Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Frag den Kabbalisten – jetzt als Livesendung im Fernsehen

Hat Geld eine spirituelle Bedeutung?
Warum schmerzt Liebe uns am Ende? Sollen wir für unsere Kinder „Freunde“ sein? Wie gehst du mit Ärger um? Müssen wir schlechte Menschen lieben? Wie wird die Welt in 10.000 Jahren sein? Hat die Seele ein Gedächtnis? Warum ging mein Geschäft bankrott? Was empfindet die Seele, wenn sie sich nicht in einem Körper befindet? Wie können wir ein Kind lehren, „ein menschliches Wesen“ zu sein?

Jeden Donnerstag um 19.30 Israel Zeit, sendet unser Fernsehkanal eine Live-Übertragung der Show „Frag den Kabbalisten“.


Es geht um weit mehr als nur um Fragen und Antworten, denn Menschen stellen nicht nur aus bloßer Neugier heraus Fragen, sondern weil sie mehr über die Dinge wissen möchten, die für sie einen hohen Stellenwert haben , um die Dinge, die ihnen am wichtigsten sind, zu verstehen. Jede Frage enthält in ihrem Innern einen kleinen Teil der Welt und wenn ich sie beantworte, muss ich diesem Teil seinen Platz im Kontext unseres gesamten Lebens zeigen. Indem Sie Ihre eigenen Beispiele nutzen, beginnen Sie auf diese Weise schrittweise das gesamte Bild zu sehen – das eine große Ganze.

Ich lade jeden ein, unter 1-700-509-209 oder auf http://www.kab.tv/ger Fragen zu stellen.

Hat Fußball eine spirituelle Wurzel?


Zwei Fragen, die ich über Fußball und Kabbala erhielt:

Frage: Fußball zieht die Aufmerksamkeit vieler Menschen an. Was ist die spirituelle Wurzel? Ich hörte, dass Sie einst mit Rabash an einem Fußballstadion vorbeifuhren und er sagte, dass es ein besonderer Platz sei, weil er den Menschen Freude und Vergnügen bringt. Fußball ist voll von körperlichen, egoistischen Wünschen der Fans. Welche Art von Aufstieg sah er in diesem Platz? Vielleicht waren seine Worte ein Scherz oder eine Parabel oder gibt es wirklich eine spirituelle Wurzel zum Fußball?

Meine Antwort: Das Wichtige beim Fußball ist nicht das Spiel, sondern dass ein Mensch Vergnügen vom Leben erhält. Und dieses Vergnügen kommt natürlich vom Schöpfer. Es gibt viele Parabeln wie diese.

Wenn der Punkt im Herzen eines Menschen – die Sehnsucht nach dem Schöpfer – noch nicht aufgetaucht ist, dann existiert er im Exil zur Spiritualität, sogar ohne sich dessen bewusst zu sein. Solange er in diesem Zustand ist, genießt er die kleinen Vergnügen dieser Welt, genannt „ein winziger Funke“.

Hier sprechen wir über Menschen, die noch nicht für die spirituelle Arbeit bereit sind. Das Licht sammelt Menschen zusammen und gibt ihnen etwas Zufriedenheit – und deswegen ist es ein besonderer Platz. Indem sie dort sind, schaden sie niemandem, sondern ganz im Gegenteil – sie verbinden sich miteinander.

Frage: Was ist, wenn ich gleichzeitig Fußballspieler und Kabbalist sein möchte?

Meine Antwort: Probiere es aus!

Verwandtes Material:
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Blog-post: Die Seele ist die Eigenschaft des Schenkens – ohne sie sind wir Tiere
Kapitel aus dem Buch „Leben aus der Kabbala“: Egoismus in Altruismus verwandeln

Die Voraussetzung für den Eintritt in die Höhere Welt ist gegenseitige Bürgschaft


Eine Frage, die ich erhielt: Baal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Aufbau der Gesellschaft der Zukunft“, dass altruistische Taten nur dann zu einer besseren Gesellschaft führen, wenn sie „um des Schöpfers willen“ getan werden. Bitte geben Sie ein Beispiel für eine altruistische Handlung und erklären Sie, wie man die Gedanken ausrichten muss oder welche geistige Vorstellung man haben muss, um mit seinen Taten und Absichten für den Schöpfer zu handeln. Ihre Erklärung wird für meine Arbeit wichtig sein, die ich mit einer Gruppe Kindern mache.

Meine Antwort: Um wirklich die Absicht des Schenkens zu erreichen, mit der Ausrichtung „nicht für sich selbst“, damit wir aus uns selbst heraus treten und Ziele haben, die anderen dienen, brauchen wir ein Arbeitsfeld, einen Platz und ein Modell, welche wir nutzen können, um uns zu korrigieren. Wir müssen uns dem Schöpfer angleichen, auch wenn Er vor uns verhüllt ist. Das heißt, der Schöpfer kann dieses Modell nicht sein, weil Er vor uns verborgen ist. Doch zerbrach Er die einzige Schöpfung, die Er geschaffen hat, in viele Teile – in einzelne Seelen. In jedem dieser Teile schuf Er eine Wahrnehmung des Selbst, des „Ich“, und des Gegensatzes zu den anderen. Das ist unser Egoismus.

Wenn wir uns vereinen, und wenn jeder von uns seinen Egoismus in sich bekämpft, dann werden wir fähig sein zu erkennen, ob wir Spiritualität erreichen – die Qualität der gegenseitigen Bürgschaft und Liebe. Wir werden dann entdecken, dass wir dies nicht erreichen, und werden uns an den Schöpfer wenden. Wir werden Ihn und Seine Bereitschaft, unsere Verlangen zu korrigieren, enthüllen, vorausgesetzt, dass wir uns gegenseitig füreinander verantwortlich fühlen und uns diesbezüglich gegenseitig unterstützen – und uns Ihm genau durch diese Kraft der „gegenseitigen Bürgschaft“ zuwenden.

Baal HaSulam schreibt, dass dies in unserer Zeit eine notwendige Bedingung ist, um die Höhere Welt oder die Eigenschaft des Gebens zu erreichen. Daher können alle altruistischen Handlungen nur innerhalb der Gruppe oder der virtuellen Gemeinschaft stattfinden, unter Freunden, die ein Verlangen haben, gegenseitiges Streben und Beistand zu erreichen – die gegenseitige Bürgschaft.

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Blog-post: Wie machst du aus einer Fledermaus einen Hahn?
Baal HaSulam Artikel: „Die Bürgschaft (Arvut)“
Baal HaSulam Artikel: Die Liebe Gottes und die Liebe der Geschöpfe
Kabbala Heute Artikel: Rabbi Chiyas Vision

Ein Neujahrswunsch an die Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Was möchtest Du den Menschen, welche die Welt regieren – den Präsidenten – für dieses neue Jahr wünschen?

Meine Antwort: Ich erinnere mich immer noch an die Zeit, als eine Person, die glaubte zu wissen, wie man Russland und sogar die ganze Welt repariert, auf einen Panzer kletterte und solch einen Unsinn redete, dass Menschen sich deswegen bis zum heutigen Tag immer noch krank fühlen. Aber sie gingen vorwärts und führten ihr Experiment durch – und erreichten die üblichen entsetzlichen Ergebnisse. Solche Ergebnisse vollziehen sich in unterschiedlichem Maße in jedem Land auf dieser Welt und immer beweisen sie Unzulänglichkeit, ob sie in Russland stattfinden oder Amerika, dem Dritten Rom oder der Dritten Welt.

All die Herrscher in der Welt sind wie kleine Jungen, die so tun, als wären sie erwachsen. Sie erkennen nicht, dass sie innerhalb der Natur leben und Teile von ihr sind. Sie kennen nicht die Gesetze der Welt, in der sie leben und stattdessen erfinden sie ihre eigenen Gesetze. Innerhalb dieser „gesetzlichen“ Welt erschaffen sie sich ihre eigene kleine „Spielwelt“, komplett mit aufgebauten Beziehungen und Gesetzen. Offensichtlich entsprechen diese nicht den natürlichen Gesetzen der Gesellschaft.

Dennoch hat alles in der Natur seinen eigenen Platz und Gesetz. Tiere folgen den Gesetzen der Natur blind und instinktiv und daher machen sie keine Fehler. Der Mensch andererseits wurde frei erschaffen, um sich selbst zu vervollständigen und – innerhalb dieses Bereiches der Freiheit – die Naturgesetze, den Schöpfer zu enthüllen. Indem er das tut, wird der Mensch der Natur oder dem Schöpfer gleich.

Anstatt dies zu tun, führt der Mensch jedoch eigene Experimente durch! Bis zu der Zeit des alten Babylon entwickelte sich der Mensch auf dem tierischen Level und sein Verhalten unterschied sich gar nicht so sehr von der Natur. Doch sowie sein Egoismus begann „verrückt zu spielen“, entschied er, einen „Turm hoch zum Himmel“ zu bauen und die Menschen begannen, „verschiedene Sprachen zu sprechen“ – hörten auf, einander zu verstehen. Sobald das geschah, wurde dem Menschen die Gelegenheit gegeben, über den Zweck seiner Erschaffung zu lernen – die Ebene des Schöpfers zu erlangen, als auch die Mittel, um dieses Ziel zu erreichen – die Methode der Kabbala.

Genau wie die Kabbala vor 4.500 Jahren vorhergesagt hat, befinden wir uns heute wiederum in einem globalen Babylon. Wir müssen erwachsen werden und die Gesetze der Natur lernen, anstatt unsere eigenen künstlichen Gesetze zu erfinden. Schließlich gibt es Naturgesetze für jede Art des Verhaltens – einschließlich privater und gesellschaftlicher, und diese Gesetze zu ignorieren ruft die negative Reaktion der Natur hervor, was wir als Leiden wahrnehmen.

Auf die eine oder andere Weise wird uns die Natur zwingen, ihr ähnlich zu werden. Und wenn wir dagegen sind, wird sie uns mit Gewalt dorthin bringen. Daher benötigen wir – jeder einzelne von uns – heute mehr denn je, die Enthüllung und das Verständnis davon, was die Kabbala sagt.

Mein Wunsch für die Herrscher in der Welt – und für alle Menschen in der Welt – ist, dass sie die Gesetze der Natur und der Gesellschaft studieren, welche die Kabbala erklärt. Die Kabbala spricht nur darüber, erklärt, wie sich alles entwickelt – schrittweise, logisch und gesetzmäßig.

Unsere Verbreitung der Kabbala rund um die Welt dehnt sich aus und ist dabei, die gesamte Welt mit ihrer Kraft, Qualität und Verbindung mit dem Höheren Licht umzudrehen. Darum wünsche ich aufrichtig jedem „SHANA TOVA“ (ein Frohes Neues Jahr) – und ich bin optimistisch, dass dies tatsächlich so sein wird!

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Grüße von den Ferienorten des Schwarzen Meeres – 2


Hier ist ein Brief, den ich von meinem Studenten über das Zeitungen verbreiten am Schwarzen Meer erhielt:

Lieber Rav,

Ich komme gerade aus Sochi zurück, wo ich an der Verbreitung unserer Zeitung Kabbala Heute teilnahm. Ich würde Ihnen gern über meine Eindrücke erzählen, davon wie ich mich mit den Leuten während des Zeitungsausgebens unterhielt. Wenn man seine Hand ausstreckt, um jemandem eine Zeitung zu geben, kennen die Leute Sie bereits und sagen Dinge wie: „Geben Sie mir eine, ich will sie lesen“ oder „Wir kennen bereits die Kabbala“, „Danke, aber wir haben bereits eine Kopie“, „Wir haben es bereits gestern gelesen.“ Sie begreifen plötzlich, dass die meisten Menschen, die Sie sehen, bereits etwas über die Kabbala wissen, unsere Zeitungen gelesen haben, uns akzeptieren und mit uns übereinstimmen, sich für uns interessieren. Vielleicht verstehen sie wegen der Kompliziertheit nicht alles, aber sie unterstützen es und empfehlen es anderen. Und Sie stellen plötzlich fest, dass Sie von einer Gesellschaft umgeben sind, wo jeder über die Kabbala weiß!

Hier sind noch einige weitere Antworten, die ich bekam: „Geben Sie mir drei Kopien, weil ich meine einem Freund geben musste“, „Wo können wir Ihre Bücher kaufen?“, „Haben Sie andere Bücher, weil wir diese bereits gelesen haben?“, „Wofür brauche ich eine Zeitung? Ich lese die Bücher“, „Wann kommt die nächste Ausgabe heraus? Wir haben diese bereits gelesen.“ Eine Frau sagte einer Gruppe von Teenagern, die an unserem Stand vorbei spazieren gingen, „Nehmt eine Kopie, lest das!“

Einmal sah ich zwei Männer mit unseren Zeitungen, die einen Platz suchten, um sich zu setzen. Ich dachte zu mir selbst, „Was für eine Scham! Sie werden die Zeitungen verwenden, um sich auf sie zu setzen“, aber nein – sie setzten sich, lasen eine Zeit lang, falteten dann sorgfältig ihre Zeitungen und steckten sie in ihre Taschen. Ein ander Mal sah ich einen Jungen von ungefähr vierzehn Jahren die Straße mit an der Zeitung klebenden Augen hinuntergehen, er las, während er spazieren ging. Ich sah alle Arten von Leuten – weiß, grau, schwarz gekleidet oder halbnackt mit langem Haar oder überhaupt ohne Haar, Kreuze tragende und mit Tätowierungen bedeckte – und sie alle öffneten die Zeitung, lasen sie, falteten sie dann sorgfältig wieder zusammen und nahmen sie mit sich, wohin auch immer sie gingen!

Nach einem Tag des Zeitungsverteilens ging ich den Bürgersteig entlang spazieren, um Kopien aufzuheben, die Leute weggeworfen haben könnten. Aber von 1500 Zeitungen, die ich ausgegeben hatte, fand ich weniger als zehn herumliegen und fünf von ihnen waren sorgfältig zusammengefaltet und so hingelegt, dass andere sie nehmen sollten. Dann schaute ich auf den Strand und – wow! Fast jede Person hatte unsere Zeitung!

Das Unvorstellbare besteht darin, dass, wenn Sie anfangen um 7:30 Uhr Zeitungen zu verteilen und ständig auf Ihre Uhr schauen, um zu sehen, wie viel Zeit noch bleibt, Sie sich am Ende des Tages, 23:30 Uhr, trotz der sengenden heißen Sonne, die auf Sie den ganzen Tag herunterschien, so fühlen, dass Sie noch nicht Schluss machen wollen.

Einer der Jungs, der mit uns war, Kolja, schaffte es, jede Schicht einige Runden zu machen, uns alle zu überprüfen, Fotos zu machen, uns aufzumuntern, kalte Getränke zu bringen und uns mit Eiscreme abzukühlen!

Und vergessen Sie nicht, dass all dies direkt am Meer geschieht. Nach einem Tag der Verbreitung springen wir ins Wasser. Die Eindrücke sind einfach schön – das Wasser hier ist kristallklar, warm und nicht sehr salzig …

Ich war dort eine Woche lang, aber fand, dass das zu kurz war. Es war so schwierig abzureisen. Tatsächlich ist es noch leichter, einen Kongress zu verlassen. Hinzu fuhr ich von Moskau aus mit drei Zwischenstops und die Reise zog sich hin und hin. Die Reise zurück war ein Kinderspiel – ich war so aufgeregt, dass ich 25 Stunden am Stück fuhr und nur zum Tanken ein paar Mal hielt, an Schlafen war nicht zu denken!

Aber das Wichtigste war, dass dieses Verbreitungsereignis wahrscheinlich im nächsten Jahr nicht durchgeführt wird, weil es neue Ereignisse geben wird, die auf uns warten! So ist es eine im Leben einmalige Chance, die jede Person für sich selbst und für die GRUPPE hat! Nur hier und in diesem Augenblick! Ich bin dem Schöpfer und der Gruppe dankbar, dass sie mir die Kraft geben, mich über alle Hindernisse zu erheben und mir solch ein unbezahlbares Geschenk, eine Chance, geben, daran teilzunehmen, das durchzugehen und ein Teil davon zu sein!

P.S. Heute hat dieses Verbreitungsereignis Halbzeit – es wird noch fortgesetzt für den Rest des Augusts und den ganzen September. Jeder, der dazu fähig war, ist bereits dort gewesen. Aber es ist noch zu früh, um sich zu entspannen! Wir müssen bis zum allerletzten Tag alles hineinstecken, was wir haben! Die Mannschaft wird von neuen Leuten alle 7-10 Tage ersetzt und dann geschieht alles wieder von vorn, als sei es das erste Mal! Die Urlauber, die unsere Zeitungen noch erhalten müssen, bestellen jetzt gerade ihre Tickets.

Machen wir weiter so!
L’Chaim Gelenzhik – Sochi – Krim!

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Blog-post: Ein „Hallo“ aus den Urlaubsorten des Schwarzen Meeres
Blog-post:Kabbala Radio
Fotoalbum von der Verbreitungsarbeit in Sochi

Ist Atheismus mit der Kabbala vereinbar?


Eine Frage, die ich erhielt: Seit längerem geht mir folgendes durch den Kopf. Wir sagen, dass die Kabbala keine Religion ist oder irgendein Glaubenssystem erfordert. Aber mittlerweile wird Atheismus sogar von vielen als eine Religion angesehen und sie entwickelt sich als eine der schnellsten, selbst wenn dies als Widerspruch erscheint, denn viele betrachten Religion als ein System des Glaubens an Gott. Jedenfalls sagt man, dass das Kabbalastudium weltlich ist. Daher meine Frage: Kann ein Atheist ein Kabbalist sein oder erfordert die Kabbala einen Glauben an Gott? Schließlich ist das Ziel der Kabbala wie Gott zu werden.

Meine Antwort: Die Kabbala unterscheidet sich von „all den anderen“ (egal ob Religion oder nicht) darin, dass sie eine klare Erlangung des Schöpfers ermöglicht, damit du den Schöpfer so wahrnimmst wie einen Freund und sogar darüber hinaus. Daher gibt es in der Kabbala keinen Platz für einen Glauben an etwas, was andere dir erzählt haben. Du musst vielmehr dich selbst, die gesamte Welt und alle Seelen erlangen, und innerhalb von ihnen – den Schöpfer in Seiner Gesamtheit.

Atheismus ist der Glaube, dass der Schöpfer nicht existiert, wohingegen Religion der Glaube ist, dass der Schöpfer existiert. Demgegenüber ist Kabbala die Enthüllung des Schöpfers – durch Erforschung der Natur innerhalb dir selbst oder in deinen Wahrnehmungen.

Diesbezüglich ist die Kabbala den Wissenschaften ähnlich. Allerdings enthüllen die anderen Wissenschaften die Welt innerhalb unserer bisherigen Sinne, wohingegen die Kabbala dies mit einem zusätzlichen Sinn macht – und zwar mit der Seele, die du erst in dir entwickeln musst. Jedenfalls spricht die Kabbala, wie jede andere Wissenschaft auch, nur über Dinge, die man mit eigenen Sinnen wahrnehmen kann! Sie interessiert sich nicht für etwas, das nicht wahrnehmbar ist oder nicht erforscht, wiederholt und geprüft werden kann und betrachtet so etwas als unwirklich. Diese Herangehensweise macht sie definitionsgemäß zu einer Wissenschaft. In Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“ wird Kabbala folgendermaßen definiert: „Kabbala ist die Methode, allen Menschen dieser Welt den Schöpfer zu enthüllen“ – und zwar jeder Person und allen zusammen.

Wie alle Wissenschaften verwendet auch die Kabbala wissenschaftliche Methoden und Werkzeuge (auch wenn Wissenschaftler dem nur schwer zustimmen werden, da sie gewohnt sind, die Welt ausschließlich durch unseren tierischen Körper zu erforschen). Die wissenschaftliche Methode setzt folgendes voraus:

  • Jede wissenschaftliche Aussage muss durch ein Experiment bewiesen sein.
  • Jede wissenschaftliche Aussage kann auch als unrichtig erwiesen werden.
  • Es ist zwecklos einen Gedanken zu diskutieren, der in der Praxis nicht bewiesen werden kann. Als Beispiel dient folgende wissenschaftliche Meinung über die Existenz G-ttes : Immanuel Kant hat aufgezeigt, dass weder die Existenz G-ttes noch seine Nichtexistenz bewiesen werden können. Der bloße Begriff eines unerreichbaren und allmächtigen G-ttes kann nicht Gegenstand eines Experiments sein, denn wenn G-tt allmächtig ist, könnte er auch das Ergebnis des Experiments kontrollieren. Die Menschen akzeptieren keinen Gott durch Beweisführung, sondern nur durch den Glauben. Daher liegt die Vorstellung eines G-ttes außerhalb der Wissenschaft. Sämtliche Fragen „Warum ist etwas so oder so?“ können dann mit einem „Weil es G-ttes Wille ist“ beantwortet werden. (Religionen zwingen die Menschen, alle Fragen auf diese Weise zu beantworten, weshalb der wissenschaftliche Fortschritt verzögert wurde. ) Kabbala ermöglicht uns durch ihre Anwendung, den Schöpfer und Seine Handlungen zu enthüllen. Jedenfalls steht sie Dingen gleichgültig gegenüber, die in der Praxis nicht verifizierbar sind, so wie unsere weltlichen Wissenschaften auch.
  • Jede wissenschaftliche Aussage muss logisch sein und darf den bereits bekannten Gesetzen nicht widersprechen. Gewöhnlich werden alte Gesetze zu spezifischen Fällen der neuen Gesetze.
  • Jede wissenschaftliche Aussage muss auf ihre eigenen „Schwachpunkte“ hinweisen; es muss erwähnt werden, welche ihrer Teile Gegenstand eines Zweifels oder Widerspruchs sind.
Verwandtes Material:
Blog-post: Kabbala läßt keinen Raum für Glauben
Blog-post: Einige Zitate von Albert Einstein
Artikel: Das Wesen der Religion und ihr Ziel
Artikel: Unterschied der Kabbala von der Religion

Alle Menschen auf der Welt leiden an der selben Krankheit


Zwei Fragen, die ich darüber erhielt, ob es für die spirituellen Führer der Welt am besten wäre, sich zu vereinigen:

Frage: Wenn wir alle Leute der Wahrheit an einem Platz versammeln und sie im Gesamtsystem aufeinander abstimmen würden, würden wir dann im Stande sein, die Nachwelt und die Entwicklung unseres Planeten mit unserem Licht oder unserer Information zu beeinflussen?

Meine Antwort: Wir müssen die Kabbala allen Leuten in der Welt verbreiten, die Welt als Ganzes akzeptieren und jede Person mit allem versorgen, dass sie für die Korrektur braucht, egal wo sie wohnt. Alle Leute in der Welt leiden an der selben Krankheit – dem Egoismus, der sie vom Licht des Lebens trennt. Folglich braucht jeder das gleiche Medikament – das Höhere Licht. Das ist es, was wir glauben und das ist es, warum wir die Kabbala zu jedem verbreiten. Danach liegt es an jedem selbst, die Medizin jetzt einzunehmen oder später, wenn er seine Krankheit in einem fortgeschritteneren Stadium fühlen wird.

Anstatt an einem Ort, müssen die Leute sich in einer Absicht versammeln, ungeachtet der physischen Entfernung, die sie trennt. Das ist der Zweck unserer Welt. Dennoch, wenn jemand nach Israel ziehen will, um sich unserer Gruppe anzuschließen, schicken wir ihn nicht fort. Ungefähr 5 bis 10 Menschen ziehen jedes Jahr hier her zu uns. Jedoch betrachte ich das nicht als notwendig für den spirituellen Fortschritt. Es hat auch Fälle gegeben, wo Leute hierher zogen und dann fanden, dass es für sie zu intensiv war und sie an ihren vorherigen Wohnort zurückkehren mussten.

Frage: Die spirituellen Führer in der Welt, wie Rav Laitman und der Dalai Lama, ebenso ihre Studenten, haben eine spirituelle Verbindung miteinander. Helfen sie einander auch (ich meine nicht das World Wisdom Council)? Ich bekomme den Eindruck, dass Spiritualität einfach ein Spiel ist, wo jede Person (oder Gruppe) für sich selbst spielt. Früher oder später sind die Leute von diesen Spielen müde, weil Sie anfangen, sich dabei wie der Fußball selbst zu fühlen – und Sie wollen für keine Mannschaft mehr spielen. Wenn die spirituellen Führer eine Verbindung mit einander haben, warum wird sie uns, den Massen, nicht offenbart – in einer materiellen Form und mit einem wahren Endziel (wieder meine ich nicht das World Wisdom Council)?

Meine Antwort: Ich assoziiere mich mit keiner Organisation, einschließlich des World Wisdom Councils und ich habe keine Verbindung mit irgendwelchen spirituellen Führern. Ich nehme nur daran teil, um, wo auch immer ich eine Gelegenheit sehe, die Kabbala zu verbreiten. Die Kabbala ist von so anderer Art, als andere Methoden, schon an der Wurzel so völlig verschieden, dass wir uns nicht mit irgendeiner irdischen Methode oder Religion vereinigen oder mit ihr zusammenarbeiten können.

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Blog-post: Verbreite die Kabbala im Internet, doch als erstes finde heraus, wie!
Blog-post: Religion und Kabbala sind Gegensätze
Artikel von Baal HaSulam: Der Frieden

Kabbalisten sind nicht an Geschichte interessiert


Eine Frage, die ich erhielt: In Tel Aviv, Yaffo, im Bezirk Neve-Tzedek, gibt es eine Synagoge mit dem Namen „Marot HaSulam“ (מראות הסולם), obwohl es leider eine Ruine ist. Können Sie bitte ihren Namen erklären? Steht sie in Verbindung mit Baal HaSulams Perush HaSulam (Der Leiter-Kommentar zum Buch Sohar)? Ich weiß, dass einige Kommentare zum Buch Sohar in dieser Synagoge geschrieben wurden. Die Synagoge wurde im Jahr 1910 gegründet, und Baal HaSulam schrieb seinen Perush HaSulam im Jahr 1940. Schrieb er es in dieser Synagoge?

Meine Antwort: Um seinen Gegnern zu entkommen war Baal HaSulam gezwungen, von Jerusalem nach Yaffo umzusiedeln. Er lebte dort und besuchte diese Synagoge. Dann zog er nach Tel Aviv, in eine Wohngegend in der Nähe der Rothchild Street.

Genau wie mein Lehrer Rabash, Baal HaSulams ältester Sohn, war ich nie an Geschichte interessiert, sondern nur am Aufstieg von unserer Welt in die Höhere Welt. Menschen, die sich von Geschichte und dem, was mit dem Körper geschieht, angezogen fühlen, werden nicht von höherem angezogen – von der Spiritualität. Ich meinerseits empfinde keinerlei Interesse an diesem Ort. Allerdings wäre es nett, ihn in ein Museum über Baal HaSulam zu verwandeln, in einen Platz, der Menschen Kabbala erklärt.

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5 Dinge die Sie über den Sohar wissen sollten
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Im Leben eines Kabbalisten ist Platz für diese Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Statt der auf „Bestrafung“ bezogenen Artikel, würde ich lieber mehr darüber lesen, wie ein Kabbalastudent vermeiden soll, in eine über die Norm hinausreichende Isolation gezogen zu werden. Sicher ist etwas einsiedlerisches Verhalten unumgänglich, wenn man sich in einer „virtuellen Gruppe“ befindet, physisch abgesondert von den Kli-Teilnehmern, und man nicht besonders daran interessiert ist, zu viel Zeit mit sinnlosem Tratsch zu verbringen.

Meine Antwort: Sie haben Recht – jemand, der Kabbala studiert, kann nicht umhin, sich losgelöst von der Welt zu entwickeln. Andererseits verbringe ich täglich einige Zeit damit, Nachrichten oder Naturfilme und aktuelle Ereignisse zu sehen. Jeden Tag fahre ich ans Meer, wo ich 5 km spazieren gehe und hinterher schwimme. Den Rest des Tages sitze ich drinnen – diese Routine halte ich bereits seit vielen Jahren ein.

Drum sorgen Sie sich nicht um das Gefühl, von der Welt isoliert zu sein. So fühlt man sich am Anfang – als ob man die gesamte Welt hinter sich lässt. Dies geschieht, weil Sie mit spirituellen Informationen gefüllt sind, aber später werden Sie auch wieder Platz für diese Welt haben.

Die Zeit bringt alles ins Gleichgewicht. Machen Sie sich keine Sorgen darüber und handeln Sie nicht künstlich. Ich empfehle Ihnen, Ihre Zeit nicht in der Kommunikation mit leeren Menschen zu vergeuden. Saugen Sie, wann auch immer Sie können, so viel wie möglich Wissen und Eindrücke aus den kabbalistischen Quellen auf. Suchen Sie sich eine vernünftige Art und Weise, Arbeit, Sport, Familie und Kabbala gleichmäßig zu verteilen – schon bald werden Sie das Ergebnis spüren!

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Was ist meine Vorbestimmung?


Eine Frage die ich erhielt: Wie kann ich herausfinden, was meine persönliche Vorbestimmung ist? Ich verstehe, dass wir alle eine gemeinsame Vorbestimmung haben, doch wir alle haben auch unsere eigene persönliche Mission und es ist nur logisch, dass jeder Mensch die Möglichkeit haben sollte, seine Verantwortung wahrzunehmen. Ich verbringe zu viel Zeit damit, Dinge anzuzweifeln und fühle mich unsicher. Ist das ein Zeichen für etwas?

Meine Antwort: Das ist etwas, das nur Sie selbst, zu dem Ausmaße herausfinden können, zu dem sie sich spirituell entwickeln.

In unserer Welt werden wir als „Tiere“ bezeichnet, da wir unser Leben damit verbringen, uns um unseren Körper und unseren Nachwuchs zu sorgen, sowie um die Befriedigung unserer tierischen Verlangen, wie z.B. der Kampf um Führungsansprüche, unseren Platz in der Sippe usw. Deshalb wird nichts, was Sie in dieser Welt tun, Ihrer Bestimmung entsprechen, da all Ihre Handlungen darauf gerichtet sind, Ihrem Körper dienlich zu sein, welcher schließlich sterben wird. Daher kann Ihre Vorbestimmung nur ein Ziel sein, welches ewig ist und Sie beinhaltet.

Die Kabbala enthüllt beides; die allgemeine Vorbestimmung und Ihre persönliche Vorbestimmung, zusammen mit den Hilfsmitteln, diese zu erreichen. Die allgemeine Bestimmung liegt darin, alle zu verbinden und dem Schöpfer durch eine solche Verbindung gleich zu werden. Ihre persönliche Vorbestimmung ist es, die gesamte Welt zu diesem Zustand zu bringen, da Sie der einzige sind, der dies vermag.

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Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaft Kabbala
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Lesson: The Essence of the Wisdom of Kabbalah, Transcript