Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Frau ist ein Ort der Veränderungen

Um eine ganzheitliche und starke Einwirkung auf die Männer auszuüben, müssen die Frauen sich ebenfalls verbinden. Doch sie müssen sich in dem Verständnis von Arbeitsprinzipien und dem Wissen, was genau sie von den Männern verlangen sollen, verbinden. Und dafür müssen sie wissen, was das Licht, welches von den Männern angezogen wird, bedeutet und was es erschaffen soll.

Die Frau in der Spiritualität ist eine Kraft, eine noch größere Kraft als der Mann. Der Mann ist einfach die Kraft, der Schirm, und die Frau ist ein Ort, an dem alle möglichen Veränderungen stattfinden. Sie bringt eine neue Stufe zur Welt und kümmert sich um sie. Die Befruchtung, das Stillen, der Zustand des Erwachsenen – all das befindet sich im weiblichen Teil der gemeinsamen bzw. der persönlichen Seele.

Und der Mann bringt lediglich das Licht. Es steht geschrieben, dass er „die Helligkeit bringt“, und damit endet quasi seine Rolle. Danach befindet er sich in der Mutter und liefert durch sie die Kraft für die Entwicklung der Seelen.

Also kommt alles durch die Mutter, durch den weiblichen Teil zu den Nachkommen. Die ganze spirituelle Entwicklung läuft durch die Frau, und gerade der weibliche Teil gebärt die Seelen. Darüber spricht auch die Tora. Zum Beispiel sind „Abraham“ und „Sara“ zwei Teile der Seele, die die nächste Seele – ihren nächsten Zustand namens „Isaak“ – zur Welt bringen. Wer bringt ihn nun zur Welt? Natürlich Sara.

Wir müssen das erfüllen, was in der Natur enthalten ist. Nachdem wir uns in Einklang mit der materiellen Natur gebracht haben, gehen wir von dort zur spirituellen Natur über, wodurch wir Erfolg erzielen und uns selbst keinen Schaden zufügen werden.

Und umgekehrt, je mehr Schaden wir zufügen werden, indem wir den Launen unseres Egoismus folgen, je mehr wir über die „Gleichheit“, die in Wirklichkeit unsere Familie und die Gesellschaft zerstört, schreien, desto geringer werden unsere Chancen sein. Irgendein Politiker wird daran wahrscheinlich verdienen, jedoch nicht die Gesellschaft.

Auszug aus dem Gespräch über Frauen, 06.03.2011

Gibt es Liebe auf dieser Welt?

Was bedeutet Liebe in unserer materiellen Welt? Es ist die „tierische“, materielle, egoistische Liebe, mit deren Hilfe wir einander genießen.

Die Eltern lieben instinktiv ihre Kinder, und die Kinder lieben instinktiv ihre Eltern – in dem Maße, in dem sie von ihnen das Erwünschte bekommen. Und all das ist von der egoistischen Absicht durchdrungen.

Unterdrücke in einer Mutter den Mutterinstinkt zu ihrem Kind – und sie wird sich ihm gegenüber genauso wie gegenüber allen anderen Kindern verhalten. Soll es selbst vor Hunger sterben, es wird ihr egal sein. Also sind elterliche Gefühle keine Liebe, sondern ein Instinkt.

Die Liebe zwischen den Geschlechtern wird durch Hormone ausgelöst. Führe dem Menschen das entsprechende Mittel zu und du wirst sehen, wie seine Liebe plötzlich verschwindet oder im Gegenteil wie aus dem Nichts erwacht. Hier ist die Rede von der hormonellen Anziehung.

Das gehört alles zur tierischen Stufe, und es gibt hier nichts anderes. Genetiker und Biologen können ausführlich erklären, warum das so ist. Doch wir besingen dieses Gefühl natürlich und schreiben ihm ein spirituelles Wesen zu – aus dem einfachen Grunde, weil wir dadurch am meisten genießen und es dementsprechend in unseren Augen erheben wollen.

Außerdem gibt es maßlose Liebe, die einen großen Schaden mit sich bringt. Denn wenn die Liebe keine Grenzen kennt und der Ehrfurcht beraubt ist, führt sie zum Hass. Wenn mich jemand liebt, muss ich dafür sorgen, dass ich ihm nicht erlaube, mich zu sehr zu lieben, und er selbst muss seinerseits für das Gleiche sorgen. Alles muss das richtige Maß und das richtige Gewicht haben. Wenn die Liebe „ausufert“, annulliert sie mich, und dann beginne ich, den Liebenden zu hassen, ich stoße ihn von mir weg.

Wir sehen das am Beispiel von Eltern und Kindern: die maßlose Liebe zum Kind ruft in ihm Verachtung und Hass hervor. Und nicht das Kind, sondern der Erwachsene, der seine Liebe nicht eingrenzt, trägt die Schuld, er lässt sie sozusagen nicht vom Schirm begleiten. Wir müssen immer das Maß unserer gegenseitigen Beziehung kontrollieren. Nur in der Welt der Unendlichkeit, am Ende der Korrektur werden wir „grenzenlose“ Schirme erwerben können.

Also macht es in unserer Welt keinen Sinn, über die Liebe zu sprechen – wir nutzen lediglich einander wie gewohnt aus. Wir sollten nicht darauf verzichten oder es verachten – denn so ist unser Leben. Die Ehepartner leben zum Beispiel lange Jahre zusammen und kümmern sich umeinander.

Doch man sollte da unterscheiden: Letztendlich mache ich das aus Gewohnheit, die zur zweiten Natur wird, aus dem Verlangen, aus dem egoistischen Drang heraus, der in mir erwacht und dadurch erfüllt wird.

Und in der spirituellen Welt bedeutet Liebe das reine Geben.

Auszug aus dem Unterricht zum Thema Liebe, 04.03.2011

Je schlimmer, desto besser

Wir müssen verstehen, dass die Lösung der gegenwärtigen Probleme nicht darin besteht, unseren Egoismus zu zähmen, sondern darin, uns darüber zu erheben. Deshalb ist die Weisheit der Kabbala nicht so einfach; sie steht über dem Niveau der Methoden, die lehren, wie man allmählich über den Egoismus Kontrolle erlangt und den Bösen Trieb verringert.

Die Kabbala sagt: Nein, auf keinen Fall brauchst du deinen Egoismus zu bekämpfen. Du wirst diesen Krieg ohnehin nicht gewinnen, weil dein Egoismus nur wachsen wird. Außerdem ist er klüger als du und wird immer wieder ungestraft davonkommen und alles an sich reissen.

Du musst nur lernen, wie du ihn äußerlich von dir abwendet. Die Weisheit der Kabbala ist die Wissenschaft, die uns lehrt, wie man mit dem Egoismus arbeitet. Kabbala ist eine sehr komplexe Wissenschaft, da sie praktisch alles, was es gibt, einschließt. Sie erlaubt uns, unseren Egoismus richtig zu verwenden, und da unser Egoismus immer weiter wächst, um uns immer größere Gelegenheiten zu geben, aus uns heraus zu treten und das zu erlangen, was uns umgibt.

Es ist nicht leicht, den Menschen zu erklären, dass Transformation nicht im Vermindern des Egoismus liegt, sondern eher in der richtigen Verwendung dessen. Je egoistischer du bist, desto besser.

Menschen, die das nicht verstehen, wundern sich “Wie kann das besser sein? Je mehr ich anderen schade, je listiger, neidischer, gieriger und durchtriebener ich bin, soll besser sein? Das ist richtig!

Dennoch wirst Du Dich fragen, “Wie kann das gut sein? Du hast Unrecht: Wir müssen diese ganzen Laster beseitigen. Ein guter Mensch ist jemand der nichts davon hat.” Aber das ist nicht so! Ein guter Mensch ist jemand, der enorme egoistische Eigenschaften hat, aber sie in eine Verbindung zu anderen umwandelt. Sein Ehrgeiz ist, alle seine schrecklichen Eigenschaften irgendwie nicht zu verwenden, sondern sie eher in gute zu verwandeln. Wir haben sie umzuwandeln, aber sie niemals auszulöschen.

Es ist sehr schwierig, dieses den Menschen zu erklären, die intelligent und tiefsinnig sind. Heute sind wir Zeugen des Ungleichgewichtes mit der Natur und der Uneinigkeit in der Gesellschaft, in unserem persönlichen Leben, und auch sonst überall. Ist das zum Besseren oder zum Schlechten? Das ist sicher zum Besseren! Je schlechter, desto besser!

Es ist hart für die Menschen, das zu verstehen. Dieses Verständnis kann nicht plötzlich erlangt werden. Aber habt Geduld; nach und nach wird sich alles klären.

Vom 2. Unterricht auf dem Berliner Kongress am 28.01.2011

Kleide dich ins Geben ein

Eine große Stufe auf unserem Weg ist die Stufe des Erlangens der Eigenschaft des Glaubens oder mit anderen Worten, die Eigenschaft des Gebens. In dem Maße, in dem wir sie erlangen, steigen wir über unsere Natur des Empfangens auf.

Als Ergebnis erhalten wir ein vollständiges Gewand über alle unsere Verlangen, über alle ihre Aspekte und verschiedenen Arten der Vermischung zwischen ihnen. Danach setzen wir unseren Aufstieg fort, aber schon in Richtung des völligen Glaubens. Das bedeutet, dass wir vom einfachen Glauben zur zweiten Stufe der Korrektur aufsteigen und die Eigenschaft der Liebe erwerben. Dann korrigieren wir unsere Verlangen, füllen sie mit dem Licht von Chochma, dem Genuss, und mit dieser Hilfe erlangen wir das Geben.

Deshalb ist der erste Zustand Chafez Chessed, die Stufe von Bina, wo wir zuerst das empfangende Verlangen durch die altruistische Absicht korrigieren, die durch die Eigenschaft des Glaubens, das Geben, eingekleidet wird. So erlangen wir die ersten drei Sefirot von Bina.

Dann gehen wir weiter zu ihren sieben unteren Sefirot, erwerben die Fähigkeit uns fremde Kelim oder Verlangen anzueignen und korrigieren und füllen sie dadurch. Genau wie Bina, welche die unteren erfüllt, können wir ebenso andere Kelim füllen.

Wie kann es sein, dass sie zuerst fremd sind und ich das nicht tun kann? Tatsache ist, dass ich sie fülle, wenn ich sie an mich binde, sodass sie in mir sind, wie im Zustand der Empfängnis, oder des Stillens, oder dem erwachsenen Zustand (Mochin). Das ist meine Haltung zu ihnen.

Dies wird schon vollkommener Glaube genannt, das Licht von Chassadim, mit der Erfüllung des Lichts von Chochma.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.03.2011, Schriften von Rabash

Wieviel kostet Liebe?

Frage: Im Laufe der gesamten Geschichte kam es wegen Geld zu Kriegen zwischen Regierungen und in Familien. Wie kann es dann genutzt werden, um Menschen miteinander zu verbinden?

Antwort: Es hängt alles davon ab, wie Geld gebraucht wird. Wenn ich meinen Egoismus befriedigen will, dann brauche ich Geld. Doch wenn ich meinen Egoismus dazu nutze, um andere zu erfüllen, brauche ich einen anti-egoistischen Schirm, eine “Verhüllung” für den Egoismus, wie beispielsweise Geld.

Geld ist ein Hinweis auf meine Stärke, die Kraft des Schirms. Folglich werden Kriege nicht um Geld geführt, sondern wegen des Egoismus.

Zudem kann man nicht alles mit Geld kaufen, wenn auch fast alles. Sogar in unserer Welt gibt es Eigenschaften, die zur Wurzel der Seele gehören und die man nicht kaufen kann, so wie eine besondere Verbindung zwischen Menschen oder eine besondere Begabung (wie ein Talent in Musik, der Kunst oder der Literatur), die von der Wurzel der Seele kommen.

Eigenschaften, die wir von der Natur bekommen, können mit Geld nicht gekauft werden. Dinge, die wir mit unseren Anstrengungen hinzufügen, einschließlich Beziehungen zwischen Menschen, und Liebe, sind ebenfalls nur sehr schwer zu kaufen.

Manchmal verwechseln wir Geld mit Anstrengungen. Doch es ist unmöglich, einfach zu zahlen und eine bestimmte Einstellung zu kaufen. Dinge, die zur Natur gehören, die wir vom Schöpfer erhalten und an Ihn zurückgeben müssen, kann man unmöglich auf egoistische Weise erobern, und unser Papiergeld kann hier auch nicht helfen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 1.03.2011, Unterricht über Geld

Die Seele des Menschen lehrt ihn

In der materiellen Welt ändern sich unsere Vorstellungen von der Schönheit ständig, und wir sind gezwungen, der Meinung der Mehrheit zu folgen.

Denn wir leben in der menschlichen Gesellschaft, und ob wir das wollen oder nicht, achten wir deren Werte – so ist unsere Natur. Jeder wird letztendlich das achten, was von der Mehrheit in seiner Umgebung geachtet wird.

Wir begreifen noch nicht einmal, wie haltlos all diese Werte sind. Die Mode hat sich bereits so oft geändert – in der Erziehung, in der Kultur, in der Industrie, in dem schöpferischen Schaffen, selbst in den Essgewohnheiten. Und wir sehen, dass sie kommt und geht, ohne einen wahren Wert unter sich zu haben. Alles, was über die Grenzen unseres tierischen notwendigen Daseins, das vom Körper benötigt wird, hinausgeht: einfaches Wohnen, Familie, Nahrung – alles Andere wird von uns nur geschätzt, weil es von der Gesellschaft geschätzt wird.

Doch die Spiritualität unterscheidet sich dadurch, dass niemand uns dorthin hinter sich herzieht. Wir müssen selbst eine Gesellschaft für uns aufbauen und sie selbst erwecken, damit sie uns hinter sich und durch sich in die Spiritualität zieht. Das heißt, in der spirituellen Entwicklung ist uns die Freiheit des Willens überlassen, und keiner wird uns mit Gewalt dazu zwingen!

Natürlich spornt uns der Schöpfer an und macht uns das Leben in dieser Welt schwer und beraubt uns der Erfüllung. Doch andererseits ist das Leben nicht so schwer wie in der Vergangenheit, und wir sterben nicht vor Hunger. Und doch spüren wir die innere Leere, die uns zur Entwicklung vorantreibt. Und wenn wir diese Leere in uns feststellen und darüber nachdenken, wozu wir leben, worin der Sinn und das Geheimnis des Lebens besteht, und diese Fragen nicht beantworten können, dann stellt sich heraus, dass keiner uns das sagen und erklären kann, keiner zieht uns hinter sich her.

Wir schauen uns um und sehen keine Beispiele. In allem anderen bekommen wir im Leben Beispiele: welchen Beruf man erlernen, welches Haus man bauen, was man kaufen, wie man etwas regeln und wem man ähnlich sein sollte. Die menschliche Gesellschaft gibt uns in allem ein Beispiel. Und nur die Spiritualität bleibt ohne Beispiele, als ob du dich in einem Vakuum befinden und jeden Tag oder sogar jeden Augenblick aufs Neue vor die Frage gestellt würdest, was du tun sollst – wohin du gehen sollst, wo du ein Vorbild, spirituelle Werte, ein Ziel finden sollst?

Das ist ein großes Problem. Doch andererseits müssen wir verstehen, dass das die Folgen der uns gegebenen Freiheit sind! Denn der Mensch, wenn er in die Spiritualität eintritt, baut seine Seele selbst auf. Keiner bringt ihm das bei. Es gibt viele Ratschläge und Bücher, doch das sind alles nur allgemeine Erklärungen um dieses Thema herum, die uns lediglich ein wenig unterstützen.

Doch letztendlich hängt alles vom Menschen ab. Und wenn er keine Umgebung für sich aufbaut, die ihm spirituelle Werte, die Ausrichtung vermittelt, die genauso gründlich ist wie in unserer Welt, die uns so viele Beispiele zeigt – dann wird er natürlich nicht wissen, wie er vorankommen soll.

Darin besteht der Hauptunterschied im spirituellen Vorankommen vom materiellen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 04.03.2011

 

Kabbala Akademie

Auf uns warten noch viele Überraschungen …

Frage: Hängt die Art der Verbindung zwischen den Seelen von der Wurzel der Seele ab?

Meine Antwort: In der Verbindung zwischen den Seelen gibt es viele Konditionen, wie auch im Integralsystem, wo jedes Element mit allen übrigen verbunden ist. Wir sind heute nicht in der Lage, es uns vorzustellen.

Angenommen, es soll jemand korrigiert werden, und deshalb nehmen am Prozess der Korrektur Tausende von Elementen des allgemeinen Systems, der Seelen und der Geschöpfe auf allerlei Stufen teil.

Es erinnert mich an die Entwicklung des Embryos. Er wächst auf eine sonderbare Weise: plötzlich bildet sich ein schwanzartiger Schössling, dann verschwindet er, dann werden einige Formen durch andere ersetzt.

Warum sind wir verpflichtet, all diese Zustände zu empfinden, bis wir letztendlich die Form des Menschen erlangen? Und das noch als Embryo! Warum empfangen wir die Ernährung durch die Nabelschnur? Es ist doch sonderbar! Eigentlich sieht die Ernährung durch den Mund auch sonderbar aus, aber es entspringt aus unserer Ähnlichkeit mit dem spirituellen Parzuf, worin durch den Mund / „Pe“ im Kopf/Rosch des Parzufs die Lichter (Geschmäcke / „Taamim“) eingehen.

Deshalb ist es nicht nötig, darüber mehr zu wissen. Denn die Wege der Entwicklung, die Bedingungen und die Wechselbeziehungen stammen aus der Verbindung zwischen den Seelen.

Warum soll sich die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur gerade so entwickeln und dabei eine solche Vielfältigkeit der Arten von Fische, Vögel, Tiere, Pflanzen, sowie Milliarden allerlei Geschöpfe bewirken?

Das alles entspringt der Entwicklung der Wünsche und der Verbindungen zwischen ihnen. Es ist gesagt: „Das Ende der Handlung – liegt in der Absicht“. Wenn wir am Ende der Handlung, nach der vollständigen Korrektur, die vollkommene gegenseitige Durchdringung nicht erreichen sollten, dann würden wir solche Vielfältigkeit der Arten auf jeder Stufe der Entwicklung der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Natur nicht brauchen.

All diese Stufen erscheinen und verschwinden infolge der Korrektur und entsprechend der Periode ihrer Entwicklung. Deshalb gibt es solche Arten der Tiere und Pflanzen, die dann von der Erdoberfläche verschwinden und andere werden plötzlich entdeckt.

Jeden Tag entdecken die Wissenschafter die neuen Arten der Tiere, die früher unbekannt waren. Gab es sie auch früher oder nicht? – Nein, sie gab es nicht früher, sie werden uns erst jetzt offenbart. Plötzlich beginnt diese Form zu existieren, weil unsere Wünsche in allerlei Verbindungen gezeigt werden, und uns die neue Vision in Form von solchen Geschöpfen bringen.

Früher gab es nicht solche Verbindungen zwischen den Wünschen, und diese Geschöpfe existierten auch nicht. Denn sie stellen nur die äußerliche Vorstellung der bestimmten Verbindungen zwischen unseren Wünschen dar.

In Zukunft wird uns noch Vieles offenbart. Aber schließlich stammt das alles aus dem selben Prinzip.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 01.03.2011

Die Logik einer umgekehrten Welt

Frage: Ich verstehe immer noch nicht, wie die „übernatürliche Kraft“ der kabbalistischen Bücher funktioniert. Wenn mich ein Arzt behandelt, kann ich tatsächlich messen, wie sich mein Zustand bessert: Ich kann meine Temperatur messen und jedem zeigen, dass das Fieber weg ist. Warum können wir nicht zeigen, wie das Umgebende Licht funktioniert und alle Zweifel beseitigen?

Meine Antwort: Wenn ich dem Höheren Licht mit meinem egoistischen Verlangen hinterher laufe, werde ich am Ende nicht mehr als einen winzigen Funken, die „dünne Kerze“ (Ner Dadik) erlangen, das uns mit Lebenskraft erfüllt. Wir können unsere Natur nicht direkt umkehren. Wie könnte es anders sein, wenn ich nur daran denke, wie ich was bekomme, und unfähig bin, daran zu denken, wie ich geben kann, wenn mein ganzes Leben darauf ausgerichtet ist, zu konsumieren, zu erwerben und zu kalkulieren, was in jeder Situation das Beste für mich ist?! Ich kann nichts anderes wahrnehmen!

Neben mir gibt es eine spirituelle Welt, aber ich sehe sie nicht, denn ich spüre nur das, was ich für meinen eigenen Genuss empfangen kann. Und was ich nicht als Genuss gebrauchen kann, kann ich nicht erkennen oder beobachten! Meine Sinnesorgane nehmen einfach nicht wahr, dass Geben ebenfalls Vergnügen bringt, da sie nur erkennen, wie ich Genuss vom Empfangen bekomme. So bin ich erschaffen.

Ich wurde vor einen Filter platziert, der nur in eine Richtung filtert: Wenn irgendein Genuss durch ihn zu mir dringt, nehme ich das gerne. Doch wenn es auf der anderen Seite bleibt und nicht in mich eindringt, will ich nicht aus mir selbst heraustreten und es außerhalb erleben.

Aber ist diese Korrekturmethode nicht logisch? Du ziehst genau dieses Licht auf dich, das dich erschaffen hat, sodass es dich ebenfalls umwandeln kann. Was ist daran unlogisch? Ist es, dass du du unfähig bist, dieses Licht mit deinen eigenen Augen zu sehen? Ganz gewiss kannst du sie dazu nicht gebrauchen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 23.02.2011, „Einführung zum Buch ‘Panim Meirot uMasbirot'“

Ein Internetlink zum Schöpfer

In Wahrheit hat das Internet eine verborgene Kraft, den Schöpfer!

Das bedeutet, dass innerhalb der virtuellen Verbindung zwischen den Menschen (wenn es sich entwickelt und eine wohlwollende Form annimmt), die höhere Kraft offenbart wird.

Das Internet entwickelte sich speziell, um die Menschen zu verbinden und zu demonstrieren, dass eine auf unsere egoistische Natur beruhende Verbindung nur Übel und Schaden bringen kann, während die Vereinigung mit der höheren Natur gut ist. Die höhere Natur erhebt uns zu einer anderen Dimension, zum ewigen Leben, und befreit uns von allen Problemen. Das wird uns das Internet offenbaren und ich bin sicher, dass es sehr bald geschehen wird, abhängig davon, wie schnell es sich entwickelt.

Es ist unmöglich, es jetzt zu stoppen und keiner wird fähig sein, die Menschen vom Internet abzuziehen. An einigen Plätzen der Welt wird gerade versucht dies zu tun, aber es wird nicht gelingen. Die Menschen werden spüren, dass sie bereit sind, diejenigen zu zerstören, die sie vom Internet abziehen wollen, als ob sie vom Leben selbst abgeschnitten werden.

Wir werden nicht fähig sein, ins vorherige Leben zurückzukehren, welches uns nicht über das Internet verbindet. Wenn irgendjemand versucht, dies zu tun, wird er der größte Feind der Menschheit werden und er wird vernichtet werden, nur weil er das Internet aussteckte.

Immerhin ist es das Instrument der Verbindung zwischen den Menschen. Inzwischen hat der Mensch erkannt, dass das Internet ihm erlaubt, in eine andere Existenzsphäre zu gehen, wo die ganze Welt vor seinen Augen liegt! Aber wenn diese Welt entdeckt, wie leer es tatsächlich ist, wird es ein Sprungbrett in die zukünftige Welt werden.

Aus dem 4. Teil des täglichen Kabbalaunterrichtes vom 23.02.2011″ Einführung ins Buch, Panim Meirot uMasbirot“

Erkenne dich selbst, erkenne den Schöpfer

Der Schöpfer hat einen vollkommenen Zustand erschaffen, wo wir vollkommen sind und in der Verschmelzung mit Ihm existieren. Doch um diesen Zustand zu empfinden, müssen wir zuerst eine Sensibilität dafür entwickeln und lernen, seine Komponenten zu unterscheiden. Diese Sensibilität muss aus unserm Innern kommen; wir müssen eine spirituelle Wahrnehmung erwerben. Es ist unmöglich, die Wahrnehmung außerhalb zu bekommen, obwohl der Schöpfer allmächtig ist.

Das Geschöpf muss seinen eigenen Zustand im Vergleich zu dem des Schöpfers spüren. Es soll sich in der Verschmelzung und der Vollkommenheit zwischen sich selbst und dem Schöpfer erfreuen und seine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer spüren, denn es gibt nichts Vollkommeneres. Dazu muss das Geschöpf zwei Zustände in seinem Innern haben, zwei Elemente der Wahrnehmung oder zwei Eigenschaften: das, was es selbst ist und das, was der Schöpfer ist. Es muss fähig sein, die Unterschiede dieser Eigenschaften in ihrer Tiefe zu erkennen. Nur dann wird das Geschöpf den Wert und die Erhabenheit der Verschmelzung mit dem Schöpfer spüren.

In dem erschaffenen Wesen muss es zwei Gegensätze geben. Aus einem vollkommenen Zustand und erschaffen vom Schöpfer, müssen wir zuallererst unsere eigene Natur erkennen, als ob es den Schöpfer nicht geben würde. Und dann, Schritt für Schritt, müssen wir die Stufen gehen, um die Natur des Schöpfers zu erkennen.

Dann werden wir das Ziel erreichen: Wir werden unsere Natur und die Natur des Schöpfers, und die Trennung und Einheit zwischen ihnen erkennen. Schließlich wird uns das Kraft und eine Empfindung der Größe des vollkommenen Zustandes geben, in welchem wir jetzt schon existieren.

Aus dem 1. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 22.02.2011, Schriften von Rabash