Der Weg zur Gruppe
Unsere Welt ist aus dem Verlangen zu empfangen gefertigt und durch Genuss kontrolliert, dem dieses Verlangen ständig hinterherläuft. Wir werden beständig entweder durch die Abwesenheit von Vergnügen gepeinigt oder durch das zuwinkende Licht aus der Zukunft, welches uns zur Entwicklung zwingt.
Wenn ein Mensch mehr oder weniger erkennt, was er oder sie möchte, wird dies als das „Entwicklungsgen“ (Reshimo) angesehen, welches ein Teil des Verlangens darstellt, das irgendwie das zukünftige Vergnügen erkennt und sich genau danach sehnt. Eine solche Entwicklung geschieht in unserer Welt auf natürliche Weise. Neue Verlangen entfalten sich ständig in uns, während ihnen das Umgebende Licht gegenüber steht, welches Verlangen an sich heranzieht, um Vergnügen zu bereiten.
Der Mensch besteht im Wesentlichen aus dem Verlangen, das sich danach sehnt, sich selbst gut zu fühlen. Und wenn wir plötzlich aufhören, irgendein Vergnügen zu spüren, fühlen wir eine unmittelbare Unterbrechung und einen Mangel an Energie weiterzumachen, da dieses wünschenswerte Verlangen genau die Energiequelle für uns gewesen ist.
So entwickelten wir uns beständig, entlang den Abläufen der Reshimot, die sich in uns automatisch verwirklichten, ohne dass wir uns dessen bewusst waren. Diese Abläufe sind jedoch endlich und sie sind an einem Ende angekommen! Und jetzt machen sie Platz für ein vollkommenes einzigartiges, spirituelles Gen, in dem das Reshimo (Verlangen) und das Umgebende Licht, das es erleuchtet, nicht zusammenpassen und sogar zueinander entgegengesetzt sind.
Und es stellt sich heraus, dass ich nicht weiss, wie ich dieses Licht, das mich peinigt, empfangen kann. Irgendetwas ruft aus mir heraus, jedoch weiss ich nicht, wie ich es erreichen kann, denn zuerst muss ich ihm gleich werden, um einen antiegoistischen Schirm für dieses Licht zu erhalten.
An diesem Punkt verharrt der Mensch in seiner Spur und kann sich nicht weiterbewegen. Alles was er tun kann ist sich zu fragen „Wozu ist dieses Leben gut und was soll ich weiterhin tun?“ als wäre er in eine Sackgasse geraten. Diese Periode kann lange dauern, weil jede spirituelle Entwicklung uns viele innere Bemühungen abverlangt, bis sich ein Mensch daran gewöhnt und empfänglich dafür wird.
Und letztendlich nimmt er doch eine bestimme Veränderung in seinem Leben vor: Er kommt an einen Ort, an dem er vernimmt, dass es möglich ist, dieses neue Verlangen zu verwirklichen, um Erfüllung zu erlangen. Er versteht noch nicht, wie er das alles bewerkstelligen soll, beginnt jedoch sich voran zu bewegen, entlang den Graden des Verstehens: 0-1-2-3-4, welche bis zum Ende gegangen werden müssen, bis zum letzten 4.Grad, damit er etwas von diesem Abschnitt seiner Entwicklung verstehen wird.
Und dann startet er eine andere, neue Folge 0-1-2-3-4, und so weiter. Und dies alles kann viele Monate dauern. Jedoch jetzt, während er sich entlang dieser vorbereitenden Stufen bewegt: 0-1-2-3-4, spürt ein Mensch, dass an diesem Ort ein Geheimnis verborgen ist, das ihn anlockt und nicht fortgehen lässt.
Somit wird man allmählich bereit, solche Bedingungen zu hören wie die „Gruppe“ und „Korrektur“, welche mit ihrer Hilfe erbracht werden muss, genauso wie über die Korrektur der ganzen Welt. Es ist ein sehr langer Prozess. Der Zweck ist jedoch, dass ein Mensch letztendlich versteht, dass es ihm an einer neuen Kraft mangelt: Der Gleichwertigkeit zwischen der Natur seines Verlangens und ihrer Erfüllung.
Verlangen muss seiner Erfüllung entsprechen! Er ist das Verlangen, Vergnügen zu empfangen, jedoch muss er am Schenken Spass haben, und dann wird er erfüllt. Im Grunde ist die Erfüllung, vor der er steht, die Erfüllung im Schenken. Und um Freude am Schenken zu erlernen, wird ein Mensch zur Gruppe herangeführt, wo er stufenweise zu verstehen beginnt, wohin er geführt wurde und was dort geschieht.
Er beginnt plötzlich zu verstehen, worüber all die Artikel berichten, die er zu lesen und zu diskutieren pflegte, ohne irgendeine Idee darüber zu haben, worüber er sprach und ohne irgendein Verständnis darüber zu besitzen, warum er sich dort befand und wie er dorthin gelangte. Doch jetzt kann er allmählich verstehen, dass die Gruppe in der Tat der Ort der Verwirklichung seiner spirituellen Erfüllung ist; er begreift, dass er nur mit ihrer Hilfe dazu in der Lage sein wird, die Art seiner Erfüllung vom Empfangen zum Schenken zu verändern.
Wenn er das tut, wird er in der Lage sein, sich am Licht zu erfreuen, das kommen und ihn erfüllen wird, in dem Maße in dem er sein Verlangen, sich am Schenken zu erfreuen, ausdehnt.
Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 23/03/2011, Vorbereitung für den WE! Kongress






Frage:
Das wichtigste ist, dass alle und jeder sich bemühen sollen mit allen künstlichen Mitteln, d. h. gegen den Genuss, in sich das Verlangen hervorzurufen um sich der Gruppe einzuschließen.
Noch niemals in der Geschichte gab es so eine mächtige Umgebung wie unsere Weltgruppe, die so sehr nach der Enthüllung des Spirituellen strebt, sich auch in grossem Masse vorbereitet und dabei jedem die Gelegenheit bietet sich anzuschliessen und auch Kräfte davon zu erhalten.
„Der Richter hat nicht mehr als das, was seine Augen sehen!“ – dies ist ein sehr striktes Gesetz, das mit einer großen Genauigkeit ausgeführt werden muss.
Wir können uns noch nicht einmal vorstellen, wie wir leben würden, wenn wir uns einfach als Tiere wahrnehmen würden.Doch die Menschheit hat die Religion/den Glauben, der ihr hilft, ihren Egoismus ein wenig zu zügeln. Und alle diese Glaubensrichtungen basieren auf einem Gedanken – auf dem Gedanken an die Existenz des Lebens nach dem Tod. Doch die Wissenschaft der Kabbala sieht es nicht so. Es gibt einen Zustand, in dem wir jetzt existieren und der „Tod“ heißt, und es gibt einen anderen Zustand, der „Leben“ heißt. Nun die Frage: also ergibt sich daraus, dass mein Dasein in dieser Welt einmalig ist und danach nichts übrig bleibt? Doch was kann zurückkehren? Was hast du, was zurückgekehrt werden könnte? Der Körper ist tot und hat die Kraft verloren, die ihn sich bewegen lies, als ob der Motor plötzlich stehengeblieben wäre… Nun die Frage: Wo ist nun diese Kraft hingekommen? Denkst du, sie ist irgendwohin zurückgekehrt, nach oben, zu „ihrem Platz“? Nein, die Moleküle haben einfach aufgehört, zu funktionieren. Gab es an denen etwa irgendwas Spirituelles? Woher habt ihr auf einmal solche Phantasien? Doch das ist der Glaube, von dem die ganze Welt lebt – zumindest gibt es einen Trost, dass es auch nach dem Tod etwas gibt. Doch warum steht es in den kabbalistischen Büchern geschrieben, dass, wenn wir uns in diesem Leben nicht korrigieren, wir wieder in diese Welt zurückkehren und so immer wieder geboren werden? Es ist wirklich so, man muss nur klären, was das bedeutet! Der Glaube bedeutet in der Kabbala die Erkenntnis – die spirituelle Welt zu sehen und zu fühlen, wie es geschrieben steht: „Kostet und sehet, dass der Schöpfer gut ist“. Ich „schmecke“ Ihn ab, mit allen Sinnesorganen, so dass „alle Knochen sprechen werden“! Das ist kein Glaube, das ist die realste Empfindung, die es nur geben könnte.
Wenn wir von der Umgebung die Wünsche des Gebens nicht bekommen, dann werden wir nicht aus eigener Kraft die spirituelle Welt öffnen können. Denn der spirituelle Genuss ist viel größer als der materielle.
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