Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Schöpfer'

Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 12

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen der Kabbalisten schreiten

Dies bedeutet, durch die Anheftung an weise Schüler ist es möglich, Unterstützung zu erhalten (sich vor ihnen annullieren). Mit anderen Worten, nur weise Schüler (die mithilfe ihrer korrigierten Eigenschaften den Schöpfer begreifen) können ihm helfen und nichts anderes. Selbst wenn er groß ist in der (gewöhnlichen) Tora (und nicht in der Kabbala), wird er dennoch „einfach“ genannt, wenn er nicht das Lernen vom Munde des Schöpfers (Ähnlichkeit der Eigenschaften des Gebens) erlangt hat.

Daher muss der Mensch sich dem weisen Schüler unterwerfen und ohne Widerrede alles annehmen, was der weise Schüler ihm aufgibt (ihm zeigt, wie man die Eigenschaft des Gebens erreichen kann), nur auf dem Wege „über dem Verstand“.

Baal haSulam. Schamati. 105. Ein weiser Schüler und Bastard rangiert vor einem hohen aber gewöhnlichen Priester.

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Du hast einen Teil der zukünftigen Welt in dir!

Auf dem vergangenen Mega-Kongress haben wir Funken von Bina erhalten, uns von dem Gefühl des Gebens, der gemeinsamen Verbindung, der Gemeinschaft überwältigen lassen – jetzt habe ich das nicht mehr, doch dieses Bedürfnis, das leere Verlangen, ist geblieben!
Natürlich leide ich deswegen – ich muss unverzüglich meine Verbindung zu den Anderen erneuern lassen, das Licht anziehen, gemeinsam mit allen anderen handeln, einen ganzen Mechanismus dafür erschaffen.
Das alles ist jedoch ein Empfinden meines ersten spirituellen Verlangens! Ich habe zum ersten Mal ein spirituelles Gefäß erhalten, das ich vorher noch nie gehabt habe – ich hatte nur tierische und „allgemein-menschliche“ Verlangen. Nun aber habe ich die Leere von Bina – die Wahrnehmung des Nächsten, die vollkommen auf dem Geben aufgebaut ist – erhalten.
Ich habe gespürt, dass es außer mir noch jemand anderen in der Welt gibt! (und zwar nicht nur als Objekt zum Ausnutzen) Dieses Gefühl habe ich von Bina erhalten.
Das „Verlangen zu genießen“ verspürt so etwas nicht: ein Löwe, der einen Hirsch fresen will, verhält sich ihm gegenüber nicht wie zu einer Persönlichkeit. Er sieht einfach Dutzende von Kilos Fleisch vor sich, die er zum Überleben benötigt.
Er betrachtet alles, was sich vor ihm bewegt, nur aus diesem Blickwinkel. Er hat keine persönliche Beziehung zu seiner Umgebung, er will niemandem Böses tun.
Doch Bina, die sich in uns befindet, ist ein Teil des Höheren, die Eigenschaft des Schöpfers, und sie eröffnet eine Beziehung zu den „Menschen“ in uns. Während des Kongresses erlange ich diese Beziehung zum Nächsten, seine Wichtigkeit, und dadurch empfange ich Genuss, Erfüllung.
Nach Beendigung des Kontaktes fühle ich mich schlecht. Nicht weil mein Verlangen einfach gewachsen ist, sondern es gehört bereits einem ganz anderen Gebiet, der spirituellen Dimension, an.
Das ist ein Teil der zukünftigen Welt! Deshalb kann er auch nur von dort erfüllt werden, mit Hilfe der Gruppe, des Studiums, der gemeinsamen Handlungen.
Darin befindet sich das Heilmittel. Genau das bedeutet, den Weg des Lichtes zu gehen: selbst in sich das Verlangen aufzubauen und sich im vorhinein, um dessen Erfüllung zu kümmern – sich wie ein Greis fortzubewegen, der nach vorne gebeugt geht und bereits im Vorfeld sucht, als ob er irgendetwas verloren hätte…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 16.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 6

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Wer ist ein Kabbalist?

Es wird klar, über welchen Vorzug (besondere Eigenschaft und Wissen, Herz und Verstand) der Mensch verfügt, der dessen würdig wurde, wieder mit dem Schöpfer zu verschmelzen, was bedeutet, dass er der Ähnlichkeit mit den Eigenschaften des Schöpfers würdig wurde, dadurch, dass er kraft der Tora (des Lichtes der Korrektur) den (egoistischen) Willen zu empfangen, der in ihm eingeprägt war, ins Gegenteil verwandelte, weil dieser Wille eben das war, was ihn vom Wesen des Schöpfers (der vollkommenen Güte und des Gebens) trennte, und er ihn (eben von seinem Egoismus) in den Willen zu geben verwandelte.

Und alle seinen Handlungen sind nun nur auf das Geben ausgerichtet und darauf, den Nächsten Nutzen zu bringen (worin er dem Schöpfer ähnlich ist). Und dadurch, dass er sich den Eigenschaften des Schöpfers anglich, gleicht er jenem Organ, welches einst vom Körper abgeschnitten war, aber zurückkehrte und sich wieder mit dem Körper verband. Und wieder kennt es die Gedanken des Körpers, wie es sie kannte, bevor es sich vom Körper trennte.

So auch die Seele (der Punkt im Herzen eines jeden, das Streben nach dem Schöpfer, nachdem es im Menschen erwacht): Nachdem sie (durch die Korrektur ihrer selbst durch das Licht) eine Schöpferähnlichkeit (die Eigenschaft des Gebens anstelle der ursprünglichen Eigenschaft des Empfangens) erreicht, kehrt sie (zur Vereinigung zu einem Ganzen mit dem Schöpfer) zurück und kennt wieder Seine Gedanken (wie ihre eigenen, weil sie die Verschmelzung mit Ihm erreicht hat), wie sie diese vor der Trennung von Ihm aufgrund der (von ihr festgestellten) Unterscheidung der Eigenschaften des Willens zu genießen (von den Eigenschaften des Lichts, des Schöpfers) kannte.

Und dann erfüllt sich das damit Gesagte: „Erkenne den Schöpfer, deinen Vater“, weil sie dann des vollkommenen Wissens gewürdigt wird; sie erkennt die Vernunft des Schöpfers und wird der Offenbarung aller Geheimnisse der Tora gewürdigt, da die Gedanken des Schöpfers die Geheimnisse der Tora sind.

(Als Geheimnisse werden Verlangen und Gedanken des Schöpfers bezeichnet, weil sie vor dem Menschen aufgrund der Unterscheidung der Eigenschaften verborgen sind und ihm im Maße der Eigenschaftsähnlichkeit zwischen ihm und dem Schöpfer zugänglich werden).

Baal haSulam „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“

Verbindung zwischen Gruppe und Unternehmen

Alle glauben, dass die Arbeit, die wir tagsüber verrichten, zum „Unternehmen“ und unser gemeinsames Studieren oder die Abendunterrichte zur Gruppenarbeit gehören. Doch es ist falsch.
Zum „Unternehmen“ gehört alles, was sich auf die Herausgabe von Materialien, Medien, die Vorbereitung auf verschiedene Events bezieht, körperliche, materielle Arbeit.
Wenn wir jetzt das Schabbat-Essen vorbereiten, dann gehört das zum Unternehmen! Weil es dort einen Küchenchef, Verantwortliche und ausführende Arbeitskräfte gibt. Und es spielt keine Rolle, ob das freiwillige oder bezahlte Kräfte sind.
Die Gruppe aber ist eine Einheit von Ideen, wo jeder bereit ist, indem er seinen Egoismus annulliert, sich mit den anderen zu verbinden, um den spirituellen Zustand zu erreichen.
Wir verbinden uns, um eine Zeitung, eine Internetseite, eine TV-Sendung u.a. zu produzieren. Alle diese Handlungen sind ihrer Natur nach Gruppenhandlungen, doch um ein Resultat zu erzielen, müssen alle bereit sein, sich zu einer Pyramide zu verbinden: Vorgesetzter/Mitarbeiter, wie in jedem Unternehmen, das ein Produkt herstellt.
Und es spielt keine Rolle, ob man bezahlt wird oder nicht, welche Arbeitszeiten man hat, ob man eine Mahlzeit im Zentrum vorbereitet oder eine TV-Sendung dreht.
Wenn du, mein Vorgesetzter, mir Anweisungen erteilst, muss ich, dir untergeordnet, sie ausführen. Obwohl wir ursprünglich freiwillig als gleichberechtigte Partner eine Entscheidung getroffen haben, uns zu verbinden.
Das heißt, bei allen unseren Unternehmungen gehen wir freiwillig Verpflichtungen ein, jeder nach eigenen Kräften, gleichzeitig verpflichten wir uns aber, Ordnung, Disziplin und Hierarchie einzuhalten.
Innerlich sind wir also alle gleich, eine Gruppe (Kreisform), doch äußerlich befinden wir uns im Verhältnis Vorgesetzter/Mitarbeiter (Pyramidenform).
Eine Vereinigung innerhalb des Unternehmens bedeutet, dass wir uns vereinen, um eine Verbindung von Freunden im Rahmen des Unternehmens umzusetzen.
Wir bewahren die Hierarchie, weil wir unsere Verbindung bewahren wollen. Mein Verlangen, der Gruppe anzugehören, verpflichtet mich, mich der Hierarchie unterzuordnen, und ich beuge mich und höre auf denjenigen, der als Vorgesetzter bestimmt wurde.
Nehmen wir an, ich wurde heute zum Arbeiten in die Küche geschickt, und ich mache das, was mir der Vorgesetzte sagt. Ich kann vielleicht klüger und fähiger als er sein, aber die Freunde haben entschieden, dass wir nach einem Dienstplan arbeiten, ich komme zu meinem Dienst, und dort sind wir keine Freunde.
Ich muss mich zu der Arbeit begeistern lassen, indem ich den Kraftstoff von der Gruppe erhalte, doch arbeiten muss ich so, wie sich das in einem Unternehmen gehört.
Ungeachtet dessen, dass jemand nach seiner Hauptarbeit für einige Stunden mit dem Verlangen, sich zu beteiligen, gekommen ist, wird er in dieser Zeit zu einem Unternehmensmitarbeiter, als ob er dafür bezahlt würde, denn er ist gekommen, um zu empfangen, ob für das spirituelle oder das materielle Vorankommen, spielt keine Rolle. Er bekommt die Erfüllung, egal, in welcher Form!
Doch aus irgendeinem Grund trennen die Menschen das eine von dem anderen und wundern sich, warum etwas von ihnen verlangt wird – wir sind doch Freunde in der Gruppe! Nein! Wir sind Arbeiter der spirituellen Front! Wir arbeiten bei dem Schöpfer.

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Die höhere Logik des Schöpfungsprogramms

Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist die Erreichung des Schöpfungsziels ein so schwieriger und mehrstufiger Prozess, der den Ab- und Aufstieg sowie das Zerbrechen  einschließt?

Meine Antwort: Weil er ursprünglich aus zwei entgegengesetzten Komponenten besteht, dem Licht und dem Verlangen, die eine Verbindung  miteinander auf der Grundlage ihrer entgegengesetzten Natur aufbauen.

Der Entwicklungsprozess geht aus zwei Bedingungen hervor und bedingt ein Entwicklungsgesetz: zwei ursprüngliche Gegensätze müssen am Ende zur vollkommenen Gleichheit gelangen.

Aus diesen Anfangs- und Endbedingungen geht unweigerlich der ganze Prozess hervor. Wir können nichts daran ändern bzw. nach einer anderen Logik handeln.

Es gibt harte Bedingungen: die Anfangs- und die Endbedingung.

1. Bedingung: Unendlich große Entfernung zwischen ihnen.

2. Bedingung: Ihre vollkommene Vereinigung – bis zum Schluss.

Bis dahin ist der eine gänzlich gebend und der andere gänzlich empfangend. Einerseits existiert zwischen ihnen ein endlos tiefer Abgrund, andererseits gibt es aber einen Endpunkt, an dem sie zu einem Ganzen verschmelzen.

Versuche nun, eine Formel zu schreiben, nach der man von der ersten Bedingung, der völligen Gegensätzlichkeit, zur zweiten Bedingung, der völligen Gleichheit, gelangen kann.

In der Welt der Unendlichkeit existiert bereits sowohl die Trennung dieser zwei Komponenten als auch ihre Verbindung. Obwohl es dort sowohl das Licht als auch das Verlangen gibt, sind sie miteinander verschmolzen und ergänzen einander. Diese Verschmelzung hält durch die Kraft des höheren Lichts.

Das heißt, die Endbedingung wird zuerst durch die Kraft des Lichtes, des Schöpfers, gewährleistet. Das erlaubt uns, die Formel zu enthüllen, wie dieser Übergang von einem Zustand in den anderen vollzogen werden soll.

Die potenziellen Bedingungen sind jetzt geschaffen, nun soll mit der Umsetzung begonnen werden. Die gesamte Realität enthüllt sich jetzt schrittweise Bild für Bild vor unseren Augen – vor den Augen jener Geschöpfe, die sich in der Welt der Unendlichkeit befinden. Wir verlassen sie nie.

In diesem einzigen vom Schöpfer erschaffenen Ort (Verlangen) existieren das Licht, das Verlangen und die Bedingung für deren Verschmelzung, und das alles wird gerade umgesetzt.

Aus diesem Grund werden wir selbst als Handlungen des Schöpfers, als Ergebnisse Seiner Arbeit, bezeichnet: Schöpfung, Geschöpfe.

Es ist unmöglich, hier irgendetwas zu ändern. Die Bedingungen selbst, die Anfangs- sowie die Endbedingung, bestimmen bereits alles, was geschehen wird, einschließlich des Zerbrechens.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.08.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 10

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Auf den Wegen der Kabbalisten schreiten

Deshalb hat der Mensch die Wahlfreiheit (und nur darin, denn seine übrigen Handlungen hängen nur von der Realisierung seiner Freiheit des Willens ab) den Ort auszusuchen, wo sich die Gerechten befinden (die sich anhand der Korrektur wünschen, den Schöpfer zu rechtfertigen), und (trotz der irdischen Vernunft) sich ihrer Führung unterwerfen.

Auch dann (wenn er sich vor ihnen annulliert), wird er die Kräfte (des Gebens und der Liebe) bekommen, an welchen es ihm seitens seiner eigenen (egoistischen) Natur fehlt. Und darin liegt der Nutzen, dass die Gerechten in allen Generationen unterbracht sind, damit man sich in jeder Generation an sie wenden kann, um von ihnen die Kräfte zu bekommen, die für den Aufstieg auf die Stufe des Gerechten notwendig sind.

Und deshalb (dank der Ausbildung im Geben und in der Liebe bei den Gerechten) wird der Mensch selbst zum Gerechten (und ist seinerseits verpflichtet, seine Kräfte an die Schüler weiterzugeben).

Baal HaSulam. Schamati 99. “ Ob Sünder oder Gerechte ist nicht gesagt“.

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Das Wesen der Opfergabe

Der Sohar, Kapitel „Wajeze„, Punkt 373: Bei all diesen Opfergaben, sagt es nicht „Achte darauf,“ wie geschrieben steht: „Du sollst darauf achten, zu opfern“.

Denn das Achten ist die Nukwa, welche sich an SA annähern soll, wie geschrieben steht, „Du sollst darauf achten, mir zu opfern“, opfere der Nukwa zur rechten Zeit in der Rechten und in der Linken von SA, welche Abraham und Isaak sind.

Das ganze Wesen der Opfergabe – sich anzunähern, die mMittlere Linie aufzubauen, die Wünsche aussortieren – die man in der Verschmelzung, in der Verbindung verwenden kann, und welche unmöglich zu benutzen sind, auch alles Störende zu entfernen, um die Rechte und die Linke Linien mit einander zu verbinden, damit „das Feuer ausflackert“ und das widergespiegelte Licht zum Schöpfer hinaufsteigt.

Alle Klärungen kommen nur mit Hilfe „der Opferung“ des eigenen Egoismus zustande.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 08.07.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 9

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir. [M. Laitman]

Die Wege der Kabbalisten zu wählen

Der RAMBAM spricht davon, indem er ein Beispiel aus dem Leben bringt: „Wenn eine Kolonne aus tausend Blinden einen Weg beschreitet, und es am Kopf der Kolonne wenigstens einen Sehenden gibt, so sind sie sich alle dessen sicher, dass sie auf dem geraden Weg gehen, und nicht in Gruben fallen werden und auf Hindernisse stoßen werden, weil sie von einem geführt werden, der den Weg sieht. Doch wenn es am Kopf der Kolonne keinen sehenden Führer geben wird, dann werden sie sich zweifellos vom Weg verirren und sich verlieren.“

(Somit sieht man die Rolle der geistigen Anführer in den Generationen – welche sich im Aufstieg der Generation zum Schöpfer mittels der Tora ausdrückt. Und die Pflicht der Massen besteht darin – dem sehenden Anführer zu folgen).

Baal HaSulam. Einführung ins Buch Sohar, Punkt 57.

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„Drei bis fünf Jahre“: Der Flug verläuft normal

Die Gruppe ist jenes Material, innerhalb dessen ich arbeite. Es ist der Ort, das Arbeitslabor, wo ich all meine Handlungen durchführe. Es ist jenes Visier, durch welches ich mich auf das Ziel ausrichte, denn sonst sehe ich es nicht.

Nehmen wir an, du musst mit einer Kanone auf ein spirituelles Ziel schießen. Doch wie willst du es treffen, wenn du es nicht siehst? Was soll dich genau auf den richtigen Punkt ausrichten? Du brauchst einen Außenstehenden, der das Ganze von der Seite betrachtet, sprich eine dritte Kraft, die dich lenkt.

Was ist das für eine dritte Kraft in unserem Fall? Der Schöpfer ist vor mir verborgen, ich bin auch weit weg von Ihm, deshalb wird für mich auf dem Weg eine Beobachtungsstation bzw. ein Visier, genannt „Gruppe“, aufgebaut. Wenn ich mich mit ihr verbinde und mich aus ihr heraus auf das Ziel ausrichte, werde ich es zweifellos treffen.

Ich muss mehrere Bedingungen berücksichtigen: „Entfernung“, „Wind“ u.a. Das alles finde ich in der Gruppe. Selbst ein materielles Ziel ist schwer zu treffen, und in der spirituellen Welt greifen unzählige Bedingungen, die für mich unbekannt sind.

Dieses ganze System ist vor mir verborgen. Erst später fange ich an, zu erkennen, dass ich ein kompliziertes und gewaltiges System starte, ähnlich einem Säugling, der mit seinem Geschrei alle um sich herum laufen und ganze Fabriken arbeiten lässt, damit sie ihn mit Pampers und Babynahrung versorgen.

Genauso handeln auch wir innerhalb der Gesellschaft, ohne selbst zu verstehen, wie das geschieht. Meine Verbindung mit dem Schöpfer ist zerbrochen, und wenn ich eine Verbindung mit der Gesellschaft herstelle, werde ich ohne Zweifel Ihn treffen, denn Er verbirgt sich innerhalb derselben Verbindung.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.08.2010

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Der unschätzbare Tropfen der Einheit

Alles, was mit uns geschah, alle Leiden, die wir im Laufe unserer gesamten Geschichte ertragen mussten, waren zu unserem Wohl.
Baal haSulam schreibt (Brief 23), dass ein Mensch, der einen Tropfen der Einheit mit dem Schöpfer enthüllt, mit Freuden bereit wäre, sich mehrmals am Tag Arme und Beine abhacken zu lassen, nur um ein einziges Mal in seinem Leben (!) diesen Geschmack der Verschmelzung mit dem Schöpfer zu spüren.

Und das ist keine Übertreibung! Wenn der Mensch eine Berechnung durchführen würde, wie viel Licht ihm ein einziger Tropfen der Einheit im Verhältnis zu den schrecklichsten Leiden dieser Welt bringt, würde er erkennen, dass das Eine das Andere überwiegt!
Wir begreifen nicht, was das Höhere Licht, das sich in die Seele kleidet, bedeutet … Wir glauben, dass das einfach etwas Angenehmes und Genuss bringendes ist. Wir spüren nicht, was diese Worte in Wirklichkeit bedeuten, nämlich: Ewigkeit, Vollkommenheit, Harmonie.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 17.08.2010

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