Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Problem'

Jeder ist jüdisch


In den Nachrichten (aus The Guardian): „Gene offenbaren die erzwungenen Bekehrungen Spaniens“. Forschungen haben ergeben, dass heute 20 Prozent der Männer in Spanien und Portugal eine noch unverwechselbare sephardisch-jüdische Abstammung haben. Die Forscher verglichen Y-Chromosomen mit mehr als tausend Männern, die derzeit in Spanien und Portugal leben. Die Verwendung des Y-Chromosoms, das das männliche Geschlecht verleiht, war entscheidend, da es unverändert bleibt, während es vom Vater an den Sohn weitergegeben wird. Auf diesem Weg waren die Forscher in der Lage zu bestimmen, ob das Y-Chromosom eines Mannes von einem jüdischen oder maurischen Vorgänger abstammt oder einen anderen Ursprung hat.

In den Nachrichten (aus Israel National News): „Anschuldigung: Ahmadinejad ereifert sich, um seine jüdischen Wurzeln zu verbergen“. Etliche iranische Medienquellen zitieren Mahdi Khazali – der Sohn eines führenden Befürworters des iranischen Präsidenten Ahmadinejad – weil er in einem Blog geschrieben hatte, dass der Präsident jüdische Wurzeln hat. Khazali, der Sohn, sagt, dass der Präsident seine jüdischen Wurzeln verbirgt, indem er Israel und die Juden angreift und starke muslimische Überzeugungen äußert. Die Anschuldigungen erschienen in einem Artikel, den Khazali geschrieben hatte, mit dem Titel „Die Juden im Iran“. Er sagt, die Zeit sei gekommen, „die Wahrheit“ über die jüdische Rolle im Iran „zu enthüllen“.

Mein Kommentar: Jeder ist jüdisch; nur ist es so, dass es sich noch nicht jeder eingestanden hat.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich finde das, was Sie über die Kabbala sagen, wirklich sehr interessant, aber ich habe ein Problem damit. Das Buch Sohar hat eine große Verbindung zur Tora. Und obwohl ich die Tora nicht gelesen habe, weiß ich, dass sie eine Anweisung gibt, Menschen, die nicht jüdisch sind und versuchen, die Tora zu lernen, zu vernichten. Oder mit anderen Worten, sie erklärt, die besten der Heiden zu vernichten. Das hält mich davon ab, der Kabbala völlig zu vertrauen. Können Sie mir sagen, ob das wahr ist, was ich über das Tora Studium durch Nicht-Juden gehört habe?

Meine Antwort: Es ist ein Wunder, wie sicher Sie über das sind, was in der Tora geschrieben steht, obwohl Sie sie nie gelesen haben! Aber Sie haben recht – sie sagt, dass ein Heide getäuscht und vernichtet werden soll. Was bedeutet das? Ein Heide (oder Nicht-Jude) ist der Egoismus jedes Menschen, den er korrigieren muss, um das Ziel unserer Schöpfung zu erreichen – Gleichheit mit dem Schöpfer. Ein Heide kann die Tora nicht studieren, da sie von dem Empfangen des Lichtes spricht und das Licht kann nicht in den Egoismus empfangen werden. Das ist die Bedeutung dieser Verse.

Vorerst können Sie nicht als Heide oder Jude angesehen werden, weil die Tora (Kabbala) einen Menschen als Tier betrachtet, bis er sich seines Egoismus bewusst wird. Dann, wenn ein Mensch dieses Bewusstsein erlangt, wird er als Heide angesehen. Und später, wenn er seinen Egoismus korrigiert, wird er als Israel angesehen, was „auf den Schöpfer ausgerichtet“ bedeutet. Aber nichts davon hat irgendetwas mit Ihrer physischen Herkunft zu tun!

Sie haben also einen langen Weg zu gehen, bevor Sie als „Heide“ angesehen werden können. Außerdem bedeutet „Heide“ (Goi) im Hebräischen „ein Volk“. Wenn die Tora „Goi“ sagt, spricht sie von den egoistischen Eigenschaften eines Menschen. Und wenn sie „Goi Kadosh“ (Heiliges Volk) sagt, spricht sie von der Eigenschaft der Liebe für deinen Nächsten.

 

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Blog-post: Israel = alle Menschen, die zum Schöpfer streben
 

Die Kultur ist eine Flucht vor der Frage nach dem Sinn des Lebens


News Report (übersetzt aus MIGnews.com): Millionen von Menschen auf der ganzen Welt tauchen in Second Life ab – dem neuen virtuellen Wahnsinn, der alle Bereiche des menschlichen Lebens umfasst. Allein in der vergangenen Woche tauchten 1,4 Millionen neue Mitglieder in diese Besessenheit ab. Dort gestalten sie sich selbst und suchen in dieser neuen, exotischen Realität nach Abenteuern.

Mein Kommentar: Eigentlich taten wir dies während der gesamten Menschheitsgeschichte. Es war nur nicht so offenkundig, wie es jetzt mit einem Bildschirm ist. Unsere Kultur ist nur eine Ablenkung vom Schöpfungsziel, so wie es die ganze „spannende“ Unterhaltung ist, mit der wir unser Leben füllen. Alle haben sie die gleiche Wurzel – vor der Frage über den Sinn des Lebens wegzurennen.

Das Problem ist, dass die alten Methoden „die Zeit totzuschlagen“ uns nicht mehr anziehen. Sie sind zu schwach. In der virtuellen Welt können wir unsere Vorstellung jedoch fliegen lassen und erhalten zusätzlich die Illusion, dass alles was wir uns wünschen, im gleichen Augenblick zu bekommen sei. Unser Egoismus wird allerdings schon bald darüber hinauswachsen und wir werden uns nach der wahren Erfüllung umschauen müssen – dem Licht, dem Schöpfer.

Das ist so, weil Er uns geschaffen hat und unsere egoistische Entwicklung uns zu Ihm führen wird. Deshalb bezieht sich die Tora auf unseren Egoismus (wenn sie über die geschaffene Frau spricht) mit: „Ezer Ke Negdo“ – dein Helfer, der gegen dich ist.

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Kabbala Heute: Besser als die virtuelle Welt?

Die Menschen versuchen ihre Augen vor der Krise zu verschließen


Nachrichtenbericht (übersetzt von prime-tass.ru): „Das Wort ‚Krise‘ wird vertuscht.“ Geschäftsleute und Massenmedien vermeiden den Gebrauch von Ausdrücken, wie „die globale Finanzkrise“, „Rezession“, „wirtschaftliche Instabilität“ und „Sackgasse“. Sie erfinden positivere und vage Ausdrücke um die Krisen-Rhetorik zu verhindern. Zum Beispiel reden Sie anstelle von einer „globalen Rezession“ von einer „zeitlichen Instabilität“, und anstelle von „Krise“ sagen sie „eine Periode von Gelegenheiten“.

Mein Kommentar: Ich kann sie verstehen: Die zuverlässige Welt des Geldes und der Macht ist plötzlich unberechenbar und flüchtig geworden. Die Zukunft ist unsicher und für einen Volkswirt ist das schlimmer als der Tod. Während die Finanzexperten mit der Krise kämpfen, versuchen sie immer noch:

1. Die Panik zu verbergen, die die Finanzmärkte einhüllt.
2. Die Wirtschaft zu unterstützen, zu einer Zeit, in der kein Kredit erhältlich ist.

Desweiteren weiten die Regierungen die Kredite für die Banken und die Großfirmen aus, indem sie deren Darlehens-Sicherheiten garantieren – eine Maßnahme, um den Revitalisierungsprozess zu entlasten. Jedoch ist es unmöglich, die alten Verhältnisse wieder zurück zu bringen. Vielleicht können sie zeitweise zurückgebracht werden, aber das wird große Ausgaben mit sich bringen und wird künstlich sein, ähnlich einer Wiederbelebung eines Patienten, der in einem hoffnungslosen Zustand ist.

Die Lösung für dieses Problem liegt darin, die Welt, in der wir uns plötzlich wiedergefunden haben, ganzheitlich, global zu studieren. Sie funktioniert über vollkommen verschiedene soziale Gesetze, Beziehungen und vertragsgemäße Bedingungen als unsere alte Welt, welche nicht global verbunden war.

Wie knüpfen wir neue Vereinbarungen oder schaffen neue finanzielle Programme, während wir dem universalen Wirkungszusammenhang Rechnung tragen? Das System beginnt in neuer, unbekannter Weise zu arbeiten und die Querverbindungen zwischen den Finanzstrukturen sind die „Unbekannten“ in der Gleichung. Niemand weiß bisher, was sie [die Faktoren (Anm. d. Ü.)] sind und wie man mit ihnen arbeiten muss.

Das ist genau das, was Kabbala erklärt: die Globalität der Welt, denn sie studiert den Schöpfer, den Einen Globalen Regenten. Alles was geschieht, ist seine Art und Weise, uns ins Bewusstsein zu bringen, dass es notwendig ist, Ihn zu kennen!

Wenn wir jedoch dabei bleiben, ein neues „positives und vages“ Vokabular zu erfinden, wird es uns teuer zu stehen kommen und die Krankheit in uns nur noch verschlimmern.

Verwandtes Material:
Blog-posts zur Finanzkrise

Warum Herr Obama vom Studium der Kabbala profitieren kann

Der gewählte Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, schreibt in seinem Buch „Audacitiy of Hope – Thoughts On Reclaiming The American Dream“:

„Als Antwort würde ich üblicherweise nickend lächeln und sagen, dass ich die Skepsis verstehe, dass es jedoch in der Politik eine andere Tradition gab – und immer gegeben hat – eine Tradition, die von den Tagen der Gründung des Landes bis zur Pracht der Menschenrechtsbewegung reichte, eine Tradition, die sich auf die einfache Idee gründet, dass wir aufeinander Einfluss haben und dass das uns miteinander Verbindende größer ist als das uns Auseinandertreibende und dass wir zwar nicht jedes Problem lösen können, aber etwas Bedeutungsvolles tun können, wenn genügend Menschen an diese Wahrheit glauben und danach handeln.“

Mein Kommentar: Während der gesamten Menschheitsgeschichte, von alters her bis heute, gab es viele Menschen, die die Ursache des Leidens und der Krisen, die in der Gesellschaft und in der Natur als ein Ganzes stattfanden, erkannten und darüber schrieben. Diese Ursache ist die egoistische Natur des Menschen.

Jedoch gibt es in unserer Welt kein Mittel, den Egoismus des Menschen zu korrigieren. Das Einzige, das fähig ist, ihn zu korrigieren, ist das Höhere Licht, das ihn geschaffen hat. Und es gibt nur eine Methode in unserer Welt, die den Einfluss des Lichtes auf unseren Egoismus heranziehen kann – die Wissenschaft der Kabbala. Ihr beabsichtigtes Ziel ist es, den Schöpfer – die Qualität des Schenkens und der Liebe – den Menschen in dieser Welt zu enthüllen (siehe den Anfang des Artikels „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala„).

Wenn also der neue amerikanische Präsident plant, die Welt zu verbessern, muss er sich selbst mit der Kabbala vertraut machen. Andernfalls wird alles beim Alten bleiben.

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Blog-post: Obama: Chance auf Hoffnung oder eine neue Enttäuschung?
Blog-post: Ökonomen sprechen schöne Worte, können sie aber nicht umsetzen