Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Punkt im Herz'

Erweckung der Punkte im Herzen

Frage: Solange ein Mensch keinen „Punkt im Herzen“ hat, hört er die Kabbalisten nicht. Gibt es eine Möglichkeit, ihn zu erwecken?

Antwort: Die Erweckung erfolgt ausschließlich durch die Verbreitung und innerer Arbeit unter denjenigen, die bereits einen Punkt im Herzen besitzen.

Wenn wir uns innerlich untereinander verbinden, und das sind bereits Millionen von Menschen weltweit mit einem erwachenden Punkt im Herzen – und anfangen, uns gegenseitig zu unterstützen, indem wir erkennen, dass dies der Weg ist, um uns selbst zu erheben, werden wir auch andere anziehen. Diese Menschen werden spüren, wie ihr inneres Wesen zum Leben erwacht.

Stellen wir uns einen Körper vor, der sich im Zustand des Bewusstseinsverlusts befindet und allmählich wieder zu Bewusstsein kommt. Organe, die erwachen, ziehen andere mit sich und helfen ihnen ebenfalls, sich zu regenerieren. So funktioniert es auch bei uns. 

Wir müssen uns nach vorne ziehen, hin zu einem höheren Bewusstsein, weg von einem unbewussten Zustand in Bezug auf den Schöpfer. Allmählich werden wir an einen Punkt gelangen, an dem auch andere Menschen erkennen, dass es einen Zustand gibt, der über unsere gegenwärtige Realität hinausgeht, und dass wir in der Lage sind, auf eine höhere Ebene aufzusteigen, um in diesem Leben etwas ganz anderes zu empfinden – uns selbst als ewig und vollkommen existierend.

Unser irdisches Leben geht nicht verloren; es wird vielmehr durch das Empfinden höherer Welten ergänzt, in denen wir die Kraft wahrnehmen, die diese Welt lenkt und die Realität formt.

Frage: Wenn nur der Schöpfer den Punkt im Herzen erweckt, wie können wir das dann für ihn tun?

Antwort: Wir tun das nicht für ihn! Wenn wir dieses Kraftfeld – den Schöpfer – aktivieren, indem wir uns miteinander verbinden und von diesem Gefühl erfüllt werden, erwecken wir auch alle anderen Punkte, die sich bisher in Bezug auf sich selbst noch nicht offenbart haben. Wir aktivieren das gesamte Feld!

Frage: Bedeutet das, dass absolut jeder einen Punkt im Herzen hat?

Antwort: Ja, absolut! Andernfalls würden die Menschen nicht existieren.

Frage: Sind also alle Punkte im Herzen gleich, unabhängig von deinem finanziellen oder anderen Status?

Antwort: Ja, sie sind unabhängig von den Bedingungen unserer Welt! Sie unterscheiden sich jedoch in ihrer Realisierung, da sie verschiedenen Teilen der gemeinsamen Seele angehören. Aber die Methode ihrer Entwicklung und Korrektur ist gleich, nur jeder empfindet sie individuell.

Frage: Sind die Punkte von Baal HaSulam und Rabash ebenfalls solche, die nur auf einer anderen Stufe der Realisierung stehen?

Antwort: Tatsache ist, dass sie sich vor dir realisiert haben, und du realisierst dich später. Na und? Letztendlich erreichen alle die gleiche Stufe.

Wenn wir uns miteinander verbinden, schließen wir alle anderen in uns ein. Daher gibt es keine Ausnahmen oder Privilegien – wir sind alle gleichwertig im Prozess der spirituellen Entwicklung.

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Aus dem Gespräch „Mein Telefon hat geklingelt. Punkt im Herzen.“

 

 

Was wird mit der Welt geschehen, wenn ich sterbe?


Frage: Ich weiß und erinnere mich an nichts aus meinen vorherigen oder zukünftigen Leben und diese Welt existiert, weil ich jetzt existiere. Was wird demnach geschehen, wenn ich sterbe?

Meine Antwort: Wenn Sie die Enthüllung der Seele erlangen, die kleinste spirituelle Eigenschaft, die kleinste spirituelle Entwicklung der Seele aus einem Punkt, Ihre wahre Existenz – dann werden Sie, wenn Ihr Körper stirbt, weiterhin Ihre Seele wahrnehmen. Das ist so, weil Ihre Seele dann in ihrem Inneren Volumen und Licht erworben hat. Sie wird sich dann wiederum in einen weiteren Körper kleiden, durch eine Frau geboren werden, um alle 125 Stufen ihrer Entwicklung zu erlangen, während sie in diesem Körper existiert. Denn dies kann nur getan werden, während man in dieser Welt physisch anwesend ist.
Wenn Sie jedoch die Enthüllung der Seele aus dem Punkt nicht erlangen, werden Sie wieder in dieser Welt erscheinen – genauso, wie Sie es diesmal getan haben – und Sie werden eine weitere Gelegenheit (einen Punkt im Herzen) haben, sie zu enthüllen und zu entwickeln.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was bedeutet der Tod? wie kann man den Tod nicht fürchten?
Blog-post: Sterben ist leichter, als den Egoismus zurückzuweisen
Blog-post: Immer bei mir
 
Kabbala Akademie Grundkurs
 

Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reshimot korrigieren (fortgeschritten)


Fragen, die ich über Reshimot erhielt

Frage: Ich möchte etwas über Reshimot fragen: Der Punkt im Herzen ist ein Reshimo und auch Klipot sind Reshimot, allerdings zerbrochene. Welche anderen Reshimot-Arten sind in der Kabbala „registriert“? Es gibt wohl mehr von ihnen als es Elemente im Periodensystem gibt!

Meine Antwort: Die Reshimot haben sich angesammelt, während die gemeinsame Seele von ihrer spirituellen Stufe „Liebe und Schenken“ zur Stufe „Empfangen und Selbstliebe“ abgestiegen ist. Insgesamt gibt es Reshimot von 125 Abstiegsstufen und wir müssen sie in umgekehrter Reihenfolge korrigieren. Indem wir diese Reshimot in dieser Reihenfolge erfassen, steigen wir entlang ihrer Stufen auf und enthüllen unsere spirituellen Sinne, die das Höhere Licht, den Schöpfer, verspüren.

Frage: Wie kann ein Mensch erkennen, von welcher Stufe – den besonderen Eigenschaften seiner individuellen Seele entsprechend – die Reshimot stammen? Kommen die Reshimot immer, um uns in unserem Wachstum und unserer Entwicklung zu helfen? Und was ist mit den Reshimot der Klipot – warum kommen sie zu einem Menschen?

Meine Antwort: Die Reshimot treten eine nach der anderen in uns in Erscheinung, von unten nach oben, und sie stellen sich immer in Form von zerbrochenen Stufen dar (Klipot, das Ego). Indem wir sie korrigieren, bilden wir unsere Seele – das Gefäß, in dem wir uns selbst wahrnehmen, unser spirituelles Leben.

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Sie müssen wissen, wie man richtig bittet!


Drei Fragen, die ich darüber erhielt, wie man vom Schöpfer erbittet:

Frage: Betet man zu G-tt oder zum Schöpfer? Sie haben gesagt, dass geschrieben steht, der Schöpfer erhört kein anderes Gebet außer die Bitte um die ‚Fähigkeit zu geben‘, da Er die Qualität des Gebens ist und dies das einzige ist, dass man von Ihm erbitten kann. Und was ist mit den „Kibbutsnikim“ in der Negev?

Meine Antwort: Damals waren die Verlangen der „Kibbutznikim“ und des Schöpfers dieselben. Gewöhnlich jedoch hört der Schöpfer alles und jeden, aber Er reagiert nur darauf, was zum Ziel führt, zu Ihm, zur Anheftung an Ihn. Er hört und reagiert zweifellos auf jemandes Bitte nach Korrektur, nach Angleichung mit Ihm. Der Schöpfer ist ein System von Kräften, die uns umgeben. Der Schöpfer (Elokim) = Natur (HaTeva). Wir müssen verstehen, dass Er Sein Ziel und Sein Handeln – in jedem einzelnen Augenblick – nicht verändert. Alles ist auf das Reagieren auf unser Handeln ausgerichtet, um jeden einzelnen Menschen in solch einer Weise zu beeinflussen, dass er genau auf das Ziel ausgerichtet wird. Auf diese Weise reagiert der Schöpfer – dieses System von Kräften – auf unsere Verlangen, Gedanken und Handlungen. Darum sagt die Kabbala, dass Er sich nicht ändert. Mit anderen Worten, Er ändert nicht Seinen Einfluss auf uns, der uns präzise auf das Ziel ausrichtet.

Frage: Was die „Kibbutznikim“ betrifft, die um Regen baten: Wie ist es möglich, dass sie etwas nur durch bitten erhielten? Ich habe Tausend mal um Dinge gebeten und das meiste, was ich erhielt, war ein Grund, die Tatsache zu bedauern, dass ich gebeten habe.

Meine Antwort: Ihre Bitten standen nicht im Widerspruch zu den Plänen des Schöpfers, siedelnde Menschen in diesem Gebiet zu haben. Sie waren als ein Ganzes miteinander (egoistisch) vereint. Sie erbaten eine Notwendigkeit und gaben alles, was sie hatten. Und das funktionierte eine Zeit lang. Als sie ihren Wunsch nach Einheit jedoch verloren, waren sie dadurch entgegengesetzt zum System der herrschenden Kräfte geworden und die Höheren Kräfte riefen ihren Zerfall hervor.

Frage: Wie ich es verstehe, ist ein Gebet das tiefste und echteste Verlangen eines Menschen. Wieso gibt es dann einen Brauch, zu bestimmten Zeiten zu beten, anstatt lieber dann, wenn jemand sich danach fühlt? Letzten Endes bekommt man nur eine Antwort auf ein echtes Gebet. Und was hat ein Mensch grundsätzlich vom Gebet?

Meine Antwort: Religion befasst sich nicht mit dem Korrigieren der Seele – das Ändern der Absicht von „für sich selbst“ zu „für andere und für den Schöpfer“ in allen seinen Handlungen. Stattdessen trainiert sie jemanden, physische Handlungen auszuführen – die Gesetze unserer Welt. Darum versteht Religion unter Beten, zu bestimmten Zeiten etwas zu lesen, das von anderen Menschen (von den Weisen der Großen Versammlung, 2.000 Jahren zuvor) für Sie niedergeschrieben wurde. Man bekommt auf solche Handlungen keine Antwort und wir erkennen, dass religiöse Menschen nicht korrigiert werden, eher umgekehrt: je mehr Zeit vergeht, um so offenkundiger wird ihr moralischer Abfall. Solche mechanischen Handlungen halten Menschen in bestimmten Grenzen und als solche hatten die Religionen – während der Zeit der Verhüllung des Schöpfers (von 0 bis zum 20. Jahrhundert) – die Aufgabe, die Grenzen für das Leben zu bestimmen. Dies wurde von Kabbalisten eingeführt, um bis in unsere Zeit anzudauern, bis „der Punkt im Herzen“ der Menschen zum Vorschein kommt und sie den Weg der persönlichen spirituellen Entwicklung betreten.

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum können sich die Religionen nicht vereinen?
Blog-post: Der Platz eines jeden…
Blog-post: Über die Enthüllung der Göttlichkeit
Chapter 7.1 from the Book: The Path of Kabbalah – Prayer
 
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Was bedeutet der Tod? Wie kann man den Tod nicht fürchten?


Frage: Was ist der Tod und wie kann man aufhören, davor Angst zu haben?

Antwort: Wenn sich jemand mit der tierischen Stufe (dem Körper) identifiziert, fürchtet er den Tod, da er dies als Ende der Existenz seines „Ich“ ansieht. Sollte er allerdings bereits begonnen haben, sich mit der Seele zu identifizieren, d.h., dass er im Allgemeinen beginnt, sich selbst in seinem inneren Leben wahrzunehmen, er sein ‚Ich‘ als jenseits seiner tierischen Stufe (dem Körper) empfindet, er sich selbst durch den Punkt im Herzen wahrnimmt, sich mit den Punkten anderer verbindet und beginnt in anderen zu leben, dann erlangt er einen Zustand der Zuversicht (selbstverständlich unter dem Einfluss von Or Makif). Er weiß, wenn sein physischer Körper stirbt, hat er bereits einen neuen, spirituellen Körper erworben! Und im Augenblick des Todes nimmt er seinen physischen Körper so wahr, als würde er ihn „ausziehen“ wie ein Hemd und trennt sich von ihm. Allgemein ist dies ein psychologisches Problem. Das kommt daher, weil man das Gefühl hat, in seinem Körper zu leben – in seinen Wünschen. Die Hauptlösung liegt in der Interaktion mit der Gruppe. Denn wenn Sie beginnen, die Verlangen anderer (seiner Nächsten) anstelle der eigenen zu empfinden, erlangen Sie einen ewigen Körper oder Verlangen, die sich außerhalb von Ihnen befinden.

 

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Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst – Das ist Deine Belohnung!


Frage: Was denken Sie über die Verbreitung der Kabbala unter den Massen des Christentums und des Islam? Die Anwendung der Methode der Kabbala auf das Studium des Evangeliums bringt enorme Erfolge. Der Mensch beginnt zu verstehen, dass er nicht nur Märchen über Zaubertricks liest, sondern über das Bestreben, etwas in der spirituellen Welt zu verändern. Man will das jedem erklären, der es noch nicht weiß oder versteht. Ich denke, Sie sollten das Ihren christlichen Studenten erklären, besonders da das Alte Testament einen Großteil der Bibel ausmacht. Wenn sie das erst mal verstehen, wenn sie erst mal das Glück von wahrer Erlangung spüren, ohne von ihrer Kultur und Religion losgelöst zu sein, dann werden sie es wohl noch mehr unterstützen.

Antwort: Religion steht in keinster Weise mit Kabbala in Verbindung, sondern steht ihr sogar gegenüber. Religion wurde der Menschheit vor der Enthüllung der Kabbala als Rahmenbedingung fürs Leben in der Zeit der Dunkelheit gegeben. Und deshalb stirbt Religion in unserer Zeit aus, obwohl dieser Prozess ein langer ist und es möglich ist, dass es in der Zukunft dennoch Religionskriege geben wird.

Wir sprechen keine religiösen Juden an und wir verbreiten Kabbala nur unter dem säkularen Volk. Es ist nichts Neues, dem religiösen Volk zu zeigen, dass die Tora eine tiefere Bedeutung enthält. Doch sie sind nicht daran interessiert, weil das an den Fundamenten ihres Glaubens rüttelt – dem egoistischen Prinzip unserer Welt: „Mach bestimmte Handlungen und du wirst eine Belohnung dafür bekommen“.

Die Kabbala andererseits, widerspricht dem Egoismus und sagt einem, dass man überhaupt nicht s für seine Handlungen bekommen wird (man wird nichts in seinen Egoismus bekommen, natürlich nicht). Ihre ganze Belohnung besteht darin, von dem Höheren Licht zu „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“ korrigiert zu werden.

Dies ist etwas, das Sie nur zu Leuten sagen können, die schon durch alle ihre egoistischen Verlangen hindurchgegangen sind und einen „Punkt im Herzen“ haben – das Verlangen nach dem Schöpfer oder der Bedeutung des Lebens. Menschen, die immer noch durch Glauben befriedigt werden, haben noch keinen „Punkt im Herzen“ und darum können wir jetzt nicht zu ihnen sprechen. Die Kabbala enthüllt einem Menschen das Gesetz der spirituellen Entwicklung. Diese Entwicklung kann nur stattfinden, wenn sie frei und ungezwungen ist – und dies ist ein weiterer Aspekt, der fundamental entgegengesetzt zur Religion steht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wo ist in Kabbala Jesus Christus zu finden?
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
 
Kabbala Akademie

Die Wurzel der Seele

Infolge der Erreichung einer neuen spirituellen Stufe, kleidet sich der Kabbalist in dieselbe Form ein, die „Abraham“ oder „Moses“ heißt und „hört“, was die beiden einander sagen.

Im Sohar trifft man die Erzählungen, in welchen sich die Menschen miteinander unterhalten, die in verschiedenen Jahrhunderten lebten. Man fragt sich deshalb, wie das möglich ist? Aber die Rede ist nur über die spirituelle Welt, und es wird nicht über die Menschen, sondern über die Wünsche und Eigenschaften gesprochen, die solche Namen tragen!

Und dein Name ist auch dort. Denn auch Deine Seele hat eine Wurzel! Aber man bezeichnet sie nicht mit deinem heutigen Namen. Wenn du dorthin aufsteigen und diesen Zustand korrigieren wirst, dann wirst du diesen Namen bekommen. Du musst die Wurzel deiner Seele enthüllen.

Und wenn du diesen Punkt, deine wichtigste und charakteristischste spirituelle Eigenschaft begreifen wirst, dann wirst du dich aus diesem Punkt in alle übrigen Kelim der Welt der Unendlichkeit einreihen. Es wird bedeuten, dass du die Seele Adams Rishon geöffnet hast, und sie zu deiner wurde, ausgehend von deinem Punkt!

Dein geistiges Gefäß mit dem Licht hat deinen Namen. Du kennst ihn nur nicht, weil dir dein geistiges Gen nicht bekannt ist, das in deinem Inneren gilt, der Funke, der Punkt im Herzen – du weißt noch nicht, woher er stammt.

Er zieht dich zu deiner Wurzel heran, die dir unbekannt ist, zu der Stufe der Leiter und dem Zustand in dem Du Dich befindest, damit du darin enthüllen kannst, dass du es bist?

Es bedeutet nicht, dass du durch diese Wurzel eingegrenzt bist. Du wirst noch höher steigen können! Aber schon an diesem Punkt wirst du alles begreifen. Deshalb ist jede Seele verpflichtet, die eigene Wurzel zu erreichen.

Es gibt „die Urväter“, die als Stufenleiter „der Generationen“ bezeichnet werden: Abraham, Isaak, Jakob … Sie sind nicht die Wurzeln der einzelnen Seelen, sondern die Haupteigenschaften, die Eigenschaften des Schöpfers.

Somit hat jeder von uns den eigenen wurzelständigen Punkt, den man erreichen und korrigieren soll, wonach die Verbindung mit allen übrigen Seelen zu korrigieren ist. Es bedeutet die volle, persönliche Korrektur eben, die jeder Mensch machen soll.

 

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Wie ein Hase hinter einer Möhre

Frage: Kann man sich zur Vereinigung mit den Freunden durch die Angst vor kommenden Schlägen erwecken?

Meine Antwort: Schläge beeinflussen den Punkt im Herzen nicht! Leiden wirken auf mein egoistisches Verlangen, auf meinen „Esel“ ein! Und für den Menschen in mir, für meinen Punkt im Herzen, sind sie nicht effektiv. Der Mensch muss spirituell dadurch vorankommen, dass er selbst vorwärts läuft.

Deshalb, wenn ich das Bestreben, vorwärts zu kommen, d.h. mit Hilfe der Gruppe ein Gefäß für das Höhere Licht aufzubauen, in meinem Inneren nicht entwickle, bedeutet es, dass ich wie ein Tier, unter der „Peitsche“, nur durch Schläge, vorangetrieben werde. Und diese Schläge zwingen mich dazu, mir Gedanken darüber zu machen, warum sie mich ereilen, wofür und wozu. Und dann werde ich wahrscheinlich damit beginnen, meinen Punkt im Herzen an die anderen anzuschleißen.

Frage: Und wie kann man dem Menschen in sich Angst einjagen, um ihn zum Vorankommen zu zwingen?

Meine Antwort: Wenn du plötzlich im Radio gehört hättest, dass eine radioaktive Wolke auf dem Weg zu uns ist, dann würde dein „Tier“ vor dieser tragischen Nachricht zu zittern beginnen.

Eine solche Einwirkung kannst du in etwa von der Gruppe erhalten. Nur sprechen wir nicht davon, was mit uns sein wird, wir kommen nicht durch die Angst voran. Wir wollen vorwärts schreiten, indem wir die Wichtigkeit des spirituellen Ziels erkennen.

Die Wichtigkeit des Ziels ist etwas sehr Virtuelles, nicht Greifbares und hängt davon ab, wie wir es uns selbst zeichnen. Wenn wir uns jedes Mal das Ziel immer höher vorstellen, werden wir dementsprechend auch vorankommen.

Mit anderen Worten, bin ich wie ein Hase, der einer Möhre hinterherläuft, die an einem Seil vor ihm hängt. Dabei hält der Mensch in mir sowohl die Möhre als auch das Seil fest, und mein „Tier“ läuft ihr nach.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 18.03.2011

Der gefährlichste Abschnitt des Weges

Ich muss mich in Übereinstimmung mit der höheren Welt ändern. Dafür beziehe ich Kraft daraus über die Gruppe und verändere mich mit deren Hilfe. Indem ich auf diese Weise die 125 Stufen hochsteige, enthülle ich die höhere Welt. Sie öffnet sich immer mehr, kommt immer mehr zum Vorschein.

Dabei arbeite ich nicht an etwas Äußerem, sondern daran, was in mir enthalten ist. Ich ziehe die Kraft der Veränderungen an und wende nicht meine Kraft für etwas Äußeres wie in unserer Welt auf.

Hier nehmen meine wechselseitigen Beziehungen mit der Umgebung ihren Ursprung: ich will sie nicht verändern, etwas in sie hineinpflanzen, sie erobern, wie die Umgebung in dieser Welt erobert wird, indem sie gesteuert, der eigenen Macht unterworfen und für eigene Ziele ausgenutzt wird. Besonders deutlich lässt sich das in unserer Gesellschaft an den Politikern erkennen.

Doch in der Spiritualität ist das umgekehrt: leise, oft sogar ohne besonders darüber zu reden, arbeite ich in der Umgebung von Freunden. Und wenn sie alle von der Höheren Kraft auserwählt wurden, um die spirituelle Welt zu erreichen, dann lasse ich mich von ihrer Kraft durchdringen, indem ich mich vor ihnen beuge. Diese Kraft akkumuliert sich in mir, schließt sich dem Punkt in meinem Herzen an – und dann verändere ich mich.

Auf diese Weise ist mein Kriterium für das Vorankommen keine äußeren Eroberungen, sondern innere Veränderungen, die sich in den neuen Eigenschaften und Empfindungen, in dem neuen Verständnis in Bezug aus das Studium und die Gegenstände, die die Wissenschaft der Kabbala behandelt, äußern.

Es ist nicht leicht, sich neu zu orientieren und zu der Herangehensweise überzugehen, die der spirituellen Welt entspricht. Es nimmt viel Zeit in Anspruch, bis der Mensch verzweifelt, bis er feststellt, dass es keinen anderen Ausweg gibt, bis er versteht, dass er anders handeln muss, bis er beginnt zu hören und das Gehörte umzusetzen, bis er alles in der richtigen Reihenfolge aufstellt, indem er sich dem Einfluss der Umgebung aussetzen lässt.

Es ist das Wichtigste auf dem Weg. Wer diese Schritte gegangen ist und eine richtige Einstellung gegenüber der Gruppe entwickelt hat, hat den ersten, gefährlichsten Abschnitt des Weges durchlaufen, ohne zur Beute des eigenen Egoismus zu werden.

Es ist äußerst wichtig, sich korrekt gegenüber der Umgebung zu organisieren. Rabash betont das besonders in seinen Artikeln. Man könnte sogar sagen, dass die nächsten Schritte leichter sein werden – denn ich habe bereits die korrekte Herangehensweise, die korrekte Einstellung.

Ich verstehe, dass das Licht primär ist, dass es allein in der Realität handelt, und wir müssen ihm die Gelegenheit dazu bieten und es nicht durch unseren Egoismus daran hindern, als ob wir Kraft und Verstand dazu hätten, etwas selbst zu tun. Im Gegenteil, uns ist nur gegeben, uns auf natürliche Weise vor der Umgebung zu beugen – und dadurch Kraft für die Veränderungen und Korrekturen zu erhalten.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 28.02.2011

Der richtige Blick auf die Realität

Der Mensch beginnt mit dem Punkt im Herzen, mit einem spirituellen Samentropfen. Er hat nichts anderes von der höheren Welt.

Der Mensch befindet sich in einer Umgebung, ist aber zugleich von ihr getrennt, getrennt durch das Gefühl der Abstoßung und später des Hasses. Alle möglichen Gefühle, die darauf hinauslaufen, dass „es mich und die Umgebung gibt“, bilden im Grunde genommen den Ort des Zerbrechens.

Der ganze Widerstand und die ganze Abstoßung, alle Zusammenstöße, Reibungen und Hindernisse werden durch die Enthüllung einer Distanz zwischen dem Menschen und den Anderen, durch die Enthüllung einer zerbrochenen Stelle zwischen ihm und der Umgebung hervorgerufen. Wenn der Mensch diese Stelle richtig ermittelt, findet er dort den Schöpfer, das Licht, welches seine korrigierte Haltung gegenüber dem Nächsten ausfüllt.

Also liegt mein unkorrigiertes Verlangen zwischen mir und der Umgebung. Sobald ich es korrigiert habe, enthülle ich dort den Schöpfer. Und mein Ich ist lediglich der Punkt des Aufstiegs, der Bestrebung, den ich mitten im Leben bekommen habe und mit dem mein spiritueller Nullpunkt, meine spirituelle Entwicklung beginnt.

Alles kommt unter der Bedingung zum Vorschein, dass ich mir das Bild der Realität, in der ich mich befinde, richtig vorstelle. Wo befindet sich jene Umgebung, die mir die Unterstützung zukommen lassen kann? Denn jedes Mal wird mir die Ablehnung der Umgebung, des Ziels, des Schöpfers offenbart. Jeden Augenblick muss ich mich selbst prüfen: ist in meinen Augen die Höhere Kraft, die Kraft des Gebens, der Schöpfer wichtig? Erhebt sie sich über allen Dingen?

Der Aufstieg, die Erweckung, die Sorge um diese ständige Analyse kann nur unter Einwirkung einer richtigen Umgebung stattfinden.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 16.02.2011