Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Probleme'

Wie wir den Drogenmißbrauch stoppen können.

Vor fast fünfzig Jahren erklärte der damalige Präsident Richard Nixon, dass Drogenmissbrauch der „Staatsfeind Nummer eins“ sei. Ein halbes Jahrhundert später können wir sagen, dass der Krieg gegen die Drogen nicht zu gewinnen ist. Drogen sind fast überall legal, in manchen Ländern sind sogar harte Drogen gesetzlich erlaubt. Was einst undenkbar war, ist heute eine Selbstverständlichkeit.

Dies ist keine Überraschung, denn die Legalisierung von Drogen, einschließlich harter Drogen ist seit mehreren Jahrzehnten ein kontinuierlicher Prozess. Es war die einzige Lösung, welche den Behörden gegen die wachsende Frustration der Menschen über die Sinnlosigkeit ihres Lebens einfiel.

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Die Zukunft liegt in der globalen Verbindung

Frage: Sollten die Menschen bereit sein, sich jedem Problem zu stellen und zu sehen, welche Lösung es gibt?

Antwort: Ein Mensch sollte nicht vor einem Problem davonlaufen, er sollte es prüfen und versuchen es mit allen Mitteln zu lösen.

Wenn alle Menschen etwas lösen wollen, dann werden sie es auch können. Allgemein wird ein Problem nur durch die richtige Verbindung gelöst. So wird aus sich heraus eine Lösung für jedes Problem gefunden.

Wir müssen allmählich dazu übergehen, uns dazu erziehen, wie wir miteinander umgehen, was wir erreichen und in Zukunft die richtige Verbindung miteinander finden wollen. Es gibt nur eine Zukunft – die in einer globalen Verbundenheit. Darin werden wir alles für jeden bereitstellen können, und jeder wird glücklich sein. Die Anpassung muss in den Gedanken, Gefühlen, Erziehung, Wahrnehmungen und Berechnungen vollzogen werden.

Aus dem Fernsehprogramm Kabbala Express, 12.01.2021

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Eine egoistische Partnerschaft

Frage: Ich habe kürzlich einen Brief von einem Mann erhalten, der vor über 30 Jahren mit einem Freund ein Unternehmen gegründet hat. Er schreibt: „Als wir das Geschäft eröffneten, haben wir beschlossen, dass jeder den anderen ergänzt: mein Partner gibt Ideen, und ich setze sie um und löse alle Probleme. Wir teilen alles 50/50.

So haben wir über 10 Jahre gearbeitet, bis wir eine Menge Geld verdient hatten. Dann verlangte er 80% des Gesamterlöses und begründete alles damit, dass die Ideen von ihm stammten. An diesem Punkt bin ich ausgerastet und sagte, dass ich ihn all die Jahre hindurch unterstütze, ihn für die freien Tage bezahlte, wenn er nachdachte, ein Tief hatte, oder im Urlaub war, usw.

An diesem Tag wurde das Prinzip der Gleichheit verletzt und wir wurden zu Feinden. Einen Monat lang haben wir nicht miteinander gesprochen. Dann stellte sich heraus, dass er mich verklagt hatte. Einst waren wir die engsten Freunde, heute sind wir die größten Feinde“.

Wenn wir diese Situation durch das Prisma der Ganzheit der Natur betrachten – wie kann dann eine mögliche Einkommensverteilung aussehen und wie ist die Gleichheit zwischen diesen Partnern? Ist es richtig, dass sie anfangs alles geteilt haben? Schließlich hat dann einer von ihnen die Vereinbarung verletzt.

Antwort: Tatsache ist, dass ihre Partnerschaft rein egoistisch war, daher habe ich keine Ahnung, wie man dieses Problem lösen kann. Ich befasse mich nicht mit solchen Dingen.

Meine Aufgabe ist es, völlig andere Systeme zu erforschen. Es sind Systeme, die sich gegenseitig ergänzen und nach völlig anderen Prinzipien funktionieren, bei ihnen gewinnt man, indem man dem anderen etwas gibt.

Wenn sie die Absicht der Natur verstehen würden, dann würde jeder so viel nehmen, wie er zum normalen Leben braucht und er würde den ganzen Überfluss der Gesellschaft schenken. Dies würde den tatsächlichen Gewinn abschätzen. Das heißt, die Lösung liegt auf einer anderen Ebene.

Frage: Das Traurigste ist, dass der Erziehungsprozess dieser beiden Geschäftsleute Jahrzehnte andauern kann. Was sollten sie machen, bevor es zur Offenlegung ihrer Topgehälter kommt? Wie können sie den Gewinn teilen? Gibt es irgendwelche Hilfestellungen?

Antwort: Ich denke, es ist viel einfacher, als man denkt. Nehmen wir an, ihr Reichtum ist verschwunden und es bleibt nur noch das Existenzminimum übrig. Lassen sie nun ihre Beziehung zueinander aufbauen. Das war es.

Aus der Fernsehsendung „Kommunikationsfertigkeiten“, 28.08.2020.

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Was selbst Alzheimer nicht auslöschen kann

Eine alte Frau, zu Seite gekippt und welk. Als im Hintergrund die Klänge von Tschaikowskys Schwanensee zu spielen beginnen, richtet sie sich plötzlich auf, erwacht aus der Vergessenheit, und ihre Hände tanzen im perfekten Einklang mit der Musik, während sie, wie auf einer riesigen Bühne vor Tausenden strahlender Augen, die Choreographie in Erinnerung ruft.

Diese Frau ist Marta Gonzalez. Sie hat auf den größten Bühnen der Welt getanzt,  als sie in den 1960er Jahren die Primaballerina einer von ihr gegründeten New Yorker Ballettgruppe war. Doch seit vielen Jahren leidet sie an der Alzheimer-Krankheit. In einem Video, das kürzlich im Internet veröffentlicht wurde, konnte man sehen, wie zarte Klänge sie in einem magischen Moment verzauberten und ihr Gedächtnis und ihre Körperbewegungen wieder erweckten.

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Sind die Menschen für einen spirituellen Wandel bereit?

Frage: Es scheint, dass die Menschen von heute zumeist noch nicht für die Wahrnehmung hoher spiritueller, abstrakter Werte bereit sind. Vielleicht sollten wir über die Vereinfachung eines bestimmten Verhaltenskodexes, der von den meisten Menschen verstanden wird nachdenken?

Antwort: Ich verstehe Sie und in einem Punkt stimme ich Ihnen zu. Wenn große Probleme auf uns zukommen und die ganze Welt darunter leidet, wird man verstehen, dass wir uns in globaler, integraler und gegenseitiger Verbindung befinden und dann müssen wir etwas unternehmen.

Man kann nicht sagen, ob dann die Menschen dafür bereit sind oder nicht. Sie werden nie für einen spirituellen Wandel bereit sein. Auf keinen Fall! Sie werden es nicht schaffen. Das Leben wird sie aber dazu zwingen. Ich glaube, dass es noch in dieser Generation sein wird.

Aus dem Unterricht, 17.05.2020

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Der Stolz eines Narren

Zuallererst müssen wir verstehen warum wir leiden. Der Grund dafür ist die Trennung die in meinem Verlangen zu Empfangen geschah. Seit diesem Zerbruch kümmert sich das Verlangen nur um sich selbst. In Wirklichkeit gibt es keine andere mir feindlich gesinnte Kraft, als mein eigenes Ego.

Diese hindert mich daran das Leben zu genießen und ist die Ursache aller Leiden dieser Welt. Diese Tatsache offenbart sich heute langsam der gesamten Menschheit.

Wenn ich in einer Gruppe an der Verbindung richtig arbeite entdecke ich, dass ich keine Verbindung herstellen will. Das zeigt mir, dass „der Schöpfer den bösen Anfang schuf“, und ich erkenne, dass „der Schöpfer all das getan hat“. 

Es ist zwar nicht einfach, aber ich muss alles mit Ihm in Verbindung bringen. Er gibt mir dieses Leid. Auch wenn es mir grausam erscheint, soll es mir nur zeigen wie sehr ich von Ihm abhängig bin. Es ist, als würde Er sagen: „Komm zu Mir, verbeuge dich und wenn du Mich bittest, werde Ich es für dich korrigieren. Wenn du es aber nicht tust, wirst du immer mehr Leid bekommen, bis du keine andere Wahl hast“.

Unser egoistisches Verlangen ist mehr als unser Ego oder unser Stolz. Andernfalls könnten wir uns nicht beugen und wären verloren. Mit der Zeit wächst dieses egoistische Verlangen auf der unbelebten, belebten und tierischen Stufe. Gleichzeitig verliert es durch die Schläge immer mehr an Bedeutung. Darin besteht die Erlösung. Ich bin mit meinen Verlangen bis zur äußersten Grenze gelangt. Dann kommt ein Schlag und ich schwebe nicht mehr so hoch. Ich werde etwas bescheidener. Danach folgt ein neuer und ich beuge mich noch etwas tiefer. So lerne ich Schlag für Schlag dazu und beginne mich zu fragen wer mich schlägt und wer über mir steht. 

Danach reduziere ich meine Wünsche so sehr und fühle mich demütig, unglücklich und gebeutelt, wie ein Tier. Das Verlangen zu empfangen ist das Wesen der Schöpfung. Alles andere sind nur ihre Ergänzungen, die sich aus der Ähnlichkeit der Eigenschaften des Schöpfers oder dem Fehlen dieser Ähnlichkeit ergeben. 

Unser Stolz verschwindet und nur das tierische Verlangen bleibt. Wenn ich diesen Zustand erreiche, bin ich bereit, meinen Kopf zu beugen und zu bitten. Von diesem dummen Stolz, der vorher in mir war, bleibt nichts mehr übrig.

Jetzt stellt sich nur noch die Frage: Bin ich klug genug zu verstehen, dass ich in Wirklichkeit ein Tier bin und mein ganzes stolzes Ego eine Illusion? Und werde ich mich im Vorfeld beugen und den Schöpfer um Korrektur zu bitten? 

Wenn Er, auf meinen Wunsch hin, die Macht über mich übernimmt, geschieht die Korrektur. Und diese Bitte ist das Gebet. Ein anderes existiert nicht.

Das erfordert allerdings sehr viel Kraft und hier bin ich auf die Hilfe meiner Freunde angewiesen. Wenn ich mich ein klein wenig vor ihnen beuge, werden sie mir die Kraft geben, um mich vor dem Schöpfer beugen zu können. Auf diese Weise beschleunige ich die Zeit und auch die Schläge bleiben aus. An ihre Stelle tritt der Verstand und bringt mich so voran. 

Rabash schreibt: Wenn du aus dir selbst eine Null (0) machst und aus der Gruppe eine 1, wirst du zur “10”. Wenn du aus dir zwei Nullen machst, wirst du zur “100”. Das bedeutet, du erhältst 100 Mal mehr Kraft. Das heißt, je kleiner man sich macht, desto mehr Kraft gibt die Gruppe für den Weg zum Schöpfer.

Das erspart sehr viel Zeit, Stufen und Leid, sogar ganze Lebensabschnitte und die schwierigsten Probleme. Darin liegt die ganze Arbeit. 

Aus dem Unterricht „Die Lehre der zehn Sefirot“, 07.11.2011

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In Ähnlichkeit der Eigenschaften

Frage: Der Schöpfer, also die Natur beeinflusst uns ständig vor allem durch Probleme der materiellen Welt. Komme ich mit dieser Kraft erst in Berührung, wenn ich Ihr ähnlich bin, nach dem Gesetz der Gleichheit der Form?

Antwort: Natürlich.

Frage: Durch diese Probleme kann ich aber nicht verstehen was diese Kraft von mir will. Muss ich dafür auf ihre Stufe aufsteigen?

Antwort: Wir müssen uns über diese Probleme erheben, zu ihrer Quelle.

Frage: Wenn ich also zu einem gewissen Maß der Eigenschaft des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens, ähnele, werde ich dann Seine Absicht verstehen?

Antwort: Ja. Wenn ihr euch über eure Verlangen erhebt und zur Quelle eurer sogenannten Probleme gelangt, werdet ihr Ihn begreifen und den Sinn seiner Handlungen verstehen.

Frage: Interessant ist: Wenn wir über die Ähnlichkeit der Eigenschaften auf physikalischer Stufe sprechen, werden gleich geladene Teilchen abgestoßen. Das Beispiel eines Radioempfängers zeigt aber, dass hier die Wellen durch das Zusammentreffen von Eigenschaften aufgefangen werden.

Hier wird deutlich, dass je höher die Stufe der Natur ist, desto mehr wirkt dieses Gesetz in umgekehrter Weise.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft des Gebens und wir sind die Eigenschaft des Empfangens. Deswegen kann ich Ihm nur durch die Veränderung der Absicht ähnlich werden, während das Empfangen selbst bleibt?

Antwort: Ihr könnt dem Schöpfer entgegengesetzt sein. Er ist Geber und ihr seid Empfänger. Und wenn eure Absichten übereinstimmen, seid ihr vereint und Ihm nur durch eure Handlungen entgegengesetzt.

Frage: Bin ich Ihm immer entgegengesetzt? Wenn er „plus“ ist und ich „minus“, dann werde ich nie „plus“ sein?

Antwort: Nie. Ihr führt alle Handlung nur nach dem Willen des Schöpfers aus. So gleicht ihr euch Ihm an, obwohl eure Handlung Ihm entgegengesetzt sind. Ihr tun dies, weil ihr Ihm ähnlich sein wollt. Dabei spielt die Art der Handlung selbst keine Rolle, was zählt, ist das Motiv. Das wird Absicht genannt.

Aus der Sendung „Grundlagen der Kabbala“, 10.06.2019

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Der Schmerz als Wegweiser

Bemerkung: Rumi, der große Sufi-Dichter des 13. Jahrhunderts setzte Emotionen wie Wut, Depression und Niederträchtigkeit mit ungebetenen Gästen gleich und riet, ihnen ins Gesicht zu lachen. Aber für gewöhnlich verhalten wir uns anders und versuchen, sie zu verdrängen. 

Psychologische Studien haben jedoch gezeigt, dass die Akzeptanz negativer Emotionen ein zuverlässigerer Weg zur Wiederherstellung und Aufrechterhaltung des spirituellen Gleichgewichts ist.

Antwort: Der Mensch ist so erschaffen, dass er negative Emotionen durch positive ausgleichen muss, sonst hat er keinen Anreiz zur Existenz.

Frage: Wie kann man zum Beispiel „Ärger“ akzeptieren?

Antwort: Indem man nach positiven Dingen sucht. Es gibt Schläge, aber zwischen den Schlägen kann man durchatmen.

Frage: Das ist paradox. Und wie verhält es sich mit schlimmeren Dingen wie Katastrophen?

Antwort: Nach Katastrophen gibt es Überlebende.

Frage: Soll man allen Tragödien auf diese Weise begegnen?

Antwort: Eine Tragödie kommt, und es gibt nichts, was man dagegen tun kann. Aber der Selbsterhaltungsinstinkt zwingt uns dennoch dazu, unter allen Umständen nach etwas Positivem zu suchen. Ansonsten hat man keinen Anreiz zum Leben. Und der Trieb nach Leben ist immer noch der grundlegendste.

Frage: Und wenn ein Mensch Selbstmord begeht?

Antwort: Selbstmord wird oft von Menschen begangen, denen es nicht an Materiellem mangelt. Andererseits gibt es Menschen, die kaum etwas besitzen oder schrecklich krank sind, und die trotzdem glücklich sind. Es klingt paradox.

Frage: Das ist wirklich paradox. Es gibt viele Selbstmorde in Europa, aber fast keine in Afrika. Welchen Rat geben Sie einem Mensch, wenn er mit Problemen oder negativen Zuständen hadert?

Antwort: Üben Sie sich in Demut, reduzieren Sie Ihre Forderungen und suchen Sie eine Verbindung zu Gleichgesinnten. Dann werden Sie spüren, dass Ihnen die Verbindung zwischen den Menschen Erfüllung und Ruhe bringt und Sie darin sogar den Sinn des Lebens finden können. Sie werden verstehen, woher dieses Unglück kam und im Zustand der Niedergeschlagenheit die Höhere Führung erkennen. Sie erreichen allmählich einen anderen, höheren Zustand, der das Irdische weit hinter sich lässt, aber auch gleichzeitig viel erhabener und spiritueller ist.

Frage: Sie haben gesagt, dass man in diesem Zustand anfängt, Verbindungen zu anderen Menschen zu suchen.

Antwort: Ja, das sollte man tun. Aber es hängt auch vom Ursprung der Seele ab. Entweder muss sie solche Zustände durch die Verbindung mit den anderen oder auf individueller Ebene erreichen.

Frage: Und was versteht ein Mensch dadurch? Den Grund für seine Probleme?

Antwort: Er beginnt, die höhere Lenkung zu verstehen. Dadurch gewinnt er eine ganz andere Einstellung zum Leben, zu sich selbst und zu den anderen. Er entdeckt Zustände, die außerhalb des irdischen Körpers liegen.

Frage: Meinen Sie damit also, dass ein Mensch nur durch Schmerz das Höhere – den Schöpfer – erfassen kann?

Antwort: Ja. Es hängt davon ab, wie Sie diesen Schmerz wahrnehmen. Dieser Schmerz kann gleichzeitig angenehm und erfüllend sein, weil Sie verstehen, dass er Sie wachrüttelt und Sie damit einfach aus dieser Welt herauszieht. Damit haben Sie die Chance, der spirituellen Welt etwas näher zu kommen.

Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ von 16.12.2019
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Das Ziel der Spiele des Schöpfers

Frage:  Als Beispiel: Ein Mensch kommt mit einem Problem in die Klinik. Dort ist eine Schlange, in der er lange warten muss, um aufgenommen zu werden. Oder er geht zur Bank um Geld abzuheben. Er erfährt, dass sein Konto gesperrt wurde. Sind das alles Spiele des Schöpfers? Was soll ich dadurch verstehen?

Antwort: Der Mensch wird dazu gebracht, nach dem Sinn des Lebens und nach seinem gegenwärtigen Zustand zu fragen: Wozu und woher kommt er?

Wenn er danach fragt, kommt er in eine passende Gesellschaft von Menschen, Büchern oder er erlebt Ereignisse, die ihn zu der Frage nach dem Sinn des Lebens bringen.

Während er den halben Tag in der Klinik in der Schlange sitzt, oder Probleme mit seinem Geschäft oder andere Schwierigkeiten hat, beginnt er darüber nachzudenken: „Was soll dieses Leben?“.

All diese Probleme, wir haben immer mehr davon, holen uns auf Schritt und Tritt ein. Sie sind nur dazu gedacht, dass sich unsere Generation zu fragen beginnt: „Wozu sind wir da? Was ist der Sinn des Lebens“?

Menschen tun das. Sie sind deprimiert, sie nehmen Drogen, um irgendwie aus diesem Leben zu fliehen. Langsam werden sie dahingeführt, die Methode der Erkenntnis der höheren Kraft, die sie geschaffen hat, sie steuert und mit ihnen spielt, zu offenbaren. Sie wollen wissen, warum ihnen das wiederfährt, wo dieser Schöpfer ist der alles bestimmt und ob Er überhaupt existiert? Zu welchem Zweck, warum, wozu? 

Es gibt keinen Menschen, der zur Kabbala kommt ohne zuvor deprimiert oder vom Leben enttäuscht gewesen zu sein. Die Menschen kommen zu uns, da sie einen Mangel spüren: „Ich habe nicht das Wichtigste im Leben“. Wenn ein Mensch das empfindet, vielleicht sogar ohne seine Frage und die fehlende Antwort genau zu verstehen, dann nähert er sich der Kabbala an.

Frage: Findet er dann die richtige Umgebung, die richtigen Bücher und warum in der Kabbala?

Antwort: Er kann viele andere Kreise durchlaufen, aber im Endeffekt wird ihn das Schicksal dennoch zur Kabbala führen.

Bisher sind das immer noch Einzelne. Wir sind die erste Linie, die sich dem Schöpfer annähert. Wir werden aber noch viele Menschen mitnehmen, sie werden immer wieder kommen und gehen, auftauchen und verschwinden. Das ist der natürliche Weg, eine Art Start-Stopp-Bewegung.

Aus dem TV-Programm „Grundlagen der Kabbala“, 25.03.2019.

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Die Formel der Seele


Frage: Haben wir eine Erinnerung (Reshimo) an Freiheit? Ich denke, dass wir eine haben müssen – wie anders ließe sich sonst unsere ständige Suche nach Freiheit erklären? Angenommen, wir haben also dieses Reshimo, dann füllt uns auch das Licht, bloß fühlen wir es nicht oder erinnern uns daran. Die Neigung eines Menschen zur Spiritualität wird ja ebenfalls durch Reshimot bestimmt, nicht wahr? Diese Sehnsucht nach Spiritualität und Freiheit kann doch nicht aus heiterem Himmel in uns auftauchen und das bedeutet, dass wir Reshimot von etwas haben, was uns einst mit Genuss erfüllte. Daraus ziehe ich den Schluss, dass das ganze Problem an uns liegt – wie erwecken wir unsere Reshimot, wie erwachen wir aus dem Traum?

Meine Antwort: Das ist absolut richtig – unsere Aufgabe besteht nicht nur darin, die Reshimot zu erwecken oder sie zu erhalten, sondern auch jene Reshimot zu bearbeiten, die für uns bereits an die Oberfläche getreten sind. Wir können dies umsetzen, indem wir das Höhere Licht (Or Makif) auf die Reshimot ziehen. Diese Arbeit soll kontinuierlich erfolgen und kann nur im Rahmen einer Gruppe getan werden – denn man bekommt von ihr folgenden Input:

1. Die Wichtigkeit des Ziels
2. Die Erkenntnis, dass es unmöglich ist, das Ziel nur durch das eigene Verlangen zu erreichen – nur mit dem Verlangen der gesamten Gruppe funktioniert es
3. Die Hilfe des Höheren Lichts, Or Makif

Das heißt, dass die Reshimot durch die Verlangen erweckt werden, die wir von unserer Umgebung erhalten! Und die erweckten Reshimot wiederum erwecken das Licht (Or Makif), welches mit ihnen in Wechselwirkung tritt. Dieses Licht korrigiert sie dann, gibt ihnen einen Schirm und füllt diesen Schirm mit Inneren Licht (Or Pnimi).

So ergibt sich:
Seele = Reshimo + Schirm + Or Pnimi

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Blog-post: Wir bilden unsere Seele, indem wir die zu uns kommenden Reshimot korrigieren
 
 
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