Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Studierst du die Authentische Kabbala?


Wenn jemand Kabbalabücher studiert, dann macht er, obwohl er nichts davon, was in ihnen geschrieben steht, verstehen kann, innere Veränderungen durch und allmählich beginnt er zu spüren, was in den Büchern steht. Dies wird das Studieren der Wissenschaft Kabbala genannt. Er beginnt die Beziehungen zwischen der Erfüllung und dem Verlangen der Seele (die Lichter und die Kelim) zu erkennen, „Welt-Jahr-Seele“ und „eine gebrauchsfertige Wirklichkeit“.

Wenn er anfängt, diese Bücher zu studieren und sie durch seine Vorstellung im Innern zu betrachten, dann studiert er die Weisheit der Kabbala – die Wissenschaft darüber, wie man seine Seele erfüllt, wie man die spirituelle Welt und den Schöpfer enthüllt, indem man seine Eigenschaften Ihm angleicht. Wenn ein Mensch jedoch diese Bücher liest und obwohl er wirklich versucht und sich bemüht, jedoch trotzdem nicht in der Lage ist, die Handlungen des Schöpfers in seinem Innern zu spüren, bedeutet dies, dass er die Wissenschaft der Kabbala nicht studiert. Er bereitet sich nur darauf vor.

Doch wenn er überhaupt keine Absicht hat, die spirituelle Wahrnehmung zu erreichen, dann hat er keine Verbindung zur Spiritualität oder zur Tora. Er ist nur mit Wissen verbunden, weil er nicht zur Tora strebt. Die Tora ist das Licht, das einen zur Quelle zurückführt und es wirkt auf einen, wenn man danach verlangt, dass das Licht einen korrigiert, da man spürt, dass man Korrektur braucht.

Wenn also ein Mensch einfach Kabbalabücher liest, bedeutet das nicht notwendigerweise, dass er die Kabbala studiert. Er wird vielleicht einfach die Weisheit studieren. Deshalb wird alles in Bezug auf denjenigen, der studiert, behandelt. Wenn ich mir ein Buch nehme, auf dessen Titelseite „Tora“ oder „Kabbala“ steht, bedeutet dies nicht notwendigerweise, dass ich sie studiere. Alles hängt von mir ab und davon, was ich von diesen Büchern erwarte.
(Vom 3. Teil der täglichen Morgenlektion über die „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot“)

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Nur die Höhere Kraft kann den Krieg gegen unser Ego gewinnen


Gestern hatte ich ein Gespräch mit der Jugendgruppe. Eine junge Frau, ungefähr 20 Jahre alt, stand auf, um eine Frage zu stellen. Man konnte ihr ansehen, dass sie sich in einem Zustand der Verzweiflung befand und es ihr schwer ums Herz war. Sie fragte: „Was mache ich mit alledem? Kann es wirklich sein, dass jeder Mensch, der auf diesem Weg voranschreitet, sich so fühlt?“ Ich erwiderte: „Ja, und noch schlimmer…“

Ein Mensch muss den Zustand völliger Verzweiflung durchleben, um seine Unfähigkeit zu erkennen, durch seinen eigenen Egoismus voranzuschreiten, wie er es bis jetzt sein ganzes Leben lang gemacht hat. Schließlich muss ein Mensch, um die Spiritualität zu erlangen, sein Verlangen zu genießen, indem er die Verlangen und Vergnügen der Vergangenheit gebraucht, zurückweisen. Er muss die Entscheidung treffen, dass ihn das egoistische Verlangen niemals spirituelle Erfüllung erreichen lässt – das Gegenteil zu dem, was er vorher dachte.

Als sein Punkt im Herzen zum ersten Mal erwachte, war es nur eine Fortsetzung seiner vorherigen materiellen Verlangen: Er wollte in gleicher Weise Genuss von der Spiritualität erhalten, wie von der körperlichen Beschaffenheit. Der Mensch dachte: „Wow, jetzt habe ich ein neues Verlangen! Wen kümmert es, wenn ich es mit irdischen Dingen erfülle? Ich werde mich zum Himmel aufschwingen und dort meine Erfüllung finden!“ Er fuhr fort, sich auf dem Weg der Kabbala in gleicher Weise zu verhalten, indem er die gleichen Mittel verwendet. Er erwartete, alles selbst zu erlangen, gebrauchte seine eigene Kraft und seinen Stolz, sein eigenes „Ich“.

Als aber die Zeit verging, erkennt er, dass nichts gelingt. Und deshalb versinkt er in Verzweiflung, genau wie jeder Mensch, dessen Pläne nicht ausgeführt werden. Jeder muss auf dem spirituellen Weg dadurch gehen. Ein Mensch muss seine Ziele, Absichten, Wahrnehmungen und am wichtigsten, die Werte in seinem Leben bestimmen. Es hängt alles von den Bemühungen ab, die ein Mensch in Richtung Erlangung einbringt: Wie schnell will er diese Liste der Einsichten ausschöpfen?

Während er durch all die neuen Wahrnehmungen in der Liste des neuen „Ich“ geht, beginnt er zu verstehen, dass er nicht sein eigener Herr ist und er diesen Krieg durch die eigene Kraft nicht gewinnen wird. Nur der Schöpfer kann dies tun, denn der Mensch ist in der Hand des Schöpfers, in der Hand der Höheren Kraft. Es ist diese Kraft, die alles tut, die ihn dazu bringt, sich zu bewegen, stellt ihm alle diese Hindernisse in seinen Weg und gibt ihm die Kraft, sie zu überwinden. Die Höhere Kraft schaukelt ihn rauf und runter, immer und immer wieder, um ihn zu einem wahren Gebet zu bringen: Ein neues Verlangen in ihm zu erschaffen, ohne das er niemals die spirituelle Welt spüren kann.

Ich verlasse mich auf den Schöpfer und arbeite mit Ihm zusammen. Ich bitte und der Schöpfer tut es. Sobald wir zu gemeinsamen Bewegungen unter uns finden, werden wir gemeinsames Glück erlangen, wo meine Bitte und Sein Verlangen sich zu einem Ganzen verbinden und wir werden Einheit erlangen.

Der Schöpfer schleudert einem Menschen das Seilende zu und der Mensch muss es fangen, um damit zu beginnen, voranzuschreiten.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

 

Unsere Vermessenheit ist der Grund für die globale Krise


Wie kann der Mensch es wagen zu behaupten, nicht Teil des Natursystems zu sein? Wenn man es nicht ist, was ist man dann? Vor tausend Jahren oder vor einem Jahrhundert wurde man von der Natur gelenkt, aber heute nicht? Und warum ist es die Welt nicht? Weil man ein paar „Spielzeuge“ – Autos und Flugzeuge geschaffen hat? Man hat nur verschiedene Substanzen genommen und sie zusammengemischt, und dann kamen Plastik und Kaugummi auf. Was hat uns nun dazu gebracht, uns von der Natur zu trennen?

Tatsache ist, dass wir nicht von der Natur getrennt wurden. Alle Wissenschaften, einschließlich der Theorie Darwins, behaupten, dass wir das Endergebnis der Entwicklung der leblosen, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur sind. Wie kommt es dann, dass der Mensch sich plötzlich der Natur gegenüber überlegen fühlt, getrennt vom integralen System des Universums? Warum tritt er mit einem Mal aus seinen Grenzen heraus und sagt: „Ich bin frei!“ Wovon ist er frei?

Jetzt stehen wir also aufgrund unseres sinnlosen Stolzes, weil wir vermessen denken, dass wir frei seien, einer Krise gegenüber. Tatsache ist, dass wir nicht frei sind und wir in einem integralen, globalen System der Natur (dem Schöpfer) leben, und deswegen müssen wir uns in Harmonie mit diesem System verhalten.

Wir befinden uns im Schöpfer. Er beherrscht uns, und es gibt niemanden außer Ihm. Wir haben keine Möglichkeit frei zu handeln, in keinerlei Hinsicht. Sogar das Gefühl, dass wir offenbar Ihm entgegengesetzt stehen, wurde uns von Ihm gegeben, um uns zu erheben.

(Aus dem 3. Teil der Täglichen Morgenlektion „Eine Einführung in den Talmud Eser HaSfirot“)

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Warum sollten wir eine Seele haben, Kühe aber nicht?


Vor Kurzem, während ich mich in Madrid aufhielt, hatte ich ein Treffen mit einem Reporter und er fragte mich: „Können Sie mir sagen, wo meine Seele jetzt ist?“ Ich fühlte mich dabei unbehaglich, ihn zu enttäuschen, aber ich musste ihm sagen: „Welche Seele? Wovon sprechen Sie?“ Er hat es nicht begriffen: Wie kann es einen Menschen ohne Seele geben? Doch es überrascht ihn nicht, dass eine Kuh keine Seele hat. Aber warum sollten wir eine haben? Genau zu diesem Zeitpunkt könnte er ein Steak essen, das von dieser Kuh stammt, aber er fragt nicht, was mit ihrer Seele passiert ist. Wie unterscheidet sich also der Körper der Kuh von seinem eigenen?

Die Seele ist die Verbindung mit dem Schöpfer, dem Höheren Licht, und sie zeigt sich nur in dem Maße, in dem jemand Ihm gleich ist. Eine Seele tritt erst in einem Menschen in Erscheinung, wenn er über dem Machsom ist, aber unter dem Machsom hat ein Mensch keine Seele. Alle unsere anderen Verlangen bilden keine Seele – zumindest noch nicht, während sie unkorrigiert sind.

Wenn ein Mensch den Punkt im Herzen empfängt und ihn entwickelt, dann erscheint die Seele in ihm, die „Mensch“ genannt wird. Unsere tierischen Körper werden jedoch nicht Mensch genannt. Ihr einziger Zweck besteht darin, dass wir eine Seele in diesem Körper aufziehen, die unser „Ich“ genannt wird.
(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

Der nicht existierende Film unserer Wirklichkeit


Ein Mensch lebt in seiner eigenen Wirklichkeit und fängt plötzlich an zu verstehen, dass diese gesamte Wirklichkeit sich einfach vor ihm entfaltet und er keine freie Wahl hat. Als ob er in einem Kino einen Film anschaut, der ihm zeigt, wie er im Kino sitzt und sich einen Film anschaut und unendlich so weiter.

Wo liegt dann die wahre Wirklichkeit? Mit dieser Frage beginnt die innere Suche. Diese Suche bringt ihn an den Punkt, an dem er merkt, dass es außerhalb von ihm nichts gibt: alles geschieht innerhalb von ihm. Solange wie er noch einen Körper und Gefühle hat, empfängt er ein inneres Bild, welches er als seine Wirklichkeit empfindet.

Rabash beschreibt dies in seiner Geschichte über den Kutscher. Der Kutscher hatte ein Haus, eine Frau, Kinder, ein Pferd und eine Kutsche und war sehr mit seinem Leben zufrieden. Plötzlich verlor er alles: seine Familie, seine Frau, Kinder und auch das Pferd starben. Am Ende stirbt er in tiefer Trauer selbst.

Er kommt im Paradies an und wegen all seiner Leiden wird beschlossen, ihm ein Geschenk zu machen: Er bekommt das, was er sich am meisten wünscht: das Gefühl, dass er ein Haus, eine Frau, Kinder, eine Kutsche und mehrere Pferde besitzt! Somit beginnt er sich vorzustellen, dass er seine von starken Pferden gezogene Kutsche fährt, erfolgreich in seiner Arbeit ist und sich insgesamt seines Lebens freut.

Vielleicht sind wir auch in solch einem Zustand? Wie können wir das herausfinden? Wie können wir aus uns heraustreten und sehen, was wirklich geschieht? Es kann sein, dass wir schlafwandeln. Oder vielleicht werden wir von Außerirdischen gelenkt, die uns in Formaldehyd gegeben haben und uns einen Film zeigen, während wir in Wirklichkeit in Glasflaschen existieren und schon seit Millionen Jahren schlafen. Und dies nennen wir unsere Welt?

Doch hier gibt es eine Methode, die es uns ermöglicht, uns über die gesamte Wirklichkeit zu erheben und diese aus der Perspektive des Schöpfers, der Höheren Kraft zu sehen. So wie ein Fisch mit einem Mal anfängt sich zu fragen: „Wer wechselt das Wasser im Aquarium aus?“

Und somit beginnt ein anderer Weg, der den Menschen zum Schöpfer führt. Dies geschieht, wenn man dieses System erlangt, und wenn man es benutzt, kann man zu Ihm aufsteigen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Entfremdung und Trennung sind nichts weiter als Illusionen!
Blog-post: Wir nehmen alles innerhalb unserer Verlangen wahr
Blog-post: Wie man eine Reise in die „jenseitige Welt“ antritt
Artikel: In sich den Schöpfer finden

Das Studium der Kabbala zieht nur das Höhere Licht heran


Fragen über Frauen, das Kabbalastudium, wie man die Ewigkeit spürt, das Trinken von Alkohol auf den Kongressen und die Legalisierung von Marihuana:

Frage: Gestern sagte ein Freund zu mir, dass wir als Frauen nicht Kabbala studieren sollten, weil wir Dämonen (negative Kräfte) anziehen würden und nicht das Höhere Licht.

Meine Antwort: Absoluter Unsinn! Die Frauen müssen so wie die Männer ihren Egoismus korrigieren, ihr Verlangen „den Nächsten zu lieben und ihm zu geben“ in einem gemeinsamen Verlangen verbinden und in diesem Verlangen den Schöpfer enthüllen.

Frage: Wie kommt es, dass, wenn ich Kabbala, Das Buch Sohar oder die Tora studiere, ich unweigerlich anfange zu weinen?

Antwort: Weil du eine Verbindung mit der Ewigkeit und Perfektion empfindest.

Frage: Während der Mahlzeiten und bei anderen Gelegenheiten, wie z.B. an Kabbalakongressen, sprechen wir Toasts immer mit Alkohol aus, als ob das nicht ungesund wäre oder in der spirituellen Welt erlaubt sei.

Meine Antwort: Dieser Brauch kommt von meinem Lehrer Rabash: in Maßen bis zu 50 g trinken.

Frage: Es gibt harte und weiche Drogen. Marihuana wird als weiche Droge betrachtet. Haben Sie etwas gegen ihre Legalisierung?

Meine Antwort: Ich bin dagegen! Das würde nur zu härteren Drogen führen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Was sollen Frauen anstreben?
Blog-post: Drogen und Erlangung sind nicht vereinbar
Shamati #173: Warum man ‚Lechaim!‘ sagt

In der Wahrnehmung der Spiritualität leben

Eine Frage, die ich erhielt: Was werden die Menschen fühlen, wenn sich der Schöpfer zwischen ihnen enthüllt?

Meine Antwort: Stell dir vor, du bist ein ein-Tag-altes Baby. Deine erste Wahrnehmung ist, dass sich jemand um dich sorgt. Es ist ein ähnliches Gefühl, da es jemanden Großen gibt, der dich mit Freundlichkeit, Fürsorge, Zärtlichkeit und Wärme umsorgt. Du bist nicht fähig, Ihn zu verstehen, aber du stehst vollständig unter Seiner Macht. Du weißt genau, dass Er es ist und niemand anders, der sich um dich kümmert und dich mit all den guten Dingen versorgt.

Stufenweise wird die gesamte Menschheit den fürsorglichen und lenkenden Einfluss der Höheren Kraft, der Einzigen in der Welt, zu fühlen beginnen. Sie werden fühlen, dass sie sich innerhalb dieser einzigen Kraft, dieses Verlangens und Programms befinden.

Wir haben nur einen kritischen Punkt, über den König David in den Psalmen schrieb. Er wusste nicht, weshalb uns das gegeben wurde. Es ist die Kluft zwischen dem, was ewig existiert („jesh mi jesh„) und der Existenz aus Abwesenheit („jesh mi eijn“). Aus diesem Blickwinkel kann ein Mensch bereits außerhalb von sich selbst sein und sowohl die Handlungen des Schöpfers beobachten, wie auch seine eigenen. Ein Mensch wird dann in der Wahrnehmung des Spirituellen existieren und innerhalb seines Herzens und nicht seines Verstandes erkennen, dass er mit dem gesamten System verbunden ist. Er wird seine Mitmenschen nicht als Fremde fühlen, sondern wahrhaftig als seine engen Freunde.

Durch den Schöpfer zu Freiheit und Ausgeglichenheit finden


Fragen, die ich bezüglich Freiheit, Ausgeglichenheit und der Bedeutung der ägyptischen Plagen erhielt:

Frage: Was empfindet ein freier Mensch?

Antwort: Die Freiheit des Menschen liegt darin, fähig zu sein, das Gleichgewicht in der gesamten Schöpfung zu finden, es aufrechtzuerhalten und es auszubalancieren, während man „auf einem Bein“ steht. Auf der rechten Seite der Skala befindet sich die Schöpferkraft des Gebens. Auf der linken Seite der Skala befindet sich die Schöpferkraft des Empfangens. Dies sind gerade und entgegengesetzte Seiten – die heiligen und bösen Kräfte. Und wenn ein Mensch sich zwischen diesen beiden ausbalancieren kann, wird ihm die Freiheit des Willens durch den Einfluss beider Seiten gegeben und er kann dadurch seine freie Wahl ausdrücken.

Frage: Wie ist es möglich, auf einer Nadelspitze zu balancieren?

Antwort: Du musst dich an den Schöpfer anheften, Ihn mit deiner ganzen Kraft an dich heranziehen und dich Ihm annähern, wie ein Baby an seine Mutter. Das Baby möchte gerne unter ihrem Schutz sein und sich von dort aus kühn die gesamte Welt anschauen. Oder während es in ihren Armen weilt, kann es mit seinem Finger dorthin zeigen, wo es hin will – und damit seinen Willen ausdrücken!

Das ist die richtige Weise, in der ein Baby sich entwickelt. Es weiß, dass es bei seiner Mutter sicher ist und dass sie ihre ganze Kraft und jede Gelegenheit dazu verwenden wird, seine Verlangen zu erfüllen. Das ist für uns die richtige Weise, mit dem Schöpfer zu arbeiten!

Frage: Worauf beziehen sich die ägyptischen Plagen?

Antwort: Auf diese Art lehrt der Schöpfer einen Menschen, sich mit seiner Natur auseinanderzusetzen, während er sie verhärtet und den Menschen vor ihr warnt. Er gibt Beispiele, wie wir unseren Egoismus bekämpfen können.

Der Schöpfer sagt Folgendes: „Geh zum Pharao! Das ist, was du tun musst. Nimm meine Hand und halte dich an mir fest. Ich will dich ebenfalls festhalten, doch du musst lernen, dich an mich zu klammern, damit du dem Monster widerstehen kannst, welches in deinem Innern durch seine 10 primären unreinen Kräfte enthüllt wurde. Alles, was du tun musst, ist, in meinen Armen zu sitzen und das Verlangen zu haben, dass das Monster besiegt wird. Ich werde nach deinen Anweisungen das Monster beschwichtigen, doch nur, wenn du dich an mich heftest.“

Wenn ein Mensch diese Arbeit durchführt, bedeutet das, dass er Willensfreiheit hat, da er in diesem Zustand alle Bedingungen hat, die er benötigt.

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Verwandtes Material:
Blog-post:  Wir enthüllen den Schöpfer, indem wir unserem Egoismus entfliehen  – dem Pharao
Kabbala Blog: Ein flüchtiger Eindruck des Glanzes
Baal HaSulam: Artikel zum Abschluss des Buches „Sohar“

Entfremdung und Trennung sind nichts weiter als Illusionen!


Eine Frage, die ich erhielt: Ein Mensch, der weiß, dass die gesamte Welt ein einziges System ist, kann damit beginnen, sich selbst zu korrigieren. Was ist aber mit Menschen, die nichts darüber wissen und sich innerhalb des Systems weiterhin falsch verhalten und damit dem Rest schaden?

Meine Antwort: Wir müssen unsere Anstrengungen fortführen und es ihnen erklären, und je mehr sie verstehen, was für die korrekten Handlungen notwendig ist, desto besser wird es für uns alle sein.

Man muss die Welt als einen Teil von sich selbst ansehen, der noch nicht korrigiert wurde und uns deshalb als etwas Äußerliches erscheint. Wenn man dies jedoch korrigiert, wird man sich ihr anheften und sie als einen Teil von sich selbst spüren. So wird sie enthüllt.

Wenn man wahrhaftig fühlt, wie abhängig man von anderen ist, dann wird man im selben Augenblick entdecken, dass sie alle ein Teil von uns sind, aber nicht unter unserer Kontrolle stehen. Sie sind wie unsere eigenen Kinder, welche man als einen untrennbaren Teil von sich fühlt, obwohl sie uns nicht folgen und nicht mit uns zusammen sein wollen.

Dadurch entdeckt man, dass alle Seelen, also die gesamte Menschheit Teile unserer eigenen Seele sind. Aber wir werden absichtlich irregeführt, indem man uns fühlen lässt, dass sie getrennt von uns sind, wie Fremde. Ansonsten wäre die Korrektur unmöglich. Wenn ich von Anfang an gefühlt hätte, dass die gesamte Welt ein Teil von mir ist, wäre ich nicht im Stande gewesen, irgendetwas zu korrigieren. Meine Empfindung, die mich denken lässt, dass sie Fremde sind und es eine Distanz zwischen uns gibt, ist genau der Grund, weshalb es einfach für mich ist, sie zu korrigieren. Wenn ich diese Teile in mir fühlen würde, wäre es schrecklich und sehr schwierig zu vollziehen; ich wäre nicht in der Lage, sie zu berühren.

Deshalb hat er Schöpfer sie aus mir „herausgezogen“ und mir die Möglichkeit gegeben, zu ihnen wie zu Fremden in Beziehung zu stehen. Wenn ich mir wünsche, sie näher zu mir zu bringen und einen guten Einfluss von ihnen zurück zu erhalten – heißt das, dass ich sie korrigiere. Eine solche Illusion der Trennung zwischen mir und den Fremden dient dem Zweck meiner Korrektur, aber in Wirklichkeit sind sie untrennbare Teile von mir.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Eigenschaft des Gebens bringt Lebensfreude und allgemeinen Respekt mit sich
Blog-post: Die gesamte Menschheit ist der Leib deiner Seele
Baal HaSulam Artikel: Aufbau der Gesellschaft der Zukunft

Es geht allein um die Anerkennung der Gesellschaft


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie einem Menschen logisch erklären, bevor ihn die Schläge treffen, dass die Gleichheit, welche gefährlich und bedrohlich erscheinen könnte, eigentlich gar nicht so schlecht ist? Vielleicht zieht man sogar einen Nutzen daraus?

Meine Antwort: Jeder möchte größer als der andere sein, ihn kontrollieren und ausnutzen. Wenn man gleich wie der Rest der Welt wird, würde man nichts mehr haben, womit man sein Verlangen füllen könnte.

Gleichheit bedeutet nicht, eine perfekte menschliche Gesellschaft zu erschaffen, sondern ihr Zweck ist, sich an die höchste Kraft der Natur, den Schöpfer anzuheften und mit dem Gefühl des Gebens erfüllt zu sein. Ein Mensch muss erkennen, dass das Geben ihn erfüllt. Wenn die Menschen einander auf diese Weise behandeln, werden sie sehen, dass, auch wenn sie egoistisch geben, es ihnen Freude macht. Jeder fühlt, dass er groß, machtvoll und gebend ist – mehr als jeder andere. Klarerweise ist das ein egoistisches Empfinden. Warum vollbringen die Menschen überhaupt erst gute Taten? Weil sich darin ein Wert verbirgt: Anerkennung und Ehrung seitens der Gesellschaft.

Was nützen dir beispielsweise eine Million Dollar? Was wird morgen mit dieser Summe passieren? Denk doch mal an die positive Einstellung, die du erhalten würdest, wenn diese zugunsten anderer verwendet werden würden? Deine Familie, deine Kinder, jedermann um dich herum würde dich loben und respektieren. Das ist doch bereits etwas wert. Wenn sich die gesellschaftliche Meinung dementsprechend ändert, werden die Menschen solche Werte über alles schätzen, denn die Gesellschaft bestimmt ihr Verhalten durch ihre Werte.

Heutzutage verlangt die Gesellschaft von uns, Geld und seine Menge zu schätzen. Einer hat eine Million Dollar auf dem Konto und der andere hat zehn Millionen! Man hält den letzteren für gesünder, klüger und hübscher als den Rest. Wenn jemand eine Milliarde hat, ist er einfach ein Engel! Nicht mehr ein Mensch aus Fleisch und Blut, sondern etwas Unvorstellbares! So ist die menschliche Natur. Man kann einen Menschen hassen, aber gleichzeitig auch ehren, respektieren und danach streben, ihm nahe zu stehen – es hängt alles von der Anerkennung der Gesellschaft ab.

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Blog-post: Gleichheit und Individualität schließen einander nicht aus
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