Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Probleme'

Experten, sagt eure Meinung!

Frage: Es ist sehr schwierig, den Menschen zu erklären, dass die Lösung zu den brennenden Problemen in der gegenseitigen Verbindung miteinander liegt.

Meine Antwort: Nein, ist es nicht. Schließlich werden wir von vielen Spezialisten unterstützt – nicht nur theoretische Physiker, sondern Wissenschaftler, die die Natur und derzeitige Probleme erforschen, einschließlich Ökonomen, Bankiers und Vertreter großer Firmengesellschaften.

Heute spricht jeder über die Ökonomie, weil es eine Verbindung zwischen uns gibt: Wieviel schuldest du mir und wieviel schulde ich dir. Es ist weder Kultur noch Kunst, Religion oder Ethik. Es ist das Geld, ein präzises Hilfsmittel zur Berechnung unseres wechselseitigen Gebens. Es ist ein Netz der korrekten egoistischen, gesunden und soliden Verbindung zwischen uns. Wir haben es mit unseren „Blasen“ ruiniert, doch an und für sich war es dazu überraschenderweise geeignet.

Also müssen wir den Menschen erklären, dass dieses Netzwerk nicht länger funktioniert. Und das muss von den Experten erklärt werden, deren Aufmerksamkeit wir auf uns lenken werden – Tausende von Menschen, die an der Spitze der Welt stehen: Bankdirektoren, Unternehmensberater und so weiter. Lasst sie sprechen, während wir am Rande stehen. Danach wird die Botschaft an die Wissenschaftler und dann an die Vertreter des Bildungssystems weitergeben werden. Fangt an – nehmt andere und nutzt sie. So sehe ich es heute geschehen.

Frage: Der Durchschnittsmensch wird am Feierabend gespannt auf ihre Meinung sein, doch das ist immer noch weit weg von seinen eigenen Sorgen und Problemen, die er im Leben hat.

Meine Antwort: Es gibt keine andere Lösung. Wir müssen Zeit in der Anfangsphase investieren, damit es durchsickert, bis wir die Menschen überzeugen, dass es das ist, wo das Problem liegt. Um die Weltprobleme zu verstehen, ist es notwendig, das zu studieren, was geschieht. Das ist so, als ob ein kranker Mensch durch das Internet „pflügt“ und nach Informationen über seine Erkrankung und den Heilmittel dafür sucht. Daher müssen wir den Menschen einen „Link“ geben, eine Verbindungsschnur zwischen dem, was derzeit geschieht und der Lösung.

Diese Aufgabe obliegt den Wissenschaftlern und wir müssen dahingehend handeln – ohne weitere Verzögerung. Wir werden ihre, nicht unsere Erklärungen einsetzen und verbreiten, die schwerwiegend und fundiert sind. Prinzipiell müssen wir zu einer „Werbemaschine“ werden, die rasch den Ansturm an Informationen von den Experten an die Massen weitergibt. Ohne uns selbst zu erwähnen, werden wir ihre Ratings hochpuschen, sie auf Seiten veröffentlichen und in Netzwerken bewerben.

Wir benötigen nicht einmal unser eigenes Portal. Wir wollen die Menschen nicht von dem Terrain „abwerben“, das sie kennen. Das ist echte Verbreitungsarbeit.

Frage: Was soll ein kleiner Mensch davon verstehen, der gar nichts versteht und alles schluckt, was ihm gegeben wird? Reicht es, ihm die Botschaft zu vermitteln, dass zusammen gut und getrennt schlecht ist?

Meine Antwort: Ja. Und ein „großer Mensch“ braucht auch nur dieses zu verstehen. Du hast nicht wirklich vor, ihm von der altruistischen Absicht Lishma zu erzählen, oder? Er ist dafür in seinem Innern noch nicht reif. Es steht geschrieben „Erziehe einen Knaben in seinem eigenen Weg“.

Frage: Bedeutet das, dass wir einfach Regierungen dazu antreiben sollen, sich zu vereinigen, ähnlich wie die Leute, die Facebook als Mittel benutzt haben, um Fabrikanten zu niedrigeren Preisen zu zwingen?

Meine Antwort: Ja. Wir suchen nach Experten, solchen, die nicht nur das Konzept verstehen, sondern ebenfalls fähig sind, eine funktionierende gemeinsame Handlung zu vollbringen. Es gibt etliche Millionen Menschen in der Welt, die dies gerne wollen und in der Lage sind, sich an dieser Arbeit zu beteiligen, die getan werden muss. Diese „Armee“ muss nur organisiert werden, um diese Aufgabe auszuführen.

In der Zwischenzeit werden wir im Hintergrund bleiben. Heute brauchen wir kein Fernsehen mehr. Schließlich ist die ganze Menschheit schon im Internet. Das ist der einzige Weg, wie wir uns organisieren können, und das ist es, was unsere Verbreitungsfirma ebenfalls tun wird. Das sind die Veränderungen, womit wir jetzt beginnen müssen – ohne weitere Verzögerung.

Aus dem 5. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 13.07.2011, „Arvut“

Sich über alle Grenzen erheben!

Weltweiter Kongress in Moskau, Lektion 2

Ich hoffe, dass dieser Kongress zu einem Wendepunkt wird, dass wir beginnen werden, mehr Herzlichkeit einander entgegen zu bringen, dass wir endlich beginnen werden, einander näher zu kommen, dass wir aufhören, darauf zu achten, dass wir aus unterschiedlichen Ländern kommen, dass wir verschieden, gegensätzlich sind.

Wir müssen uns über alle Grenzen, die uns trennen, erheben! Wir müssen zu einem gemeinsamen Raum werden! Ich glaube fest daran, dass es geschieht! Wir müssen alle Barrieren zerstören! Anderenfalls dürfen wir nicht zur nächsten Stufe übergehen!

Wie kann die Rede von Machsom sein, wenn wir zwischen dir und mir, zwischen diesem und jenem, zwischen schwarz, weiß, gelb, rot und sonstigem unterscheiden. Das macht alles zunichte! Das lässt sofort eine Mauer vor dir entstehen!

Und so ist das in jeder Gruppe! Und in jeder Gruppe müssen wir uns über den eigenen Egoismus erheben! Es wird doch ein Spiel von oben mit uns gespielt! Der Schöpfer schiebt uns mit Absicht von links diesen Egoismus zu, und wir können ihn nicht bezwingen!

Wir sehen ständig Fehler in allen anderen. Ich sehe mich um: dieser ekelt mich an, weil er popelt, und der andere, weil er so spricht, und der dritte kuckt komisch. Der eine ist dick, der andere dünn, der dritte ungehobelt usw. Woher kommt das?!

Es gibt tausende Ursachen dafür, mich nicht mit den anderen verbinden zu wollen. Damit gibt es keine Probleme! Ich bin bereit, alle wegzustoßen, ich werde für jeden einen Grund finden und werde damit recht haben.

Wie kann ich mich über all das erheben?! Doch wenn wir das nicht schaffen, werden wir nichts erreichen können!

Auszug aus der 2. Kongresslektion in Moskau, 10.06.2011

Wir wissen, was zu tun ist

Frage: Wie können wir die Weisheit der Kabbala bei den Menschen verbreiten, bei denen der Punkt im Herzen schon erwacht ist? Wie verbergen wir die Tora, d.h. die Methode der Korrektur der bösen Neigung?

Meine Antwort: Am Ende der „Einführung in das Buch Sohar“ schreibt Baal HaSulam, dass grundsätzlich jeder diesen Punkt nach dem Zerbrechen der kollektiven Seele hat, seine Teile haben sich vermischt und wurden ineinander eingeschlossen. Jedoch sind manche Punkte so groß, dass sie, wenn sie erwachen, beginnen, einen Menschen an die richtige Stelle zu bringen, wo er Korrektur und Erfüllung empfangen kann. Wogegen die anderen Punkte verborgen sind, und diese Menschen sind 99% der Weltbevölkerung.

Wir sollten sie entsprechend ihrer derzeitigen Verlangen ansprechen. Denen, die zu uns kommen, um zu studieren, erzählen wir von dem Verlangen, auf dem direkten Weg zum Schöpfer zu gelangen, und schenken ihnen die Methode Seiner Enthüllung in einer gegenseitigen Verbindung mit anderen. Während die anderen 99%, sie haben keine Beziehung dazu, nichts gemeinsam mit irgendetwas haben. Sie brauchen Spiritualität nicht; sie sehen uns völlig überrascht an, unfähig zu verstehen, was uns fehlt: Es gibt Fußball, es gibt Internet, alles ist schön.

Und dennoch haben sie Probleme und erfahren Kummer. Heute versinkt die Welt in einem Strudel, und es ist nicht unsere Schuld. Wegen uns würde der Schöpfer keine Krisen hervorrufen, Katastrophen verursachen und die Menschheit unter die Bedrohung der Erschöpfung unserer natürlichen Ressourcen stellen. Er tut es wegen ihnen.

Wir entwickeln uns auch ohne die Krisen, da es eine Kraft gibt, die uns weiterführt. Aber für sie muss es eine Kraft geben, die sie von hinten anstößt. Diese Kraft ist das Leiden.

Wenn wir uns also an die Menschen wenden, müssen wir ihnen eine Methode bieten, wie wir die globale Krise in allen Bereichen des Lebens, inklusive der Familie, Bildung, Drogenabhängigkeit, Depressionen, Wirtschaft, Klimawandel und so weiter lösen können. Wir verfügen über eine Methode, die es möglich macht, alles zu korrigieren, was schlecht ist, damit wir uns in diesem Leben, in dieser Welt, wohlfühlen.

Wir sagen nichts über die zukünftige Welt, da die Menschen das überhaupt nicht gebrauchen können. Wenn sie irgendetwas über die spirituelle Seite des Themas von uns hören, schreiben sie uns als mystisch oder wahnsinnig ab. Deswegen müssen wir uns ihnen angemessen annähern: ohne die Kabbala, den Schöpfer und das Geschöpf, den Sinn der Schöpfung und so weiter zu erwähnen.

Wir haben einfach eine Methode, ein Instrument, welches das momentane schlechte Stadium, die Krise, die die ganze Welt zerstört, korrigieren kann. Wir können ihnen etwas anbieten; wir wissen, was zu tun ist. Niemand außer uns weiß das.

Aus dem 4. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 13.05.2011 „Die Freiheit“

Das Gefäß für Wissen

Baal HaSulam, „Frieden“: Das Wohlergehen der gesamten Welt ist davon abhängig, dass die Welt die Kenntnis über den Schöpfer erlangt.

Also, die Lösung aller Probleme ist- die „den Schöpfer zu kennen“. Solange die ganze Welt, von klein bis groß, sich nicht entsprechend den eigenen Wünschen, die vollständig enthüllt werden, mit der Kenntnis über den Schöpfer erfüllt – wird sie niemals die Vollkommenheit, Frieden und Ruhe erlangen können.

Bis dahin wird es immer die Kräfte geben, welche die Welt erschüttern, und zur Füllung mit der Kenntnis über den Schöpfer drängen – an den Zustand, in welchem der Schöpfer die Schöpfung erfüllt.

Wir sehen, wie sich der unglückliche Patient vor dem unerträglichen, von allen Seiten zugefügten Schmerz zusammenkauert und windet. Denn die Menschheit warf sich bereits den Rechtsradikalismus zu , den es in Deutschland gab, oder zu den Ultralinken, die es in Russland gab, aber dies hat ihre Lage nicht gelindert, und verschärfte sogar den Schmerz und die Leiden. Und die Wehklagen steigen wie man weiß bis zum Himmel.

Verstandesmäßige Ratschläge werden hier wenig helfen, da wir ständig nach links oder nach rechts ausweichen. Manchmal versuchen wir uns in der Mitte festzuhalten, aber üblicherweise erst infolge des Übergangs von einem Extrem zum anderen, mit dem Erfolg, dass wir uns von einem Unglück ins nächste rennen, und es wird solange kein Ende geben, bis wir die Kenntnis über den Schöpfer erlangen.

Und die Kenntnis über den Schöpfer bedeutet, dass wir unsere Wünsche so korrigieren, dass sie zum Gefäß für das Wissen (daat) werden – d.h. sie füllen sich mit dem Licht Chassadim und mit dem Licht Chochma, wie es die Sefirot Chochma (Weisheit), Bina (Verstand) und Daat (Wissen) – CHaBaD darstellen.

Frage: Inwiefern wird sich die Welt mit dem Wissen des Schöpfers erfüllen?

Meine Antwort: Die Menschen werden lernen, wie man das Geben erreicht und sich in einem globalen, integralen, analogen System aufhält, worin wir einander Zugeständnisse machen, zusammengeschweißt und nah an einander sind, in welchem gegenseitiges Geben und die Liebe herrschen.

Solange wir uns nicht in einem solchen System verbunden haben, worin jeder den allgemeinen Wunsch aller fühlen kann und sich dabei bemüht, diesen Wunsch zu erfüllen, dem Nächsten zu dienen, wie eine Zelle eines lebenden Organismus – solange werden wir niemals Vollkommenheit erreichen. Und bis dahin werden sich Unglücke und Katastrophen nur noch verschärfen und uns in die Richtung dieser Vollkommenheit voranstoßen.

Und das bedeutet die „Kenntnis über den Schöpfer“: Jeder von uns wird zum Gefäß des Wissens. Seir Anpin und Nukwa, die zu Chochma und Bina hinaufsteigen, empfangen darin ihre Erfüllung, welche dem Verlangen entspricht und werden „Gefäß des Wissens“ genannt. Zusammen erreichen sie die „erwachsene“ Stufe und werden dann zusammen mit dem elterlichen Parzuf Aba we Ima zum CHaBaD.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, Frieden, 30.05.2011

Die materielle Welt hat ihre Gesetze

Frage: Welche Einstellung sollte man zu weltlichen Problemen haben?

Antwort: Die weltlichen und spirituellen Probleme kommen aus einer Quelle zu uns – denn „Es gibt nichts, außer Ihm“. Alles soll als Teil eines Ganzen betrachtet werden.

Aber in der materiellen Welt existieren noch eigene zusätzliche Gesetze. Und wenn wir noch das Materielle sehen, dann müssen wir diese Probleme bewältigen und nach Gesetzen kämpfen, die in dieser Welt und der menschlichen Gesellschaft gelten. Denn diese Gesetze sind ebenfalls eine Folge unseres Defekts, und so haben wir sie zu befolgen.

Wenn ich in einer menschlichen Gesellschaft lebe, dann sei es unwichtig, was ich für ein großer Kabbalist bin – ich muss mich in dieser Gesellschaft so verhalten, wie es die gesellschaftlich aufgestellten Normen von mir verlangen. Wir alle haben sie zu befolgen, und obwohl sie keinen Bezug zu Spiritualität haben, dürfen wir sie nicht missachten. Zum Beispiel, wenn jemand vorhat, mich zu töten, dann muss ich mich verteidigen und den anderen überwältigen.

Die Probleme in der Welt sind meine Probleme

Das Bild der „äußeren Welt“ wie Baal HaSulam schreibt, wird durch die „Kamera“ auf der Rückseite unseres Gehirns erzeugt, die meine Eigenschaften auf einem scheinbar äußeren Bildschirm abbildet, welche zu einem gewissen Grad entweder fehlerhaft oder korrigiert sind. In mir bestehen sie in Form von verschiedenen Kräften. Indem sie sich verbinden oder sich in unterschiedlicher Art und Weise teilen, bilden sie das Gefäß meiner Seele.

Jedoch bin ich außer Stande, diese Kräfte zu erkennen, da sie auf den Schirm meines Bewusstseins projiziert werden, der mir ermöglicht, sie zu sehen. Deshalb sehe ich auf dem unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau verschiedene Formen. Alle diese Formen sind in Bewegung, verändern sich, und das ist, was es mir ermöglicht, eine Verbindung mit meinen inneren Kräften aufrecht zu erhalten.

Wie kann ich dann den richtigen Zustand erreichen? Es kann durch das Prinzip, liebe deinen Nächsten wie Dich selbst, getan werden. Du musst die gesamte äußere Realität zu Deiner eigenen machen. Schließlich ist sie wirklich in Dir, aber in Deiner irreführenden Wahrnehmung erscheint sie Dir als etwas Äußerliches. So komm zu Dir selbst zurück, verwandle dieses äußere Bild in ein Inneres, verschiebe Deine Sicht von der Projektion zur „Kamera.“ Wie kannst Du das tun? Bringe die Teile näher zu Dir und fühle sie als Deine.

Fürs Erste nehmen wir die Weltprobleme als Katastrophen wahr, die anderen Menschen geschehen. Rabash war im Gegensatz dazu in solchen Fällen sehr besorgt darüber, da er die Katastrophen in sich fühlte. Eine Person, die sich zur Gleichheit mit dem Schöpfer bewegt, neigt die ganze Welt zum Kelch des Urteils oder zum Kelch der Rechtfertigung. Darin liegt die Lösung des Problems.

Somit, teilt sich meine Wahrnehmung, in Folge des spirituellen Zerbruchs, in innerlich und äußerlich, ich selbst und die Welt.

Durch meine Korrektur bringe ich die gesamte Wirklichkeit, welche außerhalb von mir erscheint, näher zu mir selbst, um sie in mir zu fühlen.

Dann wechsle ich zu einer spirituellen Wahrnehmung der Welt: Es gibt nichts außerhalb. Alles ist in mir und findet in mir statt. Es gibt nichts außerhalb von mir. Ich lebe in meinem Kli und nur eine „Kamera“ bringt das äußere Bild für mich hervor.

Auf dieser Grundlage müssen wir letztendlich feststellen, dass genau die Leute, die ein Erwachen von oben, einen Antrieb korrigiert zu werden, erhalten haben, diejenigen sind, die die Fähigkeit haben, die Welt zu verändern, indem sie ihre Wahrnehmung und ihre Empfindungen ändern.

Alles hängt davon ab, wie sehr sie versuchen, die ganze Welt näher zu sich zu bringen, um sie als einen untrennbaren Teil von sich zu fühlen. Das ist die Verwirklichung des Prinzips, den Nächsten wie sich selbst zu lieben. Wir müssen alle Stufen, die außerhalb von uns erscheinen, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen, näher zu uns selbst bringen und sie als ein untrennbarer Teil von uns sehen.

Deshalb muss unsere Einstellung zur gesamten Wirklichkeit letztendlich dieselbe sein wie zu uns selbst, obwohl Baal HaSulam erklärt, dass ich die Wünsche von anderen über meine eigenen Wünschen erheben muss. Ein Egoist seiend, denke ich an mich, anstatt an meinen Nächsten. Aber wenn ich ein Altruist bin, muss ich an andere in mir selbst denken.

Deshalb hängt die Korrektur der Welt genau von den Menschen ab, die von oben den Ruf erhalten haben, sich selbst zur Wahrheit zu korrigieren. Kein anderer fühlte dieses Erwachen, und deshalb haben sie nichts, um zu fordern.

Das bedeutet, dass wir uns für alle Katastrophen der Menschheit verantwortlich fühlen müssen. Und es liegt in unserer Macht, sie zu korrigieren – und nicht erst nachdem sie stattfanden, sondern sogar schon bevor alle schlechten Ereignisse geschehen. Wir müssen uns klar machen, dass das was auf der unbelebten Stufe geschieht auch auf allen anderen Stufen bis hin zum menschlichen Grad geschehen kann.

Bis jetzt erscheinen die Katastrophen in Form von Naturkatastrophen auf unbelebtem und pflanzlichem Niveaus (wie Tsunamis, Erdbeben, Überschwemmungen, und Feuer), sowie in der menschlichen Gesellschaft, in Form von Wirtschaftskrisen und so weiter. Jedoch sind andere Formen auch nicht ausgenommen, ähnlich den ägyptischen Plagen, die sehr unangenehm, viel gefährlicher, und schrecklicher waren, im Vergleich zu den Ereignissen, die jetzt vorkommen.

Es liegt an uns die Korrekturen durchzuführen und die Probleme der Welt zu verhindern. Baal HaSulam schreibt darüber für uns am Ende der „Einführung ins Buch Sohar.“ Das gesamte Leid der Welt wird durch die Tatsache verursacht, dass Israel sich nicht rechtzeitig korrigiert, mit „Israel“ (was bedeutet direkt zum Schöpfer) ist jede Person, unabhängig von ihrer Herkunft gemeint, die die Gelegenheit hat sich selbst zu korrigieren, weil sie von oben erweckt wurde.

Deshalb ist jeder von uns verantwortlich für das, was geschieht.

4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 13.03.2011

Vertrauen zeigt sich in der Einheit

Frage: Wie können wir auf materieller Ebene Vertrauen erlangen, einschliesslich den wirtschaftlichen, medizinischen und sozialen Bereichen?

Antwort: Diese Probleme können nur durch Geben, mit Hilfe des Lichts, gelöst werden. Wenn du gesund sein willst und Immunität von bevorstehenden Problemen erwerben möchtest, dann musst du in einer Gesellschaft leben, die die Kraft der wechselseitigen Bürgschaft besitzt.

Soll man glauben: Was ist so besonders an diesen Freunden? Was besitzen sie? Bankkonten in der Schweiz? Eigene Firmen? Ein erfolgreiches Unternehmen? Oder vielleicht sind sie alle Doktoren, Rechtsanwälte, Banker und erfahrene Experten im Allgemeinen? Tatsache ist, dass sie nichts derartiges sind. Jedoch, wenn sie die richtige, gute Verbindung miteinander haben, dann kannst du sie nicht übertreffen. Sie haben vollkommenes Vertrauen. Sie empfangen eine solche „Ladung“ von oben, dass niemand sie eigennützig benutzen kann oder erfolgreicher sein kann als sie. Dies ist, weil sie im Unterschied zu jedem anderen, Erfüllung besitzen. Vertrauen kann nur in der Einheit ausgedrückt werden.

Dies sehen wir selbst in unserer Welt. Was kann ein Mensch vollbringen? Selbst wenn du Schwarzenegger herbeibringst und selbst wenn du zwei Menschen oder drei, oder ein tausend hast und sogar, wenn du sie in metallene Rüstungen steckst; wirst du dann Vertrauen haben? Heute haben wir Vertrauen in nichts, einschließlich der Macht. Wie viele Waffen können wir weiterhin produzieren? Welche Mittel haben wir, um uns selbst zu schützen? Letzten Endes, gibt uns dies kein Vertrauen, egal wie sehr wir uns bewaffnen. Die Bevölkerung fühlt sich lediglich beruhigt..

In Israel werden zum Beispiel regelmäßig Gasmasken an die Menschen verteilt, wenngleich ich hörte, dass die Menschen dieses mal diese gar nicht so sehr entgegennehmen wollen. Alle haben das satt. Die Menschen benötigen eine andere Art Vertrauen.

Wozu ist es gut, Millionen in einer Bank zu haben? Dies hat heutzutage noch etwas zu bedeuten, jedoch wird sich die Gesellschaft der Zukunft mit anderen Voraussetzungen um sich selbst sorgen müssen, durch das Gesetz des Gebens. Vollständiges Geben zwischen all seinen Mitgliedern wird die materielle Sorge über den morgigen Tag in den Ruf nach spirituellen Gesetzen umwandeln, da die Menschen im Innern dafür keinen wirklichen Bedarf haben werden. Sich um die lebensnotwendigen Bedürfnisse zu sorgen wird eine von oben gegebene obligatorische Pflicht für einen Menschen werden, wie das „Beachten eines Gebots.“

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 3/3/2011 über Zuversicht

Je schlimmer, desto besser

Wir müssen verstehen, dass die Lösung der gegenwärtigen Probleme nicht darin besteht, unseren Egoismus zu zähmen, sondern darin, uns darüber zu erheben. Deshalb ist die Weisheit der Kabbala nicht so einfach; sie steht über dem Niveau der Methoden, die lehren, wie man allmählich über den Egoismus Kontrolle erlangt und den Bösen Trieb verringert.

Die Kabbala sagt: Nein, auf keinen Fall brauchst du deinen Egoismus zu bekämpfen. Du wirst diesen Krieg ohnehin nicht gewinnen, weil dein Egoismus nur wachsen wird. Außerdem ist er klüger als du und wird immer wieder ungestraft davonkommen und alles an sich reissen.

Du musst nur lernen, wie du ihn äußerlich von dir abwendet. Die Weisheit der Kabbala ist die Wissenschaft, die uns lehrt, wie man mit dem Egoismus arbeitet. Kabbala ist eine sehr komplexe Wissenschaft, da sie praktisch alles, was es gibt, einschließt. Sie erlaubt uns, unseren Egoismus richtig zu verwenden, und da unser Egoismus immer weiter wächst, um uns immer größere Gelegenheiten zu geben, aus uns heraus zu treten und das zu erlangen, was uns umgibt.

Es ist nicht leicht, den Menschen zu erklären, dass Transformation nicht im Vermindern des Egoismus liegt, sondern eher in der richtigen Verwendung dessen. Je egoistischer du bist, desto besser.

Menschen, die das nicht verstehen, wundern sich “Wie kann das besser sein? Je mehr ich anderen schade, je listiger, neidischer, gieriger und durchtriebener ich bin, soll besser sein? Das ist richtig!

Dennoch wirst Du Dich fragen, “Wie kann das gut sein? Du hast Unrecht: Wir müssen diese ganzen Laster beseitigen. Ein guter Mensch ist jemand der nichts davon hat.” Aber das ist nicht so! Ein guter Mensch ist jemand, der enorme egoistische Eigenschaften hat, aber sie in eine Verbindung zu anderen umwandelt. Sein Ehrgeiz ist, alle seine schrecklichen Eigenschaften irgendwie nicht zu verwenden, sondern sie eher in gute zu verwandeln. Wir haben sie umzuwandeln, aber sie niemals auszulöschen.

Es ist sehr schwierig, dieses den Menschen zu erklären, die intelligent und tiefsinnig sind. Heute sind wir Zeugen des Ungleichgewichtes mit der Natur und der Uneinigkeit in der Gesellschaft, in unserem persönlichen Leben, und auch sonst überall. Ist das zum Besseren oder zum Schlechten? Das ist sicher zum Besseren! Je schlechter, desto besser!

Es ist hart für die Menschen, das zu verstehen. Dieses Verständnis kann nicht plötzlich erlangt werden. Aber habt Geduld; nach und nach wird sich alles klären.

Vom 2. Unterricht auf dem Berliner Kongress am 28.01.2011

Die Erziehung der nächsten Generation

Frage: Welche Art ist die beste, ein Kind zu erziehen, um es auf die Wahrnehmung der spirituellen Welt vorzubereiten?

Meine Antwort: Wir müssen einem Kind die Fähigkeit vermitteln, mit einer Kraft, Liebe genannt, zu arbeiten, die nur von der richtigen Umgebung empfangen werden kann. Das ist das Einzige, was ein Mensch benötigt.

Wichtig ist, dem Kind die richtige Umgebung zu geben. Wenn es beginnt zu spüren, was Liebe und Hass einem menschlichen Gefährten gegenüber bedeuten, wird ihm dieses Gefühl helfen, alle Probleme unabhängig zu lösen. Das Zartgefühl von Liebe und Feindschaft einem menschlichen Gefährten gegenüber ist es, was den Menschen in uns bestimmt.

Alles, was es sieht und hört, wird durch diese Wahrnehmung hinduchgehen und ihm erlauben, alles richtig zu interpretieren. Es wird keine Notwendigkeit bestehen, es zu belehren oder es in irgendetwas hineinzupressen. Ein Kind benötigt nur die Gesellschaft, in der es sich fortwährend entweder mit Konfrontation oder Liebe engagiert, alles um des spirituellen Zieles willen. Eine solche Gesellschaft muss von geeigneten Erziehern, Kabbalisten, geleitet werden.

Ein Kind braucht nicht mehr zu wissen: Keine spezielle Weisheit haben oder „die Anzahl der Engel im Himmel zu wissen.“ Wir müssen ihm lediglich die Fähigkeit geben, einander zu fühlen, und indem wir das tun, werden wir alle Probleme lösen. Es wird beginnen, eine wahre Wirklichkeit zu sehen, denn dies ist die einzige Art, sie zu enthüllen. Es wird sehen, dass alle Menschen miteinander verbunden sind und die Beziehungen zwischen allen verstehen.

Dies sind keine psychologischen Zusammenhänge: Es wird die im Inneren versteckte höhere Kraft und das Programm der Schöpfung enthüllen, gemäss welchem wir alle miteinander verbunden sind.

Aus dem 4. Abschnitt des Täglichen Kabbalah Unterrichts vom 9.2.2011, „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Die Arbeit obliegt uns

Alle Probleme in der Welt werden dadurch ausgelöst, dass Israel, sprich diejenigen, die zum Schöpfer streben, nicht das erfüllen, was ihnen auferlegt wurde. So beschreiben es die Kabbalisten. Wir bringen der Welt nicht die Korrekturmethode, wir bringen sie ihr nicht bei.

Im Grunde genommen muss die Welt nichts tun, sie nimmt einfach diese Methode von uns an, und wir setzen sie um. Also obliegt die ganze Arbeit allein uns. Sie beginnt mit uns und endet mit uns.

Die Welt versorgt dich mit Verlangen (Kelim), wenn du einen Weg gefunden hast, dich an sie zu wenden und diese Verlangen von ihr zu erhalten. Sie selbst vollzieht keine Handlungen. Mit anderen Worten: deren Handlungen entspringen der Natur selbst. Es steht geschrieben, dass die „Völker der Welt Israel auf ihren Schultern tragen werden“. Sie werden es tun, wenn sich die Korrektur offenbart.

Über die freie Wahl verfügen jedoch nur diejenigen, die beide Kräfte haben: die weibliche und die männliche, das Verlangen zu genießen und das Verlangen Genuss zu schenken. Gerade sie werden als „Israel“ bezeichnet, was „direkt zum Schöpfer“ (Yashar El) bedeutet. In der mittleren Linie können sie das Licht, das zur Quelle zurückführt, für die ganze Welt anziehen.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 13.02.2011