Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Warum sollten wir mehr haben, als wir brauchen?

Eine Frage, die ich erhielt: Wir wissen, dass in der Vergangenheit viele Kabbalisten ziemlich erfolgreiche Unternehmer waren. Was bedeutete es damals, „erfolgreich“ zu sein?

Meine Antwort: Äußerlich glichen Kabbalisten immer den anderen Leuten. Das war eine Zeit, in der sie wie gewöhnliche Leute leben mussten, da es noch verboten war, die Wissenschaft der Kabbala zu offenbaren. Waren sie erfolgreiche Geschäftsleute und behielten sie ihre Gewinne?

Baal HaSulam schrieb, dass eine Person, die studiert, wie man sich dem Schöpfer angleicht, seinen überschüssigen Gewinn unter den anderen verteilt, abzüglich dessen, was er für sich selbst benötigt.

Es gab keine einzige Person, die Spiritualität erreichte und mehr für sich selbst behielt, als was für eine normale Existenz nötig ist. Andererseits ist es verboten, sich unter einen annehmbaren Lebensstandard für diese bestimmte Zeit oder den Ort zu begeben.

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Die Heilung aus absoluter Güte bringt uns zur Perfektion

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn jemand wissen möchte, ob er nach dem Prinzip des Lebensnotwendigen lebt, was soll er tun?

Meine Antwort: Studieren. Es gibt nichts anderes, als das Licht durch das Studium zu erwecken und sich selbst durch seine Beziehung zu anderen, der Gesellschaft und dem Schöpfer zu erkennen. Dadurch korrigiert sich der Mensch selbst.

Wie das funktioniert, ist uns schleierhaft. Wenn du dich deprimiert fühlst, fange an, zu studieren, denn es steht geschrieben, „es ist ein Heilmittel für jedes Fleisch“. Die Wurzel aller Probleme ist die Krise, in anderen Worten, die Zerstörung und der Zerbruch der allgemeinen Seele, was bedeutet, dass wir, anstatt aus Liebe zu handeln, dem Hass verfallen sind. Darum müssen wir die Wurzel eines jeden unserer Probleme korrigieren.

Die allgemeine Seele war im Zustand der Unendlichkeit und zerbrach dann in eine Myriade von einzelnen Seelen, die durch den Egoismus getrennt sind. Das ist unser heutiger Zustand und aufgrund dieses Zerbruchs empfinden wir nur diese Welt anstelle der Welt der Unendlichkeit. Wenn wir diesen Zerbruch durch unsere Vereinigung korrigieren, dann werden wir wieder in die Welt der Unendlichkeit zurückkehren (der unendlichen und ewigen Perfektion).

Vielleicht geht es bei Ihrer Frage um eine zeitweilige Lösung. Sagen wir, ein Mensch wird mit akuten Schmerzen ins Krankenhaus gebracht und muss operiert werden, aber in der Zwischenzeit gibt man ihm ein Schmerz- bzw Beruhigungsmittel, also weder eine Heilung noch eine Behandlung.

Wenn ein Mensch Sie darum bittet, muss ihm geholfen werden. Doch zusammen mit dem Beruhigungsmittel, muss ihm auch die Lage erklärt werden: Es gibt für ihn ein Entwicklungsprogramm und er steht unter dessen Lenkung; sein Leben hat einen Sinn usw., der darin liegt, den ewigen und perfekten Zustand zu erlangen. All seine Zustände und sein gesamtes Schicksal kommen aus einer Quelle, und eben diese Quelle heilt ihn.

Wenn es ihm gelingt, zu erkennen, dass alles kein Zufall ist und dass er unendliche Schläge auf sich nehmen muss, bis er zur Erkenntnis gelangt und alles nur aus reiner Güte für ihn getan wurde, um ihn an sein Ziel zu bringen, dann wird ihn diese Erkenntnis beruhigen. Diese Erkenntnis ist sein Schmerzmittel! Zusammen mit seinem Studium beginnt er seine Heilung, nimmt sein Schicksal in die Hand und sichert sich eine gute Zukunft.

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Die Eigenschaft des Gebens ist wie ein Magnet, der unser Ego festhält


Ich bin der Wunsch zu geniessen. Er ist die einzige Eigenschaft, die ich als Geschöpf erhielt, und somit lebe ich darin. Indem ich mich mit der Eigenschaft des Gebens verbinde, kann ich sie ebenfalls erhalten.
Meine Natur wird immer der Wunsch zu genießen bleiben. Ich kann sie nicht ändern, ich kann sie nur mit der Kraft des Gebens kontrollieren, die ich von außen erhalte. Wenn mir der Schöpfer wichtig genug wird, dann werde ich meine Natur um Seinetwillen einsetzen.

Wir empfangen die Eigenschaft des Gebens von außen mit der Hilfe des Lichtes. Dies gelingt uns, weil wir noch die Erinnerung an diese Eigenschaft haben, die wir vor dem Fall in den Egoismus verwendeten. Und darum kann die Eigenschaft des Gebens unter dem Einfluss des Lichtes in uns wieder erweckt werden.
Darum werde ich als Mensch (Adam) bezeichnet, weil ich letztendlich wie der Schöpfer werden kann und muss. (Auf Hebräisch kommt das Wort Adam vom Wort Domeh – ähnlich.

Dazu muss ich daher bewußt das Licht verwenden, damit es mir die Eigenschaft des Gebens zurückgeben wird. Gleichzeit bleibt mein Wunsch zu genießen der gleiche. Doch die Eigenschaft des Gebens kann in mir so weit wachsen, dass sie an Wichtigkeit zunimmt und meine Eigenschaft, Genuss zu empfangen kontrollieren wird.
Die beiden Eigenschaften – Empfangen und Geben – ändern sich nie. Alles was sich in einem Menschen ändert, ist sein inneres Gleichgewicht und er wird von der stärkeren der beiden Eigenschaften beherrscht.
Dies ist wie ein Magnet, der ein Stück Metall festhält: Während der Magnet arbeitet, hält er das Stück Metall in der Luft, als ob er „spirituell“ wäre. Doch sowie der Magnet das Stück Metall loslässt, fällt letzteres sofort in die Eigenschaft des totalen Egoismus zurück.

(Aus Teil 2 des täglichen Kabbala Unterrichts über das „Vorwort zum Sulam Kommentar“).

Die verborgene Kraft der Tora


Eine Frage, die ich erhielt: Könnte man sagen, dass die Kabbalisten, die eine Verbindung zwischen dem Schöpfer und dem Geschöpf herstellten und Bücher für uns schrieben, die Methode schufen, welche Tora genannt wird?

Meine Antwort: Diese großen Kabbalisten schrieben Bücher für uns. Allerdings sind dies keine Bücher im herkömmlichen Sinn, sondern sie offenbaren die Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer. Die Kabbalisten gaben uns dadurch die Möglichkeit, durch den Zusammenhang der Buchstaben und Wörter, die sie auf Seiten aus Papier schrieben, selbst Teil der dadurch entstehenden Verbindung zu werden.

Was ist eigentlich ein Buch und die Worte, die darin geschrieben sind? Wir wissen nicht, was es ist. Wie Kinder berühren wir etwas. Die Kabbalisten ordneten all dies so an, dass, wenn wir in Kontakt mit diesen Büchern kommen, in uns ein Verlangen entsteht, uns mit dessen Inhalt zu verbinden. Wir können die Kraft, die in dieser Verbindung entsteht, somit nutzen.

Es ist wahr, dass sie die Tora auf diese Weise erschaffen haben. Die Tora ist uns für die Korrektur des Egoismus von den Kabbalisten und speziellen Seelen gegeben worden, die diese Gelegenheit für uns vorbereitet haben: ihre Verbindung. Hätten sie diese Handlungen nicht durchgeführt, wären wir nicht in der Lage, unsere eigene Korrektur zu erreichen, welche die Verbindung unter uns ist. Ohne die Taten der Kabbalisten wären wir nicht in der Lage, das verbessernde Licht zu erwecken.

Hier ist ein einfaches physikalisches Gesetz in Aktion: Wenn du in der Eigenschaft des Gebens bist, scheint das Licht auf dich; bist du nicht in der Eigenschaft des Gebens, scheint das Licht nicht auf dich.

Daher ist es notwendig zu verstehen, dass ohne die Offenbarung der Wissenschaft der Kabbala in den Bücher, sowie deren Studium, der Mensch nicht in der Lage sein wird, das korrigierende Licht auf sich zu ziehen. Er kann zwar versuchen, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und sich eine wunderschöne Welt zu erschaffen, aber dadurch wird er nicht die Kraft des Lichtes, die Kraft der Korrektur erhalten.

Man braucht für den Anschluss an dieses System, die authentischen Bücher, eine Gruppe, Verständnis und eine Verbindung nach den Ratschlägen der Kabbalisten. Ansonsten ist es unmöglich die Korrektur zu erreichen.

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Wie man den Schöpfer enthüllt


Ein Mensch, der den verborgenen Teil der Welt enthüllen möchte, muss verstehen, dass ihm nichts im Wege steht. Die Enthüllung hängt grundsätzlich von seinem Verlangen ab.

Wir existieren innerhalb des allgemeinen integralen Systems der Natur und wir bekommen jeden Augenblick von diesem System, abhängig von der Gleichheit unserer Verlangen zur Natur. Die Natur befindet sich in jedem Augenblick in Perfektion, wobei jeder von uns Verlangen oder Reshimot hat, die sich ständig ändern. Wir erfahren uns selbst und unsere Existenz innerhalb dieser Verlangen – in dem Maße wie sie der Natur angeglichen sind.

Deshalb fühlen wir uns miserabel: Weil unsere Verlangen der Natur entgegengesetzt sind. Wenn du dein Verlangen darauf ausrichtest, mehr wie die Natur zu werden, dann wirst du sofort eine Verbesserung deines Zustandes spüren.

Es gibt also keine Wahrnehmung, die auf irgendwelche Veränderungen von außerhalb wartet. Die positiven Veränderungen können nur stattfinden, wenn du dich veränderst und mehr wie die Natur wirst – wie dieses perfekte unveränderliche System.

Dieser Prozess ist der Beziehung eines Babys zu seiner Mutter gleich. Die Mutter hat alles und sobald das Baby nach etwas verlangt, das gut für es ist, wird es das sofort bekommen. Doch wenn das Baby etwas verlangt, was schlecht für es ist, dann wird es das nicht bekommen und sich schlecht fühlen, da sein Verlangen leer bleibt.

Darum fühlen wir uns innerhalb unserer gegenwärtigen Verlangen schlecht, weil der Schöpfer – das vollkommene System – sie wegen der Ungleichheit mit Ihm nicht erfüllt. Es steht geschrieben: „Mache dein Verlangen Seinem Verlangen gleich“ – und dann wird es sofort erfüllt.

(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Wir sind am letzten Teil der Strecke unserer Entwicklung angelangt


Eine Frage, die ich erhielt: Warum hat ein Mensch immer noch einen langen und schwierigen Weg zu gehen, bevor er Spiritualität erreicht, wenn der Punkt im Herzen in ihm erwacht?

Meine Antwort: Warum denken Sie, dass der Weg schwierig ist? Ich schaue auf die Welt und sehe so viele Menschen dem Geld, Macht Ruhm und Wissen hinterher jagen und alles, um schließlich einen winzigen Genuss zu haben. Sie verschwenden ihre Jahre mit leeren Sorgen und falschen Werten.

Wenn man sich jedoch um spirituelle Entwicklung bemüht, wird man Erfolg haben, selbst wenn man nicht so schnell vorankommt, wie man gerne möchte, aber weiterhin in Richtung Ziel voranschreitet. Ist das nicht besser, als so zu leben, wie die gesamte Welt?

Heute erwachen immer mehr Menschen für die Spiritualität. Es ist unmöglich, die Anzahl der Studenten, die jetzt mit uns studieren, mit der vor nur ein paar Jahren zu vergleichen.

Als Rabash mir sagte, dass die allgemeine Erweckung der Welt im Jahr 1995 beginnen würde, fand ich es schwer, ihm zu glauben. Wer hätte gedacht, dass sich die Welt so schnell verändert? Doch plötzlich sehen wir, dass Menschen sich leer fühlen und eine globale Krise durchmachen, einschließlich einer Krise in der Natur, der Erziehung, der Wissenschaft, der Politik und der Wirtschaft.

Es spielt keine Rolle, dass die Medien lügen und versuchen, sie totzuschweigen, indem sie versichern, dass alles in Ordnung ist. Ich spreche von dem, was uns durch die Natur offenbart wird.

Davon abgesehen ist es verständlich, dass die Menschen die Lage schön reden wollen. Jeder versucht instinktiv, ihr Leiden und ihren Schmerz zu verringern. Deshalb verschließen sie ihre Augen vor den Problemen und sagen sich selbst, dass alles OK ist und dass es keine Krise gibt.

Inzwischen zerfällt alles und die Menschen werden weiterhin entlassen. Doch der Mensch ist in einer solchen Weise erschaffen, dass er die Wahrheit nicht sehen will.

Tatsache ist, dass der Schöpfer (die Natur) uns enthüllt, dass wir uns in einem weit fortgeschrittenen Zustand befinden. Und dies geschieht nur zwanzig Jahre, nachdem die allgemeine Erweckung begonnen hatte. Jetzt will man sogar alles sofort bekommen, genau wie ein kleines Kind. Man kann einfach nicht verstehen, mit welch einem riesigen, ja unendlichen Verlangen wir es zu tun haben und wie schnell es sich verändert.

Die Entwicklung unseres Verlangens zog sich Jahrtausende allmählich dahin, doch jetzt verändert es sich tagtäglich. Alles, was man braucht, ist ein wenig Geduld.
(Aus dem täglichen Kabbala Unterricht)

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Zur Erinnerung an Baal HaSulam


Wir können erkennen, wie das System der Schöpfung Schritt für Schritt erschaffen wurde. Ein Mensch ist immer mit einer bestimmten Stufe verbunden und dann schreitet er zur nächsten Stufe voran und so weiter. Den Einfluss, den er von Oben erhält, geht durch alle Stufen hindurch, um ihn zu erreichen. Sein Weg in Richtung Ziel ist ein Aufstieg über alle Stufen von unten nach oben und in diesem Prozess wird man allmählich der Welt der Unendlichkeit gleich.

Jeder von uns ist das Ergebnis Jahrtausende der Entwicklung unserer Ahnen. Doch die direkte Verbindung eines Menschen ist die zu seinen Eltern. Sie geben ihm die Eigenschaften und die Erziehung, die ihn in seinem Innern und auch äußerlich formt.

Das gleiche geschieht in der Wissenschaft der Kabbala. Sie hat sich über Jahrtausende hinweg entwickelt und jeder einzelne Kabbalist aus Tausenden von Kabbalisten, tat etwas Einzigartiges, um diese Weisheit heute an uns zu übermitteln, der Zeit, in der die gesamte Welt erwachen muss.

Trotzdem besteht unsere engste Verbindung zu den allerletzten der Kabbalisten: Baal HaSulam und Rabash. Sie sind unsere Eltern. Sie sind diejenigen, die uns das Leben und die Erziehung geben, die uns formen. Sie verbinden uns mit dem System, dass zur Unendlichkeit führt und wir führen diesen Aufstieg mit ihrer direkten Hilfe und kraft ihrer Lehre durch.

Deshalb ist es für uns so wichtig, die Methode, die sie an uns weitergegeben haben, auszuführen – ihre Erziehung. Wenn wir die Stärke haben, an diesen großartigen Eltern festzuhalten, die uns vom Schöpfer gesandt wurden, dann werden wir ganz sicher Erfolg haben.

Wir sehen schon, wie sehr sie für uns sorgen. Wir werden erkennen, dass ihre Seelen immer mit uns verbunden sind und für uns sorgen. Alles „Höhere“ empfangen wir nur durch sie und nur in dem Maße, wie wir ihren Rat ausführen.

Lasst uns hoffen, dass wir das, was sie erlangt und an uns weitergegeben haben, verdienen und wert sind. Das gesamte Licht ihrer Stufe ist bereit, von uns entgegen genommen zu werden. Durch sie werden wir fähig sein, eine Verbindung mit dem Licht – dem Schöpfer – aufzubauen.

Baal HaSulam sprach darüber, wie die Wissenschaft der Kabbala, angefangen mit dem Jahr 1995, beginnt, enthüllt zu werden und wie Tausende Mensch zu ihr finden werden. Er sprach über uns. Es gibt keine andere Gruppe, die jeden akzeptiert, der die Höhere Welt enthüllen möchte und die seine Lehre verbreitet. Darum müssen wir stolz darauf sein und uns weiterhin gleichzeitig bemühen, damit wir solch eine wohlwollende Behandlung von Oben verdienen.

Baal HaSulam schreibt in „Die Lösung“, dass ein Mensch versuchen muss:

1. selbst die Spiritualität zu erlangen und/oder
2. sie zu verbreiten und anderen dabei zu helfen, sie zu erlangen.

Ein Mensch korrigiert seine Seele auf beide Weisen. Wenn wir versuchen, seine Lehre an andere weiterzugeben, erreichen wir mit unserer Handlung eine Korrektur, egal wie sehr wir Spiritualität erlangen und das ist eine große Erfüllung der Aufgabe, auf die wir stolz und worüber wir froh sein müssen.

So lasst uns einen Toast auf diese große Seele aussprechen, die uns mit dem Schöpfer verbindet. Jeder einzelne von uns wurde wahrhaftig von Oben erwählt. Jeder einzelne von uns hat das Vorrecht und Privileg empfangen, eine Verbindung mit dieser Seele herzustellen, mit dieser Lehre verbunden zu sein und sie zu verbreiten.

Erweisen wir uns würdig, Bnei Baruch genannt zu werden. Denn Baruch – Gesegnet – ist der Name des Schöpfers.
(Aus meiner Rede am Grab Baals HaSulams am Morgen des 29.09 2009)

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Das System der Seelen ermöglicht, dass zwischen ihnen Licht fließt

Es gibt nur eine Schöpfung – das Verlangen, sich mit dem Schöpfer zu erfüllen – in Milliarden Seelenteile geteilt. Mit ihren korrigierten Seelen haben die Kabbalisten der Vergangenheit ein System entwickelt, durch das wir das korrigierende Licht empfangen können. Um es zu empfangen, müssen wir:

  • Versuchen, uns durch die Vereinigung mit anderen, über unseren Egoismus zu erheben; und
  • Danach streben, das korrigierende Licht zu empfangen und ihre Bücher studieren.

Inmitten von sieben Milliarden Seelen gibt es besondere Seelen, die eine Verbindung unter sich herstellen – diese sind die Seelen der Kabbalisten. Während sie innerhalb des umfassenden Systems der Seelen existieren, wie Rosinen im Müsli, stellen sie eine Verbindung untereinander her, die es dem Licht ermöglicht, zwischen ihnen zu fließen.

Indem wir uns danach sehnen, uns mit diesen höheren Seelen zu verbinden und indem wir lesen, was sie geschrieben haben, trachten wir danach, so zu werden wie sie. Das hat zur Folge, dass ihr Licht ebenfalls auf uns wirkt und ohne das Verlangen, uns zu verbinden, kann das Licht nicht in uns enthüllt werden. Hier wirkt ein einfaches physisches Gesetz: ohne die Verbindung kannst du nicht empfangen.

Da jedoch das System schon solche Seelen hat, die sich miteinander verbunden haben, macht sich jeder das gleiche Licht zunutze, das zwischen diesen besonderen Seelen existiert und auch für andere scheinen kann – jeder, der danach verlangt, sich mit ihnen zu verbinden und die äußeren Mittel besitzt, um das zu tun – die Bücher und die Verbindung mit einer Gruppe.

Genauso sorgen Erwachsene für Kinder. Vorab entwickeln sie alle nötigen Voraussetzungen, um in dieser Welt zu agieren. Der Kleine strebt zu den Erwachsenen und möchte sich ihnen anschließen, um von ihnen zu lernen. Auf diese Weise wächst er heran.

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Bis auf das Notwendige sollte alles dem Geben gewidmet sein

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können die Menschen ermitteln, was heutzutage eine Notwendigkeit ist?

Meine Antwort: Das Niveau des Notwendigen ist ein mittleres Niveau des Wohlergehens an dem Ort, wo ein Mensch lebt. Es gibt viele Methoden, das tatsächliche mittlere Niveau zu ermitteln. Baal HaSulam behandelt das im Detail im Artikel „Die zukünftige Generation“. Er bezieht sich auf allerlei Arten von Gremien, die die tatsächlichen Bedürfnisse jedes Menschen untersuchen und erfüllen könnten.

All das wird nach den Bedürfnissen eines Durchschnittsmenschen bemessen. Sagen wir, dass jede Familie einen Raum für jedes Familienmitglied haben muss. Jeder Mensch muss eine Arbeitsstelle haben. Die Familie muss ein Auto haben, um zur Arbeit und zurück zu kommen und für andere Notwendigkeiten. All das wird in Übereinstimmung mit Veränderungen, die in der Welt geschehen, bestimmt. Gleichwohl muss eine Familie alles haben, was sie braucht, um normal existieren zu können.

Tatsache ist, dass das Problem nicht das ist, was man besitzt, sondern die Einstellung dazu. Letztendlich möchte der Schöpfer nicht, dass man leidet. Das Ziel der Schöpfung ist, die Geschöpfe zu erfreuen. Deshalb beschränke dein irdisches Leben auf die Bedürfnisse deines physischen Körpers – nicht mehr und nicht weniger.

Man muss seine Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie, Gesundheit, Ehre, Macht und Wissen erfüllen. Man sollte keinen Mangel in solchen Verlangen spüren und sie sollten in dem Maße erfüllt werden, indem sie eine wesentliche Notwendigkeit für das Leben des tierischen Körpers darstellen. Alles, was über das Notwendige hinausgeht, sollte zum Geben an seine Mitmenschen verwendet werden.

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Was du wissen musst, damit du in allem Erfolg hast

In der Kabbala wird das Gebet MAN genannt und es kennzeichnet einen Zustand, in dem das Verlangen eines Menschen mit dem Verlangen des Schöpfers abgestimmt ist. Wenn dies geschieht, vereint sich das Verlangen der niedrigeren Stufe mit dem Verlangen der Höheren Stufe und sie werden als ein Verlangen ausgeführt.

Wenn die niedrigere Stufe nur eines möchte: So zu werden, wie die Höhere Stufe, dann wird die Höhere Stufe sofort auf die Bitte der niedrigeren Stufe antworten. Die Höhere ist dazu immer bereit und wenn die niedrigere die richtige Bitte ausstößt, öffnet das die Tür zum Strom des Lichts, der von Oben herabsteigt. Zur richtigen Bitte zu gelangen, macht also unsere gesamte Arbeit aus!

Die Welt versteht dieses Prinzip nicht. Die Menschen denken, dass sie selbst etwas tun könnten. Die gesamte Welt dreht sich nur um das Verlangen, erfüllt zu werden, welches ihr einziges Verlangen ist, das Einzige, wofür sie leben und das Einzige, das sie wahrnehmen. Die Menschen spüren nicht die Kräfte, von denen sie gelenkt werden und deshalb erscheint es ihnen, als ob sie selbst Dinge ändern könnten, indem sie ihre egoistischen Verlangen gebrauchen. Tatsache ist jedoch, dass die Menschen die Dinge nur schlimmer machen können, denn während sie sich selbst mit solchen Versuchen davon abhalten, versäumen sie die Korrekturen, die sie machen sollten.

Für uns ist es notwendig zu verstehen, dass wir das direkte Ergebnis der Handlungen des Lichts sind. Nur das Licht kann uns und die Welt verändern. Ich muss also nicht nach einer Kraft in mir suchen, die mir hilft, mich zu verändern. Ich habe nichts und niemanden, wohin ich mich wenden kann – nur das Licht! Ich muss mich fühlen, als ob ich an Ihm „hänge“, wie ein Samentropfen im Schoß einer Mutter.

Während ich spirituell aufsteige, werde ich nicht vom Licht unabhängig. Ich bleibe vollständig am Licht hängen und bleibe völlig von Ihm abhängig. Und ich werde fortwährend mehr und mehr an Ihm „hängen“, bis ich vollkommen mit Ihm verschmolzen bin.

Deshalb muss ich, wenn ich irgendwas in mir verändert haben möchte, seien es meine Gedanken, meine Gefühle oder Zustände, diese Veränderungen von dem Licht fordern. Das Einzige, was ich selbst tun kann ist, meine Bitte an das Licht zu verströmen.

Wenn ein Mensch lernt, wie man ständig Veränderungen vom Schöpfer fordert, dann wird er in allem erfolgreich sein und er wird die denkbar kürzeste Zeit brauchen. Unser größtes Problem ist, dass wir vergessen, dass das Licht das einzige ist, das handelt.

(Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbala Unterricht)

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