Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'positive Kraft'

Wie entwickelt man das spirituelle Gen?

Frage: Wie kann man ein spirituelles Gen entwickeln? Alle aufgezeichneten Zustände existieren als Potenzial. Wie kann man sie anregen, sie beschleunigen?

Antwort: Das ist es, was wir in unserer Kabbala Akademie tun.

Im Prinzip lässt sich all dies mit einfachen Mitteln erreichen. Man sollte das System des Universums ein wenig kennenlernen. Es ist nicht schwer, nur die Terminologie mag anfangs schwierig erscheinen. Dann muss man sich einer bestimmten Gemeinschaft anschließen, die eine besondere Energie anzieht, die einen Menschen entwickelt.

Die Methode besteht darin, eine positive Kraft auf die spirituellen Informationssätze auszuüben. Diese Kraft wird sie antreiben und man wird es schnell spüren.

Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen meinen inneren Informationsaufzeichnungen (Reshimot) und den Aufzeichnungen anderer Menschen?

Antwort: Das ist bei jedem anders, aber es gibt sicherlich eine Verbindung – eine gegenseitige Beeinflussung. Ihre Aufzeichnungen beeinflussen Sie und umgekehrt.

Es gibt Informationsaufzeichnungen über die gesamte Menschheit. Das heißt, es gibt persönliche Zustände eines jeden und Zustände der gesamten Schöpfung.

Aus einer Fernsehsendung „Spirituelle Zustände“ vom 12.07.2022

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Was ist der Unterschied zwischen der Kabbala und fernöstlichen Lehren? (Quora)

Es gibt über 4.000 Religionen und verschiedene Glaubensrichtungen in der Welt. Die großen Weltreligionen gehen auf Abraham zurück, welcher vor rund 3.500 Jahren im alten Babylon lebte.

Abraham unterrichtete eine kleine Gruppe, die er „das Volk Israel“ nannte, in seiner Methode, der Weisheit der Kabbala. Abgesehen davon beschenkte er auch andere Völker mit verschiedenen Glaubensrichtungen. Die Tora berichtet von diesen Geschenken, die er den Kindern seiner Nebenfrauen machte. Anschließend schickte er sie nach Osten. Von dort wiederum gelangen sie zurück zu uns.

Der Unterschied zwischen der Weisheit der Kabbala und anderen Glaubensformen besteht darin, dass die Methode der Kabbala imstande ist, eine Person zu korrigieren, etwas was wir in keiner anderen Methode finden.

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Was heißt es, sich unter den Einfluss einer höheren Macht zu stellen?

Frage: Es ist ein schmaler Grat zwischen den Gewohnheiten in unserer materiellen Welt, in der man einfach die Prioritäten ändert und dem Zustand, bei dem man seine Natur bewusst ändert und die ganze Welt und alle Menschen nicht mehr durch sein egoistisches Prisma, sondern durch altruistische Absicht betrachtet und so die spirituelle Welt begreift.

Der Mensch beginnt seine spirituelle Reise ohnehin mit dem egoistischen Verständnis des Schöpfers, wenn er Ihn für sich offenbaren will. Wird es für ihn zur Gewohnheit und zur zweiten Natur die Welt durch altruistische Absichten zu sehen?

Antwort: Ja, diese Gewohnheit wird seine zweite Natur, dementsprechend handelt er.

Frage: Er kann also nicht mehr zu seinem egoistischen Denken zurückkehren?

Antwort: Das kann ich nicht sagen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten. Es ist aber möglich, in einer Natur zu sein, dann zu einer anderen zu wechseln und manchmal in die erste Natur zurückzufallen.

Alles hängt davon ab, wie sehr er sich unter die höhere Macht begibt, die ihn hält, wie ein Magnet ein Stück Eisen. Das Eisen hängt durch die Kraft des Magneten in der Luft und wird von ihm gehalten. Auf dieselbe Weise kann der Mensch die höhere positive Kraft der Natur, die anti-egoistische Möglichkeiten hat, dazu bringen, ihn über der Erde, über seinen Egoismus halten.

Frage: Hat der Mensch, der die zweite Natur erhalten hat, wie der Schöpfer keinen Gedanken an sich selbst?

Antwort: In dem Maß, wie er diese Macht vom Schöpfer erhalten hat.

Frage: Was bedeutet es, dass der Schöpfer keinen Gedanken an sich selbst hat?

Antwort: Der Schöpfer hat eine Natur, die unserer egoistischen Natur völlig entgegengesetzt ist. Da es in Ihm kein Verlangen zu empfangen gibt, ist sein ganzes Wesen auf das Geben ausgerichtet. Das ist Seine Art zu arbeiten.

Aus dem Fernsehprogramm „Spirituelle Zustände“, 25.06.2021

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Worin besteht die Veränderung der menschlichen Natur?

Frage: Versteht ein Wissenschaftler was die Veränderung der menschlichen Natur ist, ohne selbst die Erfahrung zu machen?

Antwort: Natürlich. Es ist sehr einfach zu verstehen.

Es gibt in der Natur Egoismus und eine Kraft, die Egoismus in das Gegenteil – in Altruismus verwandeln kann. Wir müssen nur wissen, wie wir diese Kraft zu unserer Korrektur heranziehen können. Dies wird durch die Arbeit in kleinen Gruppen, indem wir uns in Bezug auf Andere annullieren erreicht- auf spielerische Art und Weise.

Können wir, die Egoisten uns selbst annullieren? – Ja, das können wir. Wir ziehen mit dieser Anstrengung die positive Kraft der Natur an.

Die Natur besteht aus zwei Kräften: positiv und negativ, plus und minus. Heute werden wir nur von der negativen Kraft gesteuert. Wir können die positive Kraft durch unsere Anstrengungen anziehen. Und dann, zwischen diesen beiden Kräften existierend und die Natur ausgleichend, werden wir beginnen, sie zu verstehen und sie selbst zu regieren.

Aus einem Vortrag zum Thema „Herausforderungen des 21. Jahrhunderts- Einleitung“, 24.04.2019

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Soll die Erde von der Menschheit befreit werden?

Wenn Tiere und Pflanzen sprechen könnten, würden sie wahrscheinlich sagen, dass das Leben so viel besser war, bevor wir Menschen kamen. Und sie haben vollkommen Recht. Ein UN-Bericht besagt, dass mehr als eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind. Wir erschöpfen den Boden, roden Wälder ab, jagen ganze Tierarten, verpesten die Luft, vergiften den Boden, verschmutzen die Meere in einem immer schnellerem Tempo. Wenn ich die Natur wäre, hätte ich der Menschheit schon längst den Krieg erklärt.

Wir sind Teil der Natur, doch sehen wir uns von ihr getrennt. Wir sind die Spitze der Pyramide, unsere Negativität durchströmt das gesamte System und bringt alles aus dem Gleichgewicht. Betrachten wir das Beispiel des August-Complex Feuers. Dieser Waldbrand war größer als alle aufgezeichneten Brände in Kalifornien zwischen 1932 und 1999 zusammen und brach alle bisherigen Rekorde, um mehr als das Doppelte. 

Das Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen, heiß und kalt, Geburt und Tod und Tag und Nacht bringt Leben in die Natur. Und während zwei Kräfte sie regieren, wird der Mensch nur von einer Kraft gelenkt. Die negative Kraft ist die alleinige Herrscherin unserer Herzen. Wahrscheinlich steht deshalb geschrieben: „Die Bosheit des Menschen ist groß auf der Erde, und die Absicht der Gedanken seines Herzens ist den ganzen Tag nur böse“. 

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Aufbau der zukünftigen Gesellschaft, Teil 4

Um des Schöpfers willen

Baal HaSulam, „Aufbau der Zukunftsgesellschaft“: Ein Antagonist könnte immer noch behaupten, dass ich bisher nur gezeigt habe, dass man seinen Mitmenschen dienen muss, aber wo ist der praktische Beweis dafür, dass man sich um des Schöpfers willen an dieses Gebot halten muss?

Frage: Wir können noch immer nicht verstehen, was die Erfüllung des Naturgesetzes „zum Wohle des Menschen“ ist: „Du bist für mein Wohl, und ich bin für dein Wohl“, und gemeinsam bauen wir eine gute Gesellschaft für die Zukunft auf. Und was bedeutet es dann, dieses Gesetz um des Schöpfers willen,  der sich im Verborgenen befindet, zu erfüllen?

Antwort: Wenn man sich strikt an die Anweisungen der Kabbalisten hält, dann fühlt man sich in einem Zustand, als ob der Schöpfer vor einem steht und man mit ihm zusammenarbeiten kann.

Frage: Aber der Schöpfer ist vor mir verborgen. Wie kann ich etwas um Seinetwillen tun, wenn ich Seine Handlungen nicht spüre?

Antwort: Der Schöpfer ist ein Zustand, den die Weisheit der Kabbala einem vorgibt, und ein Lehrer erklärt einem, wie man sich verhalten soll.

Wenn man diese Bedingungen erfüllt, beginnt man zu spüren, dass es in der Natur positive und negative Kräfte gibt, die  ständig auf einen einwirken: die positive Kraft auf der einen und die negative Kraft auf der anderen Seite, und es gibt Widerspruch oder Übereinstimmung usw.

Frage: Das heißt, der Schöpfer ist das Ziel und der Nächste ist das Mittel. Wenn ich in mir die Kraft oder Fähigkeit finde, die Bedürfnisse meines Nächsten über meine eigenen zu stellen, dann manifestiert sich die Qualität des Schöpfers in mir?

Antwort: Ja, natürlich, die Qualität der Gebens. Gleichzeitig beginnt man zu spüren, dass man, nach dem Gesetz der Gleichheit der Form, auf der Ebene des Schöpfers existiert.

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Streben nach Ausgewogenheit

Frage: Wenn ich durch und durch ein Egoist bin, wie kann ich mich dann der höheren Kraft annähern?

Antwort: Der einzige Weg, der höheren Kraft ähnlich zu werden, ist dein Streben nach Ausgewogenheit zwischen zwei Kräften: Egoismus und Altruismus. Die Kraft, die auf natürliche Weise in dir erweckt wird, ist dein Egoismus, es erscheint dir so, als ob du das wärst. Du bist es nicht, es ist ebenfalls der Schöpfer.

Du bist etwas absolut Neutrales, ähnlich einer Masse, in der ständig, ohne Unterbrechung, von Geburt an bis zum Tod eine egoistische Kraft erweckt wird. Dem Mensch erscheint das so, als wäre er es selbst.

Er erhält dennoch die Möglichkeit, diese negative Kraft durch eine positive auszugleichen, darum muss er den Schöpfer bitten. So nähert er sich dem Schöpfer an und verbindet sich mit Ihm. Er bittet den Schöpfer darum, ihm beizubringen, sich mit der positiven Kraft auszugleichen, so dass zwei entgegengesetzte Kräfte entstehen und dabei ein Gleichgewicht entspringt, welches als „mittlere Linie“ bezeichnet wird.

Diese mittlere Linie, die auf der Ausgewogenheit zwischen der rechten (altruistischen) und der linken (egoistischen) Linie erscheint, wird „Adam“ (Mensch) genannt. Genau in dieser mittleren Linie wird man dem Schöpfer ähnlich.

Wenn man sowohl Egoismus als auch Altruismus gut steuern kann, kann man richtig damit umgehen. Man balanciert andauernd auf und ab und steigt so auf.

Die Hauptsache ist zu lernen, wie man das Gleichgewicht bewahrt. Das ist unsere Arbeit.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 16.12.2018

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