Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Resultate'

Und dass ihr mir bereit seid!

Der Schöpfer kann uns nicht vollkommen, Sich ähnlich erschaffen. Nur wir selbst, durch unsere eigenen Anstrengungen, müssen unsere schrittweise Entwicklung bis hin zu Seiner Stufe anregen.

Die Erwartungen des Schöpfers sind beständig – Er erwartet ständig von uns, dass wir versuchen, Ihm ähnlich zu werden, wie ein Kind in unserer Welt erwachsen werden will.

Die gesamte Schöpfung ist auf den Endzustand gerichtet, die gesamte Schöpfung ist die Vorbereitung darauf. Alles, was wir durchlaufen, ist dafür bestimmt, uns auf die Enthüllung vorzubereiten.

Was werden wir denn enthüllen? Den Ort, an dem wir und das Licht uns ständig befinden und der vor uns durch unsere eigenen unkorrigierten Eigenschaften verborgen ist. Es ist so, als ob wir den Nebel an dem Ort verfliegen lassen würden, an dem wir uns jetzt befinden.

Wir haben diesen Ort nie verlassen, und der Schöpfer ist nie von hier verschwunden, wir haben einfach die Fähigkeit verloren, Ihn wahrzunehmen, Er ist aus unseren Empfindungen verschwunden, hat sich „in Luft aufgelöst“…

Und nun bereiten wir uns selbst auf Seine Wahrnehmung vor, indem wir die Eigenschaft des Gebens allmählich in uns aktivieren und auf diese Weise die Erscheinung Seines Abbildes „aus dem Nebel“ zum Vorschein bringen.

Unser Austritt nach unten, aus der Unendlichkeit in unsere Welt, und die Rückkehr in sie zurück ist unsere Vorbereitung auf das Ende der Korrektur (Gmar Tikun) unserer Sinnesorgane, um den Schöpfer wahrnehmen zu können.

Von der Vorbereitung hängt alles ab. Nehmen wir ein Konzert des Philharmonieorchesters als Beispiel.

Ein unvorbereiteter Zuhörer begreift einfach nicht, wo er sich befindet. Er hat mit irgendetwas Interessantem gerechnet, hat eine Packung Chips und eine Dose Cola mitgebracht – doch anstelle der erwarteten Vorstellung hat er eine … „Sinfonie b-Moll“ bekommen.

Und neben ihm sitzt ein erfahrener Musikkenner, der jeden Ton mit Aufregung und Begeisterung verfolgt. Der Eine erlebt ein unvergessliches Wechselbad der Gefühle, den Anderen lässt nur seine Gereiztheit nicht einschlafen.

Alles hängt von der Vorbereitung ab. Der Vorbereitete genießt, der Unvorbereitete leidet.

Wenn wir ein unangenehmes Gefühl bei den Worten über das Anschließen an das absolut Gute verspüren, dann geschieht das nur, weil wir uns ungenügend vorbereitet haben.

Und deshalb müssen wir jetzt, vor dem Kongress, nur für die Vorbereitung sorgen. Und Vorbereitung bedeutet Vereinigung. Wenn wir Teile des gemeinsamen Kli zusammenfügen, werden wir darin die Resultate unserer Anstrengungen wahrnehmen.

Es ist so, als ob der Schöpfer uns ein schmeichelhaftes Feedback geben würde – und wir müssen es sehr ernsthaft aufnehmen. Die ganze Grundlage bauen wir in uns auf, von Seiner Seite gibt es keine Veränderungen, denn die Unendlichkeit ist unveränderbar. Werden wir also das wahrnehmen können, was bereits existiert?

Letztendlich müssen wir unser Herz, d.h. das richtige Verlangen, das auf das gegenseitige Geben gerichtet ist, öffnen. Wollen wir hoffen, dass wir das in den nächsten Tagen erreichen werden.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Tief bis in die Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Was wird von mir auf dem Kongress verlangt? Mich vor Schmerzen der eigenen Geburt zu krümmen oder mich vor Schmerzen der Geburt eines Freundes zu krümmen?

Meine Antwort: Weder das Eine noch das Andere. Jeder soll darauf bedacht sein, sich in die Umgebung einzufügen. Dadurch annulliert sich der Mensch und wird vom Verlangen der Freunde durchdrungen. Wenn jeder das tut, treten wir automatisch in eine tiefere Schicht unserer gegenseitigen Beziehungen ein.

Stell dir einen mehrschichtigen „Kuchen“ vor. Oben sehe ich Kongressteilnehmer, tiefer Freunde und noch tiefer vereinte Funken.

Ich will meinen Blick so weit wie möglich in die Tiefe richten, in das uns verbindende Netz, welches durch alle Schichten bis zur Unendlichkeit gespannt ist. Und das hängt nur von mir selbst ab.

Man kann vor Ungeduld hochspringen oder still stehen, doch was man äußerlich auch tun mag, das Wichtigste ist, sich maximal auf das Verlangen, unsere innere Verbindung zu enthüllen, die zweifelsohne zwischen allen Geschöpfen existiert, zu konzentrieren. Wenn ich sie enthülle, enthülle ich alles in ihr.

Dafür sage ich mich von mir selbst los und versuche, immer tiefer einzutauchen, um zu einem Teil des gemeinsamen Netzes zu werden, darein zu fließen. Diese Absicht, diese innere Konzentration reicht aus, um anzufangen, die Realität, die Authentizität der allgemeinen Einheit immer klarer zu spüren.

In unserer Welt beobachten wir die Folgen der globalen Verbindung, ähnliche Gedanken und Erscheinungen, die in verschiedenen Menschen und an verschiedenen Orten entstehen. Es sind jedoch alles Resultate, „die Spitze eines Eisbergs“. Und dort, tief im Inneren, werden wir von einer untrennbaren, eisernen Verbindung zusammengehalten.

Gerade sie müssen wir enthüllen. Dieses Bestreben genügt bereits – in ihm drin entsteht der Rest: Verlangen und Enthüllungen, die uns tiefer eindringen lassen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 01.11.2010

Das Leben ist nicht immer ein Picknick…

Eine Frage, die ich erhielt: Gerade ist der internationale Kongress in New York (Sohar, Mai 2010) zu Ende gegangen, wo viele Völker und Nationalitäten, etwa tausend Menschen, Repräsentanten von vielschichtigen kulturellen Hintergruenden, vertreten waren. Nach nur 20 oder 30 Stunden verschwanden alle diese Unterschiede, es herrschten Vereinigung und Liebe.

Was fehlt uns, um diesen Zustand ständig zu erleben?

Meine Antwort: Auf dem Kongress haben die Menschen Einheit, Begeisterung und Wichtigkeit des Ziels gespürt. Und 20 Stunden nach dem Treffen können wir uns nur mühsam daran erinnern, wie es war.

Alles entzieht sich unseren Empfindungen und unserem Gedächtnis. Warum können wir bloß nicht so weitermachen und uns ständig darin befinden?

Dieser Zustand kann nicht lange anhalten, wie auch alles in unserem Leben: Der Mensch erreicht die Höhe der Begeisterung und kommt zur Ruhe. Es ist unmöglich, ständig unter einem solchen Eindruck zu stehen.

Das geht aus dem Gesetz der umgekehrten Übereinstimmung zwischen Licht und Verlangen hervor: Mal soll das Licht anwachsen, mal das Verlangen.

So wachsen sie abwechselnd und wir schreiten vorwärts, wie auf zwei Beinen, und gehen auf der mittleren Linie, die die rechte und die linke vereint.

Doch ihre Vereinigung geschieht nur , um vorwärtszukommen und dann wieder nach rechts zu rücken, wo wir die Wichtigkeit des Ziels, die Verbindung und das Verlangen, weiterzugehen, bekommen, dann wieder nach links, wo unser Herz belastet wird, damit wir etwas haben, woran wir arbeiten können, und zur mittleren Linie zurückkehren. So bewegen wir uns vorwärts.

Darum kann ein solcher Zustand nicht lange anhalten, das wäre gegen die Natur. Und ich würde sogar sagen, dass es keinen unliebsameren Zustand geben kann, als sich ständig in dem Zustand einer solchen Euphorie zu befinden.

Der Mensch muss fühlen, dass er sich vorwärtsbewegt, dass er arbeitet, einen gewissen inneren Widerstand überwindet und nicht ständig in den Wolken schwebt.

Unsere Arbeit besteht darin, zu spüren, dass wir etwas geben und empfangen, und dann wieder geben und wieder empfangen. Wir müssen den Widerstand, die Handlungen und die Errungenschaften fühlen.

Deshalb gibt es viel mehr Genuss nach einer harten Arbeit und nach schweren Vorbereitungen, die dann in einem so großen Kongress ihren Hoehepunkt und Ausklang finden, wo wir zwei, drei Tage das Erreichte genießen, indem wir Resultate und Früchte unserer Arbeit betrachten.

Doch danach müssen wir zum Zustand der Schwere, des Widerstandes, der Suche, der Klärungen und Korrekturen zurückkehren, um letztendlich wieder zu einem schönen Ergebnis zu kommen.

Das ergibt sich daraus, dass der Schöpfer und die Schöpfung sich gegenüber stehen, wie zwei entgegengesetzte Eigenschaften – das Verlangen zu empfangen und das Verlangen zu geben, und es ist nur durch solche gemeinsamen Aktionen möglich, das Gleichgewicht zwischen ihnen zu erreichen.

Sonst gibt es keine Weiterentwicklung. Es ist unmöglich, im Zustand des Kleinseins (Katnut), in Chafez Chessed zu bleiben – es muss weitergehen!

Aus dem Unterricht in der Gruppe Toronto, nach dem Kongress „Sohar – 2010“

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Der unwahrnehmbare Einfluss des Umgebenden Lichts

Eine Frage, die ich erhielt: Ist das Studium der Kabbala das Einzige, was uns das Licht bringt?

Meine Antwort: Es ist das einzige Mittel mit dem man sich mit dem System verbinden kann, welches das Licht enthält. Du existierst unterhalb all diesen Stufen, die von der Ewigkeit bis in unsere Welt herabsteigen, unterhalb der 125 Stufen der Abschwächung des Lichts. Auch die absolut niedrigste Stufe, welche noch über dir ist, hat bereits eine Portion Licht, aber deine Stufe, genannt „deine Welt“, hat noch keine.

Darum wird das Licht, welches von einer höheren Stufe kommt, in Bezug zu dir das „Umgebende Licht“ genannt. Es dringt nicht in dich als „Inneres Licht“, sondern es scheint nur von außen auf dich. Darum wird es „umgebend“ genannt. Sein Einfluss ist unwahrnehmbar und von den Resultaten bestimmt, die es hervorbringt.

Es gibt keinen Weg, sich mit einer höheren Stufe zu verbinden, weil du in deinen Eigenschaften anders bist und darum keinen Kontaktpunkt besitzt, da die höheren Stufen in der Eigenschaft des Gebens funktionieren, während deine jetzige Stufe im Willen zu empfangen arbeitet. Darum hast du nicht einmal die kleinste gebende Eigenschaft, die du dazu benutzen könntest, um einen Kontakt mit einer höheren Stufe herzustellen oder irgendwie zu beeinflussen.

Wenn wir jedoch die höhere Stufe studieren und Teil davon sein wollen, obwohl wir ihr noch gänzlich entgegengesetzt sind, dann ändert das Licht deine Eigenschaften, um den seinen gleich zu werden. Dieses wundersame Heilmittel (Segula) erlaubt dir, dich zu ändern, obwohl du nicht verstehst, wofür du bittest oder wohin dich diese Veränderungen bringen werden. Es macht nichts, dass du als Egoist „unrichtige“ Bitten äußerst, denn die höhere Stufe wird deine Bemühungen akzeptieren, als ob du ihr wirklich gleich werden möchtest.

Dies wird durch das System ermöglicht, in dem die Höhere Stufe auf deine Stufe herabsteigt, mit dessen Mechanismus du nach Oben steigen kannst. Er wird ACHaP genannt und ist eine Art Zwischenstück, eine Gebärmutter (Rekhem). Diese Art von Verbindungen ist vor dir verhüllt, aber auch der Grund, warum du nicht gänzlich von der spirituellen Welt abgeschnitten bist und ebenfalls dafür, warum du deine Verbindung dazu nicht fühlst.

So wie ein Embryo in der Gebärmutter nicht weiß, wo er ist, und seine Mutter nicht kennt.

Die Mutter aber sorgt sich trotzdem um ihn.

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Das Wesentliche, was wir aus der Krise lernen können, ist, dass wir alle Teil der Natur sind

Eine Frage, die ich erhielt: Die Wirtschaft von heute und das Leben im Allgemeinen scheinen im Chaos zu liegen. Dinge sind schwierig zu lenken, unter Kontrolle zu bringen oder vorauszusagen. Was sollen die Menschen in dieser Situation tun?

Meine Antwort: Zuerst sollte man aus der Krise lernen. Die Krise und die Unsicherheit in der Welt sollten uns helfen, dass wir uns nach gewissen Gesetzen entwickeln, ohne Rücksicht auf unseren Willen. Außerdem wissen wir nicht, was diese Gesetze sind.

Es wäre schön, wenn wir in gewisser Weise Dinge voraussagen könnten, doch all unsere Versuche, irgendetwas vorauszusagen oder zu verändern, bringen keine guten Resultate. Würden wir jedoch die Naturgesetze studieren, dann würden wir Weisheit und Stärke erlangen.

Frage fortgesetzt: Was müssen wir nun in dieser Situation tun?

Meine Antwort: Alle Versuche der Menschen, etwas in Ordnung zu bringen, haben keine positiven Ergebnisse gebracht. Diese Tatsache sollte den Menschen zur Erkenntnis verhelfen, dass all ihre Fehler von der Natur programmiert worden sind, um uns etwas zu lehren. Auf diese Weise will die Natur den Menschen helfen, voranzukommen.

Frage fortgesetzt: Ist das nicht Fatalismus?

Meine Antwort: Die Natur umfasst alles, auch den menschlichen Instinkt, die menschlichen Verhaltensmotive und Handlungen. Die Basis aller menschlichen Probleme ist, dass wir uns von der Natur aussondern.

Die Natur beabsichtigt, dem Menschen zu zeigen, nicht außerhalb zu stehn oder sich von der Natur zu trennen. Die Menschen müssen sich bewusst werden, dass wir alle Teil der Natur sind, sozusagen in sie „eingebaut“.

Die Aufgabe des Menschen in der Natur ist, durch die Nutzung all seiner Kraft, seiner Kontrolle und seinem Verlangen, die gesamte Natur zu integrieren.Um es anders zu sagen, wir müssen das gesamte System in Harmonie und Balance bringen. Die Natur schubst den Menschen voran und erteilt ihm Lektionen dabei. Ein Mensch mag sich dabei elend fühlen oder Angst haben, doch dient ihm das alles zum Verständnis, dass die gesamte Natur im Moment unzusammenhängend, widersprüchlich und krisenanfällig aus nur einem einzigen Grund ist: weil die Menschen das natürliche Gleichgewicht stören.

Der Mensch muss alles tun, um alle Teile der Natur zu einem Ganzen zusammenzubringen und somit die Harmonie wiederherzustellen. Dies ist etwas, was von jedem Menschen abhängig ist.

 

Unser Fortschritt ist von unserer Anstrengung und unserem Verlangen abhängig


Jeder Wachstums- und Entwicklungsprozess auf der pflanzlichen und tierischen Stufe, jede Veränderung, besteht aus zwei Schritten: der Handlung selbst und dem Resultat, was vorherbestimmt und uns einfach enthüllt wird.

Eine Kugel trifft ein Glas und das Glas zerbricht. Wir denken, dass die Ursache dieses Ereignisses das Abfeuern der Pistole und das Resultat ein zerbrochenes Glas ist. Doch so ist das nicht. Alles wurde im voraus geplant, die Resultate unserer Handlungen existieren bereits und verwirklichen genau die Ursachen, die wir sehen.

Wenn Politiker auf der ganzen Welt schreien, mit ihren Armen wedeln und versuchen, etwas zu unternehmen, bedeutet das, dass sich die Ereignisse, die seit langem im Spirituellen existieren, in der physischen Welt manifestieren müssen. Deshalb werden besondere materielle Objekte gebraucht.

Inzwischen erscheint es uns, dass die Politiker tatsächlich diese Ereignisse beschließen. Doch das ist eine Illusion – ein Spiel, eine Art Puppentheater. Während der Pausen, in denen die Szene wechselt, wird der Mensch getrieben, sich über all das zu erheben und die Höhere Lenkung zu erkennen, die während der gesamten Menschheitsgeschichte diese Show für uns bewirkt hat.

Wir müssen uns bis zur vollständigen Korrektur von einer Stufe zur nächsten erheben. All diese Stufen wurden für uns vor langer Zeit vorbereitet, da alles seit dem Augenblick der Schöpfung der Welt festgelegt wurde. Uns bleibt nur, uns zu bemühen. Alles, was von uns verlangt wird, ist, zu versuchen, unseren nächsten Zustand zu enthüllen, zu spüren und sich ihn vorzustellen. In dem Maße, in dem wir uns unseren künftigen Zustand unabhängig vorstellen wollen, wachsen und schreiten wir darauf zu, wie ein Kleinkind, das vollständig erwachsen werden möchte. Das ist der Unterschied zwischen der tierischen und der menschlichen Stufe. Mit diesem Verlangen und den Anstrengungen kommt ein Mensch seinem fortgeschritteneren Zustand näher.

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Wie man aus der Verhüllung zur Enthüllung kommt

Wir befinden uns bereits jetzt in der Welt der Unendlichkeit. Wir handeln in dieser Welt, doch während der Zeit der Verhüllung werden uns die Resultate unserer Handlungen nicht offenbart. Jedoch befinden wir uns in der gleichen Verbindung zwischen den Seelen und dem gleichen gemeinsamen Kli der Unendlichkeit.

Die Verhüllung bezieht sich nur auf uns. Während wir in dieser Welt sind, sind wir gleichzeitig in der Welt der Unendlichkeit, doch spüren wir sie nur durch fünf Welten oder Schichten der Verhüllung. Die Welt der Unendlichkeit, die wir in uns spüren, wird dann unsere Welt genannt.

In der Vorbereitungszeit zur Enthüllung arbeiten wir der Verhüllung entgegen, die unsere Welt genannt wird. Wir möchten eine Verbindung, Korrektur und Enthüllung erreichen, sind jedoch nicht dazu in der Lage. Wenn unsere Bemühungen jedoch ihren Höhepunkt erreichen, dann werden sie zu einer Bitte.

Ein Mensch fordert das Licht von oben, dass es kommen und ihn korrigieren möge, welches dann einen Zustand enthüllt, in welchem er sich vorher befand. Es ist, als ob jemand eine Glühbirne angemacht oder eine kleine Kerze in einem riesengroßen Raum angezündet hätte, und man sieht bereits den gleichen Zustand, die gleiche Welt der Unendlichkeit. Dies ist die Welt von Assija.

Somit handeln wir in der gleichen Welt, mit der gleichen Kraft und den gleichen Verlangen, doch im Ausmaß, in dem du fähig bist, mit ihnen zu arbeiten, wird dir enthüllt werden. Man erhebt selbständig all seine Verlangen und setzt die Arbeit fort. Nichts, was vorher existierte, wird verschwinden. Man fügt lediglich jedesmal eine erobernde Kraft hinzu und kommt so voran.

Die Enthüllung ist ein Zustand, in welchem die vorherige Verhüllung nicht mehr im Wege steht. Du kannst in der gleichen Verhüllung arbeiten, was Enthüllung genannt wird. Du erhältst solche Kraft, dass du dich in der gleichen Verhüllung zurecht finden kannst, obwohl sie besteht. Dass du mit dieser Schwere arbeiten kannst, bedeutet, dass du dich darüber erhoben hast. Dann enthüllst du eine noch größere Schwere, mit der du ebenfalls eine Verbindung erreichen kannst.

Je höher die Stufen sind, die du erklimmst, desto größer wird die Verhüllung. Mit dem einzigen Unterschied, dass du nach dem ersten Schritt, der Machsom genannt wird, bereits weißt, wie du dich über die Verhüllung erheben musst und mit ihr arbeiten und sie annehmen sollst. Immerhin ist es verboten, die Verhüllung zurückzuweisen, sonst wird es einen Kurzschluss zwischen dem Licht und dem Verlangen geben.

Die Wirtschaftler sind noch nicht bereit, mit uns an einem neuen Wirtschaftsmodell zu arbeiten

Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe einige Ihrer Fernsehgespräche mit Wirtschaftlern gesehen. Die erste Hälfte ist normalerweise immer ganz gut, und dann warte ich darauf, dass Sie endlich beginnen, einen gemeinsamen Plan für eine Zusammenarbeit zu diskutieren.

Ich erwarte Ihren Vorschlag: „Sie arbeiten an der Wirtschaft der zukünftigen Gesellschaft und ich arbeite daran, wie man sie ideologisch einsetzen kann. Lassen Sie uns ein funktionierendes Modell der zukünftigen Gesellschaft bauen!“

Warum beenden Sie Ihre Gespräche nicht mit solch einem Vorschlag?

Meine Antwort: Weil mein Gast das Interesse verliert, sobald ich erkläre, dass ich als Hauptbedingung für eine Erneuerung der Wirtschaft, die Erziehung der Menschen als notwendig erachte, um sie zu ändern, und dass alle sonstigen Änderungen zweitrangig und eine Folge der Erziehung sind. Denn was ich sage bedeutet, dass es keine wirtschaftlichen Mittel gibt, die positive Resultate erzeugen, und dass daher seine Rolle in unserer Arbeit verschwindet.

Ein Wirtschaftler muss begreifen, dass seine Arbeit dazu da ist, ein neues Wirtschaftsmodell für die Gesellschaft zu entwickeln: eine dynamische Wirtschaft, die sich in Antwort auf das gesellschaftliche gemeinsame Bewußtsein (die Wirtschaft der Beziehung zur Öffentlichkeit) dauernd verändert, und dafür sind sie noch nicht vorbereitet.

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Das Konzept von “Geht und verdient aneinander”

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können wir wahres Geben von egoistischem Geben unterscheiden?

Meine Antwort: Bis eine Person würdig ist, den Schöpfer zu offenbaren, ist ihr Geben rein egoistisch, das heißt, nur für ihr eigenes Interesse. Ebenso wenn wir für jemanden eine Dienstleistung erbringen, wägen wir ab, welchen Nutzen wir daraus ziehen können. Darüber hinaus stellen wir Berechnungen über unseren Gewinn an: Der Gewinn aus dem Geben muss größer sein als der Verlust.

Doch selbst wenn die Menschen beginnen, sich auf diese Art und Weise gegenseitig zu helfen und zu geben, auch unter der Berücksichtigung des jeweiligen Interesses des Anderen, kann dieses ( wenn auch egoistische) Geben eine Möglichkeit bieten, das Gefühl des gegenseitigen Nutzens im Streben nach Güte, Gleichheit und des Erwerbs von Vertrauen sein. Wir werden dadurch beginnen, den Wert der Eigenschaft des Gebens anzuerkennen. Das Resultat der Handlung des Gebens wird für uns weniger wichtig sein, als vielmehr dieWahrnehmung dieser Eigenschaft, ihre positive Verwirklichung in uns und das positive Gefühl des Gebens an sich.

Außerdem, wenn eine Person etwas Gutes aus einer Quelle bezieht (einer Handlung oder von einer anderen Person) wird er oder sie beginnen, die Quelle selbst zu lieben und zu bewundern.

Deshalb werden die Leute die Eigenschaft des Gebens, die ihnen Lebenskraft, Unterstützung und Vertrauen bringt, zu schätzen wissen. Sie werden sich diese Eigenschaft aneignen wollen und sich ihr annähern. Folglich werden sie verstehen, dass sich das Licht, welches die Korrektur bringt, durch das gegenseitige Geben auszahlen wird. Dies bezeichnet man als „Geht und verdient aneinander“, im wahren, nicht-materiellen Sinne. Im Bestreben nach einem guten Leben wird die Gesellschaft beginnen, das Geben zu respektieren und somit den Schöpfer enthüllen.

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Was ist der Unterschied zwischen Geld und wahrer Erfüllung?

Eine Frage, die ich erhielt: Die Gleichheit, die Sie beschreiben, sieht mehr nach Beengung aus. Wenn jedermann das Gleiche wie alle anderen empfangen würde, dann würde das die Bereitwilligkeit der Menschen unterdrücken, anderen mehr zu geben. Wozu wäre das wohl gut?

Meine Antwort: Der Mensch lebt innerhalb des Willens zu empfangen, um erfüllt zu werden. Dieses Verlangen ist das Wesen der Schöpfung, das Einzige, was geschaffen wurde und was sich nicht ändert. Was sich ändert, sind die Absicht, der Zweck oder wie man dieses Verlangen einsetzt – „um meinetwillen“ oder „um der anderen willen“.

Sagen wir, ich hätte einen achtstelligen Dollarbetrag auf der Bank. Was mich dabei zufriedenstellt, ist das Gefühl, dass ich viel Geld habe, nicht das Geld an sich. Es vermittelt mir ein Gefühl von Macht und Vertrauen, mit dem ich der Zukunft entgegensehen und die Gegenwart betrachten kann. Das Verlangen des Menschen kann jedoch nicht mit den Dollars selbst erfüllt werden.

Unsere Verlangen sind von der Natur in uns angelegt und es gibt zweierlei Arten:

* Körperliche Verlangen – nach Essen, Sex und Familie
* Gesellschaftliche Verlangen – nach Reichtum, Erfolg, Macht und Wissen.

Wenn jemand Anerkennung, Ehre und Lob von der Gesellschaft erhält und seine Kinder auf ihn stolz sind (anstelle zu hören, dass ihr Vater von der Gesellschaft verachtet wird), wäre das dann nicht Anstoss genug für diesen Menschen, nur für den Nutzen der Gesellschaft zu arbeiten?

Ein wahrer Experte sieht seinen Job als Kunst an, als ein Handwerk. Er macht seine Arbeit, damit er gute Resultate erzielt und nicht um Belohnung zu erhalten. So erfüllt er seine Verlangen.

Was bisher gemacht wurde, ist die Wünsche der Menschen in das Verlangen nach Geld „einzuwickeln“. Daher kommt auch das Wort Geld – „bedecken“ oder „Schirm“ (aus dem Hebräischen Kessef – Geld, was aus der Wurzel Kissui – bedecken herstammt).

Geld ist jedoch nur eine provisorische Maßeinheit für die Erfüllung des Verlangens.

Die jetzige Krise wird alle oberflächlichen Arten von Ersatz eliminieren und nur die reine Erfüllung übrig lassen. Und was ist diese? Es ist die Befriedigung, die aus dem Geben kommt. Dies ist die einzige Erfüllung, die niemals verschwindet und gänzlich von der Gesellschaft unterstützt wird.

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