Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Problem'

Alle Schätze – sind vor dir!

Eine Frage, die ich erhielt: Ich studiere tagtäglich Sohar, aber ich fühle nichts anderes außer dem wachsenden Verlangen. Bewege ich mich in die richtige Richtung?

Meine Antwort: Es ist sehr gut! Wenn das Verlangen tagtäglich wächst – man braucht nichts anderes!

Das Problem liegt darin, das man seine Einstellung zum wachsenden Wunsch verändern muss, obwohl du darunter leidest ist er deine Belohnung. Denn der Wunsch, bzw. die Abwesenheit der Füllung ist eine Kraft, die dich vorwärts kommen lässt.

Aufgrund des leeren Wunsches spüre ich den Mangel an der Verschmelzung mit dem Schöpfer, an der Empfindung der Verbindung mit Ihm, und der Eigenschaft des Gebens.

Der richtige Wunsch ist schon eine Art der Bezahlung. Während du in unserer Welt die Füllung verdienen sollst, ist es das geistige Gefäß, der spirituelle Wunsch in der Höheren Welt, den du brauchst. Er gibt die Füllung – nimm sie dir! Wo kommt sie rein? Das ist eben die Frage …

Du bist von den geistigen Schätzen umgeben: „die Brillanten“, „das Gold“, „das Geld“, alles, was du dir nur wünschen kannst.

Du hast aber keinen Wunsch dazu – und deshalb erkennst du sie nicht. Der Raum um dich herum scheint leer zu sein!

Man muss den Wunsch, das geistige Gefäß, wachsen lassen, vorbereiten. Deshalb ist der Wunsch, das Streben selbst die Belohnung. Mit diesem Ziel war er vom Licht erschaffen.

Wir sollen unsere Wahrnehmung, unsere Einstellung zur Belohnung und zur Strafe verändern. In unserer Welt gilt der Wunsch, die Empfindung des Mangels als eine Strafe, und die Belohnung – als die Füllung, das mich beruhigen sollte, da ich mich im Wunsch, zu genießen aufhalte.

Wenn ich mich dagegen im Geben aufhalte, d.h. diesen Wunsch habe, dann ist es meine Belohnung. Warum gibt es dann solchen Unterschied? Infolge der Einschränkung. Denn auf das Erhalten wurde eine Einschränkung Kürzung gemacht, und auf das Geben gibt es keine Einschränkungen.

Wenn du schon den Wunsch zum Geben hast, – dann steht dir alles offen, du wirst alles im Maß deines Wunsches enthüllen. In deinem gebenden Wunsch siehst du alles, was dich umgibt im widergespiegelten Licht – bitte nimm dir das alles!

Auf diese Weise verändert der Sohar allmählich unsere Sicht, die Richtung unserer Gedanken baut eine andere, neue Einstellung zum Leben, zu den Etappen des geistigen Aufstiegs.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 18.07.2010

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Das Sprechende Herz

Das Gebet, die Bitte um die Korrektur ist unser natürlichster Wunsch, aber das Problem liegt darin, dass unser Herz nicht das will, was es eigentlich braucht. Und deshalb lesen wir die Artikel der Kabbalisten, um zu begreifen, was wir erreichen müssen, welche Bitte im Herz – denn unsere Wünsche sind verdorben.

Vor allem, müssen wir unsere Wünsche korrigieren: wenn uns im ersten, kleinen, korrigierten Wunsch die Empfindung des Schöpfers offenbart wird – dann werden wir schon aus der Verbindung zu Ihm erkennen, worum genau zu bitten ist, um uns Ihm mehr und mehr zunähern.

Deshalb haben die Weisen der Großen Versammlung (Anschej Knesset Agdola), die übrigens alle große Kabbalisten waren, das Gebetbuch geschrieben, damit darin jeder lesen konnte, worum das korrigierte Herz zu bitten hat. Wenn man das Gebetbuch öffnet, dann muss man sich daran erinnern, dass man über die sehr hohen Zustände liest, die wir folglich erreichen müssen. Außer diesem Gebetbuch, brauchen wir noch den weisen Lehrer, der uns lehren wird, wie man folglich erreicht, dass sich das Herz genau das wünscht, worüber das Gebet spricht.

Denn es ist nicht der Sinn der Sache, ständig die geschriebenen Wörter zu wiederholen –  viel wichtiger ist es diese Empfindung tief im Herzen zu erreichen. Das Herz des Menschen soll diese Wörter des Gebets aussprechen!
Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 12.07.2010
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Der Weg aus dem Garten Eden und zurück

Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen, „etwas aus dem nichts“, geschaffen und hat ihn mittels 4 Stadien sowie unter der Einwirkung des direkten Lichtes entwickelt.

Und als dieser Wunsch das letzte Stadium erreichte, und genauso groß wurde wie das Licht, das ihn ausfüllte, und alle seine Eigenschaften übergab, dann hat sich die Schöpfung in der letzten Schicht ( in dalet-de-dalet, bzw. im 4. Teil des 4. Teiles) als Empfänger empfunden.

Und diese Tatsache hat darin solche heftige Scham und das Gefühl des Gegenteils zum Gebenden, dem Schöpfer, bewirkt, dass die Schöpfung sich verringerte und aufs Empfangen verzichtete.

Diese unangenehme Empfindung, die als „Leuchten der Malchut“ bezeichnet wird, ist die Dunkelheit, die kaum zu ertragen ist.

Sie heißt der „leere Raum“, worin kein Licht leuchten kann. In diesem letzten Punkt, im 4. Teil des 4. Stadiums geschieht eben die Einschränkung, Zimzum.

Alle vorhergehenden Stadien können mit dem Licht verglichen werden, da gibt es noch kein absolutes Gegenteil.

Aber das ganze Problem besteht darin, was mit diesem letzten, vierten Teil zu tun ist?! Es ist unmöglich ihn durchzustreichen oder ihm zu entkommen, denn dann wird die Schöpfung nicht mehr existieren, da sie sich nicht in den Schöpfer einreiht und Ihm in allen Eigenschaften entgegengesetzt ist!

In der Schöpfung muss dieser unabhängige Punkt, das 4. Stadium, erhalten bleiben – und zwar als ihre Grundlage. Wäre hier nicht die Scham im Spiel, so hätte sich der Gast dem Gastgeber vollständig unterworfen und hätte alles, was er will getan – wie die gesamte unbelebte, pflanzliche und tierische Natur es tut, wie der häusliche Hund, der seinem Besitzer ergeben ist.Aber wen bezeichnet man als „Gast“ – der dem Gastgeber entgegengesetzt und fremd ist? Im Unterschied zum Gastgeber, der sich von ganzem Herzen freut und fragt, wie er den Gast noch zufrieden stellen könnte, damit es ihm noch besser geht, füllt sich der Gast völlig unwohl. Er sagt: „Nimm alles, es ist deins!“

Aber der Gast antwortet darauf: „Es ist nicht meins, sondern deins!“ Er kann der Empfindung der Scham im Stadium „dalet-de-dalet“ nicht entkommen, und muss sie behalten, um weiterhin als Schöpfung zu existieren.

Und wenn wir uns im Garten Eden – im reinen Geben, in Bina – aufhalten, dann ist es noch der Engel, und nicht der wahre Mensch.

Ein Mensch ist solange nicht für seine Mission bereit, bis er in seinem Innersten diese klaffende Leere erreichen wird, die er solange nicht
ausfüllen kann, bis darin die ganze Scham enthüllt wird, das Bedürfnis sich mit „den Gewändern“ zu bedecken entsteht, das Bedürfnis nach der Korrektur.

Und, um dem Menschen zu helfen, kommt eine Frau aus ihm heraus, die sich als seine Frau, Nukwa, erweist „geschaffen aus seiner Rippe“.

Besonders sie verspürt diese Leere, und beide gemeinsam (Seir Anpin und Malchut, Adam und Eva) sehen die Notwendigkeit an den Gewändern – im widergespiegelten Licht, in der Absicht des Gebens, wie der Gast in Bezug auf den Gastgeber, wodurch sie die Korrektur, das Geben, erreichen können – und die Scham in die Würde und die Ehre umwandeln.

Es ist der komplizierte und lange Weg. Jedem in der Welt ist diese Erzählung über Adam und Eva bekannt, aber niemand vermutet, was sich dahinter verbirgt…

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu „Panim Meirot““, 13.07.2010

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Ein wissenschaftliches System von allgemeinen Naturgesetzen

Derjenige, der den Schreibstil kabbalistischer Bücher noch nicht versteht, hat große Schwierigkeiten damit, diese Naturgesetze wahrzunehmen.

Ein moderner Mensch von Welt liest all diese Wörter: „Gebot“, „Schöpfer“, „dem Schöpfer Genuss bereiten“, „sich vor der Sünde hüten“ – und versteht nicht, worum es geht und wo er überhaupt gelandet ist. Doch das Problem besteht darin, dass wir den Text einfach nicht richtig lesen können. Die Kabbalisten haben einen solchen Schreibstil im Laufe von Generationen benutzt – seit der Zeit von Abraham, der als erster angefangen hat, die Wissenschaft der Kabbala zu entwickeln (obwohl Adam haRishon sie als erster entdeckt hat).

Diejenigen, die die spirituelle Welt wahrnehmen, verstehen, worum es in dem Buch geht: es gibt ein Verlangen, das auf den Eigennutz gerichtet ist, und dieses Verlangen in einer solchen Form zu benutzen, nennt sich Sünde, denn diese Handlung ist dem Schöpfer entgegengesetzt.
Das Empfangen um des Gebens willen aber, das mich dem Schöpfer ähnlich macht, nennt sich Gebot. Doch die Rede ist nicht von mechanischen Handlungen, die auf materieller Ebene vollzogen werden. Das spirituelle Gebot bezieht sich nicht auf den physischen Körper. Die Rede ist von den inneren Verlangen eines Menschen in Bezug auf das höhere Licht, den Schöpfer, und nicht von unserer Welt. All dies war den Menschen vollkommen klar, die die Tora geschrieben haben, und vor 2000 Jahren nach ihr lebten, denn sie befanden sich in der Erkenntnis und nahmen die spirituelle Welt deutlich wahr. Sie verstanden, worum es da geht und verwechselten es nicht mit den physischen Handlungen.
Doch nach der Zerstörung des Tempels fand ein allgemeiner Abstieg statt, und der Schöpfer ist aus der Wahrnehmung des Menschen verschwunden. Und dann haben die Menschen angefangen, die Bücher in der Form zu interpretieren, in der sie sich selbst befanden – rein materiell. Sie schrieben sie unserer Welt zu. Sie haben all diese Wörter und Sätze in ihre Welt übertragen, als ob sie von unseren Handlungen und Beziehungen hier sprechen würden.0

Das war die Zeit des spirituellen Exils, doch jetzt geht sie zu Ende, und wir müssen zur Enthüllung der höheren Kraft, zur Verbindung mit Ihr, zum gegenseitigen Geben zurückkehren. Deshalb müssen wir verstehen, dass es unmöglich war, diese Bücher anders zu schreiben. Die Tora zu erfüllen bedeutet, das höhere Licht zur Korrektur von seinen 613 Verlangen zu benutzen, was Erfüllen von 613 Geboten heißt.

Wenn der Mensch alles, was er liest, von den ihm seit seiner Kindheit geläufigen Begriffen: Tora, Gebote, Sünde – in die spirituelle Sprache, die spirituellen Begriffe übersetzt, wird er keine Probleme damit haben, zu verstehen, wovon Kabbala erzählt.

Das fügt sich zu einem sehr einfachen System von allgemeinen Naturgesetzen (denn der Schöpfer bedeutet „Natur“) zusammen, und Kabbala wird zu einer Wissenschaft, die die gesamte Realität, einschließlich unserer Welt, umfasst.

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 09.07.2010 .

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Wie wird man zur Schöpfung

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich meinem Sohn etwas gebe, empfindet er keine Scham, weil ich ihn liebe. Warum müssen wir dann Scham vor dem Schöpfer empfinden, wenn Er uns etwas gibt?

Meine Antwort: Der Sohn empfindet keine Scham, wenn er vom Vater etwas bekommt, weil er zu ihm gehört und er sich als ein Teil von ihm empfindet.

Er bekommt alles von seinem Vater als sein Sohn, und alles, was er bekommt, gehört nicht ihm, sondern dem Vater. Doch auf diese Art entwickelt sich der Sohn nicht selbständig.

Diese Form der Entwicklung nennt sich „Entstehen“ und „Säugen“. Weil der Sohn klein ist, bekommt er alles von dem Vater, von dem Erwachsenen. Doch dann werden die Kinder erwachsen und beginnen, sich von den Eltern zu lösen, sie wollen selbständig sein, nichts mehr von den Eltern bekommen, weil sie sonst verpflichtet wären, sich weiterhin ihnen unterzuordnen.

Und der Vater spürt, dass es an der Zeit ist, sich von seinem Sohn zu distanzieren, damit die Kinder unabhängig und erwachsen werden und Eltern für ihre eigenen Kinder sein können.

Aus diesem Grund lösen sich die Kinder in dem Maße ihrer Unabhängigkeit von dem Vater und bekommen nichts mehr von ihm, sondern verdienen ihren Lebensunterhalt selbst.

Der Schöpfer wünscht, dass wir unabhängig und Ihm ähnlich werden. Zu diesem Zweck macht Er eine Einschränkung, verhüllt Sich selbst und gibt uns so die Möglichkeit, durch unsere eigene Kraft genauso wie Er zu werden, selbständig diese Vollkommenheit, Größe und Erfüllung zu verdienen.

Sonst werden wir klein bleiben und alles von Ihm empfangen, und unsere gesamte Arbeit wird nur darin bestehen, uns vor Ihm zu annullieren, um klein zu sein und immer nur zu bitten. Doch der Schöpfer will nicht, dass wir in einem solchen Zustand verbleiben. Deshalb erlangen wir, nachdem wir wie kleine Kinder von dem Schöpfer gelernt haben genauso wie Er zu sein, die Unabhängigkeit. In der spirituellen Entwicklung handeln wir selbst während des „Entstehens“ und des „Säugens“ gegen unsere Natur, deshalb sind diese Stufen bereits Stufen unserer Unabhängigkeit. Das ganze Problem besteht darin, die Schöpfung zu erschaffen, d.h., ihr die Unabhängigkeit zu verleihen, damit sie sich von dem Schöpfer löst. Denn ohne die Trennung von dem Schöpfer gibt es keine Schöpfung. Die Trennung ist notwendig und zwingend. Darin besteht unser ganzes Wesen, sonst werden wir uns nicht als existierend empfinden.

Doch noch können wir uns selbst noch nicht einmal als einen Samentropfen im Schöpfer vorstellen…

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.06.2010.

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Wer spielt hier die Hauptfigur?

Eine Frage, die ich erhielt: In den Büchern gibt es immer eine Hauptfigur, um sie dreht sich die ganze Geschichte.

Wenn ich das kabbalistische Buch lese und versuche, mir diese Kräfte in meinem Inneren vorzustellen, dann gibt es dort sicherlich auch eine zentrale Kraft?

Meine Antwort: Während du ein kabbalistisches Buch liest, ist nicht wichtig, inwiefern du es verstehst, sondern deine Bemühung.

In der Enthüllung der Spiritualität gibt es einen Widerspruch: einerseits geschieht die Offenbarung intim und persönlich, andererseits ist es notwendig, die Kräfte von den Anderen, durch meine Vereinigung mit den anderen Seelen zu bekommen.

Es scheint so zu sein, dass das eine dem anderen widerspricht. Ich wollte alleine mit dem Schöpfer, mit meinem Wunsch zur Spiritualität, zum Licht, das zur Quelle zurückführt, bleiben.

Wenn ich aber das Höhere enthüllen will, dann kann ich es nur angesichts des Gebens empfinden, wobei das Licht des Gebens nur in der Gruppe leuchten kann.

Somit lese ich das Buch mit dem Punkt im Herzen, mit dem Wunsch zur Spiritualität, und will in meinem Inneren das Bild aufzeichnen, das das Buch beschreibt. Aber aufgrund welchen Materials kann ich die Veränderungen erzeugen?

Für diese praktische Arbeit ist die Umgebung, die Gruppe gegeben. Nur infolge einer gegenseitigen Wechselbeziehung, aus unserer Vereinigung, erheben wir eine Bitte, MaN.

Und zur Antwort bekomme ich von oben das Licht, das zur Quelle zurückführt – die richtige Einstellung, die mir das Verständnis darüber bringt, was im Buch geschrieben ist.

Dann beginne ich die persönliche Korrektur durchzuführen und baue die wahrhafte Verbindung zu den anderen. Folglich habe ich kein Problem, mich zu verbinden.

Sie sind meine Welt, in der ich alles realisiere, worüber ich früher las – in der Verbindung mit den anderen empfinde ich die Eigenschaften des Gebens, die Wechselbeziehung, worüber das Buch erzählt.

Bis dahin empfinde ich den Konflikt, den ich nicht lösen kann. Ich bin nur mit solchen Beziehungen einverstanden: ich und der Schöpfer, ich und das Buch, ich und das Licht, ich und ich, ich und die Welt, ich und die Gruppe. Aber immer soll alles mit „Ich“ anfangen!

Und hierfür ist die Vereinigung notwendig, damit ich mich nur für ihr Wohl einsetze. Es ist etwas ganz Unverständliches für mich!

Wie kann ich mich auf die anderen konzentrieren, den Unterschied zwischen uns nicht fühlen, ihnen mein ganzes Herz geben?

Zunächst wende ich mich egoistisch an das Buch, aber danach verstehe ich, dass ich die Kraft des Gebens brauche – und wende mich an die Gruppe, um von ihr die Empfindung des Gebens zu bekommen.

Folglich begreife ich, dass ich diese Eigenschaft nicht besitze, und verstehe, dass ich das Licht, das zur Quelle zurückführt, benötige, um mich nach dem Buch umzuordnen.

Deshalb erheben wir MaN aus unserem gemeinsamen Wunsch in der Gruppe, und als Antwort bekomme ich das Licht der Korrektur, wonach ich mich auf neue Weise zum Buch verhalte. Ich kann mich nach seinen Hinweisen aufbauen – das heißt, ich sammle eigenes „LEGO“

Aus dem Sohar-Unterricht vom 24.06.2010

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Wie kann man die „giftigen Schlangen“ bewältigen?

Kurze Zusammenfassung vom Wochenabschnitt Chukat [Numeri, 19:1 – 22:1], T.7 [21:21 – 22:1]: …Und wieder beginnt das Volk, sich über all seine Missgeschicke zu beklagen, und zu sagen, dass es umsonst aus Ägypten weggeführt wurde.

Daher sendet der Schöpfer eine Menge von giftigen Schlangen; so bereut das Volk sein Murren und bittet Moses, dass er dieses Leiden von ihm nehmen soll.

Moses betet für sie und bekommt eine Anweisung vom Schöpfer, wie er aus dieser Situation mit Hilfe einer ehernen Schlange herauskommt.

Während des ganzen spirituellen Weges ist der Mensch mit Fragen übewältigt und weiß nicht, was er tun soll.

Er beugt sich unter der Last, sodass er giftige Schlangen herausruft, das heisst, dass das ursprüngliche, der Schöpfung zugrunde liegende Verlangen, zu genießen, aufzuwachen beginnt.

Und was hilft dem Menschen? Ihm hilft, dass er eine Schlange aus Kupfer herstellt. Das heißt, er beginnt zu verstehen und zu spüren, dass alles was ihm gegenüber steht, nur eine Statue ist, und nicht etwas Lebendiges.

Wenn diese Schlangen von außen kommen, so scheinen diese dem Menschen ein Ausdruck der höheren Kraft zu sein.

Aber wenn der Mensch selbst das gleiche bildet, wird ihm klar, dass dies keine höhere Kraft, sondern nur ein Spiel seiner Vorstellungskraft ist, und das alles ist nur ein dummes Hindernis , welches sich innerhalb von ihm selbst bildet.

Sobald Moses eine ehernde Schlange gechaffen hat, löste sich das Problem, und das Volk Israel wurde diesen Kummer los.

So zeigt uns die Tora verschiedene Schutz- und Korrekturmethoden.Die „eherne Schlange“ ist eine sehr interessante Methode, sich über seinen „bösen Trieb“ – den Egoismus – zu erheben, wenn du etwas ihm gegenüber baust und somit verstehst, dass alles vor dir stehende nur eine illusorische Fantasiegestalt ist.

Du siehst das dadurch, dass du selbst dieses Idol baust. Man kann dies Abreitstherapie nennen. So wird der Mensch dieses Problem, das Erwachen der Schlange in sich, los. Selbstveständlich sind alle diese Handlungen innere Handlungen.

Eine Frage: Einerseits, steht geschrieben: „Mach dir kein Bildnis“. Hier aber befiehlt der Schöpfer Moses, sich einen Götzen zu machen.

Meine Antwort: Das stimmt. Manchmal verfahren wir so mit unseren Kindern. Wir zwingen sie dazu, etwas zu machen, damit sie keine Angst mehr davor haben: „Gehen wir gemeinsam zum Hund, und du wirst sehen, er wird dir gar nichts tun!“

Vor dir steht eine Gestalt, und du denkst, sie kommt von oben, vom Schöpfer, dass die Schlange eine höhere Kraft symbolisiert, die über dich regiert.

Aber der Schöpfer sagt: „Nein! Tue selbst das gleiche, und du wirst sehen, dass das ganze nur in deinem Kopf passiert, du hast dir diese Schlange nur ausgemalt.“

In der Tat, es befindet sich nichts vor dir, es scheint dir nur so. Und wenn du diesen „Götzen“ baust, wirst du sehen, dass in ihm nichts ist und all diese giftigen Schlangen, die angeblich kommen und dich erschrecken, nichts an sich haben, außer dem, was du selbst in sie hineingelegt hast. Du hast sie geschaffen, und nicht eine höhere Kraft. Baue selbst einen Goetzen, und du wirst sehen, dass es so ist.“

„Eherne Schlange“ bedeutet eine Methode der Heilung, die dir einen richtigen Umgang mit dem egoistischen Wunsch erlaubt.

Aus einem Soharunterricht, nach dem Wochenabschnitt Chukat , 14.06.2010

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Kabbala ist keine schwierige Wissenschaft!

Kabbala ist keine schwierige Wissenschaft! Man muss nur ganz genau einige Empfehlungen einhalten, die uns Kabbalisten geben.

Das Problem liegt jedoch darin, dass wir unsere Kräfte verzetteln, indem wir versuchen das Geschriebene zu begreifen, während es sich in Wirklichkeit nicht um etwas Schwieriges handelt.

Ich wende mich an alle Zuschauer – an eine beliebige Hausfrau, an einen einfachen und quasi davon fernen Menschen, an die Anfänger – hier gibt es nichts Verwirrendes und Kompliziertes.

Es handelt sich hier nur darum, wie man sich neue Sinnesorgane beschafft. Dies ist es, was uns die Wissenschaft der Kabbala beibringt.

Genau so wie wir uns durch unsere natürlichen Sensoren jetzt als lebend in dieser Welt empfinden, nehmen wir eine andere Realität wahr, sobald wir uns zusätzliche Sinnesorgane beschaffen.

Und als Resultat werden wir dann befähigt, die komplette Lehre zu verstehen, weshalb sie die Wissenschaft der „Kabbala“ (=Empfangen bzw. Wahrnehmen) heißt.

Im Gegenteil streben wir immer danach, uns im Äußerlichen zu verbergen. Wir beschäftigen uns mit Tausend verschiedenen Sachen, außer der einzig und allein Wichtigen.

Es scheint uns immer wieder, dass wir erst etwas erledigen müssen – dies und das und noch ein bisschen, aber danach werden wir sicherlich zum Thema zurückkehren.

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Die Handlung plus die Absicht

„Der Schöpfer – ist barmherzig und schafft nur das Gute“. Wir müssen es als das einzige Axiom der Spiritualität annehmen.Denn von oben kommt nichts Schlechtes, und es wird uns nur das absolut Gute offenbart, weil das Licht sich in der absoluten Ruhe befindet- das ganze Problem ist nur im Gefäß, im Wunsch der Schöpfung.

Folglich hängt alles vom Menschen ab, von seiner Bemühung und Vorbereitung. Die Handlung kann sowohl das Erhalten als auch das Geben sein, und die Absicht kann auf sich oder auf den anderen gerichtet sein.

Wir beginnen unsere Entwicklung mit dem „Erhalten für sich“, aus der doppelten Verhüllung, aus Lo Lishma. Die Handlung ist hier – das Erhalten, die Absicht – für sich. Dann kommen wir, dank unseren Bemühungen, zur Stufe „das Geben für sich“.

Beim Übergang vom „Erhalten für sich“ zum „Geben für sich“ hat sich nur die mechanische Handlung geändert. Wir sind in der Lage, diesen Zustand zu erreichen!

Wir sind aber nicht in der Lage, die Absicht zu verändern, denn nur das Licht kann sie korrigieren, dafür können wir die Handlung vom Erhalten auf das Geben umstellen – weil dies auch in unserem Sinne ist!

Und wir geben – um sich besser zu fühlen! Diese Arbeit heißt „sich den Freund zu kaufen“.

Um aber vom „Geben für das Erhalten“ zum „Geben für das Geben“ zu kommen – muss man die Absicht verändern, wofür die Einwirkung des Lichtes, das zur Quelle zurückführt, notwendig ist.

Ich strenge mich an und begehe die Handlungen, ich bemühe mich, alles in der Gruppe und im Studium zu machen, dennoch erfolgt die Veränderung in der Absicht nur mittels der Kraft des Lichtes.

Und wenn wir zum „Geben für das Geben“ kommen, zur Stufe des Glaubens, Lishma, zur Stufe der Belohnung und der Bestrafung, zur ersten Enthüllung – dann erheben wir uns bewusst zur Stufe „das Erhalten für das Geben“ hinauf, sowohl in der Handlung als auch mittels der Einwirkung des Lichtes (in der Absicht).

Aus dem Unterricht nach dem Artikel Rabasch, 09.06.2010

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Bund für die Ewigkeit

Es gibt den Begriff „einen Bund schließen“, wenn Vertragspartner sich für die Zukunft zu guten Beziehungen verpflichten, falls sich die Beziehungen verschlechtern, Probleme und Missverständnisse auftauchen, Hass aufkommen und anstelle von Verständnis Unverständnis kommen sollte.

Doch selbst wenn ich in einen Zustand geraten sollte, in dem mir der Vertragspartner offensichtlich als Feind erscheint, werde ich mich ihm gegenüber gemäß dem Vertrag, den ich einst unterschrieben habe, verhalten, nämlich als einem Freund gegenüber. Darin besteht die Kraft des Bundes.

Wann kann ein solcher Bund geschlossen werden? Wenn wir uns nah sind, uns in unseren Eigenschaften ähneln, dann schließen wir einen Bund. Im Moment brauchen wir ihn nicht, denn zwischen uns herrscht Verständnis, ja sogar Liebe!

Doch wir unterschreiben diesen Vertrag für den Fall, wenn ich anfange, Konfrontation und Hass zu empfinden – dann verpflichte ich mich, die gleichen Beziehungen mit Gewalt aufrechtzuerhalten.

Das heißt, ich kann „absteigen“ – dich und mich in den gegenseitigen Hass vertieft wahrnehmen – und doch muss ich mich dir gegenüber genauso wie vorher verhalten. Ich weiß, dass alles von mir abhängt und die gesamte Realität außerhalb von mir geschlossen und vollkommen ist.

Daher kommt auch der Begriff des Bundes: ich stütze mich darauf, dass die gesamten Veränderungen nur in mir drin geschehen, sowohl gute als auch schlechte.

Alles hängt von meiner Sichtweise ab: „Jeder urteilt nach seinen eigenen Mängeln“.

Aus diesem Grund, wenn ich einen solchen Bund schließe, stelle ich mich ein und richte mich darauf aus, dass die Welt gut und vollkommen ist, und die gesamten Veränderungen sich nur in mir vollziehen. Auf dieser Grundlage wird der spirituelle Bund geschlossen, und er besteht ewig!

Einen solchen Bund haben unsere Stammväter (Kabbalisten der vergangenen Zeiten) geschlossen, indem sie ihren Teil der Gesamtseele korrigiert haben, was sich „Verdienst der Väter“ nennt.

Von diesem Verdienst können wir Gebrauch machen, wenn wir uns ihnen anschließen und zu dem Zustand jenes Bundes zurückkehren, welcher zwischen ihnen existiert!

Aus einem Unterricht nach Artikel von RaBaSH „Verdienst der Väter“, 03.06.2010

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