Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Leben aus der Kabbala


Ich hatte ein aufgezeichnetes Gespräch mit dem Titel „Kabbalisten Schreiben.“ Wir diskutierten mein viertes Buch, Leben aus der Kabbala. Ich sprach mit Ben-Tzion Gertz, einem Schriftsteller und Herausgeber einiger meiner hebräischen Bücher.

Gleich nachdem mein Lehrer verschieden war (September 1991), musste ich in Toronto meinen sterbenden Vater besuchen. Ich habe dieses Buch nach seinem Tod verfasst (Februar 1992). Ich denke, dass dieses Buch mehr als irgendein anderes meiner Bücher die Gefühle und Eindrücke eines Menschen übermittelt, der anfängt, den Weg der Kabbala zu gehen. Und genau so habe ich dieses Buch gesehen – als das erste in einer Serie von Büchern, die ich schreiben würde.

Hier ist ein Einführungskapitel aus dem Buch Leben aus der Kabbala:

„Die Notwendigkeit, dieses Buch zu verfassen, wurde mir durch die Fragen bewusst, die mir von meinen Schülern gestellt und während verschiedener Vorträge und Radiosendungen an mich gerichtet wurden, und die in zahlreichen Briefen, die immer noch aus aller Welt eintreffen, enthalten sind.

Die Schwierigkeit, Kabbala zu erklären und zu lehren, liegt darin, dass die spirituelle Welt kein Pendant in unserer Welt hat. Auch wenn das Ziel des Studiums klar wird, ist das Verständnis davon nur zeitweilig.

Sie wird von dem Teil unseres Wahrnehmungsbereiches erfasst, der Spirituelles erfassen kann und der ständig von Oben erneuert wird. Daher mag ein Thema, das vorher ganz klar war, später wieder unklar erscheinen. Je nach Stimmung und spirituellem Entwicklungsstand des Lesers mag der Text entweder sehr vielsagend und voll tiefer Bedeutung sein oder aber völlig bedeutungslos.

Verzweifeln Sie daher nicht, wenn etwas, das heute noch vollkommen klar war, einen Tag später sehr verwirrend erscheint. Geben Sie nicht auf, wenn Ihnen der Text vage, seltsam oder unlogisch erscheint. Das Kabbalastudium ist nicht dazu da, theoretisches Wissen anzuhäufen, sondern um das zu erkennen und wahrzunehmen, was vor uns verborgen ist.

Wenn wir, nachdem wir uns besonnen und an spiritueller Stärke zugelegt haben, anfangen zu erkennen und wahrzunehmen, werden wir durch die spirituellen Lichter, die wir damit anziehen, wahres Wissen erlangen.

In unserer Welt gibt es keine Analogien zu dem Thema, das hier gelehrt wird. Erst, wenn der Mensch ein Verständnis für das Höhere Licht und ein Empfindungsvermögen für Spirituelles entwickelt hat, wird er die Art und Weise, wie das Universum erbaut wurde und wie es funktioniert, verstehen.

Dieser Text kann dazu dienen, die ersten Schritte in Richtung Empfinden der spirituellen Kräfte zu ermöglichen. Um jedoch weiter fortzuschreiten, ist die Hilfe eines Lehrers notwendig.

Ich möchte darauf hinweisen, dass diese Zeilen nicht auf allgemein übliche Weise gelesen werden sollten. Der Leser sollte sich auf einen Abschnitt konzentrieren, über diesen nachsinnen und versuchen, einige der erwähnten Beispiele zu verstehen, die angesprochenen Themen zu reflektieren, und dann versuchen, diese Thematik mit persönlichen Erfahrungen zu verbinden.

Man sollte die Sätze geduldig lesen, immer wieder durchgehen und versuchen, zu den Gefühlen des Verfassers vorzudringen. Man sollte ebenso, in der Absicht die Nuancen des Geschriebenen herauszufiltern, langsam lesen, und wenn notwendig, zum Anfang des Satzes zurückkehren.

Diese Art des Lesens kann dem Leser helfen, gefühlsmäßig tief in die Thematik einzudringen oder auch festzustellen, dass ihm für bestimmte Themen Gefühle fehlen. Letzteres ist eine entscheidende Vorbereitungsphase für die spirituelle Entwicklung.

Dieses Buch wurde nicht für ein rasches Überfliegen verfasst. Obwohl der Text sich nur mit einem einzigen Thema beschäftigt – wie man mit dem Schöpfer in Beziehung tritt – behandelt er dieses Thema auf unterschiedliche Arten. Diese Vorgehensweise dient dazu, jedem einzelnen Leser zu ermöglichen, den einen oder anderen besonderen Satz oder ein bestimmtes Wort zu entdecken, welches ihn in die Tiefe des Textes führt.

Im Text werden die egoistischen Wünsche und Handlungen in der dritten Person beschrieben. Bis zu dem Punkt jedoch, an dem es dem Leser möglich ist, persönliches Bewusstsein von seinen Sehnsüchten zu unterscheiden, sollte er die egoistischen Bestrebungen und Verlangen als seine eigenen betrachten. Das Wort Körper im Text bezieht sich nicht auf unseren physischen Körper, sondern auf unser Verlangen zu empfangen – auf unseren Egoismus.

Ein wiederholtes Lesen dieses Textes ist ratsam. Lesen Sie die gleichen Abschnitte zu verschiedenen Zeiten und in unterschiedlicher geistiger Verfassung. Sie werden mit Ihren eigenen Reaktionen und Sichtweisen gegenüber ein und demselben Text Bekanntschaft machen.

Anderer Ansicht zu sein, als es der Text vorgibt, ist immer konstruktiv, genauso wie eine Übereinstimmung mit ihm. Das Wichtigste bei der Lektüre ist, auf den Text einzugehen; ein Gefühl, dem Geschriebenen nicht zuzustimmen, bedeutet, dass der Leser die einleitende Phase (Achoraim , die Rückseite) erreicht hat, die dazu dient, die nächste Phase der Wahrnehmung vorzubereiten (Panim , Gesicht).

Besonders das langsame und bedeutungsvolle Lesen ermöglicht die Entwicklung von Gefühls-Gefäßen (Kelim), welche notwendig sind, um Spirituelles empfangen zu können. Nachdem die Gefäße geformt sind, gelingt es dem Höheren Licht, in sie einzufließen. Vor dem Erschaffen der Kelim (Gefäße) existiert das Licht nur außen um uns herum. Es umgibt unsere Seelen, doch wird es von uns nicht wahrgenommen.

Der Text ist nicht dafür geschrieben worden, um irgendjemandes Wissen zu erweitern. Er dient auch nicht dazu, auswendig gelernt zu werden oder sich selbst darüber zu prüfen. Es ist sogar besser, den gesamten Inhalt zu vergessen – somit erscheint eine zweite Lektüre frisch und gänzlich unbekannt.

Dies deutet daraufhin, dass die beim erstmaligen Lesen empfundenen Gefühle vom Leser erfasst wurden und er diese nun hinter sich gelassen hat. So wird Platz für neue, noch nicht erlebte Empfindungen geschaffen. Ständig wird der Vorgang, neue Kelim zu entwickeln, wiederholt, und diese Gefäße werden in der spirituellen, nicht wahrgenommenen Sphäre der Seele gespeichert.

Das Allerwichtigste sind die Gefühle, die der Leser während des Lesens des Textes empfindet und nicht erst im Anschluss an die Lektüre. Nachdem die Gefühle erst einmal empfunden worden sind, werden sie im Herzen und Verstand enthüllt. Sie zeigen sich erneut, wann immer sie während des andauernden Entwicklungsvorganges der Seele benötigt werden.

Beeilen Sie sich nicht, um ans Ende des Textes zu gelangen. Wählen Sie solche Stellen aus, die Sie besonders ansprechen. Nur dann wird Ihnen der Text helfen und Ihnen als Führer auf der Suche nach persönlichem und spirituellem Aufstieg dienen.

Das Ziel dieser Schriften ist es, im Leser ein Interesse für den Grund seines Daseins in dieser Welt zu erwecken, für die Möglichkeit, die spirituellen Welten zu erfassen, den Sinn der Schöpfung zu verstehen, den Schöpfer zu empfinden, die Ewigkeit und die Unsterblichkeit, und ihn letztendlich bei seinem spirituellen Aufstieg zu unterstützen.“

 


Wo es eine Frage gibt, da gibt es auch eine Antwort


Fragen, die ich erhielt, was die Grenzen der Wahrnehmung betrifft und wie man die Worte Baal HaSulams richtig verstehen kann:

Frage: Es steht geschrieben, dass wir nur die Materie und die Form in der Materie wahrnehmen können, aber nicht die Abstrakte Form und die Essenz. Man sagt auch, dass wir alle Seine Eigenschaften erreichen, wenn wir mit dem Schöpfer eins werden, und das bedeutet, dass unsere Wahrnehmung wie Seine wird. In dem Buch Kabbalah Revealed steht geschrieben, dass wir niemals die Abstrakte Form und die Essenz wahrnehmen werden.

Ich kann dem nicht zustimmen, weil wir, wenn wir uns mit dem Schöpfer vereinigen, die gleichen Eigenschaften wie Er haben werden und Er ist doch sicherlich in der Lage, die Abstrakte Form und die Essenz wahrzunehmen! Daher kann ich wohl sagen, dass wir diese Zustände vielleicht nicht jetzt wahrnehmen können, doch irgendwann einmal oder im Zustand von Gmar Tikun wird es uns gelingen!

Bitte beantworten Sie meine Frage.

Meine Antwort: Am Ende unserer Korrektur werden auf jeden Fall all unsere Fragen beantwortet und unsere Verlangen erfüllt. Wenn eine Frage (ein Verlangen) in uns auftaucht, dann werden wir irgendwann eine Antwort darauf erhalten (Erfüllung).

Frage: Lieber Rav Laitman, ich lese gerade „Das Vorwort zur Weisheit der Kabbala“ (ab Seite 403 im Buch „Kabbala für Anfänger“)  und bei Punkt 6, gegen Ende, steht: Auch die Seelen anderer Kreaturen, die durch diese Welt (Azilut) hindurchgehen, werden sich mit dem Schöpfer vereinen.

Könnten Sie bitte erklären, wer diese anderen Kreaturen sind und was Sie mit „hindurchgehen“ meinen? Ich nehme an, es bedeutet „auf dem Weg nach oben“, doch ich bin nicht sicher, was mit „anderen Kreaturen“ gemeint ist. Ich hoffe, Sie werden meine Frage beantworten.

Meine Antwort: Dies sind Baal HaSulams Worte. Er bezieht sich auf die Seelen – die Verlangen der unbelebten, vegetativen und belebten Grade, oder alle Grade außer „dem sprechenden“ Grad. Der sprechende Level ist unabhängig und hat alle anderen Grade in sich.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Ein Gespräch über Liebe
Blog-Post: Hat der Schöpfer Gefühle?
Blog-Post: Der Schöpfer ist Ihr korrigiertes Selbst
Artikel von Baal HaSulam: In meinem Fleische ist die Stütze des Schöpfers
Artikel von Baal HaSulam: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
 
 
 

Wenn er dich liebt, stellt er sich nicht zwischen dich und die Kabbala


Fragen, die ich erhielt, was mit einem Freund zu tun sei, der nicht Kabbala studiert und mit Frauen, die die Verbreitung hassen:

Frage: Die Frau bekommt ihre spirituelle Füllung durch den Mann – ich fühle das sehr klar. Jedoch ist alles, woran ich denken kann, mein Freund, der nicht Kabbala studiert. Ich trennte mich von ihm, als ich auf die Kabbala stieß, aber jetzt sind wir wieder zusammen und ich studiere weiter Kabbala. Ich verbringe meine Zeit lieber mit ihm, als Lektionen anzusehen und das erschreckt mich, weil ich meine Lebensaufgabe und die Absicht des Schöpfers mit mir vernachlässige. Ich kann Sie und die Gruppe und das ganze Welt-Kli nicht verlassen. Ich brauche Sie und Sie brauchen mich. Aber andererseits werde ich von meinem Freund angezogen. Ich will wirklich auf dem spirituellen Pfad bleiben und mein Kli zusammen mit einem Mann entwickeln, aber ich fühle, dass ich dazu ohne meinen Freund nicht im Stande wäre.

Meine Antwort:

1. Beruhige dich.

2. Wenn er dich liebt, dann wird er dich bei deinem Kabbalastudium nicht stören.

3. Wenn du einen anderen Mann wählen kannst, bei dem es sicher ist, dass er Kabbala studieren wird, und es dir möglich ist, dann tu es.

4. Zwinge ihn nicht zu studieren, aber mach ihn freundlich und liebevoll zum passiven Teilnehmer. Wir haben Fälle gehabt, in denen Männer auf diese Art zur Kabbala kamen und dann fortfuhren zu studieren, selbst als ihre Frauen die Kabbala verließen.

5. Jedenfalls ist das Schaffen einer Familie wichtiger als Kabbala! Demnach hat deine Beziehung Vorrang und erst danach sollte die Kabbala kommen.

Frage: Kann eine Frau eine andere Frau in Bnei Baruch unterrichten?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie sollen wir uns gegen¸ber jenen Frauen verhalten, die nur studieren wollen und die Idee der Verbreitung hassen?

Meine Antwort: Wenn eine Frau zuerst kommt, um Kabbala zu studieren, dann sollte ihr das Wesentliche – genau wie einem Mann – unterrichtet werden. Danach sollte sie die Chance bekommen, ein „Extragewicht“ wie die Teilnahme an der Verbreitung und das Zahlen des Maaser zu übernehmen. Wenn sie dem nicht zustimmt, setzen wir unsere Zusammenarbeit mit ihr nicht fort – sie kann natürlich zuhause selbstständig studieren – das Internet ist frei. Wir werden zweimal überlegen, bevor wir sie zu einem Kongress einladen und könnten uns auch dagegen entscheiden. Leute, die nicht verbreiten, berauben sich der Gelegenheit, voran zu schreiten, weil sie ihr Kli nicht entwickeln, indem sie die Wünsche von anderen hinzufügen, um die notwendige kritische Masse zu erreichen.

Verwandtes Material:
Blog-Post: Spiritueller Fortschritt der Frauen
Blog-Post: Frauen auf dem Pfad der Kabbala
Blog-Post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)

Durch die Entwicklung der Verlangen, entwickelt die Kabbala auch den Verstand


Ich erhielt Fragen über das Studium, der Definition des spirituellen Ziels, die Verlangen und den Verstand:

Frage: Was soll ich jeden Tag studieren?

Meine Antwort: Studiere dieselben Sachen wie wir, mit uns zusammen.

Frage: Sollte ich nur Kabbala studieren oder gibt es andere Bücher, die es genauso wert sind sie zu studieren?

Meine Antwort: Du solltest nur das studieren, was wir studieren. Wenn du ein Anfänger bist, solltest du den ersten und dritten Teil unserer täglichen Lektion zusammen mit uns studieren – anstelle des zweiten Teiles der Lektion (Talmud Esser Sefirot), kannst du aus den Materialien für Anfänger auf unserer Webseite lernen.

Frage: Müssen wir gegen unsere leidenschaftlichen Verlangen in der körperlichen Welt kämpfen oder sollten wir nur Kabbala studieren ohne gegen diese Verlangen zu kämpfen?

Meine Antwort: Nur das Studium der Kabbala zieht das Licht der Korrektur an – Or Makif. Du wirst durch das Ankämpfen gegen deine Verlangen nicht korrigierter werden oder indem du dich auf irgendeine Weise selbst einschränkst. Konzentriere dich nicht auf deine Eigenschaften, sondern strebe in Richtung des Schöpfers.

Frage: Ich bin etwas verwirrt über das spirituelle Ziel. Ist das Ziel für mich, glücklich zu sein oder zu geben, oder wie das Höhere zu sein, oder meinen Nächsten zu lieben? Oder soll mein Ziel sein, Herr über meinen freien Willen zu werden oder den Widerspruch zwischen dem Ort des Schöpfers und dem Ort der Schöpfung miteinander zu vereinigen? Was ist das Ziel?

Meine Antwort: Es gibt ein Ziel, welches alles vereinigt – alle Gegensätze: Das ganze Licht tritt in das vollständige Kli ein und erfüllt es vollkommen. Diese Stufe existiert bereits; wir müssen sie nur für uns enthüllen. Es ist ähnlich einem Kinderpuzzle: Es gibt ein Bild, das auf ein Stück Karton gedruckt ist, dann wird es in kleine Teile geschnitten und das Kind muss es wieder zusammensetzen. So lernt das Kind alle Teile zu einem Ganzen zu verbinden – und wir werden mit den Elementen der Schöpfung dasselbe tun müssen.

Frage: Ist das Ego (mein Wille zu empfangen), mein Verstand, der die Realität beobachtet?

Meine Antwort: Das ist vollkommen richtig. In deinen Verlangen nimmst du dich selbst wahr, die Welt und deine Existenz. Der Verstand wird von den egoistischen Verlangen erzeugt oder von ihnen hervorgebracht. Der Verstand entwickelt sich und wächst in dem Maße, in dem man anstrebt, seine Verlangen zu erfüllen. Je mehr Verlangen jemand hat und je größer diese Verlangen sind, desto größer ist der Verstand, der sie begleitet. Da die Kabbala die Verlangen entwickelt, regt sie deswegen auch die Entwicklung des Verstandes an (des Gehirns).

 

Wie kann Einzigartigkeit transformieren, ohne verändert zu werden?


Zwei Fragen, die ich über die 613 Verlangen und die Transformation der Einzigartigkeit erhielt:

Frage: Lieber Rav Michael Laitman, die Lehren sprechen über 613 Verlangen, doch alle kommen sie von einem ursprünglichen Verlangen durch den Schöpfer. Als wir uns selbst vom Schöpfer entfernt haben, zerbrach dieses eine Verlangen in 613, von denen 612 unwahr sind und nur eines ist wahr. Richtig?

Meine Antwort: Ja.

Frage: Wie kann Einzigartigkeit transformieren, ohne verändert zu werden?

Meine Antwort: Alles bleibt gleich, außer der Absicht „für sich selbst“ in allen unseren Gedanken, Verlangen und Handlungen. Die Absicht verändert sich ins Gegenteil – „für andere“. So wird man dem Schöpfer ähnlich und wenn das geschieht, dann nimmt man sich selbst auf diese Weise wahr.

Verwandtes Material:
Blog-post: Spiritualität liegt über unserer Welt (für Fortgeschrittene)
Blog-Post: Was versteht die Kabbala unter „Sünde“?

Verhalten Sie sich außerhalb der Gruppe wie alle anderen!


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man in der Gruppe und außerhalb von ihr handelt:

Frage: Es ist großartig, dass sich alle vor dem Ziel annullieren. Aber sollte man es so tun, wie die Mehrheit handelt? Wissen einige besser als andere, was das Beste für die Gruppe ist?

Meine Antwort: Die richtige Art zu handeln, wenn Sie alleine und wenn Sie in der Gruppe sind, geht aus den Naturgesetzen hervor. Das ist so, da wir alle Teil der Natur sind und es Gesetze gibt, die alle unsere Verlangen, Gedanken und Handlungen lenken. Wir müssen diese Gesetze kennen und sie befolgen, dann werden wir uns absolut wohl fühlen. Wir werden spüren, dass unsere Existenz ewig und perfekt ist – genau wie die Natur oder der Schöpfer.

Frage: Ist es richtig, mich selbst vor meinen Freunden, die nicht Kabbala studieren und nichts mit ihr zu tun haben, zu annullieren?

Meine Antwort: Sie sollten auf keinen Fall kabbalistisch gegenüber anderen außerhalb der Gruppe handeln. Wenn Sie sich außerhalb der Gruppe aufhalten, müssen Sie sich wie alle anderen verhalten! Es steht geschrieben: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!“ Das bedeutet, dass Sie nicht einfach jeden lieben sollten, sondern nur Ihren Nächsten, in Übereinstimmung mit Ihren Bestrebungen und Ihrem Ziel.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die größte Macht stammt daher, sich vor anderen zu ergeben
Artikel von Baal HaSulam: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe

Eine Frau kann andere lieben – egoistisch


Zwei Fragen, die ich über Frauen, Liebe und Egoismus erhielt:

Frage: In einem Ihrer Gespräche erwähnten Sie, dass Frauen wissen, wie man liebt oder diese Fähigkeit haben und Männer nicht. Wenn wir alle egoistisch sind, welche Art Liebe können Frauen geben?

Meine Antwort: Egoistische Liebe. Eine Frau kann für andere Menschen sorgen, die sie auf egoistische Weise liebt oder respektiert.

Frage: Lieber Rav, ich studiere die Kabbala seit einiger Zeit. Ich verstehe völlig, dass ich total egozentrisch bin und hoffe, dass mir der Schöpfer in dieser Sache hilft. Aber es scheint, als ob ich mehr denn je die Egozentrik anderer Menschen in meinem täglichen Leben bemerke und ich kann das überhaupt nicht ausstehen. Was kann ich tun, um Vorurteile zu überwinden und ihnen gegenüber wenigstens höflich, wenn nicht sogar mitfühlend zu sein, was mir sehr schwer fällt?

Meine Antwort: Was Sie in anderen sehen, ist Ihr eigenes Spiegelbild, entsprechend der Regel: „Jeder, der andere verdammt, verdammt sich selbst“. Doch wenn Sie sie liebten, würden Sie auch ihren Egoismus lieben – so wie Sie es bei Ihrem eigenen Baby tun würden.

Verwandtes Material:
Artikel von  Michael Laitman: Wer bin ich?
Artikel von Michael Laitman: Wie baut man eine spirituelle Beziehung auf?

Die Komplexität der hebräischen Sprache


Ich traf mich mit Dan Kaner, dem Nachrichtensprecher von Radio Kol Israel und ein populärer Fernsehmoderator in Israel. Das Gespräch wurde aufgezeichnet.

Dan Kaner ist ein wahrer Meister der hebräischen Sprache, mit außergewöhnlichen Kenntnissen ihrer Komplexität, Herkunft, Geschichte und Entwicklung. Daher war es ein wahres Vergnügen, mit ihm über die hebräische Sprache, wie sie in der Kabbala angewendet wird, zu sprechen.

Ursprünglich ist Hebräisch ein Symbol für die Kräfte, die im Universum wirken. Sie drückt harmonisch das Wesen des Menschen und der Natur durch Schriftzeichen und Symbole (TANTA) aus. Die Buchstaben zu kombinieren und anzuordnen, um Worte und Sätze zu bilden ist ein Hilfsmittel, den Ablauf der Erschaffung und der Korrektur der Geschöpfe bis hin zur vollständigen Korrektur zu beschreiben – der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer oder des Lichtes. Die Tora zeigt diesen Ablauf beispielhaft. Zu wissen, welche Kräfte und Handlungen von den Buchstaben angedeutet werden, ermöglicht es einem, ständig den gesamten Prozess der Schöpfung zu gehen, auf verschiedenen Stufen in ihn miteinbezogen zu werden und dadurch ein besseres Verständnis vom Plan des Schöpfers zu erlangen.

Dan war sehr von dem Reichtum beeindruckt, den die Sprache der Kabbala bietet, um die hebräische Sprache zu beschreiben, die Empfindungen, die jeder Buchstabe hervorruft, wenn er auf kabbalistische Weise erklärt wird und die Musik der Gefühle, die in der Kombination der Buchstaben spielt. Er hat verstanden, dass Kabbala den Menschen befähigt, die Welt der Buchstaben, Symbole, Kräfte und Verlangen zu betreten – sie und ihre Erfüllung mit dem Licht zu spüren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Zwischen den Linien – Ein Gespräch über Worte und Buchstaben
Einführung in die Weisheit der Kabbala (Pticha)

Die Moralischen Normen eines Kabbalisten


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe eine Frage zu den moralischen Normen von Personen, die Kabbala studieren. Sie haben erklärt, dass es in der Spiritualität weder Zeit noch Raum gibt und unsere Handlungen im physischen Bereich unbedeutend sind. Was zählt sind einzig unsere geistige Verbindung miteinander und unsere Gedanken über den Schöpfer. Wollen sie sagen, dass eine Person, die in einer Gruppe Kabbala lernt, in der materiellen Welt alles machen kann, ohne sich an moralische Normen zu halten, sich jedoch als wunderbarer Freund herausstellen kann, sobald er zum Unterricht kommt?

Meine Antwort: Wir befassen uns mit Menschen, die sich im Prozess der Entwicklung und Korrektur befinden. Ihr Egoismus entwickelt sich schnell und erst später folgt die langsame und allmähliche Korrektur. Ich beobachte das schon seit 30 Jahren. Wie viele Jahre muss ein Kind seine Windeln schmutzig machen und Hilfe von anderen bekommen, bis es herangewachsen ist? Mit anderen Worten, wir müssen viele Jahre geduldig bleiben, während das Höhere Licht seine Arbeit verrichtet, und dann verändert sich die Person. Was kann man noch tun, wenn „der Mensch von Geburt an schlecht ist?“ Es ist verboten, ihn zu zwingen, sein Übel zu verbergen. Das würde seine Korrektur stoppen, da er sich seines eigenen Übels nicht bewusst werden würde .

Außerdem wächst, wenn man Kabbala studiert, das eigene Übel bis zum Erreichen eines Zustands, in dem man es nicht mehr dulden kann. Das ist ein wunderbarer Moment, weil der Mensch dann bereit ist, den Schöpfer zu bitten, ihm zu helfen, das Übel loszuwerden.

Das Einhalten moralischer Normen sieht von außen gut aus, aber es ist schädlich, wenn es einen davon abhält, seine Mängel zu sehen. Die einzige Lösung ist, den Menschen die Methode der Korrektur zu geben und die Umgebung, um diese Methode zu verwirklichen.


Welche Bücher sollte man zum Lernen der Kabbala lesen?


Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin 25 Jahre alt und lebe in Brasilien. Ich habe Ihr Buch Cabala: Alcançando Mundos Superiores auf portugiesisch gelesen, und ich spüre den tiefen Wunsch, mehr über die Kabbala zu erfahren, damit ich ein guter Diener des Schöpfers werde. Ich weiss nun nicht genau, welches Buch ich lesen sollte. Ich schwanke zwischen der Tora und dem Buch Sohar. Welches dieser beiden Bücher soll ich Ihrer Meinung nach als nächstes lesen?

Meine Antwort: Die einzigen Bücher, die Sie lesen sollten, sind die Bücher von Baal HaSulam und Rabash. Am Anfang können Sie dazu noch unsere Bücher lesen, da diese Baal HaSulam und Rabash erklären. Sobald Sie aus diesen Büchern ein konkretes Verstehen darüber gewinnen, was Kabbala ist, können Sie jedes andere Buch lesen, ohne vom korrekten Pfad zum Schöpfer abzukommen.

Baal HaSulam schrieb darüber in vielen seiner Texte. Er sagt, die komplizierten Beispiele, die Schwierigkeit, Kabbala zu erklären und ihre systemlose Darstellung waren die Hauptgründe dafür, dass die Kabbala von den Massen missverstanden wurde.

Wenn Sie nur portugiesisch können, dann ist Ihre Buchauswahl ziemlich begrenzt. Wenn Sie noch andere Sprachen sprechen, dann rate ich Ihnen, unsere Website aufzusuchen und zu schauen, was es dort für Einsteiger alles gibt – sei es Bücher, Lektionen, Gespräche usw.

Verwandtes Material:
Blog-post: Rat für Einsteiger – Finde die Antwort in Dir