Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Die Kabbala ermöglicht uns die wissenschaftliche Erforschung der gesamten Schöpfung

Die Kabbala ist eine Wissenschaft und Kabbalisten sind Wissenschaftler, welche die Höhere Welt und die Vereinigte Kraft, den Schöpfer, wirklich enthüllen. Die Enthüllung geschieht, indem man seine Natur korrigiert und sie in die Natur der Höheren Welt transformiert.

Es gab Kabbalisten, welche die Verhüllung (Zimzum Alef und Zimzm Bet) der Welten Azilut, Beria, Yetzira, Assiya und sogar der Welt Adam Kadmon und der Welt der Unendlichkeit durch die Führung einer und dreier Linien und so weiter, enthüllten. Jeder dieser Kabbalisten machte eine Enthüllung in dem Maße seiner Korrektur.

Doch solange die Seelen fein (nicht sehr egoistisch) sind, können Kabbalisten nicht sehr viel enthüllen, da es ihnen an einem Instrument fehlt, das dafür groß genug ist. Das reflektierte Licht (Or Choser) ist schwach und erreicht nicht die höheren Stufen. Daher enthüllten die Kabbalisten der Vergangenheit die Schöpfung im Allgemeinen, ohne bestimmte Details.

Mit der Zeit gingen die gleichen Seelen durch viele Reinkarnationen und häuften zusätzlichen Egoismus (Aviut) und Verlangen an. Dadurch wurden sie fähig, mit korrupterem Material zu arbeiten. Deshalb erforschten sie die Materie der Schöpfung, das Werk des Schöpfers (Avodat HaShem) auf eine tiefere Weise.

Diese Erforschung gleicht der Forschung in jeder anderen Wissenschaft. Die äußere Wissenschaft bietet ein Wissen und das, was man erreichen kann, das äußerlich ist, d. h. es geht dabei nur um unsere Welt. Sie verändert uns nicht. Doch die Kabbala andererseits gibt uns einen höheren Verstand und höhere Empfindungen, korrigiert den Menschen selbst. Deshalb finden wir unsren Weg in eine neue Welt, weil wir uns verändern und die Welt ebenfalls.

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Frieden schaffen in der Höheren Welt bringt Frieden für alle

Es ist unmöglich, mit der alten egoistischen Einstellung in eine neue Realität einzutreten. Alle Arten von „grünen“ Bewegungen rufen uns auf, die Natur zu lieben und sie zu umsorgen, weil ja der ganze Planet unser Haus ist. Aber wir sind zu einer solchen Beziehung zur Natur nicht fähig. Der Mensch kann nicht begreifen, dass ihm die ganze Welt gehört und dass sich die gesamte Menschheit in ihm befindet.

Der Mensch muss den Schöpfer enthüllen und von Ihm die Kraft erhalten, um ein neues System der Beziehungen mit der ihn umgebenden Welt über seinem Egoismus aufzubauen. Anders ausgedrückt, heute trennt der Hass uns voneinander, doch indem wir diesen Hass überwinden, enthüllen wir dieses neue System der Beziehungen – ein System der Liebe.

Dies kann nur durch den Schöpfer geschehen, den wir an uns heranziehen, sodass Er diese Verbindung zwischen uns aufbauen wird. Der Eine, der Frieden in der Höheren Welt schafft, wird Frieden in uns schaffen!

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Aus sich selbst heraustreten, um den Schöpfer zu hören

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet es, die Stimme des Schöpfers zu hören? Bedeutet es einfach, sich daran zu erinnern, dass es außer Ihn niemanden gibt?

Meine Antwort: Nein, wir müssen versuchen diese innere Stimme in uns zu fühlen, was wir durch den Einfluss des Umgebenden Lichts tun können. Wir müssen die Empfindsamkeit unserer Seele ausweiten, um zu fühlen, dass wir hören müssen, wie sich der Schöpfer an uns wendet. Die Höhere Kraft möchte enthüllt werden und klopft an unsere Herzen, jedoch sind wir noch nicht in der Lage, sie zu fühlen.

Der Schöpfer ist in mir, aber ich fühle Ihn nicht! Woran mangelt es mir? Die Wahrheit ist, dass ich nicht genug Wert auf die Eigenschaft des Gebens lege, aus mir heraustrete und mich über meinen Egoismus erhebe. Wenn ich jedoch aus mir selbst herauskomme und in die Gruppe eintrete, werde ich Seine Stimme in der Verbindung zwischen uns fühlen.

Ich habe keinen Sender in mir, den ich auf den Schöpfer einstellen kann. Dieser Sender ist außerhalb von mir, in der Verbindung zwischen jenen, die nach dem Schöpfer streben. Wenn die Eigenschaft des Gebens meine Eigenschaften zu beherrschen beginnt, dann werde ich Ihn fühlen.

Suche in deinem Herzen, worüber du mit Ihm sprechen kannst. Es kommt nicht darauf an, ob es gut oder schlecht ist, sondern es sollte aus der Tiefe deines Herzens kommen. Dies wird als Gebet bezeichnet – Arbeit im Herzen hinsichtlich deiner Gedanken, Absichten und Verlangen – alles was mit dem Schöpfer verbunden werden kann.

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Die Enthüllung des Schöpfers ist ein „Upgrade“ des Schöpfungsprogramms

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist „die Enthüllung des Schöpfers in der Schöpfung“?

Meine Antwort: Es bedeutet, dass die Schöpfung (das Verlangen zu genießen) die Eigenschaft des Schöpfers erlangt, welcher gebend ist. Wenn die Schöpfung dieses Ziel erreicht, erwirbt sie die Kraft, das Verlangen und die Absicht, welche allgemein als „Geben“ bezeichnet werden. Das ist die Bedeutung davon, dass die Schöpfung den Schöpfer enthüllt.

Die Enthüllung des Schöpfers, die Eigenschaft des Gebens, vollzieht sich innerhalb der Schöpfung. Das bedeutet, dass die Schöpfung ein neues Programm der Lenkung erhält, ein neues Programm, welches sie in Bewegung setzt. Zuvor wurde ihr Verlangen zu genießen durch Genüsse, welche sie in sich gefühlt hat, angetrieben. Aber nun wird ihr Verlangen zu genießen durch Genüsse gesteuert, die sie in anderen fühlt und enthüllt.

Dies wird als Enthüllung des Schöpfers innerhalb der Schöpfung bezeichnet. Das Ziel der Wissenschaft der Kabbala ist, diese Enthüllung zu erleichtern, unser inneres Programm (das Programm, welches unser Verlangen und unsere Materie lenkt) einem Upgrade zu unterziehen – vom Empfangen zum Geben hin. Die Enthüllung der Eigenschaft des Gebens innerhalb des Menschen wird Enthüllung des Schöpfers genannt.

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Aus der Lektion zum Artikel „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“

Schau niemals zurück

Eine Frage, die ich erhielt: Müssen wir die Zustände, durch die wir gegangen sind, wertschätzen?

Meine Antwort: Allgemein uns als Regel sollten wir nicht auf die Vergangenheit zurückschauen, egal ob sie gut oder schlecht war! Das ist ein falsches Verhalten, eine Klipa! Ich beginne, mich selbst für das, was ich getan habe, aufzufressen, ich erinnere mich daran, was ich einmal zu wem gesagt habe, wie schlecht ich gehandelt habe, doch das Wichtigste ist, dass ich daran nichts ändern kann!

Jede Bezugnahme auf die Vergangenheit und jede Berechnung in Bezug darauf sind unakzeptabel. Schau nur nach vorne, denn dort ist der Schöpfer – vor dir! Du gräbst in dir selbst herum, in deinen Erinnerungen, anstatt dich auf die Arbeit mit dem Schöpfer zu konzentrieren.

Bedenke, es gibt keine Vergangenheit!

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Dinge, die gleich klingen, können gegensätzlich sein

Eine Frage, die ich erhielt: Kabbala spricht über Geben und Einheit. Ist das nicht gleich den kommunistischen Ideen, die Leute abschrecken?

Meine Antwort: Die Idee des Kommunismus war in sich selbst nicht schlecht, aber dessen Problem war, dass er keine Mittel hatte, die menschliche Natur zu ändern. Das geschah im sozialistischen Russland und in den israelischen Kibbuzim. Sie hatten nicht die richtige Methode.

Kabbalisten scheinen die gleichen Worte zu benutzen und das gleiche Ziel zu verfolgen. Allerdings waren Kommunisten säkular, wohingegen Kabbalisten über den Schöpfer sprechen. Dennoch ist auch dies irrelevant, da der Schöpfer eine altruistische Wesensart ist, und die Schöpfung eine Person, die Erfüllung verlangt. Das ist alles. Der grundlegende Unterschied zwischen Kabbala und Kommunismus besteht in etwas anderem: Wie kann die menschliche Natur des vollendeten Egoismus geändert werden, so dass die Menschen beginnen, ihre Nächsten zu lieben?

Wenn die Sozialisten doch nur eine Möglichkeit hätten, ihre egoistische Art zu ändern! Dennoch, keine Macht in unserer Welt ist in der Lage, die Natur des Menschen zu verändern, da unsere ganze Welt egoistisch ist. Alle menschlichen Verlangen, Taten und Gedanken sind absolut egoistisch und demzufolge besitzt unsere Welt keine geeignete Kraft, die fähig ist, uns zu korrigieren.

Wenn „ein Punkt im Herzen“, ein Embryo der Eigenschaft des Gebens (Bina), sich in einem Menschen bildet, dann kann er sich selbst ändern und die Eigenschaft des Gebens durch die Methode der Korrektur, die Kabbala, erlangen. Dies wird ihm erlauben, sich mit anderen Seelen zu verbinden und innerhalb der Vereinigung wird er die Höhere Kraft, die ihn geschaffen hat, offenbaren – den Schöpfer.

Sozialismus, Kommunismus und andere Methoden sprechen über etwas, das ähnlich klingt wie Kabbala. Dennoch, der einzige Weg, um die Vereinigung zu verwirklichen und die Höhere Form des Lebens zu offenbaren (die spirituell und ewig ist), geschieht mit der Hilfe einer äußeren Kraft – dem Schöpfer.

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Wahrer Genuss kommt vom Geben

Der Schöpfer möchte, dass die Schöpfung Ihm gleich wird, genauso ewig und vollkommen. Deshalb pflanzte Er Seine Eigenschaft des Gebens durch eine Explosion in die Schöpfungseigenschaft des Empfangens ein. Durch diesen Zerbruch in der Höheren Welt sind wir als kleine Egoisten in dieser Welt geboren worden. Aber im Prozess unserer Entwicklung beginnt sich die Eigenschaft des Gebens in uns zu offenbaren.

Vor allem in unserer Generation, wo wir als Menschheit unseren größtmöglichen Egoismus erreicht haben, entdecken wir seine Leerheit. Deshalb sind so viele Menschen depressiv. Aber plötzlich, genau in dieser Situation, wie bei einem Lichtstrahl in einem dunklen Königreich, können wir den Eingang in die Höhere Welt erkennen!

Ein neues Verlangen zieht uns irgendwohin und flößt uns Hoffnung ein. In unserer Generation spüren bereits viele Menschen diesen Zusatz zu ihrem normalen Egoismus, der sich in uns in mehreren tausend Jahren entwickelt hat.

In der vorherigen Generation erwachte dieser kleine Funke, genannt „der Punkt im Herzen“, der Keim einer altruistischen Absicht, nur in speziellen auserwählten Leuten, die Kabbalisten wurden. Heute jedoch fühlen Millionen von Menschen diese neue Qualität, die in ihnen erwacht ist. Diese zieht sie vorwärts und verlangt nach Verwirklichung. Früher wurden wir durch den Egoismus vorwärts gestoßen, aber in der heutigen Welt sieht der Egoismus nichts Erstrebenswertes mehr, dem er nachjagen müsste.

Dieses neue Verlangen beginnt mit der Frage, „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Wir fühlen Leerheit und sehen, dass es unmöglich ist, eine egoistische Erfüllung zu erlangen. Wie auch immer, es gibt eine andere Seite der Frage, „Wovon erhalte ich Genuss?“ Die gegenteilige Erkenntnis ist: „Wem kann ich Freude bereiten?“ Das ist dann, wenn ein Mensch beginnt, eine Notwendigkeit im Geben zu fühlen. Er fühlt, dass er darin wahre Erfüllung erhält.

Das Ergebnis spiritueller Arbeit ist nie das, was man erwartet


Unsere Arbeit ist es, mit unserer Korrektur zu beginnen, doch sollten wir uns nicht um ihre Vollendung sorgen. Das heißt nicht, dass man die Arbeit mittendrin liegen lassen soll, sondern man muss das Ergebnis immer als das Richtige betrachten, weil es vom Schöpfer kommt.

Wir denken nur, dass wir wissen, wie sich alles entwickeln muss. Doch in Wirklichkeit geschieht auf einmal etwas Gegenteiliges. Wir werden vom Höheren Licht und der Umgebung beeinflusst und ändern uns demnach. Daher sehen wir, dass die Arbeit, mit der wir angefangen haben, ganz falsch war. Und dann fangen wir noch einmal von vorne an.

Dies ist die Arbeit unserer Korrktur, „die Korrektur unserer Fehler“, die der Schöpfer für uns vervollständigt. Wir müssen immer wieder, ohne zu verzagen, von vorne anfangen und versuchen, zu Ihm durchzubrechen, zur Eigenschaft es Gebens in uns.

Wir müssen jede Anstrengung unternehmen, um diese Handlung zu vollenden, auch wenn das Ergebnis völlig anders als das Erwartete sein wird. Dies geschieht, weil das Licht uns ins Gegenteil verwandelt. Aus diesem Grund machen wir so viele Veränderungen bei der spirituellen Arbeit durch.

Tatsache ist, dass wir nicht wissen, wie das Ergebnis sein soll. Wir wissen nicht, was die Eigenschaft des Gebens ist, und darum haben wir keine Ahnung, welches Ergebnis jeder Schritt bringen wird. Wenn unsere Anstrengungen in etwas Gegensätzlichem resultieren, als wir gedacht haben, dann kann das sogar ein gutes Zeichen sein, dass wir der Wahrheit näher kommen.

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Es gibt keine Zeit, nur eine Veränderung unserer Verlangen

Eine Frage, die ich erhielt: In der letzten Ausgabe von „Frag den Kabbalisten“ gab es eine Diskussion über Träume. Sie erzählten uns über Ihren Traum, der sich später erfüllte. Sie erklärten, dass dies nur in dem Moment begriffen wird, wo etwas vor uns auftaucht, und es so ist, als ob wir nach diesem Augenblick in Fluss sind. Passt der Ausdruck „Déjà-vu“ darauf? Ist ein „Déjà-vu“ tatsächlich ein Traum, den ein Mensch einmal hatte?

Meine Antwort: Alles ist in uns. Es gibt keine Zeit, sondern nur eine Veränderung in unseren Verlangen. Die Gegenwart ist ebenfalls ein Traum, genau wie alle anderen Empfindungen, bis wir beginnen, die Höhere Welt wahrzunehmen, uns über uns selbst und unsere Verlangen zu erheben und sie aus der Sicht des Schöpfers sehen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
Blog-post: Forscher entschlüsseln das Geheimnis des Deja Vu
Baal HaSulam Artikel: „Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala“

Belohnung und Bestrafung neu betrachtet

Der Mensch denkt, dass wenn sein Leben zu Ende ist, er in der nachfolgenden Welt eine Belohnung dafür erhalten wird, dass er sich gut und treu verhalten und alles ausgeführt hat, was seine Religion von ihm forderte. Aber was kann er erhalten, wenn er sein Verlangen nicht dafür vorbereitet hat?

Seine Verlangen sind auf die Vergnügungen dieser Welt ausgerichtet – Vergnügungen, die in der spirituellen Welt nicht existieren! Die primitiven Vorstellungen des Menschen lassen ihn die Entscheidung treffen, in dieser Welt so viele „Dinge“ wie möglich anzuhäufen, um diese dann alle ins Grab mitzunehmen.

Wenn wir uns den Schöpfer wie einen König vorstellen, für den wir arbeiten müssen, dann sind wir wie die religiösen Menschen. Der Schöpfer ist in uns; Er ist die Eigenschaft von Geben und Liebe, die wir hier und jetzt erwerben müssen.

Deshalb müssen wir an uns arbeiten, um uns selbst zu korrigieren, anstatt von einem erfundenen mächtigen Herrscher belohnt oder bestraft zu werden. Das ist der Unterschied zwischen Kabbala und Religion, und der Grund, warum wir die Kraft der Korrektur brauchen – die Kraft der Kabbala, oder der Tora. Denn deren Licht führt uns zur Quelle zurück – zum Schöpfer.

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