerade durch diese Anstrengungen wird in uns von oben eine neue Stufe geboren.

Was tun? Noch ein wenig unser Herz öffnen, uns noch mehr mit den Anderen verbinden, noch stärker wahrnehmen, dass der Schöpfer sich zwischen uns enthüllen, in uns zu herrschen beginnen, uns dadurch näher bringen und uns auf diese Weise zur zweiten Natur erheben muss.

Genau darüber schreiben die Kabbalisten. Heute befinden wir uns in einem solchen Zustand, dass uns das ganze Material offen steht, alles wurde bereits dutzende Male erklärt. Wir müssen uns noch ein wenig anstrengen, doch nicht im Studium, nicht in der Verbreitung, sondern in einer solchen Verbindung wie jetzt, auf diesem Kongress.

Versuche alle in deinem Herzen zu spüren – uns lass den Schöpfer diese Arbeit tun! Dort, wo du fühlst, dass du nicht in der Lage dazu bist, ziehe Ihn heran!

Der Schöpfer sagt zu Moses: „Lass uns zum Pharao gehen!“, wie wir ein kleines Kind an die Hand nehmen. Denn der Moses in uns, der Punkt im Herzen, hat Angst vor dem Pharao. Selbstverständlich!

Gegen dieses Monster, unser Ego, können wir nichts tun! Ich spüre, dass ich es besiegen will, kann das aber nicht. Und im nächsten Augenblick will ich das gar nicht erst – es herrscht in mir. Und so geht es immer weiter, jedes Mal.

Dieser kleine Funke, der von dem ehemals spirituellen Zustand in mir übrig geblieben ist, kann nichts tun. Mit Hilfe dieses Funkens muss ich mich am Schöpfer festhalten, dann werde ich gegen mein Ego durchhalten können. Denn das ist ein solches Monster in mir, gegen das wir natürlich nichts tun können.

Ich halte den Schöpfer lediglich an der Hand fest und will mit Ihm sein, wie ein Kleinkind, das den Erwachsenen an der Hand zieht und ihn bittet, ihm das zu holen, was es will.

Genau so müssen wir vorankommen: „Ich will mich mit den Anderen verbinden! Ich will Einheit zwischen uns erlangen! Ich will jenes Verlangen, in dem sich der Schöpfer enthüllt, erreichen!“

Ich halte mich am Schöpfer mit Hilfe dieses kleinen Funkens fest, doch das ist nur ein Funke, ich muss Ihn jedoch ganz einfangen, mich mit Ihm verbinden.

Dann beginnt plötzlich dieses Ego, dieser Pharao allmählich zu verschwinden – und löst sich auf… Und ich bleibe mit dem Schöpfer, in der Verbindung mit den anderen Punkten in den Herzen meiner Freunde – uns so enthüllt sich die spirituelle Stufe.

Aus dem 4. Kongressunterricht vom 10.11.2010

Nach dem Kongress: Die ersten Erkenntnisse

Eine E-mail die ich erhielt: Rav ! Ich glaube dass ich die Gefühle von vielen Menschen äussern werde. Mich überfällt jetzt eine riesige Enttäuschung…was soll ich machen?

Meine Antwort: Am letzten Kongresstag hörte ich mehrfach von der grossen Hoffnung auf den Durchbruch in die spirituelle Welt, welche bei vielen Teilnehmern dieses Kongresses vorhanden war, und was für eine grosse Verzweiflung sie nun ergreift.

Ich werde euch sofort antworten. Ich selbst bin mit dem Ergebnis des vergangenen Kongresses sehr zufrieden. Und es betrifft nicht die Rekordzahl der Teilnehmer,
oder die positive Reaktion der Presse…..sondern die inneren Veränderungen, das Erwachsenwerden jedes Teilnehmers und der gesamten Weltgruppe.

Zum ersten Mal gingen die Menschen durch Zustände hindurch, welche sie einzeln niemals empfinden werden. In ihren Herzen geschahen die wichtigsten, inneren Klärungen.

Aber jetzt besprechen wir die Hoffnungen. Wenn die Hoffnung auf das wahrhaft Spirituelle, auf den Wunsch des Gebens und der Nächstenliebe gerichtet wären,
dann würden wir keine Verzweiflung empfinden, weil die Möglichkeit des Gebens und der Liebe immer vorhanden ist. Niemand kann sie uns geben oder wegnehmen.

Die erste spirituelle Eigenschaft ist Bina, das Streben zu „Chafez Chessed“ (über die Selbstsucht hinaus), die Empfindung ausserhalb des Wunsches.

Würden Sie danach streben, so wäre es Ihnen vollkommen egal, in welchem Zustand sie sich gerade befinden, denn Sie hätten gespürt, das alles vom Schöpfer kommt, dass Er nach Seinem Plan entscheidet, was mit Ihnen und jedem von uns geschehen wird. Freude wäre die einzige angemessene Reaktion, weil Sie sich in die Macht des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, hineinbegeben hätten.

Machsom wird von demjenigen überquert, welcher vor seiner Selbstsucht davonrennt und mit jeder Bedingung einverstanden ist, um davon befreit zu werden.

Folglich wäre der Mensch einverstanden die Bedeutung „Alle wie Einer“ (ein Mensch mit einem Herzen und einem Wunsch) und die Bürgschaft „Einer für Alle und Alle für Einen“ anzunehmen.

In niemandem von uns gibt es die nötigen Kräfte um von der eigenen Selbstsucht befreit zu werden. Wir sprachen davon, konnten es jedoch bis jetzt nicht genau erkennen.

Es handelt sich gerade um die Eigenschaft, welche uns nicht zusteht, in die Spiritualität, in die Eigenschaft des Gebens, hinaufzusteigen. Wir sind nicht in der Lage, sie als solche zu erkennen. Der Egoismus verbirgt sich in uns wie die Schlange und wir können ihn nicht exact bestimmen, verwechseln ihn die ganze Zeit über mit anderen Eigenschaften.

Nur der Schmerz der Enttäuschung (wie auch der Schmerz einer Krankheit) hilft uns, unsere Selbstsucht zu erkennen und zu begreifen, dass sie kein guter sondern ein böser Herrscher, der Pharao, ist.

Man muss also unbedingt eine Enttäuschung erreichen, um ihn zu hassen, um nur noch das Eine zu wünschen: vom Egoismus losgerissen zu werden.

..Um sich also in solch einen verzweifelten Zustand zu bringen, muss man sich zunächst mit seiner ganzen Selbstsucht (Lo Lischma) ausrichten. Gerade das meinte ich vor dem Kongress „Wir ziehen hinaus, aus Ägypten“ Und alle waren davon überzeugt, dass es auch geschehen wird.

Wenn eine solche Überzeugung nicht vorhanden wäre, dann könnten wir gar nicht enttäuscht werden und hätten das Böse in uns (den Pharao) nicht erkannt, welches eben nicht zulässt, dass wir die Eigenschaft des Gebens erreichen.

Um dieses Böse sofort anzuregen, habe ich gleich zu Anfang des Kongresses gesagt, dass wir verpflichtet sind die Vereinigung zu erreichen, dass unsere gesamte Arbeit bei dem Kongress in der vertieften Selbsterkenntnis und der Beziehung zu allen Freunden
stehen soll. Anstelle der erwarteten „Offenbarung des Himmels“ hat meine Aussage direkt ein Fallen, eine Abkühlung, hervorgerufen.

Mit diesem Aufruf zur Vereinigung und zum Aufstieg über das eigene Ich, wollte ich allen Teilnehmern des Kongresses zeigen, dass wir dazu noch nicht bereit sind.

Einerseits war ich über den Zustand „Das Begreifen des Übels“ sehr froh, andererseits befürchtete ich, dass die Gruppe innerhalb so kurzer Zeit, nicht aus diesem Zustand heraus gelangen kann.

Es gleicht dem Patienten, welcher einen Schmerz empfindet und aus dem Grund beginnt, seine Krankheit mit Hilfe des Arztes, des Schöpfers, zu behandeln.

Ausserdem waren 30 – 40% der Kongressteilnehmer, Anfänger die nicht verstehen konnten was mit uns geschieht. Deshalb haben wir entschieden, zunächst einmal auf dem Schlag des Pharaos – dem Schlag eurer egoistischen Hoffnung – stehen zu bleiben.

Gerade diese Prozesse, die wir erlebt haben, bereiten uns vor auf den Übergang, welcher nicht auf egoistische Füllung, sondern auf die Offenbarung der Möglichkeit des Gebens, der wahrhaftigen Vereinigung „Wie ein Mensch mit einem Herzen“, im Einverständnis mit der Bürgschaft, gerichtet ist.

Somit zählt zum ersten Ergebnis des Kongresses : der Schlag des Pharaos, des Ehrgeizes, der egoistischen Hoffnungen den „Machsom zu durchbrechen“ und die Höhere Welt, sowie auch diese Welt, die Wünsche und die Füllung in sich zu empfangen.

Wie Baal HaSulam schreibt : Wenn der Mensch die spirituelle Grenze erreicht, wird er überzeugt sein, dass die Geisteswelt nicht ihm gehört, wonach er die Klipa – die Grenze und die Eigenschaft des Gebens erlangen kann.

Die Offenbarung unserer Unlust, die sofort nach meiner ersten Lesung, am Anfang des Kongresses geschah, trug bei zu unserer Einigkeit (zur Heiligkeit des Tages), alles erstarrte zu Eis als ich sagte, dass wir anstelle von äusserlichen Handlungen, in die Verbindung untereinander, in die Bürgschaft, in uns, vertieft sein sollten. So zeigte sich unsere erste Selbstsucht, das Öffnen des Übels in uns, in Form einer riesigen Offenbarung.

Wir haben im Laufe des Kongresses entdeckt, dass sich der Pharao in unserem Inneren, und nicht ausserhalb unserer Natur befindet. Und er bekam folglich seinen ersten Schlag – die Enttäuschung über die Ergebnisse des Kongresses.Wir dachten (wir, als der Pharao), dass wir etwas in sich bekommen werden, und bekamen aber nichts – was den ersten Schlag des Pharaos, unserer Selbstsucht bedeutet – weil man niemals in die egoistische Wünsche bekommen kann.

Jetzt sind wir bereit zu bestimmen, in welchen Eigenschaften, unsere Spiritualität geöffnet werden soll – wir verstehen besser, was es bedeutet, über das Höhere und nicht an sich selbst zu denken.

Jeder von uns zitterte vor Ungeduld und wartete sehnsüchtig auf das Wunder, sowohl diese Welt, als auch die Geisteswelt – für sich zu bekommen! Deshalb kam folglich die Empfindung der dringenden Notwendigkeit, sich davon zu befreien, welche uns solche Enttäuschungen brachte, und dass der Anfang der Abtrennung von der Selbstsucht gelegt hat.

Wir haben für diese Erkenntnis teuer bezahlt, wobei gerade die Enttäuschung, der Schlag des Ehrgeizes, der Selbstsucht, der Hoffnungen unser größter Erwerb ist. Deshalb freue ich mich, die enttäuschten Egoisten zu sehen.

Jetzt muss man sich nur bewusst werden, was mit uns geschehen ist. Je nach der Vorbereitung, wird man sich zuerst in der Vernunft bewusst, und später hoffentlich auch in den Empfindungen, wodurch alle Enttäuschungen verblassen werden.

Aber die einzige Schlussfolgerung ist die folgende: der Mensch kann sich von der Selbstsucht befreien, und gerade der Schlag der ungerechtfertigten (egoistischen) Hoffnungen wird uns helfen, sich dem Egoismus (dem Pharao) zu entfremden!
Möglicherweise werden wir noch einige Schläge brauchen, aber sie werden alle auch in dieselbe Richtung gehen, welche wir auf diesem Kongress gefunden haben.

Möglicherweise, können wir sie nicht nur auf den Kongressen, sondern auch in unserer täglichen, virtuellen Verbindung, die Empfindungen erreichen, die wir jetzt zusammen erworben haben. Bis wir uns sehnsüchtig wünschen werden – auf unsere Selbstsucht zu verzichten, d.h. vom einzigen Übel, vom Egoismus aus, die Eigenschaft des Gebens zu erreichen.

Der Schöpfer hat uns dieses große Geschenk dargebracht! Es gibt Niemanden, außer Ihm!

Schreiben Sie uns und stellen Sie ihre Fragen in den Unterrichten. Ich habe nicht Sie, sondern Ihre Selbstsucht betrogen.
Mit Liebe, Rav!

Jeden Tag – ein neuer Schöpfer

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Kabbalist eine wahre spirituelle Welt sieht, wie kann er dann Zweifel oder sogar Fehler haben?

Meine Antwort: Die spirituelle Welt lässt sich in das unlebendige Schema, das sich schon fertig vor dir entfaltet, nicht einlegen.

In dir zeigen sich die ursprüngliche Daten/Reschimot, und du selbst baust daraus, deine erfüllte Einstellung von Geben zu der Umgebung – der Gruppe und den Schöpfer. Die richtige Einstellung bildet dir die höhere Welt.

Deshalb sollte euch nicht wundern, dass ein Kabbalist in der spirituellen Welt Zweifel, Theorien, Mutmaßungen hat, wie ein Wissenschaftler in unserer Welt. Denn eben Dank der Unklarheit entwickeln wir uns.

Ich zweifle immer und weiß schon aus der Erfahrung, dass ich heute das besser verstehe, was ich gestern wusste und weiß worin ich mich gestern irren könnte.

Jede Stufe kann nur von der höheren Stufe erkannt werden, den sie wird von den höheren Stufe geboren und gelenkt.

Jeden Tag wird der Schöpfer klarer und klarer, wie es ein großer Kabbalist gesagt hat: „Jeden Tag habe ich einen neuen Schöpfer!“.

Aus einem Unterricht über „Beit Shaar haKawanot“, 04.11.2010

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Der Dritte ist nicht zu viel

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es Unterschiede zwischen der Arbeit an der Verbindung mit den Freunden in der Gruppe und der Arbeit mit der Frau an der Enthüllung des Schöpfers zwischen uns.

 Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wenn zwei Menschen es schaffen, sich so zu verbinden, dass sich der Schöpfer in ihrer Verbindung offenbart – selbst wenn es erst einmal nur in der Phantasie ist -, kommen sie schneller zur spirituellen Enthüllung.

Der Schöpfer ist immer anwesend, doch die Frage ist, ob wir das in Betracht ziehen oder nicht. Wenn wir in der Lage sind, in der Verbindung zwischen uns den Schöpfer wahrzunehmen, enthüllt Er sich. Und wenn Seine Enthüllung unsere Entwicklung stören und verwirren könnte, bleibt Er verhüllt, lenkt jedoch immer „hinter den Kulissen“.

Deshalb steht hinter den Verlangen, Gedanken und Handlungen eines jeden Menschen der Schöpfer, denn „es gibt niemanden außer Ihm“. Doch da ich nicht direkt mit Ihm arbeiten kann – ich habe keine Widerstandsfähigkeit, kapituliere sofort, annulliere meine Freiheit und Selbständigkeit -, bleibt Er verborgen. Dann sehe ich nur den Menschen, und in Bezug auf ihn kann ich mich frei verhalten.

Doch wenn wir es schaffen, hinter jedem zielgerichtet den Schöpfer zu sehen, dann werden wir, indem wir unser Verlangen mit der richtigen Absicht nutzen, sehr schnell die wahre Realität enthüllen.

In dieser Arbeit mit den Freunden entstehen verschiedene Berechnungen und Probleme, mit der Frau ist sie jedoch möglich. Wenn Mann und Frau beschließen, hinter ihrer Beziehung den Schöpfer zu sehen, wie geschrieben steht: „Mann und Frau – der Schöpfer zwischen ihnen“, dann wird ihre Verbindung zielgerichtet und hoch sein. Und da sie sehr viele Formen und Möglichkeiten in sich mit einschließt, kommen sie schnell voran.

Die Abwesenheit des Schöpfers zwischen einem Mann und einer Frau, der sich immer zwischen ihnen befindet, ist die Wurzel aller Probleme innerhalb einer Partnerbeziehung.

Aus dem Programm „Wochenabschnitt“ vom 29.10.2010 

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Es gibt nichts Besseres, als die Umarmung des Schöpfers zu spüren

Der Schöpfer will, dass wir Genuss von Ihm empfangen. Das ist der Schöpfungsgedanke. Denn wenn Er „gut ist und Gutes tut“, dann mangelt es Ihm nur an jemandem, dem Er Gutes tun kann. Aus diesem Grund hat Er uns aus dem Material erschaffen, das sich „Verlangen zu genießen“ nennt. Doch was sollen wir genießen? – Genau Ihn. Und wenn unser Verlangen den Schöpfer als nah, als es erfüllend und mit ihm verschmolzen wahrnimmt, genießt es. Und wenn es sich von dem Schöpfer entfernt, verspürt es eine Abkühlung Ihm gegenüber und empfindet sogar Leiden und Leeregefühl. Wir nehmen immer nur den Schöpfer wahr!

Wenn unser Material, welches der Wahrnehmung des Schöpfers und Seiner Anwesenheit gegenüber empfindlich ist, den Schöpfer mehr spürt, dann nimmt es Ihn als Genuss wahr, und wenn es Ihn weniger spürt, dann empfindet es Ihn als Leiden.

Und es geht so weiter, solange das Verlangen, den Schöpfer zu genießen, sich immer mehr von Ihm entfernt und zu einem Zustand gelangt, als es vollkommen den Kontakt mit Ihm verliert. Und dann findet sich das Verlangen zu genießen in dieser Welt wieder, wo es gar keine Verbindung weder zum Genuss selbst noch zu dessen Quelle gibt.

Die Notwendigkeit einer solchen Entfernung besteht darin, dass wir selbst den Wunsch verspüren, Ihm näherzukommen, von Ihm Genuss zu empfangen und zu begreifen, dass es nichts Angenehmeres und Besseres gibt, als sich in einer Verschmelzung mit Ihm zu befinden.

Diese gemeinsame Handlung nennt sich „Siwug“ (spirituelle Vereinigung), wenn wir uns in einem solchen Maß ineinander einfügen, dass es unmöglich ist, uns voneinander zu trennen und zu unterscheiden. Zu einer solchen Verbindung müssen wir kommen. Und wenn wir ein richtiges Bedürfnis danach erlangen, fangen wir an, Ihn zu spüren, uns mit Ihm zu verbinden und Seine Umarmung wahrzunehmen.

Aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala den Menschen“ vom 02.11.2010 

Eigene Natur ändern

Die Natur des Menschen ist völlig egoistisch. Deshalb selbst kann er sie nicht umwandeln und braucht eine äußere Kraft, die ihn ändern kann. Die Kraft kann nur durch das Studium der Wissenschaft der Kabbala verursacht werden.

„Tatsächlich, ich gebe zu, dass der Mensch dazu nicht in der Lage ist mit eigenen Kräften, eigene egoistische Natur, das Verlangen zu empfangen nur für sich, auf eine Entgegengesetzte, so dass man gar nichts für sich bekommt, aber alle Handlungen nur um des anderen Willen ausführt.

Aber deshalb hat uns der Schöpfer die Wissenschaft der Kabbala (Tora) und die Handlungen in der Gruppe (Gebote) gegeben. Indem wir versuchen die Gebote auszuführen, nicht für Eigennutzen, sondern um Ihm eine Freude zu bereiten, ändern wir unsere Natur.

Baal HaSulam. Artikel zum Abschluss des Sohars

Wenn du ins Netz willst, musst du zuerst einen Computer kaufen

Eine Frage, die ich erhielt: Meine Gefühle und spirituelle Erlebnisse spiegeln sich in der Realität, die ich wahrnehme, wider. Bedeutet das, dass ich nach dem Äußeren über das Innere urteilen kann?

Meine Antwort: Ganz und gar nicht. Es steht geschrieben, dass „die Welt nach ihren Gesetzen lebt“. In der materiellen Welt durchlebe ich unterschiedliche Zustände und Beziehungen, die mehr oder weniger angenehm sind, doch ich habe auf keinen Fall vor, sie als spirituell abzustempeln.

Über allen Ereignissen meines materiellen Lebens muss ich mich ständig am spirituellen Ziel festhalten. Selbst wenn der Schöpfer etwas Schreckliches mit mir vorhat, darf ich meinen Griff nicht lockern.

Ich weiß nicht, warum und weshalb alles genau auf diese Weise geschieht. Denn ich bin mit den anderen Seelen, Ereignissen und Zuständen verbunden, von denen ich keine Ahnung habe. Heute habe ich noch keine Wahrnehmung des gesamten Systems in mir, welches mir erlauben würde, die Sache zu untersuchen.

Es wäre unklug, zu denken, ich könnte die Verbindung zwischen dem Spirituellen und dem Materiellen zurückverfolgen. Denn ich verstehe weder etwas von dem Einen noch von dem Anderen.

Ich habe kein Werkzeug für die Untersuchung: weder Verstand noch Gefühl oder Wahrnehmung. Ich sehe kein höheres System/keine höhere Welt, kein niedrigeres System/keine niedrigere Welt und keine Verbindung zwischen ihnen/zwischen den Welten vor mir.

All das ist noch ganz weit von mir entfernt. Selbst auf den ersten spirituellen Stufen erkenne ich das noch nicht. Denn diese basieren auf dem Selbstverzicht, dort kann ich nichts klären, und ich will auch nichts, außer in den Höheren aufgenommen zu werden.

Was habe ich im Moment außer dem Egoismus? Und was muss ich außer dem Geben erreichen? Dafür muss ich mein Ego annullieren und die innere Arbeit in der Gruppe mit den Freunden durchführen.

Wir bauen die innere Einheit auf und streben nach der gemeinsamen Kraft, die sich außerhalb von jedem von uns befindet und uns allen gehört.

Werde ich statt all dem etwa Mutmaßungen über den geheimen spirituellen Sinn meiner Krankheiten, Geldsorgen, Familienprobleme und Konflikte mit dem Vorgesetzten anstellen? Das wäre einfach dumm.

Ich bin zu solchen Berechnungen noch überhaupt nicht in der Lage. Genauso stellt ein neuer Computer einfach ein Stück Metall dar, bis ich ihn eingeschaltet, Betriebssystem und notwendige Programme installiert und erforderliche Dateien heruntergeladen habe.

Erst dann und wenn ich mich mit der Software und der daraufgeladenen Information auskenne, kann ich mich an die Arbeit machen.

Wir haben noch keine Kelim, keinen „Computer“, geschweige denn die „Software“. Darum sind wir nicht in der Lage, nach dem Äußeren über das Innere zu urteilen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 04.11 2010

Der Verstand der Schöpfung ist die allgemeine Verbindung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann die Gedankenkonzentration den Menschen zur Enthüllung der spirituellen Welt bringen?

Meine Antwort: Alles klärt sich im Gedanken. Die Rede ist nicht von unserem Verstand, der künstlich in der Universität aufgepumpt wurde, damit ich „schlau“ werde.

Der Verstand ist die Kraft der Analyse und der Synthese, die Kraft der Verbindung von gegensätzlichen Meinungen in einem Menschen. Bina, die wir als Verlangen zu geben bezeichnen, ist der Gedanke. Der Gedanke ist Malchut de Chochma, und Malchut, die von Chochma empfängt, ist Bina.

Die allgemeine Malchut, die sich zu Bina erhebt und zu ihrer Nukwa wird, ist ebenfalls Nukwa de Chochma, denn sie will Chochma und nicht Bina erreichen.

Das heißt, der Gedanke ist eine grundlegende Sache. Als Gedanke wird meine Fähigkeit bezeichnet, die höheren Eigenschaften von Chochma und Bina in Malchut wahrzunehmen und mit ihnen zu arbeiten.

Der Verstand ist meine Fähigkeit, die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer aufzubauen. Die allumfassende Verbindung, die ich enthülle, ist der Verstand, die Weisheit, das Netz.

Genauso ist auch unser Gehirn beschaffen. Der Intellekt, der Verstand ist das Maß der Lebenskraft, die Fähigkeit, zu verstehen, zu kontrollieren, in Gang zu setzen, wahrzunehmen.

Woher kommt das? Das ist die Folge von zwei Kräften: der Kraft von Bina – des Verlangens, dem Schöpfer zu entsprechen, und der Kraft des Schöpfers, der sich in dem Maße dieser Entsprechung in die Schöpfung kleidet. Genau das ist der Verstand der Schöpfung – das Licht Chochma, eingekleidet in das Licht Chassadim.

Darum, wenn wir versuchen, dieses Netz zu ergründen, zu verstehen, welche Verbindungen darin existieren und nach welchen Gesetzen es funktioniert, wie wir die Verbindung, die zwischen uns bereits existiert, enthüllen und erfassen können, bedeutet das, dass wir den, „der die Vernunft erschafft“, den Schöpfer, erreichen und Ihn erkennen – „aus Deinen Taten werde ich Dich erkennen“.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

Der Effekt der kritischen Masse

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir auf dem Kongress psychologische Barrieren überwinden, die uns von der Vereinigung trennen?

Meine Antwort: Der Kongress ist keine kleine oder große Gruppe mehr, sondern Vereinigung, die von einer gemeinsamen Kraft zusammengehalten wird. Man kann mit der Quantität, aber auch mit der Qualität gewinnen. Nach einer gewissen kritischen Grenze wird die Masse entscheidend.

Wie schwach die Menschen auch sein mögen, wie wenig sie auch verstehen oder miteinander einverstanden sind, wenn sie sich verbinden, beginnt die Masse auf den Menschen einzuwirken. Er spürt die Kraft, die von der Quantität ausgeht und in die Qualität der Einwirkung auf ihn übergeht.

Wenn ich mich unter 7000 Menschen befinde, die vom Ziel begeistert sind, bin ich mit ihnen verbunden, weil wir uns gemeinsam in einem Gesamtsystem der Seelen befinden. Deshalb, unabhängig von meinem Verlangen, üben sie einen Einfluss auf mich aus.

Die Vereinigung einer großen Menschenmenge auf dem Kongress erzeugt eine Spannung, die an und für sich zu wirken beginnt. Wenn der Mensch sich dieser Vereinigung anschließt, befindet er sich in der Gewalt der Gemeinschaft, aus diesem Grund muss er an der Herabsetzung seiner selbst gegenüber der Umgebung nicht arbeiten.

Er vereint sich einfach mit allen in einem Verlangen. Und selbst wenn ihm dieses Verlangen nicht ganz klar und verständlich ist, verbindet ihn das gemeinsame Ziel mit anderen Menschen und bedeckt alle Meinungsverschiedenheiten, Zusammenstöße und Missverständnisse.

Auf diese Weise funktioniert die Quantität, sie verschlingt alle Probleme der Vereinigung. Und abhängig von der Kraft der Vereinigung spüren wir dann das höhere Licht. Es ist in der Verbindung zwischen uns enthalten – wir müssen es lediglich dort enthüllen.

Das vereinte Kli existiert auf allen Ebenen mit allen die Verlangen erfüllenden Lichtern wie eine fertige Leiter. Darum hängt alles davon ab, ob ich in diese Stufe mit eingeschlossen bin oder nicht.

Wenn ich bereit bin, mich mit der Kraft einer bestimmten Stufe zu verbinden, dann schließe ich mich ihr an, als ob ich durch ein Tor schreiten und die spirituelle Welt spüren würde: die allgemeine Vereinigung, das alle erfüllende Licht, den Schöpfer.

In dem Maße meiner Erkenntnis sehe ich die Welt von einem Ende bis zum anderen – die Welt der Unendlichkeit auf der ersten der 125 Stufen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010