Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Prinzip'

Warum mögen die Menschen die Wolken anzuschauen

Nach dem Zimzum Bet (nach der zweiten Beschränkung) reiht sich jeder Höhere Parzuf mit seinem unteren Teil in den Unteren Parzuf ein: der untere Teil Bina taucht in S“A ein, der untere Teil S“A – in Malchut.

Deshalb ist der obere Teil jedes einzelnen Parzuf sichtbar, und sein unterer Teil ist innerhalb des Unteren verborgen.

So ist der Bau entsprechend Zimzum Bet, und wir befinden uns gerade in solcher Verbindung – jeder reiht sich mit seinem Teil in den anderen ein. Alle in allen!

Wir können uns optisch dieses holographische Bild nicht vorstellen, es gibt keinen Menschen, der sich in alle nicht einreihen würde, und es gibt niemanden, der in sich nicht alle, den Teil von jedem nicht beinhalten würde.

Wir bilden also ein Integralsystem, eine große Wolke, die keinen Anfang, kein Ende oder irgendwelche abgesonderte Teile hat, und alle sind in alle aufgenommen!

Es ist das, was Zimzum Bet mit uns macht, wenn sich Bina mit Malchut verbindet. Ob wir das wollen oder nicht, wir beeinflussen einander total.

Und wenn wir uns bewusst werden und die Folgerungen ausnutzen, um die Gedanken und die Wünsche der anderen richtig zu beeinflussen, dann werden wir die gegenseitige Bürgschaft und das Allgemeine Kli schnell erreichen.

Das System ist schon nach diesem Prinzip aufgebaut, die Frage ist, ob wir wollen, nach diesem Prinzip zu arbeiten. Darin ist der ganze Unterschied zwischen der Welt, wo wir uns jetzt befinden und der spirituellen Welt.

Unsere Welt ist so, wie wir sie sehen wollen! Und die spirituelle Welt entspricht vollständig dem Wunsch des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010

Wer wird mir helfen?

Eine Frage, die ich erhielt: Mich verwirrt das Prinzip der spirituellen Arbeit „Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“, weil es dem anderem Prinzip – „Es gibt niemanden außer Ihm“ und der Vereinigung mit der Gruppe widerspricht …

Meine Antwort: Wir sagen: „Wenn ich mir nicht helfen werde, dann wird mir niemand helfen, den Schöpfer zu enthüllen“ – weil man damit den Wunsch meint, den Schöpfer, die Eigenschaft des Gebens zu enthüllen.

Niemand kann mir darin helfen. Ich kann tausende Bücher lesen und tausende Vorlesungen anhören, aber schließlich ist die Entwicklung des Wunsches meine innere Arbeit.

Und nur dann, wenn ich das spirituelle Leben (in der Eigenschaft des Gebens) erreichen möchte, werde ich es anstelle dieses Lebens (in der Eigenschaft des Erhaltens) offenbaren.

Wir sollen von niemandem die Hilfe warten! Ich bin verpflichtet, einen solch starken Wunsch zu erreichen, worin „der Tod besser, als ein solches Leben ist!“. Denn dieses Leben ist in Wirklichkeit kein Leben ist. Ich bin verpflichtet, die Spiritualität zu erreichen!

Folglich gilt hier nur das Prinzip „Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“. Denn der Schöpfer wird niemals auf diese Bedingung verzichten, Er wird uns nie gewaltsam den Wunsch aufdringen. Er gibt uns die Füllung (Genuss), und nicht den Wunsch. Es gibt keine Gewalt in der spirituellen Entwicklung.

Aber kaum das Prinzip „Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“ zur Vollendung kommt, das heißt ich begreife, dass alles nur von mir abhängt, decke ich sofort auf, das ich es nicht erreichen kann.

Ich hasse den Egoismus und ich fürchte ihn, wie Mosche, den Pharao fürchtet. Folglich begreift man die Aussage „Sie haben infolge dieser Arbeit geschrieen“, weil sie sich von der Macht der Selbstsucht befreien wollten, worin ihnen niemand helfen konnte.

Wenn wir zwei diese Empfindungen, die Abwesenheit der Hilfe von innen und von außen erreichen, dann erlangen wir den Zustand „der letzten Geburtswehen“.

Dann bricht die Verzweiflung aus der Tiefe des Herzens und die Höhere Kraft, das Licht (GAR de Chochma) werden geöffnet, die den Menschen in der spirituellen Stufe gebärt. Danach kommt schon das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm “ zur Geltung.

Deshalb gibt es zuerst die Etappe “ Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“, und dann die Etappe „Es gibt niemanden außer Ihm“. Somit kann ich das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ erst dann enthüllen, wenn ich das Prinzip “ Wenn nicht ich mir helfen werde, wer tut es dann?“ vollständig begriffen habe.

Aus dem 4. Kongressunterricht, 10.11.2010

Der rettende Schlangenbiss

Baal HaSulam schreibt in dem Artikel „Exil und Erlösung“, dass Israel (der Mensch, der nach dem Schöpfer sucht) kein Frieden unter den „anderen Völkern“ (den Verlangen dieser Welt) finden wird, bis sich in ihm das Geschriebene erfüllt: „Und von dort wirst du dich nach dem Schöpfer sehnen und wirst finden, denn du wirst mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele nach ihm suchen“.

Solange du eine solche Bitte nicht erreichst hast, wirst du keine Chance haben, aus Ägypten auszuziehen. Denn gerade durch das gereifte Verlangen ziehst du in die Freiheit aus.

Die Wachen, die dich in Ägypten festgehalten haben, sind deine eigenen Verlangen, dort zu sein! Darum muss man zehn ägyptische Plagen durchlaufen! Der Mensch muss ein riesiges Verlangen verspüren, geboren zu werden!

Um geboren zu werden, muss man das Verlangen der nächsten Stufe erhalten – d.h., während man sich noch innerhalb des Verlangens befindet, muss man das wünschen, was außerhalb von ihm ist.

Es ist so, als ob sich in dir gleich zwei absolut unvergleichbare Verlangen befinden würden! Es ist unmöglich, sie zu verbinden, doch du kommst an einem solchen Punkt an, an dem sie sich fast verbinden – und hier geschieht der Durchbruch.

Er wird durch die Kraft des Höheren vollbracht, der dich hinausstößt und zur nächsten Stufe hinüberwirft. Nach dem Prinzip „Hast dich bemüht und enthüllt“ (Igati we mazati).

Denn du hast erreicht, dass dein Verlangen im jetzigen Zustand und jenes, wie es im nächsten Zustand sein soll, sich fast berührt haben.

In der Natur kann es so etwas nicht geben, dass das Verlangen zu empfangen das Verlangen zu geben berührt, und darum, wenn ein solcher Übergang in dir stattfindet, beendet der Höhere diese Arbeit für dich (Schlangenbiss) – und du wirst auf der nächsten Stufe geboren!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Exil und Erlösung“ vom 02.11.2010

Eine neue Menschheit in nur 15 Jahren

Wenn die Welt sich heute um die Erziehung der jungen Generation kümmern würde, dann würden wir in 15-20 Jahren unter ganz anderen Menschen, in einer ganz anderen Menschheit leben.

Dann müssten wir uns keine Gedanken darüber machen, was wir mit Erwachsenen machen sollen. Ab dem dritten, vierten Lebensjahr würden wir dem Kind eine ganz andere Wahrnehmung, das Streben nach dem Geben, beibringen.

Bis zur Zerstörung des Tempels wurde das ganze Volk Israel auf diese Weise erzogen, hat davon gelebt. Es steht geschrieben, dass es von Dan im Norden bis Be’er Scheva im Süden, d.h. im ganzen Land kein einziges Kind gab, das nicht wusste, was „um des Empfangens willen“ und was „um des Gebens willen“ bedeutet. Damals galt die Methode, die noch von Abraham beim Auszug aus Babylon erhalten wurde.

Wir werden das auch mit der Zeit machen müssen, doch die Möglichkeit besteht bereits jetzt. Letztendlich werden wir den Kindern beibringen, wie man miteinander auskommt, wie man die Verbindung herstellt, wie man miteinander Freundschaft pflegt, miteinander interagiert, einander liebt.

Unter den jetzigen Bedingungen ist es sehr schwer, weil die Kinder sich in dem modernen Bildungssystem mit all seinen Problemen befinden. Und dennoch versuchen wir ihnen zu erklären, dass die Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst ein allgemeines Naturgesetz ist.

Man kann davor nicht flüchten. Wie sehr du dich auch dagegen währst und dem entgegenwirkst, wirst du letztendlich dir selbst Schaden zufügen. Die Geschichte hat für uns Beispiele über gefallene Imperien und Siegervölker parat, die sich nach seinen Siegen ins Unglück stürzten.

Der blinde Egoismus glaubt, dass eine erfolgreiche Rivalität ihm Nutzen, Beute, Macht bringt: „Schaut her, was für ein Held ich bin!“ Doch auf lange Sicht gesehen, selbst nicht all zu lang, stellt sich heraus, dass das nicht funktioniert. Wir sind von Natur aus gegenseitig verbunden, und wir brauchen die Gegenseitigkeit.

Aus diesem Grund fügen wir der modernen Berufsausbildung das Prinzip der Liebe zum Nächsten wie zu sich selbst hinzu. Dafür benutzen wir verschiedene Darbietungsformen: Spiele, Lieder, Gespräche, Besprechungen, Diskussionen – alles, um die Kinder an die neue Wahrnehmung der Realität heranzuführen.

Wir befinden uns ganz am Anfang des Weges. Wollen wir hoffen, dass wir es in diesem Jahr schaffen, ein internationales Bildungsnetz aufzubauen, das alle unsere Gruppen weltweit mit einschließt.

Wir werden Filme, Bücher und Erklärungsbroschüren produzieren, mit Psychologen und anderen Experten zusammenarbeiten – und wir werden in einigen Jahren sehen, welchen Nutzen das unseren Kindern bringen wird.

Heute ist es einfach notwendig, eine gesunde Erziehung auszuarbeiten und zu erweitern, damit die Kinder nicht nach den Gesetzen der Wildnis aufwachsen und zu Menschenhassern werden, wie es heutzutage geschieht.

Während unsere Kinder groß werden, werden sie in allen Bereichen erfolgreich sein: in den Naturwissenschaften, in der Berufsausbildung, im Benehmen, in der Haltung der Gesellschaft und der Welt gegenüber. Weil sie im Inneren dem Schöpfer entsprechen werden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.11.2010

Das Recht, den Freunden zu dienen

Wie können wir Erfolg auf dem spirituellen Weg erreichen? Es gibt kein anderes Mittel, außer einer noch größeren Vereinigung.

Der Vereinigung muss die höchste Wichtigkeit beigemessen werden, in ihr muss das einzige Mittel gesehen werden.

Wir wissen, dass unsere Wahl nur darin besteht, mit Hilfe der Umgebung stärker zu werden und uns mit ihr zu verbinden. Wir erheben die Umgebung in unseren Augen und beugen uns vor den Freunden und dem Ziel.

An jede Handlung muss die Absicht angeschlossen werden: Wozu mache ich das alles? Wie versuche ich, mich mit den Anderen zu verbinden? Erschaffen wir ein Kli, ein Gefäß, ein Ort, in dem sich das Licht enthüllt?

In Wirklichkeit, wenn wir der Gruppe dabei helfen, erfüllen wir das Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“. Wir sind in der Lage, das zu verwirklichen. Selbst wenn wir es nicht besonders wollen, selbst wenn es uns anwidert, aber wir können dennoch einander ein Lächeln schenken, Geschenke machen, zueinander höflich sein und uns, ohne es zu wollen, an der gemeinsamen Sache beteiligen.

Wir organisieren alles selbst, unter anderem auch Kongresse. Selbst wenn wir unbegrenzte finanzielle Mittel hätten, würden wir trotzdem alles selbst machen.

Hier sind für uns gerade die gemeinsamen Anstrengungen wichtig: von überall her kommen Menschen und handeln gemeinsam. Nur eine solche Vorbereitung bringt uns Erfolg.

Genau das sind unsere Geschenke: wir bereiten gemeinsam alles, was nötig ist, vor, wir hängen von niemandem ab und wollen unsere Teilnahme an niemanden Fremden abtreten.

Für uns ist die Möglichkeit, durch die äußeren Handlungen die innere Vereinigung zu erreichen, dermaßen wichtig, dass wir nicht darauf verzichten und an niemanden das, was wir selbst machen können, abtreten wollen. Denn das ist ein Mittel zur Erreichung unserer Vereinigung.

In den verbleibenden zwei Tagen und auf dem Kongress selbst bietet sich uns eine einzigartige Gelegenheit, einander zu bedienen. Diese Chance darf nicht verpasst werden, denn in ihr ist der Erfolg des gesamten Unternehmens verborgen.

Genau das bedeutet Vereinigung, so „kaufen“ wir Freunde: ich bemühe mich ihretwegen und sie bemühen sich meinetwegen, und zusammen bauen wir ein gemeinsames Kli auf.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Strebt Euch nach dem Licht der Weisheit!

Eine Frage, die ich erhielt: In der Einführung zu der „Lehre der Zehn Sfirot“ schreibt Baal HaSulam, dass der Mensch danach streben muss, „das studierte Material zu verstehen“ . Bezieht sich das auch auf den Sohar?

Meine Antwort: Selbstverständlich! Denn sowohl in Sohar als auch in TES verstehen wir nichts.Aber verstehen, bedeutet danach zu streben, das Studierte zu erkennen. Erkennen, und nicht verstehen!

Das Verstehen kommt später. Erstmal muss man die höhere Welt erkennen, also enthüllen, sich mit ihr in der Ähnlichkeit der Eigenschaften verbinden, wie es geschrieben steht: „Und der Mensch erkannte seine Frau Eva“.

Im Spirituellen, kommt die Vernunft (das Licht Chochma) im Maß der Korrektur der Wünsche, im Licht Chassadim, und nicht entsprechend der hervoragenden Arbeit der Gehirnzellen, von Gedächtnis und elektirschen Impulsen die durch das Gehirn hindurchgehen.

Mann kann am Gehirn eines Menschen Elektroden anschließen oder Gedächtniszellen hinzufügen, das hilft der Erkenntnis nicht!

Darüber steht geschrieben: „man lernt nicht mit dem Gehirn“. Alles hängt von der Korrektur ab, die durch das Licht Chassadim verursacht wird. Dann hat das Licht Chochma etwas, worin es sich kleiden kann.

Die Verbindung zwischen Chochma und Chassadim heißt nämlich „Und Adam erkannte seine Frau Eva“. Denn Adam ist Chassadim, und Chava [Eva] ist Chochma, die in Chassadim eingekleidet ist.

Nur diesem Prinzip entsprechend können wir Fortschritte machen. Deshalb sollen wir, wenn wir Sohar oder TES studieren, nur an die Korrektur des Verlangens denken, des Ortes, in welchen sich das Licht Chochma einkleiden wird.

Dann werden wir tatsächlich klug, wir erlangen eine innere Weisheit, wenn das Licht Chochma, das Licht der Weisheit sich in das innere Licht Chassadim einkleiden wird.

Und die äußere Weisheit, die die „Weisen von Jerusalem“ haben, wie Baal HaSulam sie nennt, respktieren wir nicht. Wie gründlich jemand auch das in den Büchern geschriebene auswendig lernen mag, das kann ohne Erkenntnis nur verwirren.

Das heißt natürlich nicht das wir diese Texten nicht zu kennen brauchen, aber wir müssen nach ihrer Enthüllung streben, des Lichtes Chochma im Licht Chassadim, und nicht zu Erfüllung unseres Gehirns mit den Informationen aus dem Buch.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar, 01.11.2010

Wenn nichts mehr die Verbindung trennt

Obwohl wir uns alle in einem System befinden, ist die Verbindung zwischen uns zerrisssen. Der Mensch bekommt eineChance, Ansätze seiner Verbindung mit allen zu sprüren, und dieses Gefühl repräsentiert das Leben in unserer Welt.

Dadurch bekomme ich die Gelegenheit die Verbindung in unserer Welt nach dem Prinzip des Gebens zu erneuern und zu verstärken. Wenn ich das nicht tue, erlischt der spirituelle Funken in mir.

Und dannn bekomme ich ein neues Verlangen, einen neuen Funken, in anderen Worten, ich beginne eine neue Reinkarnation und gelange zu einer neuen Realität.
Hier wird mir eine andere Verbindung mit dem gemeinsamen System von Adam Rischon enthüllt, und ich fühle, wie ich noch einmal in dieser Welt, in einer neue Zeitperiode lebe, in einemRahmen von neuen Beziehungen [Verhältnissen] unter den Menschen. Das ist dann eine andere Chance auf einer neuen Stufe des Verlangens, auf einer neuen Ebene der Verbindung.

Wenn ich die Situation wieder nicht korrekt lösen kann, werde ich wieder auf eine neue Stufe der Verbindung verschoben. In anderern Worten, ich werde wiedergeboren, um in einer neuen Generation, in einer neuer Epoche eine weitere Chance für die Verbindung zu bekommen.
Jedes Mal wird mir eine bestimmte Stufe der zwischenmenschlichen Verbindung offenbart, damit ich eine Methode finde, mich mit ihnen durch Fesseln der Liebe zu verbinden.

Wenn ich selbst, eine oder andere auf Liebe basierende Stufe, erlange, dann spüre ich eine viel höhere und intensivere Form der Existenz, das spirituelle ewige Leben anstelle meiner Welt.

Jetzt, statt einer Reihe von Reschimot, die in meiner Wahrnehmung konstanten Wechsel von Tod und Leben schaffen, erneuere ich unermüdlich selbst die Verbindung mit den anderen und erhebe mich über eine Reihe von neuen Anfängen. Die Verbindung wird nicht mehr durch den Verlust des Körpers getrennt.

So oder so ist alles in einem System eingeschlossen, wo das Gesetz der richtigen Wechselwirkung von den einzelnen Teilen wirkt. Dieses Gesetz heißt Schöpfer, Liebe.

Aus einem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 29.10.2010

Sich über dem Hass verbinden

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn der Schöpfer sich ständig in der Verbindung zwischen uns befindet, wie kann man sich dann verbinden und zugleich den Schöpfer vergessen, den Weg verlieren?

Meine Antwort: Was für Formen der Verbindung man erschaffen und dabei den Weg verlieren kann? Alle möglichen! Haben die Russen das etwa nicht getan? Haben sie.

Haben die Faschisten (fascio = ital. „verbinden, bündeln“) das etwa nicht getan? Haben sie! Kibbuzim, Sparta, Armeen, Vegetarier, Fundamentalisten – es gibt alle möglichen Formen der Verbindung.

Darum muss die Verbindung gründlich geklärt, analysiert und umgesetzt werden – nicht von uns, sondern vom höheren Licht.

Als erstes muss das Prinzip eingehalten werden: „Ich bin der Erste…“, „das Ende der Handlung im ursprünglichen Gedanken“. Ich muss mich in Richtung Schöpfer bewegen und nicht einfach auf der menschlichen Ebene danach streben, das Geben und die Liebe zwischen uns zu erreichen.

Nicht die Kraft des Egoismus muss in uns herrschen, sondern die Kraft, die über dem Egoismus steht, darum verläuft die ganze Entwicklung durch den Glauben über dem Verstand, über dem Hass, und nicht innerhalb des Hasses und mit dessen Hilfe.

Wir hassen einander, es gibt aber jemanden, den wir noch mehr hassen. Darum verbinden wir uns, und der gemeinsame Hass vereint uns untereinander, damit wir jemand Dritten noch mehr hassen und ihn vernichten können.

Es gibt nicht wenige Möglichkeiten, sich zu irren. Das ist der Grund, warum wir die Tora – die Anleitung, die dich immer zum Licht führt – benutzen sollten, und du wirst vom Licht und nicht durch eigene Kraft korrigiert.

Weder im Verstand, noch in den Gefühlen, noch in irgendeiner Handlung auf dem Weg zur Korrektur, nutzt du das, was in dir ist, sondern allein das Licht, das zur Quelle zurückführt. Du kannst dem nichts hinzufügen, außer dem Versuch, dich selbst zu annullieren.

Wenn du dich annullierst, bietest du dem Licht die Möglichkeit, an dir zu arbeiten und aus dir eine korrekte, zukünftige Form zu bilden. Ansonsten macht das Licht eine unkorrekte Form aus dir, damit du durch Leiden die richtige Methode, die du davor nicht begriffen hast, enthüllst.

Das Licht wirkt ständig. Die Frage ist, ob das Licht und das Verlangen einander entgegengesetzt sind oder nicht – und das bestimmst du.

Genau das ist der entscheidende Punkt, der Punkt der freien Wahl, und nur die Gruppe kann dir helfen, dich richtig der Einwirkung des Lichts aussetzen zu lassen. Das Licht leuchtet immer, und du musst dich selbst, ständig durch die Gruppe prüfen.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam vom 22.10.2010

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Angriff auf den Abstieg

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann man die Begeisterung des Kongresses auf den darauffolgenden Abstieg übertragen?

Meine Antwort: Wenn wir uns während des Kongresses gut vorbereiten, wenn wir die Verbindung zwischen uns stärken, wird uns diese Verbindung helfen, die Aufstiege gleich an die Abstiege anzuschließen.

Wir haben in der Tat eine Möglichkeit, nicht abzusteigen. Dafür müssen wir uns während des Kongresses so vorbereiten, dass wir die Belastung des Herzens und der Verlangen später nicht als das Böse, sondern als ein Mittel, als eine Möglichkeit zum Aufstieg wahrnehmen.

Wir sind an einem besonderen Zustand angelangt – an einer großen Vereinigung von verschiedenen, fremden, weit voneinander entfernten Menschen.

Im Grunde genommen stellen wir das gesamte Babylon dar. Und zugleich können wir eine solche Verbindung erschaffen, die uns ein Beispiel an der Vereinigung nehmen lässt, welches uns während des Kongresses gegeben wird, und darin für ewig bleiben.

Wir müssen nur die gleiche Begeisterung, die gleiche Verbindung, die gleiche Wichtigkeit des Ziels aufrechterhalten, indem wir am gegebenen Beispiel, an der Kraft festhalten, die wir während der Vereinigung herangezogen haben. Dann werden wir problemlos die spirituellen Stufen hochsteigen können.

Die Einheit erfüllt uns mit Energie, mit der Erkenntnis der Wichtigkeit und der Größe des Ziels, und wir müssen es so arrangieren, dass die darauffolgenden Zustände gar nicht erst zu den Abstiegen in die Finsternis werden. Wir müssen sie im Voraus als erwünscht und notwendig betrachten, nach dem Prinzip: „Ich erwecke die Morgendämmerung, und nicht sie mich“.

Wir warten auf die Finsternis wie auf das Licht – denn sie bietet uns die Chance, aufzusteigen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.10.2010

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Mit offenen Augen und gebeugtem Haupt

Wenn ich die Gruppe als Umgebung für mein Vorankommen ausgesucht habe, dann muss ich von nun an meinen gesamten Weg an ihr messen.

Ich beginne, in der Gruppe die Erscheinung des Schöpfers zu erkennen: gerade Er liefert mir das, was ich in den Freunden sehe.

Ich habe keine Möglichkeit, sie objektiv einzuschätzen, und vertrete von nun an das Prinzip: „Jeder kritisiert gemäß der eigenen Verdorbenheit“ .

Das bedeutet nicht, dass ich über alles hinwegsehe. Nur liegt unsere gegenseitige Beziehung jetzt in zwei Ebenen.

Einerseits nehme ich die Freunde über dem Wissen als eine wahre, bessere, vollkommene Gruppe an. Ich sehe sie als groß und mich selbst als jemanden, der sich ihrem Umfeld angeschlossen hat, an.

Andererseits nehme ich sie entsprechend meiner Logik wahr und sehe, dass wir alle uns noch zum Besseren ändern müssen, um der Gruppe zu helfen.

Beide Aspekte meiner Herangehensweise basieren auf einer realen Grundlage: entweder sehe ich mich selbst oder uns alle als unkorrigiert.

Ich begreife, dass meine Sicht vom inneren Zustand abhängt und arbeite deswegen in beiden Ebenen: mal beuge ich den Kopf vor der Größe der Freunde, mal bewege ich mich in gleicher Höhe mit ihnen im Bestreben nach der Einheit und dem gemeinsamen Aufstieg.

Dabei weiß ich, dass ich niemals das wahre Bild sehe, weil bis zur Endkorrektur alles relativ ist und ich keine unverrückbaren Kriterien habe.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 24.10.2010

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